[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Laibungsanschlußprofil mit Halterungsteilen für
eine Abdeckfolie Vor Fenster- oder Türöffnungen von Gebäuden, sowie mit einem einem
inneren Rahmenbefestigungsschenkel des Profils gegenüberliegenden Außenschenkel mit
einem senkrecht abgewinkelten Einputzsteg.
[0002] Zum Abdecken von Fenster- oder Türöffnungen beim Streichen oder Verputzen verwendet
man heutzutage nahezu durchwegs Kunstoffolien, die bisher meist mit Hilfe von Klebebändern
am Rahmen befestigt wurden. Darüber hinaus ist aus der DE 37 26 807 A1 auch bereits
eine Vorrichtung bekanntgeworden, bei der anstelle des direkten Anklebens der Abdeckfolie
am Rahmen ein Laibungsanschlußprofil verwendet wird, das seinerseits am Rahmen befestigt
ist und mit Halterungseinrichtungen für die Abdeckfolie versehen ist. Diese Konstruktion
ermöglicht zum einen ein einfaches Abnehmen und Wiederbefestigen einer Folie, beispielsweise
zwischen zwei zeitlich länger beabstandeten Arbeitsgängen, und bietet darüber hinaus
auch einen gewissen Schutz gegen ein Abreißen des Putzes durch das Arbeiten des Holzrahmens
infolge der Querelastizität.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Laibungsanschlußprofil der eingangs
genannten Art so weiterzubilden, daß es sämtliche Bewegungen des Holzrahmens gegenüber
dem starren Putz elastisch auffangen kann und so das Auftreten von Putzrissen oder
Spalten zwischen dem Profil und dem Putz verhindert, in die Wasser eindringen und
durch Gefrieren zu weiteren Schäden führen könnte. Darüber hinaus soll das Laibungsanschlußprofil
auch eine besonders einfache Befestigungsmöglichkeit für die Abdeckfolie bieten.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß der Rahmenbefestigungsschenkel
und der Außenschenkel durch beabstandete Verbindungsstege aus elastisch verbiegbarem
Material derart miteinander verbunden sind, daß die beiden genannten Schenke sowohl
parallel zueinander als auch senkrecht gegeneinander verschiebbar sind, wozu in Ausgestaltung
der Erfindung die Verbindungsschenkel bevorzugt als gebogene oder gewinkelte Stegwände
ausgebildet sein können.
[0005] Durch die erfindungsgemäße Ausbildung - die Verbindungsstege lassen sich ja sehr
einfach aus einem anderen weicheren Material als das übrige Profil in einem Arbeitsgang
spritzgießfertigen - kann trotz des festen Einbindens des Außenschenkels mit dem Einputzsteg
in die Verputzschicht der am Rahmen befestigte Rahmenbefestigungsschenkel den Bewegungen
des Rahmens bei thermischen Dehn- und Schrumpfbewegungen sowie auch bei etwaigen Veränderungen
durch das Trocknen des Holzes folgen, ohne daß zwischen dem Rahmenbefestigungsschenkel
und dem Rahmen ein Ablösen zu befürchten wäre oder auch ein Abreißen zwischen dem
Außenschenkel und dem Putz. Bevorzugt kann dabei vorgesehen sein, daß das Laibungsanschlußprofil
aus Hart-PVC besteht, während die Verbindungsstege aus, bei der Fertigung einstückig
mit angeformtem, Weich-PVC bestehen.
[0006] In Ausgestaltung der Erfindung kann dabei vorgesehen sein, daß das Laibungsanschlußprofil
ein Kastenprofil bildet, bei dem die von den Verbindungsschenkeln gebildeten seitlichen
Stegwände nach innen gewölbt sind.
[0007] Prinzipiell wäre es auch möglich, eine Klemmbefestigung der Abdeckfolie am Laibungsanschlußprofil
dadurch zu bilden, daß das Laibungsanschlußprofil nach wie vor ein einen Rand der
Abdeckfolie zusammen mit einem Klemmkörper aufnehmendes U-Profil umfaßt, was aber
doch zu relativ breiten Profilen führen würde. Mit besonderem Vorteil ist daher in
weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß am Rahmenbefestigungsschenkel
ein abtrennbarer Folienbefestigungsschenkel angeformt ist, insbesondere dergestalt,
daß die Trennkante des gegenüber dem Befestigungsschenkel dünner ausgebildeten, vorzugsweise
als Weichkunststoffteil angespritzten Folienbefestigungsschenkels vor einer nach außen
ragenden harten Schutzzunge des Befestigungsschenkels liegt.
[0008] Wenn die zum Einputzen oder Streichen des Hauses vorgesehenen Abdeckfolien nicht
mehr benötigt werden, wird mit einem Messer entlang der bevorzugt mit dem Putzschenkel
fluchtenden Abtrennkante der Folienbefestigungsschenkel abgetrennt, wobei die dahinterliegende
aus dem harten Kunststoffmaterial des Rahmenbefestigungsschenkels bestehende Schutzzunge
ein Durchschneiden des Messers in den Holzrahmen verhindert.
[0009] In an sich bekannter Weise kann bei dem erfindungsgemäßen Laibungsanschlußprofil
vorgesehen sein, daß der Rahmenbefestigungsschenkel und der Folienbefestigungsschenkel
selbstklebend mit einer abziehbaren Abdeckfolie ausgebildet sind, wobei ggf. auf dem
Rahmenbefestigungsschenkel auch ein beidseits mit Klebstoff beschichtetes ausgleichendes
Schaumstoffband aufgeklebt sein kann.
[0010] Schließlich liegt es auch noch im Rahmen der Erfindung, daß der Außenschenkel dem
Einputzsteg gegenüberliegend einen Mauerbefestigungsschenkel aufweist.
[0011] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels sowie anhand der Zeichnung. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch einen Fensterrahmen mit einem erfindungsgemäßen Laibungsanschlußprofil,
und
- Fig. 2
- einen vergrößerten Schnitt durch das Laibungsanschlußprofil.
[0012] In Fig. 1 erkennt man einen Fensterstock 1 - wegen der Anwendbarkeit der Erfindung
auf die verschiedenartigsten Gebäudeöffnungen wird im folgenden allgemein von

Rahmen" gesprochen - sowie einen Fensterflügel 2. Auf den Stockrahmen 1 ist - im dargestellten
Ausführungsbeispiel neben einer zusätzlichen Rolloschiene 3, die aber nicht unbedingt
für die Erfindung notwendig ist - ein erfindungsgemäßes Laibungsanschlußprofil 4 aufgeklebt,
das eine als angeformter abtrennbarer Steg 5 ausgebildete Halterungsvorrichtung zum
Befestigen einer Abdeckfolie 6 und einen angeformten Einputzsteg 7 umfaßt.
[0013] Das Laibungsanschlußprofil 4 bildet einen Kastenrahmen aus dem Rahmenbefestigungsschenkel
8, dem ihm gegenüberliegenden Außenschenkel 9, an dem der Einputzsteg 7 und ggf. ein
zusätzlicher Mauerbefestigungsschenkel 10 angeformt ist, und den Verbindungsstegen
11 und 12. Die beiden Schenkel 8 und 9 sind durch die aus weicherem elastisch verbiegbarem
Material bestehende Stegwände 11 und 12 zu dem genannten Kastenrahmen verbunden, wobei
die Stegwände 11 und 12 beispielsweise aus Weich-PVC bestehen können, während alle
übrigen Wände aus Hart-PVC hergestellt sind. In an sich bekannter Weise lassen sich
ja derartige Mischprofile in einem Arbeitsgang fertigen.
[0014] Die Ausbildung der Verbindungsstege 11 und 12 aus einem weicheren Material, in Verbindung
mit der gezeigten Wölbung dieser Verbindungsstege nach innen - alternativ könnte auch
eine Winkelung vorgesehen sein - ermöglicht nicht nur eine Verschiebung der Schenkel
8 und 9 gegeneinander unter Veränderung ihres jeweiligen Abstands, sondern auch eine
Parallelverschiebung zueinander, so daß auf diese Art und Weise sämtliche Bewegungen
durch thermische Schrumpfungen oder durch Trocknung des Holzes aufgefangen werden
können und somit weder Putzrisse auftreten können noch ein Abreißen der Verbindung
des Laibungsanschlußprofils zum Holzrahmen zu befürchten ist.
[0015] Am Rahmenbefestigungsschenkel 8 ist ein - in seiner Dicke gegenüber dem Rahmenbefestigungsschenkel
8 dünner ausgebildeter - Folienbefestigungsschenkel 5 angeformt. Hierbei handelt es
sich um ein Hart-PVC-Teil, wobei dieser Folienbefestigungssteg auf der Unterseite
mit einer Klebebeschichtung 14 versehen sein soll, die in an sich bekannter Weise
von einer nicht gezeigten Schutzfolie überdeckt ist, die erst unmittelbar vor dem
Ankleben der Abdeckfolie 6 abgezogen wird. In entsprechender Weise ist auch eine Klebebeschichtung
auf dem Rahmenbefestigungsschenkel 8 aufgebracht, wobei - wie in Fig. 2 angedeutet
ist - auch ein beidseits mit einer Klebeschicht versehenes Schaumstoffband 13 vorgesehen
sein kann.
[0016] Wie man insbesondere aus Fig. 2 erkennen kann, ist die Trennkante 15 zwischen dem
Rahmenbefestigungsschenkel 8 und dem angespritzten Folienbefestigungsschenkel 5, die
in der Außenebene des Einputzstegs 7 liegt, vor einer nach außen gezogenen harten
Schutzzunge 16 des Rahmenbefestigungsschenkels 8 angeordnet, so daß beim Abtrennen
des Folienbefestigungsschenkels 5 die Gefahr vermieden ist, daß das Messer rückwärts
in den Holzrahmen einschneidet.
[0017] Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. So wäre
es insbesondere - wie weiter oben bereits angedeutet wurde - auch möglich, eine andere
Art der Befestigung der Abdeckfolie 6 vorzusehen, insbesondere eine Steckbefestigung
nach Art der DE 37 26 807 A1 Darüber hinaus könnte bei entsprechender Materialausbildung
ggf. auch der gesamte Raum zwischen den Schenkeln 8 und 9 mit einem weichelastischen
Material ausgefüllt sein, falls dadurch die angesprochene Bewegbarkeit der Schenkel
quer zueinander und parallel zueinander gewährleistet bleibt. Darüber hinaus wäre
es auch möglich, den Folienbefestigungsschenkel 5 nicht unmittelbar am Rahmenbefestigungsschenkel
8 anzuformen, sondern mit einer Sollbruchkante am Schaumstoffstreifen 13.
1. Laibungsanschlußprofil mit Halterungsteilen für eine Abdeckfolie vor Fenster- oder
Türöffnungen von Gebäuden, sowie mit einem einem inneren Rahmenbefestigungsschenkel
des Profils gegenüberliegenden Außenschenkel mit einem senkrecht abgewinkelten Einputzsteg,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmenbefestigungsschenkel (8) und der Außenschenkel
(9) durch beabstandete Verbindungsstege (11, 12) aus elastisch verbiegbarem Material
derart miteinander verbunden sind, daß die Schenkel parallel zueinander und senkrecht
gegeneinander verschiebbar sind.
2. Laibungsanschlußprofil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsstege
(11, 12) gebogen oder gewinkelt ausgebildet sind.
3. Laibungsanschlußprofil nach Anspruch 1 oder 2, daduch gekennzeichnet, daß die Verbindungsstege
(11, 12) aus einem anderen, weicheren Material als das übrige Profil bestehen.
4. Laibungsanschlußprofil nach Anspruch 3, daduch gekennzeichnet, daß es aus Hart-PVC
und die Verbindungsstege (11, 12) aus bei der Fertigung einstückig mit angeformtem
Weich-PVC bestehen.
5. Laibungsanschlußprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch ein
Kastenprofil, bei dem die von den Verbindungsstegen (11, 12) gebildeten seitlichen
Stegwände nach innen gewölbt sind.
6. Laibungsanschlußprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
am Rahmenbefestigungsschenkel (8) ein abtrennbarer Folienbefestigungsschenkel (5)
angeformt ist.
7. Laibungsanschlußprofil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennkante
(15) des gegenüber dem Rahmenbefestigungsschenkel (8) dünner ausgebildeten, vorzugsweise
als Weichkunststoffteil angespritzten Folienbefestigungsschenkels (5) vor einer nach
außen ragenden harten Schutzzunge (16) des Rahmenbefestigungsschenkels (8) liegt.
8. Laibungsanschlußprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der Rahmenbefestigungsschenkel (8) und der Folienbefestigungsschenkel (5) selbstklebend
mit einer abziehbaren Schutzfolie ausgebildet sind.
9. Laibungsanschlußprofil nach einem der Anspüche 1 bis 8, dadurch gekenzeichnet, daß
der Außenschenkel (9) dem Einputzsteg (7) gegenüberliegend einen Mauerbefestigungsschenkel
(10) aufweist.