[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Abfallsammelbehälter mit zwei an gegenüberliegenden
Seiten schwenkbar gelagerten Bodenklappen, die von im Bereich der Stoßlinie der Bodenklappen
beidseitig angeordneten Verriegelungsvorrichtungen in Schließstellung gehalten werden,
welche beidseitig an den Bodenklappen befindliche Haltezapfen mittels verschwenkbar
an Seitenwänden des Abfallsammelbehälters gelagerter Haken untergreifen, wobei die
Haken von mindestens einer Rückstellfeder in Schließstellung gehalten sind und von
einer Betätigungsvorrichtung in Öffnungsstellung bewegbar sind.
[0002] Abfallsammelbehälter dieser Art sind bekannt aus dem deutschen Gebrauchsmuster 93
08 222 des Anmelders. Bei dem bekannten Abfallsammelbehälter sind nur an einer Bodenklappe
seitlich vorspringende Haltezapfen vorgesehen, die von Haken gehalten werden, welche
an zwei gegenüberliegenden Seitenwänden des im Querschnitt rechteckigen oder quadratischen
Abfallsammelbehälters schwenkbar gelagert sind. Die Haken werden von einer Rückstellfeder
in Schließstellung gehalten und haben an ihrer Unterseite eine Schräge, so daß beim
Hochklappen der mit Haltezapfen versehenen Bodenklappe die Haltezapfen gegen die Schrägen
stoßen und die Haken gegen die Wirkung der Rückstellfeder so weit verschwenken, daß
die Haltezapfen in die Rastausnehmungen der Haken einrasten.
[0003] Bei dem bekannten Abfallsammelbehälter ist es notwendig, daß vor dem Absetzen des
Sammelbehälters auf den Boden die Bodenklappen von Hand in richtiger Reihenfolge in
die Schließstellung geschwenkt werden.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Abfallsammelbehälter
der eingangs beschriebenen Art so auszubilden, daß das Schließen der Bodenklappen
selbsttätig erfolgt.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an den Bodenklappen Einschwenkfedern
angreifen, welche die geöffneten Bodenklappen so weit nach innen einschwenken, daß
diese beim Absetzen des Abfallsammelbehälters durch dessen Gewicht selbsttätig in
die Schließstellung gedrückt werden und daß an beiden Bodenklappen seitlich vorstehende
Haltezapfen angeordnet sind, die beim Schließen der Bodenklappen die Haken gegen die
Wirkung der Rückstellfeder so weit verschwenken, daß sie selbsttätig in die Rastausnehmungen
der Haken einrasten.
[0006] Bei dieser Ausbildung des Abfallsammelbehälters kann das Absetzen des Sammelbehälters
sowie das Schließen der Bodenklappen von nur einer Person erledigt werden.
[0007] Die Einschwenkfedern sind zwischen der Behälterwandung und den Bodenklappen angeordnet
und bewirken, daß die Bodenklappen des entleerten Sammelbehälters im Winkel von 50
bis 70° zur Horizontalen geneigt gehalten werden. Damit beim Aufsetzen des Abfallsammelbehälters
auf den Boden die nach innen geneigten Bodenklappen zuverlässig in Schließstellung
gelangen, sind die zuerst auf den Boden aufsetzenden Kanten der Bodenklappen um einen
Radius von größer als 15 mm gerundet, oder es sind dort Räder angeordnet sind, die
beim Absetzen des Abfallsammelbehälters zuerst auf den Boden aufsetzen und beim Schließen
der Bodenklappen auf dem Boden abrollen.
[0008] Zum Erfassen der Haltezapfen der beiden Bodenklappen sind zu beiden Seiten der Stoßlinie
an der Behälterwand zwei Haken schwenkbar gelagert und von einem zwischen den beiden
Haken angelenkten Kniehebel gegensinnig verschwenkbar. Durch Verschieben des mittleren
Gelenkpunktes des Kniehebels durch Druck- oder Zugglieder werden die Haken in Öffnungsstellung
bewegt.
[0009] Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, den Abfallsammelbehälter so auszubilden,
daß er vom Steuerblock eines Fahrzeuges aus entleert werden kann. Diese Aufgabe wird
gelöst durch die Merkmale der Ansprüche 2 bis 9.
[0010] Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, das Aufnahmegeschirr des Fahrzeuges
so auszubilden, daß ein ungewolltes Ausheben des im Aufnahmegeschirr des Fahrzeuges
hängenden Abfallkorbes bzw. Sammelbehälters nicht möglich ist. Diese Aufgabe wird
gelöst durch die Merkmale der Ansprüche 10 bis 12.
[0011] In der folgenden Beschreibung werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen näher erläutert. Die Zeichnungen zeigen in
- Fig. 1
- eine Ansicht eines erfindungsgemäßen Abfallsammelbehälters mit geschlossenen Bodenklappen,
am Aufnahmegeschirr hängend,
- Fig. 2
- eine Ansicht des Abfallsammelbehälters gemäß Fig.1 mit geöffneten Bodenklappen,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht des Abfallsammelbehälters nach Fig. 1,
- Fig. 4
- einen Abfallsammelbehälter gemäß Fig. 1 mit zusätzlichem Bügelhebel zum Öffnen der
Bodenklappen,
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf eine zweite Ausführungsform des Aufnahmegeschirrs mit Sicherungsteil,
- Fig. 6
- eine Seitenansicht des Aufnahmegeschirrs nach Fig. 5 mit eingeschwenktem Sicherungsteil,
- Fig. 7
- eine Draufsicht auf das Aufnahmegeschirr nach Fig. 5 mit eingehängtem Sammelbehälter,
- Fig. 8
- eine Ansicht entsprechend Fig. 6 mit ausgeschwenktem Sicherungsteil,
- Fig. 9 - 12
- Seitenansichten von vier Betriebsstellungen des Aufnahmegeschirrs gemäß Fig. 5 und
6 und des Abfallsammelbehälters.
[0012] Der Abfallsammelbehälter 1 ist im Querschnitt quadratisch oder rechteckig und setzt
sich zusammen aus einem Rahmen 2 und nach unten divergierenden Behälterwänden, die
von Blechen oder auch von einem Gitter gebildet sein können. An zwei einander gegenüberliegenden
Seiten sind um Achsen 3 schwenkbar Bodenklappen 4 und 5 gelagert, die in Nähe ihrer
ausschwenkbaren Enden seitlich vorstehende Haltezapfen 7 aufweisen, die von Haken
8 und 9 einer Verriegelungsvorrichtung in der Schließstellung gehalten werden. Die
Haken 8 und 9 sind um Achsen 10 und 11 schwenkbar an den Behälterwänden bzw. an Montageschilde
13 gelagert. Zwischen den oberen Enden der beiden Haken 8 und 9 ist ein Kniehebel
12 angeordnet, dessen mittleres Gelenk mit einem Zugglied oder einem Druckglied 14
verbunden ist, das vom Steuerblock des Abfallsammelfahrzeuges aus über das Aufnahmegeschirr
20 des Fahrzeuges hydraulisch, pneumatisch oder auch elektrisch bewegbar ist.
[0013] Bei der dargestellten Ausführungsform wird der Kniehebel 12 von einer Druckstange
14 betätigt, die an der Behälterwand in Ösen 15 geführt ist. Die beiden Haken 8 und
9 werden von einer Rückstellfeder 17 in Schließstellung gehalten. Die Rückstellfeder
17 drückt gegen einen Federteller 16, der an der Druckstange 14 befestigt ist. Als
Widerlager der Feder 17 dient eine Öse 15 zur Führung der Druckstange 14.
[0014] Die Bodenklappen 4 und 5 sind seitlich mit Kufen 6 versehen, welche die Bodenklappen
4 und 5 gegen Verschleiß schützen. Ferner sind in den Eckbereichen des Abfallsammelbehälters
1 Füße 18 vorgesehen, auf die sich der Behälter abstützt.
[0015] Über dem oberen Rand 37 des Abfallsammelbehälters 1, über und parallel zur Stoßlinie,
ist ein Trägerprofil 19 angeordnet, das - wie Fig. 3 zeigt - seitlich über den oberen
Rand 37 des Abfallsammenbehälters 1 vorragt und in diesem vorragenden Teil 38 das
obere Ende 39 der Druckstange 14 geführt ist. Das Aufnahmegeschirr 20 des Abfallsammelfahrzeuges
weist einen Tragbalken 21 und zwei im Abstand voneinander befindliche Traghaken 22
auf, die - wie Fig. 3 zeigt - dazu dienen, das Trägerprofil 19 des Abfallsammelbehälters
1 zu untergreifen. Am Tragbalken 21 ist ein Druckbalken 23 einer Entleerungsvorrichtung
geführt, der von einem Hydraulikzylinder 24 nach unten gedrückt werden kann, damit
über die Druckstangen 14 und den Kniehebel 12 die Haken 8 und 9 in Öffnungsstellung
bewegt werden können. Zum Führen des Druckbalkens 23 dienen Führungsstäbe 25, die
im Tragbalken 21 gehalten sind. Rückholfedern 26 bewegen den Druckbalken 23 nach Betätigen
und Öffnen der Verriegelungsvorrichtungen wieder in die Ausgangsstellung.
[0016] Um die Bodenklappen 4 und 5 in der aus Fig. 2 ersichtlichen, nach innen geneigten
Stellung zu halten, dienen Schenkelfedern 27, die aus Fig. 3 ersichtlich sind. Ein
Schenkel der unter Vorspannung stehenden Schenkelfedern 27 liegt am Rahmen 2 oder
an einer Behälterwand des Abfallsammelbehälters 1 an, während der andere Schenkel
an der Bodenklappe 4 oder 5 anliegt.
[0017] Wie die Fig. 2 zeigt, sind die auf den Boden aufsetzenden Kanten der Bodenklappen
4 und 5 gerundet. Beim Ausführungsbeispiel werden diese Kanten von Rohrprofilen gebildet.
Es kann zweckmäßig sein, dort auch Räder anzuordnen, die beim Schließen der Bodenklappen
4 und 5 auf dem Boden abrollen. In Fig. 2 ist ein derartiges Rad 36 als Phantomlinie
gezeichnet.
[0018] Wenn die Haken 8 und 9 von der Rückstellfeder 17 wieder in die aus Fig. 1 ersichtliche
Lage zurückgeführt sind, stoßen beim Schließen der Bodenklappen 4 und 5 die Haltezapfen
7 gegen die aus Fig. 2 ersichtliche Schräge 30 und drücken die Haken 8 und 9 so weit
nach außen, daß die Haltezapfen 7 selbsttätig in die Rastausnehmungen 31 der Haken
8 und 9 einrasten.
[0019] Damit beim Aufnehmen eines Abfallsammelbehälters 1 durch das Aufnahmegeschirr 20
die oberen Enden 39 der Druckstangen 14 nicht verletzt werden, können am oberen Rand
des Sammelbehälters 1 Abweiser 40 vorgesehen sein, die in Fig. 2 und 3 in Phantomlinien
gezeichnet sind.
[0020] Wie die Fig. 4 zeigt, kann zusätzlich zu der vom Fahrzeug aus bedienbaren Entleerungsvorrichtung
ein einarmiger Bügelhebel 32 vorgesehen sein, der um die Achse 33 schwenkbar am Rahmen
2 des Abfallsammelbehälters 1 gelagert ist und auf die Druckstange 14' einwirkt, wenn
dieser Bügelhebel 32 nach unten gedrückt wird. Eine Rückstellfeder 17' zieht den Bügelhebel
32 gegen einen Anschlag 34 in die Ausgangsstellung.
[0021] In den Fig. 5 und 6 ist eine weitere Ausführungsform eines Aufnahmegeschirrs 20 dargestellt.
Dieses Aufnahmegeschirr 20 ist über einen Adapter 48 um zwei rechtwinklig zueinander
stehenden Achsen pendelnd am Ausleger eines Fahrzeugkrans befestigt. Das Aufnahmegeschirr
20 weist einen Trag- und Druckbalken 23' auf, der über ein Tragschild 50 um die Achse
49 pendelnd am Adapter 48 befestigt ist. Auf dem Trag- und Druckbalken 23' stützt
sich ein Hydraulikzylinder 24 ab, der einen Schlitten 41 gegenüber dem Trag- und Druckbalken
23' anheben kann. Der Schlitten 41 besteht aus einer Traverse 42, an deren Enden Führungshülsen
43 befestigt sind. Die Führungshülsen 43 sind auf Führungssäulen 44 geführt, die starr
am Trag- und Druckbalken 23' befestigt sind. An den Seiten des Schlittens 41 sind
über Laschen 45 die Greifhaken 22 befestigt, die - wie Fig. 7 zeigt - das oberhalb
des oberen Randes des Behälters 1 am Behälter 1 befestigte Trägerprofil 19 untergreifen.
Der Hydraulikzylinder 24 bildet zusammen mit dem Schlitten 41 den Greifhaken 22 und
den Trag- und Druckbalken 23' die Entleerungsvorrichtung. Zum Entleeren wird am Steuerblock
des Fahrzeuges ein Ventil betätigt, das dem Hydraulikzylinder 24 über Hydraulikschläuche
51 Hydrauliköl zuführt, so daß der Schlitten 41 zusammen mit den Greifhaken 22 hochfährt,
bis die oberen Enden 39 der zu den Verriegelungsvorrichtungen führenden Druckstangen
14 gegen den Trag- und Druckbalken 23' stoßen. Durch Herunterdrücken der Druckstangen
14 gelangen die Haken 8 und 9 der Verriegelung in die Entriegelungsstellung, so daß
die Bodenklappen 4 und 5 öffnen und der Behälterinhalt herausrutschen kann.
[0022] Die Haken 22 sind über Laschen 45 mit dem Schlitten 41 verbunden. In einem kleinen
Abstand oberhalb der Greif- und Traghaken 22 ist um die Achse 47 schwenkbar ein Sicherungsteil
46 gelagert, das von einer Rückstellfeder in der aus Fig. 6 ersichtlichen Sperrstellung
gehalten wird, die ein ungewolltes Ausheben des Behälters 1 verhindert, weil das im
Haken 22 befindliche Trägerprofil 19 bei der aus Fig. 6 ersichtlichen Stellung des
Sicherungsteils 46 nicht aus dem Haken 22 herausgehoben werden kann.
[0023] In Fig. 8 ist das Aufnahmegeschirr 20 mit hochgehobenem Schlitten 41 dargestellt.
Durch das Hochziehen des Schlittens 41 stoßen die Sicherungsteile 46 gegen den Trag-
und Druckbalken 23' des Aufnahmegeschirrs 20 und werden von diesem in die dargestellte
Öffnungsstellung gedrückt.
[0024] Die in Fig. 8 dargestellte Stellung der Teile des Aufnahmegeschirrs 20 entspricht
der Darstellung nach Fig. 11. In dieser Stellung von Aufnahmegeschirr 20 und Behälter
1 erfolgt die Entleerung des Behälters. Wie insbesondere die Fig. 11 zeigt, kann auch
in dieser Stellung, bei der die Sicherungsteile 46 bereits ausgeschwenkt sind, der
Behälter 1 nicht aus den Haken 22 herausgehoben werden, weil der Trag- und Druckbalken
23' dies verhindert.
[0025] Nach dem Entleeren des Behälters 1 kann dieser vom Fahrzeug zu einer Stelle transportiert
werden, in der er abgesetzt werden kann.
[0026] Das Absetzen des Behälters 1 geschieht dadurch, daß der Fahrzeugkran das Aufnahmegeschirr
20 mit dem darin gesichert gehaltenen aber noch geöffneten Behälter 1 absetzt. Dabei
schließen sich die Bodenklappen 4,5. Nun kann der Schlitten 41 mit den Greifhaken
22 nach unten gefahren werden. Dabei bleiben die Sicherungungsteile 46 in der Öffnungsstellung,
weil diese beim Herunterfahren des Schlittens 41 vom Trägerprofil 19 des Behälters
1 in der Öffnungsstellung gehalten werden.
[0027] Wie Fig. 12 zeigt, kann dann das Aufnahmegeschirr 20 bei abgesenkten Greifhaken 22
seitlich vom Trägerprofil 19 weg bewegt werden, so daß dann der Fahrzeugkran das Aufnahmegeschirr
20 mit den noch unterhalb des oberen Randes 37 des Behälters 1 befindlichen Greifhaken
22 hochziehen kann.
[0028] Die Fig. 7 zeigt die Situation vor dem Aufnehmen eines Behälters 1 in das Aufnahmegeschirr
20 des Fahrzeuges. Mit Hilfe des Fahrzeugkrans wird das Aufnahmegeschirr 20 mit dem
Trag- und Druckbalken 23' auf den oberen Rand 37 des Sammelbehälters 1 abgesetzt.
Die Greifhaken 22 befinden sich dabei bereits unterhalb des Trägerprofils 19. Durch
Hochziehen des Aufnahmegeschirrs 20 und gleichzeitiger seitlicher Bewegung zum Trägerprofil
19 hin untergreifen die Greifhaken 22 das Trägerprofil 19 des Behälters 1. Dabei öffnen
selbsttätig die Sicherungsteile 46 gegen die Wirkung der Rückstellfedern. Der Behälter
1 kann nun völlig gesichert vom Fahrzeugkran angehoben und transportiert werden. Ist
die Entleerungsstelle für den Behälter 1 erreicht, drückt der Hydraulikzylinder 24
der Entleerungsvorrichtung den Schlitten 41 nach oben, so daß die Haken 8 und 9 der
Verriegelung in die Entriegelungsstellung verschwenkt werden, so daß die Bodenklappen
4,5 öffnen und der Behälterinhalt herausrutscht. Der Behälter 1 kann nun in der aus
Fig. 11 ersichtlichen gesicherten Stellung zurücktransportiert werden und auf dem
Boden abgestellt werden. Erst dann werden - wie Fig. 12 zeigt - der Schlitten 41 mit
den Greifhaken 22 abgesenkt, so daß das Aufnahmegeschirr 20 frei ist zur Aufnahme
eines anderen Behälters 1.
[0029] Anstelle eines durchgehenden Trägerprofils 19 können auch seitlich am Behälter je
zwei Kragarme angeordnet werden, die von den Greifhaken 22 des Aufnahmegeschirrs 20
untergriffen werden.
[0030] Die erfindungsgemäßen Abfallsammelbehälter sowie das Fahrzeug mit dem Aufnahmegeschirr
für diesen Sammelbehälter haben den Vorteil, daß das Aufnehmen, Transportieren, Entleeren
und Absetzen des Behälters 1 vom Steuerblock des Fahrzeugs aus bewerkstelligt werden
kann und daß ein ungewolltes Ausheben des Behälters aus dem Aufnahmegeschirr 20 des
Fahrzeuges nicht möglich ist.
[0031] Anstelle des selbsttätig einschwenkenden Sicherungsteils 46 ist es auch möglich,
am Aufnahmegeschirr 20 ein Sicherungsteil anzubringen, das ebenfalls vom Steuerblock
des Fahrzeuges aus gesteuert wird. Eine derartige Sicherung ist allerdings deutlich
aufwendiger als die Sicherung entsprechend den Fig. 5 bis 12.
Bezugszeichenliste:
[0032]
- 1
- Abfallsammelbehälter
- 2
- Rahmen
- 3
- Schwenkachse
- 4
- Bodenklappe
- 5
- Bodenklappe
- 6
- Kufe
- 7
- Haltezapfen
- 8
- Haken
- 9
- Haken
- 10
- Schwenkachse
- 11
- Schwenkachse
- 12
- Kniehebel
- 13
- Montageschild, Behälterwand
- 14
- Druckstange, Kraftübertragungsglied
- 15
- Führung für Druckstange, Widerlager
- 16
- Federteller
- 17,17'
- Rückstellfeder
- 18
- Füße
- 19
- Trägerprofil
- 20
- Aufnahmegeschirr
- 21
- Tragbalken des Aufnahmegeschirrs
- 22
- Greif- oder Traghaken
- 23
- Druckbalken der Entleerungsvorrichtung
- 23'
- Trag- und Druckbalken
- 24
- Hydraulikzylinder der Entleerungsvorrichtung
- 25
- Führungsstab
- 26
- Rückstellfeder
- 27
- Einschwenkfeder für Bodenklappe
- 28
- Öse
- 30
- Schräge
- 31
- Rastausnehmung
- 32
- einarmiger Bügelhebel
- 33
- Schwenkachse
- 34
- Anschlag
- 35
- Schutzwand
- 36
- Rad
- 37
- oberer Rand
- 38
- vorstehendes Teil
- 39
- oberes Ende der Druckstange
- 40
- Abweiser
- 41
- Schlitten der Entleerungsvorrichtung
- 42
- Traverse
- 43
- Führungshülse
- 44
- Führungssäulen
- 45
- Lasche für Greifhaken
- 46
- Sicherungsteil
- 47
- Schwenkachse des Sicherungsteils
- 48
- Adapter
- 49
- Pendelachse
- 50
- Tragschild
- 51
- Hydraulikschläuche
1. Abfallsammelbehälter mit zwei an gegenüberliegenden Seiten schwenkbar gelagerten
Bodenklappen (4,5), die von im Bereich der Stoßlinie der Bodenklappen (4,5) beidseitig
angeordneten Verriegelungsvorrichtungen in Schließstellung gehalten werden, welche
beidseitig an den Bodenklappen (4,5) befindliche Haltezapfen (7) mittels verschwenkbar
an Seitenwänden des Abfallsammelbehälters (1) gelagerter Haken (8) untergreifen, wobei
die Haken (8) von mindestens einer Rückstellfeder (17) in Schließstellung gehalten
sind und von einer Betätigungsvorrichtung (12,14,32) in Öffnungsstellung bewegbar
sind, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Rahmen (2) und den Bodenklappen (4,5) Einschwenkfedern (27) angeordnet
sind, welche die geöffneten Bodenklappen (4,5) so weit nach innen einschwenken, daß
diese beim Absetzen des Abfallsammelbehälters durch dessen Gewicht selbsttätig in
die Schließstellung gedrückt werden und daß an beiden Bodenklappen (4,5) seitlich
vorstehende Haltezapfen (7) angeordnet sind, die beim Schließen der Bodenklappen (4,5)
die Haken (8,9) gegen die Wirkung der Rückstellfeder (17) so weit verschwenken, daß
sie selbsttätig in die Rastausnehmungen (31) der Haken (8,9) einrasten.
2. Abfallsammelbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Haken (8,9) der Verriegelungsvorrichtung mit Hilfe von Kraftübertragungsgliedern
(14) in eine Entriegelungsstellung bewegbar sind, die von den Haken (8,9) bis über
den oberen Rand (37) des Abfallsammelbehälters (1) geführt sind und die von einer
im Aufnahmegeschirr (20) des Fahrzeuges befindlichen und von einem Hydraulikzylinder
(24) angetriebenen Entleerungsvorrichtung in Entriegelungsrichtung antreibbar sind.
3. Abfallsammelbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß über dem oberen Rand (37) des Abfallsammelbehälters (1) über und parallel zur
Stoßlinie mindestens ein Trägerprofil (19) angeordnet ist, das seitlich über den oberen
Rand (37) vorragt und in diesen seitlich vorragenden Teilen (38) die oberen Enden
(39) von das Entriegeln bewirkenden Kraftübertragungsgliedern (14) gehalten oder geführt
sind und daß das am Abfallsammelbehälter (1) befestigte Trägerprofil (19) von zwei
im Abstand voneinander am Aufnahmegeschirr (20) befindlichen Greifhaken (22) untergreifbar
ist.
4. Abfallsammelbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum Erfassen der Haltezapfen (7) der beiden Bodenklappen (4,5) zwei Haken (8,9)
zu beiden Seiten der Stoßlinie an der Behälterwand (13) um parallele Achsen (10,11)
schwenkbar gelagert und von einem zwischen den beiden Haken (8,9) angelenkten Kniehebel
(12) gegensinnig verschwenkbar sind.
3. Abfallsammelbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zu beiden Seiten jeder Bodenklappe (4,5) am freien ausschwenkbaren Ende um eine
zur Schwenkachse (3) parallele Achse drehbare Räder (36) angeordnet sind.
5. Abfallsammelbehälter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das mittlere Gelenk des Kniehebels (12) mit einem als Druckstange (14) ausgebildeten
Kraftübertragungsglied verbunden ist.
6. Abfallsammelbehälter nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die über den oberen Rand (37) des Behälters (1) vorragenden Teile (39) der zu
den Haken (8,9) der Verriegelung führenden Kraftübertragungsglieder (14) durch Abweiser
(40) geschützt sind, die zu beiden Seiten dieser vorragenden Teile (39) am oberen
Rand (37) des Behälters (1) befestigt sind.
7. Abfallsammelbehälter nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zur vom Abfallsammelfahrzeug aus steuerbaren Betätigungsvorrichtung
(14,39) ein eine Seite des Abfallsammelbehälters umgreifender Bügelhebel (32) vorgesehen
ist, der mittelbar oder unmittelbar auf die Kniehebel (12) einwirkt.
8. Fahrzeug zum Aufnehmen, Transportieren, Entleeren und Absetzen eines Abfallsammelbehälters
nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Fahrzeug ein Aufnahmegeschirr (20) aufweist, das mit zwei im Abstand voneinander
befindlichen Traghaken (22) zum Untergreifen des Trägerprofils (19) des Abfallsammelbehälters
(1) und mit einer Entleerungsvorrichtung (23,24 bzw. 23', 41) ausgerüstet ist, die
von einem Steuerblock des Fahrzeuges über einen im Aufnahmegeschirr (20) befindlichen
Hydraulikzylinder (24) betätigbar ist und auf die oberen Enden (39) der Druckstangen
(14) einwirkt.
9. Fahrzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmegeschirr (20) einen oberen Tragbnalken (21) aufweist, an dem die
Greifhaken (22) befestigt sind und die Entleerungsvorrichtung einen unteren Druckbalken
(33) aufweist, der parallel zum Tragbalken (21) absenkbar und hebbar geführt und zum
Öffnen der Verriegelung der Bodenklappen (4,5) vom Hydraulikzylinder (24) gegen die
oberen Enden der Druckstangen (14) bewegbar ist.
10. Fahrzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmegeschirr (20) einen pendelnd am Tragausleger des Fahrzeuges befestigten
Trag- und Druckbalken (23') aufweist, auf den sich der Hydraulikzylinder (24) der
Entleerungsvorrichtung abstützt und die Entleerungsvorrichtung ein oberhalb des Trag-
und Druckbalkens (23') parallel zu diesem heb- und absenkbar geführter Schlitten (41)
ist, an dessen Seiten über Laschen (45) unterhalb des Trag- und Druckbalkens (23')
befindliche Traghaken (22) befestigt sind, die zum Entriegeln und Öffnen der Bodenklappen
(4,5) den Behälter (1) mit den oberen Enden (39) der Druckstangen (14) gegen den Trag-
und Druckbalken (23') des Aufnahmegeschirrs (20) ziehen.
11. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Traghaken (22) ein ungewolltes Ausheben des Behälters (1) verhinderndes
Sicherungsteil (46) angeordnet ist.
12. Fahrzeug nach den Ansprüchen 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungsteile (46) um die Achsen (47) verschwenkbar an den Laschen (43)
der Traghaken (22) gelagert und von Rückstellfedern in Sicherungsstellung gehalten
sind und durch Hochziehen der Traghaken (22) zusammen mit dem Schlitten (41) der Entleerungsvorrichtung
von Trag- und Druckbalken (23') in eine das Ausheben des Trägerprofils (19) zulassende
Stellung bewegbar sind, wobei aber in dieser Stellung die Trag- und Druckbalken (23')
des Aufnahmegeschirrs (20) ein Ausheben des Behälters (1) verhindert und daß nach
Absetzen des Behälters (1) auf den Boden die Traghaken (22) vom Hydraulikzylinder
(24) der Entleerungsvorrichtung nach unten bewegbar sind, so daß diese zusammen mit
dem Aufnahmegeschirr (20) von dem Trägerbalken (19) des Behälters (1) seitlich wegbewegbar
und dann hochziehbar sind.