Gebiet der Erfindung
[0001] Die Antipanikstange, auf die sich vorliegende Erfindung bezieht, ist von der Art,
die über die Breite einer Nottür hinweg angebracht wird und die eine allgemeine Konstruktion
aufweist, die aus einem horizontalen Drückergriff oder einer Druckstange besteht,
die an ihren Enden freitragend über Hebel gehaltert ist, die um jeweilige Achsen drehbar
sind, die parallel zu der Druckstange verlaufen und in jeweiligen Halterungen eingebaut
sind, die an der Tür befestigt sind, wobei diese Halterungen als schloßseitige Halterung
und als scharnierseitige Halterung entsprechend ihrer größeren Nähe jeweils zu dem
Schließblech oder zu den Scharnierer der Tür bezeichnet werden, wobei die schloßseitige
Halterung eine drehbare Nuß mit einer virtuellen Achse senkrecht zu der Tür aufweist
und wobei diese Nuß durch die Befestigungsebene zwischen der schloßseitigen Halterung
und der Tür hindurch eingebaut ist.
Stand der Technik
[0002] Bei den bekannten Antipanikstangen sind in den meisten Fällen in der schloßseitigen
Halterung die Drehachsen des Hebels und der Nuß nicht in der gleichen transversal-horizontalen
Ebene enthalten, sondern sie erstrecken sich in unterschiedlichen derartigen Ebenen,
damit ein Hebelarm zwischen der Druckstange und der Nuß angeordnet werden kann, der
eine sanfte und eine ausreichende Amplitude und Stärke aufweisende Betätigung hervorruft.
Hierdurch ergibt sich eine Unsymmetrie, die verhindert, daß die schloßseitige Halterung
sowohl für Türen mit rechtsseitiger als auch für Türen mit linksseitiger Öffnung brauchbar
ist, so daß es erforderlich ist, unterschiedliche schloßseitige Halterungen für jede
Art von Tür herzustellen.
[0003] Weiterhin sind einige Ausführungsformen bekannt, bei denen diese Drehachsen des Hebels
und der Nuß in der gleichen transversal-horizontalen Ebene zur Tür liegen, doch ist
bei diesen der innere Aufbau nicht symmetrisch, und die Umwandlung zur Umkehrbarkeit
erfordert Montagearbeiten und/oder Änderungen der internen Teile unter Einschluß der
Zerlegung der eigentlichen Welle des Hebels.
[0004] Aus diesem Grund fehlt bei den bekannten Antipanikstangen entweder die Eigenschaft
der Umkehrbarkeit, oder diese Umkehrbarkeit kann nur auf der Grundlage einer Änderung
der Anordnung der Teile erreicht werden, und zwar mit Hilfe von Vorgängen, die durch
einen Spezialisten durchgeführt werden müssen, was nur deshalb hingenommen werden
kann, weil keine bessere Lösung existiert.
[0005] Aus dieser Gegebenheit ergeben sich weitere zusätzliche Nachteile, nämlich: ungünstige
Bedingungen für ein ästhetisches Aussehen, Schwierigkeit, Abmessungen zu erreichen,
die die Anwendung der Antipanikstange bei den geringen Abmessungsbereichen bei Türen
ermöglichen, die aus Metallprofilen oder dergleichen hergestellt sind, und die Schwierigkeit,
Konstruktionen zu schaffen, die sowohl für Einsteckschlösser als auch für Anbauschlösser
in ihren üblichsten Ausführungsformen mit einem einzigen zentralen Verschlußpunkt
in dem vertikalen Rahmenteil der Tür oder mit oberen und unteren Verschlußpunkten
über Verschlußteile geeignet sind, die an den Oberkanten und Unterkanten der Tür eingebaut
sind.
[0006] Die Problematik ist von einem derartigen Ausmaß, daß häufig Antipanikstangen geliefert
werden, die geleichzeitig mit zwei schloßseitigen Halterungen versehen sind, und zwar
eine rechte und eine linke Halterung, von denen eine nicht genutzt wird und damit
erhebliche Kosten verursacht, wobei sich zusätzlich größere Kosten dadurch ergeben,
daß zwei unterschiedliche schloßseitige Halterungen hergestellt werden müssen.
Erläuterung der Erfindung und der Vorteile
[0007] Die neuartige Antipanikstange umfaßt die genannte Druckstange, die Hebel und schloßseitige
und scharnierseitige Halterungen, die die gleiche äußere Konfiguration aufweisen.
Von diesen weist die schloßseitige Halterung eine Achse für den Hebel und eine Achse
für die Nuß auf, die senkrecht zueinander und koplanar in einer Ebene liegen, die
senkrecht zu der Tür steht. Diese Ebene ist weiterhin die Symmetrieebene der eigentlichen
schloßseitigen Halterung und einer Drehbewegungsbahn, die durch einen Mittelabschnitt
zur betriebsmäßigen Voreinstellung und durch jeweilige Betriebs-Endabschnitte gebildet
ist, die untereinander die gleiche Erstreckung aufweisen und die ohne Unterbrechung
der Kontinuität an jedem Ende des genannten Mittelabschnittes ausgebildet sind. Diese
betriebsmäßige Bewegungsbahn wird durch einen Nocken ausgeführt, der mit der Achse
des Hebels der schloßseitigen Halterung verkeilt ist, und dieser Nocken weist einen
Betätigungsteil auf, der an jedem Ende des Mittelabschnittes der Drehbewegungsbahn
gegen den einen oder den anderen von ersten und zweiten Antriebsteilen zur Anlage
bringbar ist, die von jeweiligen ersten und zweiten Schwenkhebeln ausgehen, die bezüglich
der transversal-horizontalen Symmetrieebene symmetrisch sind und die schwimmend mit
Federvorspannung befestigt sind. Wenn der Nocken die Drehung ausführt, die den Betriebsabschnitten
der Drehbewegungsbahn entspricht, wird dieser erste oder zweite Schwenkhebel so angetrieben,
daß er von einer nicht verdrehten oder Ruhestellung in eine andere verdrehte oder
aktive Stellung gelangt, wodurch eine Schwenkbetätigungsbewegung eines Mechanismus
hervorgerufen wird, der das Öffnen eines Einsteck- oder Anbauschlosses bewirkt, wobei
diese Betätigung durch die Druckausübung von der einen oder der anderen von ersten
und zweiten Kanten hervorgerufen wird, die jeweils von dem ersten und zweiten Schwenkhebel
ausgehen.
[0008] Bei dieser neuartigen Antipanikstange ist die schloßseitige Halterung für Türen mit
Rechts- oder Linksöffnung umkehrbar, und zwar mit einer einfachen Handhabung, weil
es ausreicht, die Druckstange von dem einen zum anderen Ende des Mittelabschnittes
der Drehbewegungsbahn zu verschwenken, wobei der Nocken auf den einen oder anderen
der ersten und zweiten Schwenkhebel drückt, wobei diese die Mitnahme des Zwischenmechanismus
zum Öffnen des Schlosses hervorrufen.
[0009] Sobald die Richtung der Funktionsweise (rechts oder links) ausgewählt ist, ist es
möglich, diese festzulegen, weil der Nocken erste und zweite Zacken mit einer derartigen
räumlichen Konfiguration aufweist, daß, wenn dieser Nocken mit dem Betätigungsteil
gegen den einen oder den anderen der ersten und zweiten Antriebsteile der ersten und
zweiten Schwenkhebel anliegt, ein entsprechender der ersten und zweiten Zacken gegen
eine jeweilige Kante eines Anschlages zur Anlage kommt, der lösbar ist oder in einen
abnehmbaren Deckel eingefügt ist, der einen Teil der schloßseitigen Halterung bildet.
[0010] Die neuartige formal und funktionell symmetrische Konstruktion erleichtert die Erzielung
einer einzigen Konstruktion, bei der die schloßseitige Halterung und die scharnierseitige
Halterung eine Konfiguration mit gleicher Form und Außenabmessung aufweisen, wobei
beide einen rechtwinkligen gestreckten Grundriß in der Vertikalrichtung der Tür aufweisen
und die Gesamtbreite innerhalb der Breite liegt, die für Metallprofile genormt ist,
wobei die schloßseitige Halterung und die scharnierseitige Halterung durch einen Rahmen
und den genannten entfernbaren Deckel gebildet sind und der Rahmen einen U-förmigen
Querschnitt entlang einer horizontalen Ebene senkrecht zu der Tür aufweist.
[0011] Die sich hieraus ergebende Konstruktion ist damit auch für Türen mit Metallprofilen
und dergleichen sowie für Einsteckschlösser und für Anbauschlösser mit einer zentralen
Verriegelungsstelle und zusätzlich für Anbauschlösser mit zwei Verschlußstellen, nämlich
einer oberen und einer unteren Verschlustelle, geeignet.
[0012] Insbesondere kann bei der Ausführungsform der Antipanikstange für Einsteckschlösser
die praktische Ausführungsform soweit vereinfacht werden, daß die ersten und zweiten
Schwenkhebel zu einem einzigen doppelwirkenden Hebel oder einem Doppelhebel vereinigt
werden, in dem die ersten und zweiten Antriebsteile derart ausgebildet sind, daß in
der Ruhestellung dieses Doppelhebels diese ersten und zweiten Antriebsteile entsprechend
dem Anfang des entsprechenden der Betriebsabschnitte der Drehbewegungsbahn des Betätigungsteils
des Nockens positioniert werden können, wobei der Doppelhebel erste und zweite Kanten
aufweist, die gegen jeweilige erste und zweite Kanten zur Anlage bringbar sind, die
in einem Gleitstück ausgebildet sind, das parallel zur Höhe der Tür verschiebbar ist,
wobei dieses Gleitstück dritte und vierte Kanten aufweist, die gegen jeweilige dritte
und vierte Stirnseiten zur Anlage gebracht werden können, die in einer mit der Nuß
verbundenen drehbaren Halterung an einer exzentrischen Position bezüglich der virtuellen
Drehachse dieser Nuß ausgebildet sind.
[0013] Bezüglich dieser Ausführungsform für ein Einsteckschloß weist die Tür in vielen Fällen
eine Vorbearbeitung für eine beliebige rechte oder linke Montage derart auf, daß wenn
eine dieser Montagearten bestimmt wurde, die Vorbearbeitung der nicht verwendeten
Option sichtbar bleibt. Um eine Lösung bei derartigen Umständen herbeizuführen, ist
bei der Antipanikstange für diese Ausführungsform eine Zusatzplatte vorgesehen, die
am Rahmen der schloßseitigen Halterung über die Außenseite der Anlagewand dieser schloßseitigen
Halterung an dieser Tür befestigbar ist, wobei diese Zusatzplatte in Längsrichtung
unsymmetrisch bezüglich einer Durchgangsöffnung für die genannte Achse der Nuß ist.
Diese Zusatzplatte weist eine größere Länge als der Rahmen der schloßseitigen Halterung
auf, wobei diese Zusatzplatte eine Befestigungsbohrung aufweist, die in dem sich in
Längsrichtung erstreckenden Teil ausgebildet ist, der über die Einheit dieser schloßseitigen
Halterung vorspringt. Diese Zusatzplatte kann mit dem Deckel der schloßseitigen Halterung
über dessen gesamten Umfang mit Ausnahme des Teils ausgerichtet werden, der durch
den sich in Längsrichtung erstreckenden Überhang betroffen ist. Die Zusatzplatte weist
weiterhin Öffnungen auf, die in einer derartigen Form und Position angeordnet sind,
daß wenn dieser sich in Längsrichtung erstreckende Überhang sich an einem beliebigen
der beiden Enden der schloßseitigen Halterung befindet, diese Öffnungen in Kombination
mit den Befestigungsmitteln der Zusatzplatte selbst an dem Rahmen der schloßseitigen
Halterung und schließlich mit der Tür zusammenwirken.
[0014] Die Anwendung der Erfindung auf eine Ausführungsform der Antipanikstange für Anbauschlösser
mit einer einzigen zentralen Verschlußstelle (über einen Riegel, der in der schloßseitigen
Halterung angeordnet ist) weist eine bevorzugte Ausführungsform auf, bei der jeder
der ersten und zweiten Schwenkhebel erste und zweite Kanten aufweist, die in der Ruhestellung
gegen jeweilige erste und zweite Zapfen anliegen, die in einem Endteil des Riegels
ausgebildet sind, der im Inneren der schloßseitigen Halterung angeordnet ist, wobei
dieser Endteil drehbar gegenüber einem Stift eingebaut ist, um den der Riegel zwischen
vorgeschobenen und zurückgezogenen Stellungen gegenüber der schloßseitigen Halterung
verschwenkbar ist. Die ersten und zweiten Kanten können jeweils zwei gegeneinander
verschobene Stellungen einnehmen, die der nicht verschwenkten Stellung (Ruhestellung)
oder verschwenkten Stellung (Antriebsstellung) entsprechen, in denen dieser Riegel
jeweils seine vorgeschobene Stellung oder Schloß-Schließstellung bzw. seine zurückgezogene
oder Schloßöffnungsstellung einnimmt.
[0015] Hinsichtlich der ersten und zweiten Zapfen des Riegels sind erste und zweite Sitze
vorgesehen, die in einem Schwinghebel ausgebildet sind, der drehbar bezüglich einer
Schwenkachse befestigt ist, wobei dieser Schwinghebel zwischen jeweiligen nicht verschwenkten
Stellungen (Ruhestellung) und verschwenkten Stellungen (Antriebsstellungen) verdrehbar
ist, die der vorspringenden Stellung (verschlossenes Schloß) und zurückgezogenen Stellung
(geöffnetes Schloß) des Riegels entsprechen. Dieser Schwinghebel weist zwei paarweise
angeordnete fünfte und sechste Kanten und zwei paarweise angeordnete siebte und achte
Kanten auf, wobei die paarweise angeordneten fünften und sechsten Kanten in der genannten
Ruhestellung gegen jeweilige dritte und vierte Stirnseiten zur Anlage gebracht werden
können, die in einer mit der Nuß fest verbundenen drehbaren Halterung in einer Position
angeordnet sind, die gegenüber der virtuellen Drehachse der Nuß exzentrisch ist. Die
paarweise angeordneten siebten und achten Kanten können in der Ruhestellung gegen
jeweilige fünfte und sechste Stirnflächen zur Anlage gebracht werden, die dezentriert
in dritten und vierten Schwenkhebeln ausgebildet sind, wobei diese dritten und vierten
Schwenkhebel in der anderen dezentrierten Position neunte und zehnte Kanten bilden,
die sich in die Drehbewegungsbahn eines Exzenters erstrecken können, der von einem
Kombinationsschließzylinder ausgeht, der mittels eines Schlüssels in Drehung angetrieben
wird.
[0016] Die zahlenmäßigen Angaben (erster, zweiter usw.) und die Position (untere, obere),
die in Klammern in der Erläuterung der Funktionsweise erscheinen, die nachfolgend
erläutert wird, geben die Beteiligung an der Funktionsweise des einen oder anderen
dieser Elemente entsprechend der Handhabung an, die in der einen oder anderen der
beiden Arten der umkehrbaren Einbaurichtung der schloßseitigen Halterung auftritt,
und zwar eine für eine Tür mit Rechtsöffnung und die andere für Türen mit Linksöffnung.
[0017] Bei dieser Ausführungsform für ein Anbauschloß mit einer einzigen Verschlußstelle
erfolgt der Öffnungsvorgang von der Innenseite aus wie folgt: beim Betätigen der Druckstange
bewirkt der Nocken eine Drehung des entsprechenden (ersten oder zweiten) Schwenkhebels
und dieser treibt mit seiner betreffenden (ersten oder zweiten) Kante den (ersten
oder zweiten) Zapfen an, der seinerseits das Zurückziehen des Riegels durch eine Drehung
um dessen Stift hervorruft, auf dem sein Endteil befestigt ist.
[0018] Bei dieser Ausführungsform sind außerdem Öffnungsmöglichkeiten von der Außenseite
über einen Vierkant, der über einen Griff, beispielsweise einen Handgriff betätigt
wird, und über eine Stange vorgesehen, die drehfest mit einem Kombinationsschließzylinder
verbunden ist, der über einen Schlüssel betätigt wird. Der Öffnungsvorgang über einen
Vierkant bewirkt eine Drehung einer der Nuß zugeordneten Halterung und dann drückt
die entsprechende (dritte oder vierte) der von der Halterung der Nuß ausgehenden Stirnflächen
gegen eine jeweilige (fünfte oder sechste Kante des Schwinghebels, so daß dieser verschwenkt
und seine ersten und zweiten Sitze auf die ersten und zweiten Sitze auf die ersten
und zweiten Zapfen des Riegels drücken, wodurch dieser in seine zurückgezogene Stellung
im Inneren der schloßseitigen Halterung verschwenkt wird. Die Öffnung mittels eines
Schlüssels bewirkt, daß der Exzenter des Schließzylinders gegen den entsprechenden
(dritten oder vierten) Schwenkhebel an dessen jeweiliger (neunter oder zehnter) Kante
drückt, so daß die entsprechende (fünfte oder sechste) Stirnfläche dieses Schwinghebels
auf die entsprechende (siebte oder achte) Kante des Schwinghebels drückt, wodurch
dieser verschwenkt wird, mit dem gleichen Ergebnis wie die Öffnung über den Vierkant.
Der Exzenter wird durch eine Stange betätigt, die die Dicke der Tür durchquert und
durch einen Kombinationsschließzylinder in Drehung angetrieben wird, der auf der Rückseite
eines Türschildes befestigt ist, in dem auch der Türgriff gehaltert ist.
[0019] Um das Öffnen mit dem äußeren Türgriff (zum Verschließen des Bereiches) zu bewirken,
weist gemäß der Erfindung diese Halterung der Nuß an diametral gegenüberliegenden
Stellen radiale erste und zweite Ansätze auf, von denen der eine oder der andere in
Vertikalrichtung in einer Aussparung mit einem Profil aufgenommen werden kann, das
komplementär zu den ersten und zweiten radialen Ansätzen ist, wobei diese Aussparung
in einem Sperr-Gleitstück ausgebildet ist, das in Vertikalrichtung zwischen unverriegelten
und verriegelten Stellungen geführt ist. Auf diesem Riegelteil ist ein entsprechender
der dritten und vierten Hebel befestigt, und dieser Riegelteil weist eine erste oder
obere Kante und eine zweite oder untere Kante auf, derart, daß in der unverriegelten
Stellung die genannte obere Kante in Tangentialrichtung in eine Drehbewegungsbahn
des Exzenters vorspringt, die entgegengesetzt zur Öffnungsbewegungsbahn des Schlosses
und in der Verriegelungsstellung verläuft, während die untere Kante sich in Tangentialrichtung
in eine Drehbewegungsbahn des Exzenters erstrecken kann, die in der gleichen Richtung
der Öffnungsbewegungsbahn und eine Umdrehung vor dieser Öffnungsbewegungsbahn liegt.
[0020] Um in praktikabler Weise die Verriegelungs- und Entriegelungsstellungen festzulegen,
ist eine vertikale Blattfeder vorgesehen, die unter Druckausübung gegen den Riegelteil
derart anliegt, daß diese Blattfeder ein erstes Ende, das auf dem Rahmen der schloßseitigen
Halterung verankert ist, und ein zweites Ende aufweist, das eine konvexe Abbiegung
in Richtung auf den Riegelteil bildet, wobei diese konvexe Abbiegung mit einer von
ersten und zweiten Schlitzen des Riegelteils derart zusammenwirkt, daß der Einfall
dieser konvexen Abbiegung in die ersten und zweiten Schlitze jeweils mit den nicht
verriegelten und verriegelten Stellungen des Riegelteils zusammenfällt.
[0021] Die Anwendung der Erfindung auf eine Ausführungsform der Antipanikstange für ein
Anbauschloß mit zwei Verschlußstellungen (mittels Riegel von oberen und unteren Verschlußteilen)
weist eine bevorzugte Ausführungsform auf, bei der jeder der ersten und zweiten Schwenkhebel
eine der genannten ersten und zweiten Kanten aufweist, die in der Ruhestellung gegen
jeweilige erste und zweite Zapfen zur Anlage kommen, die von einer ersten oder unteren
und einer zweiten oder oberen Schiene ausgehen, wobei diese ersten und zweiten Zapfen
mit Gleitsitz durch jeweilige radiale erste und zweite Nuten hindurchlaufen, die diametral
gegenüberliegend in einer frei drehbaren Scheibe koaxial zu der Achse der Nuß ausgebildet
sind. Die betriebsmäßigen Paare der ersten Kante und des ersten Zapfens und der zweiten
Kante und des zweiten Zapfens sind in einer derartigen Weise angeordnet, daß beim
Übergang eines beliebigen der ersten und zweiten Hebel ausgehend von der nicht verschwenkten
Stellung in die verschwenkte Stellung sich eine gegenseitige Annäherung der ersten
und zweiten Schienen gegen die elastische Rückholwirkung von jeweiligen Rückholfedern
ergibt.
[0022] Gemäß der Erfindung weisen diese ersten und zweiten Schienen jeweilige schrägverlaufende
erste und zweite Schlitze auf, die mit Gleitsitz von jeweiligen dritten und vierten
Zapfen durchquert werden, die von fünften und sechsten Hebeln ausgehen, die frei drehbar
koaxial zu der Achse der Nuß angeordnet sind, wobei die fünften und sechsten Hebel
jeweilige erste und zweite Vorsprünge aufweisen, die gegen eine jeweilige vierte oder
dritte Stirnseite zur Anlage kommen können, die in einer mit der Nuß fest verbundenen
drehbaren Halterung ausgebildet sind, wobei die ersten und zweiten schrägverlaufenden
Schlitze derart ausgerichtet sind, daß sie von den jeweiligen dritten und vierten
Zapfen bei der Bewegung der gegenseitigen Annährung zwischen den ersten und zweiten
Schienen durchlaufen werden.
[0023] Zusätzlich zu der Öffnung von der Innenseite aus mit der Druckstange ist bei dieser
Ausführungsform außerdem eine Öffnung von außen über einen Türgriff sowie die Möglichkeit
der Drehblockierung dieses Türgriffes über den Exzenter eines Kombinationsschließzylinders
vorgesehen, der über einen Schlüssel betätigt wird.
[0024] Das Öffnen von der Innenseite aus besteht darin, daß bei der Betätigung der Druckstange
der Nocken eine Drehung des entsprechenden (ersten oder zweiten) Hebels hervorruft,
wobei dieser mit seiner jeweiligen (ersten oder zweiten) Kante den (ersten oder zweiten)
Zapfen einer entsprechrenden (oberen oder unteren) Schiene antreibt, worauf der (erste
oder zweite) Zapfen die Scheibe (über deren erste oder zweite radiale Nut) in Drehung
antreibt, und diese Scheibe treibt ihrerseits über die andere radiale (zweite oder
erste) Nut den anderen (zweiten oder ersten) Zapfen der jeweiligen (oberen oder unteren
Schiene) an, wobei die Drehrichtung der Scheibe derart ist, daß sich die Schienen
gleichzeitig in Richtung einer gegenseitigen Annäherung bewegen, unabhängig davon,
welcher der (ersten oder zweiten) Zapfen zunächst angetrieben wird.
[0025] Die Öffnung von außen über den Türgriff besteht darin, daß beim Drehen der Nuß (über
den mit dem Türgriff verbundenen Vierkant) die Halterung dieser Nuß mit einer ihrer
(dritten oder vierten) Stirnkanten gegen einen jeweiligen (ersten oder zweiten) Vorsprung
eines entsprechenden (fünften oder sechsten) Hebels drückt, um diesen (fünften oder
sechsten) Hebel zu verschwenken, wobei dessen jeweiliger (dritter oder vierter) Zapfen
die entsprechende (untere oder obere) Schiene über den entsprechenden schrägverlaufenden
(ersten oder zweiten) Schlitz antreibt, der in letzterer vorgesehen ist, wobei bei
der Bewegung der (ersten oder zweiten) Schiene durch deren (ersten oder zweiten) Zapfen
die genannte Scheibe mitgenommen wird, wobei diese die Bewegung der anderen (zweiten
oder ersten) Schiene entsprechend dem Mechanismus antreibt, der für die Öffnung mit
Hilfe der innenliegenden Druckstange angegeben wurde. Die ersten und zweiten schrägverlaufenden
Schlitze sind derart ausgerichtet, daß bei dem beschriebenen Öffnungsvorgang mit dem
äußeren Türgriff diese Schienen sich gleichzeitig in Richtung einer gegenseitigen
Annäherung bewegen.
[0026] Bei dieser Ausführungsform ist weiterhin eine Drehblockiervorrichtung (Sperrvorrichtung)
des außenliegenden Türgriffes und eine praktikable Festlegung der Verriegelungs- und
Entriegelungsstellung in gleicher Weise wie bei der weiter oben angegebenen Ausführungsform
des Anbauschlosses mit einer einzigen zentralen Verschlußstellung vorgesehen.
[0027] Die für diese Ausführungsform erläuterte Konstruktion mit einer gegenseitigen Annäherungsbewegung
der Schienen ermöglicht die Konstruktion von oberen und unteren Verschlußteilen, die
in vorteilhafter Weise untereinander gleich sind. Diese Verschlußteile weisen eine
spezielle Konstruktion auf, die eine Klemmbacke, einen Klemmbackenschlitten, einen
Schlepparm, eine Rückholfeder, einen Riegel, einen Rahmen und eine abnehmbare Abdeckung
umfaßt. Diese Klemmbacke besteht aus einer jeweiligen festen Klemmbacke und einer
lösbaren Klemmbacke, die zusammen einen angenähert zylindrischen Durchlaß mit veränderlicher
Abmessung und zwei seitliche Flansche bilden, die über jeweilige Befestigungsschrauben
miteinander verbunden sind. Dieser zentrale Durchgang weist eine minimale Abmessung
mit einem Preßsitz gegenüber dem Außendurchmesser einer Stange auf, die an einer entsprechenden
der Schienen befestigt ist. Die lösbare Klemmbacke weist eine dritte Schraube auf,
die durch diese Klemmbacke hindurch einschraubbar ist. Der Klemmbackenschlitten ist
in Vertikalrichtung in dem Gehäuse zwischen einer normalerweise vorspringenden Riegelstellung
und einer Stellung des Riegels geführt, in der dieser mit Kraft gegen die Rückholfeder
zurückgezogen ist. Der Schlepparm ist mit dem Riegel verbunden und kann eine Bewegung
gegenüber dem Klemmbackenschlitten ausführen, wobei diese Relativverschiebung entsprechend
den genannten vorspringenden und zurückgezogenen Stellungen des Riegels begrenzt ist.
Die Rückholfeder ist zwischen der Drehachse des Riegels und dem Schlepparm angeordnet.
Das Gehäuse weist einen U-förmigen Querschnitt mit gleicher Breite auf, wie die schloßseitige
Halterung.
Zeichnungen und Bezugsziffern
[0028] Zum besseren Verständnis der Eigenart der vorliegenden Erfindung ist in den beigefügten
Zeichnungen eine bevorzugte gewerbliche Ausführungsform dargestellt, die lediglich
die Eigenschaft eines erläuternden, jedoch nicht beschränkenden Beispiels hat.
Die Figur 1 ist eine perspektivische Ansicht, die schematisch eine Nottür (1) mit
Rechtsöffnung zeigt, die mit einer Antipanikstange (2) gemäß der Erfindung in der
Ausführungsform eines Aufbauschlosses mit einem zentralen Verriegelungspunkt versehen
ist.
Die Figur 2 ist eine Draufsicht von oben entlang der Schnittlinie II-II nach Figur
1.
Die Figuren 3 bis 5 zeigen die Umkehrbarkeit der Antipanikstange. Die Figur 3 zeigt
schematisch die grundlegende Anordnung für die Umkehrbarkeit bei betriebsmäßigem Einbau,
wobei in strichpunktierten Linien die betätigte Stellung der Vorrichtung angegeben
ist. Die Figur 4 zeigt den Vorgang des Wechsels der Betätigungsrichtung, wobei die
zurückgezogene Stellung des Deckels (14) gezeigt ist und die Druckstange (3) in der
entgegengesetzten Funktionsstellung (mit durchgezogenen Linien) dargestellt ist, wobei
die Ausgangsstellung mit strichpunktierten Linien dargestellt ist. In dieser Figur
sind weiterhin die Drehbewegungsbahn (9) und deren Mittelabschnitt (9a) sowie deren
Endabschnitte (9b) gezeigt. Die Figur 5 zeigt den Zustand, in dem der Deckel (14)
umgedreht und wieder angebracht wurde, wodurch die Vorrichtung für den Betrieb an
einer Tür mit einer Öffnungsrichtng vorbereitet ist, die der nach Figur 3 entgegengesetzt
ist, wobei sich weiterhin eine Halbdrehung um die virtuelle Achse (8a) der Nuß (8)
ergibt.
Die Figuren 6 und 7 sind jeweils äquivalent zu den Figuren 1 bzw. 2, beziehen sich
jedoch auf eine Tür (1) mit Linksöffnung.
Die Figur 8 ist eine Darstellung entlang der Schnittlinie VIII-VIII nach Figur 1,
zeigt jedoch den Hebel (4) in weggebrochenem Zustand zur Verbesserung der Klarheit,
wobei die schloßseitige Halterung (6) so dargestellt ist, als ob sie auf der dem Betrachter
nächstgelegenen Seite durchsichtig ist, wobei diese Halterung weiterhin entlang ihrer
vertikalen Mittelebene geschnitten dargestellt ist, und zwar hinsichtlich der Nuß
(8), der Halterung (17) der Nuß, der Bodenwand des U-förmigen Rahmens (13) und der
Zusatzplatte (18), wobei alle diese Teile in der Ruhestellung dargestellt sind.
Die Figur 9 ist eine linke Seitenansicht der Figur 8, wobei der Deckel (14) entfernt
und der Hebel (4) geschnitten. dargestellt ist, um in klarer Weise seine Befestigung
an der Achse (5) des Hebels (4) bzw. an der Druckstange (3) zu zeigen.
Die Figur 10 ist der in Figur 9 gezeigte Schnitt X-X, jedoch unter Einschluß des Deckels
(14).
Die Figuren 11 und 12 sind jeweils vergrößerte Ansichten der in den Figuren 8 bzw.
9 angegebenen Einzelheiten XI bzw. XII.
Die Figuren 13 und 14 sind jeweils wie die Figuren 11 und 12, zeigen jedoch die Öffnungsstellung
nach der Betätigung der Druckstange (3). Die Figur 14 ist eine Darstellung entlang
der Teilschnittlinie XIV-XIV, die in Figur 13 angegeben ist, um klarer die Betätigung
zwischen dem Gleitstück (16) und der Halterung (17) der Nuß (8) zu zeigen.
Die Figur 15 zeigt den Nocken (10), wie er in Figur 8 gezeigt ist.
Die Figur 16 ist eine linke Seitenansicht entsprechend der Figur 15.
Die Figur 17 zeigt die einstückige Konstruktion (11-12), die den ersten Schwenkhebel
(11) und den zweiten Schwenkhebel (12) miteinander vereinigt, wie dies in Figur 8
gezeigt ist.
Die Figuren 18 und 19 sind jeweilige linke Seitenansichten bzw. Draufsichten entsprechend
der Figur 17.
Die Figuren 20 und 21 zeigen das Gleitstück (16) nach Figur 8 bzw. dessen rechte Profilansicht.
Die Figuren 22 und 23 zeigen die Halterung (17) der Nuß, wie sie in den Figuren 8
(jedoch ohne Schnitt) bzw. 9 gezeigt ist.
Die Figuren 24 bis 26 sind jeweils äquivalent zu den Figuren 8 bis 10, beziehen sich
jedoch auf die Ausführungsform der schloßseitigen Halterung (6) für ein Anbauschloß
mit einem einzigen zentralen Verschlußpunkt über einen Riegel (19), der in die eigentliche
schloßseitige Halterung (6) eingefügt ist. In der Figur 24 ist der Riegel (19) nicht
dargestellt. Die Figur 26 ist nicht wie die Figur 10 geschnitten, sondern ist die
Unteransicht der Figur 25, wobei der Deckel (14) durchsichtig dargestellt ist und
lediglich der Nocken (11) und die Nuß (8) mit ihrer Halterung (17) geschnitten dargestellt
sind.
Die Figuren 27 und 28 sind jeweils äquivalent zu den Figuren 11 und 12, beziehen sich
jedoch auf die Ausführungsform nach den Figuren 24 bis 26.
Die Figuren 29 und 30 sind jeweils äquivalent zu den Figuren 27 und 26, wobei jedoch
die Öffnungsstellung mit Hilfe der Druckstange (3) gezeigt ist und bestimmte Elemente,
die an der Funktionsweise nicht beteiligt sind, fortgelassen sind, die sonst die bessere
Klarheit der Darstellung beeinträchtigen könnten.
Die Figuren 31 und 32 entsprechen der Figur 28 und zeigen jeweils die Öffnungsstellungen
mit Hilfe eines äußeren Türgriffes (50) mit einem Vierkant (49) bzw. über einen Exzenter
(25), der durch einen Schlüssel (27) betätigt wird.
Die Figur 33 entspricht der Figur 30, bezieht sich jedoch auf die Öffnung über den
Exzenter (25), die mit der Öffnung über den Türgriff (50) zusammenfällt, soweit es
sich auf die Kippstellung des Schwinghebels (21) bezieht.
Die Figur 34 entspricht der Figur 25 und zeigt die Sperrstellung der Drehung der Nuß
(8), die von dem Riegelteil (47) hervorgerufen wird.
Die Figur 35 ist eine Teilansicht des Riegelteils (47) bei Betrachtung von der linken
Seite entsprechend der Figur 34.
Die Figuren 36 und 37 sind jeweilige Vorderansichten (wie in Figur 24) und linke Seitenansichten
des Nockens (10).
Die Figuren 38 und 39 zeigen den ersten Schwenkhebel (11), wie er in den Figuren 24
bzw. 26 gezeigt ist.
Die Figuren 40 und 41 zeigen den Schwenkhebel (21), wie er in den Figuren 25 bzw.
26 gezeigt ist.
Die Figur 42 zeigt die Halterung (17) der Nuß, wie sie in Figur 25 gezeigt ist.
Die Figur 43 ist ein Schnitt entlang der Linie XLIII-XLIII, wie sie in Figur 42 gezeigt
ist.
Die Figuren 44 und 45 zeigen den Hebel (23), wie er in Figur 25 und im Profil der
Figur 44 gezeigt ist.
Die Figuren 46 bis 48 entsprechen jeweils den Figuren 8 bis 10, beziehen sich jeodoch
auf die Ausführungsform der schloßseitigen Halterung (6) für ein Anbauschloß mit oberen
und unteren Verschlußpunkten über jeweilige Verschlußteile (28) und (29), die mit
der in den Figuren 1 und 6 dargestellten Tür vereinigt sind, wobei sie jedoch nicht
der Ausführungsform der schloßseitigen Halterung (6) entsprechen, die an dieser Tür
angebaut ist. In Figur 48 sind der Rahmen (13), der Deckel (14), die Nuß (18) und
die Halterung (17) entlang ihrer Mittelebene geschnitten, während die übrigen Teile
entlang der Schnittlinie IIL-IIL nach Figur 47 geschnitten sind.
Die Figuren 49 und 50 entsprechen jeweils den Figuren 11 und 12, beziehen sich jedoch
auf die Ausführungsform nach den Figuren 46 bis 48.
Die Figuren 51 und 52 entsprechen jeweils den Figuren 49 und 50, zeigen jedoch die
Öffnungsstellung mit Hilfe der Druckstange (3), wobei jedoch einige Elemente fortgelassen
sind, die nicht an der Funktionsweise beteiligt sind und die sonst die größere Klarheit
der Darstellung beeinträchtigen könnten.
Die Figur 53 entspricht der Figur 50, zeigt jedoch die Öffnungsstellung mit Hilfe
des äußeren Türgriffes (50).
Die Figuren 54 und 55 zeigen den ersten Schwenkhebel (11), wie er in Figur 46 und
in einer unteren Profilansicht entsprechend der Figur 54 gezeigt ist.
Die Figur 56 zeigt die Scheibe (32), wie sie in Figur 47 gezeigt ist.
Die Figuren 57 und 58 zeigen den fünften Hebel (34), wie er in den Figuren 46 bzw.
47 gezeigt ist.
Die Figuren 59 und 60 zeigen die untere Schiene (30), wie sie aus den Figuren 46 bzw.
47 ersichtlich ist.
Die Figur 61 zeigt ein beliebiges der Verschlußteile (28, 29) bei Betrachtung von
vorn auf die Tür (1), wobei deren lösbare Abdeckung (46) geschnitten ist und der Riegel
(44) des Verschlußteils vorspringt.
Die Figur 62 ist eine der Figur 61 entsprechende Unteransicht, wobei jedoch die Abdeckug
(46) geschnitten dargestellt ist.
Die Figur 63 ist eine linke Seitenansicht entsprechend der Figur 61, wobei jedoch
der Deckel geschnitten dargestellt ist.
Die Figur 64 ist wie die Figur 63, zeigt jedoch die zurückgezogene Stellung des Riegels
(44).
[0029] In diesen Figuren sind die folgenden Bezugsziffern angegeben:
- 1 .
- - Nottür
- 2 .
- - Antipanikstange
- 3 .
- - rohrförmige Druckstange
- 4 .
- - Hebel
- 5 .
- - Welle der Hebel (4)
- 6 .
- - schloßseitige Halterung
- 7 .
- - scharnierseitige Halterung
- 8 .
- - Nuß
- 8a.
- - virtuelle Achse der Nuß (8)
- 9 .
- - Drehbewegungsbahn
- 9a.
- - Mittelabschnitt der Bewegungsbahn (9)
- 9b.
- - Endabschnitte der Bewegungsbahn (9)
- 10 .
- - Nocken
- 10a.
- - Betätigungsteil des Nockens (10)
- 10b.
- - erster Zacken des Nockens (10)
- 10c.
- - zweiter Zacken des Nockens (10)
- 11 .
- - erster Schwenkhebel
- 11a.
- - erster Antriebsteil
- 11b.
- - erste Kante
- 12 .
- - zweiter Schwenkhebel
- 12a.
- - zweiter Antriebsteil
- 12b.
- - zweite Kante
- 13 .
- - U-förmiger Rahmen
- 14 .
- - lösbarer Deckel
- 15 .
- - Anschlag
- 16 .
- - Gleitstück
- 16a.
- - erste Stirnseite
- 16b.
- - zweite Stirnseite
- 16c.
- - dritte Kante
- 16d.
- - vierte Kante
- 17 .
- - Halterung der Nuß
- 17a.
- - dritte Stirnseite
- 17b.
- - vierte Stirnseite
- 17c.
- - erster radialer Ansatz
- 17d.
- - zweiter radialer Ansatz
- 18 .
- - Zusatzplatte
- 18a.
- - Öffnung
- 18b.
- - Überhang in Längsrichtung
- 18c.
- - Befestigungsbohrung
- 18d.
- - Öffnungen
- 19 .
- - Riegel
- 19a.
- - Endteil des Riegels (19)
- 19b.
- - erster Zapfen
- 19c.
- - zweiter Zapfen
- 20 .
- - Stift
- 21 .
- - Schwinghebel
- 21a.
- - erster Sitz
- 21b.
- - zweiter Sitz
- 21c.
- - fünfte Kante
- 21d.
- - sechste Kante
- 21f.
- - siebte Kante
- 21g.
- - achte Kante
- 22 .
- - Schwenkachse
- 23 .
- - dritter Hebel
- 23a.
- - fünfte Stirnseite
- 23b.
- - neunte Kante
- 24 .
- - vierter Hebel
- 24a.
- - sechste Stirnseite
- 24b.
- - zehnte Kante
- 25 .
- - Exzenter
- 26 .
- - Schlließzylinder
- 27 .
- - Schlüssel
- 28 .
- - oberes Verschlußteil
- 29 .
- - unteres Verschlußteil
- 30 .
- - untere oder erste Schiene
- 30a.
- - erster Zapfen
- 30b.
- - erster schrägverlaufender Schlitz
- 31 .
- - obere oder zweite Schiene
- 31a.
- - zweiter Zapfen
- 31b.
- - zweiter schrägverlaufender Schlitz
- 32 .
- - Scheibe
- 32a.
- - erster Radialschlitz
- 32b.
- - zweiter Radialschlitz
- 33 .
- - Gegenwirkungsfedern
- 34 .
- - fünfter Hebel
- 34a.
- - dritter Zapfen
- 34b.
- - erster Vorsprung
- 35 .
- - sechster Hebel
- 35a.
- - vierter Zapfen
- 35b.
- - zweiter Vorsprung
- 36 .
- - feste Klemmbacke
- 37 .
- - lösbare Klemmbacke
- 38 .
- - Befestigungsschrauben
- 39 .
- - Stange
- 40 .
- - dritte Schraube
- 41 .
- - Klemmbacken-Schlitten
- 41a.
- - Schlitz
- 42 .
- - Schlepparm
- 42a.
- - Flügel
- 43 .
- - Rückholfeder
- 44 .
- - Riegel der Verschlußteile (28) und (29)
- 44a.
- - Drehachse des Riegels (44)
- 45 .
- - Gehäuse der Verschlußteile (28) und (29)
- 46 .
- - abnehmbare Abdeckung
- 47 .
- - Riegelteil
- 47a.
- - Aussparung
- 47b.
- - obere oder erste Kante
- 47c.
- - untere oder zweite Kante
- 47d.
- - erster Schlitz
- 47f.
- - zweiter Schlitz
- 48 .
- - Blattfeder
- 48a.
- - erstes Ende der Blattfeder (48)
- 48b.
- - zweites Ende der Blattfeder (48)
- 48c.
- - Abbiegung
- 49 .
- - Vierkant
- 50 .
- - äußerer Griff
- 51 .
- - Stange
- 52 .
- - Schild
- 53 .
- - trennbare Klemmen
- 54 .
- - Spreizmutter
- 55 .
- - Betätigungsschraube
- 56 .
- - Kanal
Darstellung einer bevorzugten Ausführungsform
[0030] Unter Bezugnahme auf die vorstehend genannten Zeichnungen und Bezugsziffern ist in
den beigefügten Zeichnungen eine bevorzugte Ausführungsform der neuartigen erfindungsgemäßen
Antipanikstange (2) gezeigt, die von der Art ist, die über die Breite einer Nottür
81) eingebaut wird und die einen allgemeinen Aufbau aufweist, der aus einem horizontalen
Druckgriff oder einer Druckstange (3) besteht, die an ihren Enden freitragend durch
Hebel (4) gehaltert ist, die sich in jeweiligen Wellen (5) drehen, die parallel zu
der Druckstange (3) verlaufen und die in jeweilige an der Tür (1) befestigte Halterungen
eingebaut sind. Diese Halterungen werden als schloßseitige Halterung (6) und als scharnierseitige
Halterung (7) entsprechend ihrer jeweiligen größeren Nähe zum Schließblech oder zu
den Scharnieren der Tür (1) bezeichnet. Die schloßseitige Halterung (6) weist eine
drehbare Nuß (8) mit einer virtuellen Achse (8a) senkrecht zu der Tür (1) auf, wobei
diese Nuß (8) durch die Berührungsebene zwischen der schloßseitigen Halterung (6)
und der Tür (1) hindurch eingebaut ist.
[0031] Ein erstes wesentliches Ziel der Erfindung besteht in der Schaffung einer reversiblen
oder umkehrbaren Konstruktion, die die Anwendung der gleichen schloßseitigen Halterung
(6) für eine Tür mit Rechtsöffnung oder eine Tür mit Linksöffnung ermöglicht, und
zwar mittels einer einfachen Handhabung, die im Bereich der Möglichkeiten beliebiger
Personen liegt und keine Änderung der Anordnung der Teile des Mechanismus erfordert.
[0032] Zu diesem Zweck umfaßt die neuartige Antipankstange (2) die genannte Druckstange
(3), die genannten Hebel (4) sowie die schloßseitige Halterung 6 und die scharnierseitige
Halterung (7), die die gleiche äußere Form aufweisen. Die schloßseitige Halterung
(6) enthält die Welle (5) des Hebels (4) sowie die Achse (8a) der Nuß (8), die senkrecht
zueinander und koplanar in einer Ebene sind, die senkrecht zu der Tür (1) steht und
die die Symmetrieebene der eigentlichen schloßseitigen Halterung (6) und einer Drehbewegungsbahn
(9) ist, die durch einen Mittelabschnitt (9a) für eine betriebsmäßige Anfangseinstellung
und durch zwei Betriebs-Endabschnitte (9b) gebildet ist, die die gleiche Erstreckung
aufweisen und die ohne Unterbrechung an jedem Ende des Mittelabschnittes (9a) ausgebildet
sind. Diese betriebsmäßige Bewegungsbahn (9) ist durch einen Nocken (10) festgelegt,
der mit der Welle (5) des Hebels (4) der schloßseitigen Halterung (6) verkeilt ist.
Dieser Nocken (10) weist einen Betätigungsteil (10a) auf, der an jedem Ende des Mittelabschnittes
(9a) der Drehbewegungsbahn (9) gegen den einen oder anderen von ersten und zweiten
Antriebsteilen (11a, 12a) zur Anlage gebracht werden kann, die von jeweiligen ersten
und zweiten Schwenkhebeln (11) bzw. (12) ausgehen, die bezüglich der genannten transversal-horizontalen
Ebene symmetrisch sind die mit einer schwimmenden federbelasteten Befestigung ausgebildet
sind. Wenn der Nocken (10) die Drehung ausführt, die den Betriebsabschnitten (9b)
der Bewegungsbahn (9) entsprechen, werden der erste Schwenkhebel (11) oder der zweite
Schwenkhebel (12) so angetrieben, daß sie sich von einer unverdrehten oder Ruhestellung
auf eine verdrehte oder aktive Stellung bewegen, wodurch eine Betätigungs-Schwenkbewegung
eines Mechanismus hervorgerufen wird, der das Öffnen eines Einsteckschlosses oder
eines Anbauschlosses hervorruft, dessen Betätigung durch die Antriebskraft der einen
oder der anderen von ersten und zweiten Kanten (11b, 12b) hervorgerufen wird, die
jeweils von dem ersten bzw. zweiten Schwenkhebel (11, 12) ausgehen.
[0033] Die für die schloßseitige Halterung (6) ausgewählte Arbeitsstellung (rechts oder
links) wird dadurch festgelegt, daß der genannte Nocken (11) erste und zweite Zacken
(10b, 10c) mit einer derartigen räumlichen Form aufweist, daß, wenn der Nocken (10)
mit dem Betätigungsteil (10a) gegen den einen oder den anderen der ersten und zweiten
Antriebsteile (11a, 12a) der ersten und zweiten Schwenkhebel (11) bzw. (12) anliegt,
einer der entsprechenden der ersten und zweiten Zacken (10b) bzw. (10c) gegen eine
jeweilige Kante eines Anschlages (15) zur Anlage gebracht wird, der lösbar sein kann
oder der mit einem lösbaren Deckel (4) vereinigt ist, der einen Teil der schloßseitigen
Halterung (6) bildet.
[0034] Der Vorgang der Umkehrung (Figuren 1 bis 7) besteht entsprechend in einer Entfernung
(Figur 4) des Anschlages (15), der in diesem Fall mit dem lösbaren Deckel (14) verbunden
ist, worauf ein Verschwenken der Druckstange (3) nach oben erfolgt und dann der Deckel
(14) wieder aufgesetzt wird, so daß (Figur 5) der Anschlag (15) verhindert, daß sich
die Druckstange (3) wieder nach unten bewegen kann. Dann kann die schloßseitige Halterung
(6) gedreht werden, damit die gesamte Einheit die Ausgangsposition (Figur 3) einnimmt,
mit dem Unterschied, daß dann bei einer Betätigung der Druckstange (3) der Nocken
(10) auf den zweiten Schwenkhebel (12) einwirkt, und nicht auf den ersten Schwenkhebel
(11). Aus diesem einfachen Vorgang folgt, daß die gleiche schloßseitige Halterung
(6), die für den Einbau an einer Tür mit Rechtsöffnung (Figuren 1 und 2) vorgesehen
ist, auch in einer Tür mit Linksöffnung (Figuren 6 und 7) eingebaut werden kann.
[0035] Ein wichtiger zusätzlicher Vorteil der beschriebenen Konstruktion besteht darin,
daß sie für Schlösser, die in den Körper der Tür (1) einsteckbar sind, und für Schlösser
einsetzbar ist, die auf die Tür aufgebaut sind, und zwar sowohl in einer Ausführungsform
mit einem einzigene Verschlußpunkt über einen Riegel (19), der in der eigentlichen
schloßseitigen Halterung (6) enthalten ist, als auch bei Ausführungsformen mit zwei
Verschlußstellen, nämlich einer oberen und einer unteren Verschlußstelle, mit Hilfe
von Verschlußteilen (28 und 29), die ausgehend von der schloßseitigen Halterung (6)
über Stangen (39) betätigt werden, die mit verschiebbaren unteren (30) und oberen
(31) Schienen verbunden sind, die in der eigentlichen schloßseitigen Halterung (6)
eingebaut sind.
[0036] Ein weiterer wichtiger Vorteil besteht darin, daß beliebige der genannten Ausführungsformen
immer das gleiche äußere Aussehen hinsichtlich der Form und der Abmessungen aufweisen,
wobei die vorgeschlagene Konstruktion weiterhin den Aufbau innerhalb vom Abmessungen
ermöglicht, die für den Einbau bei den begrenzten Abmessungen geeignet sind, die sich
bei Nottüren (1) ergeben, die auf der Grundlage von Metallprofilen oder dergleichen
aufgebaut sind. Weil die schloßseitigen und scharnierseitigen Halterungen (6, 7) eine
Konfiguration mit gleichen Formen und Außenabmessungen aufweisen, weisen beide einen
rechtwinkeligen Grundriß auf, der in der Vertikalrichtung der Tür (1) langgestreckt
ist, wobei die Gesamtbreite innerhalb der Breite liegt, die für Metallprofile genormt
ist, wobei die schloßseitige Halterung (6) und die scharnierseitige Halterung (7)
durch einen Rahmen (13) und den lösbaren Deckel (14) gebildet sind, wobei der Rahmen
(13) einen U-förmigen Querschnitt entlang einer horizontalen Ebene senkrecht zu der
Tür (1) aufweist.
[0037] Bei der Ausführungsform der Antipanikstange (2) für ein Einsteckschloß (Figuren 8
bis 23) sind die ersten und zweiten Schenkhebel (11, 12) zu einem einzigen doppelwirkenden
Schwenkhebel oder Doppelhebel (11-12) vereinigt, in dem die genannten ersten und zweiten
Antriebsteile (11a, 12a) derart ausgebildet sind, daß in der Ruhestellung dieses Doppelhebels
(11-12) die ersten und zweiten Antriebsteile (11a, 12a) entsprechend dem Anfang des
entsprechenden der Betriebsabschnitte (9b) der Drehbewegungsbahn (9) des Beeetätigungsteils
(10a) des Nockens (10) angeordnet werden können, wobei dieser Doppelhebel (11-12)
die genannten ersten und zweiten Kanten (11b, 12b) aufweist, die gegen eine jeweilige
erste (16a) und zweite Stirnseite zur Anlage gebracht werden können, die in einem
Gleitstück (16) parallel zur Höhe der Tür (1) ausgebildet sind, wobei dieses Gleitstük
(16) eine dritte (16c) und vierte (16d) Kante aufweist, die gegen jeweilige dritte
(17a) und vierte (17b) Stirnseiten zur Anlage gebracht werden können, die in einer
mit der Nuß (8) verbundenen drehbaren Halterung (17) an einer exzentrischen Position
bezüglich der virtuellen Drehachse (8a) dieser Nuß (8) ausgebildet sind.
[0038] Unter Bezugnahme auf die Figuren 11 bis 14 besteht die Betriebsweise dieser Ausführungsform
darin, daß bei Betätigung der Druckstange (3) der Nocken (10) in Drehung angetrieben
wird und mit seinem Betätigungsteil (10a) gegen den ersten Antriebsteil (11a) des
ersten Schwenkhebels (11) drückt. Dieser erste Schwenkhebel (11) wird verschwenkt
(Figur 13) und drückt mit seiner ersten Kante (11b) gegen die erste Stirnseite (16a)
des Gleitstückes (16). Dieses Gleitstück (16) drückt mit seiner dritten Kante (16c)
gegen die dritte Stirnseite (17a) der Halterung (17) der Nuß (8), wodurch diese Nuß
(8) gedreht wird und über den entsprechenden Vierkant (49) die Öffnung des Mechanismus
des Einsteckschlosses in der Tür (1) betätigt. Die gleiche Wirkungsweise ergibt sich
bei der umgekehrten Position, mit der Ausnahme, daß die beteiligten Elemente dann
der zweite Antriebsteil (12a), der zweite Schwenkhebel (12), die zweite Kante (12b),
die zweite Stirnseite (16b), die vierte Kante (16d) und die vierte Stirnseite (17b)
sind, anstelle der vorstehend erwähnten entsprechenden Elemente.
[0039] In vielen Fälle weisen die für Einsteckschlösser vorbereiteten Türen (1) eine Vorbearbeitung
für die beiden Möglichkeiten der Montage auf, und wenn eine der Möglichkeiten ausgewählt
wird, so ist es möglich, daß die nicht verwendete Vorbearbeitung sichtbar ist.
[0040] Für diesen Fall ist bei der Erfindung das Vorhandensein einer Zusatzplatte (18) vorgesehen,
die an dem Rahmen (13) der schloßseitigen Halterung (6) an der Anlagewand dieser schloßseitigen
Halterung (6) an der Tür (1) befestigbar ist. Diese Zusatzplatte (18) ist in Längsrichtung
bezüglich einer Durchgangsöffnung (18a) für die Achse (8a) der Nuß (8) unsymmetrisch
und weist eine größere Länge als der genannte Rahmen (13) der schloßseitigen Halterung
(6) auf, wobei diese Zusatzplatte (18) eine Befestigungsbohrung (18c) aufweist, die
in dem überstehenden längsverlaufenden Teil (18b) jenseits der Einheit aus dieser
schloßseitigen Halterung (6) ausgebildet ist, wobei diese Zusatzplatte (18) mit dem
genannten Deckel (14) der schloßseitigen Halerung (6) glatt abschließend hinsichtlich
des Umfanges angeordnet ist, mit Ausnahme des Teils, der durch den genannten längsgerichteten
Überhang (18b) beeinflußt ist. Diese Zusatzplatte (18) weist Öffnungen (18d) auf,
die mit einer derartigen Form und Position angeordnet sind, daß, wenn der Überhang
(18b) in Längsrichtung gegen eine der beiden Enden der schloßseitigen Halterung (6)
anliegt, diese Öffnungen (18d) mit den Befestigungsmitteln der Zusatzplatte (18) an
dem Rahmen (13) der schloßseitigen Halterung (6) zu deren abschließender Befestigung
an der Tür (1) zusammenwirken.
[0041] Hinsichtlich der genannten Ausführungsform der Antipanikstange (2) für ein Anbau-
oder Aufbauschloß (Figuren 24 bis 43) mit einem einzigen zentralen Verschlußpunkt
mit Hilfe des genannten Riegels (19) ist zu erkennen, daß jeder der ersten (11) und
zweiten (12) Schwenkhebel die genannten ersten (11b) und zweiten (12b) Kanten aufweist,
die in der Ruhestellung gegen jeweilige erste (19b) und zweite (19c) Zapfen anliegen,
die an einem Endteil (19a) des Riegels (19) ausgebildet ist, der im Inneren der schloßseitigen
Halterung (6) angeordnet ist, wobei dieser Endteil (19a) drehbar bezüglich eines Stiftes
(20) angeordnet ist, auf dem dieser Riegel (19) zwischen zurückgezogenen und ausgefahrenen
Stellungen bezüglich dieser schloßseitigen Halterung (6) verschwenkbar ist. Die ersten
(11b) und zweiten (12b) Kanten können jeweils zwei gegeneinander versetzte Positionen
einnehmen, die der nicht verschwenkten (Ruhe-) Stellung oder der verschwenkten (Antriebs-)
Stellung entsprechen, in denen jeweils dieser Riegel (19) seine ausgefahrene oder
Verschlußstellung bzw. seine zurückgezogene oder Schloßöffnungsstellung einnimmt.
[0042] Diese Konstruktion ermöglicht das Öffnen über die Druckstange (13) derart, daß (Figuren
29 und 30) bei der Betätigung der Druckstange (3) eine Drehung des Nockens (10) hervorgerufen
wird, so daß dessen Betätigungsteil (10a) gegen den ersten Antriebsteil (11a) des
ersten Schwenkhebels (11) drückt, wobei dessen erste Kante (11b) schließlich gegen
den ersten Zapfen (19b) drückt und der Riegel (19) auf seine zurückgezogene Stellung
in der schloßseitigen Halterung (6) verschwenkt wird. Bei der umgekehrten Position
der schloßseitigen Halterung (6) sind die an dieser Funktionsweise beteiligten Elemente
der zweite Antriebsteil (12a), der zweite Schwenkhebel (12), die zweite Kante (12b)
und der zweite Zapfen (19c), und zwar anstelle der genannten entsprechenden Elemente.
[0043] Bei dieser Ausführungsform für ein Anbauschloß ist es weiterhin möglich, daß eine
Öffnung von außen über einen äußeren Türgriff (50), der auf einem Vierkant (49) befestigt
ist, sowie über einen Exzenter (25) erfolgt, der über eine die Tür (1) durchquerende
Stange (51) über einen Schließzylinder (26) gedreht wird, der mit Hilfe eines Schlüssels
(27) betätigt wird und der auf der Rückseite durch ein Türschild (52) befestigt ist,
in dem außerdem der Türknopf (50) gehaltert ist.
[0044] Zu diesem Zweck sind bezüglich der ersten (19b) und zweiten (19c) Zapfen dieses Riegels
(19) erste (21a) und zweite (21b) Sitze vorgesehen, die in einem Schwinghebel (21)
ausgebildet sind, der drehbar bezüglich einer Schwenkachse (229 befestigt ist, wobei
dieser Schwenkhebel (21) zwischen unverschwenkten (Ruhe-) und verschwenkten (Antriebs-)
Stellungen drehbar ist, die den genannten vorgeschobenen (verriegeltes Schloß) und
zurückgezogenen (geöffnetes Schloß) Stellungen des Riegels (19) entsprechen. Dieser
Schwenkhebel (21) weist ein Zwillingspaar von fünften (21c) und sechsten (21d) Kanten
und ein Zwillingspaar von siebten (21f) und achten (21g) Kanten auf, wobei die Zwillingspaare
von fünften (21c) und sechsten (21d) Kanten in dieser Ruhestellung gegen jeweilige
dritte (17a) und vierte (17b) Stirnseiten zur Anlage gebracht werden können, die in
einer mit der Nuß (8) fest verbundenen drehbaren Halterung (17) an einer Position
angeordnet sind, die bezüglich der virtuellen Drehachse (8a) der Nuß (8) exzentrisch
ist. Die genannten Zwillingspaare von siebten (21f) und achten (21g) Kanten können
in dieser Ruhestellung gegen jeweilige fünfte (23a) und sechste (24a) Stirnseiten
zur Anlage gebracht werden, die dezentriert in jeweiligen dritten (23) und vierten
(24) Hebeln ausgebildet sind, wobei diese dritten (23) und vierten ((24) Hebel in
der anderen dezentrierten Position neunte (23b) und zehnte (24b) Kanten aufweisen,
die sich in der Drehbewegungsbahn eines Exzenters (25) befinden, der von einem Schließzylinder
(26) ausgeht, der mit Hifle eines Schlüssels (27) in Drehung betätigt wird.
[0045] Bei dieser Konstruktion erfolgt das Öffnen mittels des äußeren Türgriffes (50) dadurch
(Figur 31), daß die dritte Stirnseite (17a) der Halterung (17) der Nuß (8) bei der
Drehung gegen die fünfte Kante (21c) drückt und den Schwenkhebel (21) verschwenkt,
der mit seinem ersten (21a) und zweiten (21b) Sitz gegen die ersten (21a) und zweiten
(21b) Zapfen drückt und bewirkt, daß der Riegel (19) in das Innere der schloßseitigen
Halterung (6) zurückgezogen wird. In der umgekehrten Position sind die beteiligten
Elemente die vierte Stirnseite (17b) und die sechste Kante (21d) anstelle der vorstehend
genannten entsprechenden Teile.
[0046] Die Öffnung mittels des Schlüssels (27) besteht (Figuren 32 und 33) darin, daß bei
der Drehung des Exzenters (25), der durch die mit dem Schließzylinder (26) verbundene
Stange (51) betätigt wird, dieser Exzenter gegen die neunte Kante (23b) des dritten
Hebels (23) drückt, der bei seinem Verschwenken mit seiner fünften Stirnseite (23a)
gegen die siebte Kante (21f) drückt und das Verschwenken des Schwinghebels (21) hervorruft,
mit dem gleichen Ergebnis wie bei der Öffnung mit Hilfe des äußeren Türgriffes (50).
In der umgekehrten Position sind die beteiligten Elemente die zehnte Kante (24b),
der vierte Hebel (24), die sechste Stirnseite (24a) und die achte Kante (21g), und
zwar anstelle der vorstehend genannten entsprechenden Elemente.
[0047] Es ist möglich, die Drehung des äußeren Türgriffes (50) zu blockieren oder zu verriegeln
(Figuren 34 und 35), wobei die Halterung (17) der Nuß (8) zu diesem Zweck diametral
gegenüberliegende radiale erste (17c) und zweite (17d) Ansätze aufweist, von denen
der eine oder der andere in Vertikalrichtung von einer Aussparung (47a) mit einem
zu diesen radialen ersten (17c) und zweiten (17d) radialen Ansätzen komplementären
Profil umgriffen werden kann. Diese Aussparung (47a) ist in einem verschiebbaren Riegelteil
(47) ausgebildet, das in Vertikalrichtung zwischen unverriegelten und verriegelten
Stellungen geführt ist, wobei auf diesem Riegelteil (47) ein entsprechender der dritten
(23) und vierten (24) Riegel befestigt ist. Dieser Riegelteil (47) weist weiterhin
eine erste oder obere Kante (47b) und eine zweite oder untere Kante (47c) derart auf,
daß in der unverriegelten Stellung diese obere Kante (47b) in Tangentialrichtung eine
Drehbewegungsbahn des Exzenters (25) im entgegengesetzten Sinn zur Öffnungsbewegung
des Schlosses sperren kann. In der Verriegelungsstellung kann die genannte untere
Kante (47c) in Tangentialrichtung eine Drehbewegungsbahn des Exzenters (25) sperren,
die in der gleichen Bewegungsbahn zum Öffnen erfolgt und bei einer Drehung von dieser
Öffnungsbewegung. Das heißt, zum Sperren der Drehbewegung des äußeren Türgriffes (50)
wird der Schlüssel in einer Richtung entgegengesetzt zur Öffnungsbewegung gedreht,
wobei der Exzenter (25) gegen die erste Kante (47b) drückt, und der Riegelteil (47)
bewegt sich dann nach oben, bis er in seiner Aussparung (47a) den ersten radialen
Ansatz (17c) der Halterung (17) der Nuß (8) aufnimmt, wodurch auf diese Weise die
Drehung der Halterung (17) und damit der Nuß (8) und des Türgriffes (50) blockiert
wird. Mit dem Riegelteil (47) wird der dritte Hebel (23) derart bewegt, daß zur erneuten
Öffnung zunächst eine Entriegelung durch Mitnahme des Exzenters (25) (der sich dann
in der normalen Öffnungsrichtung dreht) gegen die zweite Kante (47c) ergibt, worauf
dann bei sich in seiner Anfangsstellung befindlichem Riegelteil (47) erneut die neunte
Kante (23b) des dritten Hebels (23) in die Position bewegt, in der sie durch den Exzenter
(25) bei einer zweiten Drehung des Schlüssels (27) in der normalen Öffnungsrichtung
betätigt wird.
[0048] Um in einfacher Weise die Positionen der Verriegelung und Nichtverriegelung des Riegelteils
(27) (Figuren 24, 25 und 34) festzulegen, ist eine vertikale Blattfeder (48) vorgesehen,
die mit Druck gegen den Riegelteil (47) anliegt, wobei diese elastische Blattfeder
(48) ein erstes Ende (48a), das an dem Rahmen (13) der schloßseitigen Halterung (6)
verankert ist, und ein zweites Ende (48b) aufweist, das eine konvexe Abbiegung (48a)
in Richtung auf den Riegelteil (47) aufweist, wobei diese konvexe Abbiegung (48c)
mit dem einen oder dem anderen von ersten (47d) und zweiten (47f) Schlitzen des Riegelteils
(47) zusammenwirkt, derart, daß der Einfall dieser konvexen Abbiegung (48c) in den
ersten Schlitz (47d) und den zweiten Schlitz (47f) jeweils mit den entriegelten und
verriegelten Positionen dieses Riegelteils (47) zusammenfällt.
[0049] Bei der genannten Ausführungsform der Antipanikstange (2) (Figuren 46 bis 64) für
ein Anbauschloß mit zwei Verschlußpunkten über obere (28) und untere (29) Verschlußteile
ist zu erkennen, daß jeder der ersten (11) und zweiten (12) Schwenkhebel erste (11b)
und zweite (12b) Kanten aufweist, die in der genannten Ruhestellung gegen erste (30a)
und zweite (31a) Zapfen zur Anlage kommen kann, die von einer ersten oder unteren
Schiene (30) und einer zweiten oder oberen Schiene (31) ausgehen. Diese ersten und
zweiten Zapfen (30a, 31a) durchqueren mit Gleitsitz erste und zweite Radialschlitze
(32a, 32b), die diametral gegenüberliegend in einer Scheibe (32) ausgebildet sind,
die frei drehbar und koaxial zu der Achse (8a) der Nuß (8) angeordnet ist. Die genannten
betriebsmäßigen Paare aus der ersten Kante (11b) und dem ersten Zapfen (30a) sowie
der zweiten Kante (12b) und dem zweiten Zapfen (31a) sind derart angeordnet, daß,
wenn ein beliebiger der ersten und zweiten Schwenkhebel (11, 12) aus der nichtverschwenkten
Position in die verschwenkte Position übergeht, sich eine gegenseitige Annäherung
der ersten und zweiten Schienen (30, 31) gegen die elastische Rückholwirkung von Rückholfedern
ergibt.
[0050] Bei dieser Konstruktion besteht der Öffnungsvorgang von der Innenseite mit Hifle
der Druckstange (3) (Figuren 51 und 52) darin, daß die erste Kante (11b) des ersten
Schwenkhebels (11) gegen den ersten Zapfen (30a) der ersten Schiene (30) drückt, was
dazu führt, daß sich diese aus der schloßseitigen Halterung (6) herausbewegt. Gleichzeitig
durchquert der erste Zapfen (30a) den ersten Radialschlitz (32a) der Scheibe (32),
wodurch diese in Drehung angetrieben wird und über den zweiten Radialschlitz (32b)
den zweiten Zapfen (31a) der zweiten Schiene (31) mittnimmt, so daß auch diese aus
der schloßseitigen Halterung (6) herausbewegt wird. In der umgekehrten Position der
betroffenen Elemente ist es die zweite Kante (12b) des zweiten Schwenkhebels (12),
die dann zunächst auf den zweiten Zapfen (31a) der zweiten Schiene (31) einwirkt,
wodurch über die Scheibe (32) auch eine Bewegung des ersten Zapfens (30a) der ersten
Schiene (30) hervorgerufen wird.
[0051] In dieser Position ist es genauso möglich, die Öffnung mittels eines äußeren Türgriffes
(50) durchzuführen. Zu diesem Zweck weisen die ersten (30) und zweiten Schienen (31)
erste und zweite schrägverlaufende Schlitze (30b, 31b) auf, durch die mit Gleitsitz
dritte und vierte Zapfen (34a, 35a) hindurchlaufen, die von fünften und sechsten Hebeln
(34, 35) ausgehen, die frei drehbar koaxial zu der Achse (8a) der Nuß (8) befestigt
sind, wobei die fünften und sechsten Hebel (34, 35) jeweilige erste und zweite Vorsprünge
(34b, 35b) aufweisen, die jeweils zur Anlage gegen eine vierte Stirnseite (17b) und
eine dritte Stirnseite (17a) gebracht werden können, die in einer drehbaren Halterung
(17) ausgebildet sind, die mit der Nuß (8) fest verbunden ist. Die schrägverlaufenden
ersten und zweiten Schlitze (30b, 31b) sind derart ausgerichtet, daß sie durch die
jeweiligen dritten und vierten Zapfen (34a, 35a) bei der Bewegung der gegenseitigen
Annäherung zwischen den ersten und zweiten Schienen (30, 31) durchlaufen werden.
[0052] Gemäß dieser Konstruktion erfolgt die Öffnung mittels eines äußeren Türgriffes (15)
dadurch, daß bei der Betätigung des Türgriffes (50) die Halterung (17) der Nuß (8)
gedreht wird und mit ihrer vierten Stirnseite (17b) eine Antriebskraft auf den ersten
Vorsprung (34b) des fünften Hebels (34) ausübt, worauf der dritte Zapfen (34a) dieses
fünften Hebels (34) auf den ersten schrägverlaufenden Schlitz (30b) der ersten Schiene
(30) einwirkt, so daß diese erste Schiene (30) betriebsmäßig verschoben wird und mit
ihrem ersten Zapfen (30a) über den ersten Radialschlitz (32a) die Drehung der Scheibe
(32) hervorruft. Diese Scheibe (32) nimmt über ihren zweiten Radialschlitz (32b) den
zweiten Zapfen (31a) der zweiten Schiene (31) mit, so daß diese ebenfalls betriebsmäßig
verschoben wird. Bei der umgekehrten Position der schloßseitigen Halterung (6) ist
der Betriebsablauf der gleiche, wobei jedoch die dritte Stirnseite (17a) der Halterung
(17) auf den zweiten Vorsprung (35b) des sechsten Hebels (35) einwirkt, der vierte
Zapfen (35a) dieses sechsten Hebels (35) auf den zweiten schrägverlaufenden Schlitz
(31b) der zweiten Schiene (31) einwirkt und der zweite Zapfen (31a) dieser zweiten
Schiene (31) auf den zweiten Radialschlitz (32b) einwirkt, um über die Drehung der
Scheibe (32) betriebsmäßig die erste Schiene (30) gleichzeitig mit der zweiten Schiene
(31) zu verschieben.
[0053] Bei dieser Ausführungsform besteht die Möglichkeit einer Sperrung der Drehung des
Türgriffes durch einen Mechanismus, der identisch zu dem ist, wie er für die Ausführungsform
mit einer einzigen Verschlußstelle beschrieben wurde, d.h. über den genannten Riegelteil
(47), der über einen von außen wirkenden Schlüssel (27) in die verriegelte und nicht
verriegelte Position bewegt wird, wobei die Arbeitsstellungen dieses Riegelteils in
praktischer Weise durch die genannte elastische Blattfeder (48) festgelegt werden.
[0054] Bei dieser Ausführungsform ermöglicht es die entgegengesetzt zueinander in das Innere
der schloßseitgen Halterung (6) erfolgende Bewegung der ersten und zweiten Schienen
(30, 31), daß obere und untere Vershclußteile (28, 29) konstruiert werden, die untereinander
gleich sind. Diese oberen und unteren Verschlußteile (28, 29) weisen (Figuren 61 bis
64) eine spezielle Konstruktion auf, die eine Klemmbacke (36-37), einen Klemmbacken-Schlitten
(41), einen Schlepparm (42), eine Rückholfeder (43), einen Riegel (44), ein Gehäuse
(45) und eine abnehmbare Abdeckung (46) umfaßt, wobei die Klemmbacke (36-37) aus einer
festen Klemmbacke (36) und einer lösbaren Klemmbacke (37) besteht, die zusammen einen
angenährt zylindrischen zentralen Durchlaß mit veränderbarer Abmessung bilden und
jeweilige seitliche Flansche aufweisen, die über jeweilige Befestigungsschrauben (38)
miteinander verbunden sind. Dieser zentrale Durchgang weist eine minimale Abmessung
mit Preßsitz gegenüber dem Außendurchmesser einer Stange (39) auf, die an der entsprechenden
der Schienen (30, 31) befestigt ist, und die bewegliche Klemmbacke (37) weist eine
dritte Schraube (40) auf, die durch diese Klemmbacke hindurch einschraubbar ist. Der
Klemmbacken-Schlitten (41) ist in Vertikalrichtung in den Gehäuse (45) zwischen einer
normalerweise vorspringenden Position des Riegels (44) und einer durch Krafteinwirkung
gegen die Rückholfeder (43) zurückgezogenen Stellung des Riegels (44) geführt. Der
Schlepparm (42) ist mit dem Riegel (44) verbunden und kann sich gegenüber dem Klemmbaken-Schlitten
(41) bewegen, wobei diese Relativbewegung entsprechend den vorspringenden und zurückgezogenen
Stellungen des Riegels (44) begrenzt ist. Die Rückholfeder (43) ist zwischen der Drehachse
(44a) des Riegels (44) und dem Schlepparm (42) angeordnet, und das Gehäuse (45) weist
einen U-förmigen Querschnitt mit gleicher Breite wie die schloßseitige Halterung (6)
auf. Die Begrenzung der Relativbewegung zwischen dem Schlepparm (42) und dem Schlittenträger
(41) erfolgt über einen Flügel (42a) des Schlepparms (42), der mit vertikaler Verschiebbarkeit
einen Schlitz (41a) des Schlittenträgers (41) durchquert.
[0055] Weil in der vorspringenden Stellung des Riegels (Figuren 61 bis 63) der genannte
Flügel (42a) gegen dasjenige Ende des genannten Schlitzes (41a) anliegt, das dem Riegel
selbst am nächsten liegt, wird beim Ziehen der Stange (39) in Richtung auf die schloßseitige
Halterung (6) der Schlepparm (42) durch den Klemmbacken-Schlitten (41) mitgezogen,
wodurch die Rückholfeder (43) elastisch belastet wird, bis die zurückgezogene Stellung
des Riegels erreicht ist (Figur 64). Das unabhängige Zurückziehen des Riegels (durch
direkte Druckausübung auf diesen, beispielsweise durch die Bewegung gegen dessen Schließblech)
ist möglich, weil die vertikale Erstreckung des Schlitzes (41a) größer als die Zurückziehbewegung
des Riegels ist, und der Flügel (42a) ist über die gesamte Länge dieses vertikalen
Schlitzes (41a) geführt. Obwohl die Befestigung der Stange (39) in ausreichender Weise
durch das Festziehen der Schrauben (38) erfolgen kann, wird eine zusätzliche Sicherung
über eine dritte Schraube (40) erreicht, die eine gehärtete Spitze aufweist, die sich
in die Oberfläche der Stange (39) einkerben kann.
[0056] Die Befestigung der Druckstange (3) an den Hebeln (4) erfolgt (Figuren 8 und 9) über
eine Schraubspreizvorrichtung, die darin besteht, daß die Hebel (4) spreizbare Klemmen
(53) aufweisen, die im Inneren der Druckstange (3) zwischen sich eine Spreizmutter
(54) aufnehmen, die ihren Querschnitt ausgehend von dem entsprechenden Hebel (4) vergrößert,
wobei der kleinste Querschnitt der Spreizmutter (54) an die Abmessung angepaßt ist,
die zwischen den Spitzen der Klemmen (53) besteht, wenn sich diese im Ruhezustand
(oder nicht aufgeweitetem Zustand) vor der Befestigung befinden. Die Spreizmutter
(54) ist auf eine Betätigungsschraube (55) aufgeschraubt, deren Schaft sich in der
Mitte der Klemmen (53) befindet und deren Betätigungskopf auf der gegenüberliegenden
Seite des Hebels (4) liegt.
[0057] Beim Drehen der Beetätigungsschraube (55) dringt die Spreizmutter (54) mit ihrem
zunehmend größerem Querschnitt zwischen die Klemmen (53) ein, wodurch diese (Figur
9) auseinandergedrückt oder erweitert werden, wodurch ein zunehmener Druck auf die
Innenwand der Druckstange (53) ausgeübt wird und sich damit eine kräftige Festlegung
ergibt.
[0058] Die Enden der Druckstange (3) sind in Kanäle (56) der Hebel (4) eingesetzt, wodurch
nicht einwandfreie Endbearbeitungen beim Abschneiden der Enden der Druckstange (3)
verdeckt werden.
[0059] Nachdem die Eigenart der vorliegenden Erfindung sowie ihre gewerbliche Verwirklichung
ausreichend beschrieben wurde, soll lediglich erwähnt werden, daß in ihrer Gesamtheit
und in ihren Bestandteilen Änderungen der Form, Materialien und der Anordnung vorgenommen
werden können, wobei alle diese Änderungen den Grundgedanken nicht beeinträchtigen.
1. Antipanikstange mit Umkehrbarkeit für Nottüren nach Art von Antipanikstangen, die
über die Breite einer Nottür (1) eingebaut werden und einen allgemeinen Aufbau aufweisen,
der aus einem horizontalen Druckgriff oder einer Druckstange (3) besteht, die an ihrem
Ende freitragend durch Hebel (4) gehaltert ist, die über Achsen (5) drehbar sind,
die parallel zu der Druckstange (3) sind und in Halterungen eingebaut sind, die an
der Tür (1) befestigt sind, wobei diese Halterungen als schloßseitige Halterung (6)
und scharnierseitige Halterung (7) entsprechend ihrer größeren Nähe zu dem Schließblech
bzw. den Scharnieren der Tür (1) bezeichnet werden, und wobei die schloßseitige Halterung
(6) eine drehbare Nuß (8) mit einer virtuellen Achse (8a) senkrecht zu der Tür (1)
aufweist und diese Nuß (8) durch die Anlageebene zwischen der schloßseitigen Halterung
(6) und der Tür (1) hindurch eingebaut ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Antipanikstange
(2) gemäß der Erfindung die Druckstange (3), die Hebel (4) und schloßseitige und scharnierseitige
Halterungen (6, 7) aufweist, die die gleiche Außenform aufweisen, daß die schloßseitige
Halterung (6) die Achsen (5) der Hebel (4) und die Achse (8a) der Nuß (8) enthält,
die zueinander senkrecht und koplanar in einer Ebene liegen, die senkrecht zu der
Tür (1) steht und gleichzeitig die Symmetrieebene der schloßseitigen Halterung (6)
selbst und einer Drehbewegungsbahn (9) ist, die durch einen Betriebs-Voreinstellungs-Mittelabschnitt
(9a) und durch Betriebs-Endabschnitte (9b) gebildet ist, die eine einander gleiche
Erstreckung aufweisen und ohne Aufhebung der Kontinuität an jedem Ende des Mittelabschnittes
(9a) gebildet sind, daß diese Betriebsbewegungsbahn (9) durch einen Nocken (10) ausgeführt
wird, der mit der Achse (5) des Hebels (4) der schloßseitigen Halterung (6) verkeilt
ist, daß der Nocken (10) einen Betätigungsteil (10a) aufweist, der an jedem Ende des
Mittelabschnittes (9a) der Drehbewegungsbahn (9) gegen den einen oder den anderen
von ersten und zweiten Antriebsteilen (11a, 11b) zur Anlage gebracht werden kann,
die von jeweiligen ersten und zweiten Schwenkhebeln (11, 12) ausgehen, die symmetrisch
bezüglich der transversal-horizontalen Symmetrieebene sind und die eine gegen eine
Feder wirkende schwimmende Montage aufweisen, daß, wenn der Nocken (10) die den Betriebsabschnitten
(9b) der Drehbewegungsbahn (9) entsprechende Drehung ausführt, diese ersten oder zweiten
Hebel (11, 12) so angetrieben werden, daß sie von einer nichtverdrehten oder Ruhestellung
auf eine andere verdrehte oder aktive Position übergehen, wodurch eine schwingende
Betätigungsbewegung eines Mechanismus hervorgerufen wird, der das Öffnen eines Einsteckschlosses
oder eines Anbauschlosses bewirkt, und daß diese Betätigung durch die Antriebsbetätigung
der einen oder der anderen von ersten und zweiten Kanten (11b, 12b) hervorgerufen
wird, die von dem ersten Schwenkhebel (11) bzw. dem zweiten Schwenkhebel (12) ausgehen.
2. Antipanikstange mit Umkehrbarkeit für Nottüren nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, daß der Nocken (10) erste (10b) und zweite (10c) Zacken mit
einer derartigen räumlichen Konfiguration aufweist, daß, wenn der Nocken (10) mit
seinem Betätigungsteil (10a) gegen das eine oder das andere der ersten und zweiten
Antriebsteile (11a, 12a) angelegt wird, sich eine Anlage eines der ersten und zweiten
Zacken (10b und 10c) gegen eine jeweilige Kante eines Anschlages (15) ergibt, der
lösbar sein kann oder in einem lösbaren Deckel (14) eingebaut ist, der von der schloßseitigen
Halterung (6) ausgeht.
3. Antipanikstange mit Umkehrbarkeit für Nottüren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die schloßseitigen und scharnierseitigen Halterungen (6,
7) eine Konfiguration mit gleicher Form und Außenabmessungen aufweisen und beide einen
rechtwinkligen, in der Vertikalrichtung der Tür (1) langgestreckten Grundriß und eine
Gesamtbreite aufweisen, die innerhalb der Breite liegt, die für Metallprofile genormt
ist, und daß die schloßseitige Halterung (6) und die scharnierseitige Halterung (7)
durch einen Rahmen (13) und einen abnehmbaren Deckel (14) gebildet sind, wobei der
Rahmen (13) einen U-förmigen Querschnitt entlang einer horizontalen Ebene senkrecht
zu der Tür (1) aufweist.
4. Antipanikstange mit Umkehrbarkeit für Nottüren gemäß Anspruch 1 und 3,
dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Ausführungsform der Antipanikstange (2) für
ein Einsteckschloß die ersten und zweiten Schwenkhebel (11, 12) zu einem einzigen
doppelwirkenden Hebel oder zu einem Doppelhebel (11-12) vereinigt sind, in dem die
ersten und zweiten Antriebsteile (11a, 12a) derart ausgebildet sind, daß in der Ruhestellung
dieses Doppelhebels (11-12) die ersten und zweiten Antriebsteile (11a, 12a) entsprechend
dem Anfang des entsprechenden der Betriebsabschnitte (9b) der Drehbewegungsbahn (9)
des Betätigungsteils (10a) des Nockens (10) positioniert sind, daß der Doppelhebel
(11-12) erste und zweite Kanten (11b, 12b) aufweist, die gegen jeweilige erste und
zweite Stirnseiten (16a, 16b) anlegbar sind, die in einem Gleitstück (16) parallel
zur Höhe der Tür (1) ausgebildet sind, daß das Gleitstück (16) eine dritte Kante (16c)
und eine vierte Kante (16d) aufweist, die gegen eine jeweilige der dritten (17a) und
vierten (17b) Stirnseiten zur Anlage bringbar sind, die in einer mit der Nuß (8) fest
verbundenen drehbaren Halterung (17) und an einer Position ausgebildet sind, die exzentrisch
bezüglich der virtuellen Dreheachse (8a) der Nuß (8) ausgebildet sind.
5. Antipanikstange mit Umkehrbarkeit für Nottüren gemäß Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das Vorhandensein einer Zusatzplatte (18) vorgesehen ist,
die an dem Rahmen (13) der schloßseitigen Halterung (6) über die Außenseite der Anlagewand
der schloßseitigen Halterung (6) an der Tür (1) befestigbar ist, daß die Zusatzplatte
(18) in Längsrichtung bezüglich einer Durchgangsöffnung (18a) für die Achse (8a) der
Nuß (8) unsymmetrisch ist, daß die Zusatzplatte (18) eine Länge aufweist, die größer
als die Länge des Rahmens (13) der schloßseitigen Halterung (6) ist, daß die Zusatzplatte
(18) eine Befestigungsbohrung (18c) aufweist, die in dem Längsabschnitt (18b) ausgebildet
ist, der über die Einheit mit der schloßseitigen Halterung (6) vorspringt, daß die
Zusatzplatte (18) glatt abschließend mit dem Deckel (14) der schloßseitigen Halterung
(6) über den gesamten Umfang mit Ausnahme des Teils angeordnet werden kann, der durch
den Überhang in Längsrichtung (18b) betroffen ist, und daß die Zusatzplatte (18) Öffnungen
(18d) aufweist, die in einer Form und Position derart angeordnet sind, daß wenn sich
der längsverlaufende Überhang (18b) auf irgendeiner der Enden der schloßseitigen Halterung
(6) befindet, diese Öffnungen (18d) mit den Mitteln zur Befestigung der Zusatzplatte
selbst an dem Rahmen der schloßseitigen Halterung (6) und schließlich zur Befestigung
der letzteren an der Tür (1) zusammenwirken.
6. Antipanikstange mit Umkehrbarkeit für Nottüren nach den Ansprüchen 1 und 3,
dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Ausführungsform der Antipanikstange (2) für
ein Anbauschloß mit einer einzigen Verschlußstelle mittels eines in der schloßseitigen
Halterung (6) ausgebildeten Riegels (19) vorgesehen ist, daß jeder der ersten (11)
und zweiten (12) Schwenkhebel die ersten (11b) und zweiten (12b) Kanten aufweist,
die in der Ruhestellung gegen jeweilige erste (19b) und zweite (19c) Zapfen zur Anlage
kommen, die in einem Endteil (19a) des Riegels (19) ausgebildet sind, der im Inneren
der schloßseitigen Halterung (6) untergebracht ist, wobei der Endteil (19) drehbar
gegenüber einem Stift (20) eingebaut ist, auf dem der Riegel (19) zwischen vorspringenden
und zurückgezogenen Stellungen bezüglich der schloßseitigen Halterung (6) verschwenkbar
ist, und daß die ersten (11b) und zweiten (12b) Kanten jeweilige gegeneinander versetzte
Positionen einnehmen können, die der unverschwenkten (Ruhestellung) oder verschwenkten
(Antriebsstellung) Stellung entsprechen, in denen jeweils der Riegel (19) die vorspringende
Stellung oder die Verschlußstellung bezw. die zurückgezogene Stellung oder Öffnungsstellung
einnimmt.
7. Antipanikstange mit Umkehrbarkeit für Nottüren gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß bezüglich der ersten (19b) und zweiten (19c) Zapfen des Riegels (19) erste und
zweite Sitze (21a, 21b) vorgesehen sind, die in einem Schwinghebel (21) ausgebildet
sind, der drehbar gegenüber einer Schwenkachse (22) befestigt ist, daß der Schwinghebel
(21) zwischen unverschwenkten (Ruhestellung) und verschwenkten (Antriebsstellung)
Stellungen verschwenkbar sind, die den genannten vorspringenden Stellungen (verriegeltes
Schloß und zurückgezogenen Stellungen (geöffnetes Schloß) des Riegels (19) entsprechen,
daß der Schwinghebel (21) ein Zwillingspaar voon fünften (21c) und sechsten (21d)
Kanten und ein Zwillingspaar von siebten (21f) und achten (21g) Kanten aufweist, daß
die gepaarten fünften (21c) und sechsten (21d) Kanten in der Ruhestellung gegen jeweilige
dritte (17a) und vierten (17b) Stirnseiten zur Anlage kommen können, die in einer
mit der Nuß (8) fest verbundenen drehbaren Halterung (17) und an einer Position ausgebildet
sind, die exzentrisch bezüglich der virtuellen Drehachse (8a) der Nuß (8) ist, und
daß die paarweise angeordneten siebten (21f) und achten (21g) Kanten in der Ruhestellung
gegen jeweilige fünfte (23a) und sechste (24a) Stirnseiten zur Anlage bringbar sind,
die dezentral in dritten (23) und vierten (24) Schwenkhebeln ausgebildet sind, wobei
diese dritten (23) und vierten (24) Schwenkhebel in der anderen dezentrierten Stellung
neunte (23b) und zehnte (24b) Kanten aufweisen, die in die Drehbewegungsbahn eines
Exzenters (25) eingreifen können, der von einem Schließzylinder (26) ausgeht, der
mittels eines Schlüssels (27) angetrieben wird.
8. Antipanikstange mit Umkehrbarkeit für Nottüren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß in einer Ausführungsform der Antipanikstange (2) für ein Anbauschloß,
das ausschließlich obere und untere Verschlußstellen aufweist, die jeweils in oberen
und unteren Schließblechen mittels entsprechender Riegel-Verschlußteile oder oberer
und unterer Verschlußteile (28, 29) wirken, daß jeder der ersten (11) und zweiten
(12) Schwenkhebel erste (11b) und zweite (12b) Kanten aufweist, die in der Ruhestellung
an jeweilige ersten (30a) und zweite (31a) Zapfen zur Anlage bringbar sind, die von
jeweiligen ersten oder unteren (30) und zweiten oder oberen (31) Schienen ausgehen,
wobei die ersten und zweiten Zapfen (30a, 31a) mit Gleitsitz durch jeweilige erste
(32a) und zweite (32b) Radialschlitze hindurchlaufen, die diametral gegenüberliegend
in einer Scheibe (32) ausgebildet sind, die frei drehbar und koaxial zu der Achse
(8a) der Nuß (8) angeordnet ist, und daß die Betriebspaare aus der ersten Kante und
dem ersten Zapfen (11b-30a) und der zweiten Kante und dem zweiten Zapfen (12b-31a)
derart angeordnet sind, daß wenn ein beliebiger der ersten (11) und zweiten (12) Schwenkhebel
sich ausgehend von der unverschwenkten Position auf die verschwenkte Position bewegt,
sich eine gegenseitige Annäherung der ersten und zweiten Schienen (30, 31) gegen die
elastische Rückholwirkung von Gegenwirkungsfedern ergibt.
9. Antipanikstange mit Umkehrbarkeit für Nottüren gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die ersten (30) und zweiten (31) Schienen jeweilige schrägverlaufende erste (30b)
und zweite (31b) Schlitze aufweisen, die mit Gleitsitz von jeweiligen dritten (34a)
und vierten (35a) Zapfen durchquert werden, die von fünften (34) und sechsten (35)
Hebeln ausgehen, die frei drehbar koaxial zu der Achse (8a) der Nuß (8) befestigt
sind, daß die fünften (34) und sechsten (35) Hebel jeweilige erste (34b) und zweite
(35b) Vorsprünge aufweisen, die jeweils gegen eine vierte (17b) und dritte (17a) Stirnseite
zur Anlage bringbar sind, die in einer mit der Nuß (8) fest verbundenen drehbaren
Halterung (17) ausgebildet sind, und daß die schrägver laufenden ersten (30b) und
zweiten (31b) Schlitze derart ausgerichtet sind, daß sie durch die jeweiligen dritten
(34a) und vierten (35a) Zapfen bei der genannten Bewegung der gegenseitigen Annäherung
zwischen den ersten und zweiten Schienen (30, 31) durchlaufen werden.
10. Antipanikstange mit Umkehrbarkeit für Nottüren gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die oberen und unteren Verschlußteile (28, 29) untereinander gleich sind und eine
Klemmbacke (36-37), einen Klemmbackenschlitten (41), einen Schlepparm (42), eine Rückholfeder
(43), einen Riegel (44), ein Gehäuse (459 und einen abnehmbaren Deckel (46) aufweisen,
daß die Klemmbacke (36-37) aus einer festen (36) und einer beweglichen (37) Klemmbacke
besteht, die zusammen einen angenähert zylindrischen Mitteldurchgang mit veränderlicher
Abmessung und seitlliche Flügel aufweisen, die mittels Befestigungsschrauben (28)
verbunden sind, wobei der Mitteldurchgang eine minimale Abmessung mit Preßsitz bezüglich
des Außendurchmessers einer Stange (39) aufweist, die an der entsprechenden der Schienen
(30, 31) befestigt ist, daß die bewegliche Klemmbacke (37) eine dritte Schraube (40)
aufweist, die durch diese Klemmbacke hindurch einschraubbar ist, daß der Klemmbackenschlitten
(41) in Vertikalrichtung in dem Rahmen (45) zwischen normalerweise vorspringenden
Positionen des Riegels (44) und mit Kraft gegen die Rückholfeder (43) zurückgezogenen
Stellungen des Riegels (44) geführt ist, daß der Schlepparm (42) mit dem Riegel (44)
verbunden ist und gegenüber dem Klemmbackenschlitten (41) beweg lich ist, wobei diese
Relativbewegung entsprechend den vorspringenden und zurückgezogenen Stellungen des
Riegels (44) beschränkt ist, und daß die Rückholfeder (43) zwischen der Drehachse
(44a) des Riegels (44) und dem Schlepparm (42) eingebaut ist und der Rahmen (45) einen
U-förmigen Querschnitt mit gleicher Breite wie die schloßseitige Halterung (6) aufweist.
11. Antipanikstange mit Umkehrbarkeit für Nottüren gemäß den Ansprüchen 6 und 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Nuß (8) mit einer Halterung (17) fest verbunden ist, die diametral
gegenüberliegende radiale erste (17c) und zweite (17d) Ansätze aufweist, von denen
der eine oder der andere in Vertikalrichtung von einer Aussparung (47a) mit einem
komplementären Profil zu den radialen ersten und zweiten Ansätzen (17c, 17d) aufgenommen
werden kann, daß die Aussparung (47a) in einem gleitenden Riegelteil (47) ausgebildet
ist, der in Vertikalrichtungen zwischen unverriegelten und verriegelten Stellungen
geführt ist, daß auf dem Riegelteil (47) dritte (23) und vierte (24) Hebel eingebaut
sind, daß der Riegelteil (47) erste oder obere (47b) und zweite oder untere (47c)
Kanten aufweist, derart, daß in der unverriegelten Stellung die obere Kante (47b)
in Tangentialrichtung in eine Drehbewegungsbahn des Exzenters (25) eingreifen kann,
die in einer Richtung entgegengesetzt zur Öffnungsbewegungsbahn des Schlosses ausgeführt
wird, während in der verriegelten Stellung die Unterkante (47c) in Tangentialrichtung
in eine Drehbewegungsbahn des Exzenters (25) eingreifen kann, die in der gleichen
Richtung der Öffnungsbewegungsbahn und in einer Umdrehung vor der Öffnungsbewegungsbahn
ausgeführt wird.
12. Antipanikstange mit Umkehrbarkeit für Nottüren gemäß dem Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß eine vertikale Blattfeder (48) vorgesehen ist, die mit Druck gegen den Riegelteil
(47) derart anliegt, daß diese Blattfeder (48) ein erstes an dem Rahmen (13) der schloßseitigen
halterung (6) verankertes Ende (48a) und ein zweites Ende (48b) aufweist, das eine
konvexe Abbiegung (48c) in Richtung auf den Riegelteil (47) bildet, und daß die konvexe
Abbiegung (48c) mit dem einen oder anderen von ersten (47d) und zweiten (47f) Schlitzen
des Riegelteils (47) derart zusammenwirkt, daß der Einfall der konvexen Abbiegung
(48c) in diese ersten (47d) und zweiten (47f) Schlitze jeweils mit den unverriegelten
und verriegelten Stellungen des Riegelteils (47) zusammenfällt.
13. Antipanikstange mit Umkehrbarkeit für Nottüren nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Nuß (8) ein Vierkant (49) oder dergleichen eingebaut ist, der die Dicke
der Tür (1) durchquert und an einem äußeren Türgriff (50), vorzugsweise einem Handgriff
befestigt ist.
14. Antipanikstange mit Umkehrbarkeit für Nottüren nach Anspruch 7 und 11, dadurch gekennzeichnet,
daß der Exzenter (25) durch eine Stange (51) betätigt wird, die die Dicke der Tür
(1) durchquert und durch einen Schließzylinder (26) in Drehung angetrieben wird, der
an der Rückseite durch ein Schild (52) befestigt ist, an dem auch der Griff (50) gehaltert
ist.