[0001] Die Erfindung betrifft einen NH-Sicherungslasttrenner mit Schaltergestell und bezüglich
diesem bewegbaren Deckel, bei dem die Sicherungseinsätze quer zu ihrer Längsrichtung
nebeneinander angeordnet, durch wenigstens eine Phasentrennwand voneinander getrennt
und mittels ihrer Grifflaschen von Aufhängeteilen gehalten sind, wobei eine Einrichtung
zum lösbaren Verriegeln von Sicherungseinsätzen vorgesehen ist, bei der jeweils ein
federnd vorgespannter Riegel mit der jeweiligen Grifflasche in Verriegelungseingriff
bringbar ist, wobei mindestens zwei Riegel an einem gemeinsamen Schieber angebracht
sind, der entgegen der Vorspannkraft einer Feder verschiebbar ist und dabei die Riegel
von den Grifflaschen außer Verriegelungseingriff bringt.
[0002] Es ist bekannt, Sicherungseinsätze in NH-Sicherungslasttrennschaltern oder -leisten
herausnehmbar anzubringen, um Verbraucher mit diesen Schaltern ein- oder auszuschalten.
Der relativ zum Schaltergestell herausschwenkbare und wieder an diesen heranschwenkbare
Deckel trägt bei diesen Schaltern die Sicherungseinsätze, die bei einem aus dem Betrieb
bekannten Lasttrennschalter zu dritt nebeneinander angeordnet sind, jeweils ein Einsatz
für eine Phase (RST). Deshalb sind an den Deckeln der bekannten Schalter Aufhängeteile
für die Aufnahme von Grifflaschen angebracht. Durch das Herausschwenken und auch Hineindrücken
der Deckel auf die Schaltergestelle treten Fliehkräfte auf, welche nicht gesicherte
Sicherungseinsätze von den Aufhängeteilen außer Eingriff drücken würden. Bei manchen
Schaltern werden die Sicherungseinsätze so befestigt, daß man zuerst eine untere Kontaktfeder
in Eingriff bringt, danach über das Zuschwenken die obere Kontaktfeder, wodurch auch
axiale Kraftkomponenten auftreten, die ein Herausschieben des betreffenden Sicherungseinsatzes
aus seiner Verankerung im Deckel bewirken können.
[0003] Aus diesem Grund hat man die jeweilige Grifflasche in den Aufhängeteilen verriegelt.
Bei einer bekannten Lösung ist in Längsrichtung des Sicherungseinsatzes außerhalb
der ersten Grifflasche ein Riegel aus Kunststoff federnd so vorgespannt angeordnet,
daß die Grifflasche beim Einsetzen den Riegel in Längsrichtung des Sicherungseinsatzes
durch manuelle Kraft nach vom drückt, so daß der Benutzer danach die hintere Grifflasche
in die Aufhängeteile herunterdrücken und einsetzen kann. Die Feder hinter dem Riegel
drückt den Sicherungseinsatz über die Grifflasche so weit nach hinten, daß auch die
hintere Grifflasche in die dortigen Ausnehmungen eingreift und der Sicherungseinsatz
fest verriegelt ist. Bei dieser bekannten Lösung handelt es sich um eine form- und
kraftschlüssige Verriegelung, die man dadurch wieder auflöst, daß man mit der Hand
eine derart große Kraft aufbringt, daß die vordere Grifflasche den Riegel zurückschieben
kann.
[0004] Es hat sich gezeigt, daß bei dieser wie auch bei anderen aus der Praxis bekannten
Verriegelungen von Sicherungseinsätzen das Personal jeden einzelnen Sicherungseinsatz
anfassen und entgegen dem Sperrdruck des Riegels drücken muß und dann erst herausnehmen
kann. Häufig erfolgt eine solche Entnahme nach dem Betrieb. Durch den Betrieb erwärmt
sich der Sicherungseinsatz zum Teil nicht unerheblich, so daß sich die Bedienungsperson
verbrennen und verletzen kann.
[0005] Es gibt auch Geräte in der Praxis, bei denen die betreffende Bedienungsperson außer
dem Anfassen des Sicherungseinsatzes den Riegel mit einem besonderen Werkzeug zusätzlich
entsperren muß, und solche Zugriffe sind wegen der engen Platzverhältnisse schwierig.
[0006] Die DE 74 17 818 U1 zeigt ein als Griffeinsatz ausgebildetes Werkzeug, mit dem mehrere
Schmelzsicherungseinsätze aus ihren Stromkreisen gezogen bzw. in diese eingesetzt
werden können. Dazu weist das Werkzeug T-förmige Ausnehmungen auf, in die die Grifflaschen
der Sicherungseinsätze eingesetzt werden können. Ein Riegelglied kann mit Hilfe einer
Handhabe in Längsrichtung der Sicherungseinsätze bewegt werden, so daß ein Teil der
T-förmigen Ausnehmungen blockiert wird und die Grifflaschen in dem Werkzeug sicher
gehalten werden.
[0007] Die DE 94 03 039 U1 zeigt einen NH-Sicherungslasttrenner der gattungsbildenden Art.
Hierbei sind die Riegel mit den Aufhängeteilen identisch, so daß die Sicherungseinsätze
lediglich im Verriegelungszustand mittels ihrer Grifflaschen gehalten werden. Auch
hier können die Riegel in Längsrichtung der im Trennschalter angeordneten Sicherungseinsätze
verschoben werden. Diese Ausführungsform hat jedoch den Nachteil, daß die Verriegelungseinrichtung
eine große räumliche Ausdehnung hat und die Schaltkräfte über die Riegel auf die Grifflaschen
der Sicherungen übertragen werden.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen NH-Sicherungslasttrenner der eingangs genannten
Art zu schaffen, bei welchem die Entnahme der Sicherungseinsätze einfach, mit großer
Zuverlässigkeit und ohne Berührung durch Personal jederzeit vorgenommen werden kann.
[0009] Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Schieber in Querrichtung
quer zur Längsrichtung der im Trennschalter angeordneten Sicherungseinsätze verschiebbar
ist und daß er sich unter Bildung einer Taste durch eine Seitenwand des Deckels erstreckt.
[0010] Die Entnahme der Sicherungseinsätze vor oder nach dem Betrieb, d. h. nach dem Abschalten
der Energie, wird bei einer Einrichtung mit den vorstehend genannten Maßnahmen erheblich
vereinfacht. Die Bedienungsperson braucht nur auf die aus der einen Seitenwand hervorstehende
Taste zu drücken und kann damit gleichzeitig wenigstens zwei Sicherungseinsätze derart
entriegeln, daß beide Einsätze beim Umkippen des Deckels oder Schräghalten fast gleichzeitig
herausfallen. Kein Sicherungseinsatz braucht mehr von Hand angefaßt oder gar gedrückt
zu werden. Wenn die Taste von der gegenüberliegenden Seitenwand nicht weniger als
eine Handbreite entfernt ist, wie dies bei kleineren Trennschaltern der Fall ist,
zum Beispiel der Größe 00, dann kann der Benutzer mit einer Hand entriegeln. Der Daumen
greift dabei auf die eine Seitenwand und einer der Finger auf die gegenüberliegend
herausstehende Taste. Die Taste wird in die erwähnte Querrichtung gedrückt, d. h.
quer zur Längsrichtung der Sicherungseinsätze. Deren Längsrichtung ist in Richtung
der beiden entgegengesetzten Kontaktmesser bzw. der Verbindungslinie zwischen diesen
angenommen. Der Schieber erstreckt sich also wenigstens über einen, vorzugsweise über
zwei oder drei nebeneinander angeordnete Sicherungseinsätze in dieser erwähnten Querrichtung,
denn die Sicherungseinsätze sitzen quer so nebeneinander, daß ihre Längsrichtungen
jeweils parallel liegen. Die Vorspannkraft der Feder wirkt selbstverständlich ebenfalls
in dieser Querrichtung, denn sie drückt den Schieber in Verriegelungseingriff. Ohne
Berührung eines Sicherungseinsatzes durch die Hand eines Benutzers kann der eine oder
können sogar drei Sicherungseinsätze gleichzeitig vom Deckel eines Lasttrennschalters
gelöst werden. Auch bei stark erwärmten Sicherungseinsätzen ist also eine Entnahme
unmittelbar nach dem Abschalten des Verbrauchers möglich. Der Deckel ist bei einer
Ausführungsform gegenüber dem Schaltergestell schwenkbar. Besonders vorteilhaft ist
auch die Möglichkeit, den Deckel vom Schaltergestell entnehmbar zu gestalten. Ersichtlich
ist das Entriegeln und Entnehmen der Sicherungseinsätze einfach und ohne Probleme
und Verletzungsgefahr möglich.
[0011] Die sich durch die Seitenwand des Deckels in der genannten Querrichtung erstreckende
Taste ragt einen halben Fingerbreit in Querrichtung seitlich aus der Seitenwand heraus.
Dadurch ist die Taste für jeden Benutzer gut zugänglich. Es kann aber auch zweckmäßig
sein, an der Stelle des Durchtritts der Taste nach außen in der Seitenwand eine kleine
Mulde anzubringen, so daß die Taste zwar von dem Benutzer außen in gleicher Funktionsweise
zugänglich und zu betätigen ist, gleichwohl die Außenkontur des gesamten Deckels nicht
überschritten wird. Dadurch können bei kompakten Montagen die Lasttrennschalter dicht
nebeneinander angeordnet werden, so daß sie wenig Platz benötigen.
[0012] Für eine wirkungsvolle Verriegelung versteht es sich, daß für einen Sicherungseinsatz
ein Schieber mit Riegel nur im Bereich einer der zwei Grifflaschen vorgesehen sein
muß. Die gegenüberliegende Seite ist durch die starre Verbindung der anderen Grifflasche
mit dem Sicherungseinsatz gleichermaßen verriegelt.
[0013] Bei weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist der Riegel als über einen
Steg mit dem Schieber verbundener Haken ausgebildet, welcher die Grifflasche umgreift.
Dieser Aufbau ermöglicht in vorteilhafter Weise die Anordnung der plattenförmigen
bzw. im wesentlichen flachen Grifflasche zwischen dem Schieber einerseits und dem
Haken bzw. Riegel andererseits. Die Rast- oder Sperrfläche des Hakens umgreift die
Grifflasche auf diese Weise. Dadurch ergeben sich gute Möglichkeiten, den im Trennschalter
vorhandenen Platz optimal zu nutzen. Zum Beispiel kann man das unerwünschte Herausdrücken
der Grifflasche in Längsrichtung des Sicherungseinsatzes nach oben durch den Haken
vermeiden, der von oben auf die Grifflasche greift, während unten, d.h. bezüglich
der Grifflasche auf der dem Haken gegenüberliegenden Seite der Schieber angeordnet
ist. Dieser benötigt für seine Erstreckung in der erwähnten Querrichtung einen Mindestraum,
auch in der Höhe, die in Längsrichtung der Sicherungseinsätze zu sehen ist
[0014] Es gibt Ausführungsformen, bei denen die Frontwand des Deckels durch ein Fenster
oder gar durch ein Schiebefenster verschlossen ist, in welchem Prüflöcher für die
Spannungsprüfung angeordnet sind. Durch das Schieben dieses Fensters kann das betreffende
Loch entweder abgedeckt oder freigelegt werden. Ein Spannungsmeßwerkzeug wird durch
dieses Loch bis zur Grifflasche oder Kontaktmesser hindurchgesteckt. Für dieses richtige
Applizieren des Werkzeuges am Sicherungsteil ist ein Mindestplatz erforderlich. Es
gibt Ausführungsformen von Lasttrennschaltern, bei welchen dieser Platz in Bezug auf
die Lage der Grifflasche beschränkt ist Für eine solche Ausführungsform ist die Ausgestaltung
des Riegels als Haken sehr günstig, weil der verhältnismäßig große Schieber dann auf
der unteren Seite der Grifflasche und der Haken mit seiner Rast- bzw. Sperrfläche
auf der Oberseite der Grifflasche anzuordnen sind.
[0015] Günstig ist es gemäß der Erfindung ferner, wenn der Schieber ein längliches Kastenprofil
hat und an dem der Taste gegenüberliegenden Ende eine Druckfeder aufnimmt. Den Schieber
kann man beispielsweise aus festem, elektrisch isolierendem und haltbarem Kunststoff
formen oder auch spritzgießen. Eine günstige Gestaltung für einen länglichen Schieber,
der sich vorzugsweise über zwei oder drei nebeneinander angeordnete Sicherungseinsätze
in der genannten Querrichtung erstreckt, ist das erwähnte Kastenprofil. Dessen Querschnitt
ist U-förmig, wobei der die beiden freien Schenkel des U verbindende Mittelsteg nach
vorn zur Frontwand des Deckels hin angeordnet wird. Der hohle Kasten dieses Schieberprofiles
befindet sich dann hinter diesem Steg.
[0016] Auf der der Taste gegenüberliegenden Seite dieses länglichen Schiebers kann die erwähnte
Druckfeder in dem Hohlraum dieses Schiebers aufgenommen und arretiert werden. Sie
stützt sich gegen diejenige Seitenwand des Deckels oder einen zwischengeschalteten
Steg im Deckel ab, welche der Seitenwand mit der Griffmulde, durch welche die Taste
vorsteht, gegenüberliegt.
[0017] Erfindungsgemäß kann man den Schieber auch zwischen einem am Deckel befestigten Führungswinkel
und einer vorzugsweise abnehmbaren Deckelvorderwand gleitend anordnen. Diese Ausgestaltung
verbessert den Einbau des Schiebers mit oder ohne seine Haken erheblich. Selbst wenn
der Schieber länglich ist und sich über alle drei nebeneinander angeordnete Sicherungseinsätze
erstreckt, kann er von vom, d.h. von der Deckelvorderwand her einfach eingesetzt werden,
ohne etwa andere Teile am Deckel zuvor abzuschrauben. Es gibt die zuvor schon erwähnte
Ausführungsform, bei welcher ein Teil der Deckelvorderwand als Fenster oder sogar
als Schlebefenster ausgebildet ist. Man kann dieses bei der richtigen Konstruktion
für die Montage des Schiebers herausschnappen, dann den Schieber in Form des länglichen
Kastenprofils unter Vorspannen gegen die Druckfeder einsetzen und danach das Fenster
wieder einschnappen.
[0018] Den erwähnten Führungswinkel, der im Querschnitt L-förmig bei einer Ausführungsform
zu denken ist, kann derart lange Schenkel haben, daß die Schenkelhöhen den Querschnittsmaßen
des Schiebers entsprechen. Dann kann die Grifflasche den L-förmigen Führungswinkel
nach oben wie der zweite freie Schenkel eines U abschließen. Der gleitend hin- und
herbewegbare Schieber ist dann zwischen der Grifflasche und dem Führungswinkel wie
in einem Käfig eingefaßt. Nach vom hin kann entweder die Vorderwand des Deckels oder
sein Schiebefenster den Führungswinkel zu einem geschlossenen Kastengehäuse abschließen.
Ein Verkanten und Verklemmen des Schiebers vor und während der Betätigung der Taste
ist dann ausgeschlossen. Im Falle eines Schiebefensters mit einem Prüfloch für die
Spannungsmessung kann das Loch durch den Schieber abgedeckt werden. Nach Hochschieben
dieses Fensters gelangt dann das Loch von den abdeckenden Wandungen (z.B. des Schiebers)
vertikal in Längsrichtung des Sicherungseinsatzes weg und gibt den Raum dahinter zur
Grifflasche für die Spannungsmessung frei.
[0019] Es ist ferner zweckmäßig, wenn erfindungsgemäß der Schieber und die Riegel in einer
Ebene vor den einen Einsteckschlitz belassenden Aufhängeteilen und hinter der Deckelvorderwand
verschiebbar sind. Den länglichen Schieber kann man sich in eine vertikale Ebene gelegt
denken, welche parallel zur Deckelvorderwand liegt Die normale Blickrichtung ist dann
senkrecht auf diese Ebene. Bei ebener Deckelvorderwand befindet sich diese bei der
hier in Betracht gezogenen bevorzugten Ausführugnsform entgegen der Blickrichtung
dicht ( 1- 5 mm) davor, bzw. das Fenster oder das Schiebefenster befindet sich dort.
Zwischen dieser Deckelvorderwand oder dem Fenster oder das Schiebefenster befindet
sich dort. Zwischen dieser Deckelvorderwand oder dem Fenster einerseits und den Aufhängteilen
am Deckel für die Grifflasche des Sicherungseinsatzes andererseits ist konstruktionsbedingt
ein gewisser Platz, und genau hier wird der Schieber mit den Riegeln angeordnet, welcher
durch seine Anordnung den kompakten Aufbau des gesamten Trennschalters nicht beeinträchtigt.
Auch vertikal darüber außerhalb des Schiebers wird durch den Raum zwischen den Riegeln
ausreichend Platz belassen, um Werkzeuge für die Spannungsprüfung gegebenenfalls bis
zu den Kontaktmessern hin zu führen.
[0020] Es ist weiterhin vorteilhaft, wenn erfindungsgemäß auf der der Sperrfläche des Riegels
abgewandten Seite und/oder zwischen diesen eine Einlaufschräge ausgebildet ist Ähnlich
wie bei anderen federnd vorgespannten Riegeln kann auch hier die zu verriegelnde Platte,
bei der hier betrachteten Ausführungsform nämlich die Grifflasche, beim Hereindrücken
gegen die Einlaufschräge anlaufen und diese damit entgegen dem Federdruck in Längsrichtung
des Schiebers so wegdrücken, daß die Sperrfläche bzw. Rastfläche beim Einsetzen der
Grifflasche in ihre Endposition zunächst zur Seite gedrückt wird, um nach fertiger
Positionierung der Grifflasche über diese in Verriegelungseingriff zurückzuschnappen.
Es sind hier unterschiedliche Hakenformen möglich. Im wesentlichen soll sich die Einlaufschräge
auf der der Sperrfläche des Riegels abgewandten Seite bzw. neben dieser befinden.
Man braucht dann zum Einsetzen der zu verriegelnden Grifflaschen nicht extra ein Werkzeug,
um den Schieber mit seinen Riegeln in die Entriegelungsposition zu bringen.
[0021] Eine andere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
daß von dem Schieber etwa senkrecht zu dessen Längs- und Schieberichtung im Abstand
voneinander angeordnete Blockierstege vorstehen. Ähnlich wie bei der zuerst betrachteten
Ausführungsform mit dem hakenförmigen Riegel, der ebenfalls über einen Steg mit dem
Schieber verbunden ist, sind die Riegel hier selbst als solche Stege ausgestaltet.
Der Haken an ihrem Ende fehlt Diese Ausführungsform umgreift die zu verriegelnden
Grifflaschen nicht sondern legt sich von einer Seite vor diese, damit die Grifflaschen
zu dieser besagten Seite nicht ohne bewußte Entriegelung herausgenommen werden oder
herausfallen können. Die Anzahl der Blockierstege entspricht der Anzahl der in dem
Lasttrennschalter zu verriegelnden Sicherungseinsätze.
[0022] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele in Verbindung
mit den anliegenden Zeichnungen. Es zeigen:
- Figur 1
- die Draufsicht auf einen NH-Sicherungslasttrennschalter für drei nebeneinander angeordnete
Sicherungseinsätze, die hier aber nicht gezeigt sind,
- Figur 2
- eine Seitenansicht auf den Trennschalter der Figur 1, wenn man in Figur 1 von rechts
nach links blickt,
- Figur 3
- schematisch und abgebrochen eine Einzelheit entsprechend dem Kreis X in Figur 1,
- Figur 4
- eine Draufsicht auf einen abgebrochen dargestellten Sicherungseinsatz mit Grifflasche
mit den Aufhängeteilen und dem gemäß Pfeil verschiebbaren hakenförmigen Riegel,
- Figur 5
- eine andere Ausführungsform des Riegels am Schieber in Form von Blockierstegen, und
- Figur 6
- eine vergrößerte Querschnittsansicht eines abgebrochenen Sicherungseinsatzes mit links
daneben angeordnetem Deckel und dazwischen befindlichem Schieber
[0023] Der bei den hier gezeigten Ausführungsformen allgemein mit 1 bezeichnete Sicherungseinsatz
ist über seine Grifflasche 2 in den einen Einsteckschlitz 3 bildenden Aufhängeteilen
4 befestigt
[0024] In dem in den Figuren 1 und 2 gezeigten Sicherungslasttrennschalter, der aus Schaltergestell
5 und Deckel 6 mit Griff 7 besteht, befinden sich die Aufhängeteile 4 im Deckel 6.
Die Deckelvorderwand 8 ist vorn durch ein Schiebefenster 9 verschlossen, in dem oben
und unten Prüflöcher 10 für die Spannungsprüfung vorgesehen sind.
[0025] Der Begriff "oben" und "unten" ist aus der Betrachtung der Figuren 1 und 2 genommen.
Nach oben bzw. unten erstrecken sich die strichpunktierten Linien 11 in Figur 1, welche
die Längsrichtung der in Figur 1 nicht gezeigten, aber im Trennschalter angeordneten
Sicherungseinsätze 1 darstellen. Spannt man ein gedachtes Koordinatensystem auf, dann
verlaufen diese die Längsrichtung 11 veranschaulichenden Geraden in der Y-Richtung.
Quer dazu, d.h. in X-Richtung verläuft die horizontale, in Figur 1 gezeigte strichpunktierte
Linie 12, welche die Querrichtung darstellt, während in Figur 2 die horizontale strichpunktierte
Linie 13 in der Z-Richtung verläuft, welche beim Blick auf Figur 1 in Blickrichtung
liegt. Entsprechend befinden sich die oberen Teile des Trennschalters in Längsrichtung
11 in Richtung des Pfeiles +Y. Der Schieber 14 mit dem Riegel 15 ist entgegen der
X-Richtung (horizontale Linie 12) entgegen der Wirkung einer Druckfeder 16 verschieblich.
[0026] In der hier gezeigten Ausführungsform liegen drei Sicherungseinsätze 1 In der Querrichtung
12 nebeneinander, weshalb an dem Schieber 14 auch drei Riegel 15 angeformt sind. Über
den jeweiligen Steg 17 sind bei den Ausführungsformen nach den Figuren 1 - 4 und 6
die Riegel 15 in Hakenform am Schieber 14 verbunden. Diese hakenförmigen Riegel 15
umgreifen ersichtlich die Grifflasche 2. Mit anderen Worten befindet sich auf der
einen Seite der Grifflasche 2 (unten) der Schieber 14, und auf der gegenüberliegenden
Seite greift der Riegel 15 hakenförmig so über die Grifflasche 2, daß die in Figur
3 gezeigte Sperrfläche 18 über der Grifflasche 2 liegt mit dem Ergebnis, daß diese
sich nicht aus dem Einsteckschlitz 3 zwischen den Aufhängeteilen 4 nach oben in Längsrichtung
11 in Richtung +Y herausbewegen können.
[0027] Will man aber die Sicherungseinsätze 3 herausnehmen, dann drückt man auf die in Querrichtung
12 in die Mulde 19 der rechten Seitenwand 20 des Trennschalters und genauer seines
Deckels 6 ragende Taste 21. Damit drückt man den Schieber 14 entgegen der Kraft der
Druckfeder 16 in Richtung -X der Querrichtung 12, d.h. in Figur 1 nach links und in
Figur 2 in Blickrichtung. Auf diese Weise bewegt sich der in den Figuren 3 und 4 vergrößert
dargestellte Riegel 15 in Querrichtung 12 aus der in Figur 3 mit ausgezogenen Linien
dargestellten Verriegelungsposition in die mit gestrichelten Linien gezeigte Entriegelungsposition.
Danach schiebt die Druckfeder 16 den Schieber 14 von selbst wieder in Querrichtung
12 in die mit ausgezogenen Linien gezeigte Positon. Zum Wiedereinsetzen wird die Grifflasche
nach den Figuren 1, 3 und 6 in Längsrichtung 11 vertikal von oben nach unten gedrückt,
wobei die Grifflasche 2 auf die Einlaufschräge 22 des hakenförmigen Riegels 15 drückt
und diesen ebenfalls wieder in Querrichtung 12 in die gestrichelt gezeichnete Stellung
drückt, bis die Grifflasche 2 die in Figur 3 gezeigte Position hat, so daß der Riegel
15 wieder in Verriegelungsposition zurückgestoßen werden kann. Diese Einlaufschräge
22 ist bei der hier gezeigten Auführungsform nach den Figuren 1 und 3 auf der der
Sperrfläche 18 des Riegels 15 abgewandten Seite, d.h. oben angebracht.
[0028] In Figur 1 sieht man, wie die Aufhängeteile 4 integrales Teil des Deckels 6 sind
und daß der Deckel Phasentrennwände 23 hat. Auch das Schaltergestell 5 hat Phasentrennwände
24, die sich zwischen den nicht gezeigten Sicherungseinsätzen 1 bis nach oben über
die Position des Schiebers 14 erstrecken. Um den Drehpunkt 25 kann der Deckel 6 mit
Hilfe der Lagerführung 26 in die nicht gezeigte, geöffnete Stellung heraugeschwenkt
werden, indem man an dem Griff 7 in Figur 1 nach vom und in Figur 2 nach links zieht.
Das Schaltergestell 5 wird über die Befestigungsbohrungen 27 für die Grundplattenmontage
an einer Grundplatte befestigt, zum Beispiel an der Platte eines Schrankes.
[0029] In der Darstellung der Figur 6 ist der obere Teil der Deckelvorderwand 8 in einer
Ebene senkrecht zur Papierebene der Figur 1 und durch die Längsrichtung 11 gehend
geschnitten. Man sieht hinter der Deckelvorderwand 8 einen Verbindungssteg 28, der
Teil eines L-förmigen Führungswinkels 29 ist, auf dessen horizontal liegendem Verbindungssteg
28 wird der Schieber 14 geführt. Außerdem wird der Deckel zugleich durch diesen Führungswinkel
29 auch versteift Der Platz innerhalb dieses Führungswinkels 29 hinter dem verschieblichen
Fenster 9 reicht gerade für die Aufnahme des hohlen, im Querschnitt U-förmigen Kastenprofils
des Schiebers 14, an dem außen am freien Ende des oberen Schenkels des U die Riegel
15 vertikal hochstehend angeformt sind.
[0030] Die Querschnittsgestaltung des Schiebers 14 der anderen, in Figur 5 gezeigten Ausführungsform
ist ähnlich aufgebaut. Auch hier kann der Benutzer durch Druck in Querrichtung 12
den Schieber 14 entgegen der Kraft der Druckfeder 16 aus der in Figur 5 gezeigten
Position herausschieben.
[0031] Etwa senkrecht zur Schieberichtung 12, die für das gesamte Gerät hier die Querrichtung
genannt ist, stehen drei Blockierstege 30 in Längsrichtung 11 der Sicherungseinsätze
1 nach unten vor. Sie befinden sich gegenseitig in einem Abstand a voneinander. Ihre
Sperrfläche 18 ist ihre Endfläche, wenn man ihre Erstreckungsrichtung vom Schieber
14 fort betrachtet Diese Sperrfläche 18 liegt in der Verriegelungsposition, die in
Figur 5 gezeigt ist, über der Grifflasche 2 und verhindert auch hier das Herausheben
derselben nach oben aus den Aufhängeteilen 4. Man wird je nach den Platzverhältnissen
im Lasttrennschalter den Schieber 14 entweder unterhalb der Grifflaschen 2 oder im
Erstreckungsabstand der Blockierstege 30 oberhalb derselben (Figur 5) anordnen. Die
Vorteile der Erfindung ergeben sich bei beiden Ausführungsformen.
1. NH-Sicherungslasttrenner mit Schaltergestell (5) und bezüglich diesem bewegbarem Deckel
(6), bei dem die Sicherungseinsätze (1) quer zu ihrer Längsrichtung (11) nebeneinander
angeordnet, durch wenigstens eine Phasentrennwand (23, 24) voneinander getrennt und
mittels ihrer Grifflaschen (2) von Aufhängeteilen (4) gehalten sind, wobei eine Einrichtung
zum lösbaren Verriegeln von Sicherungseinsätzen (1) vorgesehen ist, bei der jeweils
ein federnd vorgespannter Riegel (15) mit der jeweiligen Grifflasche (2) in Verriegelungseingriff
bringbar ist, wobei mindestens zwei Riegel (15) an einem gemeinsamen Schieber (14)
angebracht sind, der entgegen der Vorspannkraft einer Feder (16) verschiebbar ist
und dabei die Riegel (15) von den Grifflaschen (2) außer Verriegelungseingriff bringt,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (14) in Querrichtung (12) quer zur Längsrichtung (11) der im Trennschalter
angeordneten Sicherungseinsätze (1) verschiebbar ist und daß er sich unter Bildung
einer Taste (21) durch eine Seitenwand (20) des Deckels (6) erstreckt
2. NH-Sicherungslasttrenner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Riegel (15) als über einen Steg (17) mit dem Schieber (14) verbundener Haken
ausgebildet ist, welcher die Grifflasche (2) umgreift.
3. NH-Sicherungslasttrennschalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (14) ein längliches Kastenprofil hat und an dem der Taste (21) gegenüberliegenden
Ende eine Druckfeder (16) aufnimmt.
4. NH-Sicherungslasttrennschalter nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (14) zwischen einem am Deckel (6) befestigten Führungswinkel (29) und
einer vorzugsweise abnehmbaren Deckelvorderwand (8) gleitend angeordnet ist.
5. NH-Sicherungslasttrennschalter nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (14) und die Riegel (15) in einer Ebene vor den einen Einsteckschlitz
(3) belassenden Aufhängeteilen (4) und hinter der Deckelvorderwand (8) verschiebbar
sind.
6. NH-Sicherungslasttrennschalter nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf der der Sperrfläche (18) des Riegels (15) abgewandten Seite und/oder zwischen
diesen eine Einlaufschräge (22) ausgebildet ist.
7. NH-Sicherungslasttrennschalter nach einem der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Schieber (14) etwa senkrecht zu dessen Schieberichtung (12) im Abstand (a)
voneinander angeordnete Blockierstege (30) vorstehen (Figur 5).
1. A low-voltage HRC safety load-break switch with a switch frame (5) and a cover (6)
which is movable with respect thereto, in which the safety inserts (1) are arranged
in mutually juxtaposed relationship transversely with respect to their longitudinal
direction (11), are separated from each other by at least one phase separating wall
(23, 24) and are held by means of their gripping bars (2) by suspension members (4),
wherein there is provided a device for releasably locking safety inserts (1), in which
a respective resiliently biased locking bar (15) can be brought into locking engagement
with the respective gripping bar (2), wherein at least two locking bars (15) are mounted
on a common slider (14) which is displaceable in opposition to the biasing force of
a spring (16) and in so doing takes the locking bars (15) out of locking engagement
with the gripping bars (2), characterised in that the slider (14) is displaceable in the transverse direction (12) transversely with
respect to the longitudinal direction (11) of the safety inserts (1) arranged in the
disconnect switch and that it extends through a side wall (20) of the cover (6) forming
a button (21).
2. A low-voltage HRC safety load-break switch according to claim 1 characterised in that the locking bar (15) is in the form of a hook which is connected by way of a leg
(17) to the slider (14) and which embraces the gripping bar (2).
3. A low-voltage HRC safety load-break switch according to claim 1 or claim 2 characterised in that the slider (14) is of an elongate box-shaped profile and accommodates a compression
spring (16) at the end in opposite relationship to the button (21).
4. A low-voltage HRC safety load-break switch according to one of claims 1 to 3 characterised in that the slider (14) is arranged slidably between an angle guide member (29) secured to
the cover (6) and a preferably removable cover front wall (8).
5. A low-voltage HRC safety load-break switch according to one of claims 1 to 4 characterised in that the slider (14) and the locking bars (15) are displaceable in a plane in front of
the suspension members (4) leaving an insertion slot (3) and behind the cover front
wall (8).
6. A low-voltage HRC safety load-break switch according to one of claims 1 to 5 characterised in that an inclined entry surface (22) is provided on the side remote from the locking surface
(18) of the locking bar (15) and/or between them.
7. A low-voltage HRC safety load-break switch according to one of claims 1 to 6 characterised in that blocking legs (30) arranged at a spacing from each other project from the slider
(5) approximately perpendicularly to the sliding direction (12) thereof (Figure 5).
1. Interrupteur-sectionneur basse tension à haut pouvoir de coupure, comportant un bâti
(5) et un couvercle (6), mobile par rapport à ce dernier, où les éléments de remplacement
(1) sont disposés les uns à côté des autres perpendiculairement à leur direction longitudinale
(11), sont séparés l'un de l'autre par au moins une paroi de séparation des phases
(23, 24) et, à l'aide de leurs pattes de préhension (2), sont maintenus par des éléments
de suspension (4), un dispositif étant prévu pour le verrouillage, avec possibilité
de déverrouillage, d'éléments de remplacement (1), dispositif dans lequel un verrou
(15), en prétension par un ressort, peut être mis en prise de verrouillage avec chaque
patte de préhension (2), au moins deux verrous (15) étant rapportés à un coulisseau
commun (14), qui peut coulisser contre la force de prétension d'un ressort (16) et
qui de ce fait désengage les verrous (15) de leur prise de verrouillage avec les pattes
de préhension (2), caractérisé en ce que le coulisseau (14) peut se déplacer dans la direction (12) perpendiculaire à la direction
longitudinale (11) des éléments de remplacement (1) disposés dans le sectionneur,
et en ce qu'il s'étend, avec formation d'une touche (21), en traversant une paroi latérale (20)
du couvercle (6).
2. Interrupteur-sectionneur basse tension à haut pouvoir de coupure selon la revendication
1, caractérisé en ce que le verrou (15) est configuré comme un crochet, qui par l'intermédiaire d'une traverse
(17) est relié au coulisseau (14), crochet qui entoure la patte de préhension (2).
3. Interrupteur-sectionneur basse tension à haut pouvoir de coupure selon la revendication
1 ou 2, caractérisé en ce que le coulisseau a un profil longitudinal en caisson, et, au niveau de l'extrémité opposée
à la touche (21) reçoit un ressort de compression (16).
4. Interrupteur-sectionneur basse tension à haut pouvoir de coupure selon l'une des revendications
1 à 3, caractérisé en ce que le coulisseau (14) est disposé en coulissement entre une cornière de guidage (29)
fixée au couvercle (6) et une paroi avant (8) de couvercle, qui de préférence est
amovible.
5. Interrupteur-sectionneur basse tension à haut pouvoir de coupure selon l'une des revendications
1 à 4, caractérisé en ce que le coulisseau (14) et les verrous (15) peuvent coulisser dans un plan, en avant des
éléments de suspension (4), qui laissent une fente d'insertion (3), et en arrière
de la paroi avant (8) du couvercle.
6. Interrupteur-sectionneur basse tension à haut pouvoir de coupure selon l'une des revendications
1 à 5, caractérisé en ce qu'un biseau d'entrée (22) est réalisé sur la face opposée à la surface de blocage (18)
du verrou (15), et/ou entre ces dernières.
7. Interrupteur-sectionneur basse tension à haut pouvoir de coupure selon l'une des revendications
1 à 6, caractérisé en ce que des traverses de blocage (30), disposées à la distance (a) l'une de l'autre, dépassent
du coulisseau (14), d'une manière approximativement perpendiculaire à son sens de
coulissement (12) (Figure 5).