(19)
(11) EP 0 799 954 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
08.10.1997  Patentblatt  1997/41

(21) Anmeldenummer: 96113378.2

(22) Anmeldetag:  21.08.1996
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6E04H 12/22
(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE DE FR GB NL

(30) Priorität: 02.04.1996 DE 29606116 U

(71) Anmelder: Franz Brinkmann Metallwaren GmbH
59469 Ense-Höingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Brinkmann, Dieter
    59469 Ense-Lüttringen (DE)

(74) Vertreter: Fritz, Edmund Lothar, Dipl.-Chem. et al
Patentanwaltskanzlei Fritz Mühlenberg 74
59759 Arnsberg
59759 Arnsberg (DE)

   


(54) Schwert für Einschlaghülsen


(57) Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schwert für Einschlaghülsen umfassend zwei zueinander im Winkel stehende Blechteile in kreuzförmiger Anordnung, die sich jeweils in Längsrichtung von oben nach unten gesehen konisch verjüngen und miteinander fest verbunden sind. Das erste der beiden Blechteile (10) weist einen in Längsrichtung mittig sich erstreckenden nach oben hin offenen Schlitz (15) auf und das zweite der beiden Blechteile (20) weist einen mittigen sich in Längsrichtung erstreckenden nach unten hin offenen Schlitz (21) auf. Die beiden Blechteile (10,20) werden im Bereich ihrer Schlitze (15,21) ineinander geschoben und im Kreuzungsbereich vorzugsweise durch Schweißverbindungen (22) miteinander verbunden. Auf das Schwert kann die Unterseite einer Einschlaghülse (23) (nicht dargestellt) aufgesetzt und mit den Stirnseiten der kreuzförmig angeordneten vier Rippen des Schwerts verschweißt werden. Im Vergleich zu bisherigen Schwertern dieser Art ist die Fertigung weniger aufwendig und somit eine rationellere Herstellung möglich.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schwert für Einschlaghülsen wie sie beispielsweise für die Bodenverankerung von Pfosten der dergleichen verwendet werden. Bei den herkömmlichen Einschlaghülsen ist das an der Unterseite angeschweißte Schwert, das vier kreuzförmig angeordnete Rippen aufweist, die sich in der Mitte treffen und in der Regel von oben nach unten hin konisch verjüngen, aus zwei Stahlblechteilen gefertigt. Diese beiden Teile werden zugeschnitten und dann abgekantet, so daß sie jeweils zwei im rechten Winkel zueinander stehende Rippen des daraus zu fertigenden Schwerts bilden. Die beiden abgekanteten Blechteile bilden somit je eine Hälfte des Schwerts und werden dann in ihrem Verbindungsbereich miteinander verschweißt. Auf das so gefertigte Schwert wird dann wiederum die Unterseite der Einschlaghülse aufgesetzt und mit den Stirnseiten der kreuzförmig angeordneten vier Rippen des Schwerts verschweißt. Die Rippen laufen von oben nach unten konisch zu, so daß das Schwert eine spitze oder annähernd spitze Form am unteren Ende hat, um das Eintreiben des Schwerts mit der Einschlaghülse in das Erdreich zu erleichtern.

[0002] Die Fertigung eines solchen herkömmlichen Schwerts für Einschlaghülsen umfaßt relativ viele Bearbeitungsvorgänge und ist daher vergleichsweise aufwendig.

[0003] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, ein Schwert für Einschlaghülsen bzw. eine Einschlaghülse mit einem solchen Schwert zu Verfügung zu stellen, dessen bzw. deren Fertigung weniger aufwendig ist und somit eine rationellere und kostengünstigere Herstellung zuläßt.

[0004] Die Lösung dieser Aufgabe liefert ein Schwert für Einschlaghülsen der eingangs genannten Art mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs. Die mit einem solchen Schwert ausgestattete Einschlaghülse ist Gegenstand des Schutzanspruchs 5.

[0005] Gemäß der Erfindung besteht das Schwert aus zwei flachen konisch zugeschnittenen Blechteilen, die jeweils einen zu einer Seite offenen Längsschlitz aufweisen und in rechtwinkliger Anordnung zueinander ineinandergesteckt sind und zwar so, daß der eine Schlitz, der an der Unterseite des einen Blechteils gebildet ist und nach unten hin offen ist in den anderen Schlitz, der an der Oberseite des anderen Blechteils gebildet ist und nach oben hin offen ist eingreift und die beiden Bleichteile entlang der Schlitze etwa soweit ineinander geschoben sind, daß sie jeweils oberseitig und unterseitig etwa miteinander bündig abschließen und das Schwert bilden. Diese beiden flachen Blechteile sind dann miteinander vorzugsweise an einigen Punkten entlang des Kreuzungsbereichs verschweißt.

[0006] Das Abkanten kann somit bei dem erfindungsgemäßen Schwert entfallen was die Fertigung wesentlich vereinfacht. Das gesonderte Zuschneiden der Blechteile vor dem Abkanten kann ebenfalls entfallen. Statt dessen wird jedes der beiden Blechteile in einem Arbeitsgang auf die gewünschte konische Form zugeschnitten und gleichzeitig geschlitzt, vorzugsweise durch Stanzen. Dies läßt eine Serienfertigung in einem Automaten zu. Anschießend erfolgt das Ineinanderstecken der beiden Blechteile und deren Verschweißen.

[0007] Gegenstand der Erfindung ist weiterhin eine Einschlaghülse mit unterseitig angeordnetem Schwert, das vorzugsweise mit der Einschlaghülse verschweißt ist, wobei das Schwert die oben genannten erfindungsgemäßen Merkmale aufweist.

[0008] Im folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher beschrieben. Dabei zeigen
Fig. 1
einen Blechzuschnitt eines ersten Blechteils für ein erfindungsgemäßes Schwert;
Fig. 2
einen Blechzuschnitt für ein zweites Blechteil für ein erfindungsgemäßes Schwert;
Fig. 3
eine Ansicht eines erfindungsgemäßen Schwerts nach der Montage,
Fig. 4
eine Ansicht eines Schwerts gemäß der Erfindung mit Einschlaghülse.


[0009] Zunächst wird auf Fig. 1 Bezug genommen und anhand dieser das erste Blechteil 10 näher beschrieben. Wie man sieht hat dieses Blechteil in der Ansicht eine Trapezform mit einer breiteren oberen Stirnseite 11, die durch einen Schlitz 15 unterbrochen ist, mit einer schmaleren unteren Stirnseite 12, die nicht geschlitzt ist und mit zwei konisch sich von der Oberseite zur Unterseite hin verjüngenden Längsseiten 13, 14. Der Schlitz 15 befindet sich etwa in der Mitte, ist im Vergleich zum Blechteil 10 insgesamt relativ schmal und erstreckt sich in dessen Symmetrieachse nach unten etwa bis knapp zur Hälfte der Gesamtlänge des Blechteils 10. Der Schlitz 15 ist zur Oberseite hin offen, so daß sich eine Einführöffnung 15a ergibt.

[0010] Fig. 2 zeigt das zweite Blechteil 20. Dieses hat den gleichen Umriß wie das erste Blechteil 10. Allerdings ist die obere Stirnseite 16 des Blechteils 20 geschlossen und die untere schmalere Stirnseite 17 des trapezförmigen Blechteils 20 weist einen Schlitz 21 auf. Die beiden von oben nach unten aufeinander konisch zulaufenden Längsseiten des Blechteils 20 sind mit 18 bzw. 19 bezeichnet. Der Schlitz 21 erstreckt sich von der nach unten hin offenen Einführöffnung 21a nach oben hin einwärts entlang der Symmetriemittelachse des Blechteils 20 bis etwa zur Hälfte der Gesamtlänge. Die beiden Blechteile 10 und 20 entsprechen einander in ihren Umrißmaßen. Die Länge der jeweiligen Schlitze 15 bzw. 21 ist so gewählt, daß das Maß A vom unteren Ende des Schlitzes 15 bis zur unteren Stirnseite 12 des Blechteils 10 der Länge des Schlitzes 21 entspricht, so daß sich das Blechteil 20 soweit in den Schlitz 15 einschieben läßt, daß beide obere Stirnseiten 16, 11 miteinander fluchten.

[0011] Beide Blechteile 10, 20 stehen dann im rechten Winkel zueinander und bilden eine kreuzförmige Anordnung wie man aus Fig.3 erkennen kann. In dieser Darstellung sind einige der Schweißstellen 22 angedeutet.

[0012] Fig. 4 zeigt eine Ansicht eines Schwerts, daß an einer Einschlaghülse 23 befestigt ist. Die Einschlaghülse 23 ist hier ein quaderförmiges Behältnis, das von oben her das untere Ende eines Pfostens (nicht dargestellt) aufnehmen kann. Im Boden 23a der Einschlaghülse befindet sich in der Regel eine Öffnung 24, durch die Regenwasser ablaufen kann. Dieser Boden 23a ruht auf den beiden oberen Stirnseiten 11 bzw. 16 der beiden Blechteile 10, 20 des Schwerts.


Ansprüche

1. Schwert für Einschlaghülsen umfassend zwei zueinander im Winkel stehende Blechteile in kreuzförmiger Anordnung, die sich jeweils in Längsrichtung von oben nach unten gesehen konisch verjüngen und miteinander fest verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß das erste der beiden Blechteile (10) einen in Längsrichtung mittig sich erstreckenden nach oben hin offenen Schlitz (15) aufweist und das zweite der beiden Blechteile (20) einen mittigen sich in Längsrichtung erstreckenden nach unten hin offenen Schlitz (21) aufweist und die beiden Blechteile (10, 20) im Bereich ihrer Schlitze (15, 21) ineinander geschoben und im Kreuzungsbereich vorzugsweise durch Schweißverbindungen (22) miteinander verbunden sind.
 
2. Schwert für Einschlaghülsen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich der nach oben hin offene Schlitz (15) des einen Blechteils (10) etwa bis zur Hälfte des Blechteils (10) nach unten hin erstreckt, der nach unten hin offene Schlitz (21) des Blechteils (20) sich etwa bis zur Hälfte der Länge des Blechteils (20) nach oben hin erstreckt und beide ineinander geschobenen Blechteile (10, 20) mit ihren oberen 'Stirnseiten (11, 21) bzw. ihren unteren Stirnseiten (12, 17) etwa bündig miteinander abschließen.
 
3. Schwert für Einschlaghülsen nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der jeweiligen Schlitze (15, 21) die Stärke der beiden Blechteile (10, 20) nur geringfügig überschreitet.
 
4. Schwert für Einschlaghülsen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Blechteile (10, 20) durch Punktschweißen miteinander verbunden sind.
 
5. Einschlaghülse mit Schwert, dadurch gekennzeichnet, daß eine Hülse (23) in Form eines Rechteckrohrs oder eines zylindrischen Rohrs mit ihrem Boden (23) mit den jeweils oberen Stirnseiten (11, 16) zweier Blechteile (10, 20), die kreuzförmig im Winkel angeordnet sind, verbunden ist, wobei das eine Blechteil (10) einen nach oben hin offenen Schlitz (15) aufweist und daß andere Blechteil (20) einen nach unten hin offenen Schlitz (21) aufweist und die beiden Blechteile (10, 20) im Bereich ihrer Schlitze (15, 21) ineinander geschoben sind und im Kreuzungsbereich miteinander verbunden sind.
 




Zeichnung










Recherchenbericht