[0001] Die Erfindung betrifft einen Ausleger für ein Hebegerät, der aus einem inneren Teilarm
gebildet ist, der einenends um einen vertikalen Schwenkzapfen schwenkbar gelagert
ist, und der andernends mittels eines Gelenks mit vertikaler Schwenkachse mit einem
äußeren Teilarm verbunden ist, der an seinem freien Ende - unmittelbar, oder unter
Zwischenschaltung weiterer Bauelemente - ein Lastaufnahmemittel trägt. Ein solcher
Ausleger ist aus dem Gebrauchmuster DE-U-9 012 587 bereits bekannt.
[0002] Derartige Ausleger werden häufig bei Kleinhebegeräten, insbesondere bei handgeführten
Manipulatoren eingesetzt. Dadurch, daß der äußere Teilarm um nahezu 360° um das Gelenk,
das ihn mit dem inneren Teilarm verbindet, geschwenkt werden kann, überdeckt bei dieser
Ausführung das Lastaufnahmemittel einen sehr großen Bereich.
[0003] Diese Konstruktion hat jedoch den Nachteil, daß dann, wenn der äußere Teilarm um
einen Winkelbetrag von maximal 90° von der Längserstreckung des inneren Teilarmes
abweicht, der letztere unter Einwirkung der von dem Lastaufnahmemittel getragenen
Last eine Torsionsverformung erfährt, was dazu führt, daß der äußere Teilarm um einen
bestimmten Betrag nach unten geneigt wird, wobei die Achse des die beiden Teilarmen
verbindenden Gelenks um einen entsprechenden Winkel von der Vertikalen abweicht. Soll
die Last aus dieser Position in eine andere Position bewegt werden, bei der beide
Teilarme in gleiche Richtung erstrecken, so bedeutet dies, daß die Last von einem
niedrigen Niveau auf ein höheres unter zusätzlichem Kraftaufwand bewegt werden muß.
Umgekehrt hat der äußere Teilarm stets das Bestreben, von selbst aus der gestreckten
Position in die um 90° abgeknickte Position zu wandern, weil er naturgesetzlich die
Lage geringster potentieller Energie sucht. Das hat den Nachteil, daß dann, wenn die
Bedienungsperson die Last losläßt, sich diese in einem unbeaufsichtigten Augenblick
aus der gestreckten Lage herausbewegt und dabei unter Umständen im Wege stehende Gegenstände
oder Personen trifft und diese beschädigt oder verletzt.
[0004] Dieses Problem ist seit langem bekannt und es wurden verschiedene Wege versucht,
diese Nachteile zu vermeiden. So hat man z.B. eine Verringerung der Torsionsverformung
des inneren Teilarmes dadurch zu erreichen versucht, daß man diesen verstärkt hat.
Da sich dennoch eine Torsionsverformung nicht völlig vermeiden läßt, kann so zwar
das Problem verringert, jedoch nicht ganz ausgeschaltet werden. Es tritt dabei auch
der Nachteil auf, daß wegen der vergrößerten Masse des Auslegers die beim Bewegen
der Last aufzuwendende Kraft erhöht werden muß.
[0005] Um das selbsttätige Wandern der Last aus der gestreckten Position in die abgeknickte
zu verhindern, hat man bei einem anderen Vorschlag an dem Gelenk, welches die beiden
Teilarme verbindet, eine ständig wirkende Bremse vorgesehen. Auf diesem Wege kann
zwar das selbsttätige Wandern der Last vermieden werden, es ist jedoch beim Zurückbewegen
der Last aus der abgewinkelten in die gestreckte Position ein zusätzlicher Kraftaufwand
erforderlich, um die Bremskraft zu überwinden.
[0006] In Weiterführung dieses Gedankens wurde auch bereits vorgschlagen, diese Bremse abschaltbar
auszuführen. Dabei wird die Bremse z.B. dadurch, daß die Bedienungsperson einen Handgriff
zum Bewegen der Last festhält, in Art einer Totmannschaltung abgeschaltet, so daß
beim Bewegen der Last die Bremskraft nicht überwunden werden muß. Läßt die Bedienungsperson
dagegen den Handgriff los, so wird selbsttätig die Bremse eingeschaltet und die Last
in ihrer jeweiligen Position sicher gehalten. Gegenüber der vorher beschriebenen Ausführung
ist dies vorteilhaft, es verbleibt aber der Nachteil, daß beim Bewegen der Last aus
der abgewinkelten in die gestreckte Position diese - ebenso wie bei den anderen beschriebenen
Ausführungen - durch zusätzlichen Kraftaufwand aus einer niedrigen in eine höhere
Position gebracht werden muß.
[0007] Schließlich hat man schon vorgeschlagen, das die beiden Teilarme verbindende Gelenk
so zu justieren, daß in der gesteckten Position der beiden Teilarme seine Achse um
einen solchen Betrag von der Vertikalen abweicht, um den sie auch unter Einwirkung
einer bestimmten Last in der abgewinkelten Position abweicht. Dieser zunächst bestechend
erscheinende Gedanke bringt jedoch nur eine teilweise Verbesserung, teilweise sogar
eine Verschlechterung gegenüber dem ursprünglichen Ausgangszustand. Zunächst kann
dieses System nur dann einwandfrei funktionieren, wenn die fest eingestellte Neigung
der Achse des Gelenks der Neigung dieser Achse in der abgewinkelten Position exakt
entspricht. Da die letztgenannte Neigung der Gelenkachse von der Größe der am Lastaufnahmemittel
wirkenden Last abhängt, kann sie eigentlich nur rein zufällig mit der vorher fest
justierten Neigung bei gestreckter Position der beiden Teilarme übereinstimmen. Ist
dagegen die angehängte Last etwas größer, dann wird sie sich wieder von selbt aus
der gestreckten in die abgewinkelte Position bewegen. Ist sie dagegen geringer, so
wird sie sich selbsttätig aus der abgewinkelten in die gestreckte Position bewegen.
Und ein ganz besonderer Nachteil ergibt sich bei dieser Ausführung dann, wenn der
äußere Teilarm aus der gestreckten Position in eine um 180° geschwenkte Position gebracht
wird, bei der die beiden Teilarme übereinander liegen. In dieser Position wäre dann
nämlich der äußere Teilarm um einen solchen Betrag nach oben angehoben, daß er sich
von hier aus selbsttätig in die gestreckte Position bewegen würde.
[0008] Zusammenfassend muß man feststellen, daß zwar schon eine ganze Reihe von Lösungsvorschlägen
gemacht wurde, keiner davon aber wirklich befriedigen konnte.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die beschriebenen Nachteile zu vermeiden
und mit geringstem konstruktiven Aufwand eine Lösung zu schaffen, bei welcher die
Last in jeder Position des äußeren Teilarmes stehen bleibt und auch aus jeder Position
des äußeren Teilarmes mit gleichbleibender geringer Kraft bewegt werden kann.
[0010] Diese Aufgabe löst die Erfindung dadurch, daß Teile des inneren Teilarmes oder des
Gelenks in einer Ebene, die den Schwenkzapfen und das Gelenk enthält, derart elastisch
nachgiebig ausgebildet sind, daß sich unter Einwirkung einer von dem Lastaufnahmemittel
getragenen Last eine Abweichung der Schwenkachse des Gelenks aus der Vertikalen ergibt,
die wenigstens annähernd der Abweichung dieser Schwenkachse aus der Vertikalen entspricht,
die sich infolge der Torsionsverformung des inneren Teilarmes ergibt, wenn dieser
unter einem Winkel von 90° zum äußeren Teilarm steht. Dabei ist es nur erforderlich,
die elastische Nachgiebigkeit so auszulegen, daß sie unter Einwirkung einer Last eine
Abweichung der Gelenkachse aus der Vertikalen im gleichen Maße zuläßt, wie bei der
durch die gleiche Last verursachte Torsionsverformung des inneren Teilarmes.
[0011] Eine mögliche konstruktive Ausbildung kann dadurch erreicht werden, daß das die beiden
Teilarme verbindende Gelenk zwei in axialem Abstand voneinander angeordnete Drehlager
aufweist, die wenigstens ein, einen Zapfen umgebendes Außenteil besitzen, wobei wenigstens
das Außenteil des einen Drehlagers in einem Langloch eines ihn umgebenden Gehäuses
gelagert ist, und wobei sich das Langloch in Richtung der Längsachse des inneren Teilarmes
erstreckt und in der Querrichtung der Außenabmessung des Außenteiles entspricht, während
es in Längsrichtung diese überschreitet und wobei der Hohlraum zwischen Außenteil
und Langloch mit einem elastisch nachgiebigen Werkstoff ausgefüllt ist. Durch diese
Ausbildung ist die Möglichkeit gegeben, daß sich in der gestreckten Position der beiden
Teilarme unter der Einwirkung einer Last das Außenteil bei elastischer Verformung
des eingesetzten nachgiebigen Werkstoffs in dem Langloch verschiebt, wodurch die Längsachse
des Gelenks eine Neigung gegenüber der Vertikalen erfährt. Bei richtiger Dimensionierung
und Auslegung des elastisch nachgiebigen Werkstoffs wird diese Neigung der Gelenkachse
in der gestreckten Position der beiden Teilarme mit der Neigung der Gelenkachse übereinstimmen,
die diese in der 90°-Stellung infolge der Torsionsverformung des inneren Teilarmes
erfährt.
[0012] Bei den oben erwähnten Kleinhebegeräten, insbesondere bei handgeführten Manipulatoren
wird für den Ausleger häufig eine Konstruktion angewandt, bei der der innere Teilarm
eine oberhalb oder unterhalb zu ihm angeordnete Schubstange aufweist und wobei der
Teilarm und die Schubstange an ihren beiden Enden mittels Gelenken mit horizontalen
Achsen einerseits mit einem Tragkopf auf der den Schwenkzapfen umgebenden Muffe und
andrerseits mit einem das Gelenk umgebenden Gehäuse verbunden sind. Man spricht bei
dieser Konstruktion von einem Parallelogramm-Ausleger. Bei einem solchen Ausleger
kann das angestrebte Ziel in einfacher Weise dadurch erreicht werden, daß in die Schubstange
ein elastisch nachgiebiges Element integriert ist. Unter Einwirkung einer Last kann
so eine Verformung des elastisch nachgiebigen Elements erreicht werden, die zu einer
Längung oder Kürzung der Schubstange führt, wodurch die Achse des die beiden Teiarme
verbindenden Gelenkes eine Neigung gegenüber der Vertikalen erfährt.
[0013] Das elastisch nachgiebige Element kann dabei z.B. durch zwei Druckfedern gebildet
sein, die in eine Längsbohrung der Schubstange eingesetzt sind und sich dort mit ihren
einander abgewandten Enden an Vorsprüngen der Bohrung abstützen, während ihre einander
zugekehrten Enden an einem Bund eines längsverschieblich in der Längsbohrung gelagerten
Bolzens anliegen. Wenn bei gestreckter Position der beiden Teilarme auf das Lastaufnahmemittel
eine Last einwirkt, so wird die eine Druckfeder belastet und um einen gewissen Betrag
zusammengedrückt, woraus sich eine Verlängerung der obenliegenden bzw. eine Verkürzung
der untenliegenden Schubstange ergibt. Wird dagegen der äußere Teilarm aus dieser
Position um 180° zurückgeschwenkt, dann wird die andere Druckfeder zusammengedrückt,
was zu einer Verkürzung der obenliegenden bzw. zu einer Verlängerung der untenliegenden
Schubgstange führt. In beiden Fällen wird erreicht, daß die Abweichung der Längsachse
des die beiden Teilarme verbindenden Gelenks in den beiden beschriebenen Positionen
gerade so groß sein wird, wie in den um 90° abgewinkelten Positionen.
[0014] Bei Anwendung des genannten Parallelogramm-Auslegers ergibt sich eine weitere Möglichkeit
zur Lösung des Problems dadurch, daß die Gelenke mit horizontalen Achsen an der Schubstange
durch Lagerbolzen gebildet sind, die in sie umgebende Augen eingreifen, wobei wenigstens
am einen Gelenk zwischen Bolzen und Auge eine Buchse aus elastisch nachgiebigem Werkstoff
eingesetzt ist. Bei richtiger Werkstoffauswahl und richtiger Dimensionierung dieser
Buchse kann ebenso wie vorher beschrieben erreicht werden, daß die Längsachse des
die Teilarme verbindenden Gelenks in der gestreckten Stellung der beiden Teilarme
die richtige Abweichung von der Vertikalen erfährt.
[0015] Die elastisch nachgiebigen Elemente können aus einem polymeren Werkstoff, insbesondere
einem thermoplastischen Kunststoff gebildet sein.
[0016] In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines Hebegerätes,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf das Hebegerät nach Fig. 1,
- Fig. 3
- einen Längsschnitt durch das die beiden Teilarme des Hebegerätes verbindende Gelenk,
- Fig. 4
- einen Querschnitt nach Linie IV-IV der Fig. 3,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht eines gegenüber Fig.1 abgeänderten Hebegerätes,
- Fig. 6
- einen Längsschnitt durch das die beiden Teilarme verbindende Gelenk,
- Fig. 7
- einen Querschnitt nach Linie VII-VII der Fig. 6 und
- Fig. 8
- eine gegenüber Fig. 7 abgeänderte Variante.
[0017] In Fig. 1 ist auf einem Schwenkzapfen 1 am oberen Ende einer Säule 2 eine Muffe 3
schwenkbar gelagert, mit der ein innerer Teilarm 4 fest verbunden ist. Am freien Ende
dieses Teilarmes 4 ist mittels eines Gelenkes 5 der äußere Teilarm 6 schwenkbar gelagert.
Dieser weist an seinem freien Ende eine Führung 7 für die vertikal bewegliche Lagerung
der Teleskopstange 8 auf, die an ihrem unteren Ende einen Lasthaken 9 trägt. Zur Auf-
und Abbewegung der Teleskopstange 8 ist ein Hubantrieb 10 vorgesehen, der mittels
eines Seiles 11 mit der Teleskopstange verbunden ist.
[0018] Die in Fig. 2 gezeigte Draufsicht auf dieses Hebegerät läßt erkennen, daß der innere
Teilarm 4 so um den Schwenkzapfen 3 geschwenkt werden kann, daß das Gelenk 5 den gestrichelt
dargestellten Kreisbogen 12 beschreibt. Der äußere Teilarm 6 kann zusätzlich um das
Gelenk 5 geschwenkt werden, wobei die Teleskopstange 8 den gestrichelten Kreisbogen
13 beschreibt. Dabei kann der äußere Teilarm 6 die mit den Buchstaben A, B, C und
D bezeichneten Extremstellungen einnehmen.
[0019] In den Stellungen A und C, in denen die Längsachsen der Teilarme 4 und 6 parallel
zueinander verlaufen, wird der innere Teilarm 4 nur auf Biegung beansprucht. In den
Stellungen B und D erfährt der innere Teilarm 4 zusätzlich eine Torsionsbeanspruchung.
Das führt dazu, daß in diesen Strellungen B und D das freie Ende des äußeren Teilarmes
6 und damit auch die an den Lasthaken angehängte Last auf ein tieferes Niveau als
in den Stellungen A und C absinkt. Dies hat die unangenehme Folge, daß dann, wenn
die Bedienungsperson in den Stellungen A oder C die Last losläßt, diese von selbst
entweder in die Stellung B oder D wandert. Erfolgt dies unbeaufsichtigt, so kann es
zu Unfällen oder Beschädigungen an Personen oder Gegenständen führen, die sich im
Schwenkbereich des äußeren Teilarmes 6 befinden. Hinzu kommt, das dann, wenn die Last
aus der Stellung B oder D in eine der Stellungen A oder C geschwenkt werden soll,
sie von einem niedrigeren auf ein höheres Niveau angehoben werden muß, was einen zusätzlichen
Kraftaufwand erfordert.
[0020] In den Fig. 3 und 4 ist eine Lösung gezeigt, die diese Nachteile ausschaltet. Dabei
ist am freien Ende des inneren Teilarmes 4 ein Gehäuse 14 mit diesem verbunden, in
welchem ein Zapfen 15, der mit dem äußeren Teilarm 6 verbunden ist, schwenkbar gelagert
ist. Zu diesem Zweck sind auf dem Zapfen 15 die Innenringe 16 und 17 von zwei in axialem
Abstand voneinander befindlichen Gleitlagern angeordnet. Diese werden durch Abstandshülsen
18 und 19 und einem Sprengring 20 auf dem Zapfen 15 fixiert.
[0021] Der Innenring 17 bildet zusammen mit dem Außenring 21 ein Gelenklager mit sphärischen
Gleitflächen, das eine Schwenkbewegung des Zapfens 15 zuläßt. Mit dem Innenring 16
wirkt ein Außenteil 22 zusammen, das - wie Fig. 4 zeigt - eine quadratische Außenkontur
aufweist. Dieses Außenteil 22 ist in ein Langloch 23 des Gehäuses 14 eingesetzt, dessen
Abmessungen so gewählt sind, daß das Außenteil in Richtung der Längsachse des inneren
Teilarmes 4 einen Verschiebeweg hat, während es in der Querrichtung spielfrei geführt
ist. Die beiderseits des Außenteils 22 gegenüber dem Langloch 23 verbleibenden Räume
sind durch einen elastisch nachgiebigen Werkstoff 24 ausgefüllt.
[0022] Wenn auf den inneren Teilarm 6 eine Kraft aufgrund einer an den Lasthaken 9 angehängten
Last einwirkt, so führt dies dazu, daß der Zapfen 15 durch Verformung des elastisch
nachgiebigen Werkstoffs 24 um einen bestimmten Betrag gegenüber der Vertikalen geneigt
wird. Dabei müssen die Abmessungen und die Elastizität des Werkstoffes 24 so gewählt
werden, daß die eintretende Neigung des Zapfens 15 in der dargestellten Position A
die gleiche ist, die der Zapfen 15 in den Positionen B oder D infolge der Torsionsverformung
des inneren Teilarmes 4 erfährt. Damit ist erreicht, daß in sämtlichen Positionen
des äußeren Teilarmes 6 gleiche Verhältnisse herrschen, insbesondere auch die zu bewegende
Last stets auf dem gleichen Höhenniveau bleibt und damit weder aus einer eingenommenen
Position selbsttätig auswandern kann, noch zusätzliche Kraft erfordert, wenn sie aus
einer Extremposition (B oder D) in eine andere Position (A oder C) gebracht werden
soll.
[0023] Die Fig. 5 zeigt eine Variante eines Hebegerätes, bei dem eine Säule 25 an ihrem
oberen Ende eine auf ihr um einen Schwenkzapfen 50 schwenkbar gelagerte Muffe 27 trägt,
mit der an ihrem oberen Ende ein Tragkopf 26 verbunden ist. Am Tragkopf 26 ist mittels
eines Gelenkes 28 mit horizontaler Achse der innere Teilarm 29 angelenkt, der an seinem
anderen Ende mittels des Gelenkes 30 mit dem Gehäuse 31 verbunden ist. Parallel zu
dem inneren Teilarm 29 und oberhalb von diesem ist eine Schubstange 32 angeordnet,
die ebenfalls mit Gelenken 33 und 34 einerseits mit dem Tragkopf 26 und andrerseits
mit dem Gehäuse 31 verbunden ist.
[0024] Die Muffe 27 weist eine auskragende Konsole 35 auf, die einen Fluidzylinder 36 trägt,
dessen Kolbenstange 37 am inneren Teilarm 29 angreift. Durch Betätigen des Fluidzylinders
36 kann der den inneren Teilarm 29 und die Schubstange 32 enthaltende Parallelogrammarm
und damit das Gehäuse 31 angehoben oder abgesenkt werden.
[0025] Im Gehäuse 31 kann z.B. in ähnlicher Weise, wie in den Fig. 3 und 4 dargestellt,
der äußere Teilarm 38, der an seinem abgewinkelten Ende den Lasthaken 39 trägt, schwenkbar
gelagert sein.
[0026] Die Verhältnisse, die in Fig. 2 dargestellt sind, sind auch bei dieser Variante eines
Hebegerätes dieselben. Ihre negativen Auswirkungen können deshalb auch auf die gleiche
Weise wie dort beschrieben behoben werden, indem man z.B. das im Gehäuse 31 befindliche
Gelenk in gleicher Weise ausbildet, wie es in den Fig. 3 und 4 dargestellt ist.
[0027] Diese Variante eines Hebegerätes läßt jedoch auch noch andere Möglichkeiten zum Ausgleich
der Nachteile zu. In Fig. 6, die einen Längsschnitt durch das Gehäuse 31 zeigt, ist
die Lagerung des Zapfens 40, der mit dem äußeren Teilarm 38 verbunden ist, dargestellt.
Die dort angewandte übliche Gleitlagerung erklärt sich von selbst.
[0028] Aus Fig. 7, die einen Querschnitt gemäß Linie VII-VII der Fig. 6 darstellt, ist ersichtlich,
daß der Bolzen 34 von einer Büchse 41 aus einem elastisch nachgiebigen Werkstoff umgeben
ist, die in ein Auge 42 der Schubstange 32 eingesetzt ist. Unter Belastung des äußeren
Teilarmes 38 kann die Büchse 41 elastisch nachgeben, wodurch eine Neigung des Zapfens
40 gegenüber der Vertikalen erreicht wird.
[0029] In Fig. 8 schließlich ist eine weitere Variante dargestellt, bei der auf dem Zapfen
34 ein Kopfteil 43 gelagert ist, in welches ein Bolzen 44 eingeschraubt ist, der ungefähr
in seiner Mitte einen Bund 45 aufweist. Dieser Bolzen greift längsverschieblich in
eine Bohrung 46 der Schubstange 32 ein, in der zwei Druckfedern 47 untergebracht sind,
die mit ihren einander zugewandten Enden an dem Bund 45 anliegen und sich mit ihren
anderen Enden einerseits an einem in die Bohrung 46 eingesetzten Sprengring 48 und
andrerseits an einem die Bohrung 46 verschliessenden Druckstück 49 abstützen.
[0030] Wenn auf den äußeren Teilarm 38 eine Kraft einwirkt, so wird dies dazu führen, daß
die rechte Druckfeder 47, die sich am Bund 45 und dem Druckstück 49 abstützt, zusammengedrückt
wird, wodurch der Zapfen 40 eine Neigung gegenüber der Vertikalen erfährt. Wird der
äußere Teilarm aus der hier dargestellten Position A in die Position C geschwenkt,
so werden die Verhältnisse insofern umgekehrt, als dann die links dargestellte Druckfeder
47 belastet wird, wodurch eine gleichartige Neigung des Zapfens 40 erreicht wird.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 1
- Schwenkzapfen
- 2
- Säule
- 3
- Muffe
- 4
- innerer Teilarm
- 5
- Gelenk
- 6
- äußerer Teilarm
- 7
- Führung
- 8
- Teleskopstange
- 9
- Lasthaken
- 10
- Hubantrieb
- 11
- Seil
- 12
- Kreisbogen
- 13
- Kreisbogen
- 14
- Gehäuse
- 15
- Zapfen
- 16
- Innenring
- 17
- Innenring
- 18
- Abstabdshülse
- 19
- Abstandshülse
- 20
- Sprengring
- 21
- Außenring
- 22
- Außenteil
- 23
- Langloch
- 24
- elastisch nachgiebiger Werkstoiff
- 25
- Säule
- 26
- Tragkopf
- 27
- Muffe
- 28
- Gelenk
- 29
- innerer Teilarm
- 30
- Gelenk
- 31
- Gehäuse
- 32
- Schubstange
- 33
- Gelenk
- 34
- Gelenk
- 35
- Konsole
- 36
- Fluidzylinder
- 37
- Kolbenstange
- 38
- äußerer Teilarm
- 39
- Lasthaken
- 40
- Zapfen
- 41
- Büchse
- 42
- Auge
- 43
- Kopfteil
- 44
- Bolzen
- 45
- Bund
- 46
- Bohrung
- 47
- Druckfedern
- 48
- Sprengring
- 49
- Druckstück
- 50
- Schwenkzapfen
1. Ausleger für ein Hebegerät, der aus einem inneren Teilarm (4, 29) gebildet ist, der einenends um einen vertikalen Schwenkzapfen (1, 50) schwenkbar gelagert ist, und der andernends mittels eines Gelenks (5) mit vertikaler Schwenkachse mit einem äußeren Teilarm (6, 38) verbunden ist, der an seinem freien Ende - unmittelbar, oder unter Zwischenschaltung
weiterer Bauelemente - ein Lastaufnahmemittel (9, 39) trägt, dadurch gekennzeichnet, daß Teile des inneren Teilarmes (4, 29) oder des Gelenks (5) in einer Ebene, die den Schwenkzapfen (1) und das Gelenk (5) enthält, derart elastisch nachgiebig ausgebildet sind, daß sich unter Einwirkung
einer von dem Lastaufnahmemittel (9, 39) getragenen Last eine Abweichung der Längsachse des Gelenks (5) aus der Vertikalen ergibt, die wenigstens annähernd der Abweichung dieser Längsachse
aus der Vertikalen entspricht, die sich infolge der Torsionsverformung des inneren
Teilarmes (4, 29) ergibt, wenn dieser unter einem Winkel von 90° zum äußeren Teilarm (6, 38) steht.
2. Ausleger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das die beiden Teilarme (4, 6) verbindende Gelenk (5) zwei im axialen Abstand voneinander angeordnete Drehlager (16, 17; 21, 22) aufweist, die wenigstens ein, einen Zapfen (15) umgebendes Außenteil (22) besitzen, wobei wenigstens das Außenteil (22) des einen Drehlagers in einem Langloch (23) eines ihn umgebenden Gehäuses (14) gelagert ist, und wobei sich das Langloch (23) in Richtung der Längsachse des inneren Teilarmes (4) erstreckt und in der Querrichtung der Außenabmessung des Außenteiles (22) entspricht, während es in Längsrichtung diese überschreitet, und wobei der Hohlraum
zwischen Außenteil (22) und Langloch (23) mit einem elastisch nachgiebigen Werkstoff (24) ausgefüllt ist.
3. Ausleger nach Anspruch 1, bei dem der innere Teilarm (29) eine oberhalb oder unterhalb und parallel zu ihm angeordnete Schubstange (32) aufweist und wobei der Teilarm (29) und die Schubstange (32) an ihren beiden Enden mittels Gelenken (28, 30; 33, 34) mit horizontalen Achsen einerseits mit einem Tragkopf (26) auf einer den Schwenkzapfen umgebenden Muffe (27) und andrerseits mit einem das Gelenk umgebenden Gehäuse (31) verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß in die Schubstange (32) ein elastisch nachgiebiges Element (41, 47) integriert ist.
4. Ausleger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das elastisch nachgiebige Element durch zwei Druckfedern (47) gebildet ist, die in eine Längsbohrung (46) der Schubstange (32) eingesetzt sind und sich dort mit ihren einander abgewandten Enden an Vorsprüngen
(48, 49) der Bohrung (46) abstützen, während ihre einander zugekehrten Enden an einem Bund (45) eines längsverschieblich in der Längsbohrung (46) gelagerten Bolzens (44) anliegen.
5. Ausleger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenke mit horizontalen Achsen an der Schubstange durch Lagerbolzen (34) gebildet sind, die in sie umgebende Augen (42) eingreifen, wobei wenigstens am einen Gelenk zwischen Bolzen (34) und Auge (42) eine Büchse (41) aus elastisch nachgiebigem Werkstoff eingesetzt ist.
6. Ausleger nach Anspruch 2, 3 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der elastisch nachgiebige Werkstoff ein polymerer Werkstoff, insbesondere ein thermoplastischer
Kunststoff ist.
1. Jib for a lifting device, which is made up of an inner part arm (4, 29), which is
mounted at one end in such a way that it can swivel around a vertical pivot (1, 50),
and which is connected at its other end by means of an articulated joint (5) with
a vertical swivel pin to an outer part arm (6, 38), the free end of which carries
- either directly or with other components inserted in between - a load suspension
device (9, 39), characterised by the fact that parts of the inner part arm (4, 29) or of the joint (5) are elastically
flexible in a plane containing the swivel pivot (1) and the joint (5) in such a way
that, under the effect of a load carried by the load suspension device (9, 39), there
is a deviation from the vertical of the longitudinal axis of the joint (5) corresponding,
at least approximately, to the deviation from the vertical of this longitudinal axis
which would arise as a result of the torsional deformation of the inner part arm (4,
29) if this latter were positioned at an angle of 90° to the outer part arm (6, 38).
2. Jib as in Claim 1, characterised by the fact that the joint (5) connecting the two part arms (4, 6) has two pivot bearings
(16, 17; 21, 22) which are spaced axially from one another, and which have at least
one outer part (22) surrounding a pin (15), where at least the outer part (22) of
one pivot bearing is mounted in an elongated hole (23) in a housing (14) which surrounds
it, and where the elongated hole (23) extends in the direction of the longitudinal
axis of the inner part arm (4), and where its width corresponds to the external dimension
of the outer part (22) while its length is in excess of this, and where the cavity
between the outer part (22) and the elongated hole (23) is filled with an elastically
flexible material (24).
3. Jib as in Claim 1, in which the inner part arm (29) has a connecting rod (32) positioned
above it or below it and parallel to it, and where the part arm (29) and the connecting
rod (32) are connected at both ends by means of joints (28, 30; 33, 34) with horizontal
axes, at one side with a support head (26) on a sleeve (27) which surrounds the pivot,
and at the other side with a housing (31) which surrounds the joint, characterised by the fact that an elastically flexible element (41, 47) is incorporated into the connecting
rod (32).
4. Jib as in Claim 3, characterised by the fact that the elastically flexible element is made up of two compression springs
(47), which are placed in a longitudinal hole (46) in the connecting rod (32), where
the ends that face away from each other rest on projections (48, 49) of the hole (46),
while the ends that face towards each other rest against a flange (45) of a bolt (44)
which is mounted in the longitudinal hole (46) in such a way that it is able to move
lengthwise.
5. Jib as in Claim 3, characterised by the fact that the joints with horizontal axes on the connecting rod are made up of
bearing bolts (34), which engage with eyes (42) which encircle them, where a bushing
(41) made of elastically flexible material is placed at least on one joint between
the bolt (34) and the eye (42).
6. Jib as in Claims 2, 3 or 5, characterised by the fact that the elastically flexible material is a polymer material, especially
a thermoplastic plastic material.
1. Flèche pour un engin de levage, laquelle est composée d'un bras partiel intérieur
(4, 29), qui, d'un côté, est monté de manière à pouvoir pivoter autour d'un tourillon
de pivot vertical (1, 50) et, de l'autre côté, est relié au moyen d'une articulation
(5) ayant un axe de pivotement vertical à un bras partiel extérieur (6, 38), qui,
à son extrémité libre - directement ou avec montage intermédiaire d'autres éléments
de construction - porte un dispositif de suspension de charge (9, 39), caractérisée en ce que des éléments du bras partiel intérieur (4, 29) ou de l'articulation (5), dans un
plan qui contient le tourillon de pivot (1) et l'articulation (5), sont réalisés flexibles
de telle sorte qu'il se crée sous l'effet d'une charge portée par le dispositif de
suspension de charge (9, 39) un écart de l'axe longitudinal de l'articulation (5)
par rapport à la verticale, qui correspond au moins à peu près à l'écart de cet axe
longitudinal par rapport à la verticale qui se crée par suite de la déformation de
torsion du bras partiel intérieur (4, 29), quand celui-ci forme un angle de 90° avec
le bras partiel extérieur (6, 38).
2. Flèche selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'articulation (5) reliant les deux bras partiels (4, 6) présente deux coussinets
de pivotement (16, 17 ; 21, 22) disposés à distance axiale l'un de l'autre, qui possèdent
au moins une partie extérieure (22) entourant un tourillon (15), la partie extérieure
(22) de l'un des coussinets de pivotement au moins étant montée dans un trou longitudinal
(23) d'une enveloppe (14) entourant ce dernier, et le trou longitudinal (23) s'étendant
dans la direction de l'axe longitudinal du bras partiel intérieur (4) et correspondant,
dans le sens transversal, à la dimension extérieure de la partie extérieure (22),
tandis qu'il dépasse celle-ci dans le sens longitudinal, et l'espace vide entre la
partie extérieure (22) et le trou longitudinal (23) étant rempli avec un matériau
élastique (24).
3. Flèche selon la revendication 1, dans laquelle le bras partiel intérieur (29) présente
une bielle (32) disposée au-dessus ou en dessous et parallèlement à celui-ci, le bras
partiel (29) et la bielle (32) étant reliés à leurs deux extrémités au moyen d'articulations
(28, 30 ; 33, 34) ayant des axes horizontaux, d'une part à une tête de support (26)
située sur un manchon (27) entourant le tourillon de pivot et, d'autre part, à une
enveloppe (31) entourant l'articulation, caractérisée en ce qu'un élément élastique (41, 47) est intégré dans la bielle (32).
4. Flèche selon la revendication 3, caractérisée en ce que l'élément élastique est formé par deux ressorts de pression (47) qui sont montés
dans un alésage longitudinal (46) de la bielle (32) et s'appuient là avec leurs extrémités
détournées l'une de l'autre contre des saillies (48, 49) de l'alésage (46), tandis
que leurs extrémités tournées l'une vers l'autre reposent contre un épaulement (45)
d'un boulon (44) monté en déplacement longitudinal dans l'alésage longitudinal (46).
5. Flèche selon la revendication 3, caractérisée en ce que les articulations ayant des axes horizontaux sont formées, sur la bielle, par des
boulons d'appui (34), lesquels s'engagent dans des oeillets (42) les entourant, une
douille (41) en matériau élastique étant insérée entre boulon (34) et oeillet (42)
dans au moins une articulation.
6. Flèche selon la revendication 2, 3 ou 5, caractérisée en ce que le matériau élastique est un matériau polymère, en particulier une matière synthétique
thermoplastique.