[0001] Die Erfindung betrifft eine Kontaktfeder für ein elektrisch zu kontaktierendes Bauelement
und weist einen elektrischen Anschluß für einen Leiter auf.
[0002] Eine derartige Kontaktfeder ist aus GB-A-2 049 307 bekannt. Die Kontaktfeder ist
in einem Isoliergehäuse eingebaut und klemmfixiert einen in das Isoliergehäuse eingeführten
Leiter zu dessen mechanischer und elektrischer Fixierung mit der Kontaktfeder. Dem
Leiteranschluß in Zuführrrichtung des Leiters gegenüberliegend weist die Kontaktfeder
eine Steckbuchse auf. Die Steckbuchse dient dem Anschluß eines Kabelendes.Hierdurch
entsteht eine elektrische Steck-Kontaktierung zwischen dem in die Steckbuchse eingesteckten
Bauelement und dem Leiteranschluß der Kontaktfeder.
[0003] Nachteilig an der vorbekannten Kontaktfeder ist es, daß die Zuführrichtung des Leiters
und die Steckrichtung der Steckbuchse parallel verlaufen. Hierdurch erfordern die
Kontaktfeder und deren Isoliergehäuse am Einbauort einen verhältnismäßig großen Raumbedarf.
In besonders beengten Einbauverhältnissen ist diese Kontaktfeder oftmals nicht einsetzbar,
weil nicht genügend Spielraum für die Steckkontaktierung und für das Lösen dieser
Steckkontaktierung vorhanden ist. Die Steckkontaktierung ist dann entweder überhaupt
nicht möglich oder ist mit einem derart hohen Montageaufwand verbunden, daß mechanische
Beschädigungen der Kontaktfeder und/oder des steckkontaktierten Bauelementes zu befürchten
sind. Der durch die Anordnung von Leiteranschluß und Steckbuchse stark eingeschränkte
Einsatzbereich der Kontaktfeder macht deren Herstellung oftmals unwirtschaftlich.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Einsatzmöglichkeiten der Kontaktfeder
zu verbessern.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Merkmalskombination des Anspruches 1 gelöst.
[0006] Nach der Lehre des Anspruches 1 weist die Kontaktfeder mehrere Buchsenkontakte zur
Steckkontaktierung jeweils eines elektrischen Bauelementes auf. Dabei liegen die üblicherweise
rechtwinklig zur Steckrichtung angeordneten Stecköffnungen mindestens zweier Buchsenkontakte
in unterschiedlichen Ebenen ein. Zwei unterschiedliche Ebenen können in einem beliebigen
Winkel zueinander stehen. Auch zwei zueinander parallel verlaufende Außenflächen der
Kontaktfeder bilden zwei unterschiedliche Ebenen. Selbstverständlich können in einer
einzigen Ebene mehrere Buchsenkontakte angeordnet sein. Die in unterschiedlichen Ebenen
einliegenden Stecköffnungen der Buchsenkontakte ermöglichen einen multifunktionellen
Einsatz der Kontaktfeder. Am Einbauort kann aus mehreren möglichen Einbaulagen der
Kontaktfeder diejenige Einbaulage ausgewählt werden, die für die Montage der Kontaktfeder,
sowie für die Handhabung des an die Kontaktfeder anzuschließenden Leiters und des
steckkontaktierbaren Bauelementes am günstigsten ist. Dies wirkt sich raumsparend
und montageerleichternd für ganze elektrische Funktionseinheiten oder elektrische
Geräte aus, die in Kombination mit Kontaktfedern verwendet werden. Die erfindungsgemäßen
Buchsenkontakte erhöhen ganz erheblich die Variabilität der Kontaktfeder und deren
Flexibilität während der Montage auch bei schwierigen Einbauverhältnissen.
[0007] Die Buchsenkontakte der Kontaktfeder gewährleisten, daß die einzusteckenden Bauelemente
von verschiedenen Seiten her montagetechnisch einfach an der Kontaktfeder mechanisch
und elektrisch fixierbar sind.
[0008] Mehrere Bauelemente können mit der Kontaktfeder gleichzeitig steckkontaktiert sein.
Hierbei ermöglichen die in unterschiedlichen Ebenen einliegenden Stecköffnungen der
Buchsenkonttakte wiederum, daß diese Bauelemente von unterschiedlichen Seiten her
mit der Kontaktfeder steckkontaktierbar sind. Dadurch wird eine vorbestimmte Montageanordnung
zwischen Kontaktfeder und Bauelement bzw. Bauelementen vermieden. Vielmehr kann während
der Steckmontage eine besonders günstige, insbesondere raumsparende Anordnung zwischen
den vorgenannen Bauteilen ausgewählt werden. Dies ist insbesondere bei den oftmals
unterschiedlichen oder sich ändernden konstruktionstechnischen Ausgestaltungen der
zu kontaktierenden Bauelemente von Vorteil.
[0009] Üblicherweise ermöglichen die Buchsenkontakte eine lösbare Steckkontaktierung. Vorzugsweise
sind die Buchsenkontakte federelastisch ausgebildet und können die steckkontaktierten
Bauelemente mit einer mechanischen Vorspannung aufnehmen. Hierdurch sind die steckkontaktierten
Bauelemente mit einer guten Haltekraft an der Kontaktfeder fixiert.
[0010] Ein einzelner Buchsenkontakt kann auch allein für eine mechanische Fixierung der
gesamten Kontaktfeder verwendet werden. Hierzu nimmt dieser Buchsenkontakt z.B. einen
elektrisch isolierten Fixierstift auf. Die anderen Buchsenkontakte können weiterhin
zur elektrischen Kontaktierung von Bauelementen dienen.
[0011] Die erfindungsgemäße Kontaktfeder ermöglicht eine besonders einfache und mechanisch
stabile Steckverbindung zwischen der Kontaktfeder und dem zu kontaktierenden Element.
Bei diesem Element handelt es sich insbesondere um einen Kontaktstift der Leiterplatte,
der auf der Leiterplatte unterschiedlich positioniert sein kann. Bei dieser

indirekten" Steckmontage zwischen Kontaktfeder und Leiterplatte ergeben sich im Vergleich
zu einem direkten Aufstecken des Steckverbinders an einem Leiterplattenrand (

direkte" Steckmontage) variablere Positioniermöglichkeiten für den Steckverbinder
an der Leiterplatte.
[0012] Gemäß Anspruch 2 stehen die Steckrichtungen zweier benachbarter Buchsenkontakte rechtwinklig
zueinander. Dies ist eine bevorzugte Kombination von Steckrichtungen, um gleichzeitig
mehrere Bauelemente steckkontaktieren und raumsparend an der Kontaktfeder anordnen
zu können. Außerdem unterstützen rechtwinklig zueinanderstehende Steckrichtungen eine
einfache Konstruktionsform der Kontaktfeder und deren automatisierte Herstellung.
[0013] Nach der Lehre des Anspruches 3 ist der Buchsenkontakt nach Art eines sogenannten
Tulpenkontaktes ausgebildet. Hierzu ist der Tulpenkontakt von einer zylindrischen
Stecköffnung durchsetzt, deren Öffnungsrand in Steckrichtung des zu kontaktierenden
Elementes umgebördelt ist. Dieser Buchsenkontakt verbessert die mechanische Stabilität
der Steckverbindung.
[0014] Anspruch 4 stabilisiert die Steckmontage zusätzlich. Außerdem ist der Tulpenkontakt
durch seinen Diametralschlitz federkontaktartig an unterschiedlich dimensionierte
Kontaktstifte oder zu kontaktierende Elemente anpaßbar.
[0015] Gemäß Anspruch 5 mündet mindestens eines der beiden Diametralenden des Buchsenschlitzes
in eine Ausnehmung der Kontaktfeder. Die Ausnehmung durchsetzt üblicherweise eine
Außenfläche der Kontaktfeder und ermöglicht eine verbesserte Federelastizität des
Buchsenkontaktes. Dies unterstützt die Steckkontaktierung eines Bauelementes mit guter
Haltekraft am Buchsenkontakt.
[0016] Anspruch 6 unterstützt die Herstellung und den Einsatz der Kontaktfeder als kostengünstigen
Massenartikel.
[0017] Anspruch 7 schafft eine besonders stabile Ausgestaltung der Kontaktfeder, wobei die
über den Federgrundkörper hinausstehenden Teilstreifen einstückiger Bestandteil der
Kontaktfeder sind. Ein oder mehrere Buchsenkontakte lassen sich fertigungstechnisch
einfach z.B. durch ein Stanzbiegeverfahren in die Teilstreifen einarbeiten, wenn sich
die Kontaktfeder noch in ihrem Ausgangszustand befindet. Sämtliche Buchsenkontakte
lassen sich dann fertigungstechnisch einfach in einen einzigen Metallstreifen einarbeiten.
Diese Herstellung der Buchsenkontakte ist einfach automatisierbar und damit kostengünstig.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform verlaufen die Biegekanten der mindestens drei
gegeneinander abgebogenen Teilstreifen der Kontaktfeder parallel zueinander und verlaufen
in Zuführrichtung des Leiters. Die derart verlaufenden Biegekanten unterstützen einen
mechanisch stabilen Aufbau der Kontaktfeder und reduzieren ihren Verschleiß, der durch
an ihr angreifende Kräfte während der Kontaktierung der Bauelemente und des Leiters
hervorgerufen wird.
[0019] Gemäß Anspruch 8 wird mindestens ein Buchsenkontakt fertigungstechnisch einfach dadurch
hergestellt, daß die Kontaktfeder als weiteren Teilstreifen eine durch eine Biegekante
von der Federseitenwand getrennte Anschlußplatte aufweist. Diese Anschlußplatte trägt
mindestens einen Buchsenkontakt und steht im Biegeendzustand der Kontaktfeder rechtwinklig
zum Federgrundkörper und zur Federseitenwand.
[0020] Gemäß Anspruch 9 beaufschlagt die Kontaktfeder den in das Isoliergehäuse eingeführten
Leiter unmittelbar mit Federkraft. Durch ihre Federelastizität paßt sich das Anschlußende
an unterschiedliche Außenkonturen des Leiters bzw. des Leiterendes an, ohne daß hierbei
Einbußen bei der elektrischen Anschlußsicherheit des Leiters entstehen. An der erfindungsgemäßen
Kontaktfeder können deshalb unterschiedliche Leitertypen durch einen einfachen Steckvorgang
an die Kontaktfeder angeschlossen werden. Dies unterstützt die universelle Anwendbarkeit
der erfindungsgemäßen Kontaktfeder. So kann z.B. auch das abisolierte Leiterende eines
herkömmlichen Leiters an die Steckverbinder angeschlossen werden. Vorteilhaft ist
es außerdem, daß die Kontaktfeder des Anschlußendes durch eine entsprechende Verarbeitung
der Kontaktfeder und/oder durch die Federkonstante des ausgewählten Federwerkstoffs
gewissermaßen vorprogrammierbar ist. Dadurch läßt sich das Anschlußende der Kontaktfeder
noch besser an unterschiedliche Leiterquerschnitte anpassen. Erfindungsgemäß ist es
deshalb ohne jegliche Konstruktionsänderungen möglich, daß konstruktiv identisch ausgebildete
Kontaktfedern Anschlußenden mit unterschiedlicher Federkraft aufweisen, wenn an eine
mehrpolige Einheit mit mehreren Kontaktfedern Leiter mit unterschiedlichen Leitungsquerschnitten
angeschlossen werden sollen.
[0021] Das Anschlußende ist nach Art eines Widerhakens ausgebildet und beaufschlagt den
Leiter zusätzlich mit einer etwa in Einführrichtung wirksamen Haltekraft, die ein
unerwünschtes Herausziehen des Leiters aus dem Isoliergehäuse des Steckverbinders
verhindert. Dieser Widerhaken ist fertigungstechnisch einfach durch einen abgewinkelten
Abschnitt der Kontaktfeder gebildet, wodurch das Anschlußende platzsparend aufgebaut
ist. Der Leiter biegt beim Zuführen in die Kontaktfeder das Anschlußende automatisch
entgegen der Federkraft ab. Bei vollständig eingeführtem Leiter federt das Anschlußende
ebenso automatisch zurück und klemmfixiert den Leiter mit seiner Federkraft.
[0022] Gemäß Anspruch 10 ist die Kontaktfeder am Leiteranschluß längsgeschlitzt, so daß
je Anschlußpol zwei voneinander unabhängige Leiter an die gleiche Kontaktfeder angeschlossen
werden können. Dies ist besonders günstig, wenn die Leiter geringe oder unterschiedliche
Leitungsquerschnitte aufweisen, wie dies z.B. in der Fernmeldetechnik der Fall ist.
In diesem Fall können vorteilhaft auch zwei unterschiedliche Leiter unabhängig voneinander
mit dem gleichen Pol mechanisch und elektrisch verbunden werden.
[0023] Gemäß Anspruch 11 ist der Schwenkbereich des Anschlußendes während der Herstellung
bzw. des Lösens der Klemmfixierung begrenzt. Hierdurch ist gewährleistet, daß der
von außen durch den eingeführten Leiter oder ein Montagewerkzeug beaufschlagte Leiteranschluß
nicht über seine elastische Auslenkung hinaus beansprucht und damit nicht irreversibel
verbogen werden kann, so daß der Leiteranschluß über eine lange Betriebszeit hinweg
eine konstante Federkraft aufweist.
[0024] Die Maßnahme nach Anspruch 12 unterstützt die mechanisch stabile Abstützung des von
außen beaufschlagten und dadurch geschwenkten Leiteranschlusses am Anschlaglappen.
[0025] Anspruch 13 schlägt ein stabiles Metall-Widerlager für den federschenkelartigen Leiteranschluß
vor. Dies verbessert die auf den angeschlossenen Leiter ausgeübte Klemmkraft. Das
als Metallwiderlager wirksame Federdach der Kontaktfeder bewirkt, daß die Kontaktfeder
allein eine mechanische und elektrische Fixierung des Leiters bewerkstelligt. Da die
Kontaktfeder aus elektrisch leitfähigem Metall besteht, weist sie über eine lange
Betriebszeit hinweg gleichbleibend gute thermische und mechanische Eigenschaften auf.
Dadurch lassen sich normungstechnische Anforderungen an die Klemmfixierung gut erfüllen.
Ist diese Kontaktfeder in ein Isoliergehäuse eingesetzt, müssen für die Fixierung
des Leiters keine thermischen/mechanischen Belastungen des Isoliergehäuses berücksichtigt
werden. Das Isoliergehäuse kann deshalb aus einem vergleichsweise minderwertigen und
deshalb kostengünstigen Isolierkunststoff hergestellt werden.
[0026] Nach der Lehre des Anspruches 14 trägt das Federdach einen von dessen Ebene abgewinkelten
Endanschlag. Dieser Endanschlag dient einem montagegerechten Zuführen des Leiters
an bzw. in die Kontaktfeder, indem der Endanschlag den Zuführweg des Leiters begrenzt.
[0027] Gemäß Anspruch 15 ist der Endanschlag einstückiger Bestandteil des Federdaches und
wird hierdurch besonders stabil in seiner gewünschten Einbaulage gehalten. Hierbei
wird in das Federdach ein von dessen Ebene abwinkelbarer, lappenartige Endanschlag
eingeformt, der im Biegeendzustand der Kontaktfeder in Richtung auf den Federgrundkörper
vorsteht und vorzugsweise rechtwinklig zum Federdach angeordnet ist. Die Endstellung
dieses Endanschlages läßt sich bei einem Stanz- und Biegeverfahren zur Bearbeitung
der Kontaktfeder berücksichtigen und unterstützt hierdurch eine automatisierbare und
kostengünstige Herstellung der Kontaktfeder.
[0028] Anspruch 16 schlägt einen das Federdach durchsetzenden Betätigungsschlitz vor, um
das Anschlußende mit einem Werkzeug, beispielsweise einer Schraubenzieherklinge von
außen zu beaufschlagen und die Klemmfixierung des Leiters zu lösen. In dieser Funktion
wirkt der Betätigungsschlitz gewissermaßen auch als Entriegelungsfenster.
[0029] Anspruch 17 betrifft eine weiteren Ausführungsform der Kontaktfeder mit einem oder
mehreren zusätzlichen daran angeformten Kontaktelementen. Ein solches Kontaktelement
kann beispielsweise ein Steckpin oder Lötpin sein, der zum elektrischen Anschluß der
Kontaktfeder an eine Leiterplatte oder ein anderes elektrisches Gerät eingesetzt wird.
Das zusätzliche Kontaktelement dient dann gewissermaßen als Primäranschluß. Die Buchsenkontakte
können dann als Sekundäranschlüsse beispielsweise zur Parallelschaltung oder zur Brückung
mehrerer Kontaktfedern dienen. Hierbei können mehrere Kontaktfedern unterschiedlich
zueinander orientiert sein, was infolge der Variabilität der erfindungsgemäßen Kontaktfeder
einfach möglich ist.
[0030] Das zusätzliche Kontaktelement bildet in einer weiteren Funktion ein mechanisches
Fixiermittel für die Kontaktfeder an einer Montageoberfläche. Auf zusätzliche mechanische
Fixiermittel kann bei der Montage der Kontaktfeder in vielen Fällen verzichtet werden.
Das zusätzliche Kontaktelement kann somit als rein mechanisches Fixiermittel oder
als elektrischer Anschluß oder diese beiden Funktionen in Kombination miteinander
erfüllen.
[0031] Gemäß Anspruch 18 dient das in Anspruch 17 beanspruchte zusätzliche Kontaktelement
als Steckpin oder Lötpin zur direkten Steckfixierung der Kontaktfeder mit einem Bauelement,
z.B. einer Leiterplatte. Die Buchsenkontakte können dann ein anderes elektrisches
Bauelement aufnehmen, z.B. eine Zinke eines Kontaktkammes. Mit Hilfe des Kontaktkammes
lassen sich mehrere Kontaktfedern miteinander brücken. Diese Brückung ist beispielsweise
erforderlich, um mehrere Schutzleiterkontakte miteinander zu verbinden, weil eine
elektrische Verbindung von Schutzleiterkontakten über Leiterbahnen einer Leiterplatte
aus sicherheitstechnischen Gründen nicht möglich oder sogar untersagt ist. Mit Hilfe
eines Kontaktkammes können mehrere Kontaktfedern elektrisch parallel geschaltet werden.
[0032] Durch eine Verwendung des zusätzlichen Kontaktelements bzw. des Steckpins zur elektrischen
Kontaktierung mit dem Bauelement wird ein weiterer Buchsenkontakt frei, der dannfür
andere Kontaktierzwecke, z.B. zur Brückung (Potentialvervielfachung) eingesetzt werden
kann.
[0033] Ein Kontaktkamm zur elektrischen Kontaktierung mit Buchsenkontakten ist Gegenstand
des Anspruches 19. Die in die Buchsenkontakte eingesteckten Kontaktzinken des Kontaktkamms
ermöglichen installationstechnisch einfach eine lösbare elektrische Querverbindung
zwischen mehreren Kontaktfedern zur Potentialvervielfachung.
[0034] Anspruch 20 betrifft einen elektrischen Steckverbinder für mindestens ein elektrisch
zu kontaktierendes Element. Dieser Steckverbinder weist ein Isoliergehäuse und darin
mindestens eine Kontaktfeder auf. Jeweils einer Kontaktfeder zugeordnet enthält das
Isoliergehäuse eine Einführöffnung zur Aufnahme des Leiters und mehrere der Einführöffnung
abgewandte Kontaktöffnungen für die Buchsenkontakte. Hierbei dienen die Buchsenkontakte
des Steckverbinders als Kontaktende, um den Steckverbinder z.B. auf einer Leiterplatte
steckend fixieren zu können. Der Buchsenkontakt nimmt hierbei in einer bevorzugten
Ausführungsform einen mit einer Leiterbahn der Leiterplatte elektrisch verbundenen
Kontaktstift auf. In einer bevorzugten Ausführungsform wird der Steckverbinder mittels
eines oder mehrerer der zusätzlichen Kontaktelemente mit einem Bauelement, z.B. einer
Leiterplatte direkt steckfixiert.
[0035] Der erfindungsgemäße Steckverbinder kann einpolig (=eine Kontaktfeder) oder mehrpolig
(= mehrere Kontaktfedern) ausgebildet sein. Vorzugsweise ist jeder Pol des Steckverbinders
identisch, so daß auch konstruktiv identische Kontaktfedern in das Isoliergehäuse
eingesetzt werden können. Die Anzahl der zu bevorratenden Bauteile für die Realisierung
sämtlicher Ausführungsformen des Steckverbinders bleibt deshalb gering. Aufgrund der
identischen Ausgestaltung der Anschlußpole des Isoliergehäuses können gleichartige
Formwerkzeuge zur kostengünstigen Herstellung der Steckverbinder verwendet werden.
Im Vergleich zu mehreren einpoligen Steckverbindern ist der mehrpolige Steckverbinder
eine kompaktere und mechanisch stabilere Einheit. Gleichzeitig bleibt an einem mehrpoligen
Steckverbinder mit großer Polanzahl der Anschluß auch vieler Leiter übersichtlich
und montagefreundlich.
[0036] Anspruch 21 unterstützt die Lagesicherung der gesamten Kontaktfeder innerhalb des
Isoliergehäuses des Steckverbinders. Hierzu wird die Kontaktfeder montagetechnisch
einfach in das Isoliergehäuse eingeschoben und rastet dort automatisch ein. Als Rastmittel
dient hierbei ein vorzugsweise einstückig mit der Kontaktfeder verbundenes Hintergreifteil,
welches mit einem im Isoliergehäuse angeformten Ausnehmungsrand einer Rastausnehmung
zusammenwirkt. Somit ist die Kontaktfeder vor einem versehentlichen Herausziehen aus
dem Isoliergehäuse entgegen der Einschubrichtung gesichert. Hingegen kann - sofern
sinnvoll - ein gewolltes Lösen der eingerasteten Kontaktfeder mittels geeigneter Maßnahmen
und/oder mittels in das Isoliergehäuse eingreifender Montagewerkzeuge vorgesehen sein.
[0037] Gemäß Anspruch 22 ist das Hintergreifteil zur Lagesicherung der Kontaktfeder mechanisch
stabil und platzsparend am Federgrundkörper der Kontaktfeder angeordnet.
[0038] Der Erfindungsgegenstand wird anhand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig.1
- eine Draufsicht auf den erfindungsmäßigen Steckverbinder,
- Fig.2
- den Steckverbinder gemäß Schnitt II-II in Fig. 1,
- Fig.3
- die Vorderansicht des Steckverbinders gemäß Pfeilrichtung III in Fig.2,
- Fig.4
- die Draufsicht auf den Steckverbinder gemäß Pfeilrichtung IV in Fig.2,
- Fig.5
- den Steckverbinder gemäß Schnitt V-V in Fig.1 mit eingestecktem Leiter 11,
- Fig.6
- eine Vorderansicht einer Stiftleiste mit fünf Kontaktstiften,
- Fig.7
- die geschnittene Seitenansicht der Stiftleiste gemäß Pfeilrichtung VII in Fig.6 und
eines an die Kontaktstifte angeschlossenen Steckverbinders,
- Fig.8
- die Vorderansicht einer weiteren Ausführungsform einer Stiftleiste mit fünf abgewinkelten
Kontaktstiften,
- Fig.9
- die geschnittene Seitenansicht zweier Stiftleisten gemäß Pfeilrichtung IX in Fig.8
und je eines an die Kontaktstifte in unterschiedlicher Richtung angeschlossenen Steckverbinders,
- Fig.10
- eine Vorderansicht der vollständigen Kontaktfeder,
- Fig.11
- die geschnittene Seitenansicht der Kontaktfeder gemäß Schnittlinie XI-XI in Fig.10
- Fig.12
- eine Abwicklung der in Fig.10 und Fig.11 dargestellten Kontaktfeder,
- Fig.13
- die geschnittene Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform des Steckverbinders
mit einem zusätzlichen Kontaktelement zur Steckfixierung an einer Leiterplatte,
- Fig.14
- die geschnittene Seitenansicht des Steckverbinders mit einem gegenüber der Ausführungsform
gemäß Fig. 13 um 90° abgebogenen zusätzlichen Kontaktelement.
[0039] Der elektrische Steckverbinder 1 weist ein Isoliergehäuse 2 und je nach Polanzahl
eine oder mehrere im Isoliergehäuse 2 angeordnete Kontaktfedern 3 auf. Die unterschiedlichen
Polen zugeordneten Kontaktfedern 3 sind in einer Querrichtung 19 aneinandergereiht.
In Fig.1 handelt es sich um einen 5-poligen Steckverbinder 1.
[0040] Das Isoliergehäuse 2 weist eine Einführöffnung 44 zur Aufnahme und Befestigung des
abisolierten Leiterendes 12 eines Leiters 11 auf (Fig.2, Fig.5). Der Einführöffnung
44 abgewandt weist das Isoliergehäuse 2 eine Kontaktöffnung 47 und eine Kontaktöffnung
48 als Anschlüsse an das zu kontaktierende Element auf. Bei dem zu kontaktierenden
Element handelt es sich in den dargestellten Ausführungsbeispielen um einen an der
Leiterplatte 5 angelöteten Anschlußstift 7 (Fig.6 bis Fig.9). Die Kontaktfeder 3 klemmfixiert
das Leiterende 12 im Bereich der Einführöffnung 44 und bildet gleichzeitig das Anschlußteil
an den Kontaktstift 7. Damit der Steckverbinder 1 an einen Kontaktstift 7 anschließbar
ist, ist die Kontaktfeder 3 im Bereich der Kontaktöffnung 47 und im Bereich der Kontaktöffnung
48 von jeweils einer zylindrischen Stecköffnung durchsetzt. Der Öffnungsrand dieser
Stecköffnungen ist in das Isoliergehäuse 2 hinein nach Art eines Tulpenkontakts umgebördelt
(Fig.7, Fig.9, Fig. 11). Der Tulpenkonakt bildet einen Buchsenkontakt 24 und wirkt
nach Art einer Kontaktbuchse mit dem dazu komplementär ausgebildeten Kontaktstift
7 zusammen.
[0041] Die Mittellängsachsen 49 und 50 der beiden Buchsenkontakte 24 stehen rechtwinklig
zueinander (Fig.7, Fig.9). Mit anderen Worten stehen die Steckrichtungen 4,62 der
beiden Buchsenkontakte 24 rechtwinklig zueinander. Mit Hilfe von geradlinig (Fig.6)
und rechtwinklig abgebogenen (Fig.8) Kontaktstiften 7 ergeben sich vier unterschiedliche
Ausführungen der Steckvorgänge und unterschiedliche Relativstellungen des Steckverbinders
1 zur Leiterplatte 5. Am Isoliergehäuse 2 sind zwei zylindrische Fixierzapfen 59 angeformt,
die über einen Gehäuseboden 27 des Isoliergehäuses 2 hinausstehen. Abhängig von der
Ausführungsform des Kontaktstiftes 7 und dem angeschlossenen Buchsenkontakt 24 stützt
sich der gesteckte Verbinder 1 mit dem Fixierzapfen 59 entweder an der Leiterplatte
5 oder an einem die abgebogenen Kontaktstifte 7 aufnehmenden Stiftgehäuse 61 ab. Damit
der Buchsenkontakt 24 unter guter Federkraftwirkung an den Kontaktstift 7 anschließbar
ist, ist der Buchsenkontakt 24 mittels eines in Federlängsrichtung 9 verlaufenden
Längsschlitzes 51 bzw. 52 diametral geschlitzt (Fig.12). Der Längsschlitz 51 ist an
einem Längsende durch eine kreisförmige Formausnehmung 60, der Längsschlitz 52 durch
die rechteckige Ausformung des Fixierlappens 30 verlängert, um die Elastizität der
Buchsenkontakte 24 zu verbessern.
[0042] Im Bereich der Einführöffnung 44 weist die Kontaktfeder 3 einen Leiteranschluß 10
auf. Der Leiteranschluß 10 klemmfixiert das Leiterende 12 unter Federkraftwirkung
(Fig.5). Hierbei drückt der Leiteranschluß 10 das Leiterende 12 gegen ein noch zu
beschreibendes Federdach 53 als weiteren Bestandteil der Kontaktfeder 3. Nachfolgend
wird der Aufbau der Kontaktfeder 3 anhand von Fig.10 bis Fig.12 näher erläutert: Der
Leiteranschluß 10 ist von einem in Federlängsrichtung 9 verlaufenden Federgrundkörper
14 der Kontaktfeder 3 nach Art eines Schenkels einer Schenkelfeder abgewinkelt, d.h.
in Biegerichtung 15 umgebogen (Fig.11). Hierbei bilden der Leiteranschluß 10 und der
Federgrundkörper 14 zusammen einen sich zu den Anschlußkontakten 24 hin öffnenden
spitzen Winkel α von etwa 40°-60° (Fig.11). Auf diese Weise klemmfixiert der Leiteranschluß
10 das eingeführte Leiterende 12 mit seinem etwa in Zuführrichtung 13 des Leiters
11 weisenden Freiende 16 und ist deshalb nach Art eines Widerhakens gegen ein Entfernen
des Leiters 11 entgegen der Zuführrichtung 13 wirksam.
[0043] Der Leiteranschluß 10 weist einen in Federlängsrichtung 9 verlaufenden Längsschlitz
17 auf. Dieser Längsschlitz 17 erstreckt sich vom Freiende 16 etwa bis zur kreisbogenförmigen
Biegestelle 18 des Leiteranschlusses 10. Durch den Längsschlitz 17 ist der Leiteranschluß
10 in rechtwinklig zur Federlängsrichtung 9 angeordneten Querrichtung 19 zweigeteilt
zur Bildung zweier Anschlußkontakte 20,21 für jeweils einen Leiter 11. Die Ebene des
Federgrundkörpers 14 ist durch die Federlängsrichtung 9 und die Querrichtung 19 aufgespannt.
Aus dieser Ebene ist zum umgebogenen Leiteranschluß 10 gerichtet ein Lappen 22 herausgebogen.
Der Lappen 22 dient als Anschlag für den um seine Biegeachse 23 entgegen der Federkraft
geschwenkten Leiteranschluß 10. Im Ausgangszustand des umgebogenen Leiteranschlusses
10 (Fig.7) steht der Anschlaglappen 22 etwa in einem rechten Winkel zum Leiteranschluß
10.
[0044] Die Kontaktfeder 3 wird entlang ihrer Längsrichtung 9 von der Steckseite 28 des Verbinders
1 her in das Isoliergehäuse 2 eingeschoben. Im eingeschobenen Zustand, d.h. im Montagezustand
hintergreift die Kontaktfeder 3 einen quer zur Federlängsrichtung 9 verlaufenden Ausnehmungsrand
29 einer am Gehäuseboden 27 angeformten Rastausnehmung 46 (Fig.2, Fig.5). Das Hintergreifteil
der Kontaktfeder 3 ist als ein aus der Ebene des Federgrundkörpers 14 herausgebogener,
mit dem Federgrundkörper 14 einen spitzen Winkel bildender Fixierlappen 30 ausgebildet
(Fig. 7). Im Montagezustand der Kontaktfeder 3 befindet sich der Fixierlappen 30 in
der den Gehäuseboden 27 durchsetzenden Rastausnehmung 46. Sofern sinnvoll, ist die
Rastausnehmung 46 für einen Monteur mit Hilfe eines Spezialwerkzeuges von außen zugänglich.
Auf diese Weise kann der Fixierlappen 30 beaufschlagt und dadurch die Verrastung der
Kontaktfeder 3 gelöst werden. Im Wartungs- oder Reparaturfall ist die Kontaktfeder
3 deshalb einfach austauschbar.
[0045] Die Kontaktfeder 3 ist ein elektrisch leitfähiger Metallstreifen mit in der Streifenebene
bzw Zeichnungsebene einliegendem Federgrundkörper 14. Die Kontaktfeder 3 weist mehrere,
durch Biegekanten 54, 55, 56 voneinander getrennte Teilstreifen auf. Bei den Teilstreifen
handelt es sich um den Federgrundkörper 14, das Federdach 53, eine den Federgrundkörper
14 mit dem Federdach 53 verbindende Federseitenwand 57 und eine Anschlußplatte 58.
Die rechteckige Anschlußplatte 58 ist von der Federseitenwand 57 durch die in Querrichtung
19 verlaufende Biegekante 56 getrennt. Im Biegeendzustand stehen immer die unmittelbar
benachbarten und durch eine Biegekante voneinander getrennten Teilstreifen rechtwinklig
zueinander und bilden dadurch eine quaderförmige Kastenfeder (Fig.10, Fig.11). Die
Anschlußplatte 58 ist zentral von einem Buchsenkontakt 24 durchsetzt. Ein weiterer
Buchsenkontakt 24 durchsetzt den Federgrundkörper 14 im Bereich seines dem Leiteranschluß
10 in Federlängsrichtung 9 abgewandten Kontaktendes 8 des Federgrundkörpers 14.
[0046] Das Federdach 53 weist einen von dessen Streifenebene abwinkelbaren, lappenartigen
Endanschlag 38 zur Begrenzung des Verfahrweges des Leiterendes 12 in Einführrichtung
13 auf. Im Biegeendzustand der Kontaktfeder 3 ist der Endanschlag 38 in Richtung auf
den Federgrundkörper 14 vorstehend rechtwinklig zum Federdach 53 angeordnet. In Federlängsrichtung
9 zwischen dem Endanschlag 38 und der Einführseite 35 für den Leiter 11 ist das Federdach
53 von einem rechteckförmigen Betätigungsschlitz 39 durchsetzt. Das Isoliergehäuse
2 ist an seiner Gehäuseoberseite 37 von einer mit dem Betätigungsschlitz 39 korrespondierenden
Sichtöffnung durchsetzt.
[0047] Durch den Betätigungsschlitz 39 ist ein Werkzeug, beispielsweise die Klinge eines
Schraubendrehers hindurchführbar. Mit dem Werkzeug werden die Freienden 16 der Kontaktfeder
3 heruntergedrückt in Biegerichtung 15, wodurch der Weg für den Leiter 11 zum Endanschlag
freigegeben ist zum Einführen des Leiters 11 in den Steckverbinder 1. Nach dem Entfernen
des Werkzeugs federt das Freiende 16 gegen den Leiter 11 zurück und hält ihn kraftschlüssig.
Auf der in Federlängsrichtung 9 dem Betätigungsschlitz 39 abgewandten Seite des Endanschlages
38 ist das Federdach 53 von einer zylindrischen Prüföffnung 41 durchsetzt. Die Prüföffnung
41 fluchtet im Biegeendzustand der Kontaktfeder 3 mit dem Buchsenkontakt 24 des Federgrundkörpers
14 (Fig.11). Durch die Prüföffnung 41 hindurch ist ein hier nicht näher dargestelltes
Prüfwerkzeug, z.B. ein Federstift, in das Isoliergehäuse 2 einführbar und mit dem
angeschlossenen Kontaktstift 7 bzw. mit der Kontaktfeder 3 elektrisch kontaktierbar.
Dadurch ist es möglich, die Funktionsfähigkeit der Leiterbahnen 6 oder ganz allgemein
elektrische Größen auf der Leiterplatte 5 zu überprüfen. Die Prüföffnung 41 nimmt
bei gestecktem Verbinder 1 den besonders hoch aufgebauten geradlinigen Kontaktstift
7 etwa formschlüssig auf (Fig.7).
[0048] Die in Federlängsrichtung 9 in das Isoliergehäuse 2 eingeschobene Kontaktfeder 3
stützt sich im Montagezustand an einem Widerlager 34 ab. Das Widerlager 34 ist am
Gehäuseboden 27 angeformt. Das Widerlager 34 verläuft quer zur Federlängsrichtung
9 und begrenzt dadurch den in Federlängsrichtung 9 verlaufenden Einschubweg der Kontaktfeder
3 in das Isoliergehäuse 2. In Fig. 2 und in Fig. 5 wird die Kontaktfeder 3 von der
Steckseite 28 des Verbinders 1 her in das Isoliergehäuse 2 eingeschoben. Folglich
ist das Widerlager 34 an der der Steckseite 28 abgewandten Einführseite 35 für den
Leiter 11 angeordnet.
[0049] Zur einfachen Lösung der Klemmfixierung ist die Einführseite 35 des Isoliergehäuses
2 von einer in Federlängsrichtung 9 mit dem Leiteranschluß 10 etwa fluchtenden Montageöffnung
45 durchsetzt. Durch die Montageöffnung 45 hindurch wird ein hier nicht näher dargestelltes
Montagewerkzeug eingeführt, welches den Leiteranschluß 10 etwa in Zuführrichtung 13
druckbeaufschlagt, wodurch der Leiteranschluß 10 gegen den Anschlaglappen 22 geschwenkt
wird. Mit Hilfe dieser Montageöffnung 45 ist nicht nur das Lösen der Klemmfixierung
vereinfacht, sondern auch die Klemmfixierung selbst. Das den Leiteranschluß 10 druckbeaufschlagende
Montagewerkzeug ermöglicht ein einfaches Einführen des Leiterendes 12 in das Isoliergehäuse
2 ohne wesentlichen Kraftaufwand, da die Federkraft des Anschlußendes 10 nicht durch
den Leiter 11 überwunden werden muß. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn das Leiterende
12 kein stabiler Draht, sondern eine flexible Drahtlitze ist.
[0050] Aus der Darstellung der Fig. 3 ist erkennbar, daß jedem, durch den Längsschlitz 17
zweigeteilten Leiteranschluß 10 der Kontaktfeder 3 zwei Einführöffnungen 44 zugeordnet
sind.
[0051] Die in Fig. 13 dargestellte Kontaktfeder 3' des Steckverbinders 1' ist hinsichtlich
der Buchsenkontakte 24 und des Leiteranschlusses 10 identisch mit der vorbeschriebenen
Kontaktfeder 1 gemäß Fig. 1 - Fig. 12 aufgebaut. Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal
besteht darin, daß am Federgrundkörper 14 als zusätzliches Kontaktelement ein parallel
zum Federgrundkörper 14 verlaufender Lötpin 63 angeformt ist. Der Lötpin 63 ist in
Federlängsrichtung 9 dem Leiteranschluß 10 gegenüberliegend angeordnet und ragt über
die Kontaktöffnung 47 des Isoliergehäuses 2' hinaus. Der Lötpin 63 ist mit einem Lötauge
64 der Leiterplatte 5 verlötet. Diese Lötverbindung bewirkt eine ortsfeste Fixierung
des Steckverbinders 2' an der Leiterplatte 5 und gleichzeitig die erforderliche elektrische
Kontaktierung der Kontaktfeder 2' mit einer Leiterbahn der Leiterplatte 5. In einem
weiteren, hier nicht dargestellten Ausführungsbeispiel dient die Lötverbindung des
Lötpins 63 mit einem Lötauge ausschließlich einer mechanischen Fixierung der Kontaktfeder
2' und somit auch des Steckverbinders 1'.
[0052] Besteht das Bedürfnis, die Kontaktfeder 1' mit ihrem Federgrundkörper 14 bzw. den
Steckverbinder 2' mit dem Gehäuseboden 27 auf ein weiteres Teil kontaktierend aufzusetzen,
eignet sich hierfür die in Fig. 14 dargestellte Ausführungsform der Kontaktfeder 2''
bzw. des Steckverbinders 1''. Bei der Kontaktfeder 2'' ist der Lötpin 63' gegenüber
der Federlängsrichtung 9 rechtwinklig abgebogen und ragt über den Gehäuseboden 27
des Isoliergehäuses 2'' hinaus. Der Lötpin 63' ist dann wiederum mit einem Lötauge
64 der Leiterplatte 5 verlötet. Gleichzeitig greift der am Gehäuseboden 27 angeformte
Fixierzapfen 59 in eine Fixierbohrung 65 der Leiterplatte 5 formschlüssig ein. Dieser
Formschlußeingriff dient einer zusätzlichen Stabilisierung des Steckverbinders 1''
in seiner Einbaulage. Es sei erwähnt, daß auch bei dem Steckverbinder 1'' in einem
weiteren, hier nicht dargestellten Ausführungsbeispiel der Lötpin 63' ausschließlich
zur mechanischen Fixierung der Kontaktfeder 3'' dienen kann.
[0053] Zur Fertigung einer Kontaktfeder 3 oder 3' oder 3'' ohne zusätzliches Kontaktelement
wird der Lötpin 63, 63' einfach weggeschnitten bzw. weggestanzt.
[0054] Die Kontaktfeder 3' bzw. 3'' ist in Fig. 13 bzw. Fig. 14 mit einem Kontaktkamm 66
elektrisch leitend verbunden. Der Kontaktkamm 66 dient zur Brückung mehrerer von Kontaktfedern
3' bzw. 3'' gebildeten Kontakten im Steckverbinder 1' bzw. 1''. Zur elektrischen Brückung
nimmt ein Buchsenkontakt 24 der Kontaktfeder 3', 3'' eine Kontaktzinke 67 des Kontaktkammes
66 kontaktierend auf. In Fig. 13 ist der Kontaktkamm 66 an dem von außen frei zugänglichen
Gehäuseboden 27 des Steckverbinders 1' angeordnet. In diesem Fall ist der Kontaktkamm
66 frei montierbar und demontierbar. Ist im Gegensatz dazu erwünscht, die Demontierbarkeit
des Kontaktkamms 66 bei montiertem Steckverbinder aufzuheben, wird der Kontaktkamm
66 einfach von der Kontaktöffnung 47 her mit den entsprechenden Buchsenkontakten 24
der Kontaktfeder 3' kontaktiert. Der Kontaktkamm 66 nimmt dann bezüglich des Isoliergehäuses
2' die in Fig. 14 dargestellte Montagestellung ein. Sodann wird der Steckverbinder
in Montagestellung gemäß Fig. 13 auf die Leiterplatte aufgesetzt.
[0055] Die Kontaktfedern 3',3'' unterscheiden sich von der Kontaktfeder 3 gemäß Fig. 1 -
Fig. 12 außerdem in der Anordnung eines Fixierlappens 30' zur Verrastung der Kontaktfeder
3', 3'' im Isoliergehäuse 2', 2''. Der Fixierlappen 30' ist zwar weiterhin am Federgrundkörper
14 angeformt und hintergreift den Ausnehmungsrand 29' einer Rastausnehmung 46', er
ist jedoch in Federlängsrichtung 9 gegenüber den Buchsenkontakten 24 weiter entfernt
angeordnet. Aufgrund dieser Anordnung des Fixierlappens 30' ist der Anschlaglappen
22 gemäß Fig. 1 - Fig. 12 ersetzt durch einen an der Federseitenwand 57 angeformten
Anschlaglappen 22'. Der Anschlaglappen 22' ist gegenüber der Federseitenwand 57 etwa
rechtwinklig in den Hohlraum der Kontaktfeder 3', 3'' hineingebogen. Im Ausgangszustand
des Leiteranschlusses 10. d.h. bei nicht eingeführtem Leiterende 12 sind die Ebenen
des Anschlaglappens 22' und des Leiteranschlusses 10 etwa rechtwinklig zueinander
angeordnet.
Bezugszeichenliste
[0056]
- 1,1',1''
- Steckverbinder
- 2,2',2''
- Isoliergehäuse
- 3,3',3''
- Kontaktfeder
- 4
- Steckrichtung
- 5
- Leiterplatte
- 7
- Kontaktstift
- 8
- Kontaktende
- 9
- Federlängsrichtung
- 10
- Leiteranschluß
- 11
- Leiter
- 12
- Leiterende
- 13
- Zuführrichtung
- 14
- Federgrundkörper
- 15
- Biegerichtung
- 16
- Freiende
- 17
- Längsschlitz
- 18
- Biegestelle
- 19
- Querrichtung
- 20
- Anschlußkontakt
- 21
- Anschlußkontakt
- 22,22'
- Anschlaglappen
- 23
- Biegeachse
- 24
- Buchsenkontakt
- 27
- Gehäuseboden
- 28
- Steckseite
- 29,29'
- Ausnehmungsrand
- 30,30'
- Fixierlappen
- 32
- Biegeachse
- 33
- Biegeachse
- 34
- Widerlager
- 35
- Einführseite
- 37
- Gehäuseoberseite
- 38
- Endanschlag
- 39
- Betätigungsschlitz
- 40
- Leiterisolierung
- 41
- Prüföffnung
- 44
- Einführöffnung
- 45
- Montageöffnung
- 46,46'
- Rastausnehmung
- 47
- Kontaktöffnung
- 48
- Kontaktöffnung
- 49
- Mittellängsachse
- 50
- Mittellängsachse
- 51
- Längsschlitz
- 52
- Längsschlitz
- 53
- Federdach
- 54
- Biegekante
- 55
- Biegekante
- 56
- Biegekante
- 57
- Federseitenwand
- 58
- Anschlußplatte
- 59
- Fixierzapfen
- 60
- Formausnehmung
- 61
- Stiftgehäuse
- 62
- Steckrichtung
- 63,63'
- Lötpin
- 64
- Lötauge
- 65
- Fixierbohrung
- 66
- Kontaktkamm
- 67
- Kontaktzinke
- α
- Winkel
1. Einen Anschluß (10) für einen Leiter (11) enthaltende Kontaktfeder (3,3',3'') für
ein elektrisch zu kontaktierendes Bauelement (7,66),
gekennzeichnet durch
mehrere Buchsenkontakte (24), deren Stecköffnungen in unterschiedlichen Ebenen einliegen.
2. Kontaktfeder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steckrichtungen (4,62) zweier benachbarter Buchsenkontakte (24) rechtwinklig
zueinander stehen.
3. Kontaktfeder nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktfeder (3,3',3'') zur Bildung des Buchsenkontaktes (24) von einer zylindrischen
Stecköffnung durchsetzt ist, deren Öffnungsrand in Steckrichtung (4,62) des zu kontaktierenden
Elementes (7,66) nach Art eines Tulpenkontakts umgebördelt ist.
4. Kontaktfeder nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Buchsenkontakt (24) diametral geschlitzt ist.
5. Kontaktfeder nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest ein Diametralende des Buchsenschlitzes (51) in eine Formausnehmung (60)
der Kontaktfeder (3,3',3'') mündet.
6. Kontaktfeder nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktfeder (3,3',3'') ein elektrisch leitfähiger Metallstreifen ist und
im Fertigungsendzustand mittels eines Biegeverfahrens eine etwa quaderförmige Umrißform
aufweist, wobei mindestens zwei Seiten des Quaders jeweils einen Buchsenkontakt (24)
aufweisen.
7. Kontaktfeder nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die Kontaktfeder (3,3',3'') mindestens drei, durch insbesondere in Zuführrichtung
(13) des Leiters (11) verlaufende Biegekanten (54,55,56) voneinander getrennte Teilstreifen
aufweist, nämlich einen den Leiteranschluß (10) tragenden Federgrundkörper (14), ein
Federdach (53) sowie eine den Federgrundkörper (14) mit dem Federdach (53) verbindende
Federseitenwand (57) und
- daß benachbarte Teilstreifen im Biegeendzustand rechtwinklig zueinander stehen zur
Ausbildung einer quaderförmigen Kastenfeder.
8. Kontaktfeder nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktfeder (3,3',3'') als weiteren Teilstreifen eine durch eine Biegekante
(56) von der Federseitenwand (57) getrennte Anschlußplatte (58) aufweist, welche
- einen Buchsenkontakt (24) aufweist und
- im Biegeendzustand der Kontaktfeder (3,3',3'') rechtwinklig zum Federgrundkörper
(14) und zur Federseitenwand (57) steht.
9. Kontaktfeder nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die Kontaktfeder (3,3',3'') mit ihrem Leiteranschluß (10) den Leiter (11) unter
Federkraftwirkung klemmfixiert derart,
- daß der Leiteranschluß (10) vom Federgrundkörper (14) der Kontaktfeder (3,3',3'')
nach Art eines Schenkels einer Schenkelfeder abgewinkelt ist mit einem etwa in Einführrichtung
(13) des Leiters (11) weisenden Freiende (16).
10. Kontaktfeder nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Leiteranschluß (10) durch einen in Zuführrichtung (13) des Leiters (11) verlaufenden
Längsschlitz (17) zweigeteilt ist zur Bildung zweier unabhängiger Anschlußkontakte
(20,21) für jeweils einen Leiter (11).
11. Kontaktfeder nach Anspruch 9 oder 10,
gekennzeichnet durch
einen aus der Ebene eines Teilstreifens (14,57) zum abgewinkelten Leiteranschluß (10)
gerichtet hinausstehenden Lappen (22,22') als Anschlag für den entgegen der Federkraft
geschwenkten Leiteranschluß (10).
12. Kontaktfeder nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlaglappen (22,22') im Ausgangszustand des abgewinkelten Leiteranschlusses
(10) etwa in einem rechten Winkel zum Leiteranschluß (10) steht.
13. Kontaktfeder nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktfeder (3,3',3'') den Leiter (11) zwischen Leiteranschluß (10) und Federdach
(53) klemmfixiert.
14. Kontaktfeder nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Federdach (53) einen von dessen Ebene abgewinkelten Endanschlag (38) zur Begrenzung
des Zuführweges des Leiters (11) in die Kontaktfeder (3,3',3'') trägt.
15. Kontaktfeder nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Federdach (53) einen von dessen Ebene abwinkelbaren, lappenartigen Endanschlag
(38) aufweist, der im Biegeendzustand der Kontaktfeder (3,3',3'') in Richtung auf
den Federgrundkörper (14) abgebogen ist.
16. Kontaktfeder nach einem der Ansprüche 7 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Federdach (53) von einem Betätigungsschlitz (39) durchsetzt ist zum Durchführen
eines das Anschlußende (10) der Kontaktfeder (3,3',3'') beaufschlagenden Werkzeugs.
17. Kontaktfeder nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
an ihr angeformt mindestens ein zusätzliches Kontaktelement (63,63').
18. Kontaktfeder nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß das zusätzliche Kontaktelement (63,63') der Steckpin einer direkten Steckverbindung
der Kontaktfeder (3',3'') mit einem elektrischen Bauelement ist.
19. Kontaktfeder nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet
daß der Buchsenkontakt (24) der Kontaktfeder (3',3'') eine Zinke (67) eines Kontaktkamms
(66) kontaktierend aufnimmt.
20. Elektrischer Steckverbinder (1,1',1'') für ein elektrisch zu kontaktierendes Bauelement
(7,66) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
ein die Kontaktfeder (3,3',3'') umgebendes Isoliergehäuse (2,2',2'') mit einer Einführöffnung
(44) zur Aufnahme des Leiters (11) und mit mehreren der Einführöffnung (44) abgewandten
Kontaktöffnungen (47,48) für die Buchsenkontakte (24).
21. Steckverbinder nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß die in das Isoliergehäuse (2,2',2'') eingeschobene Kontaktfeder (3,3',3'') einen
im Isoliergehäuse (2,2',2'') angeformten, quer zur Einschubrichtung verlaufenden Ausnehmungsrand
(29,29') einer Rastausnehmung (46,46') hintergreift.
22. Steckverbinder nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Hintergreifteil ein aus der Ebene des Federgrundkörpers (14) hinausstehender,
mit dem Federgrundkörper (14) einen spitzen Winkel bildender Fixierlappen (30,30')
ist.