(19)
(11) EP 0 802 390 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
18.10.2000  Patentblatt  2000/42

(21) Anmeldenummer: 96118039.5

(22) Anmeldetag:  11.11.1996
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7F42C 17/04

(54)

Verfahren zur Bestimmung einer korrigierten Zerlegungszeit eines programmierbar zerlegbaren Geschosses

Method for identifying a corrected desintegration time of a programmable and frangible projectile

Procédé de détermination d'un temps de désintégration corrigé d'un projectile programmable et frangible


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI NL SE

(30) Priorität: 19.04.1996 CH 100096

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
22.10.1997  Patentblatt  1997/43

(73) Patentinhaber: OERLIKON CONTRAVES AG
8050 Zürich (CH)

(72) Erfinder:
  • Boss, André
    8050 Zürich (CH)

(74) Vertreter: Hotz, Klaus, Dipl.-El.-Ing./ETH 
c/o OK pat AG, Patente Marken Lizenzen, Hinterbergstrasse 36, Postfach 5254
6330 Cham
6330 Cham (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 300 255
GB-A- 2 107 835
US-A- 4 449 041
EP-A- 0 467 055
US-A- 4 142 442
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung einer korrigierten Zerlegungszeit eines aus einem Geschützrohr abgeschossenen programmierbar zerlegbaren Geschosses nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Mit der europäischen Patentanmeldung 0 300 255 ist eine Vorrichtung bekannt geworden, die eine an der Mündung eines Geschützrohres angeordnete Messvorrichtung für die Geschossgeschwindigkeit aufweist. Die Messvorrichtung besteht aus zwei in einem bestimmten Abstand voneinander angeordne-ten Ringspulen. Beim Durchgang eines Geschosses durch die beiden Ringspulen wird aufgrund der dabei auftretenden Aenderung des magnetischen Flus-ses kurz hintereinander in jeder Ringspule ein Impuls erzeugt. Die Impulse wer-den einer Auswerteelektronik zugeführt, in welcher aus dem zeitlichen Abstand der Impulse und dem Abstand zwischen den Ringspulen die Geschossgeschwindigkeit errechnet wird. In Bewegungsrichtung des Geschosses ist hinter der Messvorrichtung für die Geschwindigkeit eine Sendespule angeordnet, die mit einer im Geschoss vorgesehenen Empfangsspule zusammenwirkt. Die Empfangsspule ist über ein Hochpassfilter mit einem Zähler verbunden, der ausgangsseitig mit einem Zeitzünder in Verbindung steht. Aus der errechneten Geschossgeschwindigkeit und einer aus Sensordaten ermittelten Treffdistanz zu einem Zielobjekt wird eine Zerlegungszeit gebildet, die unmittelbar nach dem Durchfliegen der Messvorrichtung induktiv auf das Geschoss übertragen wird. Mit dieser Zerlegungszeit wird der Zeitzünder eingestellt, so dass das Geschoss im Bereiche des Zielobjektes zerlegtwerden kann.

    [0003] Werden Geschosse mit Subprojektilen verwendet (Munition mit Primär- und Sekundärballistik), so kann wie beispielsweise aus einer Druckschrift OC 2052 d 94 der Firma Oerlikon-Contraves, Zürich, bekannt, ein angreifendes Ziel durch mehrfache Treffer zerstört werden, wenn nach Ausstossen der Subprojektile im Zerlegungszeitpunkt das Erwartungsgebiet des Zieles von einer durch die Subprojektile gebildeten Wolke belegt ist. Bei der Zerlegung eines solchen Geschosses wird der die Subprojektile tragende Teil abgetrennt und an Sollbruchstellen aufgerissen. Die ausgestossenen Subprojektile beschreiben eine durch die Rotation des Geschosses hervorgerufene drallstabilisierte Flugbahn und liegen gleichmässig verteilt auf annähernd halbkreisförmigen Kurven von Kreisflächen eines Kegels, so dass eine gute Treff- bzw. Abschusswahrscheinlichkeit erreicht werden kann.

    [0004] Bei vorstehend beschriebener Vorrichtung kann durch Streuungen in der Zerlegungsdistanz, die beispielsweise durch Streuungen der Geschossgeschwindigkeit und/oder Verwendung nicht aktualisierter Werte verursacht werden, nicht in jedem Fall eine gute Treff- bzw. Abschusswahrscheinlichkeit erreicht werden. Bei grösseren Zerlegungsdistanzen würde wohl die Kreisfläche grösser, die Dichte der Subprojektile jedoch kleiner werden. Bei kleineren Zerlegungsdistanzen tritt der umgekehrte Fall ein: Die Dichte der Subprojektile wäre grösser, die Kreisfläche jedoch kleiner.

    [0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein Verfahren gemäss Oberbegriff vorzuschlagen, mittels welchen unter Vermeidung vorstehend erwähnter Nachteile eine optimale Treff- bzw. Abschusswahrscheinlichkeit erreichbar ist.

    [0006] Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebene Erfindung gelöst. Hierbei wird eine gegebene optimale Zerlegungsdistanz zwischen einem Zerlegungspunkt des Geschosses und einem Treffpunkt des Zieles durch Korrektur der Zerlegungszeit des Geschosses gleichbleibend gehalten. Die Korrektur erfolgt indem zur Zerlegungszeit ein mit einer Geschwindigkeitsdifferenz multiplizierter Korrekturfaktor addiert wird. Die Ge-schwindigkeitsdifferenz wird aus der Differenz der aktuellen gemessenen Geschossge-schwindigkeit und einer Vorhaltgeschwindigkeit des Geschosses gebildet, wobei die Vor-haltgeschwindigkeit aus dem Mittelwert einer Anzahl vorhergehender, aufeinanderfolgender Geschossgeschwindigkeiten errechnet wird.

    [0007] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile sind darin zu sehen, dass eine gegebene Zerlegungsdistanz von der aktuellen gemessenen Geschossgeschwindigkeit unabhängig ist, so dass eine dauernde optimale Treff- bzw. Abschusswahrscheinlichkeit erzielt werden kann. Der vorgeschlagene Korrekturfaktor für die Korrektur der Zerlegungszeit basiert lediglich auf den Schiesselementen des Treffpunktes für die Steuerung der Waffe, nämlich den Geschützwinkeln α, λ, der Treffzeit Tf und der Vorhaltgeschwindigkeit V0v des Geschosses. Damit ist die Möglichkeit einer einfachen, einen minimalen Aufwand erfordernden Integration in bereits bestehende Waffensteuerungssysteme gegeben.

    [0008] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles im Zusammenhang mit der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen.
    Fig.1
    eine schematische Darstellung eines Waffensteuerungs-Systems mit der er findungsgemässen Vorrichtung,
    Fig.2
    einen Längsschnitt durch eine Mess- und Programmiervorrichtung,
    Fig.3
    ein Diagramm der Verteilung von Subprojektilen in Abhängigkeit von der Zer legungsdistanz, und
    Fig.4
    eine andere Darstellung des Waffensteuerungs-Systems gemäss Fig.1.


    [0009] In der Fig.1 ist mit 1 eine Feuerleitung und mit 2 ein Geschütz bezeichnet. Die Feuerleitung 1 besteht aus einem Suchsensor 3 für die Entdeckung eines Zieles 4, einem mit dem Suchsensor 3 verbundenen Folgesensor 5 für die Zielerfassung, die 3-D-Zielverfolgung und die 3-D-Zielvermessung, sowie einem Feuerteitungsrechner 6. Der Feuerleitungsrechner 6 weist mindestens ein Hauptfilter 7 und eine Vorhalt-Rechen-einheit 9 auf. Das Hauptfilter 7 ist eingangsseitig mit dem Folgesensor 5 und ausgangsseitig mit der Vorhalt-Recheneinheit 9 verbunden, wobei das Hauptfilter 7 die vom Folgesensor 5 empfangenen 3-D-Zieldaten in Form von geschätzten Zieldaten Z wie Position, Geschwindigkeit, Beschleunigung usw. an die Vorhalt-Recheneinheit 9 weiterleitet. Ueber einen weiteren Eingang Me können der Vorhalt-Recheneinheit 9 meteorologische Daten zugeführt werden. Die Bedeutung der Bezeichnungen an den einzelnen Verbindungen bzw. Anschlüssen wird nachstehend anhand der Funktionsbeschreibung näher erläutert.

    [0010] Ein Rechner des Geschützes 2 weist eine Auswerteschaltung 10, eine Aufdatierungs-Recheneinheit 11 und eine Korrektur-Recheneinheit 12 auf. Die Auswerteschaltung 10 ist eingangsseitig an einer an der Mündung eines Geschützrohres 13 angeordneten, nachstehend anhand der Fig.2 näher beschriebenen Messvorrichtung 14 für die Geschossgeschwindigkeit angeschlossen und ausgangsseitig mit der Vorhalt-Recheneinheit 9 und der Aufdatierungs-Recheneinheit 11 verbunden. Die Aufdatierungs-Recheneinheit 11 ist eingangsseitig an der Vorhalt- und an der Korrektur-Recheneinheit 9, 12 angeschlossen und steht ausgangsseitig mit einem in der Messvorrichtung 14 integrierten Programmierte in Verbindung. Die Korrektur-Recheneinheit 12 ist eingangsseitig mit der Vorhalt-Recheneinheit 9 und ausgangsseitig mit der Aufdatier-Recheneinheit 11 verbunden. Ein Geschützservo 15 und eine auf einen Feuerbefehl ansprechende Auslöseeinrichtung 16 sind ebenfalls an der Vorhalt-Recheneinheit 9 angeschlossen. Die Verbindungen zwi-schen der Feuerleitung 1 und dem Geschütz 2 sind zu einer Data-Transmission zusammengefasst, die mit 17 bezeichnet ist. Die Bedeutung der Bezeichnungen an den einzelnen Verbindungen zwischen den Recheneinheiten 10, 11, 12 sowie zwischen der Feuerleitung 1 und dem Geschütz 2 wird nachstehend anhand der Funktionsbeschreibung näher erläutert. Mit 18 und 18' ist ein Geschoss bezeichnet, das während einer Program-mierphase (18) und im Zerlegungszeitpunkt (18') dargestellt ist. Beim Geschoss 18 handelt es sich um ein programmierbares Geschoss mit Primär-und Sekundärballistik, das mit einer Ausstossladung und einem Zeitzünder ausgestattet und mit Subprojektilen 19 gefüllt ist.

    [0011] Gemäss Fig.2 besteht ein an der Mündung des Geschützrohres 13 befestigtes Tragrohr 20 aus drei Teilen 21, 22, 23. Zwischen dem ersten Teil 21 und dem zweiten bzw. dritten Teil 22, 23 sind Ringspulen 24, 25 für die Messung der Geschossgeschwindigkeit angeordnet. Am dritten Teil 23 -auch Programmierteil genannt- ist eine in einem Spulenkörper 26 gehaltene Sendespule 27 befestigt. Die Art der Befestigung des Tragrohres 20 und der drei Teile 21, 22, 23 miteinander ist nicht weiter dargestellt und beschrieben. Für die Speisung der Ringspulen sind Leitungen 28, 29 vorgesehen. Am Umfang des Tragrohres 20 sind zwecks Abschirmung von die Messung störenden Magnetfeldem Weicheisenstäbe 30 angeordnet. Das Geschoss 18 weist eine Empfangsspule 31 auf, die über ein Filter 32 und einen Zähler 33 mit einem Zeitzünder 34 verbunden ist. Beim Durchgang des Geschosses 18 durch die beiden Ringspulen 24, 25 wird kurz hintereinander in jeder Ringspule ein Impuls erzeugt. Diese Impulse werden der Auswerteschaltung 10 (Fig.1) zugeführt, in welcher aus dem zeitlichen Abstand der Impulse und einem Abstand a zwischen den Ringspulen 24, 25 die Geschossgeschwindigkeit errechnet wird. Unter Berück-sichtigung der Geschossgeschwindigkeit wird, wie nachstehend näher beschrieben, eine Zerlegungszeit errechnet, die in digitaler Form beim Durchgang des Geschos-ses 18 durch die Sendespule 27 zum Zwecke der Einstellung des Zählers 32 induktiv auf die Empfangsspule 31 übertragen wird.

    [0012] In der Fig.3 ist mit Pz ein Zerlegungspunkt des Geschosses 18 bezeichnet. Die ausgestossenen Subprojektile liegen je nach Abstand von Zerlegungspunkt Pz gleichmässig verteilt auf annähernd halbkreisförmigen Kurven von (perspektivisch dargestellten) Kreisflächen F1, F2, F3, F4 eines Kegels C. Auf einer ersten Abzisse I ist der Abstand vom Zerlegungspunkt Pz in Metern m aufgetragen, während auf einer zweiten Abzisse II die Flächengrössen der Flächen F1, F2, F3, F4 in Quadratmetern m2 und deren Durchmesser in Metern m aufgetragen sind. Bei einem charakteristischem Geschoss mit beispielsweise 152 Subprojektilen und einem Scheitelwinkel des Kegels C von anfänglich 10° ergeben sich in Abhängigkeit vom Abstand die auf der Abzisse II aufgetragenen Werte. Die Dichte der auf den Kreisflächen F1, F2, F3, F4 befindlichen Subprojektile nimmt mit zunehmendem Abstand ab und beträgt bei den gewählten Verhältnissen 64, 16, 7 und 4 Subprojektile pro Quadratmeter. Bei einer vorgegebenen, der nachfolgend beschriebenen Berechnung der Zerlegungszeit zugrunde gelegten Zerlegungsdistanz Dz von beispielsweise 20 m, würde beim angenommenen Beispiel ein Zielgebiet von 3,5 m Durchmesser mit 16 Subprojektilen pro Quadratmeter belegt sein.

    [0013] In der Fig.4 ist mit 4 und 4' das abzuwehrende Ziel bezeichnet, das in einer Treff- bzw. Abschussposition (4) und in einer der Treff- bzw. Abschussposition vorhergehenden Position (4') dargestellt ist.

    [0014] Die vorstehend beschriebene Vorrichtung arbeitet wie folgt:

    [0015] Die Vorhalt-Recheneinheit 9 errechnet aus einer Vorhaltgeschwindigkeit VOv und den Zieldaten Z unter Berücksichtigung von meteorologischen Daten bei Geschossen mit Primär-und Sekundärballistik eine Treffdistanz RT.

    [0016] Die Vorhaltgeschwindigkeit VOv wird beispielsweise aus dem Mittelwert einer Anzahl über die Data-Transmission 17 zugeführter gemessener Geschossgeschwindigkeiten Vm gebildet, die der aktuellen gemessenen Geschossgeschwindigkeit Vm unmittelbar vorhergehen.

    [0017] Aufgrund einer vorgegebenen Zerlegungsdistanz Dz und unter Berücksichtigung der von einer Treffzeit Tf abhängigen Geschossgeschwindigkeit Vg (Tf) kann eine Zerlegungszeit Tz des Geschosses nach folgenden Beziehungen ermittelt werden:

    und

    worin Vg(Tf) durch ballistische Approximation bestimmt ist und Tz die Flugzeit des Geschosses bis zum Zerlegungszeitpunkt Pz, sowie ts die Flugzeit eines in der Geschossrichtung fliegenden Subprojektiles vom Zerlegungspunkt Pz bis zum Treffpunkt Pf bedeuten (Fig. 3, 4)

    [0018] Die Vorhalt-Recheneinheit 9 ermittelt ferner einen Geschützwinkel α des Azimutes und einen Geschütrwinkel I der Elevation. Die Grössen α, λ, Tf und VOv werden als Schiesselemente des Treffpunktes bezeichnet und über die Data-Transmission 17 der Korrektur-Recheneinheit 12 zugeführt. Die Schiesselemente α und λ werden ausserdem noch dem Geschützservo 15 und die Schiesselemente VOv und Tf oder Tz noch der Aufdatier-Recheneinheit 11 zugeführt.

    [0019] Die vorstehend beschriebenen Berechnungen werden taktweise wiederholt durchgeführt, so dass jeweils im aktuellen Takt i die neuesten Daten α, λ, Tz oder Tf und VOv für eine bestimmte Gültigkeitsdauer zur Verfügung stehen.

    [0020] Zwischen den Taktwerten wird für die aktuellen (laufende) Zeit (t) jeweils interpoliert bzw. extrapoliert.

    [0021] Die Korrektur-Recheneinheit 12 errechnet am Anfang eines jeden Taktes i mit dem jeweils neuesten Satz Schiesselemente α, λ, Tz oder Tf und VOv einen Korrekturtaktor K, zu welchem Zweck wie nachstehend näher beschrieben eine Bestimmungsgleichung für den Korrekturfaktor K entwickelt wird.

    [0022] In einer Definition des Korrekturfaktors K

    ist

    rel die relative Geschwindigkeit zwischen Geschoss und Ziel und

    die Ableitung der Geschossposition nach dem Betrag der Anfangsgeschwindigkeit. Bei Annahme einer gestreckten Ballistik, bei der die Richtung des Vektors

    ungefähr gleich der Richtung des Geschützrohres 13 ist kann

    gesetzt werden. Hierbei wird der Betrag der Komponente der Vorhalt-Anfangsgeschwindigkeit

    o in Rohrrichtung als konstant angenommen. Das heisst

    und

    Zu beachten ist jedoch, dass

    wegen der Bewegung des Geschützrohres 13 trotzdem von der Zeit abhängig ist, was durch die ballistische Lösung

    ausgedrückt wird. Die Treffbedingung lautet dann

    Die Ableitung der Gleichung Gl.10 nach to liefert

    was eine Zerlegung der Zielgeschwindigkeit in die Geschossgeschwindigkeit und einen Vektor

    . darstellt, wobei

    ist. Aus der allgemeinen Theorie ist bekannt, dass unter den gegebenen Voraussetzungen der Ausdruck in Gleichung Gl.11.1

    ist. Ausserdem ist die Rohrgeschwindigkeit

    klein, so dass der Vektor

    in Gleichung Gl.11.1 als vernachlässigbar klein betrachtete werden darf. Nach der allgmeinen Definition der Ableitung gilt für D3 in Gleichung Gl.11.1

    Bei Vernachlässigung der Elevation des Geschützrohes 13 ist

    so dass sich annähernd

    ergibt. Der Punkt

    G(TG(to),

    bewegt sich somit annähernd auf einer Kreisbahn in einer Ebene (Drehebene), welche durch die Vektoren

    G(TG(to),

    aufgespannt wird. Damit kann für Gleichung Gl.12

    geschrieben werden, wobei

    der Drehvektor senkrecht zur Drehebene ist. Hierbei wird angenommen, dass die Winkelgeschwindigkeit des Geschützrohres 13 um seine momentane Drehachse dem Betrag nach gleich der Winkelgeschwindigkeit der

    G(TG(to),

    ist, so dass sich

    ergibt. Unter der zusätzlichen Annahme, dass im Fall gestreckter Ballistik die Geschossgeschwindigkeit ungefähr parallel zur Zielrichtung ist, das heisst

    ist, wird aus Gleichung Gl.11 eine die Zerlegung der Zielgeschwindigkeit in zwei orthogonale Komponenten ausdrückende Gleichung Gl.15 gewonnen:

    Durch Einsetzen der Gleichung Gl.9 in Gleichung Gl.8 und unter Berücksichtigung der Definition für

    rel(

    o)

    und der Definitionen





    ergibt sich



    [0023] Aus den Gleichungen Gl.14 und Gl.15 folgt unter Berücksichtigung der Definitionen für pG,vG und vZ

    sowie

    so dass

    wird. Durch Kürzen mit

    wird Gleichung Gl.16 vereinfacht, wobei sich der Korrekturfaktor K zu

    ergibt. In Gleichung Gl.17 kann die Ableitung der Flugzeit

    (to) von der Feuerleitung 1 mittels verschiedener mathematischer Methoden berechnet werden. Nach Gleichung Gl.13 ist ω2 eine bekannte Funktion von α̇(to), λ(to) und λ̇(to). Diese Grössen können entweder berechnet oder direkt am Geschütz 2 gemessen werden.

    [0024] Die Grössen

    und

    sind durch die Ballistik gegeben. Es sind Funktionen in erster Ordnung der Flugzeit und in zweiter Ordnung der Rohrelevation, welche vernachlässigbar sein kann. Für die Ermittlung dieser Grössen kann beispielsweise eine Lösung nach d'Antonio angewendet werden. Dieser Ansatz liefert



    wobei

    ist und

    n eine Geschwindigkeit (nominelle Anfangsgeschwindigkeit des Geschosses) bedeutet, die sich auf den cw-Wert bezieht. Durch Einsetzen der Gleichungen Gl.18 und Gl.19 in Gleichung Gl.17 ergibt sich der Korrekturfaktor K zu

    wobei die Grössen TG,

    , α, λ, α̇, λ̇ und

    o sich auf den Zeitpunkt to beziehen.

    [0025] Die vorstehend angewendete mathematische bzw. physikalische Notation bedeutet:


      ein Vektor


    ∥  Norm des Vektors


    ,

    〉  Skalarprodukt


    ×

      Vektorprodukt
    Id  Einheitsmatrix
    •  skalare oder Matrixmultiplikation
    g := A.  die Grösse g wird definiert als Ausdruck A
    g = g(x1,...,xn)  die Grösse g hängt ab von x1,.......,xn
    tg(t)  Zuordnung (t wird die Auswertung von g an der Stelle t zugeordnet)
      Ableitung von g nach der Zeit
    Di g(x1, ...,xn)  partielle Ableitung von g nach der i-ten Variablen


    g(t, x1,...,xn)  partielle Ableitung von g nach der Zeit t
    limh0A(h)  Limes des Ausdruckes A für h gegen 0
    inft M  Infimum der Menge M über alle t


    G,

    G,

    G  Position,Geschwindigkeit,Beschleunigung des Geschosses


    Z,

    Z,

    Z  Position,Geschwindigkeit,Beschleunigung des Zieles


    rel,

    rel,

    rel  relative Position,Geschwindigkeit,Beschleunigung Geschoss-Ziel


      Position der Rohrmündung
    α, λ  Azimut und Elevation des Geschützrohres


    o  Vorhalt-Anfangsgeschwindigkeit des Geschosses


    o  Betrag der Komponente der Vorhalt-Anfangsgeschwindigkeit der Geschosses in Rohrrichtung


    m  Betrag der Komponente der effektiven Anfangsgeschwindigkeit des Geschosses in Rohrrichtung
    TG  Vorhalt Flugzeit des Geschosses
    t*  Flugzeit des Geschosses
    to  Zeitpunkt zu dem das Geschoss die Rohrmündung passiert.

    [0026] Die Aufdatierungs-Recheneinheit 11 errechnet aus dem von der Korrektur-Recheneinheit 12 zugeführten Korrekturfaktor K, der von der Auswerteschaltung 10 zugeführten aktuellen gemessenen Geschossgeschwindigkeit Vm und der von der Vorhalt-Recheneinheit 9 zugeführten Vorhaltgeschwindigkeit Vov und Zerlegungszeit Tz eine korrigierte Zerlegungszeit Tz (Vm) nach der Beziehung



    [0027] Die korrigierte Zerlegungszeit Tz (Vm) wird je nach Zeitgültigkeit für die aktuelle laufende Zeit t interpoliert bzw. extrapoliert. Die neu errechnete Zerlegungszeit Tz(Vm,t) wird der Sendespule 27 des Programmierteils 23 der Messvorrichtung 14 zugeführt und wie bereits vorstehend anhand der Fig.2 beschrieben induktiv auf ein vorbeifliegendes Geschoss 18 übertragen.

    [0028] Mit der Korrektur der Zerlegungszeit Tz kann die Zerlegungsdistanz Dz (Fig.3,4) unabhängig von den Streuungen der Geschossgeschwindigkeit gleichbleibend gehalten werden, so dass eine optimale Treff-bzw. Abschusswahrscheinlichkeit erzielt werden kann.

    [0029] Anstatt Gleichung Gl.9, kann bei Annahme gestreckter Ballistik auch

    gesetzt werden, wobei dieser Ansatz in erster Ordnung bei Berücksichtigung der Fallwinkel für eine kurze Ballistik zum gleichen Ergebnis für den Korrekturfaktor K führt.


    Ansprüche

    1. Verfahren zur Bestimmung einer korrigierten Zerlegungszeit (Tz(Vm)) eines aus einem Geschützrohr (13) abgeschossenen, programmier zerlegbaren Geschosses (12), zwecks gleichbleibend Halten einer gegebenen Zerlegungsdistanz (Dz) zwischen einem Zerlegungspunkt (Pz) des Geschosses (12) und einem Treffpunkt (Pf) des Geschosses (12) mit einem eine Geschwindigkeit aufweisenden Zielobjekt, wobei

    - Sensordaten gemessen werden, aus welchen eine Treffdistanz (RT) vom Geschützrohr (13) zum Zielobjekt berechnet wird,

    - an der Mündung des Geschützrohres (13) die Geschwindigkeit (Vm) des abgeschossenen Geschosses gemessen wird, und

    - der Bestimmung der korrigierten Zerlegungszeit (Tz(Vm)) mindestens

    - die genannte Treffdistanz (RT),

    - die genannte Geschwindigkeit (Vm) des Geschosses (12) sowie

    - die Zerlegungsdistanz (Dz) zugrunde gelegt wird,

    dadurch gekennzeichnet,

    - dass aus den gemessenen Sensordaten im weiteren eine Vorhaltegeschwindigkeit (Vov) des Geschosses ermittelt wird, und

    - dass die korrigierte Zerlegungszeit (Tz(Vm)) aus der ursprünglich festgelegten Zer legungszeit (Tz) durch die Beziehung

    bestimmt wird, in welcher Beziehung

    Tz (Vm)   die korrigierte Zerlegungszeit,

    Tz   die ursprünglich festgelegte Zerlegungszeit,

    K   einen Korrekturfaktor,

    Vm   die aktuelle gemessene Geschossgeschwindigkeit an der Mündung und

    Vov   eine Vorhaltgeschwindigkeit des Geschosses bedeuten.

    - wobei der Korrekturfaktor (K) ausgehend von der Definition

    und der Ableitung der Geschossposition nach dem Betrag der Anfangsgeschwindigkeit bei Annahme einer gestreckten Ballistik

    sowie der ballistischen Lösung

    und der Treffbedingung

    durch folgende Berechnungsschritte in Beziehung zu einer Flugzeit (TG) des Geschosses, den Geschützwinkeln (α, λ) und der Vorhaltgeschwindigkeit gesetzt wird,

    - differenzieren der Gleichung Gl.10 nach der Zeit to liefert

    wobei Gleichung Gl.11 eine Zerlegung der Zielgeschwindigkeit in die Geschossgeschwindigkeit und einen Vektor (

    ) darstellt, und wobei

    ist,

    - vernachlässigen des Ausdrucks

    in Gleichung Gl.11.1,

    - definieren der Ableitung D3 in Gleichung Gl.11.1

    - vernachlässigen der Elevation des Geschützrohres (13), wobei

    ist und sich annähernd

    ergibt, so dass Gleichung Gl.12 als

    geschrieben werden kann, wobei

    ein Drehvektor senkrecht zu einer Drehebene ist,

    - voraussetzen, dass die Winkelgeschwindigkeit des Geschützrohres (13) um seine momentane Drehachse dem Betrag nach gleich der Winkelgeschwindigkeit der

    G(TG(to),

    ist, so dass sich

    ergibt,

    - voraussetzen, dass bei gestreckter Ballistik die Geschossgeschwindigkeit ungefähr parallel zur Zielrichtung ist, das heisst

    ist und aus Gleichung Gl.11 eine die Zerlegung der Zielgeschwindigkeit in zwei orthogonale Komponenten ausdrückende Gleichung Gl.15 gewonnen wird

    - einsetzen von Gleichung Gl.9 in Gleichung Gl.8 unter Berücksichtigung der Definition von

    und der Definitionen





    ergibt

    - berücksichtigen der Definitionen für pG, vG und vZ ergibt aus Gleichung Gl.14 und Gl.15

    sowie

    so dass

    wird,

    - kürzen von Gleichung Gl.16 mit

    so dass sich der Korrekturfaktor (K) zu

    ergibt, wobei



    G,

    G,

    G   Position,Geschwindigkeit,Beschleunigung des Geschosses



    Z,

    Z,

    Z   Position,Geschwindigkeit,Beschleunigung des Zieles



    rel,

    rel,

    rel   relative Position,Geschwindigkeit,Beschleunigung Geschoss-Ziel



       Position der Rohrmündung

    α, λ   Azimut und Elevation des Geschützrohres



    o   Vorhalt-Anfangsgeschwindigkeit des Geschosses



    o   Betrag der Komponente der Vorhalt-Anfangsgeschwindigkeit des Geschosses in Rohrrichtung



    m   Betrag der Komponente der effektiven Anfangsgeschwindigkeit des Geschosses in Rohrrichtung

    TG   Vorhalt-Flugzeit des Geschosses

    t*   Flugzeit des Geschosses

    to   Zeitpunkt zu dem das Geschoss die Rohrmündung passiert

    bedeuten.


     
    2. Verfahren nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Grössen

    und

    der Gleichung Gl.17 nach den Gleichungen



    ermittelt werden, wobei

    und



    n   eine Geschossgeschwindigkeit ist, die sich auf den cw-Wert bezieht, und

    dass die Gleichungen Gl.18 und Gl.19 in Gleichung Gl.17 eingesetzt werden, wobei sich

    ergibt.
     


    Claims

    1. Method for determining a corrected fragmentation time (Tz(Vm)) for a programmably fragmentable projectile (12) fired from a gun-barrel (13) with a view to maintaining constant a given fragmentation distance (Dz) between a point of fragmentation (Pz) of the projectile (12) and a point of collision (Pf) of the projectile (12) with a target travelling at speed, in which

    - sensor data are measured from which a strike distance (RT) from the gun-barrel (13) to the target is computed,

    - the velocity (Vm) of the fired projectile is measured at the muzzle of the gun-barrel (13), and

    - determination of the corrected fragmentation time (Tz(Vm)) is based upon at least

    - the said strike distance (RT),

    - the said velocity (Vm) of the projectile (12), and

    - the fragmentation distance (Dz),

    characterized in that

    - a predicted velocity (VOv) of the projectile is also determined from the measured sensor data, and

    - the corrected fragmentation time (Tz(Vm)) is determined from the originally defined fragmentation time (Tz) by the relation

    in which

    Tz(Vm)   stands for the corrected fragmentation time,

    Tz   is the originally defined fragmentation time,

    K   is a correction factor,

    Vm   is the presently measured muzzle velocity of the projectile and

    VOv   is a predicted velocity of the projectile,

    where the correction factor (K) - which is based upon the definition

    and the derivative of the projectile's position according to the amount of initial velocity, assuming a flat trajectory

    and also upon the ballistic solution

    and the strike condition

    - is found by the following calculation steps in relation to a flight time (TG) of the projectile, the gun angles (α, λ), and the predicted velocity:

    - differentiating Equation 10 with respect to time to, to give

    where Equation 11 represents a breakdown of target speed into a projectile velocity and a vector(

    ), and where

    - disregarding the expression

    in Equation 11.1,

    - defining the derivative D3 in Equation 11.1

    - disregarding the elevation of the gun-barrel (13) so that

    and as an approximation

    and so that Equation 12 can be written as

    where

    is a rotating vector perpendicular to a plane of rotation,

    - assuming that the angular velocity of the gun-barrel (13) about its instantaneous axis of rotation is equal in magnitude to the angular velocity of

    G(TG(to),

    so that

    - assuming that in the case of a flat trajectory the velocity of the projectile is approximately parallel with the target direction, i.e. that

    and an equation (Equation 15) expressing the breakdown of the target velocity into two orthogonal components is derived from Equation 11:

    - inserting Equation 9 into Equation 8, taking into account the definition for

    and the definitions





    to yield

    - taking into account the definitions for pG, vG and vZ, to obtain from Equations 14 and 15

    and

    , so that

    - cancelling

    in Equation 16 so that the correction factor K becomes

    where



    G,

    G,

    G   stand for the position, velocity, acceleration of the projectile



    Z,

    Z,

    Z   the position, velocity, acceleration of the target



    rel,

    rel,

    rel   the relative position, velocity, acceleration of the projectile/target



       the position of the muzzle

    α, λ   the azimuth and elevation of the gun-barrel



    o   a predicted initial velocity of the projectile

    υo   the value of the predicted initial velocity component of the projectile in the direction of the barrel

    υm   the value of the actual initial velocity component of the projectile in the direction of the barrel

    TG   the predicted flight time of the projectile

    t*   the flight time of the projectile

    to   the instant at which the projectile passes through the muzzle of the barrel.


     
    2. Method according to Claim 1,
    characterized in that the values of the variables

    and

    of Equation 17 are given by the equations



    where

    and

    n stands for a velocity of the projectile that relates to the aerodynamic drag factor and in that Equations 18 and 19 are inserted into Equation 17, so that


     


    Revendications

    1. Procédé de détermination d'un temps de désintégration corrigé (Tz(Vm)) d'un projectile (12) programmable et frangible et tiré d'un canon (13), afin de maintenir constante une distance de désintégration donnée (Dz) entre un point de désintégration (Pz) du projectile (12) et un point d'impact (Pf) du projectile (12) avec une cible présentant une vitesse, où

    - des données de détecteur sont mesurées, à partir desquelles on calcule une distance d'impact (RT) du canon (13) à la cible,

    - on mesure au niveau de la bouche du canon (13) la vitesse Vm du projectile tiré, et

    - on utilise pour déterminer le temps de désintégration corrigé (TZ(Vm)) au moins

    - la distance d'impact nommée (RT)

    - la vitesse nommée (Vm) du projectile (12) et

    - la distance de désintégration (Dz),

    caractérisé en ce que

    - à partir des données de détecteur mesurées, on détermine de plus une vitesse de dérivation (VOv) du projectile, et en ce que

    - le temps de désintégration corrigé (Tz(Vm)) est déterminé à partir du temps de désintégration originellement défini (Tz) par la relation

    dans laquelle

    Tz(Vm)   Temps de désintégration corrigé

    Tz   Temps de désintégration originellement fixé

    K   Facteur de correction

    Vm   Vitesse du projectile actuellement mesurée au niveau de la bouche et

    VOv   Vitesse de dérivation du projectile

    - où le facteur de correction (K), en partant de la définition

    et de la dérivation de la position du projectile, est donné en fonction du montant de la vitesse de départ en supposant une balistique tendue

    ainsi que de la résolution balistique

    et de la condition d'impact

    par les étapes de calcul suivantes en relation avec un temps de vol (TG) du projectile, les angles de pointage (α, λ) et la vitesse de dérivation,

    - la dérivation de l'équation Eq. 10 selon le temps t0 donne

    où l'équation Eq. 11 représente une décomposition de la vitesse de l'objectif en une vitesse de projectile et un vecteur (

    ) , et où

    - on néglige l'expression

    dans l'équation Eq. 11.1,

    - on définit la dérivée D3 dans l'équation Eq. 11.1

    - on néglige l'élévation du canon (13), où

    ce qui donne approximativement

    si bien que l'équation Eq. 12 peut s'écrire de la façon suivante



       étant un vecteur tournant perpendiculaire à un plan de rotation,

    - en supposant que la vitesse angulaire du canon (13) autour de son axe de rotation instantané correspond, en terme de montant, à la vitesse angulaire de

    G(TG(to),

    on obtient

    - en supposant que, avec une balistique tendue, la vitesse du projectile est approximativement parallèle à la direction de l'objectif, cela signifie que

    et que l'on obtient à partir de l'équation Eq. 11 une équation Eq. 15 exprimant la décomposition de la vitesse d'objectif en deux composantes orthogonales

    - on utilise l'équation Eq. 9 dans l'équation Eq. 8 en considérant la définition de

    et les définitions



    pour donner

    - on prend en compte les définitions de pG, vG et vZ, pour donner, à partir de l'équation Eq. 14 et Eq. 15

    et

    d'où

    - on simplifie l'équation Eq. 16 avec

    ce qui donne le facteur de correction (K)



    G,

    G,

    G   Position, vitesse, accélération du projectile



    Z,

    Z,

    Z   Position, vitesse, accélération de l'objectif



    rel,

    rel,

    rel   Position, vitesse, accélération relatives projectile-objectif



       Position de la bouche du canon

    α,λ   Azimut et élévation du canon



    o   Vitesse de dérivation de départ du projectile

    υo   Montant de la composante de vitesse de dérivation de départ du projectile dans la direction du tube

    υm   Montant de la composante de vitesse de départ effective du projectile dans la direction du tube

    TG   Dérivation du temps de vol du projectile

    t*   Temps de vol du projectile

    to   Moment où le projectile passe la bouche du canon.


     
    2. Procédé selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que les grandeurs

    et

    de l'équation Eq. 17 sont déterminées d'après les équations





    et



    n   est une vitesse du projectile qui se rapporte au coefficient cw, et

    en ce que les équations Eq. 18 et Eq. 19 sont utilisées dans l'équation Eq. 17, pour donner


     




    Zeichnung