[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Befestigen eines Fenstereinsatzes oder
dergleichen in einer Leibungsrahmen-Einbauzarge, wobei die Einbauzarge eine mindestens
teilweise rahmeninnenseitig umlaufende Anschlagkante sowie mindestens eine Bohrung
aufweist.
[0002] Leibungsrahmen-Einbauzargen, z.B. aus Polymerbeton gefertigt, sind bekannt. Derartige
Einbauzargen werden in einem Stück gegossen und entsprechen in den Außenmaßen den
Nennmaßen des Mauerwerksbaus. Für unterschiedliche Wanddicken existieren entsprechende
Leibungsrahmen unterschiedlicher Tiefen.
[0003] Das bei der Erstellung der Außenwand eingemauerte oder einbetonierte Bauteil Leibungsrahmen
bildet die Grundlage für maßlich abgestimmte Systemfenster. Der Leibungsrahmen selbst
ist kostensparend verarbeitbar und es ist der Einbau ohne zusätzlichen Sturz möglich.
[0004] Beim Einsatz eines Leibungsrahmens ist das Mauern von Fensteranschlägen und das Putzen
der Fensterleibung nicht mehr notwendig. Gleichzeitig entfällt das Einputzen der Fenster.
Ebenso kann durch Verwendung von Leibungsrahmen das Anbringen von Eckschutzschienen
an den Innenkanten der Fensteröffnung entfallen, da der Leibungsrahmen putzbündig
einbaubar ist. Auch ist es bei einschaligem Mauerwerk möglich, auf den Einbau der
inneren und äußeren Solbank zu verzichten.
[0005] Durch die Trennung des Leibungsrahmens vom Fenstereinsatz entsteht der Vorteil, daß
letzterer nicht während des Betoniervorganges oder der Mauerarbeiten verunreinigt
oder beim Ein- und Ausschalen beschädigt werden kann. Dies gilt insbesondere dann,
wenn es sich um einen hochwertigen Fenstereinsatz handelt, wobei das Glas, die Drehkippbeschläge
und die oberflächenfertigen Fensterrahmen nicht durch z.B. durchsickernde Zementschlemme
verunreinigt werden können.
[0006] Das nachträgliche Einsetzen des Fensters in den Leibungsrahmen erfolgt derart, daß
der Fenstereinsatz an einer unteren Kante oder Nut des Leibungsrahmens aufgesetzt
und dann hin zu einer mindestens teilweise umlaufenden Anschlagkante gedrückt wird.
Anschließend wird der Fenstereinsatz mit dem Leibungsrahmen seitlich verschraubt,
wofür der Leibungsrahmen Bohrungen mit einem Gewinde oder umfassend eine Gewindehülse
aufweist.
[0007] Unter Baustellenbedingungen ist es jedoch problematisch, eine Befestigungsschraube
in die Durchgangsöffnung im Fensterrahmen einzufädeln, die richtige Position, bezogen
auf die Gewindebohrung zu finden, und die formschlüssige Verbindung herzustellen.
Dies insbesondere deshalb, da Verschmutzungen der Bohrung im Leibungsrahmen, insbesondere
in Form des Zusetzens einzelner Gewindegänge, mit der Folge auftreten können, daß
ein vollständiges Eindrehen der Schraube nicht oder nur mit großem Kraftaufwand möglich
ist.
[0008] Darüber hinaus werden die Befestigungsmittel, nämlich Schrauben und entsprechende
Unterlegscheiben, als Beipack geliefert und es besteht die Gefahr, daß diese Befestigungsmittel
beim Transport oder auf der Baustelle verloren gehen.
[0009] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Einrichtung zum befestigen eines Fenstereinsatzes
oder dergleichen in eine Leibungsrahmen-Einbauzarge anzugeben, mit deren Hilfe der
Montagevorgang vereinfacht, die Montagezeit verringert und die Montagesicherheit erhöht
ist.
[0010] Die Lösung der Aufgabe der Erfindung erfolgt mit einem Gegenstand nach den Merkmalen
des Patentanspruches 1, wobei die Unteransprüche mindestens zweckmäßige Ausgestaltungen
und Weiterbildungen umfassen.
[0011] Einem Grundgedanken der Erfindung folgend wird von einer an sich bekannten Einbauzarge,
umfassend eine umlaufende innere Anschlagkante sowie mindestens eine Bohrung ausgegangen.
Im Gegensatz zum Bekannten, besitzt der Leibungsrahmen mindestens eine, zweckmäßigerweise
zwei gegenüberliegende in der Bohrung befestigte Rastfedern, welche beim Einsetzen
des Fenstereinsatzes in den Leibungsrahmen sich aus einer hervorstehenden, quasi entspannten
Position durch Entlanggleiten des Fenstereinsatzes an mindestens einer Gleitfläche
der Rastfeder in eine zurückgeschobene, gespannte Position bewegen.
Beim Erreichen der Arretierungs- oder Endposition des Fenstereinsatzes im Leibungsrahmen
entspannt sich die Rastfeder bzw. entspannen sich die Rastfedern und
rasten in ein Profil oder eine entsprechende Ausnehmung des Fenstereinsatzes ein.
[0012] Es wird als erfindungsgemäß beim Eindrücken des Fenstereinsatzes in den Leibungsrahmen
ein zeitweises Spannen der Rastfedern vorgenommen, wodurch sich diese zunächst vom
Fenstereinsatz weg in Richtung Leibungsrahmen hin bewegen. In dem Moment, wo der Fenstereinsatz
seine vorgegebene Endposition erreicht hat, entspannen sich die Rastfedern und werden
vom Profil des Fenstereinsatzes bzw. einer separat vorgesehenen Ausnehmung aufgenommen,
wodurch ein sicheres Befestigen des Fenstereinsatzes im Leibungsrahmen mit minimalem
montageseitigem Aufwand gegeben ist.
[0013] Gemäß einem weiteren Grundgedanken der Erfindung ist der Fenstereinsatz im Zusammenwirken
mit einer umlaufenden elastischen Dichtung und durch eine Rastkante der Feder, die
im bzw. am Profil des Fenstereinsatzes anliegt, mit einer zusätzlichen radialen Kraft
beaufschlagt, die zu einem Spannen der elastischen Dichtung führt, so daß die erforderliche
Dichtheit unter thermischen und Feuchtigkeitsaspekten gewährleistet ist.
[0014] Erfindungsgemäß wird die Rastfeder entweder mittels eines Bolzens in der entsprechenden
Bohrung des Leibungsrahmens lösbar befestigt oder es besitzt die Rastfeder eine mit
ihr einstückig ausgebildete Verkrallung, die ebenfalls Federeigenschaften besitzt,
wobei die Verkrallung in die Bohrung des Leibungsrahmens eingepresst oder eingedrückt
wird und dort zur Befestigung dient.
[0015] Eine bevorzugte Ausführungsform der Rastfeder geht auf eine einlagige Blattfeder
zurück, wobei diese Blattfeder bezogen auf die Befestigungsfläche für den Bolzen bzw.
die Verkrallung symmetrische Schenkel aufweist. Die Schenkel sind abgewinkelt ausgebildet,
so daß sich die entsprechende Spannung beim Einsetzen des Fenstereinsatzes während
des eigentlichen Einsetzvorganges sowie das gewünschte Entspannen bei dem Erreichen
der Arretierungsposition ergibt.
[0016] Um neben dem leichten Einrasten der Rastfeder in das Profil des Fenstereinsatzes
gleichzeitig eine vorteilhafte Zentrierung des Fenstereinsatzes zu ermöglichen, sind
Gleitflächen an der Rastfeder vorgesehen. Die Gleitflächen der Rastfeder werden durch
abgewinkelte Schenkel gebildet, welche bezogen auf die Einbaurichtung des Fenstereinsatz
jeweils eine Schräge, d.h. eine Anlauffläche aufweisen.
[0017] Alternativ kann gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung die Rastfeder
als eine in der Bohrung befestigte Schraubenfeder mit am freien Ende der Feder angeordneter
Gleitfläche ausgebildet sein.
[0018] Erfindungsgemäß ist zur Demontage des Fenstereinsatzes ein innenraumseitiger Spalt
im Leibungsrahmen und Fenstereinsatz vorgesehen. Mittels eines Werkzeuges, daß in
diesen Spalt eingeführt wird, kann nun ein manuelles Zurückdrücken der Feder aus der
Arretierungsposition heraus erfolgen, so daß entgegen der Montagerichtung der Fenstereinsatz
aus dem Leibungsrahmen entnommen werden kann.
[0019] Beim Erreichen der Arretierungsposition fixiert die Rastfeder im Zusammenwirken mit
dem Profil oder der entsprechenden Ausnehmung am Fenstereinsatz letzteren im Leibungsrahmen,
wobei weitere manuelle Befestigungsaktivitäten, wie das Anziehen einer Schraube oder
dergleichen entfallen können.
[0020] Wie erwähnt, wird in vorteilhafter Weise zwischen der Anschlagkante und den entsprechenden
gegenüberliegenden Flächen des Fenstereinsatzes eine umlaufende elastische Dichtung
angeordnet, die beim Eindrücken bzw. Montieren des Fenstereinsatzes im Leibungsrahmen
zusammengepreßt wird. In dem Fall, wo der Fenstereinsatz bzw. die Rastfeder seine
vorgegebene Arretierungs- oder Endposition erreicht hat, findet auch ein teilweises
Entspannen der umlaufenden elastischen Dichtung statt, wodurch sich der Sitz der Rastfeder
in dem entsprechenden Profil verbessert.
[0021] Vorteilhafterweise können außen umlaufend am Fenstereinsatz an den Stellen, wo entsprechende
Außenflächen des Fenstereinsatzes mit den Gleitflächen der Rastfeder in Kontakt kommen,
schräge Anlaufflächen ausgebildet sein, so daß weder die Feder überdehnt noch zu hohe
Kräfte beim Montieren des Fenstereinsatz im Leibungsrahmen notwendig werden.
[0022] Mittels der erfindungsgemäßen Einrichtung zum Befestigen eines Fenstereinsatzes gelingt
es, den Montagevorgang erheblich zu vereinfachen, indem das manuelle Einführen einer
Befestigungsschraube oder dergleichen in eine Gewindebohrung, die sich im Leibungsrahmen
befindet, nicht mehr notwendig wird. Dadurch, daß die spezielle Rastfeder zwar auswechselbar,
jedoch mit dem Leibungsrahmen an sich verbunden ist, ist das zusätzliche Liefern von
Beipackmaterial, enthaltend z.B. Schrauben, Unterlegscheiben und dergleichen, nicht
mehr notwendig.
[0023] Möglicherweise vorhandenes Spiel aufgrund von Toleranzen bei der Ausbildung der Rastfeder
und/oder des Profils bzw. der Ausnehmungen im Fenstereinsatz, können durch die elastische
Wirkung einer umlaufenden Dichtung zwischen Anschlagkante und Fenstereinsatz weitgehend
ausgeglichen werden.
[0024] Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles sowie unter Zuhilfenahme
von Figuren näher erläutert werden.
[0025] Hierbei zeigen:
- Fig. 1a bis c
- verschiedene Ansichten einer Rastfeder gemäß einem Ausführungsbeispiel in Blattfederausführung;
- Fig. 2
- verschiedene Ansichten eines Befestigungsbolzens zum Fixieren der Rastfeder mittels
einer Bohrung in der Leibungsrahmen-Einbauzarge;
- Fig. 3a und b
- verschiedene Ansichten einer Rastfeder in Form einer Blattfeder mit einer vorgesehenen
Verkrallung zum Fixieren in einer Bohrung der Leibungsrahmen-Einbauzarge;
- Fig. 3c
- eine Abwicklung der Rastfeder gemäß den Figuren 3a und b mit erkennbarer Verkrallung;
- Fig. 4
- einen Schnitt einer Draufsicht sowie einen Schnitt einer Seitenansicht eines Leibungsrahmens
mit vorbereitetem Fenstereinsatz und leibungsrahmenseitig montierter Rastfeder;
- Fig. 5
- einen Schnitt einer Draufsicht sowie einen Schnitt einer Seitenansicht in einem weiteren
Montageschritt des Fenstereinsatzes, wobei die Rastfeder sich bereits im vorgespannten
Zustand befindet und
- Fig. 6
- einen Schnitt einer Draufsicht sowie einen Schnitt einer Seitenansicht des Leibungsrahmens
mit montiertem Fenstereinsatz in End- bzw. Arretierungsposition des letzteren, wobei
die Rastfeder sich im entspannten Zustand und innerhalb eines Profils bzw. einer Ausnehmung
des Fenstereinsatz einrastend befindet.
[0026] Anhand der Figur 1 soll zunächst ein Ausführungsbeispiel einer Rastfeder 1 beschrieben
werden.
[0027] Die Rastfeder 1 ist im gezeigten Beispiel als einlagige Blattfeder mit symmetrisch
gegenüberliegenden Schenkeln 2 und 3 ausgebildet, die eine im wesentlichen ebene Befestigungsfläche
4 einschließen.
[0028] Wie anhand der Draufsicht gemäß der Fig. 1c zu erkennen, weist die Befestigungsfläche
4 eine Bohrung 5 zur Aufnahme eines Befestigungsbolzens (s. Fig. 2) auf. Die Vorderansicht
der Rastfeder 1 gemäß Fig. 1b läßt deutlich die abgewinkelten Schenkel 2 und 3 erkennen,
die beim späteren Zusammenwirken mit den entsprechenden Flächen des Fenstereinsatzes
für die notwendige Spannung und Entspannung Sorge tragen.
[0029] Wie anhand der Fig. 1a und 1c deutlich wird, weisen die Schenkel 2 und 3 jeweils
Gleitflächen 6 auf und besitzen eine Rastkante 7. Beim Montieren des Fenstereinsatzes
gleitet eine entsprechende Anlauffläche an der Gleitfläche 6 entlang und übt eine
Kraft auf den jeweiligen Schenkel 2, 3 aus, so daß sich dieser von einer hervorstehenden
entspannten Position in eine zurückgeschobene gespannte Position bewegt und wobei
beim Erreichen der Arretierungsposition des Fenstereinsatzes im Leibungsrahmen ein
Entspannen der Schenkel 2 und 3 erfolgt.
[0030] Bei dem in der Fig. 2 beispielhaft gezeigten Befestigungsbolzen 8 ist eine Ausführungsform
mit teilweisem Längsschlitz 9 vorgesehen, der eine gewisse Federwirkung des Bolzens
8 beim Einpressen bzw. Einschlagen in die Bohrung des Leibungsrahmens sicherstellt.
Der Bolzen kann zusätzlich über eine Preßfläche 10 verfügen, die auch eine gerillte
oder geriffelte Form aufweisen kann, wodurch sich der Sitz des Befestigungsbolzens
8 in der entsprechenden Bohrung im Leibungsrahmen erhöht.
[0031] Anhand der Fig. 3a bis c soll in einem weiteren Ausführungsbeispiel eine einlagige
Blattfeder 11 beschrieben werden, die hinsichtlich der Ausführungsform der Schenkel
2 und 3 derjenigen, wie anhand der Fig. 1a bis c beschrieben, entspricht.
[0032] Im Unterschied zur voranstehend beschriebenen Rastfeder 1 besitzt die spezielle einlagige
Blattfeder 11 eine in der Figur 3b zu erkennende U-förmige Verkrallung 12. An den
Schenkeln 13 der Verkrallung 12 sind Rastzähne 14 vorgesehen, die ein Festkrallen
und Verklemmen der einlagigen Blattfeder mittels der Verkrallung 12 bzw. der Schenkel
13 in der zugehörigen Bohrung der Leibungsrahmen-Einbauzarge ermöglichen.
[0033] Die einlagige Blattfeder 11 gemäß den Figuren 3a und b kann, wie anhand der Abwicklung
gemäß Fig. 3c zu erkennen, in einfacher Weise einstückig ausgebildet werden, wodurch
sich nicht nur die Kosten bei der Vormontage der Rastfeder in der Leibungsrahmen-Einbauzarge
reduzieren sondern die Kosten insgesamt gering gehalten werden können, da es nicht
notwendig ist, einen separaten Befestigungsbolzen vorzusehen.
[0034] Die einzelnen Schritte der Montage des Fenstereinsatzes in die zugehörige Leibungsrahmen-Einbauzarge
sollen anhand der Fig. 4 bis 6 näher erläutert werden.
[0035] Die Fig. 4 zeigt in einem oberen Teil einen Schnitt durch eine Draufsicht der Leibungsrahmen-Einbauzarge
20 mit an einer Seitenwandung innenraumseitig befestigter Rastfeder 1. Beim gezeigten
Beispiel gemäß Fig. 4 ist die Rastfeder 1 mittels dem erwähnten Befestigungsbolzen
8 in einer Leibungsrahmenbohrung 21 fixiert.
[0036] Dieses Befestigen der Rastfeder 1 mittels des Befestigungsbolzens 8 geschieht dadurch,
daß der Bolzen zunächst durch die Bohrung 5 der Rastfeder 1 geführt und anschließend
mit einem Hammerschlag in die Bohrung 21 eingetrieben bzw. eingepreßt wird. Weitere
Werkzeuge sind zur Vormontage der Rastfeder 1 im Leibungsrahmen 20 bzw. in der Bohrung
21 nicht notwendig.
[0037] Bei dem Schnitt durch eine Seitenansicht gemäß dem unteren Teil der Fig. 4 ist die
Einbauposition der Rastfeder 1, hier wiederum als einlagige Blattfeder 11 ausgebildet,
zu erkennen.
[0038] Der Fenstereinsatz 22, bestehend aus Fensterflügel 23 und Blendrahmen 24, wird nun
in eine untere Ausnehmung 25 des Leibungsrahmens 20 mit einer entsprechenden Kante
26 in Pfeilrichtung eingesetzt.
[0039] Gemäß Fig. 5 wird nun wiederum in Pfeilrichtung der Fenstereinsatz 22 weiter in Richtung
Einbaulage bzw. Arretierungsposition bewegt, wobei ein umfangsmäßiger Abschnitt des
Blendrahmens 24 mit den Gleitflächen 6 der Rastfeder 1 in Wirkverbindung tritt, und
die Rastfeder 1 von einer entspannten Position durch Entlanggleiten des Fenstereinsatzes
22 bzw. des Blendrahmens in eine zurückgeschobene, gespannte Position bewegt wird.
Bei dieser Bewegung erfolgt gleichzeitig ein seitliches Zentrieren des gesamten Fenstereinsatzes
22. Ebenso ist im oberen Teil der Fig. 5 eine umlaufende elastische Dichtung 27 zum
Abdichten des einzusetzenden Fenstereinsatzes 22 zu erkennen.
[0040] Es ist anhand der Fig. 5 nachvollziehbar, wie die Gleitflächen der Rastfeder, die
durch die abgewinkelten Schenkel gebildet werden, gespannt und hin zum Leibungsrahmen
20 gedrückt bzw. bewegt werden. Dieses Drücken und Bewegen erfolgt solange, bis die
Rastfeder 1; 11 in ein umlaufendes Profil oder eine Ausnehmung 28 des Fenstereinsatzes
22 unter Entspannung eingreifen kann. Hierbei gelangt nun die Rastfeder 1; 11 mit
ihrer Rastkante 7 (Fig. 1a bis c) in Anschlag mit einer entsprechenden Innenkante
des Profils bzw. der Ausnehmung 28 im Fenstereinsatz 22. In diesem Zustand befindet
sich die umlaufende Dichtung 27 in Preßsitz zwischen der Anschlagkante 29, die rahmeninnenseitig
am Leibungsrahmen 20 vorgesehen ist und auf die entsprechende gegenüberliegende Fläche
des Blendrahmens 24 des Fenstereinsatzes 22 bezogen. Es ist ersichtlich, daß durch
einen Spalt 30 zwischen der Leibungsrahmen-Einbauzarge 20 und dem Fenstereinsatz 22,
der sich innenraumseitig hin ergibt, leicht ein Werkzeug, z.B. ein Schraubendreher,
eingeführt werden kann, mit dessen Hilfe die Rastfeder 1 bzw. 11 in Richtung zum Leibungsrahmen
20 hin zusammengedrückt werden kann, wodurch eine Demontage des Fenstereinsatzes 22
erreicht werden kann.
[0041] Alternativ kann gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel in der Bohrung 21 im Leibungsrahmen
22 eine Schraubenfeder angeordnet sein, die einen Abschnitt aufweist, der mit einer
Gleitfläche versehen ist.
[0042] In diesem Fall wird die Schraubenfeder beim Bewegen des Fenstereinsatzes hin zur
End- oder Arretierungsposition zusammengedrückt und kann sich beim Erreichen einer
entsprechenden Lage bezogen auf das Profil bzw. die entsprechende Ausnehmung im Fenstereinsatz
entspannen, wodurch ebenso wie beim Ausführungsbeispiel mit einer Blattfeder ein sicheres
Arretieren des Fenstereinsatz im Leibungsrahmen bei gleichzeitiger Möglichkeit der
Austauschbarkeit gegeben ist.
[0043] Die Schraubenfeder besitzt zweckmäßigerweise eine konisch verlaufende Wendel, die
in die Bohrung 21 teilweise eingedrückt wird, so daß ohne weitere Befestigungsmittel
die als Schraubenfeder ausgebildete Rastfeder vormontiert bzw. befestigt werden kann.
[0044] Alles in allem wird gemäß den vorangegangenen Ausführungsbeispielen eine Lösung aufgezeigt,
bei der ein Verschrauben oder Lösen einer derartigen Verbindung zwischen Fenstereinsatz
und Leibungsrahmen zum Montieren oder Demontieren nicht mehr erforderlich ist.
[0045] Insgesamt führt die im Ausführungsbeispiel beschriebene Einrichtung zum Befestigen
eines Fenstereinsatzes oder dergleichen in eine Leibungsrahmen-Einbauzarge zu einer
wesentlich effektiveren Montage und Demontage, ohne daß ein aufwendiges Einfädeln
und Herstellen einer Schraubverbindung zwischen Fenster und Zarge notwendig ist. Bei
der gezeigten Arretierungslösung kann die ansonsten erforderliche zusätzliche Lieferung
von Arretierungsmitteln in Form eines Beipacks von Schrauben, Gewindehülsen und Unterlegscheiben
oder dergleichen entfallen.
1. Einrichtung zum Befestigen eines Fenstereinsatzes oder dergleichen in eine Leibungsrahmen-Einbauzarge,
wobei die Einbauzarge eine mindestens teilweise rahmeninnenseitig umlaufende Anschlagkante
sowie mindestens eine Bohrung aufweist,
gekennzeichnet durch
mindestens eine an der Innenseite der Leibungsrahmen-Einbauzarge (20) in der Bohrung
(21) befestigbare Rastfeder (1), welche beim Einsetzen des Fenstereinsatzes (23) sich
aus einer hervorstehenden, entspannten Position durch Entlanggleiten an einer Gleitfläche
(6) der Rastfeder (1) in eine zurückgeschobene, gespannte Position bewegt und die
sich beim Erreichen der Arretierungsposition mindestens teilweise entspannt und in
ein Profil oder eine Ausnehmung (28) des Fenstereinsatzes (22) einrastet, wobei die
Rastfeder (1) eine mit der Feder einstückig ausgebildete Verkrallung (12) zum Befestigen
aufweist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Rastfeder (1) eine ein- oder mehrlagige Blattfeder (11) mit bezogen auf die Befestigungsfläche
(4) für einen Befestigungsbolzen (8) oder die Verkrallung (12) symmetrischen Schenkeln
(13) ist, wobei im Einbauzustand und in der Arretierungsposition hinsichtlich einer
Anschlagkante des Profils oder der Ausnehmung (28) des Fenstereinsatzes (22) die Schenkel
(13) abgewinkelt ausgebildet sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Gleitflächen (6) der Rastfeder (11) durch die abgewinkelten Schenkel (13) gebildet
werden, welche bezogen auf die Einbaurichtung des Fenstereinsatzes (22) jeweils eine
Schräge aufweisen.
4. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Rastfeder eine in der Bohrung (21) befestigte Schraubenfeder mit am freien Ende
der Feder angeordneter Gleitfläche ist.
5. Einrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, daß
daß zur Demontage des Fenstereinsatzes (22) durch Zurückdrücken der Rastfeder (1;
11) aus der Arretierungsposition ein innenraumseitiger Spalt (30) zwischen Leibungsrahmen
(20) und Fenstereinsatz (22) vorgesehen ist.
6. Einrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen der Anschlagkante (29) des Leibungsrahmens (20) und der gegenüberliegenden
Seite des Fenstereinsatzes (22) eine umlaufende, elastische Dichtung (27) angeordnet
ist, wobei die Dichtung (27) beim Einsetzen des Fenstereinsatzes (22) und Bewegen
der Rastfeder (1; 11) oder des Fenstereinsatzes in die Arretierungsposition zusammengepreßt
wird und infolgedessen eine zusätzliche radiale Arretierungskraft zwischen eine Raztkante
(7) der Feder, die an einer entsprechenden Kante des Profils oder der Ausnehmung (28)
des Fenstereinsatzes (22) anliegt und der Befestigung der Rastfeder (1; 11) in der
Bohrung (21) im Leibungsrahmen (20) wirkt.
7. Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
mehrere, zweckmäßigerweise am Leibungsrahmen (20) seitlich gegenüberliegende Rastfedern
(1; 11) mit dem entsprechenden Profil bzw. entsprechenden Ausnehmungen (28) im Fenstereinsatz
(22) zusammenwirken.