[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Tissuepapier
und daraus hergestellten Produkten unter Verwendung eines Behandlungsmittels sowie
die Verwendung eines Behandlungsmittels.
[0002] Weichheit ist eine wichtige Eigenschaft von Tissueprodukten wie Taschentüchern, Kosmetiktüchern,
Toilettenpapier, Servietten und auch Hand- oder Küchentüchern und beschreibt das Gefühl,
welches das Tissuepapier bei Berührung der Haut erzeugt.
[0003] Wie im Wochenblatt für Papierfabrikation Heft 11/12, 1988, auf Seite 435 ff. in dem
Artikel ,,Weichheit und Weichmachen von Hygiene-Tissue" beschrieben, ist der Begriff
Weichheit zwar allgemein verständlich, aber äußerst schwierig zu definieren, da keine
physikalische Bestimmungsmethode und deshalb auch keine anerkannte Industrienorm als
Standard zur Einstufung verschiedener Weichheitsgrade vorhanden ist.
[0004] Um die Weichheit wirklich erfassen zu können, muß sie durch eine subjektive Methode
ermittelt werden, d. h. sie wird durch einen sogenannten Panel-Test ermittelt, bei
dem mehrere geschulte Testpersonen ein vergleichendes Urteil abgeben.
[0005] Weichheit läßt sich über ihre Haupt charakteristika, die Oberflächenweichheit und
die Knüllweichheit, untergliedern:
[0006] Oberflächenweichheit beschreibt das Gefühl, welches man empfindet, wenn man mit den
Fingerkuppen leicht über die Oberfläche des Tissueblattes fährt.
[0007] Unter Knüllweichheit versteht man den sensorischen Eindruck, den ein mit den Händen
zusammengedrücktes Tissue während des Vorgangs des Zusammendrückens erzeugt.
[0008] Die zur Erzeugung bzw. Verbesserung der Weichheit eines Tissuepapiers üblichen Maßnahmen
lassen sich in drei Hauptkategorien einteilen:
1. Auswahl der Rohstoffe, insbesondere der Zellstoffe,
2. maschinentechnische Maßnahmen ( z. B. Mahlung, Blattbildung, Trocknung und Kreppung,
Glättung) und
3. chemische Zusatz- und Hilfsstoffe.
[0009] Tissuepapiere erfordern, je nach Verwendungszweck, unterschiedliche Eigenschaften.
So sind bei Küchentüchern und in noch höherem Maße bei Handtüchern Festigkeit, insbesondere
Festigkeit in nassem Zustand und hohe Saugleistung erforderlich, um den Ansprüchen
des Verbrauchers zu genügen. Bei anderen Produkten, wie Taschentüchern oder Gesichtstüchern
sind Weichheit der Oberfläche und sehr gute Anschmiegsamkeit hervorstechende Eigenschaften,
die neben Festigkeit den Gebrauchswert dieser Produkte bestimmen. Bei Toilettenpapieren
bestimmt eine Kombination von Trockenfestigkeit neben guter Weichheit und guter Dickenanmutung
die Gebrauchseignung und die Verbraucherakzeptanz.
[0010] Für die Papiermacher ist es eine besondere Herausforderung, die verschiedenen, einander
oft widersprechenden Einflußfaktoren in eine besondere Balance zu bringen, um hieraus
die vom Verbraucher geforderten optimalen Eigenschaftskombinationen für die angestrebten
Endprodukte darzustellen.
[0011] Es ist heute ein Zeichen der Zeit, daß quer über alle Produktbereiche bei Hygieneartikeln
eine Verbesserung der Weichheit eine der wichtigsten Forderungen an den Papiermacher
ist. Eigenschaften wie Weichheit eines Tissueproduktes werden in ihrer Grundausbildung
durch den Herstellungsprozeß und die Auswahl der Roh- und Hilfsstoffe bestimmt, wie
bereits vorher erörtert.
[0012] Der Tissueherstellungsprozeß umfaßt unabhängig von seinen verschiedenen Varianten
die folgenden verfahrenstechnischen Schritte:
[0013] Suspendieren der Faserstoffe in Wasser, eventuell Zugabe von chemischen Hilfsmitteln
zur gezielten Beeinflussung von Produkteigenschaften und Verfahrensablauf, Aktivierung
der Faseroberflächen zur Erschließung des Festigkeitspotentials der Faserrohstoffe
durch mechanische Behandlung wie Mahlung in einem Refiner, Blattbildung durch Ablegen
der Fasern, orientiert oder in Wirrlage auf einem oder zwischen zwei endlos umlaufenden
Sieben der Papiermaschine unter gleichzeitiger Entfernung der Hauptmenge an Verdünnungswasser
bis auf Trockengehalte zwischen 12 und 35 %, Trocknen des gebildeten primären Faservlieses
in einem oder mehreren Schritten auf mechanischem und thermischem Wege bis zu einem
Endtrockengehalt von rund 93 bis 97 %. Zu den für die Tissueerzeugung relevantesten
Schritten gehört weiterhin der Kreppvorgang, der beim konventionellen Prozeß dominierend
die Eigenschaften des fertigen Tissueprodukts beeinflußt. Beim heute überwiegend angewandten
Trockenkreppverfahren geschieht die Kreppung auf einem Trockenzylinder, mit üblicherweise
4,5 bis 6 m Durchmesser, dem sogenannten Yankeezylinder, mit Hilfe eines Kreppschabers
bei dem vorgenannten Endtrockengehalt des Tissuerohpapiers. Bei älteren Verfahren
mit geringeren Anforderungen an die Tissuequalität wird auch das Naßkreppverfahren
angewandt, das ähnlich dem Trockenkreppverfahren, jedoch bei niedrigeren Trockengehalten
unter 80 %, üblicherweise bei etwa 55 bis 65 % Trockengehalt abläuft, mit einer Nachtrocknung
auf anschließenden Trockenzylindern einer Trockenpartie bis zum Endtrockengehalt.
Das gekreppte, endtrockene Rohtissuepapier (Rohtissue) wird in einem folgenden Schritt
auf einen tragenden Kern zu einem sogenannten Tambour oder längsgeschnitten auf Hülsen
zu Mutterrollen aufgewickelt und steht in der Form für die weitere Verarbeitung zu
Fertigprodukten zur Verfügung.
[0014] Zur Erzeugung mehrlagiger Tissuepapiere, wie z. B. Taschentücher, Toilettenpapier,
Handtücher oder Küchentücher erfolgt vielfach ein Zwischenschritt mit der sogenannten
Doublierung, bei der üblicherweise die Rohwatte (Rohtissue) in einer der gewünschten
Lagenzahl des Fertigprodukts entsprechenden Tambour-Zahl abgewickelt und zu einer
gemeinsamen, mehrlagigen Mutterrolle aufgewickelt wird. In diesem Verarbeitungsschritt
ist häufig eine Glättung oder Kalibrierung in Zwei- oder Mehrwalzenglättwerken einbezogen.
Die Glättung (Kalibrierung) kann jedoch auch in der Tissueerzeugungsmaschine nach
erfolgter Trocknung und Kreppung direkt vor der Aufrollung durchgeführt werden.
[0015] Der Verarbeitungsprozeß beispielsweise zu Faltprodukten wie Taschentüchern oder Kosmetiktüchern
(facials) erfolgt in nachgeschalteten, separaten Arbeitsgängen in speziellen, für
die Aufgabe konstruierten Verarbeitungsmaschinen, die Vorgänge wie nochmaliges Glätten
des Tissues, Randprägung, teilweise kombiniert mit einer flächigen und/oder punktuellen
Verleimung zur Erzeugung von Lagenhaftung der miteinander in Verbund zu bringenden
Einzellagen (Rohtissue) sowie Längsschnitt, Faltung, Querschnitt, Ablage und Zusammenführen
mehrerer Einzeltücher und deren Verpackung in sogenannten Tüchertaschen oder speziellen
Schmuckkartons sowie deren Zusammenführung zu größeren Umverpackungen oder Gebinden
beinhalten. Anstelle der Randprägung kann die Lagenhaftungserzeugung auch durch Rändelung
erzeugt werden, wie dies z. B. bei Kosmetitktüchern üblich ist.
[0016] Neben dem beschriebenen, konventionellen Tissueherstellungsprozeß sind insbesondere
in den USA, heute in zunehmendem Maße auch in Europa, abgewandelte Verfahrenstechniken
in Gebrauch, bei denen durch eine spezielle Art der Trocknung innerhalb der Tissuemaschine
eine Verbesserung von spezifischem Volumen und über diesen Weg eine Verbesserung der
Knüllweichheit des so hergestellten Tissues erreicht wird. Diese in verschiedenen
Unterarten existierenden Verfahren werden als TAD (Through Air Drying)-Verfahren (Durchströmtrocknung)
bezeichnet. Ihr Charakteristikum ist, daß das die Blattbildung verlassende ,,primäre"
Faservlies vor der abschließenden Kontakttrocknung auf dem Yankeezylinder auf einen
Trockengehalt von etwa 80 % vorgetrocknet wird, indem Heißluft durch das Faservlies
geblasen wird. Das Faservlies wird dabei durch ein luftdurchlässiges Sieb oder Belt
gestützt und geführt während dessen Transport über die Oberfläche einer luftdurchlässigen,
rotierenden Zylindertrommel. Durch Strukturieren des Stützsiebes oder des Beltes kann
dabei ein beliebiges Muster an verdichteten und durch Verformung im feuchten Zustand
auf gelockerten Zonen erzeugt werden, die zu erhöhten, mittleren, spezifischen Volumen
und in Zusammenhang damit zu einer Erhöhung der Knüllweichheit führen, ohne daß die
Festigkeit des Faservlieses unter das für den Gebrauch notwendige Maß absinkt. Eine
weitere Einflußmöglichkeit bei der Rohtissueerzeugung auf Weichheit und Festigkeit
besteht in der Anwendung einer Schichtung, bei der das zu bildende primäre Faservlies
durch einen speziell konstruierten Stoffauflauf in Form stofflich unterschiedlicher
Faserstoffschichten aufgebaut wird, die als Stoffstrahl gemeinsam der Blattbildung
zugeführt werden. Bei der Anwendung von Schichtung gehören Faservliese, bestehend
aus zwei, drei oder mehr Schichten zum Stand der Technik, beispielsweise der DE-C
43 47 499. Durch geeignete Rohstoffauswahl in den die Schichtung bestimmenden Kanälen
der Stoffauflaufaustrittsdüse, beispielsweise die Verwendung von Eukalyptusfasern
auf der der Yankee-Zylinderoberfläche zugewandten Vliesseite kann die Oberflächenweichheit
signifikant erhöht werden, was den aus der Rohtissueerzeugung hergestellen Produkten
zugute kommt.
[0017] Darüber hinaus ist der Einsatz von Chemikalien in Form eines Lotionsauftrags auf
das Rohtissue während des Rohtissue-Erzeugungsprozesses, der Doublierung oder der
nachfolgenden Verarbeitung zur Weichheitsverbesserung bekannt. Der Begriff "Lotion"
umfaßt im kosmetischen Sprachgebrauch nach allgemeinem Verständnis wäßrige oder wäßrig-alkoholische
Zubereitungen mit emulgierenden Wirkstoffen. Insbesondere sind die Verwendung wäßriger
Lösungen oder Emulsionen von Polyhydroxyverbindungen wie Glykol oder Polyethylenglykol
oder die Verwendung von Polysiloxanen zur Weichheitsverbesserung von Tissue beschrieben.
Bisher nicht bekannt ist allerdings, daß eine signifikante Weichheitssteigerung als
Synergieeffekt einer Mischung eines Polysiloxans mit einem Polyethylenglykol in wäßriger
Emulsion erzielt werden kann.
[0018] Die Verwendung von Polysiloxanen als Behandlungsmittel zur Weichheitsverbesserung
von Tissue in der Patentliteratur beschrieben. Bisher nicht bekannt ist allerdings,
daß eine signifikante Weichheitssteigerung als Synergieeffekt der Verwendung einer
Mischung eines Polysiloxans mit einer Polyhydroxy-Verbindung, wie z. B. Polyethylenglykol
oder Glycerin in wäßriger Emulsion als Behandlungsmittel für Tissue erzielt werden
kann. So betrifft die WO 90/09807 ein Tissueprodukt, welches wenigstens eine Tissueschicht
enthält, wobei dieses Tissueprodukt 0,1 bis 5 Gewichtsprozent an Feststoffen einer
Silikonverbindung enthält. Hierbei handelt es sich vorzugsweise um eine wäßrige Emulsion
und/oder Lösung dieser Silikonverbindungen. Aus diese Patentanmeldung ist das US-Patent
49 50 545 hervorgegangen.
[0019] Die EP-A-0 347 154 betrifft ein Tissuepapier mit einem Basisgewicht von 10 bis 65
g/m
2 und einer Dichte von nicht mehr als 0,6 g/ml, wobei dieses Papier zellulosische Fasern
und ein Polysiloxanmaterial enthält, wobei die Menge wenigstens 0,004 % Polysiloxan,
bezogen auf das Trocken(faser)Gewicht dieses Vliesstoffs beträgt. Gegenstand des hieraus
hervorgegangen US-Patents 50 59 282 ist entsprechend eingeschränkter ein Tissuepapier
mit einem Basisgewicht von 10 bis 65 g/m
2 und einer Dichte von nicht mehr als 0,6 g/ml, wobei dieses Papier Zellulosefasern
und einen wirksamen Gehalt eines Polysiloxanmaterials enthält, wobei besagtes Polysiloxan
gleichförmig auf den nach außen gerichteten Flächen des Tissuepapiers aufgetragen
ist, wobei dieser wirksame Gehalt des Polysiloxans 0,004 % bis 2 % Polysiloxan, bezogen
auf das Trocken(faser)gewicht des Tissuepapiers betrifft, wobei dieses Polysiloxan
eine Viskosität von 25 Centistokes und mehr aufweist und nach einer Alterungszeit
von zwei Wochen nach seiner Herstellung eine Benetzungszeit von nicht mehr als 2 Minuten
hat. Ein Herstellungsverfahren für ein derartiges Papier ist Gegenstand der EP-A-347
153 bzw. des entsprechenden US-Patents 52 15 626.
[0020] Die WO93/02252 betrifft ein Herstellungsverfahren für Softtissuepapier mit der Schrittfolge
einer Blattbildung aus wäßriger Suspension (wet laying) von Zellulosefasern unter
Bildung eines Faservlieses (Vliesstoffs), Trocknung des Vliesstoffs unter Erhöhung
der Temperatur des Vliesstoffs auf wenigstens 43 °C, Kreppung des Vliesstoffs bei
einer Temperatur von wenigstens 43 °C, Behandlung des Vliesstoffs bei einer Temperatur
von wenigstens 43 °C mit einer ausreichenden Menge eines Polysiloxans, so daß 0,004
% bis 0,75 % dieses Polysiloxans bezogen auf das Trocken(faser)gewicht dieses Tissuepapiers
in diesem Vliesstoff verbleiben, wobei dieses Tissuepapier ein Basisgewicht von 10
bis 65 g/m
2 und eine Dichte von weniger als 0,6 g/m
3 aufweist. Nach einer bevorzugten Ausführungsform kann unter anderem gleichzeitig
mit dem Polysiloxan ein wasserlösliches Tensid zugefügt werden. Dieser Gegenstand
ist auch in der US-A-50 59 282 beschrieben.
[0021] Die WO94/05857 betrifft ein Verfahren zur Applikation eines chemischen Papierherstellungsadditivs
zu einem trockenen Tissuepapiervlies (Tissuepapiervliesstoff, Rohtissue), wobei dieses
Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, daß es folgende Schritte enthält:
[0022] Zurverfügungstellung eines trockenen Tissuepapiervliesstoffs, das Verdünnen eines
chemischen Papierherstellungsadditivs mit einem geeigneten Lösemittel zur Bildung
einer verdünnten chemischen Lösung, die Applikation dieser verdünnten chemischen Lösung
auf einer erhitzten Transferoberfläche, das teilweise Verdampfen des Lösemittels durch
die Transferoberfläche unter Bildung eines dieses Papierherstellungsadditiv enthaltenden
Films und die Übertragung des Films von der erhitzten Transferoberfläche auf die Oberfläche
des Tissuevliesstoffs, daß eine ausreichende Menge des chemischen Papierherstellungsadditivs
in der Weise erfolgt, daß 0,004 bis 2 % dieses chemischen Papierherstellungsadditivs,
bezogen auf das Trocken(faser)gewicht dieses Tissuevliesstoffs in diesem Tissuevliesstoff
zurückbleibt. Vorzugsweise versteht man unter diesem Papierherstellungsadditiv Weichmachungsmittel
und deren Mischungen, vorzugsweise Weichmachungsmittel, die ausgewählt sind aus Schmierstoffen,
Plastifizierungsmitteln und deren Mischungen, wobei diese Schmiermittel Polysiloxane
sind. Sofern ein chemisches Weichmachungsmittel, welches primär als Plastifizierungsmittel
dienen soll, erwünscht ist, kann es aus einer Gruppe von Chemikalien ausgewählt werden,
wozu unter anderem Polyethylenglykol, beispielsweise Polyethylenglykol mit einem Molekulargewicht
von 400 zählt. Aus dieser Patentanmeldung ist die US-5 246 545 hervorgegangen.
[0023] Die DE-A-28 00 132 betrifft einen weichen, schmiegsamen Hautreinigungsartikel mit
einem Vlies mit einer Wischoberfläche und einer Wischzone niedriger Dichte, wobei
die Wischoberfläche eine Grenze der Wischzone niedriger Dichte darstellt, die Wischzone
niedriger Dichte schmutzdurchlässig ist und eine Vielzahl von in und unter der Oberfläche
liegenden Hohlräumen aufweist und wobei die Wischzone niedriger Dichte mit etwa 10
bis 150 % lipophilem Reinigungsemoliens, bezogen auf das Gewicht des Vlieses, behandelt
ist. Unter dem Begriff des lipophilen Reinigungsemoliens fallen unter anderem auch
Silikonöle sowie nichtionische Tenside.
[0024] Die DE-C 34 20 940 betrifft ein Mittel zum Reinigen und Abwischen des cirkumanalen
Bereichs, umfassend mindestens ein Öl ausgewählt aus der Gruppe der Pflanzenöle, Tieröle
und synthetischen Öle, dadurch gekennzeichnet, daß es als weitere Komponente ein Silikonöl
umfaßt.
[0025] Die EP-A-0 459 501 betrifft ein Verfahren zur Reduktion der statischen Aufladung
und der Zerstörung während eines Naßdruckverfahrens, welches dadurch gekennzeichnet
ist, daß auf das Papier eine Silikonpolymeremulsion, welche eine Partikelgröße von
weniger als 200 nm aufweist, ein kationisches Tensid und ein nichtionisches Tensid
aufgebracht wird.
[0026] Weiterhin sind Patente bekannt, die die Verwendung einer Mischung aus Polyethylenglykol
mit quaternären Aminen (Kationtenside) als Behandlungsmittel beschreiben, beispielsweise
die US-A-5312522.
[0027] So betrifft die DE-C-34 47 499 ein nichttrocknendes Reinigungstuch, welches dadurch
gekennzeichnet ist, daß auf einem Trägermaterial eine Emulsion aufgebracht ist, die
mindestens aus einem Feuchtigkeitsregulator, vorzugsweise Polyethylenglykol und mindestens
einem weiteren flüssigen Stoff besteht.
[0028] Weiterhin ist es bekannt, als Weichmacher bei der Herstellung von Softtissuepapier
ein anionisches Tensid, nichtionisches Tensid oder deren Mischungen einzusetzen.
[0029] Die EP-A-03 47 177 betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Softtissuepapier, welches
folgende Schritte aufweist:
[0030] Blattbildung aus wäßriger Suspension (wet laying) von Zellulosefasern unter Bildung
eines Vlieses, Applikation einer ausreichenden Menge eines wasserlöslichen nichtkationischen
Tensids, dergestalt, daß 0,01 bis 2 % dieses nichtkationischen Tensids, bezogen auf
das Trocken(faser)gewicht dieses Tissuepapiers durch das Vlies zurückgehalten werden,
wobei diese Applikation bei einer Faserkonsistenz von 10 bis 80 % erfolgt sowie Trocknung
und Kreppung des Vlieses, wobei dieses Tissuepapier ein Basisgewicht von 10 bis 65
g/m
2 und eine Dichte von weniger als 0,6 g/m
3 aufweist.
[0031] Die EP-A-0607796 betrifft eine eine Organo-Silikonverbindung enthaltendes Non-wovens,
wobei die Verbesserung darin besteht, daß die Organo-Silikonverbindung enthält 45
bis 98 Gew.-% eines wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren Polyetherpolysiloxans,
wobei die Polyethergruppen zu 30 bis 100 mol-% aus Oxyethyleneinheiten und Oxypropyleneinheiten
als Rest bestehen und der Polysiloxanblock 10 bis 100 Siloxaneinheiten umfaßt, 1 bis
20 Gew.-% eines wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren Organo-Polysiloxans mit
wenigstens einer Ammoniumgruppe, die am Kohlenstoffatom angebracht ist und 1 bis 20
Gew.-% Wasser oder eines wasserlöslichen Alkylenglykols.
[0032] Die voreingereichte nachveröffentlichte EP-A-0688901 betrifft ein Tissuepapier, dem
3 bis 30 Gew.-% einer wäßrigen, Weichheit vermittelnden Zusammensetzung zugefügt worden
sind, wobei besagte weichmachende Zusammensetzung 20 bis 98 Gew.-% Glycerin und 0,2
bis 5 Gew.-% wenigstens einer quaternären Ammoniumverbindung enthält, bei der es sich
unter anderem um eine spezielle, eine quaternäre Ammoniumverbindung enthaltende Polysiloxanverbindung
der allgemeinen Formel (6), wie nachstehend definiert, handeln kann. Weiter ist dort
beschrieben, anstelle von Glycerin in Mengen von 0,5 bis 50 Gew.-% entweder 0,5 bis
50 Gew.-%, bezogen auf die Hauptkomponente, Propylenglykol und/oder Polyethylenglykol
einzusetzen.
[0033] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung
von Tissuepapierprodukten unter Verwendung eines polysiloxanhaltigen Behandlungsmittels
zur Verbesserung der Weichheit bereitzustellen, wobei es unerheblich ist, nach welchem
der vorgeschriebenen Rohtissueerzeugungs- und Verarbeitungsmethoden das Tissueprodukt
erzeugt wurde. Ein derartiges Behandlungsmittel wird erhalten durch eine Mischung
spezieller Mengen wenigstens einer Polyhydroxy-Verbindung, ausgenommen natürliche
oder chemisch modifizierte natürliche Polymere insbesondere eines bei Raumtemperatur,
d.h. bei 20 °C, flüssigen Polyethylenglykols und/oder Glycerin als weitere Komponente,
eines Anteils eines Polysiloxans sowie gegebenenfalls bis zu 25 Gewichtsprozent Wasser.
Die Applikation einer derartigen Mischung führt überraschenderweise zu einer deutlich
verbesserten Weichheit von Tissueprodukten gegenüber einer reinen Polysiloxanapplikation
sowie gegenüber einer reinen Polyethylenglykol- oder Glycerinapplikation (Synergieeffekt).
[0034] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist somit ein Verfahren zur Herstellung von
Tissuepapierprodukten, dadurch gekennzeichnet, daß man ein polysiloxanhaltiges Behandlungsmittel,
welches 25 bis 95 Gewichtsteile, vorzugsweise 30 bis 90 Gewichtsteile wenigstens einer
Polyhydroxy-Verbindung, insbesondere wenigstens eines bei Raumtemperatur flüssigen
Polyethylenglykols und/oder Glyzerin, 5 bis 75 Gewichtsteile, vorzugsweise 10 bis
70 Gewichtsteile Polysiloxan sowie, bezogen auf 100 Gewichtsteile dieser Mischung,
0 bis 35 Gewichtsteile, vorzugsweise 1 bis 30 Gewichtsteile Wasser enthält, ausgenommen
ein Behandlungsmittel, enthaltend 5 Gew.-% eines quaternäre Ammoniumgruppen enthaltenden
Polysiloxans der allgemeinen Formel

wobei

und
R
19 eine langkettige C
12 - C
18-Alkylgruppe ist, auf das Faservlies oder die "Tissuebahn" innerhalb der Sieb/Pressenpartie
und/oder Trockenpartie, also bei einer Faserstoffdichte von 20 bis 97 %, bezogen auf
das Trockenfasergewicht der Bahn, in einer Menge von 0,01 bis 15 % appliziert und
das Faservlies nach der Applikation einer Nachglättung unterzieht sowie ein Verfahren
zur Herstellung von Tissuepapierprodukten, dadurch gekennzeichnet, daß man ein polysiloxanhaltiges
Behandlungsmittel, welches 25 bis 95 Gewichtsteile, vorzugsweise 30 bis 90 Gewichtsteile
wenigstens einer Polyhydroxy-Verbindung, insbesondere wenigstens eines bei Raumtemperatur
flüssigen Polyethylenglykols und/oder Glyzerin, 5 bis 75 Gewichtsteile, vorzugsweise
10 bis 70 Gewichtsteile Polysiloxan sowie, bezogen auf 100 Gewichtsteile dieser Mischung,
0 bis 35 Gewichtsteile, vorzugsweise 1 bis 30 Gewichtsteile Wasser enthält, ausgenommen
ein Behandlungsmittel, enthaltend 5 Gew.-% eines quaternäre Ammoniumgruppen enthaltenden
Polysiloxans der allgemeinen Formel

wobei

und
R
19 eine langkettige C
12 - C
18-Alkylqruppe ist, auf das Faservlies oder die Tissuebahn nach der Trockenpartie in
der Tissuepapiermaschine und besonders bevorzugt innerhalb der Doubliermaschine bzw.
innerhalb der Verarbeitungsmaschine in einer Menge von 0,01 bis 15 % auf die Bahn
appliziert und die Bahn nach der Applikation einer Nachglättung unterzieht.
[0035] Bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Herstellverfahrens werden nachfolgend
erläutert.
[0036] Unter der Polyhydroxy-Verbindung im Sinne der im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzten
Art versteht man eine nieder- und makromolekulare organische Verbindung, die zwei
oder mehr Hydroxy-Gruppen im Molekül enthalten. Zu diesen auch Polyole genannten Polyhydroxy-Verbindungen
gehören definitionsgemäß insbesondere mehrwertige Alkohole wie beispielsweise Glycerin,
Polyethylenglykole, Pentaerythrit, Zuckeralkohole, wie z. B. Tetride, Pentite, Hexite
usw., insbesondere Threit, Erythrit, Adonit, Arabit, Xylit, Dulcit, Mannit und Sorbit,
Kohlehydrate beispielsweise D(+)-Glukose, D(+)-Fruktose, D(+)-Galactose, D(+)-Mannose,
L-Gulose, Saccharose, Galactose oder Maltose und synthetische Polymere wie beispielsweise
Polyvinylalkohol.
[0037] Als Polysiloxankomponente kann eine beliebige wasserlösliche und/oder wasserdispergierbare
Verbindung, die bei Raumtemperatur (20 °C) flüssig, pastenförmig oder wachsartig vorliegt,
eingesetzt werden. Diese Polysiloxankomponente schließt polymere, oligomere, copolymere
und andere polymonomere Siloxane ein. Im folgenden soll man unter dem Begriff Polysiloxan
jegliches polymeres, oligomeres oder anderes mehrfachmonomeres Siloxanmaterial verstehen.
Weiterhin kann das Polysiloxanmaterial sowohl eine lineare Struktur, eine verzweigte
Struktur oder eine cyclische Struktur aufweisen.
[0038] Nach einer bevorzugten Ausführungsform weist die Polysiloxankomponente monomere Siloxaneinheiten
der folgenden Struktur:

auf, wobei R
1 und R
2 für jede monomere Siloxaneinheit gleich oder verschieden sind und jeweils eine Alkyl-,
Aryl-, Alkenyl-, Alkylaryl-, Arylalkyl-, Cycloalkyl-, halogenierte Kohlenwasserstoff-
oder andere Gruppe ist. Jede dieser Gruppen kann substituiert oder unsubstituiert
sein. R
1 und R
2-Gruppen von jeder speziellen monomeren Einheit können sich von den entsprechenden
funktionellen Gruppen der nächsten anhängenden monomeren Einheit unterscheiden. Weiterhin
können diese Gruppen sowohl geradkettig wie auch verzweigt sein oder eine cyclische
Struktur aufweisen. Die Gruppen R
1 und R
2 können weiterhin und unabhängig voneinander andere Silikongruppen sein, aber sind
nicht auf Siloxane, Polysiloxane und Polysilane beschränkt. Die Gruppen R
1 und R
2 können weiterhin eine große Anzahl von organischen funktionellen Gruppen enthalten,
beispielsweise Alkohol, Carbonsäure und aminofunktionelle Gruppen.
[0039] Der Substitutionsgrad und die Substitutionsart bewirken den relativen Grad der Weichheit,
des seidigen Griffs und der Hydrophilität, die der Tissuepapierstruktur verliehen
wird. Im allgemeinen steigt der Grad der Weichheit und des seidigen Griffs, der unter
anderem von dem Polysiloxan bewirkt wird, sofern die Hydrophilität der substituierten
Polysiloxankomponente abnimmt. Aminofunktionelle Polysiloxane und Polyetherpolysiloxane
sind als Polysiloxankomponente im Behandlungsmittel besonders bevorzugt.
[0040] Bevorzugte Polysiloxane schließen lineare Organo-Polysiloxanverbindungen der folgenden
allgemeinen Formel ein,

wobei jeweils die R
1 bis R
9-Gruppen unabhängig voneinander C
1 bis C
10 unsubstituierte Alkyl- oder Arylgruppen sind und R
10 ein beliebig substituiertes C
1 bis C
10-Alkyl- oder Arylradikal ist. Vorzugsweise ist jede R
1 bis R
9-Gruppe unabhängig voneinander eine C
1 bis C
10 unsubstituierte Alkylgruppe. Dem Fachmann auf diesem Gebiete ist es bekannt, daß
es keinen großen Unterschied ausmacht, ob beispielsweise R
9 oder R
10 die substituierte Gruppe ist. Vorzugsweise beträgt das Molverhältnis von b zu (a+b)
zwischen 0 und 20 %, vorzugsweise zwischen 0 und 10 % und insbesondere zwischen 1
und 5 %.
[0041] Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind R
1 bis R
9-Methylgruppen, und R
10 ist eine substituierte oder unsubstituierte Alkyl-, Aryl- oder Alkenylgruppe. Derartige
Materialien werden im allgemeinen hier als Polydimethylsiloxane bezeichnet, die eine
spezielle Funktionalität aufweisen, wie sie im vorliegenden Fall eingesetzt werden.
Beispiele für derartige Polydimethylsiloxane können sein: Polydimethylsiloxane wie
Dow Corning® 200 Fluid, Polydimethylcyclosiloxane wie Dow Corning® 344 und 345, Polydimethylsiloxan
mit einer R
10-Alkylkohlenwasserstoffgruppe und ein Polydimethylsiloxan mit einem oder mehreren
Amino-, Carboxyl-, Hydroxyl-, Ether-, Polyether-, Aldehyd-, Keton-, Amid-, Ester-,
Thiol- und/oder anderen R
10 funktionellen Gruppen ein, eingeschlossen Alkyl- und Alkenylanaloge solcher funktioneller
Gruppen. Beispielsweise kann eine aminofunktionelle Alkylgruppe wie R
10 ein aminofunktionelles oder ein aminoalkylfunktionelles Polydimethylsiloxan sein.
Die beispielhafte Aufzählung dieser Polydimethylsiloxane bedeutet nicht, daß andere,
nicht speziell hier genannte, hiervon ausgeschlossen sind.
[0042] Die Viskosität der als Komponente im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzten Polysiloxane
kann über einen weiten Bereich variieren, solange das Polysiloxan fluid bleibt und
für die Verwendung in dem erfindungsgemäßen Behandlungsmittel zur Applikation auf
dem Tissuepapier verflüssigt werden kann. Hierunter versteht man beispielsweise Viskositäten
von 25 x 10
-6 m
2/s bis 20.000.000 x 10
-6 m
2/s oder sogar höher. Bevorzugt sind hier Viskositäten von 15.000 x 10
-6 m
2/s bis 3.400.000 x 10
-6 m
2/s. Hochviskose Polysiloxane, die selbst nicht fließfähig sind, können als Bestandteil
des Behandlungsmittels auf Tissuepapier in wirksamer Weise aufgebracht werden, indem
man beispielsweise die Polysiloxankomponente erfindungsgemäß in PEG bzw. Glyzerin
bzw. Wasser oder in deren Mischung gelöst zusammen mit einem Tensid emulgiert oder
das Polysiloxan, sofern es nicht in PEG bzw. Glyzerin bzw. Wasser lösbar ist, mittels
eines Lösemittels, wie beispielsweise Hexan, in Lösung bringt. Spezielle Methoden,
um die Polysiloxankomponente auf Tissuepapier aufzubringen, werden im folgenden diskutiert.
[0043] Die vorgenannten Polysiloxankomponenten sind beispielsweise in US-A-2826551, US-A-3964550,
US-A-4364837, US-A-4395454, US-A-4950545, US-A-4921895 und britische Patentschrift
849433 beschrieben. Weiterhin enthält die Monographie "Silicon Compounds", Seite 181
- 217, herausgegeben von Petrarch Systems, 1984, eine ausführliche Auflistung und
Beschreibung derartiger Polysiloxane.
[0044] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform können als Polysiloxankomponente
in den Behandlungsmitteln Polyethersiloxane der allgemeinen mittleren Formel eingesetzt
werden,

in denen R
12 in dem Molekül gleich oder verschieden sind und eine Alkylgruppe mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen
oder eine Polyethergruppe- (C
nH
2nO)
x R
13, wobei R
13 Wasserstoff, Hydroxyl, Alkyl oder eine Acylgruppe ist und n einen Zahlenwert von
2 bis 2,7 aufweist und x einen numerischen Wert von 2 bis 200 besitzt, mit der Maßgabe,
daß wenigstens eine der R
12-Gruppen im Durchschnittsmolekül eine Polyethergruppe ist; a einen numerischen Wert
von 0 bis 98 hat, b einen numerischen Wert von 0 bis 98 hat und a+b 8 bis 98 ist.
R
12 kann eine Alkylgruppe mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen oder eine Polyethergruppe sein.
Allerdings muß die Bedingung erfüllt sein, daß wenigstens ein R
12 im durchschnittlichen Molekül eine Polyethergruppe ist. Vorzugsweise sind 2 bis 5
der R
12-Gruppen Polyethergruppen, und die verbleibenden R
12-Gruppen haben dann die Bedeutung einer Alkylgruppe, wobei die Methylgruppe besonders
bevorzugt ist. Die Alkylgruppe kann aber auch bis zu 12 Kohlenstoffatomen aufweisen.
Auf diese Weise ist es möglich, die Eigenschaften des Behandlungsmittels zu variieren
und auf diese Weise die Handhabung auf Tissuepapierprodukten zu verbessern. Die Polyethergruppen
entsprechen der Formel (C
nH
2nO)
xR
13. Der Index n hat einen Zahlenwert von 2 bis 2,7. Im allgemeinen besteht die Ethergruppe
aus einer Mehrzahl von Oxyethylenen und gegebenenfalls Oxypropylengruppen. Wenn der
Index n 2 ist, besteht die Polyethergruppe ausschließlich aus Oxyethyleneinheiten.
Sofern der Zahlenwert von n ansteigt, steigt ebenfalls der Anteil der Oxypropylengruppen
an. Der numerische Wert von n = 2,7 bedeutet, daß 70 % der Polyethergruppen Oxypropylengruppen
sind.
[0045] Der Index x bedeutet die Anzahl der Oxyalkyleneinheiten. Dieser Wert ist ein mittlerer
Zahlenwert, da eine Mischung der Produkte von unterschiedlicher Kettenlänge üblicherweise
bei der Synthese von Polyethern erhalten wird. Der Index x weist einen Zahlenwert
von 2 bis 200 auf und liegt vorzugsweise bei 10 bis 50. Polyethergruppen mit einem
mittleren Molekulargewicht von 600 bis 4.000 sind bevorzugt. Der Index a bedeutet
die Anzahl der Methylsiloxaneinheiten, die von der R
12-Gruppe getragen werden. Der Index b entspricht der Anzahl der Dimethylsiloxaneinheiten.
Während a und b einem Wert von 0 bis 98 annehmen können, muß die Bedingung erfüllt
sein, daß die Summe von a+b einen Wert von 8 bis 98 besitzt. Wenn a = 0 ist, ist die
Polyethergruppe oder -gruppen endständig verbunden. Die Siloxane mit positiven Werten
für a werden durch die R
12-Seitenketten modifiziert. Siloxane, bei denen die R
12-Gruppen in der Seitenkette angeordnet sind, sind bevorzugt. Die R
13-Gruppe kann Wasserstoff, Hydroxyl, Alkyl oder auch Acyl sein. Vorzugsweise ist R
13 ein Wasserstoffatom. Sofern R
13 eine Alkylgruppe ist, so sind niedere Alkylgruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
bevorzugt. Die Acetylgruppe ist die bevorzugte Acylgruppe.
[0046] Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist die Polysiloxankomponente
folgende Formel auf:

wobei R
14 eine Gruppe der Formel und

in denen R
15 eine divalente Kohlenwasserstoffgruppe ist, deren Kohlenstoffkette durch ein Sauerstoffatom
unterbrochen ist, R
16, R
17, R
18 gleich oder unterschiedlich sind und Alkylgruppen mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen
darstellen, von denen eine der Gruppen R
16, R
17, R
18 eine -(CH
2)
3 NHCOR
19-Gruppe ist, bei denen R
19 eine Alkylgruppe mit 7 bis 17 Kohlenstoffatomen und X- ein einwertiges Anion und
c einen Zahlenwert von 5 bis 100 aufweist. R
15 ist eine divalente Kohlenwasserstoffgruppe, beispielsweise die Gruppe der Formel
-CH
2-C(OH)H-CH
2-O-(CH
2)
3-. Die R
16-, R
17-, R
18-Gruppen können gleich oder verschieden sein und sind Alkylgruppen mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen.
Allerdings kann eine der vorgenannten Gruppen R
16, R
17, R
18 auch die Bedeutung einer (CH
2)
3 NHCOR
19-Gruppe haben.
[0047] Sofern R
16, R
17, R
18-Gruppen Alkylgruppen sind, so weisen diese 1 bis 18 Kohlenstoffatome auf. Besonders
bevorzugt sind R
14-Gruppen, in denen zwei der vorgenannten R
16-, R
17-, R
18-Gruppen 1 bis 4 Kohlenstoffatome aufweisen und die dritte Gruppe bis zu 18 Kohlenstoffatome
besitzt. Sofern eine der R
16-, R
17-, R
18-Gruppen eine (CH
2)
3 NHCOR
19-Gruppe ist, so ist die R
19-Gruppe eine Alkylgruppe mit 7 bis 17 Kohlenstoffatomen. X
- ist ein einwertiges Anion, im allgemeinen eine Acetatgruppe. X kann allerdings auch
eine anorganische Gruppe wie beispielsweise Cl
- sein.
[0048] Der Index "c" gibt die Anzahl der Dimethylsiloxyeinheiten im linearen Siloxan an
und hat einen Zahlenwert von 5 bis 100 und vorzugsweise 10 bis 80. Besonders bevorzugt
von den vorgenannten Siloxanen sind solche Polydimethylsiloxane sowie beispielsweise
Polyether-, Alkyl-, sowie mit quaternären oder betainischen Gruppen, insbesondere
Stickstoffgruppen modifizierte Polydimethylsiloxane.
[0049] Besonders bevorzugte Polysiloxane sind die unter der Bezeichnung Tegopren® von der
Th. Goldschmidt AG vertriebenen organo-modifizierten Siloxane mit ausgepräger Oberflächen-
und Grenzflächen-Aktivität in wäßrigen und organischen Systemen.
[0050] Dies sind Polyethersiloxane, wie sie in der Firmendruckschrift "Tegopren® Informativ",
undatiert, der Th. Goldschmidt AG unter dem Handelsnamen Tegopren® 3012, Tegopren®
3020, Tegopren® 3021, Tegopren® 3022, Tegopren® 3070, Tegopren® 5830, Tegopren® 5840,
Tegopren® 5842, Tegopren® 5843, Tegopren® 5847, Tegopren® 5851, Tegopren® 5852, Tegopren®
5863, Tegopren® 5873, Tegopren® 5878, Tegopren® 5884 sowie Tegopren® 7006 vertrieben
werden und üblicherweise mittlere Trübungspunkte im Bereich von unter 25 °C bis 71
°C aufweisen sowie modifizierte Siloxane in Form von Teopren-Silikon-Quats und -Betainen,
wie sie unter den Bezeichnungen Tegopren® 6920, Tegopren® 6922 und Tegopren® 6950
vertrieben werden.
[0051] Unter dem Begriff Tissuepapier oder kurz Tissue im Sinne der vorliegenden Erfindung
versteht man sämtliche Arten von aus wäßriger Dispersion hergestellten, gekreppten
Papieren mit einem Flächengewichtsbereich zwischen 10 und 65 g/m
2. Der Begriff Tissuepapiere deckt erfindungsgemäß beides ab, sowohl den gesamten Bereich
der gekreppten Rohpapiere, auch Rohtissue genannt, insbesondere den Bereich der trockengekreppten
Rohtissuepapiere, unabhängig, ob ein- oder mehrschichtig, sowie alle aus diesen gekreppten
Rohpapieren ein- oder mehrlagigen Endprodukte, wie beispielsweise Taschentücher, Gesichts-
und Kosmetiktücher, Toilettenpapiere, Küchentücher, Handtücher und Servietten. Der
Begriff Tissuepapier ist weiterhin unabhängig vom zu verwendenden Faserrohstoff zu
sehen, insbesondere unabhängig davon, ob der Faserrohstoff ausschließlich oder überwiegend
aus nativen Zellstoffen nach dem Sulfat- oder Sulfitverfahren erzeugt, oder in Abmischung
mit chemo-thermomechanischen Holzstoffen (CTMP) verwendet wird, oder ob der verwendete
Faserrohstoff einem Sekundärfaseraufbereitungsverfahren entstammt und demnach der
zur Tissueerzeugung benötigte Faserrohstoff ganz oder teilweise aus "recycled fibers"
besteht. Zur Abgrenzung gegenüber sogenannten Vliesstoffen (Non-wovens) sei angemerkt,
daß zwar für die Tissuepapiererzeugung die überwiegende Verwendung papiermacherisch
aufgeschlossener, natürlicher, also pflanzlicher Zellstoffasern charakteristisch ist,
eine anteilige Verwendung durch Veredelung modifizierter Zellstoffasern in einem Bereich
von 10 bis 50 % oder sogar eine Verwendung papiermacherisch geeigneter Kunststoffasern
in einem Anteil von 10 bis 30 % unter die vorgenannte Begriffsdefinition von Tissue
fällt. Eine Anwendung des Behandlungsmittels ist über den Bereich der Tissueerzeugung
hinaus auf entsprechende Gebiete des Non-woven-Bereichs und des textilen Bereichs
in analoger Übertragung möglich.
[0052] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann das binäre,
polysiloxanhaltige Behandlungsmittel aus 5 bis 75 Gewichtsteilen (bzw. Gew.-%) wenigstens
eines vorgenannten Polysiloxans und 25 bis 95 Gewichtsteilen (bzw. Gew.-%) des vorgenannten
Polyethylenglykols enthalten. Bevorzugt ist allerdings in diesem Behandlungsmittel
10 bis 70 Gewichtsteile Polysiloxan, insbesondere 40 bis 60 Gewichtsteile Polysiloxan
und als weitere Komponente 30 bis 90 Gewichtsteile, insbesondere aber 40 bis 60 Gewichtsteile
des vorgenannten flüssigen Polyethylenglykols einzusetzen.
[0053] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung besteht
das im Verfahren eingesetzte Behandlungsmittel aus 5 bis 75 Gewichtsteilen (bzw. Gew.-%)
wenigstens eines Polysiloxans und 25 bis 95 Gewichtsteilen (bzw. Gew.-%) Glycerin.
Bevorzugt ist auch in diesem Falle ein Behandlungsmittel mit 10 bis 70 Gewichtsteilen,
vorzugsweise 40 bis 60 Gewichtsteilen wenigstens eines Polysiloxans und 30 bis 90
Gewichtsteilen, insbesondere 40 bis 60 Gewichtsteilen Glycerin.
[0054] Polyethylenglykol und Glycerin können in den Behandlungsmittel in beliebigen Mengen
ausgetauscht werden. Aber auch Mischungen von Polyethylenglykol und Glycerin können
insbesondere unter Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten eingesetzt werden, wobei vorzugsweise
die Mischungsverhältnisse 20 bis 80 Gew.-% bzw. Gewichtsteile, vorzugsweise 30 bis
70 Gew.-% bzw. Gewichtsteile des vorgenannten Polyethylenglykols und 20 bis 80 Gew.-%
bzw. Gewichtsteile, vorzugsweise 30 bis 70 Gew.-% Glycerin ausmachen.
[0055] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung enthält das Behandlungsmittel
30 bis 90 Gewichtsteile wenigstens einer Polyhydroxy-Verbindung, d.h. bei 20 °C, insbesondere
wenigstens eines bei Raumtemperatur flüssigen Polyethylenglykols und/oder Glyzerins,
10 bis 70 Gewichtsteile Polysiloxan sowie, bezogen auf 100 Gewichtsteile dieser Mischung,
1 bis 30 Gewichtsteile Wasser.
[0056] Hierbei ist besonders bevorzugt, daß eine derartige ternäre Behandlungsmischung 20
bis 70 Gewichtsteile wenigstens einer Polyhydroxy-Verbindung, insbesondere wenigstens
eines bei Raumtemperatur flüssigen Polyethylenglykols und/oder Glyzerins, 30 bis 70
Gewichtsteile Polysiloxan und, bezogen auf 100 Gewichtsteile dieser Mischung, 5 bis
25 Gewichtsteile Wasser enthält.
[0057] Nach einer bevorzugten Ausführungsform liegt neben den beiden organischen Komponenten
Wasser als zusätzliche Komponente vor. Die Behandlungsmittel bestehen dann aus 5 bis
75 Gewichtsteilen wenigstens eines Polysiloxans, 25 bis 95 Gewichtsteilen wenigstens
einer Polyhydroxy-Verbindung, insbesondere des vorgenannten Polyethylenglykols und,
bezogen auf 100 Gewichtsteile der vorgenannten Mischung, zu 1 bis 30 Gewichtsteilen
aus Wasser.
[0058] Bei dieser ternären Mischung mit Polyethylenglykol als einer der Komponenten wird
bevorzugt, eine Mischung aus 30 bis 90, insbesondere aber 40 bis 60 Gewichtsteilen
Polyethylenglykol, 10 bis 70 Gewichtsteilen, vorzugsweise 40 bis 60 Gewichtsteilen
Polysiloxan und, bezogen auf 100 Gewichtsteile der vorgenannten beiden Komponenten,
1 bis 30 Gewichtsteile, vorzugsweise 5 bis 25 Gewichtsteile Wasser eingesetzt.
[0059] Besonders bevorzugt ist weiterhin, pro 100 Gewichtsteile Polyethylenglykol 15 bis
24, vorzugsweise 17 bis 22 Gewichtsteile Wasser einzusetzen.
[0060] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform mit Glycerin als einer der Komponenten
wird bevorzugt, eine zunächst binäre Mischung aus 30 bis 90, insbesondere aber 40
bis 60 Gewichtsteilen Glycerin, 10 bis 70 Gewichtsteilen, vorzugsweise 40 bis 60 Gewichtsteilen
Polysiloxan und, bezogen auf 100 Gewichtsteile der vorgenannten beiden Komponenten,
1 bis 30 Gewichtsteile, vorzugsweise 5 bis 25 Gewichtsteile Wasser eingesetzt. Besonders
bevorzugt ist weiterhin, pro 100 Gewichtsteile Glyzerin 23 bis 32 Gewichtsteile, vorzugsweise
25 bis 30 Gewichtsteile Wasser einzusetzen.
[0061] Neben diesen vorgenannten Komponenten kann das Behandlungsmittel als weitere Mittel
kosmetische Mittel mit speziellen Eigenschaften sowie sonstige, übliche Hilfsstoffe
enthalten. Zu nennen sind hier beispielsweise Hautwirkstoffe auf Basis von Vitaminen
oder Pflanzenextrakten, wie beispielsweise Extrakte von Roßkastanien-Samen, Birke,
Arnika, Kamille oder Bisabolol selbst, Johanniskraut, Gurke, Aloe Vera oder Hamamelis,
welche zum Teil auch wegen ihrer adstringierenden und heilungsfördernden Wirkung bekannt
sind.
[0062] Als weitere Wirkstoffe sind hier Hautpflegemittel, beispielsweise Sorbitanfettsäureester
und oxyethylierte, homologe Verbindungen des Glyzerins, Ester von oxethylierten Fettalkoholen,
Fettalkoholalkanolamide, oxetylierte Fettalkohole, oxethylierte Wollfettalkohole,
Glyzerinmonostearat, Stearinsäure, Cetylstearylalkohol, Vaseline und Lanolin zu nennen.
Neben Lanolin selbst können auch Lanolinderivate eingesetzt werden, wie beispielsweise
Lanolinalkohole oder Wollwachsalkohole, die unter der Bezeichnung Amerchol® von der
Union Carbide Inc. in Verbindung mit Mineralöen vertrieben werden. Bekannt sind hier
beispielsweise die Serie 400, BL, C, CAB, U9, L99, L111, L500 und RC. Weitere Lanolinderivate
sind die acetylierten Lanoline, sowie hydrophile Lanolinderivate, beispielsweise Lanolin-Polyoxyethylen-Verbindungen.
Dem erfindungsgemäßen Behandlungsmittel können als sonstige Zusatzstoffe auch hydrotrope
Lösungsvermittler für Fettstoffe, wie beispielsweise Polyalkoholether sowie oxethylierte
Fettalkohole eingesetzt werden.
[0063] Eine weitere Gruppe, die als Zusatzkomponente in den erfindungsgemäßen Behandlungsmitteln
eingesetzt werden können sind quaternäre Ammoniumverbindungen, insbesondere aber quaternäre
Ammoniumsalze, wie sie beispielsweise in den US-Patenten 5312522, 5397435, 5405501,
5427696 sowie den internationalen Patentanmeldungen WO 95/11344, WO95/11343, WO 95/01478,
WO 95/01479, WO94/29521, WO94/29520, WO94/16143 sowie WO94/19381 beschrieben sind.
[0064] Darüber hinaus können auch Riechstoffe üblicher Art zugesetzt werden, die ausgewählt
sind aus natürlichen, naturidentischen oder künstlichen Riechstoffen, wobei die entsprechenden
Duftstoffe bevorzugt sind. Beispielsweise werden hier Agrumenöle wie Zitronenöl, Bergamottöl,
Orangenöl, Petitgrainöl, Nadelholzöle, Foin-Coupé-Riechstoffzusammensetzungen oder
Blütenöle wie z. B. Rose, Jasmin, Flieder, Lavendel, ebenso wie synthetische Duftstoffe
auf Basis von Menthol usw. Eine Übersicht gibt Ullmanns Enzyclopädie der technischen
Chemie, 4. Aufl. 1981, Band 20, S. 199 - 285.
[0065] Darüber hinaus können auch zusammen mit dem im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzten
Behandlungsmittel entsprechende anorganische Pigment- oder organische Farbstoffe zugesetzt
werden, wie sie üblicherweise bei der Tissuepapiererzeugung eingesetzt werden. Hierbei
sind, nicht zuletzt auch aus ökologischen Gründen, physiologisch unbedenkliche und
nicht hautirritierende Farbstoffe, insbesondere die entsprechenden Naturfarbstoffe,
bevorzugt. Alle vorgenannten Zusatzstoffe und Hilfsstoffe im erfindungsgemäßen Verfahren
eingesetzten Behandlungsmittel können sowohl einzeln wie auch als Kombination enthalten
sein.
[0066] Das vorstehend beschriebene Behandlungsmittel für Tissuepapierprodukte wird in einer
Auftragsmenge im Bereich von 0,01 bis 15 Gewichtsprozent, vorzugsweise 0,5 bis 10
Gewichtsprozent, am meisten bevorzugt 2 bis 6 Gewichtsprozent, bezogen auf das Trockengewicht
der Fasern, aufgebracht.
[0067] Als Trägermaterial, auf das das Behandlungsmittel appliziert werden soll, wird vorzugsweise
ein ein- oder mehrlagiges, vorzugsweise wenigstens zweilagiges und besonders bevorzugt
drei- oder vierlagiges ungeprägtes oder geprägtes Tissuepapier eingesetzt. Die einzelnen
Papierbahnen können miteinander durch Randprägung oder Rändelung mechanisch verbunden,
flächig oder punktuell verklebt oder auch in sonstiger Weise miteinander verbunden
sein. Für die einzelnen Bahnen hat sich weiterhin ein Flächengewichtsbereich von 10
bis 40 g/m
2, vorzugsweise 14 bis 30 g/m
2, insbesondere 15 bis 25 g/m
2, am meisten bevorzugt von 15,5 bis 17,5 g/m
2 erwiesen. Bei speziellen Anwendungsfällen können jedoch auch schwerere oder leichtere
Papiere mit Flächengewichtsbereichen von 8 bis 65 g/m
2 sinnvoll sein.
[0068] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann das Trägermaterial auch naß
verfestigt sein, wobei die üblichen gesundheitlich unbedenklichen Naßfestmittel, wie
beispielsweise Epichlorhydrinharze, Harnstoff-Formaldehydharze, Melaminformaldehydharze
sowie vernetzte kationische Polyalkylenamine verwendet werden.
[0069] Das Behandlungsmittel, welches in einer bevorzugten Ausführungsform in Form einer
Emulsion vorliegt, kann mit jedem beliebigen Walzen- und Sprühauftragsverfahren oder
in einem Imprägnierverfahren auf das Trägermaterial aufgebracht werden. Hierbei ist
stets darauf zu achten, daß es nicht zu einer Entmischung der Emulsion kommen kann,
d. h., daß während der Aufbringung die Komponenten des Behandlungsmittels gut durchmischt
sein müssen, um einer Entmischung vorzubeugen. Dies geschieht beispielsweise durch
hohe Scherkräfte, erzeugt beispielsweise durch schnellaufende Rührer, häufiges Umpumpen
oder über eine Ultraschalldurchmischung.
[0070] Das Behandlungsmittel, welches zu einer spürbar verbesserten Weichheit von Tissueprodukten
eingesetzt werden kann, kann in den verschiedensten Produktbereichen eingesetzt werden.
Als besonders vorteilhaft erweist sich beispielsweise sein Einsatz auf Servietten,
Toilettenpapier und Hand- und Küchentüchern, Taschentüchern, Kosmetiktüchern und Abschminktüchern.
[0071] Die vorstehend genannte Zusammensetzung der Behandlungslösung ist so bemessen, daß
es während des Zeitraums der Verwendung beim Verbraucher bei den normalerweise im
Jahresmittel herrschende Luftfeuchtigkeiten durch den Wassergehalt auch bei Daueranwendung
nicht zu Hautirritationen (Austrocknung aufgrund der hygroskopischen Eigenschaften
von Polyethylenglykol oder Glycerin) kommen kann. Auch eine wasserdampfdichte, wiederverschließbare
Verpackung ist nicht mehr notwendig.
[0072] Die Behandlungslösung kann sowohl im Naßteil einer Tissuepapiermaschine (Wattemaschine),
am Ende der Siebpartie, vor oder innerhalb der Pressenpartie (mechanische Entwässerung),
d. h. bei Feststoffgehalten zwischen 20 und 50 % ebenso wie in der nach der Pressenpartie
angeordneten Trockenpartie bei Feststoffgehalten von 40 bis 97 % Fasertrockengewicht
zugegeben werden. Stand der Technik sind Aufgabeorte auf dem Transfersieb/Belt, z.
B. vor dem Vliestransfer bei einer TAD-Anordnung sowie die Zuführung auf das feuchte
Faservlies nach dessen Transfer auf den Transport (Trocken-)filz bei einer konventionellen
Ein- oder Zweifilz-Tissueerzeugungsmaschine. Weiterhin ist Stand der Technik die Zuführung
von Behandlungschemikalien im Sprühauftrag auf den Yankee-Zylinder.
[0073] Bevorzugt ist eine Zugabe des Behandlungsmittels in der Tissueerzeugungsmaschine
durch Sprühauftrag auf den Pope-Roller unter Erzeugung eines Behandlungsmittelfilms
und dessen anschließendem Transfer auf die Tissuebahn während des Aufrollvorgangs
- wobei üblicherweise die bereits gekreppte "Tissuebahn" als Folge des vorausgegangenen
Trocknungsvorganges auf dem Yankee-Zylinder noch eine Resttemperatur zwischen 20 °C
und etwa 70 °C aufweist, was für die Verteilung des Behandlungsmittels und dessen
Eindringen in das Rohtissue günstig ist -, auf die Berührungsfläche der einlagigen
Tissuebahn mit der Oberfläche der Tragtrommel des Pope-Rollers. Neben einem Sprühauftrag
über einen Düsenbalken kann auch der Einsatz von Schleuderrotoren oder Bürstwerken
sowie die indirekte Übertragung eines Behandlungsmittelfilms über Walzenauftragswerke
in Frage kommen. Der Auftrag kann auch direkt auf die Tissuepapierbahn erfolgen. Besonders
bevorzugt ist eine Zugabe des Behandlungsmittels innerhalb der Doubliermaschine bzw.
innerhalb der Verarbeitungsmaschine auf die Außenlagen der mehrlagig doublierten Bahn
vor oder während der Kalibrierung/Glättung. Am meisten bevorzugt ist der Auftrag des
Behandlungsmittels innerhalb der Verarbeitungsmaschine auf die ein- oder mehrlagige
Bahn.
[0074] Nach einer bevorzugten Ausführungsform werden die Tissuepapierprodukte in der Weise
erhalten, daß man ein polysiloxanhaltiges Behandlungsmittel der vorstehenden Art auf
die Tissuebahn oder das Faservlies nach der Trockenpartie in der Tissuepapiermaschine
und besonders bevorzugt innerhalb der Doubliermaschine bzw. innerhalb der Verarbeitungsmaschine
in einer Menge von 0,01 bis 15 % auf die Bahn appliziert und das Faservlies nach der
Applikation einer Nachglättung unterzieht. Besonders bevorzugt ist es allerdings,
wenn man das vorgenannte, polysiloxanhaltige Behandlungsmittel bei einer Faserstoffdichte
von 35 bis 97 %, bezogen auf das Trockenfasergewicht der einlagigen Bahn, in einer
Menge von 0,5 bis 10 % auf die einlagige Bahn appliziert. Besonders bevorzugt ist
es, als Tissuebahn eine mehrlagige Bahn einzusetzen und das Behandlungsmittel bei
einer Faserstoffdichte von mehr als 90 %, bezogen auf das Trockenfasergewicht, auf
wenigstens eine der Außenlagen der mehrlagigen Bahn in einer Menge von 1 bis 7 % zu
applizieren. Ganz besonders bevorzugt ist es, das Behandlungsmittel auf die mehrlagige
Tissuebahn auf beiden Außenlagen in einer Menge von 3 bis 6 % zu applizieren.
[0075] Im Rahmen des vorgenannten Verfahrens ist es bevorzugt, daß die Nachglättung durch
wenigstens einen Durchgang der Tissuebahn durch einen Spalt eines Walzenpaares erfolgt,
bei denen eine Walze mit einer Stahloberfläche einer Gegenwalze mit einer Stahl-,
Kunststoff-, Papier- oder Gummioberfläche, vorzugsweise aber einer Kunststoffoberfläche,
zugeordnet ist.
[0076] Vorzugsweise wird dies in der Weise durchgeführt, daß die Nachglättung durch einen
zweimaligen Durchgang der Tissuebahn durch einen Spalt eines Walzenpaares erfolgt,
bei dem zuerst eine Walze mit einer Stahloberfläche einer Gegenwalze mit einer Kunststoffoberfläche
und dann spiegelbildlich eine Walze mit einer Kunststoffoberfläche einer Gegenwalze
mit einer Stahloberfläche zugeordnet ist.
[0077] Die Nachglättung der Tissuebahn im Anschluß an die Aufbringung des Behandlungsmittels
erfolgt daher üblicherweise in der Art, daß die beidseitig besprühten Tissuebahnen
durch ein Glättwerk geführt werden. Dieses Glättwerk besteht im allgemeinen aus zwei
glatten Walzen mit Stahloberflächen (Stahlwalzen), deren Oberflächen meist hartverchromt
sind. Diese Walzen werden hydraulisch oder pneumatisch zusammengedrückt oder aber
zum Kalibrieren auf Spalt gefahren. Das heißt, eine der beiden Walzen ist fest positioniert.
Die zweite oder Gegenwalze wird gegen einen Anschlag gedrückt, so daß sich die beiden
Stahlwalzen nicht berühren können, sondern in einem bestimmten, meßbaren und reproduzierbaren
Abstand zueinander stehen. Die durch diesen Spalt geführten Tissuebahnen werden auf
Spaltbreite komprimiert und dabei geglättet. Hierbei wird die Gefügestruktur der Oberfläche
vereinheitlicht, d. h. eine gleichmäßige Dicke herbeigeführt. Mithin erfolgt eine
Glättung durch Einebnung der Oberfläche in Verbindung mit einer Vergleichmäßigung
des Dickeprofils unter der Prämisse einer möglichst geringen Volumeneinbuße.
[0078] Übliche Einflußfaktoren auf die Glättung sind die Linienkraft, die Oberflächentemperatur
der zum Teil beheizten Walzen, die Nipbreite sowie die Nipzahl (Anzahl der Glättwerke).
Eine Übersicht hierüber geben die Aufsätze in "apr Europe", 3 (1991), Seite 121 bis
123 sowie "J.J.A. Rodal Tappi Journal", Band 76, Nr. 12, Seite 63 bis 74 sowie die
Übersicht von E. Weißhun und H. Holik, in "Das Papier", Band 38 (1984), Nr. 10A.
[0079] Anstelle der beiden Stahlwalzen, die das Glättwerk bilden, kann auch ein sogenanntes
Soft-Glättwerk verwendet werden. Hierbei wird eine Stahlwalze mit einer Kunststoffoberfläche
gegen eine glatte Stahlwalze gedrückt. Ein solches Glättwerk wird beispielsweise von
der Küsters Maschinen GmbH geliefert. Diese Soft-Glätt-Kalander sind unter anderem
als MAT-ON-Line-Glättwerke bekannt. Ein weiteres Soft-Glättwerk mit Stahlwalze und
Gegenwalze mit Kunststoffoberfläche ist das NIPCO-MAT-Glättwerk von der Edmund Küsters
Maschinenfabrik, Krefeld, vgl. Wochenblatt der Papierfabrikation 13/91, S. 491 bis
498. Derartige Walzen sind in der DE 3445890 sowie in der EP 0273185 näher beschrieben.
[0080] Weiterhin kann anstelle der beiden Stahlwalzen, die das Glättwerk bilden, auch ein
Glättwerk benutzt werden, wobei zusammen mit einer Stahlwalze oder Stahl-Gegenwalze
eine Walze oder Gegenwalze eingesetzt wird, welche eine Gummi- bzw. Papieroberfläche
aufweist.
[0081] Eine Übersicht über übliche Nachglättungsverfahren gibt die deutsche Patentschrift
DE-A-1804418, die deutsche Offenlegungsschrift DE-A-2455895, die deutsche Patentschrift
DE-A-2528803, die EP-A-0033559, das US-Patent US-A-2179057, das US-Patent US-A-3337388,
das britische Patent GB-A-827735, sowie die deutschen Patente DE-C-822228 sowie DE-B-1045783.
[0082] Die vorliegende Erfindung betrifft schließlich die Verwendung des vorgenannten polysiloxanhaltigen
Behandlungsmittels zur Weichmachung von Tissuepapierprodukten, insbesondere Taschentüchern,
Kosmetiktüchern, Abschminktüchern, Servietten, Toilettenpapier, Hand- und Küchentüchern.
[0083] Die vorliegende Erfindung wird nachstehend durch Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Beispiel 1:
[0084] Auf ein Papiertaschentuch (Fertigprodukt) mit einem Flächengewicht von etwa 4 x 15,5
g/m
3 wurde bei einem Fasertrockengehalt von 92 bis 97% Fasertrockengewicht im Labor eine
Behandlungslösung aus 32 Gewichtsprozent Polyethylenglykol, Molekulargewicht 200,
60 Gewichtsprozent des Polysiloxans Tegopren® 3021, eines Polyethersiloxans mit einem
Trübungspunkt von 38 °C der Th. Goldschmidt AG sowie 8 % Wasser unter guter Verwirbelung
in einer Menge von 6 % auf das Papiertaschentuch gesprüht und einer Nachglättung unterzogen.
Der Auftrag erfolgte symmetrisch auf den Außenflächen dieses Fertigtuches. Das so
erhaltene Produkt wurde als A bezeichnet.
Beispiel 2:
[0085] Das Auftragungsverfahren nach Beispiel 1 wurde wiederholt, allerdings wurde anstelle
einer ternären Mischung eine binäre Mischung aus 50 Gewichtsprozent Polyethylenglykol,
Molekulargewicht 200 und 50. Gewichtsprozent des Polysiloxans nach Beispiel 1 eingesetzt.
Die so erhaltene Probe wurde als B bezeichnet.
Vergleichsversuch 1:
[0086] Das Verfahren nach Beispiel 1 wurde wiederholt, allerdings wurde anstelle der erfindungsgemäßen
ternären Mischung das reine Polysiloxan nach Beispiel 1 in einer Menge von 6 % aufgetragen
und das so erhaltene Produkt mit C bezeichnet.
Vergleichsversuch 2:
[0087] Das Verfahren nach Beispiel 1 wurde wiederholt, allerdings anstelle der erfindungsgemäßen
ternären Mischung ein reines Polyethylenglykol mit dem Molekulargewicht 200 in einer
Menge von 6 % aufgetragen. Das so erhaltene Produkt wurde mit D bezeichnet. Sämtliche
Tücher der Beispiele 1 und 2 sowie der Vergleichsversuche 1 und 2 wurden in einem
2-Walzen(Stahl/Kunststoff)Glättwerk unter identischen Bedingungen (Geschwindigkeit,
Temperatur, Anpreßdruck) reproduzierbar nachgeglättet.
[0088] Die haptischen Eigenschaften der erfindungsgemäßen Produkte A und B wurden mit den
entsprechenden haptischen Ergebnissen der Vergleichsprodukte C (reines Polysiloxan)
und D (reines Polyethylenglykol) (PEG) verglichen und diese Produkte im Rahmen eines
sogenannten Panel-Tests (in Anlehnung an "Manual on Sensory Testing Methods, ASTM,
Special Technical Publication 434, S. 22; Testform D-Ranking Methods-Rank Order, Elevents
Printings February 1993) ausgewertet. Hierbei wurde die steigende Weichheit, hier
definiert als die Summe aus Oberflächensanftheit und Knüllweichheit von einer Personengruppe
von 9 Personen nach folgendem Verfahren bewertet:
[0089] Die zu prüfenden Papiertaschentücher waren zweimal hälftig gefaltet, so daß die Probenkennung
für die Testperson nicht erkennbar ist und in jedem Fall die gleiche Außenseite der
Bewertung dargeboten wird. Die solchermaßen gefalteten Tücher waren den Testpersonen
übergeben mit der Anweisung, die gefalteten Tücher zwischen Daumen, Daumenballen und
Finger reibend und knüllend hinsichtlich ihrer Knüllweichheit und der Oberflächenweichheit
zu prüfen und daraufhin die Tücher nach steigendem, subjektivem Qualitätsempfinden
in Reihe zu legen. Die Muster wurden in der Rangfolge von 1, d. h. bestes, bis 4,
d. h. schlechtestes, bewertet.
[0090] Im Test zeigte sich, daß die erfindungsgemäßen Produkte A und B von 7 der 9 Testpersonen
als sehr gut in der Weichheit bezeichnet und im Bezug auf die Vergleichsprodukte C
und D als eindeutig weicher bezeichnet wurden. Im Gegensatz dazu empfand nur eine
der 9 Testpersonen das Produkt D als weicher gegenüber dem erfindungsgemäßen Produkt
A, und eine von 9 Testpersonen das Vergleichsprodukt C weicher als die erfindungsgemäßen
Produkte A und B. Der Panel-Test zeigt weiterhin, daß die erfindungsgemäßen Produkte
A und B signifikant besser im Bezug auf Knüllweichheit und Oberflächenweichheit sind
als die Vergleichsprodukte C und D.
[0091] Die Ergebnisse dieses Panel-Tests sind in der nachstehenden Tabelle wiedergegeben:

[0092] Neben diesem ersten betriebsinternen Panel-Test wurde weiterhin ein Studioverbrauchertest
mit 160 Personen durchgeführt. Hierbei wurden Muster mit einer Lotionszusammensetzung
Polyethylenglykol/Polysiloxan/Wasser in einem Verhältnis von 72/10/18 bei einer 3
%igen Auftragsmenge als deutlich weicher beurteilt als ein entsprechendes Vergleichsmuster
mit reinem Siloxan. Hier wurde wiederum als Polysiloxan das in Beispiel 1 beschriebene
Polysiloxan und als Polyethylenglykol das in Beispiel 1 beschriebene Polyethylenglykol
mit einem Molekulargewicht von 200 eingesetzt.
1. Verfahren zur Herstellung von Tissuepapierprodukten, dadurch gekennzeichnet, daß man
ein polysiloxanhaltiges Behandlungsmittel, welches 25 bis 95 Gewichtsteile, vorzugsweise
30 bis 90 Gewichtsteile wenigstens einer Polyhydroxy-Verbindung, insbesondere wenigstens
eines bei Raumtemperatur flüssigen Polyethylenglykols und/oder Glyzerin, 5 bis 75
Gewichtsteile, vorzugsweise 10 bis 70 Gewichtsteile Polysiloxan sowie, bezogen auf
100 Gewichtsteile dieser Mischung, 0 bis 35 Gewichtsteile, vorzugsweise 1 bis 30 Gewichtsteile
Wasser enthält, ausgenommen ein Behandlungsmittel, enthaltend 5 Gew.-% eines quaternäre
Ammoniumgruppen enthaltenden Polysiloxans der allgemeinen Formel

wobei

und
R
19 eine langkettige C
12 - C
18-Alkylgruppe ist, auf das Faservlies oder die ,,Tissuebahn" innerhalb der Sieb-/Pressenpartie
und/oder Trockenpartie, also bei einer Faserstoffdichte von 20 bis 97 %, bezogen auf
das Trockenfasergewicht der Bahn, in einer Menge von 0,01 bis 15 % appliziert und
das Faservlies nach der Applikation einer Nachglättung unterzieht.
2. Verfahren zur Herstellung von Tissuepapierprodukten, dadurch gekennzeichnet, daß man
ein polysiloxanhaltiges Behandlungsmittel, welches 25 bis 95 Gewichtsteile, vorzugsweise
30 bis 90 Gewichtsteile wenigstens einer Polyhydroxy-Verbindung, insbesondere wenigstens
eines bei Raumtemperatur flüssigen Polyethylenglykols und/oder Glyzerin, 5 bis 75
Gewichtsteile, vorzugsweise 10 bis 70 Gewichtsteile Polysiloxan sowie, bezogen auf
100 Gewichtsteile dieser Mischung, 0 bis 35 Gewichtsteile, vorzugsweise 1 bis 30 Gewichtsteile
Wasser enthält, ausgenommen ein Behandlungsmittel, enthaltend 5 Gew.-% eines quaternäre
Ammoniumgruppen enthaltenden Polysiloxans der allgemeinen Formel

wobei

und
R
19 eine langkettige C
12 - C
18-Alkylgruppe ist, auf das Faservlies oder die Tissuebahn nach der Trockenpartie in
der Tissuepapiermaschine und besonders bevorzugt innerhalb der Doubliermaschine bzw.
innerhalb der Verarbeitungsmaschine in einer Menge von 0,01 bis 15 % auf die Bahn
appliziert und die Bahn nach der Applikation einer Nachglättung unterzieht.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man das polysiloxanhaltige
Behandlungsmittel bei einer Faserstoffdichte von 35 bis 97 %, bezogen auf das Trockenfasergewicht
der einlagigen Bahn, in einer Menge von 0,5 bis 10 % appliziert.
4. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Tissuebahn eine
mehrlagige Bahn ist und das Behandlungsmittel bei einer Faserstoffdichte von mehr
als 90 %, bezogen auf das Trockenfasergewicht, auf wenigstens eine der Außenlagen
der mehrlagigen Bahn in einer Menge von 1 bis 7 % appliziert wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Behandlungsmittel auf die
mehrlagige Tissuebahn auf beiden Außenlagen in einer Menge von 3 bis 6 % appliziert
wird.
6. Verfahren nach Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufbringung des
Behandlungsmittels in der Tissueerzeugungsmaschine durch Sprühauftrag auf den Pope-Roller
unter Erzeugung eines Behandlungsmittelfilms und dessen anschließendem Transfer auf
die Tissuebahn während des Aufrollvorgangs erfolgt.
7. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Nachglättung durch
wenigstens einen Durchgang der Tissuebahn durch einen Spalt eines Walzenpaares erfolgt,
bei dem eine Walze mit einer Stahloberfläche einer Gegenwalze mit einer Stahl-, Kunststoff-,
Papier- oder Gummioberfläche, vorzugsweise einer Kunststoffoberfläche zugeordnet ist.
8. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Nachglättung durch
einen zweimaligen Durchgang der Tissuebahn durch einen Spalt eines Walzenpaares erfolgt,
bei dem zuerst eine Walze mit einer Stahloberfläche einer Gegenwalze mit einer Kunststoffoberfläche
und dann spiegelbildlich eine Walze mit einer Kunststoffoberfläche einer Gegenwalze
mit einer Stahloberfläche zugeordnet ist.
9. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufbringung des
Behandlungsmittels auf das Faservlies im Rahmen eines konventionellen Tissueherstellungsprozesses
erfolgt.
10. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufbringung des
Behandlungsmittels auf das Faservlies im Rahmen einer Durchströmtrocknung bzw. eines
TAD-Verfahrens erfolgt.
11. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Behandlungsmittel
einsetzt, welches 30 bis 70 Gewichtsteile wenigstens einer Polyhydroxy-Verbindung,
insbesondere wenigstens eines bei Raumtemperatur flüssigen Polyethylenglykols und/oder
Glyzerins, 30 bis 70 Gewichtsteile Polysiloxan und, bezogen auf 100 Gewichtsteile
dieser Mischung, 5 bis 25 Gewichtsteile Wasser enthält.
12. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß es 5 bis 75 Gewichtsteile
wenigstens eines Polysiloxans und 25 bis 95 Gewichtsteile eines bei Raumtemperatur
flüssigen Polyethylenglykols enthält.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Behandlungsmittel
einsetzt, welches 10 bis 70 Gewichtsteile, insbesondere 40 bis 60 Gewichtsteile wenigstens
eines Polysiloxans sowie 30 bis 90 Gewichtsteile, insbesondere 40 bis 60 Gewichtsteile
des Polyethylenglykols enthält.
14. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Behandlungsmittel
einsetzt, welches 5 bis 75 Gewichtsteile wenigstens eines Polysiloxans und 25 bis
95 Gewichtsteile Glyzerin enthält.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Behandlungsmittel
einsetzt, welches 10 bis 70 Gewichtsteile, vorzugsweise 40 bis 60 Gewichtsteile wenigstens
eines Polysiloxans und 30 bis 90 Gewichtsteile, insbesondere 40 bis 60 Gewichtsteile
Glyzerin enthält.
16. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Behandlungsmittel
einsetzt, bei welchem die Polyhydroxy-Verbindung aus 20 bis 80, vorzugsweise 30 bis
70 Gewichtsteilen des vorgenannten Polyethylenglykols und 20 bis 80 Gewichtsteilen,
vorzugsweise 30 bis 70 Gewichtsteilen des vorgenannten Glyzerins enthält.
17. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 5 oder 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß man
ein Behandlungsmittel einsetzt, welches das Polysiloxan mit einer Viskosität von 25
x 10-6 m2/sec bis 20.000.000 x 10-6 m2/sec aufweist.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Behandlungsmittel
einsetzt, welches das Polysiloxan ein Polydimethylsiloxan ist, welches gegebenenfalls
in seiner Seitenkette wenigstens eine Betaingruppe, insbesondere eine Tetraalkylammoniumgruppe,
aufweist.
19. Verfahren nach Ansprüchen 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Behandlungsmittel
einsetzt, wobei das Polysiloxan ein Polyethersiloxan, insbesondere mit mittleren Trübungspunkten
im Bereich von unter 25 °C bis 71°C ist.
20. Verfahren nach Ansprüchen 11 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Behandlungsmittel
einsetzt, welches weiterhin kosmetische Mittel mit speziellen Eigenschaften, beispielsweise
Hautpflegemittel und/oder Hautwirkstoffe auf Basis von Pflanzenextrakten und/oder
Riechstoffe, enthält.
21. Verfahren nach Ansprüchen 11 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Behandlungsmittel
einsetzt, welches weiterhin Hilfsstoffe wie beispielsweise quaternäre Ammoniumverbindungen
und/oder Lösungsvermittler und/oder Naßfestmittel enthält.
22. Verwendung eines Behandlungsmittels, welches 25 bis 95 Gewichtsteile, vorzugsweise
30 bis 90 Gewichtsteile wenigstens einer Polyhydroxy-Verbindung, insbesondere wenigstens
eines bei Raumtemperatur flüssigen Polyethylenglykols und/oder Glyzerin, 5 bis 75
Gewichtsteile, vorzugsweise 10 bis 70 Gewichtsteile Polysiloxan sowie, bezogen auf
100 Gewichtsteile dieser Mischung, 0 bis 35 Gewichtsteile, vorzugsweise 1 bis 30 Gewichtsteile
Wasser enthält, ausgenommen ein Behandlungsmittel, enthaltend 5 Gew.-% eines quaternäre
Ammoniumgruppen enthaltenden Polysiloxans der allgemeinen Formel

wobei

und
R
19 eine langkettige C
12 - C
18-Alkylgruppe ist, für die Behandlung von Tissuepapierprodukten, insbesondere Taschentücher,
Kosmetiktüchern, Abschminktüchern, Servietten, Toilettenpapier und Küchentüchern.
1. Procédé de fabrication de produits en papier mousseline, caractérisé en ce qu'on applique
sur le non-tissé ou sur la « bande de tissu ouaté », à l'intérieur de la table de
fabrication/section de presses et/ou du train de séchage, donc avec une densité de
matière fibreuse, rapportée au poids des fibres sèches du non-Lissé, de 20 à 97%,
en quantité de 0,01 à 15%, un agent de traitement contenant un polysiloxane qui contient
de 25 à 95 parties en poids, de préférence de 30 à 90 parties en poids, d'un composé
polyhydroxy, en particulier au moins un polyéthylèneglycol et/ou une glycérine fluides
à température ambiante, de 5 à 75 parties en poids, de préférence 10 à 70 parties
en poids de polysiloxane ainsi que, rapportée aux 100 parties en poids de ce mélange,
de 0 à 35 parties en poids, de préférence de 1 à 30 parties en poids d'eau, à l'exception
d'un agent de traitement, contenant 5% en poids d'un polysiloxane contenant des groupes
ammonium quaternaire de formule générale

dans laquelle

et R
19 est un groupe alkyle à chaîne longue en C
12-C
18, et on soumet le non-tissé, après l'application, à un post-lissage.
2. Procédé de fabrication de produits en papier mousseline, caractérisé en ce qu'on applique
sur le non-tissé ou la bande de tissu, après le train de séchage dans la machine à
papier mousseline, de manière particulièrement préférée à l'intérieur de la bobineuse
ou respectivement à l'intérieur de la machine de confectionnement, en quantité de
0,01 à 15%, un agent de traitement contenant un polysiloxarie qui contient de 25 à
95 parties en poids, de préférence de 30 à 90 parties en poids, d'un composé polyhydroxy,
en particulier au moins un polyéthylèneglycol et/ou une glycérine fluides à température
ambiante, de 5 à 75 parties en poids, de préférence 10 à 70 parties en poids de polysiloxane
ainsi que, rapportée aux 100 parties en poids de ce mélange, de 0 à 35 parties en
poids, de préférence de 1 à 30 parties en poids d'eau, à l'exception d'un agent de
traitement, contenant 5% en poids d'un polysiloxane contenant des groupes ammonium
quaternaire de formule générale

dans laquelle

et R
19 est un groupe alkyle à chaîne longue en C
12-C
18, et on soumet le non-tissé, après l'application, à un post-lissage.
3. Procédé selon la revendication 2,
caractérisé en ce qu'on applique l'agent de traitement contenant un polysiloxane avec
une densité de fibres de 35 à 97%, rapportée au poids de fibres sèches de la bande
monocouche, en quantité de 0,5 à 10%.
4. Procédé selon les revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que la bande de tissu est une bande à plusieurs couches et que l'agent
de traitement, pour une densité de fibres de plus de 90%, rapportée au poids de fibres
sèches, est appliqué en quantité de 1 à 7% sur au moins une des couches extérieures
de la bande à plusieurs couches.
5. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé en ce que l'agent de traitement est appliqué sur la bande de tissu à plusieurs
couches, en quantité de 3 à 6%, sur les deux couches extérieures.
6. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que l'application de l'agent de traitement dans la machine de fabrication
de tissu ouaté est effectué par application par pulvérisation sur l'enrouleuse en
générant un film d'agent de traitement et son transfert suivant sur la bande de tissu
ouaté pendant le processus de bobinage.
7. Procédé selon les revendications 1 et 2,
caractérisé en ce que le post-lissage est réalisé par au moins un passage de la bande
de tissu ouaté à travers une fente d'une paire de cylindres dans laquelle un contre-cylindre
à surface en acier, en matière synthétique ou en caoutchouc, de préférence une surface
en matière synthétique, est adjoint à un cylindre à surface en acier.
8. Procédé selon les revendications 1 et 2,
caractérisé en ce que le post-lissage est réalisé par un double passage de la bande
de tissu ouaté à travers une fente d'une paire de cylindres dans laquelle un contre-cylindre
à surface en matière synthétique est d'abord adjoint à un cylindre à surface en acier
et ensuite, de manière reflétée dans un miroir, un contre-cylindre à surface en acier
est adjoint à un cylindre à surface en matière synthétique.
9. Procédé selon les revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que l'application de l'agent de traitement sur le non-tissé est
réalisée dans le cadre d'un processus conventionnel de fabrication de tissu ouaté.
10. Procédé selon les revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que l'application de l'agent de traitement sur le non-tissé est
réalisée dans le cadre d'un séchage circulaire à bobine ou respectivement un processus
TAD.
11. Procédé selon les revendications 1 à 5,
caractérisé en ce qu'on utilise un agent de traitement qui contient de 30 à 70 parties
en poids d'au moins un composé polyhydroxy, en particulier au moins un polyéthylèneglycol
et/ou une glycérine fluides à température ambiante, de 30 à 70 parties en parties
en poids d'un polysiloxane et rapportées à 100 parties en poids de ce mélange, de
5 à 25 parties en poids d'eau.
12. Procédé selon les revendications 1 à 5,
caractérisé en ce qu'il contient de 5 à 75 parties en poids d'au moins un polysiloxane
et de 25 à 95 parties en poids d'un polyéthylèneglycol fluide à température ambiante.
13. Procédé selon la revendication 12,
caractérisé en ce qu'on utilise un agent de traitement qui contient de 10 à 70 parties
en poids, en particulier de 40 à 60 parties en poids d'au moins un polysiloxane, ainsi
que de 30 à 90 parties en poids, en particulier de 40 à 60 parties en poids, du polyéthylèneglycol.
14. Procédé selon les revendications 1 à 5,
caractérisé en ce qu'on utilise un agent de traitement contenant 5 à 75 parties en
poids d'au moins un polysiloxane et de 25 à 95 parties en poids de glycérine.
15. Procédé selon la revendication 14,
caractérisé en ce qu'on utilise un agent de traitement qui contient de 10 à 70 parties
en poids, de préférence de 40 à 60 parties en poids, d'au moins un polysiloxane et
de 30 à 90 parties en poids, en particulier de 40 à 60 parties en poids, de glycérine.
16. Procédé selon les revendications 1 à 3,
caractérisé en ce qu'on utilise un agent de traitement dans lequel le composé polyhydroxy
contient de 20 à 80, de préférence de 30 à 70 parties en poids du polyéthylèneglycol
précité et de 20 à 80 parties en poids, de préférence de 30 à 70 parties en poids
de la glycérine précitée.
17. Procédé selon les revendications 1 à 5 ou 13 à 16,
caractérisé en ce qu'on utilise un agent de traitement qui présente le polysiloxane
ayant une viscosité de 25 x 10-6 m2/s à 20.000.000 x 10-6 m2/s.
18. Procédé selon la revendication 17,
caractérisé en ce qu'on utilise un agent de traitement, dans lequel le polysiloxane
est un polydiméthylsiloxane qui présente le cas échéant dans sa chaîne latérale un
groupe bétaïne, en particulier un groupe tétraalkylammonium.
19. Procédé selon les revendications 17 ou 18,
caractérisé en ce qu'on utilise un agent de traitement dans lequel le polysiloxane
est un polyéthersiloxane, en particulier avec une température de trouble dans la plage
d'en-dessous de 25°C à 71°C.
20. Procédé selon les revendications 11 à 19,
caractérisé en ce qu'on utilise un agent de traitement qui contient en outre un agent
cosmétique à propriétés spéciales, par exemple des agents de soins de la peau et/ou
des agents actifs sur la peau à base d'extraits de plantes et/ou des parfums.
21. Procédé selon les revendications 11 à 20,
caractérisé en ce qu'on utilise un agent de traitement qui contient en outre des produits
auxiliaires tels que par exemples, des composés ammonium quaternaire et/ou des solubilisateurs
et/ou des agents de résistance à l'humidité.
22. Utilisation d'un agent de traitement qui contient de 25 à 95 parties en poids, de
préférence de 30 à 90 parties en poids, d'au moins un composé polyhydroxy, en particulier
au moins un polyéthylèneglycol et/ou une glycérine fluides à température ambiante,
de 5 à 75 parties en poids, de préférence 10 à 70 parties en poids de polysiloxane
ainsi que, rapportée aux 100 parties en poids de ce mélange, de 0 à 35 parties en
poids, de préférence de 1 à 30 parties en poids d'eau, à l'exception d'un agent de
traitement, contenant 5% en poids d'un polysiloxane contenant des groupes ammonium
quaternaire de formule générale

dans laquelle

et R
19 est un groupe alkyle à chaîne longue en C
12-C
18, pour le traitement de produits en papier mousseline en particulier de mouchoirs,
de serviettes cosmétiques, de serviettes de démaquillage, de papier hygiéniques ou
de serviettes de table.
1. A process for manufacturing tissue paper products , characterised in that a treatment
medium comprising polysiloxanes which comprises 25 to 95 parts by weight, preferably
30 to 90 parts by weight of at least one polyhydroxy compound, in particular at least
one polyethylene glycol that is fluid at room temperature and/or glycerine, 5 to 75
parts by weight, preferably 10 to 70 parts by weight polysiloxane, and 0 to 35 parts
by weight, preferably 1 to 30 parts by weight water in relation to 100 parts by weight
of this mixture not including a treatment medium comprising 5 % by weight of a polysiloxane
comprising quaternary amines having the following general formula

wherein

and wherein R
19 is a long-chain alkyl group having between 12 and 18 carbons, is applied in a quantity
of 0.01 to 15% to the fibrous web or the "tissue sheet" inside the wire/press section
and/or drier section, that is, at a fibre density of 20 to 97% with regard to the
dry fibre weight of the sheet, and after application, the fibrous web undergoes a
re-smoothing.
2. A process for manufacturing tissue paper products, characterised in that a treatment
medium comprising polysiloxanes which comprises 25 to 95 parts by weight, preferably
30 to 90 parts by weight of at least one polyhydroxy compound, in particular at least
one polyethylene glycol that is fluid at room temperature and/or glycerine, 5 to 75
parts by weight, preferably 10 to 70 parts by weight polysiloxane, and 0 to 35 parts
by weight, preferably 1 to 30 parts by weight water in relation to 100 parts by weight
of this mixture not including a treatment medium comprising 5 % by weight of a polysiloxane
comprising quaternary amines having the following general formula

wherein

and wherein R
19 is a long-chain alkyl group having between 12 and 18 carbons, is applied in a quantity
of 0.01 to 15% to the fibrous web or the tissue sheet after the drier section in the
tissue paper machine and in a particularly preferred manner, inside the combiner or
inside the processing machine, and after application, the sheet undergoes a re-smoothing.
3. The process according to claim 2, characterised in that the polysiloxane-containing
treatment medium is applied in a quantity of 0.05 to 10% at a fibre density of 35
to 97% in relation to the dry fibre weight of the single-ply sheet.
4. The process according to any of claims 1 to 3, characterised in that the tissue sheet
is a multi-ply sheet and the treatment medium is applied in a quantity of 1 to 7%
to at least one of the outer plies of the multi-ply sheet at a fiber density of more
than 90% in relation to the dry fibre weight.
5. The process according to claim 4, characterised in that the treatment medium is applied
in a quantity of 3 to 6% to the multi-ply tissue sheet on both outer plies.
6. The process according to any of claims 1 or 2, characterised in that the depositing
of the treatment medium takes place in the tissue making machine by means of spray
application onto the pope reel winder in order to produce a film of the treatment
medium and to subsequently transfer it to the tissue sheet during the roll-up process.
7. The process according to claims 1 and 2, characterised in that the re-smoothing is
carried out by means of at least one pass of the tissue sheet through a gap of a roller
pair in which one roller having a steel surface is associated with an opposing roller
having a steel, plastic, paper, or rubber surface, preferably a plastic surface.
8. The process according to claims 1 and 2, characterised in that the re-smoothing is
carried out by means of a double passage of the tissue sheet through a gap of a roller
pair in which first, a roller having a steel surface is associated with an opposing
roller having a plastic surface and then, in mirror image fashion, a roller having
a plastic surface is associated with an opposing roller having a steel surface.
9. The process according to any of claims 1 to 8, characterised in that the depositing
of the treatment medium onto the fibrous web is carried out within the framework of
a conventional tissue manufacturing process.
10. The process according to any of claims 1 to 8, characterised in that the depositing
of the treatment medium onto the fibrous web is carried out within the framework of
a through flow drying process or a TAD process.
11. The process according to claims 1 to 5, characterised in that one uses a treatment
medium, comprising 30 to 70 parts by weight of at least one polyhydroxy compound,
in particular at least one polyethylene glycol that is fluid at room temperature and/or
a glycerine, 30 to 70 parts by weight polysiloxane, and 5 to 25 parts by weight water
in relation to 100 parts by weight of this mixture.
12. The process according to any of claims 1 to 5, characterised in that one uses a treatment
medium comprising 5 to 75 parts by weight of at least one polysiloxane and 25 to 95
parts by weight of a polyethylene glycol that is fluid at room temperature.
13. The process according to claim 12, characterised in that one uses a treatment medium,
comprising 10 to 70 parts by weight, in particular 40 to 60 parts by weight of at
least one polysiloxane and 30 to 90 parts by weight, in particular 40 to 60 parts
by weight of the polyethylene glycol.
14. The process according to any of claims 1 to 5, characterised in that one uses a treatment
medium, comprising 5 to 75 parts by weight of at least one polysiloxane and 25 to
95 parts by weight glycerine.
15. The process according to claim 14, characterised in that one uses a treatment medium,
comprising 10 to 70 parts by weight, in particular 40 to 60 parts by weight of at
least one polysiloxane and 30 to 90 parts by weight, in particular 40 to 60 parts
by weight glycerine.
16. The process according to any of claims 1 to 3 , characterised in that one uses a treatment
medium, wherein the polyhydroxy-compound comprises 20 to 80, preferably 30 to 70 parts
by weight of the above-mentioned polyethylene glycol and 20 to 80 parts by weight,
preferably 30 to 70 parts by weight of the above-mentioned glycerine.
17. The process according to any of claims 1 to 5 or 13 to 16, characterised in that one
uses a treatment medium, wherein the polysiloxane has a viscosity of 25 x 10-6 m2/s to 20,000,000 x 10-6 m2/s.
18. The process according to claim 17, characterised in that one uses a treatment medium,
wherein the polysiloxane is a polydimethylsiloxane which if necessary, has at least
one betaine group, in particular a tetraalkyl ammonium group, in its side chain.
19. The process according to claims 17 or 18, characterised in that one uses a treatment
medium, wherein the polysiloxane is a polyethersiloxane, in particular having average
cloud points in the range from below 25°C up to 71°C.
20. The process according to any of claims 11 to 19, characterised in that one uses a
treatment medium, which furthermore contains cosmetic substances with special properties,
for example skin care substances and/or active substances for the skin based on plant
extracts and/or scents.
21. The Process according to any of claims 11 to 20, characterised in that one uses a
treatment medium, which furthermore contains auxiliary substances such as quaternary
ammonium compounds and/or solubilizers and/or wet strength agents.
22. The use of a treatment medium comprising polysiloxanes which comprises 25 to 95 parts
by weight, preferably 30 to 90 parts by weight of at least one polyhydroxy compound,
in particular at least one polyethylene glycol that is fluid at room temperature and/or
glycerine, 5 to 75 parts by weight, preferably 10 to 70 parts by weight polysiloxane,
and 0 to 35 parts by weight, preferably 1 to 30 parts by weight water in relation
to 100 parts by weight of this mixture not including a treatment medium comprising
5 % by weight of a polysiloxane comprising quaternary amines having the following
general formula

wherein

and wherein R
19 is a long-chain alkyl group having between 12 and 18 carbons for the treatment of
tissue paper products, in particular handkerchiefs, cosmetic towels, makeup removal
towels, napkins, toilet paper, and kitchen towels.