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(11) |
EP 0 803 129 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.12.1998 Patentblatt 1998/52 |
| (22) |
Anmeldetag: 12.01.1996 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: H01H 35/14 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9600/035 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9621/937 (18.07.1996 Gazette 1996/33) |
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| (54) |
MECHANISCHER BESCHLEUNIGUNGSSCHALTER
MECHANICAL ACCELERATION SWITCH
INTERRUPTEUR MECANIQUE ACTIONNE PAR L'ACCELERATION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
| (30) |
Priorität: |
12.01.1995 DE 19500737 07.03.1995 DE 19508014
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.10.1997 Patentblatt 1997/44 |
| (73) |
Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- MADER, Gerhard
D-93107 Thalmassing (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 742 202
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DE-C- 3 509 054
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen mechanischen Beschleunigungsschalter nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
[0002] Ein solcher Beschleunigungsschalter (DE-C1 35 09 054) weist eine an einer Federzunge
angeordnete seismische Masse und ein Kontaktstück auf. Die elektrisch leitende Federzunge
und das Kontaktstück sind durch das Gehäuse geführt und weisen an ihren freien Enden
je einen elektrischen Kontakt auf. Unter Einwirkung einer Beschleunigung wird die
Federzunge mit der seismischen Masse hin zum Kontaktstück ausgelenkt. Bei ausreichender
Beschleunigung wird über die beiden elektrischen Kontakte an der Federzunge und dem
Kontaktstück eine elektrisch leitende Verbindung hergestellt.
[0003] Mit einem solchen Beschleunigungsschalter sind kurze Schaltzeiten nur auf Kosten
eines unzuverlässigen Ansprechverhaltens realisierbar. Bei einem Einsatz des Beschleunigungsschalters
im Fahrzeug ist nämlich der Beschleunigungsschalter Vibrationen ausgesetzt, die die
Federzunge in Schwingungen versetzen können und so ein ungewolltes Schließen des Beschleunigungsschalters
zur Folge haben können.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Beschleunigungsschalter der eingangs genannten
Art zu schaffen, der diesen Nachteil der bekannten Vorrichtung vermeidet. Der erfindungsgemäße
Beschleunigungsschalter hat insbesondere den Vorteil, daß bei kleinen Schalterabmessungen
eine elektrisch leitende Verbindung zwischen Federzunge und Kontaktstück aufgrund
von Schwingungen der Federzunge verhindert wird, solange die auf den Beschleunigungsschalter
wirkende Beschleunigungskraft unter einem definierten Grenzwert liegt.
[0005] Soll ein Beschleunigungsschalter der eingangs genannten Art als Safing-Sensor/Sicherheitsschalter
zur Seitenaufprallerkennung in Kraftfahrzeugen verwendet werden, darf zwischen einem
Aufprall und dem Auslösen von Sicherheitseinrichtungen nur eine äußerst geringe Zeitspanne
versteichen. Die Schaltzeit des die Beschleunigung aufnehmenden Schalters geht in
diese Zeitspanne ein. Bei einem Beschleunigungsschalter der eingangs genannten Art
ist die Schaltzeit vor allem von dem Abstand zwischen den elektrischen Kontakten abhängig.
Ist dieser Abstand sehr klein, kann schon eine geringe Beschleunigungskraft, die insbesondere
einen Frequenzanteil aufweist, der gleich der Resonanzfrequenz des Systems "Federzunge,
seismische Masse" ist, die Federzunge mit der seismischen Masse zum Schwingen anregen
und damit eine elektrisch leitende Verbindung zwischen der Federzunge und dem Kontaktstück
bewirken. Eine Fehlauslösung von Rückhalteeinrichtungen des Kraftfahrzeugs kann die
Folge sein. Ein Vergrößern des Abstandes zwischen der Federzunge und dem Kontaktstück
bei gleichzeitiger Erhöhung der Elastizität der Federzunge löst dieses Problem nicht,
da bei erhöhter Elastizität der Federzunge diese nur anfälliger für Schwingungen ist.
Versuche haben gezeigt, daß die Federkraft der ersten Federzunge alleine nicht zur
geforderten Dämpfung von Schwingungen der Federzunge ausreicht.
[0006] Die Erfindung löst diese Aufgabe bei einem Beschleunigungsschalter der eingangs genannten
Art dadurch, daß die seismische Masse stationär durch eine zusätzlich zur Federkraft
wirkenden Kraft in ihrer Ruhelage gehalten wird, und ein Abstand zwischen der Federzunge
in ihrer Ruhelage und dem Kontaktstück von kleiner als 300 µm verhanden ist.
[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung werden durch die Unteransprüche gekennzeichnet.
[0008] Die Erfindung wird anhand der Zeichnung erläutert.
Es zeigen
- Figur 1:
- einen erstes Ausführungsbeispiel eines mechanischen Beschleunigungsschalters im stationären
Zustand im Längsschnitt,
- Figur 2:
- einzweites Ausführungsbeispiel eines mechanischen Beschleunigungsschalters im stationären
Zustand im Längsschnitt.
[0009] Ein in der ersten Figur mit einem Bezugszeichen versehenes Element hat in der zweiten
Figur dasselbe Bezugszeichen.
[0010] Der Beschleunigungsschalter 1 (Figur 1) hat ein Gehäuse 13, das eine Federzunge 11
und ein Kontaktstück 12 aufweist, das ebenfalls als Federzunge ausgeführt ist. An
der Federzunge 11 ist eine seismische Masse 2 angeordnet. Parallel zur Federzunge
11 ist ein stiftförmiger Formkörper 3 angeordnet.
[0011] Federzunge 11 und Kontaktstück 12 sind parallel zueinander auf sich gegenüberliegenden
Seiten des Gehäuses 13 auf unterschiedlicher Höhe durch das Gehäuse 13 geführt. An
der Stelle ihrer Durchführung am Gehäuse 13 sind die Federzunge 11 und das Kontaktstück
12 fest eingespannt. Die Federzunge 11 mit der seismischen Masse 2 ist aus ihrer stationären
Ruhelage zum Kontaktstück 12 hin bewegbar, sodaß bei einer ausreichenden Kraft quer
zur Längsrichtung der Federzunge 11 und gerichtet von der Federzunge 11 zum Kontaktstück
12 das freie Ende der Federzunge 11 das Kontaktstück 12 berührt.
[0012] Durch die Anordnung derseismischen Masse 2 an der Federzunge 11 sind Federzunge 11
und seismische Masse 2 aufgrund ihrer Massenträgheit empfindlich für Beschleunigungskräfte
F in vorgenannter Richtung. Die Federkraft der Federzunge 11 wirkt dabei einer Beschleunigungskraft
F entgegen.
[0013] Die seismische Masse 2 ist ein Magnet und bildet mit dem Formkörper 3 aus einem Material
mit hoher Permeabilität einen Magnetkreis. Der Formkörper 3 ist dabei so angeordnet,
daß der Abstand zwischen Formkörper 3 und seismischer Masse 2 in der Ruhelage der
Federzunge 11 minimal ist. Eine Beschleunigungskraft F, die größer ist als die Federkraft
der Federzunge 11 zuzüglich der magnetischen Haltekraft zwischen seismischer Masse
2 und Formkörper 3 bewirkt eine Auslenkung der Federzunge 11 in Richtung Kontaktstück
12 und stellt eine elektrisch leitende Verbindung her. Durch die magnetische Haltekraft
kann die Federzunge 11 zusätzlich vorgespannt werden. Die magnetische Haltekraft zwischen
der seismischen Masse 2 und dem Formkörper 3 vermeidet ein ungewolltes Schwingen der
Federzunge 11.
[0014] Das Kontaktstück 12 ist biegesteifer als die Federzunge 11, um ein Schwingen des
Kontaktstückes 12 seinerseits zu vermeiden. Die Elastizität der Federzunge 11 und
die Größe der magnetischen Haltekraft zwischen seismischer Masse 2 und Formkörper
3 sowie die Anordnung der seismischen Masse 2 längs der Federzunge 11 definiert die
Beschleunigungsschwelle, ab der der Beschleunigungsschalter 1 schaltet.
[0015] Der Schaltweg, d.h. der Abstand zwischen Federzunge 11 und Kontaktstück 12 ist im
Sinne einer kurzen Schließzeit des Beschleunigungsschalters 1 klein. Die seismische
Masse 2 ist längs der Federzunge 11 nahe dem Bereich am freien Ende der Federzunge
11 angeordnet, der durch die Berührung bzw. die Berührungspunkte zwischen der Federzunge
11 und dem Kontaktstück 12 bei der aus ihrer Ruhelage ausgelenkten Federzunge 11 festgelegt
ist. Ist die seismische Masse 2 aus einem elektrisch leitenden Material hergestellt,
kann sie auch am Ende der Federzunge 11 angeordnet sein.
[0016] Die Federzunge 11 kann auch auf der gleichen Gehäuseseite wie das Kontaktstück 12
durch das Gehäuse 13 geführt werden. Der Formkörper 3 in seiner Ausgestaltung als
biegesteifer Stift kann sowohl auf der Gehäuseseite durch das Gehäuse 13 geführt werden,
auf der auch die Federzunge 11 durch das Gehäuse 13 geführt wird, als auch auf der
dieser Gehäuseseite gegenüberliegenden Gehäuseseite. Der Formkörper 3 in seiner Ausgestaltung
als biegesteifer Stift kann auch auf beiden Gehäuseseiten durch das Gehäuse geführt
werden. Der Formkörper 3 kann jede andere Ausgestaltung aufweisen und im oder am Gehäuse
13 angeordnet sein.
[0017] Die seismische Masse 2 kann auch aus einem Material mit hoher Permeabilität hergestellt
sein und mit einem Magneten einen Magnetkreis bilden. Der Magnet kann dabei am Formkörper
3 angeordnet sein, der nun aus einem beliebigen Material hergestellt ist. Der Formkörper
3 kann dabei selbst der Magnet sein.
[0018] Bei einer Ausgestaltung des Beschleunigungsschalters 1 gemäß Figur 1 isoliert das
Gehäuse 13 die Federzunge 11 und das Kontaktstück 12 elektrisch. Ein solches Gehäuse
13 ist vorzugsweise aus Glas hergestellt, zumindest im Bereich der Durchführung von
Federzunge 11 und Kontaktstück 12. Das hermetisch dichte Gehäuse 13 kann mit Schutzgas
angefüllt sein, um ein Korrodieren der Federzunge 11 oder des Kontaktstückes 12 zu
verhindern.
[0019] Vorzugsweise wird ein herkömmlicher Reedschalter mit seinem Schutzgas gefüllten Glasgehäuse
und seinen beiden Federzungen zu dem erfindungsgemäßen Beschleunigungsschalter 1 umgestaltet,
wobei lediglich eine seismische Masse an einer der Federzungen und ein Formkörper
im oder am Reedschaltergehäuse angeordnet ist.
[0020] Die Federzunge 11 kann einen lokalen Masseanstieg als seismische Masse aufweisen.
Ein lokaler Masseanstieg an der Federzunge 11 ist dann hinfällig, wenn die Federzunge
11 selbst eine ausreichende Massenträgheit aufweist.
[0021] Der Beschleunigungsschalter 1 kann auch als Umschalter ausgeführt werden. Dazu ist
die Federzunge 11 in ihrer Ruhelage mit einem weiteren Kontaktstück elektrisch leitend
verbunden. Die elektrisch leitende Verbindung zwischen Federzunge 11 und weiterem
Kontaktstück entsteht durch eine Berührung des freien Endes der Federzunge mit dem
weiteren Kontaktstück oder durch eine Berührung der seismischen Masse 2 mit dem weiteren
Kontaktstück, sofern die seismische Masse 2 aus elektrisch leitendem Material hergestellt
ist. Demzufolge kann auch der Formkörper 3, insbesondere in seiner Ausgestaltung als
biegesteifer Stift, die Funktion des weiteren Kontaktstücks übernehmen, sofern der
Formkörper 3 aus elektrisch leitendem Material hergestellt ist. Für die elektrische
Isolation des weiteren Kontaktstücks gegen das Gehäuse 13 und seine Anordnung im oder
am Gehäuse 13 gelten die Ausführungen für die Federzunge 11 und das Kontaktstück 12.
[0022] In seiner Ausführungsform gemäß Figur 2 weist der Beschleunigungsschalter 1 ein Gehäuse
13 aus Metall auf, in dem eine Federzunge 11 mit einer seismischen Masse 2 angeordnet
ist. Ein Kontaktstück 12 ist mittels einer Druckglas-Einschmelzung 14 elektrisch isoliert
durch das Gehäuse 13 geführt. Der Hohlraum im Inneren des Gehäuses 13 ist mit Schutzgas
angefüllt.
[0023] Durch eine lokale Gehäusevertiefung 15 ist die Federzunge 11 vorgespannt. Die durch
die Vorspannung verursachte zusätzliche Federkraft verhindert ein Schwingen der Federzunge
11.
[0024] Die vorgestellten Ausführungsformen von Beschleunigungsschaltern 1 sind im stationären
Zustand offen. Sie können im stationären Zustand ebenso geschlossen sein und bei einer
Beschleunigungskraft, die einen definierten Grenzwert übersteigt, öffnen.
[0025] Die Ausgestaltung des Beschleunigungsschalters 1 als Umschalter hat zum einen den
Vorteil, daß während des Fertigungsprozesses Bestückungszustände des Beschleunigungsschalters
1 erkannt werden können, zum anderen, daß mit der Abgabe eines Signals im Ruhezustand
des Beschleunigungsschalters 1 ein zusätzliches Merkmal zum Erkennen von defekten
Schalterbauteilen und eines Lötstellenbruches an einer Verbindung zwischen weiterem
Kontaktstück, Federzunge 11 und einer eine Auswerteschaltung tragende Platine erkannt
wird.
[0026] Der Beschleunigungsschalter 1 kann als Safing-Sensor im Kraftfahrzeug zur Aufprallerkennung
und Ansteuerung von Sicherheitseinrichtungen eingesetzt werden. Der erfindungsgemäße
Beschleunigungsschalter 1 eignet sich dabei für die Erkennung eines Front- und Heckaufpralls
wie auch für die Erkennung eines Seitenaufpralls oder eines Aufpralls aus jeder anderen
Richtung. Bei dem Einsatz des Beschleunigungsschalters 1 als Safing-Sensor zur Seitenaufprallerkennung
weist der Beschleunigungsschalter 1 einen Schaltweg, der als Abstand zwischen der
Federzunge 11 in ihrere Ruhelage und dem Kontaktstück 12 definiert ist, vorzugsweise
kleiner als 300 µm, bzw. 150 µm auf, um kurze Schaltzeiten zu erzielen.
[0027] Der Schaltweg bestimmt neben der Federkraft der Federzunge 11 und der auf die Federzunge
11 und seismische Masse 2 wirkende Beschleunigungskraft die Schließzeit des Beschleunigungsschalters.
Die Schließzeit, die ab Auslenkung der Federzunge 11 aus ihrer Ruhelage bis zum Schließen
der Kontakte zwischen Federzunge 11 und Kontaktstück 12 gemessen wird, darf etwa 3
Millisekunden nicht überschreiten, da ein Seitenairbagsystem bei einem Aufprall etwa
5 Millisekunden ab Aufprallbeginn ausgelöst haben muß und etwa 2 Millisekunden verstreichen,
bis die Beschleunigung den Schwellwert erreicht hat, ab dem die Federzunge des Beschleunigungsschalters
ihre Ruhelage verläßt. Unter Berücksichtigung der Tatsache, daß der Safing-Sensor
eines Airbag-Auslösesystems zu einem Zeitpunkt vor dem eigentlichen Auslösezeitpunkt
ein Signal abgeben soll, beträgt die Schaltzeit weniger als 3 Millisekunden. Ein extrem
kurzer Schaltweg ist dabei im Sinne einer kurzen Schaltzeit der entscheidende Parameter.
[0028] Der Beschleunigungsschalter 1 kann mit einem weichen Kunststoff umspritzt werden,
um ihn gegen mechanische Einwirkungen und einen Aufprall nach einem Fallenlassen zu
schützen. Mit der zusätzlichen Kunststoffschicht ist der Beschleunigungsschalter 1
auch in der Fertigung einfacher zu handhaben. Er kann zudem als SMD-Bauteil ausgeführt
werden.
[0029] Durch die Anwendung von in ihren Abmessungen kleinen Federzungen/Kontaktstücken weist
der erfindungsgemäße Beschleunigungsschalter 1 ein kleines Volumen und Gewicht auf,
das in der Größenordnung eines herkömmlichen Reedschalters liegt , bei seiner erfindungsgemäßen
Ausgestaltung als Schutzgas-Kontakt im Metallgehäuse noch weit darunter. Durch die
erfindungsgemäße Modifizierung handelsüblicher Bauteile wie z.B. eines Reedschalters
oder eines Schutzgas-Kontakts im Metallgehäuse, werden zudem fertigungstechnische
Schritte reduziert. Die Bauelementeanzahl des erfindungsgemäßen Beschleunigungsschalters
1 ist minimiert.
1. Mechanischer Beschleunigungsschalter (1) in einem Gehäuse (13),
- mit einer an einer elektrisch leitenden Federzunge (11) angeordneten seismischen
Masse (2), und
- mit einem Kontakstück (12), dadurch gekennzeichnet, daß
- die seismische Masse (2) stationär durch eine zusätzlich zur Federkraft der Federzunge
(11) wirkende Kraft in ihrer Ruhelage gehalten wird, und
- wobei ein Abstand zwischen der Federzunge (11) in ihrer Ruhelage und dem Kontaktstück
(12) von kleiner als 300 µm vorhanden ist.
2. Beschleunigungsschalter nach Anspruch 1, bei dem die seismische Masse (2) ein Magnet
ist und mit einem Formteil (3) aus einem Material mit hoher Permeabilität einen Magnetkreis
bildet, wobei seismische Masse (2) und Formteil (3) in der Ruhelage der seismichen
Masse (2) minimalen Abstand aufweisen und das Formteil (3) im oder am Gehäuse (13)
angeordnet ist.
3. Beschleunigungsschalter nach Anspruch 2, bei dem das Formteil (3) ein biegesteifer
Stift ist, der parallel zu der Federzunge (11) durch das Gehäuse (13) geführt ist.
4. Beschleunigungsschalter nach Anspruch 1, bei dem der Abstand zwischen der Federzunge
(11) in ihrer Ruhelage und dem Kontaktstück (12) kleiner als 150 µm ist.
5. Beschleunigungsschalter nach Anspruch 1, bei dem das Kontaktstück (12) eine Federzunge
ist.
6. Beschleunigungsschalter nach Anspruch 5, bei dem das Kontaktstück (12) biegesteifer
als die Federzunge (11) ist.
7. Beschleunigungsschalter nach Anspruch 1, bei dem das Gehäuse (13) zumindest teilweise
aus Glas hergestellt ist und mit Schutzgas gefüllt ist.
8. Beschleunigungsschalter nach Anspruch 1, bei dem Gehäuse (13), Federzunge (11) und
Kontaktstück (12) als Reedschalter ausgebildet sind.
9. Beschleunigungsschalter nach Anspruch 1, bei dem die Federzunge (11) vorgespannt ist.
10. Beschleunigungsschalter nach Anspruch 1, bei dem Gehäuse (13), Federzunge (11) und
Kontaktstück (12) als Schutzgas-Kontakt im Metallgehäuse ausgebildet sind.
11. Beschleunigungsschalter nach Anspruch 1, bei dem die Federzunge (11) in ihrer Ruhelage
mit einem Formkörper (3) elektrisch leitend verbunden ist.
12. Beschleunigungsschalter nach Anspruch 3, bei dem die Federzunge (11) in ihrer Ruhelage
mit dem Formkörper (3) elektrisch leitend verbunden ist.
13. Beschleunigungsschalter nach Anspruch 1, bei dem die Federzunge (11) einen lokalen
Masseanstieg als seismische Masse (2) aufweist.
14. Beschleunigungsschalter nach Anspruch 1, bei dem die Federzunge (11) an ihrem freien
Ende einen Bereich aufweist, der durch Berührungspunkte zwischen der Federzunge (11)
und dem Kontaktstück (12) bei der aus ihrer Ruhelage ausgelenkten Federzunge (11)
festgelegt ist und daß die seismische Masse (2) nahe an diesem Bereich angeordnet
ist.
15. Beschleunigungsschalter nach Anspruch 1, bei dem die Federzunge (11) oder das Kontaktstück
(12) durch das Gehäuse (13) geführt ist.
1. Mechanical inertia switch (1) in a housing (13),
- having an inertial mass (2) arranged on an electrically conductive elastic tongue
(11), and
- having a contact piece (12), characterized in that
- the inertial mass (2) is kept stably in its neutral position by a force which acts
in addition to the spring force of the elastic tongue (11), and
- there being a distance between the elastic tongue (11) in its neutral position and
the contact piece (12) of less than 300 µm.
2. Inertia switch according to Claim 1, in which the inertial mass (2) is a magnet and,
with a shaped part (3) made of material having high permeability, forms a magnetic
circuit, the inertial mass (2) and the shaped part (3) having a minimal separation
in the neutral position of the inertial mass (2), and the shaped part (3) being arranged
in or on the housing (13).
3. Inertia switch according to Claim 2, in which the shaped part (3) is a flexurally
stiff pin which is guided through the housing (13) parallel to the elastic tongue
(11).
4. Inertia switch according to Claim 1, in which the distance between the elastic tongue
(11) in its neutral position and the contact piece (12) is less than 150 µm.
5. Inertia switch according to Claim 1, in which the contact piece (12) is an elastic
tongue.
6. Inertia switch according to Claim 5, in which the contact piece (12) has greater flexural
stiffness than the elastic tongue (11).
7. Inertia switch according to Claim 1, in which the housing (13) is at least partially
made of glass and is filled with protective gas.
8. Inertia switch according to Claim 1, in which the housing (13), elastic tongue (11)
and contact piece (12) are designed as a reed switch.
9. Inertia switch according to Claim 1, in which the elastic tongue (11) is preloaded.
10. Inertia switch according to Claim 1, in which the housing (13), the elastic tongue
(11) and the contact piece (12) are designed as a dry reed switch contact in a metal
housing.
11. Inertia switch according to Claim 1, in which, in its neutral position, the elastic
tongue (11) is electrically connected to a shaped body (3).
12. Inertia switch according to Claim 3, in which, in its neutral position, the elastic
tongue (11) is electrically connected to the shaped body (3).
13. Inertia switch according to Claim 1, in which the elastic tongue (11) has a local
supplementary mass as the inertial mass (2).
14. Inertia switch according to Claim 1, in which, at its free end, the elastic tongue
(11) has a region which is defined by contact points between the elastic tongue (11)
and the contact piece (12) when the elastic tongue (11) is deflected from its neutral
position, and the inertial mass (2) is arranged in the vicinity of this region.
15. Inertia switch according to Claim 1, in which the elastic tongue (11) or the contact
piece (12) is guided through the housing (13).
1. Contacteur d'accélération mécanique (1) dans un boîtier (13) comportant :
- une masse sismique (2) placée sur une lame de ressort conductrice de l'électricité
(11), et
- une pièce de contact (12)
caractéristisé en ce que
- la masse sismique (2) est maintenue immobile dans sa position de repos par une force
qui s'exerce en plus de la force élastique de la lame de ressort (11), et
- une distance entre la lame de ressort (11) dans sa position de repos et la pièce
de contact (12) étant inférieure à 300 µm.
2. Contacteur d'accélération selon la revendication 1, dans lequel la masse sismique
(2) est un aimant et forme un circuit magnétique avec une pièce façonnée (3) faite
d'un matériau de forte perméabilité, la masse sismique (2) et la pièce façonnée (3)
dans la position de repos de la masse sismique (2) ayant une distance minimale et
la pièce façonnée (3) étant fixée dans le boîtier (13) ou à celui-ci.
3. Contacteur d'accélération selon la revendication 2, dans lequel la pièce façonnée
(3) est une broche résistante à la flexion, qui traverse le boîtier (13) parallèlement
à la lame de ressort (11).
4. Contacteur d'accélération selon la revendication 1, dans lequel la distance entre
la lame de ressort (11) dans sa position de repos et la pièce de contact (12) est
inférieure à 150 µm.
5. Contacteur d'accélération selon la revendication 1, dans lequel la pièce de contact
(12) est une lame de ressort.
6. Contacteur d'accélération selon la revendication 5, dans lequel la pièce de contact
(12) est plus résistante à la flexion que la lame de ressort (11).
7. Contacteur d'accélération selon la revendication 1, dans lequel le boîtier (13) est
au moins partiellement en verre et rempli d'un gaz de protection.
8. Contacteur d'accélération selon la revendication 1, dans lequel le boîtier (13), la
lame de ressort (11) et la pièce de contact (12) ont la forme d'un commutateur reed.
9. Contacteur d'accélération selon la revendication 1, dans lequel la lame de ressort
(11) est précontrainte.
10. Contacteur d'accélération selon la revendication 1, dans lequel le boîtier (13), la
lame de ressort (11) et la pièce de contact (12) constituent un contact avec gaz de
protection dans un boîtier en métal.
11. Contacteur d'accélération selon la revendication 1, dans lequel la lame de ressort
(11) dans sa position de repos est reliée électriquement à une pièce façonnée (3).
12. Contacteur d'accélération selon la revendication 3, dans lequel la lame de ressort
(11) dans sa position de repos est reliée électriquement à la pièce façonnée (3).
13. Contacteur d'accélération selon la revendication 1, dans lequel la lame de ressort
(11) comporte un accroissement local de masse comme masse sismique (2).
14. Contacteur d'accélération selon la revendication 1, dans lequel la lame de ressort
(11) comporte, à son extrémité libre, une zone qui est déterminée par des points de
contact entre la lame de ressort (11) et la pièce de contact (12), lorsque la lame
de ressort (11) est écartée de sa position de repos et que la masse sismique (2) est
placée près de cette zone.
15. Contacteur d'accélération selon la revendication 1, dans lequel la lame de ressort
(11) ou la pièce de contact (12) traverse le boîtier (13).
