[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren der dem Oberbegriff des Anspruchs 1
entsprechenden Art und eine entsprechende Anlage.
[0002] Als "Bemusterung" im Sinne der Erfindung kommt in erster Linie eine farbige Bemusterung
in Betracht, wobei nicht nur an eine regelrechte Bebilderung zu denken ist, sondern
auch eine Uni-Färbung unter den Begriff fallen soll. Auf die Art des Auftrags des
Bemusterungsmittels kommt es für die Erfindung nicht an. In vielen Fällen wird es
sich um einen Druckvorgang handeln, doch kommen auch Verfahren in Betracht, bei denen
das Bemusterungsmittel auftropfen gelassen wird, aufgegossen wird oder aufgesprüht
wird oder bei denen gar die Warenbahn in eine Bemusterungsflotte getaucht wird.
[0003] Die Erfindung befaßt sich mit Verfahren dieser Art, bei denen auf der Warenbahn ein
Verdickungsmittel zugegen sein muß. Dies ist in erster Linie bei Druckverfahren der
Fall, damit das Bemusterungsmittel nicht verläuft und eine saubere Kontur entsteht
oder damit das Bemusterungsmittel nicht zu schnell in Tiefe des textilen Materials
eindringt. Die Verwendung von Verdickungsmitteln beim Textildruck ist in dem Buch
von M. Peter und H.K. Rouette "Grundlagen der Textilveredlung" 13. Auflage (1989),
Seiten 620 bis 623 beschrieben und eine Reihe geeigneter Stoffe aufgezählt. Es versteht
sich, daß als Verdickungsmittel auch Mischungen mehrerer entsprechender Stoffe anzusehen
sind.
[0004] Beim Druck befindet sich die Verdickung in dem aufgetragenen Medium, d.h. der Druckpaste.
Dies gilt auch, wenn bei der Teppichfärberei mit Verdickung gearbeitet werden muß,
damit das aufgetragene Bemusterungsmittel nicht zu rasch in den bei Teppichen recht
hohen Flor einsinkt und die Spitzen der Fasern nicht genügend Farbstoff erhalten,
so daß ein Grauschleier entsteht. Die der Färbeflotte in diesen Fällen zugesetzte
Verdickung hält die Flotte lang genug auch an den oberen Bereichen der Fasern fest.
[0005] Es gibt aber auch Fälle, bei denen Verdickungsmittel nicht mit dem Bemusterungsmittel
zusammen, sondern vorher aufgetragen wird. Ein Beispiel hierfür ist der DE 27 08 000
Al zu entnehmen, bei der das Verdickungsmittel (Gum) als Farbrückhaltemittel dient
und in einer Schicht auf eine Teppichbahn aufgetragen wird, auf die anschließend ein
rapportloses Muster durch Farbflotten aufgetröpfelt wird. Auch hier sind jedoch, wenn
die Bemusterung beendet ist und die Ware sich im Dämpfer befindet, Verdickungsmittel
zugegeben.
[0006] Diese Verdickungsmittel müssen von der Warenbahn nach dem Dämpfen wieder entfernt
werden. Diese Aufgabe ist schwierig und erfordert einen erheblichen Waschaufwand.
Viele Versuche sind unternommen worden, um das Entfernen der Verdickungsmittel zu
erleichtern. Beispielsweise ist die Verdickung erst angefeuchtet worden, worauf sie
eine Verweilstrecke durchlief, um die Verdickung durch die Feuchtigkeit quellen zu
lassen. Danach sollte sie sich leichter auswaschen lassen.
[0007] In jedem Fall war bisher der Waschaufwand zur Entfernung der Verdickung wesentlich
größer als in der normalen Färberei, wo keine Verdickungsmittel notwendig sind.
[0008] Die Verdickungsmittel bilden am Ende des Dämpfers eine regelrechte Schicht auf der
Bahn, und es ist auch bereits unternommen worden, diese Schicht im Endbereich des
Dämpfers mechanisch durch Rakeln zu entfernen, so daß wenigstens ein wesentlicher
Teil der Verdickungsmittel schon ohne Waschvorgang von der Warenbahn herunter war
und der Waschvorgang entsprechend entlastet wurde (DE-OS 34 40 948).
[0009] Alle diese bekannten Maßnahmen standen aber unter dem Aspekt lediglich der Entfernung
der Verdickungsmittel, die anschließend aufwendig entsorgt werden mußten.
[0010] Ein Schritt weiter wird in der US-A-4 418 433 getan, die eine Anlage zum kontinuierlichen
Färben von Teppichen zeigt. Dieser Stand der Technik liegt dem Oberbegriff des Anspruchs
1 zugrunde. Das Verdickungsmittel wird hierbei nicht nur entfernt, sondern zur erneuten
Verwendung wiedergewonnen. Die Entfernung geschieht durch Absaugen am Ausgang des
Dämpfers, wo also die Farbe schon auf die Fasern aufgezogen ist. Das abgesaugte Verdickungsmittel
wird filtriert und zur Wiedergewinnung der Wärme durch einen Wärmetauscher geschickt.
Das so behandelte Verdikkungsmittel wird erneut der vor der Auftragseinrichtung für
die Färbeflotte angeordneten Auftragseinrichtung für das Verdickungsmittel zugeleitet.
[0011] Das Gewicht liegt hierbei also nicht auf der bloßen Entfernung der Verdickung, sondern
auf ihrer Wiedergewinnung und im erneuten Einsatz beim Ansatz weiteren Bemusterungsmittels.
Die Verfahrensweise hat also sowohl einen ökologischen Aspekt, insofern durch die
mehrmalige Verwendung der Verdickungsmittel der Entsorgungsaufwand wesentlich reduziert
wird, als auch einen wirtschaftlichen Aspekt, insofern die Mehrfachverwendung der
teuren Verdickungsmittel eine Kostenersparnis ergibt, die die Kosten der zusätzlichen
apparativen Ausrüstung in relativ kurzer Zeit amortisiert.
[0012] Es ist zwar so, daß bei vielen farblichen Bemusterungen, also Färbungen, die in dem
Bemusterungsmittel enthaltenen Farbstoffe bei dosiertem Flottenauftrag zu 99 % und
mehr auf die Fasern aufziehen und schon von daher die ganz überwiegend aus dem verbliebenen
Verdickungsmittel bestehenden Mittelreste fast farblos übrigbleiben. Da aber diese
Farbstoffreste sich bei der Mehrfachverwendung der Verdickungsmittel anreichern können,
kann das Verdickungsmittel eine Eigenfarbe bekommen, die sich störend auswirken kann.
[0013] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das gattungsgemäße mit Verdickungsmitteln
arbeitende Bemusterungsverfahren zu verbessern.
[0014] Diese Aufgabe wird durch die in den Ansprüchen 1 und 3 in ihrem verfahrensmäßigen
bzw. apparativen Aspekt wiedergegebene Erfindung gelöst.
[0015] Als "Mittelreste" im Sinne der Erfindung soll die Gesamtheit der ungebundenen auf
der Warenbahn und ihren Fasern befindlichen Stoffe verstanden werden, also nicht nur
die Reste des aufgetragenen Bemusterungsmittels, sondern auch die verbliebenen Reste
von in vorangegangenen Behandlungsschritten aufgetragenen Behandlungsmitteln wie Schlichte,
Avivagen und ähnliches, die den Fasern anhaften. Bei der mechanischen Entfernung der
Mittelreste werden diese Anteile weniger erfaßt. Sie verbleiben überwiegend auf der
Warenbahn und werden erst beim nachfolgenden Waschvorgang entfernt. Die mechanisch
entfernbaren Anteile beinhalten vielmehr vorwiegend die Reste des Bemusterungsmittels,
z.B. der Druckpaste, die ganz überwiegend aus dem Verdickungsmittel bestehen, welches
auf diese Weise von den unerwünschten Behandlungsmitteln wie Schlichten, Avivagen
usw. separierbar ist.
[0016] Der Anreicherung der Farbe in dem Verdickungsmittel wird erfindungsgemäß durch die
Entfärbungsbehandlung entgegengewirkt, bei welcher die mechanisch gereinigten Mittelreste
werden mit einer geeigneten Auftragsvorrichtung wie bei einer Färbung auf ein bahnförmiges
durchlässiges Flächengebilde aus Textilfasern aufgetragen, die von dem Bemusterungsfarbstoff
leicht anfärbbar sind. Das Flächengebilde kann ein Gewebe oder aber auch ein Vlies
aus den Textilfasern sein. Die auf dem Flächengebilde befindlichen Mittelreste werden
sodann durch das Flächengebilde hindurchgesaugt, wobei die darin noch enthaltenen
Farbstoffe bereitwillig auf die Fasern des Flächengebildes übergehen, die ja entsprechend
ausgewählt sind. Die in den Mittelresten noch enthaltenen Farbstoffe werden also aus
ihnen gewissermaßen "weggefärbt". Es verbleibt praktisch reines Verdickungsmittel,
welches wiederverwendet werden kann. Das Flächengebilde wird entweder verworfen oder
durch geeignete Verfahren seinerseits entfärbt, um gegebenenfalls wiederverwendbar
zu sein.
[0017] Ein wichtiger Aspekt der geschilderten Verfahrensweise liegt darin, daß sowohl die
Entfernung des Verdikkungsmittels von der Warenbahn als auch seine Reinigung ohne
die Zuhilfenahme von Wasser vonstatten gehen, so daß das wiedergewonnene Verdickungsmittel
so, wie es ist, und ohne energieaufwendige Entwässerung wiederverwendet werden kann.
[0018] Die der Entfärbung vorgeschaltete mechanische Reinigung kann wie im Stand der Technik
durch Sieben oder Filtern erfolgen, wobei die bei der mechanischen Entfernung der
Mittelreste mitgenommenen Verunreinigungen wie Flusen und dergleichen aus dem Material
entfernt werden.
[0019] Die Ansprüche 3 bis 8 geben die Erfindung in ihrer apparativen Ausgestaltung wieder.
[0020] In der Zeichnung ist die Erfindung schematisch dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Ansicht des Wiedergewinnungsteils einer Bemusterungsanlage;
Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht einer Entfärbungseinrichtung.
[0021] Die in Fig. 1 mit 1 bezeichnete textile Warenbahn ist in dem Ausführungsbeispiel
eine Teppichbahn, die an einer der Darstellung vorgeschalteten Stelle mit einem Auftrag
eines Bemusterungsmittels versehen worden ist, welches Verdickungsmittel enthielt.
In dem Ausführungsbeispiel handelt es sich um eine verdickte Druckpaste.
[0022] Nach dem Auftrag des Bemusterungsmittels sind also auf der Warenbahn 1 das Bemusterungsmittel
und das Verdickungsmittel zugleich zugegeben. Die Warenbahn 1 läuft so im Sinne des
Pfeiles 2 in einen Dämpfer 3 ein, in welchem die Farbstoffe aus dem Bemusterungsmittel
auf die Fasern der Warenbahn 1 aufziehen. Am Ende des Durchlaufs ist dieser Vorgang
beendet und bleibt auf der Warenbahn ein Mittelrest zurück, der aus geringen Farbstoffresten,
etwaigen geringen Rückständen sonstiger Art und dem gesamten Verdickungsmittel besteht.
Letzteres findet sich als eine Art Schicht auf der Polseite der Warenbahn, wenn diese
dabei ist, den Dämpfer 3 an dem Auslaß 4 zu verlassen. In dem Dämpfer 3 ist in diesem
Bereich eine Rakel 5 vorgesehen, die die Warenbahn 1 abrakelt und einen wesentlichen
Anteil des auf der Warenbahn 1 befindlichen Mittelrestes, beispielsweise 50 bis 70
%, von der Warenbahn mechanisch abnimmt und in einer Rinne 6 sammelt, von wo er in
einen Pufferbehälter 7 am Auslaß 4 des Dämpfers übergeht. Die Rakel oder eine sonstige
mechanische Entfernungseinrichtung können auch außerhalb des Dämpfers dicht am Auslaß
4 angeordnet sein.
[0023] Es ist nicht erwünscht, den auf der Warenbahn verbliebenen Mittelrest durchgreifend
zu entfernen. In dem Mittelrest sind nämlich auch Rest von Schlichte, Avivagen und
dergleichen enthalten, die an der Faser und weniger im Bereich der oben auf dem Pol
befindlichen Verdickungsmittelschicht sitzen. Diese Anteile des Mittelrestes verbleiben
bei der Abrakelung überwiegend auf der Warenbahn 1 und gelangen nicht in den Pufferbehälter
7 mit dem abgerakelten Anteil des Mittelrestes. Die unerwünschten Bestandteile wie
Schlichte, Avivagen und dergleichen werden ausgewaschen, wenn die Warenbahn 1 nach
dem Verlassen des Dämpfers 3 an dem Auslaß 4 im Sinne des Pfeiles 8 in eine nicht
dargestellte Waschanlage überführt wird.
[0024] Der abgerakelte Mittelrest aus dem Pufferbehälter 7 wird mittels einer Pumpe 9 in
eine als Ganzes mit 10 bezeichnete Reinigungseinrichtung überführt. Die Reinigungseinrichtung
10 umfaßt zwei Aggregate 11 und 12. Der abgerakelte Mittelrest gelangt zunächst in
das Aggregat 11, welches eine Sieb- und Filtereinheit zum Entfernen von mechanischen
Verunreinigungen wie Flusen und dergleichen ist, die beim Abrakeln von der Warenbahn
1 abgenommen werden.
[0025] Der mechanisch vorgereinigte Mittelrest gelangt sodann in eine Entfärbungseinheit
12, die die geringfügigen Farbstoffanteile, die in dem Dämpfer 3 nicht auf die Warenbahn
1 aufgezogen, sondern in dem Mittelrest verblieben sind, aus diesem herausholt. Die
Entfärbungseinheit 12 wird anhand von Fig. 2 noch im einzelnen beschrieben.
[0026] Das die Entfärbungseinheit 12 in der Leitung 13 verlassende Medium ist nicht mehr
als "Mittelrest" anzusprechen, sondern besteht aus praktisch reinem Verdickungsmittel,
welches in Vorratsbehälter 14 abgegeben werden kann. An sich wäre nur ein Vorratsbehälter
14 erforderlich. Die Qualität des auf der Leitung 13 anstehenden Verdickungsmittels
kann jedoch von Metrage zu Metrage der Warenbahn 1 schwanken. Es empfiehlt sich daher,
das Verdickungsmittel bei jeder Metrage separat aufzufangen. Aus diesem Grund sind
in dem Ausführungsbeispiel drei Vorratsbehälter 14 vorgesehen, in die das auf der
Leitung 13 geförderte Verdickungsmittel wahlweise abgegeben werden kann.
[0027] Außer den drei Vorratsbehältern 14 ist noch ein Behälter 15 mit Verdickungsmittel-Stammlösung
vorgesehen, aus welchem mittels einer Pumpe 16 über eine Leitung 17 Verdickungsmittel-Stammlösung
in einen Ansatzbehälter 18 zur Bereitung weiteren Bemusterungsmittels, zum Beispiel
weiterer Druckpaste, abgegeben werden kann.
[0028] Alternativ oder zusätzlich kann über die Leitung 20 Verdickungsmittel-Stammlösung
wahlweise in einen der Vorratsbehälter 14 gegeben werden, um das darin befindliche
Verdickungsmittel, dessen Qualität in den drei Vorratsbehältern 14 unterschiedlich
sein kann, in der erforderlichen Weise einzustellen. Diese Einstellung kann automatisch
erfolgen, indem die Eigenschaften der in den einzelnen Vorratsbehältern 14 befindlichen
Verdickungsmittelmengen durch geeignete Meßeinrichtungen 21 gemessen werden. Die Meßwerte
werden jeweils über eine Leitung 22 einem Regler 40 zugeführt, der die dosierende
Pumpe 16 derart steuert, daß sie den einzelnen Vorratsbehältern 14 die dort jeweils
benötigte Menge an VerdickungsmittelStammlösung zuführt.
[0029] Aus den einzelnen Vorratsbehältern 14 wird wahlweise das Verdickungsmittel über eine
Leitung 23 mittels einer Pumpe 24 entnommen und dem Ansatzbehälter 18 zur Bereitung
weiteren Bemusterungsmittels zugeführt.
[0030] In Fig. 2 ist eine in Betracht kommende Entfärbeeinheit 12 wiedergegeben. Die die
Sieb- und Filtereinheit 11 verlassende Mittelrestmenge wird über ein Zuführrohr 25
auf einen horizontal geführten Abschnitt 30' eines bahnförmigen Flächengebildes 30
aufgegeben, welches ein Gewebe, eine Gewirke oder ein Vlies aus Fasern darstellt,
die von den in dem Bemusterungsmittel für den Teppich enthaltenen Farbstoffen besonders
leicht anfärbbar sind. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel wird das Flächengebilde
von einer Rolle 26 abgewickelt, über eine Tragwalze 27 und ein über die Breite des
Flächengebildes 30 wirksames Saugrohr 28 in dem horizontalen Abschnitt 30' geführt
und anschließend auf eine Rolle 29 wieder aufgewickelt. Der Mittelrest wird durch
das Zuführrohr 25 an einer Stelle auf die Oberseite des Flächengebildes 30 abgegeben,
an der dieses auf der Rückseite durch eine Gleitplatte 31 unterstützt ist. Durch eine
auf der Oberseite angeordnete Streichrakel 32 wird die aufgebrachte Mittelrestmenge
zu einer gleichmäßigen Schicht 33 ausgestrichen, die beim Passieren der Eingangsöffnung
des Saugrohrs 28 durch das Flächengebilde 30 hindurch in das Saugrohr 28 hineingesaugt
wird.
[0031] Die in dem Mittelrest noch enthaltenen geringen Farbstoffmengen gehen dabei auf das
Flächengebilde 30 über, so daß in der Leitung 34 praktisch farbloses Verdickungsmittel
herauskommt, welches in dem Abscheider 35 von dem Saugluftstrom getrennt wird, so
daß luftfreies Verdikkungsmittel in die Leitung 13 gelangt, aus der es in der im Zusammenhang
mit Fig. 1 beschriebenen Weise weiterverarbeitet wird.
1. Verfahren zum Bemustern von textilen Warenbahnen, insbesondere Teppichbahnen,
bei welchem Bemusterungsmittel auf die Warenbahn aufgetragen wird und auf der Warenbahn
Verdickungsmittel zugegeben ist,
bei welchem die mit dem Bemusterungsmittel versehene Warenbahn durch einen Dämpfer
geleitet wird,
bei welchem auf der Warenbahn befindliche Mittelreste von der ganz oder im wesentlichen
noch die Dämpfertemperatur aufweisenden Warenbahn mechanisch zumindest teilweise entfernt
werden
und bei welchem die entfernten Mittelreste, ohne mit Wasser verdünnt zu werden, gereinigt
und das dann verbleibende praktisch reine Verdickungsmittel beim Ansatz weiteren Bemusterungsmittels
wiederverwendet werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Reinigung eine Entfärbungsbehandlung folgt, bei der die mechanisch entfernten
Mittelreste auf ein bahnförmiges durchlässiges Flächengebilde aus Textilfasern, die
von dem Bemusterungsfarbstoff leicht anfärbbar sind, aufgebracht und dann durch das
Flächengebilde hindurchgesaugt werden, wobei die in dem Verdickungsmittel noch enthaltenen
Farbstoffe an das Flächengebilde abgegeben werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigung eine mechanische Reinigung durch Sieben und Filtern zur Entfernung
von Flusen und dergleichen umfaßt.
3. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 oder 2,
mit Mitteln zur kontinuierlichen Förderung einer textilen Warenbahn (1), insbesondere
einer Teppichbahn, in ihrer Längsrichtung entlang einer Behandlungsstrecke,
mit einer Auftragseinrichtung, mittels derer Bemusterungsmittel und zugleich oder
separat Verdickungsmittel auf die sich vorwärtsbewegende Warenbahn (1) auf tragbar
ist,
mit einem der Auftragseinrichtung in der Behandlungsstrecke nachgeschalteten Dämpfer
(3),
mit einer im Bereich des Dämpferauslaufs (4) angeordneten Einrichtung (5,6,7) zur
mechanischen Entfernung eines wesentlichen Teils der Verdickungsmittel enthaltenden
Mittelreste von der Warenbahn (1) und zum Auffangen und Weiterfördern der entfernten
Mittelreste,
mit einer Einrichtung (10) zur Reinigung der Mittelreste, ohne daß sie mit Wasser
verdünnt werden, zweck Rückgewinnung praktisch reinen Verdickungsmittels
und mit einer Einrichtung (13,14,23,24) zur Rückführung des zurückgewonnenen Verdickungsmittels
zwecks Wiederverwendung desselben beim Ansatz weiteren Bemusterungsmittels,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung (10) zur Reinigung der entfernten Mittelreste eine Entfärbungseinrichtung
(12) aufweist, die eine Auftragseinrichtung (25,32) umfaßt, mittels derer die mechanisch
gereinigten Mittelreste auf ein vorlaufendes Flächengebilde (30) aus textilen Fasern,
die von den Farbstoffen des Bemusterungsmittels leicht anfärbbar sind, auftragbar
ist, eine dem Auftragsbereich nachgeschaltete Saugvorrichtung (28) mittels derer die
aufgetragenen Mittelreste durch die Flächengebilde (30) hindurch absaugbar sind, und
einen Abscheider (35) zum Abscheiden des Verdickungsmittels aus dem abgesaugten Luftstrom.
4. Anlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das bahnförmige Flächengebilde (30) von einer Abwikkelrolle (26) ausgebreitet
über eine Strecke (30') zu einer Aufwickelrolle (29) geführt ist und die Auftragsvorrichtung
(25,32) und die Saugvorrichtung (28) in der Strecke (30') hintereinandergeschaltet
sind.
5. Anlage nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Meßeinrichtung (21) für Eigenschaften des wiedergewonnenen Verdickungsmittels
und ein Vorratsbehälter (15) für Verdickungsmittel-Stammlösung vorgesehen sind, aus
welchem beim Ansatz weiteren Bemusterungsmittels Stammlösung zur Einstellung der geforderten
Verdickungsmitteleigenschaften geregelt zuführbar ist.
6. Anlage nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur mechanischen Entfernung der Mittelreste eine über die Breite
der Warenbahn (1) wirksame, von der Auftragsseite an der Warenbahn (1) angreifende
Rakelanordnung (5) umfaßt.
7. Anlage nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur mechanischen Entfernung der Mittelreste eine über die Breite
der Warenbahn (1) wirksame, von der Auftragsseite an der Warenbahn (1) angreifende
Saugvorrichtung umfaßt.
8. Anlage nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (10) zur Reinigung der entfernten Mittelreste ein Flusensieb
und/oder -filter umfaßt.
1. A method of patterning textile webs, particularly carpet webs,
wherein a patterning agent is applied to the web and a thickening agent is added to
the web,
wherein the web provided with the patterning agent is conveyed through a steamer,
wherein residues of agents on the web are at least partly removed mechanically from
the entire web or from the parts of the web still substantially at the steamer temperature,
and
wherein the removed residues are purified without being diluted with water and the
remaining practically pure thickening agent is re-used when more patterning agent
is added,
characterised in that
purification is followed by decolorising treatment wherein the mechanically removed
residues are applied to a permeable flat web of textile fibres which can readily be
coloured by the patterning dye and then sucked through the flat structure, wherein
dyes remaining in the thickening agent are deposited on the structure.
2. A method according to claim 1, characterised in that purification comprises mechanical
purification by screening and filtering for removing fluff and the like.
3. An installation for working the method according to claim 1 or 2,
comprising means for continuously conveying a textile web (1), particularly a carpet
web, in the longitudinal direction thereof, along a processing zone,
comprising an applicator for applying patterning agent and thickening agent together
or separately to the advancing web (1),
comprising a steamer (3) disposed downstream of the applicator in the processing zone,
comprising a means (5, 6, 7) disposed in the neighbourhood of the steamer outlet (4)
for mechanical removal of a substantial part of the residues containing thickening
agent from the web (1) and for collecting and disposing of the removed residues,
comprising a means (10) for purifying the residues without diluting them with water
in order to recover practically pure thickening agent, and
comprising a means (13, 14, 23, 24) for recycling the recovered thickening agent for
reuse thereof when additional patterning agent is added,
characterised in that
the means (10) for purifying the removed residues comprises a decolorising means (12)
containing an applicator (25, 32) by means of which the mechanically purified residues
are applied to an advancing flat structure (30) of textile fibres which can be readily
coloured by the dyes in the patterning agent, a suction device (28) downstream of
the applicator region for sucking the applied residues through the flat structure
(30) and a separator (35) for separating the thickening agent from the sucked away
air stream.
4. An installation according to claim 3,
characterised in that the flat web (30) is spread out and guided from a delivery roller
(26) over a zone (30') to a take-up roller (29) and the applicator (25, 32) and the
suction device (28) are disposed one behind the other in the zone (30').
5. An installation according to claim 3 or 4,
characterised in that a device (21) for measuring properties of the recovered thickening
agent and a storage container (15) for a stock solution of thickening agent are provided,
and when further patterning agent is added, stock solution for adjusting the properties
of the thickening agent as required can be drawn in controlled manner from the storage
container.
6. An installation according to any of claims 3 to 5,
characterised in that the means for mechanically removing the residues comprises a
scraper arrangement (5) operative across the width of the web (1) and engaging the
web (1) on the side to which agents are applied.
7. An installation according to any of claims 3 to 5,
characterised in that the means for mechanically removing the residues comprises a
suction device operative across the width of the web (1) and engaging the web (1)
on the side to which agents are applied.
8. An installation according to any of claims 3 to 7,
characterised in that the means (10) for purifying the removed residues comprises
a fluff screen and/or filter.
1. Procédé d'application de motifs sur des bandes de matières textiles en particulier
des bandes de tapis, dans lequel l'agent de décoration est appliqué sur la bande textile
et de l'agent épaississant est ajouté à la bande textile,
- dans lequel la bande textile munie de l'agent de décoration est guidée à travers
un appareil tampon,
- dans lequel des restes d'agents se trouvant sur la bande textile provenant de la
bande textile comportant tout ou essentiellement encore la température de tampon sont
éliminés mécaniquement au moins partiellement et
- dans lequel les restes d'agents enlevés sans être étendus d'eau, sont purifiés et
l'agent épaississant restant pratiquement pur est réutilisé lors de l'application
d'autres agents de décoration,
caractérisé en ce qu'
au nettoyage fait suite un traitement de décoloration dans lequel les restes d'agents
éliminés mécaniquement sont appliqués sur un dessin superficiel perméable en forme
de bande composée de fibres textiles, qui peuvent être teintes facilement par le colorant
d'application de motifs et ensuite sont aspirées à travers le dessin superficiel,
les colorants contenus encore dans l'agent épaississant étant cédés au dessin superficiel.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le nettoyage comporte un nettoyage mécanique par tamisage et filtrage pour éliminer
les pluches et analogues.
3. Installation pour la réalisation du procédé selon les revendications 1 ou 2,
comportant :
- des moyens pour le transfert continu d'une bande de tissu (1) textile, en particulier
d'une bande de tapis, dans son sens longitudinal, le long d'une section de traitement,
- un dispositif d'application, au moyen duquel peut être appliqué un agent d'application
de motifs et en même temps ou séparément un agent épaississant sur la bande de tissu
(1) se déplaçant en avant,
- un tampon (3) installé après le dispositif d'application dans la section de traitement,
- un dispositif (5, 6, 7) placé dans la zone de la sortie (4) du tampon pour l'élimination
mécanique d'une partie essentielle des résidus d'agent contenant de l'agent épaississant
de la bande de tissu (1) et pour saisir et réexpédier les restes d'agent enlevés,
- un dispositif (10) pour nettoyer les restes d'agent sans les diluer avec de l'eau,
en vue de la récupération de l'agent épaississant pratiquement pur, et
- un dispositif (13, 14, 23, 24) pour le recyclage de l'agent épaississant récupéré
en vue de sa réutilisation lors de l'utilisation d'un autre agent d'application de
motifs,
caractérisée en ce que
le dispositif (10) pour le nettoyage des restes d'agent éliminés comporte un dispositif
de décoloration (12), qui comprend un dispositif d'application (25, 32) au moyen duquel
les restes d'agents purifiés mécaniquement sont applicables sur un dessin superficiel
(30) en marche avant en fibres textiles, qui peuvent être teintes facilement par les
colorants de l'application de motifs, un dispositif d'aspiration (28) monté après
la zone d'application au moyen duquel les résidus d'agents appliqués peuvent être
aspirés à travers un dessin superficiel (30) et un séparateur (35) pour séparer l'agent
d'épaississement du courant d'air aspiré.
4. Installation selon la revendication 3,
caractérisée en ce que
le dessin superficiel (30) en forme de bande est guidé par un rouleau de déroulement
(26) élargie sur un tronçon (30') vers un rouleau d'enroulement (29) et le dispositif
d'application (23, 32) et le dispositif d'aspiration (28) sont montés l'un derrière
l'autre dans le tronçon (30').
5. Installation selon une des revendications 3 ou 4,
caractérisée en ce que
sont prévus un dispositif de mesure (21) pour des propriétés de l'agent d'épaississement
récupéré et un réservoir de réserve (15) pour la solution de base de l'agent épaississant
à partir duquel lors de l'utilisation d'un autre agent d'application de motifs on
peut alimenter de la solution de base de manière contrôlée pour ajuster les propriétés
de l'agent d'épaississement exigées.
6. Installation selon une des revendications 3 à 5,
caractérisée en ce que
le dispositif pour l'élimination mécanique des résidus d'agent comporte un dispositif
de raclage (5) opérant sur la largeur de la bande de tissu (1) agissant du côté de
l'application sur la bande de tissu (1).
7. Installation selon une des revendications 3 à 5,
caractérisée en ce que
le dispositif pour l'élimination mécanique des résidus d'agents comprend un dispositif
d'aspiration opérant sur la longueur de la bande de tissu (1), agissant du côté de
l'application sur la bande de tissu (1).
8. Installation selon une des revendications 3 à 7,
caractérisée en ce que
le dispositif 10 pour le nettoyage des résidus d'agents éliminés comprend un tamis
et/ou un filtre à pluches.