[0001] Die Erfindung betrifft einenDatenträger mit einer die Echtheit des Datenträgers kennzeichnenden,
optisch variablen Struktur, die ein Prägeraster aufweist, welches mit einer zur Oberfläche
des Datenträgers kontrastierenden Beschichtung so kombiniert ist, daß wenigstens Teilbereiche
der Beschichtung bei senkrechter Betrachtung vollständig sichtbar sind, bei Schrägbetrachtung
aber verdeckt werden, so daß bei abwechselnd senkrechter und schräger Betrachtung
ein Kippeffekt entsteht, d.h. daß unter mindestens einem vorgegebenen Winkel eine
erste Information erkennbar ist, die bei senkrechter Betrachtung nicht oder nur sehr
schwach zu sehen ist.
[0002] Zum Schutz gegen Nachahmung, insbesondere mit Farbkopierern oder anderen Reproduktionsverfahren,
werden Datenträger, wie beispielsweise Banknoten, Wertpapiere, Kredit- oder Ausweiskarten
oder ähnliches, mit optisch variablen Sicherheitselementen und hier insbesondere mit
Hologrammen ausgestattet. Der Fälschungsschutz beruht dabei darauf, daß der visuell
einfach und deutlich erkennbare optisch variable Effekt von den obengenannten Reproduktionsgeräten
nicht oder nur ungenügend wiedergegeben wird. Ein Datenträger mit einem derartigen
Hologramm ist z. B. aus der
EP 440 045 A2 bekannt. In dieser Schrift wird vorgeschlagen, das Hologramm als vorgefertigtes Element
oder auch als Prägung in eine auf den Datenträger aufgebrachte Lackschicht aufzubringen.
[0003] Neben diesen Hologrammen können jedoch auch andere optisch variable Strukturen in
Datenträger eingebracht werden. Hierzu ist beispielsweise aus der
CA 10 19 012 eine Banknote bekannt, welche in einem Teilbereich Ihrer Oberfläche mit einem parallelen
Liniendruckmuster versehen ist Zur Erzeugung des optisch variablen Effektes wird in
den Datenträger im Bereich dieses Linienmusters zusätzlich eine Linienstruktur eingeprägt,
so daß Flanken entstehen, die jeweils nur unter bestimmten Betrachtungswinkeln sichtbar
sind. Durch gezielte Anordnung des Linienmusters auf Flanken gleicher Orientierung
sind bei schräger Betrachtung der mit den Linien versehenen Flanken diese Linien sichtbar,
bei schräger Betrachtung der rückseitigen Flanken ist das Linienmuster nicht erkennbar.
Sieht man im Linienraster oder im Prägeraster in Teilbereichen der geprägten Fläche
Phasensprünge vor, sind damit Informationen darstellbar, die entweder nur aus dem
ersten schrägen Betrachtungswinkel oder nur aus dem zweiten Betrachtungswinkel erkennbar
sind.
[0004] Aus der
WO 88/05387 ist ferner ein dekorativer Farbdruck bekannt, der zur Erzielung betrachtungswinkelabhängiger
grafischer Effekte mit einer periodischen Prägung versehen wird, die anschließend
mit mehrfarbigen Streifenmustern vollflächig bedruckt wird.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, das bereits bekannte Sicherheitselement
mit der eingebrachten Prägung im Hinblick auf sicherheitstechnische Aspekte zu verbessern.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche 1, 3, 5 und 14 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0007] Die Erfindung basiert auf dem Grundgedanken, ein optisch variables Sicherheitselement,
das eine geprägte Struktur aufweist, die mit einem Druckbild, Linienraster oder dergleichen,
nachfolgend auch Beschichtung genannt, kombiniert ist, so zu ergänzen, daß entweder
eine Verstärkung des bereits bekannten optisch variablen Effekts eintritt oder aber
zu dem bereits bekannten optisch variablen Effekt mindestens ein weiterer visuell
erkennbarer Effekt auftritt. Die Gesamtheit aus dem durch die Kombination aus Untergrund
und Prägung erzeugten optisch variablen Effekt und dem zusätzlichen Effekt ist zwar
visuell erkennbar, kann jedoch mit Hilfe von Kopiergeräten nicht reproduziert werden.
Sie kann dementsprechend als eine Information dienen, anhand der geprüft werden kann,
ob es sich um ein Originaldokument handelt, bzw. bei Vorhandensein des oder der optisch
variablen Effekte kann ausgeschlossen werden, daß das Dokument mit handelsüblichen
Reproduktionstechniken hergestellt wurde. Dieser Grundgedanke läßt sich erfindungsgemäß
in mehreren Varianten verwirklichen, die sich im wesentlichen dadurch unterscheiden,
daß die Verstärkung des bekannten Effekts bzw. zusätzliche Informationen auf verschiedene
Weise erzeugt werden.
[0008] Der in den unterschiedlichen Ausführungsformen verwirklichte Grundgedanke der Erfindung
zeichnet sich gegenüber dem Stand der Technik durch eine Reihe von Vorteilen aus.
So wird die Fälschungssicherheit des Dokumentes durch das Vorsehen des Verstärkungs-
bzw. Zusatzeffekts deutlich erhöht. Auch die Erkennbarkeit des Sicherheitselementes
im Datenträger wird erleichtert, da das Element aufgrund der Zusatzeffekte leicht
auffindbar und deutlicher erkennbar ist. Die optisch variable Struktur kann auf dem
Datenträger als separates Element oder als Bestandteil des Datenträgers vorliegen,
so daß eine Vielzahl konkreter Realisierungsmöglichkeiten gegeben ist.
[0009] Weitere Vorteile und vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung der Ausführungsformen, die anhand der Figurenbeschreibung vorgenommen
wird.
[0010] Im einzelnen zeigen schematisch:
- Fig. 1
- einen Datenträger,
- Fig. 2
- eine optisch variable Struktur mit vollflächig gedruckter Information in der Aufsicht,
- Fig. 3
- die Prägung der optisch variablen Struktur der Fig. 2 im Schnitt,
- Fig. 4
- die optisch variable Struktur der Fig. 2 in einer perspektivischen Ansicht aus einer
ersten Betrachtungsrichtung,
- Fig. 5
- die optisch variable Struktur der Fig. 2 in einer perspektivischen Ansicht aus einer
zweiten Betrachtnngsrichtung,
- Fig. 6
- eine optisch variable Struktur mit einer durch Aussparung dargestellten Information,
- Fig. 7
- eine optisch variable Struktur mit einer durch Nichtprägung dargestellten Information,
- Fig. 8
- eine optisch variable Struktur mit einer zusätzlichen Prägestruktur,
- Fig. 9
- eine optisch variable Struktur mit einer durch Änderung der Rasterorientierung erzeugten
Information,
- Fig. 10
- eine optisch variable Struktur mit zwei durch Aussparung erzeugten Informationen,
- Fig. 11
- eine optisch variable Struktur mit einer ergänzenden Zusatzinformation im nichtgeprägten
Bereich,
- Fig. 12
- eine optisch variable Struktur mit zwei im Winkel unterschiedlichen Linien- und Prägestrukturen,
- Fig. 13
- eine optisch variable Struktur mit einer durch Verbreiterungen eines Linienrasters
erzeugten Information,
- Fig. 14
- eine optisch variable Struktur, die aus Einzelstrukturen zusammengesetzt ist,
- Fig. 15
- eine optisch variable Struktur mit Druckrasterlinien auf den Prägungszeniten,
- Fig. 16
- eine optisch variable Struktur mit zweifarbigem Druckraster,
- Fig. 17
- eine optisch variable Struktur mit zweifarbigem Druckraster auf den Zeniten/Tälern
eines Prägerasters,
- Fig. 18
- eine optisch variable Struktur mit einem Prägeraster unterschiedlicher Prägehöhe,
- Fig. 19
- die optisch variable Struktur der Fig. 18 im Schnitt,
- Fig. 20
- eine optisch variable Struktur mit dreifarbigem Druckraster,
- Fig. 21
- die optisch variable Struktur der Fig. 12 mit sinusförmiger Prägung,
- Fig. 22
- einen Datenträger im Schnitt mit einer optisch variierenden Beschichtung,
- Fig. 23
- eine optisch variable Struktur mit Informationen in Form von Aussparungen in einer
Iriodinbeschichtung,
- Fig. 24
- die Iriodinbeschichtung aus Fig. 23 mit geprägter Struktur,
- Fig. 25, 26
- die optisch variable Struktur aus Fig. 23 mit unterlegtem Druckraster,
- Fig. 27
- eine optisch variable Struktur in Form eines metallischen Streifens mit geprägter
Information,
- Fig. 28
- eine optisch variable Struktur mit Informationen in Form von Demetallisierungen,
- Fig. 29
- eine optisch variable Struktur passergenau auf beiden Seiten eines Datenträgers mit
Durchprägung.
[0011] Die Fig. 1 zeigte einen Datenträger 1 mit einer optisch variablen Struktur 3, die
im Druckbildbereich 2 des Datenträgers und im druckfreien Bereich plaziert ist. Die
optisch variable Struktur 3 wird gemäß der Erfindung als sogenanntes Humanmerkmal,
d.h. als ein durch den Menschen ohne Hilfsmittel prüfbares Merkmal, neben gegebenenfalls
weiteren Merkmalen zur Feststellung der Echtheit des Datenträgers verwendet. Das Vorsehen
derartiger Merkmale ist besonders sinnvoll bei Banknoten aber auch bei anderen geldwerte
Dokumenten, wie Aktien, Schecks und dergleichen. Als Datenträger im Sinne der Erfindung
kommen auch Karten in Betracht, wie sie heute z.B. zur Identifikation von Personen
oder zur Durchführung von Transaktionen oder Dienstleistungen eingesetzt werden.
[0012] Die optisch variable Struktur 3 kann von sehr unterschiedlichem Aufbau sein, verbunden
mit den sich daraus ergebenden unterschiedlichen Effekten aus unterschiedlichen Blickrichtungen.
In der Regel besteht die optisch variable Struktur aus einer zur Oberfläche des Datenträgers
kontrastierenden Beschichtung in Form eines drucktechnisch oder auf andere Weise erzeugten
Rasters, wie beispielsweise mittels eines Transferverfahrens. Durch das mit der Beschichtung
zusammenwirkende Prägeraster werden je nach Struktur von Beschichtung und Prägeraster
und deren Zuordnung zueinander die zur Echtheitsbestimmung des Datenträgers verwendbaren
Effekte erzeugt.
[0013] Allen Strukturen gemäß der Erfindung ist gemeinsam, daß sie und die daraus resultierenden
Effekte mit Hilfe der heute bekannten Reproduktionstechniken nicht nachgeahmt werden
können.
[0014] Im folgenden werden anhand der Figuren Beispiele verschiedener bevorzugter Ausführungsformen
der Erfindung erläutert. Die Darstellungen in den Figuren sind des besseren Verständnisses
wegen stark schematisiert und spiegeln nicht die realen Gegebenheiten wider.
[0015] Die in den folgenden Beispielen beschriebenen Ausführungsformen sind der besseren
Verständlichkeit wegen auf die wesentlichen Kerninformationen reduziert. Bei der praktischen
Umsetzung sind die Linienstrukturen der Beschichtungs-/Druckraster nicht zwingend
geradlinig, sondern vorzugsweise geschwungen oder sogar verschlungen, d.h. auch in
Form von Guillochen ausgerührt. Dasselbe gilt für die Prägerasterstrukturen. Die in
den folgenden Beispielen als einfache Balken dargestellten Informationen können ebenfalls
durch beliebig aufwendige Bild- oder Textinformationen ersetzt werden. Die Linienrasterstrukturen
nutzen üblicherweise die Möglichkeiten der Drucktechnik aus. Demzufolge sind typische
Linienbreiten in der Größenordnung von ca. 50 bis 1000 µ angesiedelt. Die Prägerasterstrukturen
werden im Regelfall im Bereich von 50 bis 500 µ Amplitudenhöhe gewählt.
[0016] Die verschiedenen Ausführungsbeispiele sind auch nicht auf die Verwendung in der
beschriebenen Form beschränkt, sondern können zur Erhöhung der Effekte auch untereinander
kombiniert werden.
[0017] Die Ausführungsbeispiele 1 bis 3, 5, 6 und 7, 9, sowie 11-29 sind nicht Gegenstand
der vorliegenden Erfindung und dienen lediglich zur Erläuterung
Beispiel 1 (Fig. 2, 3, 4 und 5)
[0018] Fig. 2 zeigt in Verbindung mit den Fig. 3, 4 und 5 eine optisch variable Struktur,
bei der die Beschichtung aus einem parallelen geraden Druckraster 6 besteht. Die Breite
der Drucklinien entspricht in etwa der Breite der Lücken. Eine Information 7, die
in diesem Fall aus einem vollflächigen Aufdruck besteht, ist senkrecht zum Druckraster
angeordnet. Die Prägung 8, im linken Randbereich der Fig. 2 entsprechend seiner Struktur
und Zuordnung zum Linienraster 6 schematisch dargestellt, ist deckungsgleich zum Druckraster
derart positioniert, daß die dem Betrachter bei schräger Betrachtung aus der Betrachtungsrichtung
B zugewandte Flanke des Prägerasters mit der jeweiligen Lücke des Druckrasters und
die aus gleicher Betrachtungsrichtung dem Betrachter abgewandte Fläche 9 mit den Drucklinien
des Druckrasters 6 zusammenfällt. Dieser Zusammenhang ist in den Fig. 3 bis 5 verdeutlicht.
Dabei sind die aus Betrachtungsrichtung B zugewandten Flanken der Prägung mit Position
10, die abgewandtenFlanken mit Position 9 gekennzeichnet.
[0019] Das Linienraster 6 ist in der schematischen Schnittdarstellung der Fig. 3 als schwarze
Beschichtung wiedergegeben.
[0020] In den Fig. 3 bis 5 wird in erster Linie der Verlauf und die Struktur der Prägung
sowie die Anordnung der Beschichtung auf den Flanken 9,10 der Prägung dargestellt.
Die Darstellung des Datenträgers 1 wird dabei weitgehend vernachlässigt, soweit dies
für das Verständnis nicht nachteilig ist.
[0021] In dem gezeigten Beispiel ist das Prägeraster dreieckförmig dargestellt. Je nach
Gestaltung der Prägeform kann das Raster aber auch trapezförmig, sinusförmig, halbkreisförmig
oder anderer Gestalt sein.
[0022] Die Effekte der optisch variablen Struktur gemäß Fig. 2 seien nachfolgend anhand
der Fig. 3, 4 und 5 weiter beschrieben.
[0023] Bei Betrachtung der optisch variablen Struktur aus der Betrachtungsrichtung A, d.h.
senkrecht zur Oberfläche des Datenträgers, ist die Information 7 im Umfeld des Druckrasters
6 vollständig erkennbar. Bei einem Schwarz-Weiß-Raster erscheint das Umfeld je nach
Periodizität des Raster in einem bestimmten Grauton. Bei einem Linien-/Lücken-Verhältnis
von 1:1 ergibt sich ein Grauton mit einer Flächendeckung von 50 %. Bei schräger Betrachtung
des optisch variablen Elements aus der Betrachtungsrichtung B erscheint die Information
7 in unbedrucktem Umfeld, da die dem Betrachter zugewandten Flanken des Prägerasters
unbedruckt sind und lediglich die vollflächig gedruckte Information 7 aufweisen.
[0024] Bei Betrachtung des Datenträgers aus der der Betrachtungsrichtung B gegenüberliegenden
Betrachtungsrichtung C ist, soweit Linienraster 6 und Information 7 gleiche Schichtdicke
aufweisen und aus gleichem Materiel hergestellt sind, die Information 7 nicht erkennbar,
weil die dem Betrachter aus dieser Betrachtungsrichtung zugewandten Flanken 10 der
Prägestruktur vollständig bedeckt sind. Der Betrachter sieht dementsprechend z.B.
eine vollständig bedruckte Fläche, in der die Information, weil zur Umgebung nicht
kontrastierend, nicht erkennbar ist. Der besseren Anschaulichkeit wegen ist die Information
7 in Fig. 5 jedoch zum Linienraster leicht kontrastierend dargestellt.
[0025] Die beschriebene optisch variable Struktur zeigt demnach bei einem Wechsel von der
Betrachtungsrichtung B zur Betrachtungsrichtung C einen Kippeffekt mit vollständig
unterschiedlichem Informationsgehalt, der einfach erkennbar ist, aber beispielsweise
von einem Kopiergerät nicht reproduziert werden kann, weil das Kopiergerät Vorlagen
ausschließlich aus der Betrachtungsrichtung A, d.h. senkrecht zur Dokumentenoberfläche
abtastet und nur den aus Betrachtungsrichtung A erkennbaren Informationsgehalt reproduzieren
kann.
Beispiel 2 (Fig. 6)
[0026] Das Druckraster 6 ist wie im Beispiel 1 ein paralleles, gerades Raster. In diesem
Beispiel ist aber die Information 7 durch einen druckfreien, ausgesparten Zwischenraum
dargestellt. Die Prägung 8 ist deckungsgleich zum Druckraster 6 und so zum Druckraster
positioniert, wie anhand des Beispiels 1 beschrieben. In diesem Beispiel ist allerdings
die Information nicht geprägt, d.h. das Prägeraster ist im Bereich der Information
unterbrochen.
[0027] Bei senkrechter Betrachtung dieser optisch variablen Struktur ist die Information
7 im gerasterten Umfeld gut erkennbar. Bei Betrachtung der Struktur aus der Betrachtungsrichtung
B verschwindet die Information, weil dem Betrachter aus dieser Richtung die unbedruckten
Flanken der Prägestruktur zugewandt sind. Aus der gegenüberliegenden Betrachtungsrichtung
C erscheint die Information als druckfreier Bereich in einem vollständig bedruckten
Umfeld.
[0028] Die gleichen oder sehr ähnliche Effekte ergeben sich, wenn sich die dekkungsgleiche
Prägestruktur 8 auch über den unbedruckten Bereich der Information 7 erstreckt bzw.
wenn der Bereich der Information 7 insgesamt erhaben geprägt ist, in ungeprägter Form
macht die Information 7 (aus Blickrichtung C) aber einen homogeneren Eindruck. Die
Information 7 ist wegen der unterschiedlichen Oberflächenstruktur der geprägten und
ungeprägten Bereiche auch im Glanzwinkel des Datenträgers aus beliebiger Betrachtungsrichtung
geringfügig erkennbar.
Beispiel 3 (Fig. 7)
[0029] Als Druckraster 6 ist in diesem Beispiel ein durchgehendes Linienraster gewählt,
ohne Vorsehen einer drucktechnisch hergestellten Information. Die Prägung 8 ist deckungsgleich
zum Druckraster und wie in den vorhergehenden Beispielen zum Druckraster so positioniert,
daß das Linienraster auf den Flanken 9 angeordnet ist. Im Bereich der darzustellenden
Information 7 ist die Prägung unterbrochen.
[0030] Bei Betrachtung dieser optisch variablen Struktur senkrecht zur Oberfläche ist lediglich
das aufgedruckte Raster ohne eine Information erkennbar. Bei schrägem Betrachtungswinkel
aus der Betrachtungsrichtung B erscheint die Information in einem unbedruckten Umfeld
in Form eines Bereichs mit bedruckten und unbedruckten Flächen. Bei der gewählten
Darstellung mit einer Flächenbedeckung von bedruckten und unbedruckten Anteilen im
Bereich der Information 7 von etwa 50 % erscheint die Information somit in einem Grauton
vor weißem Hintergrund. Aus der gegenüberliegenden Betrachtungsrichtung C erscheint
die Information ebenfalls in einem Grauton, allerdings in diesem Fall vor dunklem
Hintergrund (100 % Flächendeckung), da die dem Betrachter zugewandten Flanken des
Prägerasters 8 vollständig bedruckt sind.
Beispiel 4 (Fig. 8)
[0031] Linienraster 6 und Prägeraster 8 entsprechen in diesem Beispiel der in Beispiel 3
gezeigten Anordnung. Der Unterschied besteht darin, daß im Bereich der darzustellenden
Information 7 ein weiteres Prägeraster 19 vorgesehen ist, welches senkrecht zum Prägeraster
8 angeordnet ist.
[0032] Die zu beobachtenden Effekte aus den verschiedenen Betrachtungsrichtungen (A, B,
C) entsprechen den im Beispiel 3, nur daß bei der vorliegenden Ausführungsform das
optisch variable Element im Glanzwinkel des Datenträgers oder bei oberflächlicher
Betrachtung aus anderen als für die Erkennung der Daten vorgegebenen Richtungen B,
C nicht erkennbar ist.
Beispiel 5 (Fig. 9)
[0033] Das Linienraster 6 in diesem Beispiel entspricht den vorhergehenden Druckrastern.
Im Bereich der Information weicht das Linienraster aber vom vorgegebenen Verlauf ab,
z.B. indem es rechtwinkelig zur Informationskontur angeordnet wird. Die Prägung 8
verläuft parallel zum Grundraster. Im Informationsbereich 7 liegt keine Prägung vor.
[0034] Bei Betrachtung dieser optisch variablen Struktur senkrecht zur Oberfläche ist die
Information bei gleicher Rasterfrequenz im Informations- und Umfeldbereich wegen der
gleichen Flächendeckung nahezu nicht erkennbar. Bei Betrachtung der Struktur aus dem
Betrachtungswinkel B erscheint die Information 7 in einem Grauton vor hellem Umfeld,
während die Information aus der Betrachtungsrichtung C in einem Grauton vor dunklem
Grund erscheint.
[0035] Neben der anderen Orientierung des Druckrasters im Bereich der Information 7 kann
auch die Rasterfrequenz im Informationsbereich von der im Umfeldbereich abweichen.
Je mehr die Raster voneinander abweichen, umso besser wird die Information allerdings
auch bei Betrachtung senkrecht zur Oberbäche sichtbar.
Beispiel 6 (Fig. 10)
[0036] In diesem Beispiel besteht das Druckraster aus einem zweifarbigen Liniendruck 11,12,
wobei die Linien aneinander angrenzen. Eine erste Information 13 ist durch Aussparungen
in den Linien 11 der ersten Farbe dargestellt, während eine zweite Information 14
durch entsprechende Aussparungen in den Linien 12 der zweiten Farbe dargestellt ist.
Die Prägestruktur 8 ist parallel zur Grundstruktur angeordnet und erstreckt sich über
das gesamte Druckraster. Das Prägeraster ist derart positioniert, daß die Linien 11
der ersten Farbe auf jeweils einer ersten Flanke des Rasters und die Linien 12 der
zweiten Farbe auf der jeweils gegenüberliegenden Flanke des Rasters angeordnet sind.
[0037] Bei Betrachtung dieser optisch variablen Struktur im Auflicht ist eine Mischfarbe
aus den Farben der Linien 11 und 12 erkennbar. Die Informationen 13 und 14 sind, soweit
sie sich überlagern, nicht voneinander zu trennen. Bei Betrachtung der Struktur aus
der Betrachtungsrichtung B erscheint allerdings nur die Information 13 als weiße Fläche
in einem farbigen Umfeld entsprechend der Farbe der Linien 11, während die Information
14 nicht erkennbar ist. Aus der gegenüberliegenden Betrachtungsrichtung C erscheint
die Information 14 weiß vor einem farbigen Umfeld entsprechend der Farbe der Linien
12, während die Information 13 nicht sichtbar ist.
Beispiel 7 (Fig. 11)
[0038] In diesem Beispiel ist das Linienraster 6 entsprechend der Informationskontur unterbrochen.
Innerhalb der Informationskontur läuft das Linienraster jedoch phasenversetzt in den
Rasterlücken weiter. Die versetzten Linienbereiche sind mit Position 16, die Lücken
im Informationsbereich mit Position 17 gekennzeichnet. Außerhalb des Druckrasters
wird die Information durch einen vollflächigen Aufdruck 18 ergänzt. Die Prägung 8
verläuft parallel zum Grundraster über die gesamte Fläche, wobei die Zusatzinformation
18 ungeprägt bleibt.
[0039] Bei Betrachtung der optisch variablen Struktur senkrecht zur Oberfläche ist die Information
nur fragmentarisch erkennbar. Bei Betrachtung aus der Betrachtungsrichtung B erscheint
durch den Phasenversatz lediglich der Teil der Information im Prägeraster dunkel vor
hellem Grund und ergänzt somit die außerhalb der Prägestruktur gedruckte Zusatzinformation
18. Aus dieser Betrachtungsrichtung ist somit die Gesamtinformation deutlich vor hellem
Grund erkennbar ist. Aus der gegenüberliegenden Betrachtungsrichtung C erscheint die
Information im Prägerasterbereich hell vor dunklem Grund und ergänzt ebenfalls die
außerhalb des Prägerasters liegende Zusatzinformation 18.
Beispiel 8 (Fig. 12)
[0040] Die optisch variable Struktur besteht aus einem Linienraster 6, welches unterbrochen
ist. In der Unterbrechung ist die Information 7 durch ein zweites Linienraster dargestellt,
welches senkrecht zum Grundraster 6 angeordnet ist. Eine erste Prägung 8 verläuft
deckungsgleich zum Linienraster 6, während eine zweite Prägung 19 entsprechend deckungsgleich
zum Informationsraster 7 verläuft. Beide Raster sind, wie schon in den vorhergehenden
Beispielen, zu den Druckrastern positioniert.
[0041] Bei Betrachtung dieser optisch variablen Struktur senkrecht zur Oberfläche erscheint
dem Betrachter eine weitgehend homogene graue Fläche, ohne daß die Information erkennbar
ist. Bei Betrachtung der Struktur aus dem Betrachtungswinkel B erscheint die Information
in einem Grauton vor hellem Hintergrund. Aus der gegenüberliegenden Betrachtungsrichtung
C erscheint die Information im gleichen Grauton, allerdings vor dunklem Hintergrund.
[0042] Aus der Betrachtungsrichtung D (senkrecht zur Betrachtungsrichtung B, C) erscheint
im Bereich der Information eine weiße Fläche vor einem grau erscheinenden Umfeld,
welches sich durch die offene Rasterstruktur 6 ergibt. Entsprechend erscheint aus
der Betrachtungsrichtung E (senkrecht zur Betrachtungsrichtung B, C) die Information
dunkel auf wiederum grauen Hintergrund.
Beispiel 9 (Fig. 13)
[0043] In diesem Beispiel besteht die Beschichtung aus einem parallelen, geraden Linienraster
mit vergleichsweise dünnen Rasterlinien 20 im Verhältnis zu den Lücken. Die Information
ist durch Verbreiterungen 21 der Linien 20 dargestellt. Die Verbreiterungen der Linien
können ein Halbtonbild wiedergeben, wie es, z.B. in der
EP-PS 0 085 066 beschrieben ist. Die Prägung 8 verläuft parallel zum Linienraster und ist derart
positioniert, daß die dünnen Rasterlinien mit den aus Blickrichtung B abgewandten
Flanken des Prägerasters zusammenfallen. Damit erstrecken sich die Verbreiterungen
21 der Information je nach Größe entlang der Flanken bzw. auch über die Zenite der
Prägestruktur auf die jeweils gegenüberliegende Flanke.
[0044] Bei Betrachtung dieser Struktur senkrecht zur Oberfläche erscheint das durch die
Verbreiterungen der Linien dargestellte Halbtonbild in hellgrauer Umgebung. Aus der
Betrachtungsrichtung B liegen die dünnen Rasterlinien 20 auf den jeweils dem Betrachter
abgewandten Flanken des Prägerasters. Damit sind auch bereits die helleren Halbtöne
der Information, die durch nur geringe Verbreiterungen der Rasterlinien 21 repräsentiert
sind, nicht mehr sichtbar. Die Bildinformation wird somit ausgedünnt, die Umgebung
zur Bildinformation erscheint weiß. Bei schräger Betrachtung unter relativ flachem
Winkel ist nur noch eine Restmenge der Information, bestehend aus den dunklen Halbtönen,
erkennbar.
[0045] Aus der Betrachtungsrichtung C sind dem Betrachter die Rasterlinien 20 zugewandt,
bei Drehung der Struktur von der senkrechten Betrachtung zu einem flachen Winkel werden
aus dieser Betrachtungsrichtung zunächst die dunklen Halbtöne ausgeblendet. Die Rasterlinien
bleiben aber sichtbar. Erst bei sehr flachem Winkel erscheint die gesamte Struktur
in einem Vollton dunkel.
Beispiel 10 (Fig. 14)
[0046] In diesem Beispiel besteht die optisch variable Struktur aus einzelnen Druckrasterelementen
25, 26, 27 und 28. Die Druckraster in den einzelnen Elementen sind unterschiedlich
orientiert, senkrecht verlaufend im Element 25, waagrecht verlaufend im Element 26,
diagonal verlaufend im Element 27 und ebenfalls diagonal verlaufend im Element 28,
aber mit gegenüber dem Element 27 anderer Orientierung. Die einzelnen Prägeraster
sind auf die Einzelelemente entsprechend abgestimmt.
[0047] Zur Herstellung einer optisch variablen Struktur werden die Einzelelemente zu einer
Gesamtstruktur zusammengesetzt.
[0048] Bei Betrachtung dieser optisch variablen Struktur senkrecht zur Oberfläche erscheint
dem Betrachter ein Gesamtbild, zusammengesetzt aus den Teilbildem der Einzelelemente
25 bis 28. Aus den unterschiedlich schrägen Betrachtungswinkeln sind unterschiedliche
Gesamtmuster erkennbar, die je nach Komposition der Einzelelemente ein charakteristisches
Muster ergeben, das bei senkrechter Betrachtung nicht sichtbar ist.
[0049] Die in Fig. 14 dargestellten Einzelelemente 25,26,27 und 28 geben nur ganz einfache
Ausführungsformen wieder. Dem Fachmann ist klar, daß sowohl die Form dieser Elemente
als auch die darin vorgesehenen Linien- und Prägestrukturen beliebig variiert werden
können, so daß sich aus der Kombination derariger Elemente eine nahezu unendliche
Zahl von gestalterischen Möglichkeiten ergibt.
Beispiel 11 (Fig. 15)
[0050] Die in diesem Beispiel beschriebenen optisch variablen Strukturen unterscheiden sich
von den bisher beschriebenen Strukturen im wesentlichen darin, daß das linienförmige
Beschichtungsraster auf den Zeniten des dekkungsgleich ausgeführten Prägerasters angeordnet
ist, wobei sich die Linien des Beschichtungsrasters ausgehend von den Zeniten des
sinusförmigen Rasters symmetrisch zu beiden Seiten der Flanken mehr oder weniger weit
erstrecken.
[0051] Das Linienraster 6 der optisch variablen Struktur ist in diesem Beispiel aber ebenfalls
parallel und gerade verlaufend, die Linienbreite entspricht in etwa der Lücke zwischen
den Linien. Nach dem Bedrucken des Datenträgers mit dem beschriebenen Druckraster
wird der Datenträger im Bereich der optisch variablen Struktur geprägt und zwar derart,
daß die Prägung deckungsgleich zum Druckraster verläuft und sich ausgehend von den
Zeniten 32 in beide Flankenbereiche 9,10 erstreckt. Die Rasterlücken sind in den Tälern
31 der Prägestruktur derart eingepaßt, daß sie sich auch in die angrenzenden unteren
Flankenbereiche erstrecken. Das Linienraster wird im Flachdruck oder mit Hilfe anderer
Beschichtungsverfahren (Transferdruck) mit Schichtdicken hergestellt, die beim ungeprägten
Datenträger keine wesentliche Verdickung des Datenträgers ausmachen und dementsprechend
eine unverändert ebene Oberfläche ermöglichen. Das Beschichrungs- bzw. Linienraster
kann somit mit beliebigen Prägestrukturen und beliebigen Prägeverläufen kombiniert
werden. Die Prägehöhe des sinusfömigen Rasters ist somit wesentlich größer als die
Dicke der Druckschicht oder einer beispielsweise im Transferverfahren aufgebrachten
metallischen Beschichtung. Bei einer Prägehöhe zwischen 50 und 100 µ ist die Dicke
der Farbschicht oder anderer Beschichtungen mit optisch variablen Effekt (Metallschicht,
Iriodinfarbschicht, Flüssigkristallfarbschicht) im Regelfall kleiner als 10 µ.
[0052] Bei Betrachtung der in Fig. 15 schematisch dargestellten Prägestruktur des optisch
variablen Elements senkrecht zur Oberfläche ist das Linienraster 6 je nach Ausführung
(Verhältnis Linienbreite zur Lücke) in einem Grauton bzw. einer reduzierten Farbsättigung
einer bestimmten Farbe erkennbar. Aus den Betrachtungsrichtungen A und B sind je nach
Neigungswinkel zunächst noch die unbedruckten Täler 31 des Prägerasters erkennbar
bis die Struktur bei flachem Betrachtungswinkel in den vollflächigen Ton der Rasterfarbe
übergeht.
[0053] Bei dieser Ausführungsform weist das optisch variable Element aus den Betrachtungsrichtungen
A und B denselben Kippeffekt auf.
Beispiel 12 (Fig. 16)
[0054] Im Unterschied zum vorhergehenden Beispiel besteht das Druckraster in diesem Fall
aus einem zweifarbigen Linienraster mit den Farben 11 und 12, die aneinandergrenzen.
Zwischen den Linienpaaren sind Lücken, die in etwa der Breite der Linienpaare entsprechen.
Die Prägung ist deckungsgleich mit dem Druckraster und derart zum Raster positioniert,
daß die Berührungslinie der zweifarbigen Linienpaare auf den Zeniten 32 des Rasters
angeordnet sind. Die Täler 31 des Rasters sind unbedruckt.
[0055] Bei Betrachtung dieser optisch variablen Struktur senkrecht zur Oberfläche erscheint
dem Betrachter eine Mischfarbe aus den Farben 11 und 12. Aus der Betrachtungsrichtung
B sieht der Betrachter zunächst bei steilerem Betrachtungswinkel das Linienraster
mit der Farbe 11 unterbrochen durch die unbedruckten Bereiche in den Tälern 31 bis
unter flachem Winkel die Farbe 11 im Vollton erscheint. Aus der Betrachtungsrichtung
C sieht der Betrachter entsprechend zunächst das Linienraster in der Farbe 12 und
bei entsprechend flachem Betrachtungswinkel auch diese Farbe im Vollton.
[0056] Informationen lassen sich in eine derartige Kippstruktur entsprechend der vorhergehenden
Beispiele auf verschiedenste Weise einbringen, z.B. durch Vorsehen von Lücken (Fig.
10) oder durch entsprechenden Phasenversatz in der Drucklinienstruktur (Fig. 11).
Beispiel 13 (Fig. 17)
[0057] Das Linienraster in diesem Beispiel ist zweifarbig mit den Farben 11 und 12, die
ohne Lücke aneinandergrenzen. Die Prägung ist wiederum deckungsgleich zum Druckraster
und zwar in der Form, daß die Farbe 11 mit den Zeniten 32 und entsprechend die Farbe
12 mit den Tälern 31 zusammenfällt. Bei Betrachtung dieser optisch variablen Struktur
senkrecht zur Oberfläche erscheint dem Betrachter die Mischfarbe aus den Einzelfarben
11 und 12 bei 100 %iger Flächendeckung. Bei schräger Betrachtung der Struktur wechselt
der optische Eindruck je nach Neigungswinkel von der bei senkrechter Betrachtung erkennbaren
Mischfarbe bis hin zu der dem Betrachter zugewandten Volltonfarbe.
[0058] Das Einbringen von Informationen geschieht wie in Beispiel 12 erläutert.
Beispiel 14 (Fig. 18, Fig. 19)
[0059] Das Linienraster 6 ist in diesem Beispiel parallel verlaufend, gerade, mit entsprechenden
Lücken zwischen den Rasterlinien. Die Prägung ist deckungsgleich mit dem Druckraster,
wobei, wie schon in den vorhergehenden Beispielen, die Drucklinien mit den Zeniten
des Prägerasters zusammenfallen. Die Information 7 der optisch variablen Struktur
ist in diesem Beispiel durch ein Prägung dargestellt, die im Bereich der Information
eine geringere Amplitude 36 aufweist als die Prägeamplitude 35 im Bereich der Umgebung
der Information.
[0060] Bei Betrachtung der optisch variablen Struktur senkrecht zur Oberfläche ist lediglich
das Druckraster in einem Grau- oder Farbton erkennbar, ohne daß die Information sichtbar
wird. Bei schräger Betrachtungsrichtung geht zunächst bei zunehmend flacher werdendem
Winkel der Hintergrundbereich 6 in einen Vollton über, während der Informationsbereich
7 noch immer in einem Grauton erscheint, da in diesem Bereich noch Teile der unbedruckten
Flanken erkennbar sind. Bei sehr flachem Betrachtungswinkel erscheint auch der Informationsbereich
im Vollton, d.h. die Information verschwindet wieder.
[0061] Eine Abwandlung dieser optisch variablen Struktur besteht darin, daß im Informationsbereich
keinerlei Prägung vorliegt. In diesem Fall erscheint auch bei Betrachtung unter sehr
flachem Winkel der Informationsbereich unverändert in einem Grauton gegenüber der
dunklen Umgebung.
Beispiel 15 (Fig. 20)
[0062] Das Druckraster in diesem Beispiel ist dreifarbig, bestehend aus den Farben 11,12
und 15, die beabstandet zueinander gedruckt sind. Die Prägung ist deckungsgleich zum
Druckraster mit unterschiedlicher Amplitude, wobei im vorliegenden Beispiel die höhere
Amplitude 35 etwa doppelt so hoch ist wie die niedrige Amplitude. Auf den Zeniten
32 der höheren Amplitude ist die Farbe 11 und auf den Zeniten der niedrigeren Amplitude
die Farbe 12 vorgesehen, während die Farbe 15 mit den Tälern 31 zwischen den Amplituden
des Prägerasters zusammenfällt.
[0063] Bei Betrachtung der optisch variablen Struktur senkrecht zur Oberfläche erscheint
dem Betrachter eine Mischfarbe aus den Farben 11,12 und 15. Bei schräger Betrachtung
wird je nach Neigung des Betrachtungswinkels zunächst die in den Tälern vorliegende
Farbe 15 abgedeckt bis bei zunehmend flacher werdendem Betrachtungswinkel auch die
Farbe 12 auf den niedrigeren Amplituden der Prägestruktur verschwindet und schließlich
die Farbe 11 auf den höheren Amplituden der Prägestruktur im Vollton erscheint.
[0064] Bei diesem Ausführungsbeispiel verändert sich somit der Farbeindruck von der aus
drei Farben resultierendenMischfarbe zur Mischfarbe aus zwei Farben bis hin zum einfarbigen
Vollton. Dieser Effekt ist aus beiden Betrachtungswinkeln B, C gleich.
Beispiel 16 (Fig. 21)
[0065] Die in diesem Beispiel dargestellte optisch variable Struktur ist der in Fig. 12
(Beispiel 8) gezeigten Struktur sehr ähnlich. Sie unterscheidet sich lediglich dadurch,
daß die Prägeraster 8 und 19 sinusförmig ausgebildet sind und die Rasterlinien auf
den Zeniten der Prägeraster angeordnet sind.
[0066] Bei senkrechter Betrachtung stellt sich der in Beispiel 8 beschriebene Effekt ein.
Aus den Betrachtungsrichtungen B und C erscheint der Informationsbereich 7 im Grauton
in einer dunklen Umgebung. Aus den Betrachtungswinkeln E bzw. D erscheint dagegen
der Informationsbereich 7 in einem dunklen Vollton in einem Grauton des Umgebungsbereiches.
Beispiel 17 (Fig. 22)
[0067] In diesem und in den folgenden Beispielen sind zumindest Teile der zur Umgebung kontrastierenden
Beschichtung aus Farben oder Schichten hergestellt, die optisch variable Eigenschaften
aufweisen. Optisch variable Farben oder Schichten zeigen bereits selbst unter unterschiedlichen
Betrachtungswinkeln unterschiedliche optische Effekte. Derartige optisch variable
Farben/ Schichten sind dem Fachmann hinreichend bekannt. Derartige Farben weisen in
der Regel Interferenz-, Beugungs-, Polarisations- oder dichroitische Effekte auf.
Sie ändern somit je nach Art und Zusammensetzung den Farbeindruck bei variierendem
Betrachtungswinkel.
[0068] Im vorliegenden nicht zur Erfindung gehörenden Beispiel ist die Oberfläche des Datenträgers
1 mit einer Beschichtung 6 aus einer optisch variierenden Farbe versehen. Zumindest
in einem Teilbereich der Beschichtung 6 ist eine Linienprägung vorgesehen, die in
diesem Fall trapezförmig ausgebildet ist. Bei Betrachtung der optisch variablen Struktur
senkrecht zur Oberfläche der Beschichtung (Richtung A) erscheint der geprägte Bereich
gegenüber dem ungeprägten Bereich in einer anderen Farbe, da die Flanken 9 und 10,
bezogen auf die Betrachtungsrichtung, geneigt sind und somit in einer anderen Farbe
erscheinen als die Umgebung bzw. die abgeflachten Plateaus und Täler der Prägestruktur.
Auch bei Betrachtung der optisch variablen Struktur aus schräger Betrachtungsrichtung
B sind entsprechende Farbwechsel erkennbar, die den geprägen Bereich immer in Kontrast
zum ungeprägten Bereich hervorheben.
[0069] Eine weitere Variation ergibt sich, wenn die Prägung unterschiedliche Flankenwinkel
oder Teilbereiche mit unterschiedlichen Prägeprofilen oder voneinander abweichenden
Flankenwinkeln aufweist.
Beispiel 18 (Fig. 23, Fig. 24)
[0070] In diesem Beispiel ist der Datenträger entlang eines Streifens 39 mit einer sogenannten
körperlosen Iriodinfarbe bedruckt. Diese Farben haben die Eigenschaft, daß sie da
vollständig transparent bei senkrechter Betrachtung nahezu unsichtbar sind, während
sie im allgemeinen unter einem Glanzwinkel einen prägnanten Farbeindruck (beispielsweise
goldfarben) aufweisen. In der ganzflächigen Iriodinbeschichtung sind Informationen
40 in Form von Aussparungen dargestellt. Desweiteren ist auf dem Streifen innerhalb
der Umrißlinien der gewünschten Information 41 ein Prägeraster vorgesehen. Die geprägte
Information 41 ist der aus der Iriodinbeschichtung dargestellten Information 40 überlagert
und nur der besseren Übersicht wegen in der Fig. 24 getrennt dargestellt
[0071] Bei Betrachtung der optisch variablen Struktur senkrecht zur Oberfläche sind die
Informationen 40 und auch 41 nahezu nicht erkennbar. Bei schräger Betrachtung der
Struktur erscheint die Information 40 unter einem ersten Glanzwinkel (Totalreflexion),
während die geprägte Information 41 unter einem anderen Glanzwinkel erscheint, da
die Flanken der geprägten Struktur zur jeweiligen Betrachtungsrichtung einen anderen
Winkel aufweisen als im ungeprägten Bereich. Die Informationen 40 bzw. 41 sind somit
immer nur unter unterschiedlichen Winkeln erkennbar, während sie unter senkrechter
Betrachtung nahezu nicht sichtbar sind.
Beispiel 19 (Fig. 25, Fig. 26)
[0072] Die optisch variable Struktur in diesem Beispiel entspricht weitgehend dem vorhergehenden
Beispiel. Zusätzlich ist in diesem Beispiel die geprägte Struktur 41, wie aus Fig.
26 ersichtlich, durch ein farbiges Linienraster 6 unterlegt. Es ist aber auch möglich,
das Prägeraster im Bereich der Information gegenüber dem die Information umgebenden
Raster zu versetzen.
[0073] Bei Betrachtung dieser Struktur im Auflicht ist das Druckraster sichtbar, während
die aus der Iriodinbeschichtung ausgesparte Information 40 nahezu nicht sichtbar ist.
Wie im vorhergehenden Beispiel erscheint unter dem Glanzinkel der Iriodinfarbe zunächst
allein die Information 40, während unter einem anderen Glanzwinkel allein die geprägte
Information 41 sichtbar wird. Zusätzlich erscheint diese Information, wie anhand der
vorhergehenden Beispiele beschrieben, aber auch bei schräger Betrachtung dunkel vor
heller Umgebung bzw. aus der gegenüberliegenden Betrachtungsrichtung hell vor dunkler
Umgebung. Da bei diesem Beispiel der sich aus der Kombination von Linien- und Prägeraster
ergebende Effekt vergleichsweise dominant ist, tritt der im Bereich der Prägung durch
die Iriodinfarbe bewirkte Effekt im Gegensatz zum vorhergehenden Beispiel in den Hintergrund.
Beispiel 20 (Fig. 27)
[0074] Die optisch variable Struktur besteht in diesem Beispiel aus einer auf einem Datenträger
1 aufgebrachten hochglänzenden metallischen Beschichtung 43, die beispielsweise im
Transferverfahren aufgebracht werden kann. Innerhalb der metallischen Beschichtung
ist ein Prägeraster 44 vorgesehen und zwar innerhalb der Umrißkontur der darzustellenden
Schriftzeichen.
[0075] Bei Betrachtung dieser optisch variablen Struktur senkrecht zur Oberfläche erscheint
das Prägeraster hellmatt in glänzender, dunkler Umgebung. Bei Betrachtung aus unterschiedlichen
Betrachtungsrichtungen ergibt sich im Glanzwinkelbereich der metallischen Beschichtung
eine Umkehr des Hell-Dunkel-Effekts.
[0076] Der metallische Streifen 43 kann auch eine holografische Struktur aufweisen, wodurch
der beschriebene Effekt außerhalb der geprägten Information 44 durch die holografische
Information überlagert wird. Im geprägten Bereich wird die holografische Information
zerstört.
Beispiel 21 (Fig. 28)
[0077] In diesem Beispiel weist der Metallstreifen 43 ein Linienraster 46 in Form demetallisierter
Bereiche auf. Im Bereich der Demetallisierungen ist der Metallstreifen mit einem Prägeraster
8 versehen, welches deckungsgleich zum metallischen Linienraster ausgeführt ist.
[0078] Bei Betrachtung dieser optisch variablen Struktur senkrecht zur Oberfläche ist das
Linienraster 46 erkennbar. Bei schräger Betrachtung erscheint eine metallisch matte
Fläche in glänzender Umgebung, während aus der gegenüberliegenden Betrachtungsrichtung
eine vollständig demetallisierte Fläche in metallisch glänzendem Umfeld erscheint.
Beispiel 22 (Fig. 29)
[0079] Die optisch variable Struktur in diesem Beispiel ist dadurch gekennzeichnet, daß
ein erstes Druckraster 6 auf der Vorderseite des Datenträgers 1 vorgesehen ist und
ein zweites Druckraster 48 auf der Rückseite des Datenträgers. Zumindest Teile der
beiden Druckraster sind exakt passergenau zueinander gedruckt, was im allgemeinen
mit sogenannten Simultandruckverfahren durchgeführt wird. Die Prägung ist in diesem
Beispiel so ausgeführt, daß sie auf beiden Seiten als Positiv-/Negativ-Prägeraster
vorliegt.
[0080] Je nach Ausführung der Druck- und Prägeraster ergeben sich sowohl auf der Vorder-
wie auch auf der Rückseite aus den jeweiligen Betrachtungsrichtungen A, B, C die anhand
der vorhergehenden Beispiele beschriebenen Effekte. Zusätzlich dazu können sich bei
geeigneter Opazität des Datenträgers Durchlichteffekte ergeben, weil sich beispielsweise
die Raster auf Vorderund Rückseite des Datenträgers ergänzen oder aber bei entsprechender
Überlappung der Druckraster Mischfarben ergeben.
1. Datenträger (1) mit einem Druckbild (2) und einer die Echtheit des Datenträgers kennzeichnenden,
optisch variablen Struktur (3), die eine erste Prägestruktur (8) aufweist, welche
mit einem zur Oberfläche des Datenträgers kontrastierenden, nicht vollflächigen ersten
Beschichtungsraster (6) so kombiniert ist, dass wenigstens. Teilbereiche des Beschichtungsrasters
(6) bei senkrechter Betrachtung sichtbar sind, bei Schrägbetrachtung unter vorbestimmter
Betrachtungsrichtung aber verdeckt werden, so dass bei abwechselnd senkrechter und
schräger Betrachtung ein Kippeffekt entsteht, dadurch gekennzeichnet, dass die optisch variable Struktur (3) in wenigstens zwei Bereiche unterteilt ist, und
wobei im ersten Bereich das erste Beschichtungsraster (6) und die erste Prägestruktur
(8) angeordnet sind und im zweiten Bereich eine zweite, von der ersten Prägestruktur
(8) verschiedene Prägestruktur (19) vorliegt, die mit einem zweiten von dem ersten
Beschichtungsraster (6) verschiedenen Beschichtungsraster (7, 25, 26, 27, 28) mit
unterschiedlicher Orientierung kombiniert ist und die Prägestrukturen (8, 19) dreieckförmig
sind und wobei die erste und zweite Prägestruktur (8, 19) jeweils ein Prägeraster
mit vorbestimmtem Prägehöhenverlauf, vorbestimmter Prägeamplitude und Orientierung
ist, das im Bereich der maximalen Prägeamplituden Zenite sowie im Bereich minimaler
Prägeamplituden Täler aufweist, die über Flanken verbunden sind, wobei die Beschichtungsraster
(6, 7, 25, 28, 27, 28) als Linienraster ausgebildet sind, die drucktechnisch erzeugt
sind, die Linien eine Breite von 50 bis 1000 µm aufweisen und jeweils nur auf den
Flanken gleicher Orientierung der Prägeraster angeordnet sind, sodass die dem Betrachter
aus einer schrägen Betrachtungsrichtung zugewandten Flanken bedruckt sind und die
dem Betrachter abgewandten Flanken unbedruckt sind.
2. Datenträger (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und zweite Prägeraster (8, 19) im rechten Winkel zueinander verlaufen.
3. Datenträger (1) mit einem Druckbild (2) und einer die Echtheit des Datenträgers (1)
kennzeichnenden, optisch variablen Struktur (3), die eine erste Prägestruktur (8)
mit vorbestimmter Verlaufsrichtung aufweist, wobei die Prägestruktur (8) mit einem
zur Oberfläche des Datenträgers (1) kontrastierenden, nicht vollflächigen Beschichtungsraster
(6) so kombiniert ist, dass wenigstens Teilbereiche des Beschichtungsrasters (6) bei
senkrechter Betrachtung sichtbar sind, bei Schrägbetrachtung unter vorbestimmter Betrachtungsrichtung
aber verdeckt werden, so dass bei abwechselnd senkrechter und schräger Betrachtung
ein Kippeffekt entsteht, dadurch gekennzeichnet, dass die optisch variable Struktur (3) eine Information (7) aufweist, und dass im Bereich
der Information (7) eine zweite Prägestruktur (19) vorliegt, deren Verlaufsrichtung
im rechten Winkel zur Verlaufsrichtung der ersten Prägestruktur (8) verläuft und die
Prägestrukturen (8, 19) dreieckförmig sind und wobei die erste und zweite Prägestruktur
(8, 19) ein periodisches Prägeraster mit vorbestimmtem Prägehöhenverlauf und vorbestimmter
Prägeamplitude ist, das im Bereich der maximalen Prägeamplituden Zenite sowie im Bereich
minimaler Prägeamplituden Täler aufweist, die durch Flanken verbunden sind, und wobei
das Beschichtungsraster (6) als Linienraster ausgebildet ist, das drucktechnisch erzeugt
ist, die Linien eine Breite von 50 bis 1000 µm aufweisen und beim ersten Prägeraster
nur auf jeweils dessen Flanken gleicher Orientierung angeordnet sind, sodass die dem
Betrachter aus einer schrägen Betrachtungsrichtung zugewandten Flanken bedruckt sind
und die dem Betrachter abgewandten Flanken unbedruckt sind.
4. Datenträger (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschichtungsraster (6) und die Prägestrukturen (8, 19) zusätzlich mit einer
transparenten, optisch variablen Schicht überlagert oder unterlegt sind.
5. Datenträger (1) mit einem Druckbild (2) und einer die Echtheit des Datenträgers (1)
kennzeichnenden, optisch variablen Struktur (3), die eine erste Prägestruktur (8)
mit vorbestimmter Verlaufsrichtung aufweist, wobei die Prägestruktur (8) mit einem
zur Oberfläche des Datenträgers (1) kontrastierenden Beschichtungsraster (6) so kombiniert
ist, dass wenigstens Teilbereiche des Beschichtungsrasters (6) bei senkrechter Betrachtung
sichtbar sind, bei Schrägbetrachtung unter vorbestimmter Betrachtungsrichtung aber
verdeckt werden, so dass bei abwechselnd senkrechter und schräger Betrachtung ein
Kippeffekt entsteht, dadurch gekennzeichnet, dass die optisch variable Struktur (3) eine Information (41) aufweist, wobei im Bereich
der Information (41) eine zweite Prägestruktur vorliegt, die versetzt zur ersten Prägestruktur
angeordnet ist oder deren Verlaufsrichtung sich von der Verlaufsrichtung der ersten
Prägestruktur (8) unterscheidet, und dass das Beschichtungsraster (6) und die Prägestrukturen
(8) zusätzlich mit einer transparenten, optisch variablen Schicht (39) überlagert
oder unterlegt sind.
6. Datenträger (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzliche Schicht (39) Aussparungen (40) in Form von Schriftzeichen, Bildelementen
oder dergleichen aufweist und/oder in Form von Schriftzeichen, Bildelementen oder
dergleichen ausgeführt ist.
7. Datenträger (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 5 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und zweite Prägestruktur (8, 19) ein periodisches Prägeraster mit vorbestimmtem
Prägehöhenverlauf ist.
8. Datenträger (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Prägestrukturen (8, 19) dreieckförmig, trapezförmig, sinusförmig oder halbkreisförmig
sind.
9. Datenträger (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschichtungsraster (6) eine geradlinige Rasterstruktur ist.
10. Datenträger (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Prägestruktur (8) ein geradliniges Prägeraster und die Beschichtung (6)
aus einem parallelen geraden Linienraster besteht, wobei das Prägeraster (8) deckungsgleich
zum Linienraster (6) angeordnet ist, so dass das Linienraster (6) auf den Flanken
(9, 10) gleicher Orientierung des Prägerasters (8) angeordnet ist.
11. Datenträger (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Prägestruktur ebenfalls ein geradliniges Prägeraster ist.
12. Datenträger (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (6) aus einem parallelen geraden Druckraster besteht, bei dem die
Breite der Drucklinien in etwa der Breite der Lücken entspricht und das Linien-/Lücken-Verhältnis
ist etwa 1:1.
13. Datenträger (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass beide Seiten des Datenträgers (1) zumindest teilweise mit passergenauen Beschichtungsrastern
(6, 48) versehen sind und die Prägung (8) zu diesen Beschichtungsrastern (6, 48) so
ausgeführt ist, dass sie auf beiden Seiten als Positiv-/Negativ-Prägeraster vorliegt,
wobei die Beschichtungsraster (6, 48) sowohl auf der Vorderseite als auch auf der
Rückseite auf den Flanken (9,10) der beiseitigen Prägestruktur (8) angeordnet sind.
14. Datenträger (1) mit einem Druckbild (2) und einer die Echtheit des Datenträgers kennzeichnenden,
optisch variablen Struktur (3), die ein Prägeraster (8) aufweist, welches mit einem
zur Oberfläche des Datenträgers konstrastierenden, nicht vollflächigen Beschichtungsraster
so kombiniert ist, dass wenigstens Teilbereiche des Beschichtungsrasters (6) bei senkrechter
Betrachtung sichtbar sind bei Schrägbetrachtung unter vorbestimmter Betrachtungsrichtung
aber verdeckt werden, so dass bei abwechselnd senkrechter und schräger Betrachtung
ein Kippeffekt entsteht, dadurch gekennzeichnet, dass die optisch variable Struktur (3) in eine Vielzahl von Bereichen unterteilt ist,
in denen Beschichtungsraster (6) und darauf abgestimmte Prägeraster (8) unterschiedlicher
Orientierung angeordnet sind, wobei die Prägeraster (8) ein periodisches, dreickförmiges
Prägeraster mit vorbestimmtem Prägehöhenverlauf und vorbestimmter Prägeamplitude sind,
die im Bereich der maximalen Prägeamplituden Zenite sowie im Bereich minimaler Prägeamplituden
Täler aufweist, die durch Flanken verbunden sind, und wobei das Beschichtungsraster
(6) als Linienraster ausgebildet ist, das drucktechnisch erzeugt ist, die Linien Breiten
von 50 bis 1000 µm aufweisen, und jeweils nur auf den Flanken gleicher Orientierung
der Prägeraster angeordnet sind, sodass die dem Betrachter aus einer schrägen Betrachtungsrichtung
zugewandten Flanken bedruckt sind und die dem Betrachter abgewandten Flanken unbedruckt
sind wobei die Bereiche so miteinander kombiniert sind, dass bei Schrägbetrachtung
ein charakteristisches Muster entsteht, das bei senkrechter Betrachtung nicht sichtbar
ist.
1. A data carrier (1) with a printed image (2) and an optically variable structure (3)
characterizing the authenticity of the data carrier and having a first embossed structure
(8) combined with a non-all-over first coating screen (6) contrasting with the surface
of the data carrier in such a way that at least partial areas of the coating screen
(6) are visible upon perpendicular viewing but concealed upon oblique viewing from
a predetermined viewing device, so that a tilting effect arises upon alternate perpendicular
and oblique viewing, characterized in that the optically variable structure (3) is divided into at least two areas, and wherein
the first coating screen (6) and the first embossed structure (8) are disposed in
the first area, and a second embossed structure (19) different from the first embossed
structure (8) and combined with a second coating screen (7, 25, 26, 27, 28) of different
orientation and different from the first coating screen (6) is present in the second
area, and the embossed structures (8, 19) are triangular, and wherein the first and
second embossed structures (8, 19) are each embossed screens with a predetermined
embossed height pattern, embossed amplitude and orientation and having zeniths in
the area of the maximum embossed amplitudes and valleys in the area of minimum embossed
amplitudes, which are connected via flanks, wherein the coating screens (6, 7, 25,
26, 27, 28) are formed as line screens produced by printing, the lines have a width
of 50 to 1000 microns and are disposed in each case only on the flanks of like orientation
of the embossed screens, so that the flanks facing the viewer from an oblique viewing
direction are printed and the flanks facing away from the viewer are unprinted.
2. The data carrier (1) according to claim 1, characterized in that the first and second embossed screens (8, 19) extend at right angles to each other.
3. A data carrier (1) with a printed image (2) and an optically variable structure (3)
characterizing the authenticity of the data carrier (1) and having a first embossed
structure (8) with a predetermined extending direction, the embossed structure (8)
being combined with a non-all-over coating screen (6) contrasting with the surface
of the data carrier (1) in such a way that at least partial areas of the coating screen
(6) are visible upon perpendicular viewing but concealed upon oblique viewing from
a predetermined viewing device, so that a tilting effect arises upon alternate perpendicular
and oblique viewing, characterized in that the optically variable structure (3) has information (7), and a second embossed structure
(19) whose extending direction extends at right angles to the extending direction
of the first embossed structure (8) is present in the area of the information (7),
and the embossed structures (8, 19) are triangular, and wherein the first and second
embossed structures (8, 19) are periodic embossed screens with a predetermined embossed
height pattern and predetermined embossed amplitude and having zeniths in the area
of the maximum embossed amplitudes and valleys in the area of minimum embossed amplitudes,
which are connected via flanks, and wherein the coating screen (6) is formed as a
line screen produced by printing, the lines have a width of 50 to 1000 microns and
in the first embossed screen are disposed only on its particular flanks of like orientation,
so that the flanks facing the viewer from an oblique viewing direction are printed
and the flanks facing away from the viewer are unprinted.
4. The data carrier (1) according to claim 3, characterized in that the coating screen (6) and the embossed structures (8, 19) are additionally overlaid
or underlaid with a transparent, optically variable layer.
5. A data carrier (1) with a printed image (2) and an optically variable structure (3)
characterizing the authenticity of the data carrier (1) and having a first embossed
structure (8) with a predetermined extending direction, the embossed structure (8)
being combined with a coating screen (6) contrasting with the surface of the data
carrier (1) in such a way that at least partial areas of the coating screen (6) are
visible upon perpendicular viewing but concealed upon oblique viewing from a predetermined
viewing device, so that a tilting effect arises upon alternate perpendicular and oblique
viewing, characterized in that the optically variable structure (3) has information (41), there being present in
the area of the information (41) a second embossed structure which is disposed offset
from the first embossed structure or whose extending direction differs from the extending
direction of the first embossed structure (8), and the coating screen (6) and the
embossed structures (8) are additionally overlaid or underlaid with a transparent,
optically variable layer (39).
6. The data carrier (1) according to claim 5, characterized in that the additional layer (39) has gaps (40) in the form of characters, picture elements
or the like and/or is executed in the form of characters, picture elements or the
like.
7. The data carrier (1) according to at least one of claims 5 to 6, characterized in that the first and second embossed structures (8, 19) are periodic embossed screens with
a predetermined embossed height pattern.
8. The data carrier (1) according to any of claims 5 to 7, characterized in that the embossed structures (8, 19) are triangular, trapezoidal, sinusoidal or semicircular.
9. The data carrier (1) according to at least one of claims 5 to 8, characterized in that the coating screen (6) is a straight-line screen structure.
10. The data carrier (1) according to at least one of claims 5 to 9, characterized in that the first embossed structure (8) is a straight-line embossed screen, and the coating
(6) consists of a parallel straight line screen, the embossed screen (8) being disposed
congruently to the line screen (6), so that the line screen (6) is disposed on the
flanks (9, 10) of like orientation of the embossed screen (8).
11. The data carrier (1) according to claim 10, characterized in that the second embossed structure is likewise a straight-line embossed screen.
12. The data carrier (1) according to at least one of claims 5 to 11, characterized in that the coating (6) consists of a parallel straight printed screen wherein the width
of the printed lines corresponds approximately to the width of the gaps and the line-to-gap
ratio is about 1:1.
13. The data carrier (1) according to at least one of claims 5 to 12, characterized in that both sides of the data carrier (1) are provided at least partly with exactly registered
coating screens (6, 48), and the embossing (8) for these coating screens (6, 48) is
executed in such a way that it is present as a positive/negative embossed screen on
both sides, the coating screens (6, 48) being disposed on the flanks (9, 10) of the
double-sided embossed structure (8) both on the front and on the back.
14. A data carrier (1) with a printed image (2) and an optically variable structure (3)
characterizing the authenticity of the data carrier and having an embossed structure
(8) combined with a non-all-over coating screen contrasting with the surface of the
data carrier in such a way that at least partial areas of the coating screen (6) are
visible upon perpendicular viewing but concealed upon oblique viewing from a predetermined
viewing direction so that a tilting effect arises upon alternate perpendicular and
oblique viewing, characterized in that the optically variable structure (3) is divided into a plurality of areas in which
coating screens (6) and embossed screens (8) adapted to the coating screens and having
different orientation are disposed, the embossed screens (8) being periodic, triangular
embossed screens with a predetermined embossed height pattern and predetermined embossed
amplitude and having zeniths in the area of the maximum embossed amplitudes and valleys
in the area of minimum embossed amplitudes which are connected via flanks, and wherein
the coating screen (6) is formed as a line screen produced by printing, the lines
have widths of 50 to 1000 microns, and are disposed in each case only on the flanks
of like orientation of the embossed screens, so that the flanks facing the viewer
from an oblique viewing direction are printed and the flanks facing away from the
viewer are unprinted, the areas being combined with each other in such a way that
a characteristic pattern arises upon oblique viewing that is not visible upon perpendicular
viewing.
1. Support de données (1) avec une image imprimée (2) et une structure optiquement variable
(3) caractérisant l'authenticité du support de données, qui présente une première
structure estampée (8), laquelle est combinée avec une première grille de revêtement
(6) qui ne couvre pas toute la surface, contrastant avec la surface du support de
données, de telle sorte qu'au moins des zones partielles de la grille de revêtement
(6) soient visibles lors d'une observation à la perpendiculaire, mais cachées lors
d'une observation à l'oblique, selon une direction prédéterminée d'observation, de
telle sorte que lors d'une observation alternant entre perpendiculaire et oblique,
un effet de basculement se produise, caractérisé en ce que la structure optiquement variable (3) est divisée en au moins deux zones, la première
grille de revêtement (6) et la première structure estampée (8) étant disposées dans
la première zone et une deuxième structure estampée (19) différente de la première
structure estampée (8) se trouvant dans la deuxième zone et étant combinée avec une
deuxième grille de revêtement (7, 25, 26, 27, 28) différente de la première grille
de revêtement (6), et les structures estampées (8, 19) sont triangulaires, et dans
lequel la première comme la deuxième structure estampée (8, 19) est une grille estampée
avec extension prédéterminée de hauteur d'estampage, amplitude d'estampage et orientation
prédéterminées, qui présente des sommets dans la zone des amplitudes maximales d'estampage
et des creux dans la zone des amplitudes minimales, lesquels sont reliés par des flancs,
les grilles de revêtement (6, 7, 25, 26, 27, 28) sont conçues comme des grilles de
lignes produites par une technique d'impression, les lignes ont une largeur de 50
à 1000 µm, et sont dans chaque cas disposées que sur les flancs de même orientation
de la grille estampée, de sorte que les flancs qui sont dirigés vers l'observateur
selon une direction d'observation oblique soient imprimés, et les flancs qui ne sont
pas dirigés vers l'observateur ne soient pas imprimés.
2. Support de données (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la première et la deuxième grilles estampées (8, 19) s'étendent perpendiculairement
l'une par rapport à l'autre.
3. Support de données (1) avec une image imprimée (2) et une structure optiquement variable
(3) caractérisant l'authenticité du support de données (1), qui présente une première
structure estampée (8) avec une direction prédéterminée d'extension, la structure
estampée (8) étant combinée avec une grille de revêtement (6) qui ne couvre pas toute
la surface, contrastant avec la surface du support de données (1) de telle sorte qu'au
moins des zones partielles de la grille de revêtement (6) soient visibles lors d'une
observation à la perpendiculaire, mais cachées lors d'une observation à l'oblique,
selon une direction prédéterminée d'observation, de telle sorte que lors d'une observation
alternant entre perpendiculaire et oblique, un effet de basculement se produise, caractérisé en ce que la structure optiquement variable (3) présente une information (7), et en ce que dans la zone de l'information (7), se trouve une deuxième structure estampée (19),
dont la direction d'extension se prolonge perpendiculairement à la direction d'extension
de la première structure estampée (8), et les structures estampées (8, 19) sont triangulaires,
et dans lequel la première comme la deuxième structure estampée (8, 19) est une grille
estampée périodique avec extension prédéterminée de hauteur d'estampage et amplitude
d'estampage prédéterminée, qui présente des sommets dans la zone des amplitudes maximales
d'estampage et des creux dans la zone des amplitudes minimales, lesquels sont reliés
par des flancs, la grille de revêtement (6) est conçue comme grille de lignes produites
par une technique d'impression, les lignes ont une largeur de 50 à 1000 µm, et dans
le cas de la première grille estampée, ne sont disposées que sur les flancs de même
orientation de la grille estampée, de sorte que les flancs qui sont dirigés vers l'observateur
selon une direction d'observation oblique soient imprimés, et les flancs qui ne sont
pas dirigés vers l'observateur ne soient pas imprimés.
4. Support de données (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que la grille de revêtement (6) et les structures estampées (8, 19) sont en outre recouvertes
d'une couche optiquement variable, transparente, ou sont superposées à une telle couche.
5. Support de données (1) avec une image imprimée (2) et une structure optiquement variable
(3), caractérisant l'authenticité du support de données (1), qui présente une première
structure estampée (8) avec une direction prédéterminée d'extension, la structure
estampée (8) étant combinée avec une grille de revêtement (6) contrastant avec la
surface du support de données (1) de telle sorte qu'au moins des zones partielles
de la grille de revêtement (6) soient visibles lors d'une observation à la perpendiculaire,
mais cachées lors d'une observation à l'oblique, selon une direction prédéterminée
d'observation, de telle sorte que lors d'une observation alternant entre perpendiculaire
et oblique, un effet de basculement se produise, caractérisé en ce que la structure optiquement variable (3) présente une information (41), en ce que dans la zone de l'information (41), se trouve une deuxième structure estampée, qui
est placée en position décalée par rapport à la première structure, ou dont la direction
d'extension diffère de la direction d'extension de la première structure estampée
(8), et en ce que la grille de revêtement (6) et les structures estampées (8) sont en outre recouvertes
d'une couche optiquement variable (39), transparente, ou sont superposées à une telle
couche.
6. Support de données (1) selon la revendication 5, caractérisé en ce que la couche supplémentaire (39) présente des évidements (40) sous la forme de caractères
typographiques, d'éléments d'image ou similaires, et/ou est réalisée sous la forme
de caractères typographiques, d'éléments d'image ou similaires.
7. Support de données (1) selon au moins une des revendications 5 à 6, caractérisé en ce que la première comme la deuxième structure estampée (8, 19) est une grille estampée
périodique avec extension prédéterminée de hauteur d'estampage.
8. Support de données (1) selon au moins une des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que les structures estampées (8, 19) sont triangulaires, trapézoïdales, sinusoïdales
ou en forme de demi-cercle.
9. Support de données (1) selon au moins une des revendications 5 à 8, caractérisé en ce que la grille de revêtement (6) est une structure de grille de lignes droites.
10. Support de données (1) selon au moins une des revendications 5 à 9, caractérisé en ce que la première structure estampée (8) se compose d'une grille estampée de lignes droites,
et le revêtement (6) se compose d'une grille de lignes droites parallèles, la grille
estampée (8) étant disposée de façon à coïncider avec la grille de lignes (6), de
sorte que la grille de lignes (6) est disposée sur les flancs (9, 10) de même orientation
de la grille estampée (8).
11. Support de données (1) selon la revendication 10, caractérisé en ce que la deuxième structure estampée est également une grille estampée de lignes droites.
12. Support de données (1) selon au moins une des revendications 5 à 11, caractérisé en ce que le revêtement (6) se compose d'une grille imprimée de lignes droites parallèles,
grâce à laquelle la largeur des lignes imprimées correspond environ à la largeur des
interstices, et le rapport lignes/interstices est d'environ 1:1.
13. Support de données (1) selon au moins une des revendications 5 à 12, caractérisé en ce que les deux côtés du support de données (1) sont pourvus, du moins en partie, de grilles
de revêtement (6, 48) ayant les mêmes repères, et l'estampage (8) par rapport à ces
grilles de revêtement (6, 48) est réalisé de telle sorte qu'il soit présent sur les
deux côtés en tant que grille estampée positive/négative, les grilles de revêtement
(6, 48) étant disposées aussi bien face avant que face arrière, sur les flancs (9,
10) de la structure estampée à deux côtés (8).
14. Support de données (1) avec une image imprimée (2) et une structure optiquement variable
(3) caractérisant l'authenticité du support de données, qui présente une grille estampée
(8), laquelle est combinée avec une grille de revêtement qui ne couvre pas toute la
surface, contrastant avec la surface du support de données, de telle sorte qu'au moins
des zones partielles de la grille de revêtement (6) soient visibles lors d'une observation
à la perpendiculaire, mais cachées lors d'une observation à l'oblique, selon une direction
prédéterminée d'observation, de telle sorte que lors d'une observation alternant entre
perpendiculaire et oblique, un effet de basculement se produise, caractérisé en ce que la structure optiquement variable (3) est divisée en une multiplicité de zones dans
lesquelles des grilles de revêtement (6) et des grilles estampées (8) accordées aux
premières sont disposées selon une orientation différente, et dans lequel la grille
estampée (8) est une grille estampée périodique de forme triangulaire avec extension
prédéterminée de hauteur d'estampage et amplitude d'estampage prédéterminée, qui présente
des sommets dans la zone des amplitudes maximales d'estampage et des creux dans la
zone des amplitudes minimales, lesquels sont reliés par des flancs, et dans lequel
la grille de revêtement (6) est conçue comme grille de lignes produites par une technique
d'impression, les lignes ont une largeur de 50 à 1000 µm, et dans chaque cas ne sont
disposées que sur les flancs de même orientation de la grille estampée, de sorte que
les flancs qui sont dirigés vers l'observateur selon une direction d'observation oblique
soient imprimés, et les flancs qui ne sont pas dirigés vers l'observateur ne soient
pas imprimés, les zones étant combinées les unes aux autres de telle sorte que, lors
d'une observation à l'oblique, un motif caractéristique apparaisse, qui n'est pas
visible lors d'une observation à la perpendiculaire.