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EP 0 803 018 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.07.1998 Patentblatt 1998/28 |
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Anmeldetag: 23.12.1995 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9505/121 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9621/783 (18.07.1996 Gazette 1996/33) |
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RAHMENADAPTER FÜR GERÜSTGRUPPEN
FRAME-CONNECTOR UNIT FOR SCAFFOLDING ASSEMBLIES
UNITE DE RACCORDEMENT DE CHASSIS POUR ECHAFFAUDAGES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE ES FR GB IT NL |
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Priorität: |
09.01.1995 DE 29500186 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.10.1997 Patentblatt 1997/44 |
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Patentinhaber: KRAUSE-WERK GMBH & CO. KG |
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D-36304 Alsfeld-Altenburg (DE) |
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Erfinder: |
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- KRAUSE, Günther
D-36304 Alsfeld (DE)
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Vertreter: Missling, Arne, Dipl.-Ing. |
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Patentanwalt
Bismarckstrasse 43 35390 Giessen 35390 Giessen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-U- 9 106 284 GB-A- 2 122 242
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GB-A- 623 739
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Rahmenadapter für den winkligen, insbesondere rechtwinkligen
Anschluß von Gerüstgruppen I, II, die mit Rahmenelementen aufgebaut sind, die aus
zwei im Bereich ihrer Enden durch mindestens je eine obere und untere Quertraverse
miteinander verbundenen Ständern bestehen, wobei benachbarte Rahmenelemente jeder
Gerüstgruppe zumindest über Belagbühnen miteinander verbunden sind.
[0002] Beim Einrüsten von Gebäuden müssen unterschiedliche Gerüstgruppen an den Ecken des
Gebäudes miteinander verbunden werden. Hierzu ist es erforderlich, daß man an den
Gebäudeecken die vertikal angeordneten Rahmenelemente mit Kupplungsmitteln miteinander
verbindet, um einen Ubergang zwischen einer Gerüstgruppe und der in einem Winkel hierzu
angeschlossenen zweiten Gerüstgruppe zu erhalten. Bei dem Anschluß von Gerüstgruppen
ist jedoch zu beachten, daß die einzelnen Belagbühnen nicht nur auf dem gleichen Niveau
liegen müssen, sondern, daß auch die Spaltbreiten zwischen den Belagbühnen einzelner
Gerüstgruppen laut neuster Vorschrift maximal 25 mm betragen dürfen. Des weiteren
besagt die Vorschrift, daß die Durchgangsöffnung der Rahmenelemente an den Stirnseiten
gesichert sein müssen, wobei hier ein dreifacher Seitenschutz vorgeschrieben ist.
Darüber hinaus müssen die vertikalen Rahmenelemente jeder der Gerüstgruppen mit Wandankern
und Abstandsrohren an den beiden Gebäudeseiten befestigt sein. Hieraus ergibt sich,
daß die Eckeinrüstung von Gebäuden einen vergleichsweise hohen Arbeitsaufwand erfordert.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen Arbeitsaufwand für die Verbindung
zweier winklig miteinander zu verbindenden Gerüstgruppen wesentlich herabzusetzen.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Rahmenadapter der eingangs genannten Art vorgeschlagen,
der aus einem Ständer sowie je mindestens einer unteren und oberen Quertraverse besteht,
daß die Quertraversen des Rahmenadapters über einen im wesentlichen parallel zum Ständer
verlaufenden Holm miteinander verbunden sind, daß an der dem Ständer abgewandten Seite
des Holmes mindestens ein Befestigungsmittel angebracht ist, das an einem Ständer
des Rahmenelementes der benachbarten Gerüstgruppe befestigbar ist und daß der Abstand
von Ständer und Befestigungsmittel des Rahmenadapters gleich dem Abstand der Ständer
der Rahmenelemente der anzuschließenden Gerüstgruppe ist.
[0005] Mit dem neu vorgeschlagenen Rahmenadapter ist es möglich, eine Eckkonstruktion aufzubauen,
bei welcher die Spaltbreiten minimal gehalten werden, eine einwandfreie Übergangsfläche
entstehet und gleichzeitig in einfacher Weise ein dreiteiliger Seitenschutz verwirklicht
werden kann. Der Rahmenadapter gemäß der Erfindung ist mit einem Ständer versehen,
der gleich dem Ständer ausgebildet ist, wie sie auch die übrigen Rahmenelemente aufweisen.
Des weiteren ist der Ständer gleichermaßen mit einer oberen und unteren Quertraverse
versehen, wobei jedoch diese Quertraversen an ihren gegenüberliegenden Ende nicht
an einem zweiten Ständer angeschlossen sind, sondern an einem Holm, der im übrigen
noch einen geringeren Abstand zu dem Ständer hat, als die Ständer der üblichen Rahmenelemente
untereinander. Auf der Seite des Holmes, die dem Ständer abgewandt ist, sind Befestigungsmittel
angebracht, die vorteilhaft in Form von schalenförmigen Haltern ausgebildet sind,
wobei das Befestigungsmaß für diese Halter exakt dem Abstand entspricht, den die Ständer
der zu befestigenden Rahmenelemente aufweiser. Durch diese Maßnahme ist es möglich,
den Rahmenadapter unmittelbar an den stirnseitigen Ständer der anzuschließenden Gerüstgruppe
zu befestigen, wobei dieser Rahmenadapter dann im vollen Umfang die Funktion eines
Rahmenelementes übernimmt. Da der Rahmenadapter an den Ständer der bereits errichteten
Gerüstgruppe angeschlossen wird, ist eine besondere Ausrichtung, Abstützung, Verankerung
etc. nicht erforderlich, sondern es kann sofort mit der winklig angeordneten zweiten
Gerüstgruppe weitergebaut werden.
[0006] Vorteilhaft ist der Rahmenadapter mit einer Diagonaltraverse versehen, die den stirnseitigen
Durchgang diagonal verschließt. Des weiteren können vorteilhaft zwischen dem Ständer
und dem Holm des Rahmenadapters Quertraversen eingezogen werden, die die erforderliche
Durchgangssicherheit gewährleisten. Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung ist
die untere Quertraverse derart gestaltet, daß diese ein Bordbrett aufnehmen kann,
wobei es gleichermaßen vorteilhaft sein kann, dieses Bordbrett gleich fest mit der
unteren Quertraverse zu verbinden.
[0007] Durch den unmittelbaren Anschluß des Rahmenadapters an einen Ständer der anderen
Gerüstgruppe wird der minimale Abstand der Belagbühnen erreicht, wie er auch zwischen
den Rahmenelementen einer Gerüstgruppe erhalten wird.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist im folgenden anhand der Zeichnung näher
beschrieben, in dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht zweier mittels eines erfindungsgemäßen Rahmenadapters
verbundenen Gerüstgruppen I und II,
- Fig. 2
- einen erfindungsgemäßen Rahmenadapter in perspektivischer Ansicht,
- Fig. 3
- den Rahmenadapter, gemäß der Erfindung in Seitenansicht und
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf Fig. 3.
[0009] In Fig. 1 sind zwei Gerüstgruppen I und II rechtwinklig miteinander verbunden. Die
Gerüstgruppe I ist aus vier Rahmenelementen 2 aufgebaut, die in bekannter Weise ineinandergesteckt
und mittels Belagbühnen 6 miteinander verbunden sind. Diese Belagbühnen sind in den
jeweils oberen Quertraversen 4 eingehängt.
[0010] Mit der Gerüstgruppe I ist eine Gerüstgruppe II verbunden, die im Ausführungsbeispiel
gleich breite Rahmenelemente aufweist, d. h. die gleiche Breite besitzt. Es ist jedoch
auch ohne weiteres denkbar, hier eine Gerüstgruppe II mit größerer oder kleinerer
Breite anzubauen. Diese Gerüstgruppe II besteht aus zwei Rahmenelementen 2, die entsprechend
den rechten Rahmenelementen der Gerüstgruppe 1 aufgebaut sind und in deren oberen
Quertraversen 4 die Belagbühnen 6 eingehängt sind. Auf der gegenüberliegenden Seite
sind die Rahmenelemente 2 durch die erfindungsgemäßen Rahmenadapter 1 ersetzt. Diese
Rahmenadapter bestehen, wie dies auch die Fig. 2 bis 4 zeigen, aus einem Ständer 5a,
der identisch aufgebaut ist, wie die Ständer 5 der Rahmenelemente 2. Diese Ständer
weisen in bekannter Weise untere und obere Anschlußmittel 9, 10 auf, die zum Anschluß
eines weiteren Rahmenadapters dienen, wobei das Anschlußmittel 10 in einer Ausnehmung
des Anschlußmittels 9 in bekannter Art und Weise eingeschoben wird. An den Ständern
5a sind Quertraversen 3a und 4a angeordnet, die gleichfalls wie die Quertraversen
der Rahmenelemente 2 ausgebildet sind. Die obere Quertraverse 4a ist im Ausführungsbeispiel
durch einen Winkelsteg 11 verstärkt, während die untere Quertraverse 3a eine Auskröpfung
12 aufweist, die das Einlegen der Belagbühnen sowie das Herausnehmen derselben auch
bei aufgesetzten oberen Rahmen ermöglicht. Diese Quertraversen könnten jedoch auch
in konventioneller Art und Weise, d. h. als gerader Stab ausgebildet sein. Die Quertraversen
3a, 4a sind über einen parallel zum Ständer 5 verlaufenden Holm 7 miteinander verbunden,
der an seiner dem Ständer 5 abgewandten Seite Befestigungsmittel 8 aufweist, die derart
ausgebildet sind, daß sie die Ständer 5 eines Rahmenelementes 2 umfassen können und
an diesem durch eine Schraubverbindung festlegbar sind. In Fig. 4 ist eine Draufsicht
auf diese Befestigungsmittel 8 gezeigt, wobei diese aus zwei Halbschalen besteht,
die beispielsweise mittels Schrauben miteinander verbunden werden können.
[0011] Zwischen dem oberen Ende des Holmes 7 und dem unteren Ende des Ständers 5a ist eine
Diagonalstrebe 13 eingezogen, die zum einen, einen stirnseitigen Abschluß des Rahmenadapters
bildet und zum anderen, zur Steifigkeitserhöhung desselben beiträgt. Des weiteren
sind der Ständer 5a und der Holm 7 über zwei Streben 14 miteinander verbunden, die
im unteren Drittel und in etwa in der Hälfte angeordnet sind und somit den vorschriftsmäßigen
stirnseitigen Abschluß für das Rahmenelement bilden.
[0012] Die untere Quertraverse 3a ist mit Aufnahmen 15, 16 versehen, in die ein Bordbrett
17 eingeschoben ist. Vorteilhaft ist dieses Bordbrett 17 dauerhaft fest mit der unteren
Quertraverse und/oder dem Holm oder dem Ständer verbunden.
[0013] Mit einem erfindungsgemäßen Adapterelement ist der Anbau einer zweiten Gerüstgruppe,
die winklig zur ersten Gerüstgruppe verläuft, sehr einfach, da lediglich eine Höhenausrichtung
des untersten Adapterelementes vorgenommen werden muß, und zwar erfolgt dies in der
Regel in der Weise, daß am unteren Adapterelement und zwar an dessen Ständer eine
Spindel angeordnet ist, die die exakte Höhenpositionierung zuläßt. Die Ausrichtung
in lotrechter Richtung wird durch die erste Gerüstgruppe I gewährleistet. Im übrigen
ist zu bemerken, daß nicht notwendiger Weise zunächst die Gerüstgruppe I erstellt
werden muß und dann die Gerüstgruppe II. Der Aufbau kann auch in umgekehrter Art und
Weise erfolgen.
1. Rahmenadapter (1) für den winkligen, insbesondere rechtwinkligen Anschluß von Gerüstgruppen
(I, II), die mit Rahmenelementen (2) aufgebaut sind, die aus zwei im Bereich ihrer
Enden durch mindestens je eine obere und untere Quertraverse (3, 4) miteinander verbundenen
Ständern (5) bestehen, wobei benachbarte Rahmenelemente (2) jeder Gerüstgruppe (I,
II) zumindest über Belagbühnen (6) miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmenadapter aus einem Ständer (5a) sowie je mindestens einer unteren und oberen
Quertraverse (3a, 4a) besteht, daß die Quertraversen (3a, 4a) des Rahmenadapters (1)
über einen im wesentlichen parallel zum Ständer (5a) verlaufenden Holm (7) miteinander
verbunden sind, daß an der dem Ständer (5a) abgewandten Seite des Holmes (7) mindestens
ein Befestigungsmittel (8) angebracht ist, das an einem Ständer (5a) des Rahmenelementes
(2) der benachbarten Gerüstgruppe (I) befestigbar ist, und daß der Abstand von Ständer
(5a) und Befestigungsmittel (8) des Rahmenadapters (1) gleich dem Abstand der Ständer
(5) der Rahmenelemente (2) der anzuschließenden Gerüstgruppen ist.
2. Rahmenadapter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Quertraverse
(4a) oder das obere Ende des Holmes (7) über eine Diagonalstrebe (13) mit dem Ständer
(5a) oder der unteren Quertraverse (3a) verbunden ist.
3. Rahmenadapter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ständer (5a)
und der Holm (7) über Streben (14) miteinander verbunden sind.
4. Rahmenadapter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an der
unteren Quertraverse (3a) des Rahmenadapters (1) Aufnahmen (15, 16) für die Befestigung
eines Bordbrettes (17) angebracht sind.
1. A frame adapter (1) for the angled, and in particular right-angled, attachment of
scaffolding assemblies (I, II) formed by frame elements (2) which comprise two uprights
(5) connected together in the region of their ends by at least one respective upper
and lower transverse cross-member (3, 4), wherein adjacent frame elements (2) of each
scaffolding assembly (I, II) are connected to each other at least by way of staging
platforms (6), characterized in that the frame adapter comprises an upright (5a) and at least one respective lower and
upper transverse cross-member (3a, 4a), the transverse crossmembers (3a, 4a) of the
frame adapter (1) are connected together by way of a strut (7) extending substantially
parallel to the upright (5a), at least one fastening means (8), which can be fastened
to a upright (5a) of the frame element (2) of the adjacent scaffolding assembly (I),
is attached to the side of the strut (7) remote from the upright (5a), and the distance
between the upright (5a) and the fastening means (8) of the frame adapter (1) is equal
to the distance between the uprights (5) of the frame elements (2) of the scaffolding
assemblies to be attached.
2. A frame adapter according to Claim 1, characterized in that the upper transverse cross-member (4a) or the upper end of the strut (7) is connected
by way of a diagonal brace (13) to the upright (5a) or the lower transverse cross-member
(3a).
3. A frame adapter according to Claim 1 or 2, characterized in that the upright (5a) and the strut (7) are connected to each other by way of braces (14).
4. A frame adapter according to one of Claims 1 to 3, characterized in that receiving means (15, 16) for fastening an edge plate (17) are mounted on the lower
transverse cross-member (3a) of the frame adapter (1).
1. Adaptateur de cadre (1) pour raccorder suivant un angle, en particulier suivant un
angle droit, des groupes d'échafaudage (I, II) montés avec des éléments de cadre (2)
constitués de deux montants (5) reliés entre eux, dans la zone de leurs extrémités,
par chaque fois au moins une traverse supérieure et une traverse inférieure (3, 4),
les éléments de cadre (2) voisins de chaque groupe d'échafaudage (I, II) étant reliés
entre eux au moins par des plate-formes (6),
caractérisé en ce que l'adaptateur de cadre est constitué d'un montant (5a) et, chaque
fois, d'au moins une traverse inférieure et d'une traverse supérieure (3a, 4a) , en
ce que les traverses (3a, 4a) de l'adaptateur de cadre (1) sont reliées entre elles
par un longeron (7) dirigé essentiellement parallèlement au montant (5a), en ce que,
sur la face du longeron (7), opposée au montant (5a), est installé un moyen de fixation
(8) pouvant être fixé sur un montant (5a) de l'élément de cadre (2) du groupe d'échafaudage
voisin (I), et en ce que la distance entre le montant (5a) et le moyen de fixation
(8) de l'adaptateur de cadre (1) est égale à la distance des montants (5) des éléments
de cadre (2) des groupes d'échafaudage à raccorder.
2. Adaptateur de cadre suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la traverse
supérieure (4a), ou l'extrémité supérieure du longeron (7), est reliée au montant
(5a) ou à la traverse inférieure (3a) par une barre diagonale (13).
3. Adaptateur de cadre suivant la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé
en ce que le montant (5a) et le longeron (7) sont reliés ensemble par des barres (14).
4. Adaptateur de cadre suivant l'une des revendication 1 à 3, caractérisé en ce que des
réceptacles (15, 16) pour la fixation d'une plaque de bordure (17) sont installés
sur la traverse inférieure (3a) de l'adaptateur de cadre (1).