(19)
(11) EP 0 803 019 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
02.09.1998  Patentblatt  1998/36

(21) Anmeldenummer: 95943206.3

(22) Anmeldetag:  23.12.1995
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6E04G 1/26
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP9505/122
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9621/784 (18.07.1996 Gazette  1996/33)

(54)

ADAPTERELEMENT FÜR GERÜSTGRUPPEN

CONNECTOR FOR SCAFFOLDING ASSEMBLIES

ELEMENT DE RACCORDEMENT POUR ECHAFFAUDAGES


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE

(30) Priorität: 09.01.1995 DE 29500190 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
29.10.1997  Patentblatt  1997/44

(73) Patentinhaber: KRAUSE-WERK GMBH & CO. KG
D-36304 Alsfeld-Altenburg (DE)

(72) Erfinder:
  • KRAUSE, Günther
    D-36304 Alsfeld (DE)

(74) Vertreter: Missling, Arne, Dipl.-Ing. 
Patentanwalt Bismarckstrasse 43
35390 Giessen
35390 Giessen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
US-A- 3 726 362
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Adapterelement für den durchgängigen, stirnseitigen Anschluß von Gerüstgruppen mit unterschiedlich breiten Rahmenelementen, die aus zwei im Bereich ihrer Enden durch mindestens je eine obere und untere Quertraverse miteinander verbundenen Ständern bestehen.

    [0002] Gerüstgruppen der vorstehend genannten Art dienen zum Einrüsten von Gebäuden, um Arbeiten beispielsweise an der Außenseite der Wände eines Hauses durchführen zu können. Bekannt sind hier schmale und breite Gerüstgruppen, die unterschiedliche Nutzlasten haben. In der Regel ist es so daß breitere Gerüstgruppen auch die höhere Nutzlast besitzen. Diese breiteren Gerüstgruppen besitzen auch entsprechend breitere Rahmenelemente, wobei es vorkommen kann, daß für ein und dasselbe Haus unterschiedliche Nutzlasten erforderlich sind. Dies hat häufig zur Folge, daß das gesamte Haus mit einer breiteren Gerüstgruppe insgesamt eingerüstet wird, obwohl für bestimmte Bereiche des Hauses schmalere Gerüstgruppen ausreichend wären. Werden verschieden breite bekannte Gerüstgruppen aufgebaut, so ergaben sich stets Probleme bei der Verbindung von breiteren und schmaleren Gerüstgruppen, d. h. diese konnten nicht durchgängig mit geringem Abstand miteinander verbunden werden.

    [0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Adapter vorzuschlagen, der es in einfacher Weise ermöglicht, schmalere und breitere Gerüstgruppen durchgängig, ohne erhöhten Aufwand, stirnseitig miteinander zu verbinden.

    [0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Adapterelement stielförmig mit einer Länge ausgebildet ist, die in etwa dem Abstand der Quertraversen der Rahmenelemente entspricht, wobei an den Enden des Stieles Befestigungsmittel für den lösbaren Anschluß an die Quertraversen vorgesehen sind und wobei vom Stiel des Adapterelementes mindestens ein Arm senkrecht abstrebt, dessen Ende mit Befestigungsmitteln für den lösbaren Anschluß an einen Ständer des Rahmenelementes versehen ist.

    [0005] Ein derartiges Adapterelement wird in den jeweils breiteren Gerüstrahmen eingesetzt, wobei die Befestigungselemente des Stieles vorteilhaft gabelförmig ausgebildet sind, so daß diese auf die untere Quertraverse aufgesetzt werden können und die obere Quertraverse umgreift. Senkrecht zum Stiel des Adapterelementes sind die Arme angebracht, die an ihren Enden gleichfalls Befestigungsmittel aufweisen, die die senkrecht angeordneten Ständer der Rahmenelemente umgreifen. Bereits hierdurch ist ein fester Verbund des Adapterelementes mit dem Rahmenelement gegeben. Vorteilhaft wird jedoch zumindest das obere Befestigungselement des Stieles mittels einer Klemmvorrichtung mit der oberen oder den oberen Quertraversen verspannt, so daß hierdurch jegliche Verschiebung längs der Quertraversen ausgeschlossen ist.

    [0006] Die Arme, die mit den Ständern der Rahmenelemente verbunden sind, dienen gleichzeitig als stirnseitiger Abschluß des breiteren Rahmenelementes, wobei hier vorteilhaft zwei Arme vorgesehen sind, die im unteren und mittleren Bereich des Stieles des Adapterelementes angebracht sind.

    [0007] An der den Armen gegenüberliegenden Seite der Adapterelemente sind die gleichen Befestigungsmittel angeordnet, wie sie auch die Ständer des Rahmenelementes aufweisen. Diese Befestigungsmittel bilden Adapter zur Befestigung von Seitenbrettern, Geländerstangen, etc.

    [0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist im folgenden anhand der Zeichnung näher beschrieben. In dieser zeigen
    Fig. 1
    eine perspektivische Ansicht von zwei über ein erfindungsgemäßes Adapterelement verbundenen unterschiedlich breiten Gerüstgruppen,
    Fig. 2
    ein Rahmenelement der breiteren Gerüstgruppe mit eingesetztem Adapterelement,
    Fig. 3
    einen Schnitt nach Linie III-III in Fig. 2
    Fig. 4
    die Einzelheit A gemäß Fig. 3
    Fig. 5
    die Einzelheit B gemäß Fig. 3
    Fig. 6
    einen Schnitt nach Linie VI-VI in Fig. 2 und
    Fig. 7
    eine Ansicht gemäß Fig. 2 einer weiteren Ausführungsform eines Rahmenelementes.


    [0009] In Fig. 1 ist eine breite Gerüstgruppe I mit einer schmaleren Gerüstgruppe II durchgängig zusammengebaut. Die Gerüstgruppe I besteht aus vier Rahmenelementen 2, die in bekannter Weise aufeinandergesetzt sind. Diese Rahmenelemente 2 werden über Belagbühnen 15 miteinander verbunden. An den Seiten sind Geländer 16 angebracht, die in erster Linie zur Sicherung der arbeitenden Personen dienen. An diese breite Gerüstgruppe I ist eine schmale Gerüstgruppe II angebaut, die entsprechend schmalere Rahmenelemente 21 aufweist. Zur durchgängigen stirnseitigen Verbindung der beiden Gerüstgruppen I und II dient ein Adapterelement 1, das in das Rahmenelement 2 der breiten Gerüstgruppe I eingesetzt ist und über Arme 9 zum einen an den Ständern 5 des Rahmenelementes 2 und über Befestigungsmittel 7, 8 an den Quertraversen 3 und 4 des Rahmenelementes 2 angeschlossen ist. Die Arme 9 dienen gleichfalls als stirnseitiger Abschluß, so daß auf das Anbringen weiterer Geländerelemente verzichtet werden kann.

    [0010] In der Fig. 2 ist das Rahmenelement 2 der Gerüstgruppe I in Seitenansicht dargestellt. Dieses Rahmenelement besteht in bekannter Art und Weise aus einer unteren Quertraverse 3 und einer oberen Quertraverse 4, die zwei seitliche Ständer 5, 6 miteinander verbinden. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 2 ist die obere Quertraverse 4 durch ein weiteres Traversenstück 41 versteift, wodurch eine erhöhte Tragfähigkeit und eine erhöhte Steifigkeit des Rahmenelementes 2 erhalten wird. Zur Verkleinerung des Durchganges und zum Anschluß der schmalen Gerüstgruppe II ist das Adapterelement 1 zwischen die Ständer 3 und 4 eingesetzt, wobei, wie dies am besten aus den Fig. 4 und 5 zu ersehen ist, das obere Befestigungselement 8 wie auch das untere Befestigungselement 7 gabelförmig ausgebildet sind und die Traversen 3 bzw. 4 seitlich umgreifen. Dieses Adapterelement 1 kann nachträglich einfach in das Rahmenelement 2 eingesetzt werden. Hierzu braucht lediglich das Adapterelement 1 auf die untere Quertraverse 3 schräg aufgesetzt werden, um dann in die senkrechte Lage eingedreht zu werden. Bereits hierdurch ist die seitliche Befestigung des Adapterelementes 1 gegeben. Um zu verhindern, daß das Adapterelement 1 aus der senkrechten Lage herausgedreht werden kann, sind Arme 9 an diesem befestigt, die mittels Befestigungselemente 10 an den Ständern 5 bzw. 6 befestigt sind. Diese Befestigungselemente 10 umgreifen vorteilhaft den Ständer 5 vollständig und sind mit entsprechenden Schraubbolzen bekannter Art und Weise gesichert. Hierdurch ist ein praktisch starrer Einbau des Adapterelementes 1 in den Gerüstrahmen 2 gegeben.

    [0011] Am Adapterelement 1 sind vorteilhaft zwei Arme 9 angebracht, die im unteren und im mittleren Bereich angeordnet sind und somit gleichzeitig einen stirnseitigen Abschluß des Rahmenelementes 2 bilden. An dem Stiel des Adapterelementes 1 sind Adapterstücke 11 angeordnet, die auf der den Armen 9 abgesetzten Seite des Stieles des Adapterelementes 1 liegen. Diese Adapterstücke 11 haben den gleichen Abstand zu der unteren wie auch oberen Quertraverse 3, 4, wie die Adapterelemente 11 der Ständer 5 der kleineren Rahmenelemente II. Der Abstand dieser Adapterelemente 11 sollte im übrigen auch den Abständen der Adapterelemente der Rahmen 2 entsprechen, um eine einfache Anbringung von Seitenborden, Geländern 16, etc. zu ermöglichen.

    [0012] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 unterscheidet sich von dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 im wesentlichen dadurch, daß die obere Quertraverse 4 einstückig ausgebildet ist, so daß das obere Befestigungsmittel 8 entsprechend kürzer und die Länge des Stieles des Adapterelementes entsprechend länger ausgebildet ist.

    BEZUGSZEICHENLISTE



    [0013] 
    1
    Adapterelement
    2, 21
    Rahmenelement
    3
    untere Quertraverse
    4, 41
    obere Quertraverse
    5
    Ständer
    6
    Ständer
    7
    Befestigungsmittel
    8
    Befestigungsmittel
    9
    Arm
    10
    Befestigungsmittel
    11
    Adapterstücke
    12
    Adapterstücke
    13
    Klemmittel, Gewindebolzen
    14
    Streben
    15
    Belagbühne
    16
    Geländer



    Ansprüche

    1. Adapterelement (1) für den durchgängigen, stirnseitigen Anschluß von Gerüstgruppen I, II mit unterschiedlich breiten Rahmenelementen (2, 21), die aus zwei im Bereich ihrer Enden durch mindestens je eine obere und untere Quertraverse (3, 4) miteinander verbundenen Ständern (5) bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß das Adapterelement (1) stielförmig mit einer Länge ausgebildet ist, die in etwa dem Abstand der Quertraversen (3, 4) der Rahmenelemente entspricht, daß an den Enden des Stieles Befestigungsmittel (7, 8) für den lösbaren Anschluß an die Quertraversen (3, 4) vorgesehen sind und daß von Stiel des Adapterelementes (1) mindestens ein Arm (9) senkrecht abstrebt, dessen Ende mit Befestigungsmitteln (10) für den lösbaren Anschluß an einen Ständer (5) des Rahmenelementes (2) versehen ist.
     
    2. Adapterelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Adapterelement (1) zumindest auf der den Armen abgewandten Seite Adapterstücke (11) angeordnet sind.
     
    3. Adapterelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Adapterstücke (11) des Adapterelementes (1) jeweils mit dem gleichen Abstand zur unteren Quertraverse (3) angeordnet sind, wie die Adapterstücke (11) der Ständer (5, 6).
     
    4. Adapterelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel (7, 8) am Ende des Stieles des Adapterelementes (1) gabelförmig ausgebildet sind und eine Öffnungsweite haben, die in etwa gleich oder etwas größer der Breite der Quertraversen (3, 4) ist.
     
    5. Adapterelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel über Klemmittel (13) an den Quertraversen (3, 4) festlegbar sind.
     
    6. Adapterelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel (10) der Arme in Gebrauchsstellung die Ständer (5) umschließen.
     


    Claims

    1. An adapter element (1) for the universal front-end attachment of scaffolding assemblies I, II with frame elements (2, 21) of different widths which comprise two uprights (5) connected to each other in the region of their ends by at least one respective upper and lower transverse cross-member (3, 4), characterized in that the adapter element (1) is constructed in the form of a column with a length corresponding approximately to the distance between the transverse cross-members (3, 4) of the frame elements, fastening means (7, 8) for releasable attachment to the transverse cross-members (3, 4) are provided at the ends of the column, and at least one arm (9), the end of which is provided with fastening means (10) for releasable attachment to an upright (5) of the frame element (2), projects at a right angle as a brace from the column of the adapter element (1).
     
    2. An adapter element according to Claim 1, characterized in that adapter members (11) are arranged on the adapter element (1) at least on the side remote from the arms.
     
    3. An adapter element according to Claim 2, characterized in that the adapter members (11) of the adapter element (1) are each arranged at the same distance from the lower transverse cross-member (3) as the adapter members (11) of the uprights (5, 6).
     
    4. An adapter element according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the fastening means (7, 8) are made fork-shaped at the end of the column of the adapter element (1) and have an opening width which is approximately equal to or slightly greater than the width of the transverse cross-members (3, 4).
     
    5. An adapter element according to Claim 4, characterized in that the fastening means can be secured to the transverse cross-members (3, 4) by way of clamping means (13).
     
    6. An adapter element according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the fastening means (10) of the arms surround the uprights (5) in the position of use.
     


    Revendications

    1. Elément adaptateur (1) pour le raccordement avec possibilité de passage, sur la face latérale de groupes d'échafaudages I, II avec des cadres de largeurs différentes (2, 21), composés de deux montants (5) reliés respectivement l'un à l'autre dans la zone de leurs extrémités par au moins une traverse supérieure et une traverse inférieure (3, 4), caractérisé en ce que l'élément adaptateur (1) a la forme d'une tige dont la longueur correspond à peu près à la distance des traverses (3, 4) des cadres, en ce que des moyens de fixation (7, 8) sont prévus aux extrémités de la tige pour le raccordement amovible aux traverses (3, 4), et en ce que, de la tige de l'élément adaptateur, part perpendiculairement au moins un bras (9) dont l'extrémité est pourvue de moyens de fixation (10) pour le raccordement amovible à un montant (5) du cadre (2).
     
    2. Elément adaptateur selon la revendication 1, caractérisé en ce que des pièces d'adaptation (11) sont fixées à l'élément adaptateur (1) au moins sur le côté opposé aux bras.
     
    3. Elément adaptateur selon la revendication 2, caractérisé en ce que les pièces d'adaptation (11) de l'élément adaptateur (1) sont placées respectivement à la même distance de la traverse inférieure que les pièces d'adaptation des montants (5, 6).
     
    4. Elément adaptateur selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les moyens de fixation (7, 8) à l'extrémité de la tige de l'élément adaptateur (1) sont fourchues et ont une ouverture dont la largeur est à peu près égale ou un peu supérieure à la largeur des traverses (3, 4).
     
    5. Elément adaptateur selon la revendication 4, caractérisé en ce que les moyens de fixation peuvent être fixés aux traverses (3, 4) par des moyens de serrage (13).
     
    6. Elément adaptateur selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les moyens de fixation (10) des bras en position d'utilisation entourent les montants (5).
     




    Zeichnung