[0001] Die Erfindung betrifft ein Schloß, das sich beispielsweise zum Verriegeln einer Tür
eignet.
[0002] Solche Schlösser sind in DIN 18251 angegeben. Diese Schlösser weisen ein Gehäuse
(Schloßkasten) auf, in dem ein Riegel und eine Falle geführt sind. Der Riegel zeigt
eine stumpfe Stirnseite. In Sperrstellung ragt er mit der Stirnseite in eine Aussparung
einer Türzarge, die oft mit einem Schließblech verstärkt ist. In Freigabestellung
ist der Riegel aus der Aussparung zurückgezogen. Die Bewegung zwischen diesen beiden
Stellungen geschieht durch Drehen eines Schlüssels, Zylinderschlosses oder Knaufs.
[0003] Die Falle weist eine abgeschrägte Stirnfläche auf und wird von einer Feder in Sperrstellung
gehalten. Aufgrund dieser Ausgestaltung kann sie beim Zuschlagen der Tür von selbst
in eine weitere Aussparung in der Türzarge einrasten. Zum Öffnen wird die Falle gegen
die Kraft der Feder zurückgezogen, indem eine Türklinke niedergedrückt oder ebenfalls
ein Schlüssel oder Knauf gedreht wird.
[0004] Verschiedene Versuche, konventionelle Schlösser elektromagnetisch zu betätigen, sind
in DE-A-21 01 363, DE-A-38 41 573 und GB-A-20 14 230 angegeben. Riegel und Falle konventioneller
Schlösser sind relativ massiv ausgeführt und wenig leichtgängig, um ein gewaltsames
Aufbrechen oder eine Manipulation durch Rütteln zu verhindern. Daher benötigt die
elektromagnetische Betätigung eine ausreichende Energiezufuhr, wofür auf aufwendige
Weise Elektroleitungen verlegt werden müssen, die wiederum vor Manipulation geschützt
sein sollten. Das in der zuerst genannten Druckschrift angegebene Schloß muß außerdem
nach jedem elektromagnetischen Öffnen per Hand gegen die Kraft einer Feder vorgespannt
und geschlossen werden, was den Bedienungskomfort herabsetzt.
[0005] Während bei den Schlössern der zuerst genannten beiden Druckschriften Riegel und
Falle linear verschiebbar sind, ist in der GB-A-20 14 230 ein kippbarer Riegel offenbart.
Der Riegel ist um eine horizontale, senkrecht zu einer Sperrfläche des Riegels stehende
Achse kippbar. Die elektromagnetische Betätigung braucht auch bei diesem Schloß sehr
viel Energie. Ebenso kippbare Riegel oder Riegelteile sind in DE-A-4019350 und US-35
82 119 angegeben.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Schloß anzugeben, das mit geringem
Energieaufwand betätigt werden kann.
[0007] Die Lösung dieser Aufgabe gelingt mit dem in Anspruch 1 angegebenem Schloß. Die drehbare,
klapp- bzw. kippbare Schließnase der Erfindung ermöglicht einen besonders kurzen Betätigungsweg
ohne großen Kraftaufwand. Die zum Öffnen und Schließen des Schlosses erforderliche
Energie kann somit klein gehalten werden.
[0008] Je nach der Form der Schließnase (stumpf oder mit abgeschrägter Stirnfläche) kann
die Riegelanordnung den Riegel oder die Falle eines Türschlosses bilden. Die Erfindung
eignet sich jedoch auch für andere Schlösser, wie Möbelschlösser, die mit geringem
Energieaufwand gesperrt oder geöffnet werden sollen. Beispielsweise läßt sich das
Schloß elektrisch, insbesondere elektromagnetisch, mittels einer Fernsteuerung oder
von einem elektronischen annäherungssensitiven Zutrittskontrollsystem entriegeln.
Die zum Betrieb erforderliche elektrische Energie kann dann einer kleinen eingebauten
Batterie entnommen werden, die dennoch eine Lebensdauer von mehreren Jahren aufweist.
[0009] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0010] Die Ausgestaltungen der Ansprüche 3 und 4 haben den Vorteil, daß die Schließnase
von der Sperrstellung in die Freigabestellung lediglich um einen kleinen Winkel kippen
muß. Wenn das Schloß in einer Tür eingebaut ist, braucht sich die Schließnase dabei
nicht vollständig aus der Aussparung in der Türzarge zurückzuziehen. Das vollständige
Freigeben des Schlosses erfolgt dann nämlich durch Druck auf die Tür, wobei die Schließnase
aufgrund ihrer schräg gestellten Sperrfläche aus der Aussparung herausgleitet, während
sie die Riegelanordnung in den Schloßkasten hineinschiebt.
[0011] Die Ausgestaltungen nach den Ansprüchen 5 und 6 sind mechanisch besonders stabil.
Der Kniehebel kann in seiner gestreckten Stellung (entsprechend der Sperrstellung
der Riegelanordnung), und solange er vom Arretierstift am Einknicken gehindert wird,
große Druckkräfte in Längsrichtung aufnehmen, ohne daß eine Gefahr besteht, daß das
Schloß unbeabsichtigt aufspringt. Die Druckkräfte werden im wesentlichen an dem Arretierstift
vorbeigeleitet, der dadurch stets leicht bewegbar bleibt.
[0012] Die Merkmale der Ansprüche 8 und 9 bewirken auf einfache Weise ein Zurückkehren des
Kniehebels in die gestreckte Position und somit ein Zurückkehren der Schließnase in
die Sperrstellung, sobald das Schloß unter Zurückschieben der Riegelanordnung geöffnet
wurde. Insbesondere zusammen mit den Merkmalen der Ansprüche 3 und 4 ergibt sich eine
besonders einfache Handhabbarkeit, da die Schließnase des entsperrten Schlosses beim
Aufdrücken oder -ziehen der Tür automatisch in die Sperrstellung zurückgebracht wird,
ohne daß weitere Handgriffe duchgeführt oder elektrische Energie für eine motorische
Betätigung aufgewendet werden müßten.
[0013] Die Merkmale der Unteransprüche sind auch unabhängig von einer bestimmten Orientierung
der Achse, um die die Schließnase kippbar ist, vorteilhaft.
[0014] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt. Darin zeigt
- Figur 1
- ein Schnittbild von oben durch eine Türzarge und ein Tür, in die ein Schloß des Ausführungsbeispiels
der Erfindung eingesetzt ist
- Figur 2
- eine Seitenansicht der Riegelanordnung des Schlosses nach Figur 1, und
- Figur 3
- eine Aufsicht auf die Riegelanordnung.
[0015] Figur 1 zeigt von oben betrachtet eine Tür 1, die an einer Türzarge 2 anliegt. In
die Tür ist ein Schloß eingesetzt, das von einem Schloßkasten 3 aufgenommen wird.
Auf der der Türzarge 2 zugewandten Stirnseite ist der Schloßkasten 3 mit einem Stulp
4 abgeschlossen.
[0016] Durch den Stulp 4 ragt eine Schließnase 11 einer Riegelanordnung 10 in eine Aussparung
5 der Türzarge 2. Die Kanten der Aussparung 5 sind mit einem Schließblech 6 verstärkt.
[0017] Die Riegelanordnung 10 ersetzt hier die Falle eines konventionellen Schlosses nach
DIN 18251. Die Riegelanordnung 10 ist längsverschiebbar im Schloßkasten 3 angeordnet
und wird von einer Druckfeder 7 in der dargestellten vorgeschobenen, sperrenden Stellung
gehalten, in der die Schließnase 11 aus dem Schloßkasten 3 herausragt. Eine Sperrfläche
12 der Schließnase 11 bildet einen Anschlag gegen die Türzarge 2 und das Schließblech
6 und verhindert ein Öffnen der Tür bei Krafteinwirkung in Richtung des Pfeils A.
Die Richtung der Längsverschiebbarkeit der Riegelanordnung 10 liegt parallel zur Sperrfläche
12 und beide stehen senkrecht zum Pfeil A. Dadurch verläßt die Riegelanordnung bei
der genannten Krafteinwirkung ihre vorgeschobene, sperrende Stellung nicht.
[0018] Die Riegelanordnung 10 ist mit einem Angriff 13 versehen, an dem eine (nicht dargestellte)
Türklinkenmechanik ansetzen kann, um die Riegelanordnung 10 gegen die Druckfeder 7
in den Schloßkasten 3 zurückzuziehen und die Tür freizugeben.
[0019] Bei der Erläuterung des Aufbaus der Riegelanordnung 10 wird im folgenden auch auf
Figur 2 Bezug genommen, die eine Seitenansicht der Riegelanordnung aus Richtung des
Pfeils A darstellt.
[0020] Die Riegelanordnung 10 beinhaltet einen Riegelkörper 14. Die Schließnase 11 ist mittels
eines Gelenks 15 drehbar am Riegelkörper 14 befestigt. Die Drehachse des Gelenks 15
ist parallel zur Sperrfläche 12 ausgerichtet. Neben dem Gelenk 15 ist die Schließnase
11 gelenkig mit einem ersten Hebelelement 16 verbunden, das wiederum gelenkig mit
einem zweiten Hebelelement 17 verbunden ist, das schließlich ebenfalls gelenkig an
dem Riegelkörper 14 angesetzt ist. Die Hebelelemente bilden einen Kniehebel 16, 17.
[0021] In der dargestellten Sperrstellung ist der Kniehebel 16, 17 gestreckt und ausgehend
von der Schließnase 11 etwa tangential zu einem gedachten Kreis um das Gelenk 15 gerichtet.
Aufgrund dieser Anordnung verhindert der Kniehebel, solange er nicht einknickt, ein
Drehen der Schließnase 11 um das Gelenk 15 und die Riegelanordnung 10 bildet eine
steife Struktur. Befindet sich das Schloß wie in Figur 1 dargestellt in Sperrstellung
und wird dennoch versucht, die Tür 1 durch Krafteinwirkung in Richtung des Pfeils
A gewaltsam zu öffnen, so übt die Zarge 2 eine Kraft auf die Sperrfläche 12 der Schließnase
11 aus. Diese Kraft bewirkt ein Drehmoment für die Schließnase 11 mit dem Gelenk 15
als Drehzentrum. Dabei wird der Kniehebel 16, 17 in Längsrichtung auf Druck belastet.
Das Gelenk 15 und die gelenkigen Verbindungen zwischen den Hebelelementen 16, 17 und
der Schließnase 11 sowie dem Riegelkörper 14 sind mit mit Spiel eingesetzten Führungsstiften
18 versehen, die zumindest am Kniehebel 16, 17 lediglich eine lockere Führung bereitstellen,
die dort auftretenden Druckkräfte jedoch nicht aufnehmen müssen. Denn bei Krafteinwirkung
liegen die Schließnase 11, der Riegelkörper 14 und die Hebelelemente 16, 17 direkt
aneinander an, um die an der Schließnase 11 angreifenden Kräfte auf den Riegelkörper
14 zu übertragen und von dort auf den Schloßkasten 3 abzuleiten.
[0022] Der Kniehebel 16, 17 wird von einem Arretierstift 19 am Einknicken gehindert. Dieser
erstreckt sich in Figur 1 senkrecht zur Zeichenebene. Er ist mit dem Anker eines am
Schloßkasten 3 befestigten (nicht dargestellten) Elektromagneten verbunden.
[0023] Die zuvor genannten Druckkräfte werden von dem Kniehebel 16, 17 im Wesentlichen an
dem Arretierstift 19 vorbeigeleitet, ohne sich auf diesen zu übertragen. Bei manueller
Betätigung des Schlosses beispielsweise mittels einer Türklinke, deren Betätigungskraft
auf den Angriff 13 übertragen wird, gleitet die Riegelanordnung 10 und mit ihr der
Kniehebel 16, 17 am Arretierstift 19 vorbei, ohne auf diesen eine nennenswerte Kraft
auszuüben.
[0024] Neben der manuellen Betätigung erlaubt das Schloß des vorliegenden Ausführungsbeispiels
eine elektromagnetische Entriegelung. Dazu hebt der bereits genannte Elektromagnet
den Arretierstift 19 aus der Zeichenebene der Figur 1 heraus. Diese Bewegung ist leichtgängig,
auch wenn Kräfte auf die Tür 1 und damit auch auf den Kniehebel 16, 17 ausgeübt werden,
da der Arretierstift 19 von diesen Kräften weitgehend entkoppelt ist. Der Kniehebel
16, 17 wird bei angehobenem Arretierstift 19 nicht mehr am Einknicken gehindert. Wie
in Figur 2 dargestellt, ist der Kniehebel 16, 17 mit einer Spiralfeder 20 versehen,
die ihn bei entferntem Arretierstift 19 zum Einknicken bringt. Die eingeknickte Stellung
ist in Figur 3 dargestellt.
[0025] Bei eingeknicktem Kniehebel 16, 17 befindet sich die Riegelanordnung in ihrer Freigabestellung.
Durch das Einknicken verkürzt sich der Kniehebel 16, 17 und die Schließnase 11 dreht
sich bzw. kippt um einige Grad um das Gelenk 15. Das Gelenk 15 ist auf Höhe des Stulps
4 angeordnet, damit die Schließnase 11 klein sein und innerhalb der Aussparung 5 ausreichend
weit kippen kann. Im Gegensatz zur Sperrstellung, siehe Figur 1, liegt die Sperrfläche
12 nun nicht mehr parallel zu derjenigen Richtung, in die sich die Riegelanordnung
10 gegen die Kraft der Druckfeder 7 verschieben läßt. Sie steht auch nicht mehr senkrecht
zur Kraft, mit der die Tür 1 normalerweise aufgedrückt wird, siehe Pfeil A in Figur
1.
[0026] Ein Aufdrücken der Tür bewirkt daher ein Vorbeigleiten der Sperrfläche 12 an dem
Schließblech 6 der Zarge 2. Dabei schiebt die Schließnase 11 die Riegelanordnung 10
gegen die Kraft der Druckfeder 7 in den Schloßkasten 3 hinein, bis sie an der Zarge
2 vorbeigleitet und die Tür aufspringt. Bei geöffneter Tür schiebt die Druckfeder
7 die Riegelanordnung 10 wieder in die sperrende, vorgeschobene Stellung. Gleichzeitig
wird der Kniehebel 16, 17 auf folgende Weise wieder gestreckt.
[0027] Nachdem der Arretierstift 19 elektromagnetisch kurz angehoben wurde und der Kniehebel
16, 17 eingeknickt ist, fällt der Arretierstift 19, vorteilhafterweise getrieben von
einer (nicht gezeigten) Feder, von oben zurück auf den Kniehebel 16, 17. Sobald die
gekippte Schließnase 11 an der Zarge 2 vorbeiläuft und die Riegelanordnung 10 gegen
die Kraft der Druckfeder 7 zurückschiebt, kommt der Arretierstift 19 oben auf dem
ersten Hebelelement 16 zu liegen. Er fällt dabei auf den tieferliegenden Teil einer
in Figur 3 von einer unterbrochenen Linie angedeuteten Stufe 21. Der mit Blick von
oben auf die Zeichenebene in Figur 3 tieferliegende Teil befindet sich auf der der
Schließnase 11 zugewandten Seite der Stufe 21. Sobald die Tür 1 vollständig geöffnet
ist und die Schließnase 11 nicht mehr an der Zarge 2 anliegt, wird die Riegelanordnung
10 von der Druckfeder 7 wieder aus dem Schloßkasten 3 hervorgeschoben. Dabei gleitet
die Stufe 21 am Arretierstift 19 entlang und drückt den Kniehebel 16, 17 in seine
gestreckte Lage. Gleichzeitig wird die Schließnase 11 von dem sich streckenden Kniehebel
16, 17 in ihre Sperrstellung gedreht.
[0028] Die Stufe 21 ist in Figur 1 aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht eingezeichnet.
[0029] Alternativ oder zusätzlich zu der Stufe 21 kann in rückwärtigen Bereich des Schloßkastens
3 auch eine Blattfeder angebracht sein, die bei zurückgeschobener Riegelanordnung
10 eine Kraft auf den Kniehebel 16, 17 ausübt, die ihn wieder streckt. Oder die Blattfeder
kann am Kniehebel 16, 17 auf der Seite, zu der er einknickt, angebracht sein und bei
zurückgeschobener Riegelanordnung gegen einen Anschlag am Schloßkasten laufen, so
daß sie gespannt wird und den Kniehebel 16, 17 streckt.
[0030] Das Ausführungsbeispiel stellt somit ein Türschloß dar, das sehr sicher gegen Gewaltanwendung
und Manipulationsversuche ist und sich dennoch extrem energiearm elektrisch bzw. elektromagnetisch
entriegeln läßt. Dabei muß es zum Verriegeln nicht aufwendig vorgespannt werden, denn
dies geschieht selbsttätig beim Öffnen der Tür.
1. Schloß mit einer Riegelanordnung (10), die eine Sperrstellung, in der das Schloß sperrt
und eine Freigabestellung, in der das Schloß nicht sperrt, annehmen kann, wobei die
Riegelanordnung (10) eine Schließnase (11) aufweist, die von der Sperrstellung in
die Freigabestellung eine Kippbewegung um eine zu einer Sperrfläche (12) der Schließnase
(11) parallele Achse ausführen kann.
2. Schloß nach Anspruch 1, wobei die Schließnase (11) in Sperrstellung aus einem Schloßkasten
(3) hervorsteht und in Freigabestellung aus dem Schloßkasten weniger weit oder gar
nicht hervorsteht.
3. Schloß nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Riegelanordnung (10) einen im Schloß längs
verschiebbaren Riegelkörper (14) beinhaltet, an dem die Schließnase (11) mittels eines
Gelenks (15) drehbar angebracht ist, und die Schließnase in der Freigabestellung derart
gekippt ist, daß ein Druck auf die Sperrfläche (12), die in der Sperrstellung einen
Anschlag zur Erfüllung der Sperrfunktion des Schlosses bildet, die Riegelanordnung
verschiebt.
4. Schloß nach Anspruch 3, wobei die Sperrfläche (12) in Sperrstellung parallel und in
Freigabestellung geneigt zur Verschieberichtung der Riegelanordnung (10) steht.
5. Schloß nach Anspruch 3 oder 4, wobei die Schließnase (11) neben dem Gelenk (15) mit
dem Riegelkörper (14) über eine Kniehebelanordnung (16, 17) verbunden ist, die in
Sperrstellung gestreckt und in Freigabestellung eingeknickt ist.
6. Schloß nach Anspruch 5, wobei eine Feder (20) vorgesehen ist, um die Kniehebelanordnung
(16, 17) einknicken zu lassen und ein bewegbarer Arretierstift (19) die Kniehebelanordnung
am Einknicken hindert.
7. Schloß nach Anspruch 6, wobei eine elektrische Betätigungseinrichtung vorgesehen ist,
die den Arretierstift (19) enthält und ihn von einer die Kniehebelanordnung (16, 17)
am Einknicken hindernden Position in eine sie nicht am Einknicken hindernde Position
bewegt.
8. Schloß nach Anspruch 6 oder 7, wobei die Kniehebelanordnung (16, 17) eine Stufe (21)
aufweist, hinter die der Arretierstift (19) bei Bewegung der Riegelanordnung (10)
greift, um die Kniehebelanordnung in ihre gestreckte Lage zu bringen.
9. Schloß nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei zwischen einem Schloßkasten (3) und
der Kniehebelanordnung (16, 17) eine Feder vorgesehen ist, die bei Bewegung der Riegelanordnung
(10) die Kniehebelanordnung in ihre gestreckte Lage bewegt.
10. Schloß nach einem der Ansprüche 1 bis 9 mit einer elektrischen Betätigungseinrichtung
(19), die die Schließnase (11) wahlweise in Sperrstellung arretiert oder ihre Kippbewegung
in Freigabestellung erlaubt.