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(11) |
EP 0 803 334 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.01.2002 Patentblatt 2002/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 18.02.1997 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B26D 1/00 |
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Kreismesser
Rotary knife
Couteau rotatif
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DK FI FR GB IT NL SE |
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Priorität: |
26.04.1996 DE 19616678
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.10.1997 Patentblatt 1997/44 |
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Patentinhaber: Indunorm Hydraulik GmbH |
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47269 Duisburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Becker, Robert
40595 Düsseldorf (DE)
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Vertreter: Röther, Peter, Dipl.-Phys. |
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Patentanwalt Vor dem Tore 16a 47279 Duisburg 47279 Duisburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 144 468 EP-A- 0 330 729 DE-A- 2 902 661 US-A- 1 723 843 US-A- 3 981 216
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EP-A- 0 327 530 BE-A- 657 057 DE-C- 889 831 US-A- 1 975 219 US-A- 5 078 035
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Kreismesser, insbesondere zum Schneiden von mit Bewehrungen
verstärkten Hydraulikschläuchen, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 oder des Anspruchs
2.
[0002] Derartige Kreismesser werden aus Werkzeugstahl, Schnellarbeitsstahl, Hartmetall,
sowie sonstigen Spezialwerkstoffen gefertigt, wobei der Schneidenbereich beschichtet
bzw. oberflächenbehandelt sein kann.
[0003] Sie werden neben dem Schneiden von mit Bewehrungen verstärkten Hydraulikschläuchen
auch zum Schneiden von anderen Schläuchen, von Gummi- und Kunststoffteilen mit und
ohne Stahl-, Nichteisenmetall-, Kunststoff- und anderen Armierungen und Verstärkungen
eingesetzt.
[0004] Bekannt sind Kreismesser mit glatter Schneide und solche mit gezahnter oder geschlitzter
Schnittkante sowie Messer mit speziellem Schliff, beispielsweise mit Kullenschliff.
Die Messer mit glatter Schnittkante haben den Nachteil, daß sie - je nach Belastung
- häufig nachgeschliffen werden müssen, um eine gleichbleibend gute Schnittqualität
zu erhalten. Hierdurch entsteht ein erheblicher zeitlicher Aufwand für das Wechseln
des Kreismesser und das Versenden zum Nachschleifen sowie erhebliche Kosten für den
Nachschleifvorgang.
[0005] Neben dem Nachteil verringerter Schnittqualität haftet stumpfen Kreismessern mit
glatter Schnittkante der Nachteil starker Überhitzung beim Schneiden an. Überhitzungen
resultieren aber auch aus Fehlern beim Schneiden, wie zum Beispiel, wenn das Schnittgut
eine zu geringe Vorspannung aufweist oder ein zu schneller oder zu langsamer Vorschub
beim Schneiden vorliegt.
[0006] Gerade bei der Serienproduktion und insbesondere beim Schneiden von Schläuchen mit
Spiraldrahteinlagen, kommt es ebenfalls zu Überhitzungen, die zu Gefügeveränderungen
im Schneidenbereich, zu Wärmespannungen und Rissbildungen führen. Als Folge der Rissbildung
entstehen Materialausbrüche am Schneidenumfang.
[0007] In vielen Fällen ist ein derart beschädigtes Messer auch durch Nachschleifen, d.h.
durch Wegschleifen der Bruchstellen, nicht wieder herstellbar. Die feinen Risse und/oder
die Gefügeveränderungen führen nach kurzem Einsatz oft erneut zu Rissbildungen und
Ausbrüchen.
[0008] Es sind daher bereits Kreismesser entwickelt worden, die an ihrem Umfang verzahnt
sind, wobei die Zahnsegmente von gleichlangen Schlitzen begrenzt werden. Diese Ausführungen
besitzen bessere Eigenschaften und Standzeiten als Messer mit glatter Schnittkante.
Die am Umfang des Kreismessers angeordneten Schlitze vermeiden stärkere Überhitzungen
im Bereich der Schneide und gewährleisten im Neuzustand eine geringere Neigung zu
Rissbildungen und Ausbrüchen, die nach verschleißbedingter Verringerung der Zahnhöhe
bzw. Schlitztiefe jedoch wieder zunimmt. Das gilt auch, wenn die Abstände zwischen
den Schlitzen zu groß sind.
[0009] Aus der US-A-1 975 219 ist darüber hinaus ein Kreismesser bekannt, bei dem vom Umfang
radial verlaufende Schlitze mit zwei aufeinander abwechselnden Tiefen vorgesehen sind.
Würde ein derartiges Messer zum Schneiden von mit Bewehrungen verstärkten Hydraulikschläuchen
eingesetzt, ergäben sich die zuvor genannten Nachteile.
[0010] Das zuvor Gesagte gilt zwangsläufig auch für den Fall, daß ein derartiges Messer
öfter nachgeschliffen worden ist. Im Extremfall erhält man dann wieder ein Kreismesser
mit glatter Schnittkante, welches mit den oben beschriebenen Nachteilen behaftet ist.
Es ist zwar möglich, die Verzahnung bzw. Schlitzung an dem verschlissen Kreismesser
zu erneuern, was jedoch sehr aufwendig und sehr teuer ist.
[0011] Der Erfindung liegt ausgehend von einem Stand der Technik, wie er oben beschrieben
worden ist, die Aufgabe zugrunde, ein Kreismesser zu schaffen, welches zum einen durch
seine besondere Schneidengeometrie weniger oder gar nicht zu Überhitzungen neigt,
wodurch die Standzeit erhöht wird und welches im Bedarfsfall öfter nachgeschliffen
werden kann, ohne daß es seine vorteilhaften Eigenschaften verliert.
[0012] Die Erfindung löst diese Aufgabe gemäß Anspruch 1 dadurch, daß die Tiefe der Schlitze
in periodischem Wechsel zumindest drei verschiedene Maße aufweist, derart, daß auf
einen maximal langen Schlitz, der bis in den Bereich des Fasenbeginns oder darüber
hinaus verläuft, zunächst ein minimal langer Schlitz folgt, auf den wiederum ein Schlitz
folgt, der in seiner Länge zwischen den ersten beiden liegt, gefolgt wiederum von
einem minimal langen, daß als Zahnsegment-Breite der Abstand zwischen zwei maximal
langen Schlitzen definiert ist und das Verhältnis von Segmentbreite zur Schlitztiefe
> 1,2 beträgt und der Winkel zwischen den Schlitzen (4) und dem Radius zwischen 10°
und 20° beträgt.
[0013] Die Erfindung löst diese Aufgabe darüber hinaus gemäß dem nebengeordneten Anspruch
2.
[0014] Derartig ausgebildete Kreismesser weisen die folgenden gemeinsamen Vorteile auf:
[0015] Es wird ein maximaler Selbstkühleffekt durch erzwungene Konvektion im Schneidenbereich
durch die optimierte Abstufung von möglichst vielen Schlitzen/Langlöchern mit größtmöglicher
Länge derselben erzielt. Die erzwungene Konvektion kommt zustande durch die Relativbewegung
zwischen den im Schneidenbereich am Umfang angeordneten Schlitzen und der nahezu stehenden
Umgebungsluft. Hierdurch wird die entstehende Reibungswärme an der Schneide und deren
Flanken schnell abgeführt. Das wird bei der Alternative gemäß Anspruch 1 durch die
besondere Anzahl, besondere Anordnung der Schlitze sowie durch das besondere Verhältnis
von Segmentbreite zu Schlitztiefe erreicht.
[0016] Durch die unterschiedlich langen Schlitze ergibt sich somit eine Verwirbelung der
Luft, die den angesprochenen Selbstkühleffekt noch verstärkt.
[0017] Eine derartige periodische Abstufung in der angegebenen Reihenfolge in Verbindung
mit dem schrägen Schlitzverlauf relativ zum Radius gesehen sorgt darüber hinaus für
eine verbesserte Schnittqualität bei optimaler Stabilität und verhindert das Ausbrechen
von Segmenten.
[0018] Somit erhöht sich die Gesamtlebensdauer des Messers, zumal durch die Schneidengeometrie
bedingt ein wiederholtes Nachschleifen des Messers möglich ist, ohne daß sich zunächst
die Geometrie und damit die vorteilhaften Eigenschaften verändern.
[0019] Es ist zwar im Stand der Technik (DE-A-29 02 661) bereits ein kreisförmiges Sägeblatt
bekannt, das an seinem Umfang eine übliche Zahnung aufweist, wobei allerdings in größeren
Abständen verschieden lange Schlitze angeordnet sind, die teilweise fast bis zur Mittelbohrung
des Sägeblattes reichen.
[0020] Diese Schlitze haben jedoch gemäß der DE-A-29 02 661 eine andere Aufgabe als die
Schlitze beim erfindungsgemäßen Kreismesser. Die vorbekannten Schlitze sollen dazu
dienen, Resonanzkatastrophen im Sägeblatt zu verhindern.
[0021] Die gleichen Vorteile wie bei der ersten Alternative werden bei der Alternative gemäß
Anspruch 2 durch die Kombination von Schlitzen und Langlöchern, die mit diesen fluchten,
erreicht.
[0022] Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 2 handelt es sich um einen durchgehenden Schlitz,
auf den eine Schlitz-/Langlochkombination bestehend aus einem kürzeren Schlitz und
sich beispielsweise drei anschließenden Langlöchern folgt, auf die eine weitere Schlitz-/Langlochkombination
bestehend aus einem längeren Schlitz und einem sich anschließenden längeren Langloch
folgt. Anschließend beginnt eine neue Periode aus Schlitz bzw. Schlitz-/Langlochkombinationen.
[0023] Beim Ausführungsbeispiel gemäß Anspruch 2 hat jede Schlitz-/Langlochkombination die
gleiche Länge, endet also auf einer gemeinsamen Kreislinie, wobei gemäß Anspruch 3
das Ende der Schlitz-/Langlochkombinationen auf der Kreislinie eine keisförmige Aufweitung
aufweist. Durch diese kreisförmigen Bohrungen wird zusätzlich zum Verwirbelungseffekt
erreicht, daß der Neigung zu Wärmespannungen und den nachfolgenden Rissbildungen und
Ausbrüchen entgegengewirkt wird.
[0024] Derartige kreisförmige Aufweitungen könen selbstverständlich auch bei der Alternative
gemäß Anspruch 1 verwirklicht sein.
[0025] Der Anspruch 4 schlägt eine weitere Ausführungsform von Schlitz-/Langlochkombinationen
vor, die so ausgestaltet ist, daß an einen Schlitz mit fluchtendem Langloch eine Kombination
aus zwei miteinander fluchtenden Langlöchern folgt, die versetzt zum benachbarten
Langloch der Schlitz-/Langlochkombination angeordnet sind.
[0026] Möglich ist auch eine Ausführungsform, bei der mit den in regelmäßigen Abständen
am Umfang angeordneten Schlitzen jeweils zwei Langlöcher fluchten.
[0027] Wird ein derartiges Messer im Laufe seiner Betriebszeit stumpf, kann es problemlos
nachgeschliffen werden, so, daß sich wieder eine zumindest ähnliche Konstellation
der Schlitz-/Langlochkombinationen ergibt.
[0028] Die Teilung sollte so groß wie möglich gewählt werden, ohne die Stabilität der entstehenden
Segmente zu gefährden. Gemäß Anspruch 5 sollte das Verhältnis von Segmentbreite zu
Schlitztiefe > 1,2 betragen. Bei vorgegebener Teilung erhält man die Segmentbreite
und damit die maximal zulässige Schlitztiefe. Bei der erfindungsgemäßen Ausführung
mit drei- oder mehrfacher Abstufung der Schlitztiefen wird als Segmentbreite der Abstand
zwischen zwei Schlitzen gleicher Länge definiert.
[0029] Bevorzugt wird gemäß Anspruch 6 die Schlitzbreite bzw. auch die Breite der Langlöcher
zwischen 1 mm und 1,2 mm gewählt. Bei geringerer Breite setzt sich Staub in den Schlitzen
bzw. Langlöchern fest, der die Kühlung negativ beeinflußt. Schlitzbreiten, die größer
als 1,2 mm sind, führen zu negativen Auswirkungen in der Qualität des Schnittes.
[0030] Gemäß Anspruch 7 sind die Schlitze bzw. die Schlitze und die mit ihnen fluchtenden
Langlöcher in einem Winkel von 10° bis 20° in Drehrichtung gegen den Radius geneigt,
so daß in Drehrichtung der Beginn des Schlitzes am Umfang des Kreismessers dem Ende
des Schlitzes bzw. der Schlitz-/Langlochkombination nacheilt.
[0031] In einer bevorzugten Ausführungsform gemäß Anspruch 8 beträgt der Winkel 15°.
[0032] Eine weitere Verbesserung der Standzeit bis zum Nachschleifen der Schneide wird durch
einen relativ spitzen Fasenwinkel der Schneide erreicht, die gemäß Anspruch 9 doppelfasig
ausgebildet ist und einen Fasenwinkel von > 3°, vorzugsweise 3 - 4° aufweist. Eine
Vorfase ist hierbei nicht notwendig.
[0033] Eine weitere Steigerung der Standzeit des Messers und eine Verbesserung der Schnittqualität
wird gemäß Anspruch 10 dadurch erreicht, daß der Schneidenbereich beschichtet ist,
wobei gemäß Anspruch 11 die Beschichtung aus Titan bestehen kann, oder gemäß Anspruch
12 aus Titancarbonnitrid.
[0034] Die Härte des Messermaterials beträgt nach Anspruch 13 beispielsweise mehr als 60
HRC in der Ausführung aus Schnellarbeitsstahl.
[0035] Durch die Erfindung wird somit ein Kreismesser erhalten, welches durch die besondere
Geometrie der Schneide, durch die gewählte Härte des Materials und durch etwaige Beschichtungen
im Schneidenbereich eine deutlich verlängerte Lebensdauer aufweist und welches bei
Bedarf mehrmals nachgeschliffen werden kann, ohne daß sich an der besonderen Geometrie
der Schneide viel ändert, so daß die Vorteile, die ein neues Messer aufweist, auch
dann noch in etwa gegeben sind.
[0036] Die Erfindung wird im folgenden anhand von Zeichnungen dargestellt und näher erläutert.
[0037] Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine erste Ausführungsform eines Kreismessers mit geschlitzter Schneide,
- Fig. 2:
- ein Kreismesser gemäß Fig. 1 im Schnitt,
- Fig. 3:
- in vergrößerter Darstellung einen Ausschnitt aus Fig. 1,
- Fig. 4:
- eine Ausführungsform eines Kreismessers mit Schlitz-/Langlochkombinationen im Schneidenbereich,
- Fig. 5:
- in vergrößerter Darstellung eine Einzelheit aus Fig. 4,
- Fig. 6:
- eine Ausführungsform wie in Fig. 1, jedoch mit größerer Teilung,
- Fig. 7:
- in vergrößerter Darstellung eine Einzelheit aus Fig. 6.
[0038] In den Fig. 1, 4 und 6 ist jeweils ein Quadrant eines Kreismessers darstellt, das
allgemein mit dem Bezugszeichen 1 versehen ist.
[0039] Wie aus Fig. 2 zu entnehmen ist, ist die Schneide 2 bei allen Ausführungsformen doppelfasig
ausgebildet, wobei der Fasenwinkel beispielsweise 4° beträgt, aber auch 3° betragen
kann.
[0040] Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 und 3 ist der Schneidenbereich gezahnt ausgebildet,
wobei die einzelnen Zahnsegmente 3 durch Schlitze 4 gebildet sind, die sich in einem
Winkel relativ zum Radius r von im vorliegenden Beispiel 15° vom Umfang in Richtung
Fasenbeginn 5 erstrecken. Dabei eilt in Drehrichtung des Messers der Schlitzanfang
am Umfang der Schneide 2 dem Schlitzende nach. Wie aus den Fig. 1 und 3 ersichtlich,
weisen die Schlitze 4 in periodischer Folge unterschiedliche Tiefen auf. So folgt
auf einen maximal langen Schlitz 4 ein minimal langer, auf den wiederum ein Schlitz
folgt, dessen Tiefe etwa die Hälfte der Länge des maximal langen Schlitzes und das
doppelte des minimal langen Schlitzes aufweist. Hieran schließt sich erneut ein minimal
langer Schlitz an, worauf die Periode von neuem beginnt.
[0041] Es ist hier eine Teilung von 112 gewählt, wobei die Schlitztiefe bei einem Kreisdurchmesser
von 300 mm 5, 10 und 20 mm und die Schlitzbreite 1,2 mm beträgt. Der längste Schlitz
4 endet im Bereich des Fasenbeginns 5.
[0042] In den Fig. 4 und 5 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt.
[0043] Hier ist ein maximal langer Schlitz 4 vorgesehen, der im Bereich des Fasenbeginns
5 endet. Auf diesen durchgängigen Schlitz 4 folgt eine Schlitz-/Langlochkombination
4, 6, wobei der Schlitz eine minimale Länge aufweist und sich - mit diesem fluchtend
- drei hintereinander angeordnete Langlöcher 6 anschließen. Das letzte Langloch 6
endet auf der gleichen Kreislinie wie der maximal lange Schlitz 4.
[0044] Auf diese Schlitz-/Langlochkombination 4, 6 folgt eine weitere Schlitz-/Langlochkombination,
deren Schlitz 4 eine Tiefe aufweist, die zwischen denen des maximal langen Schlitzes
4 und des minimal langen Schlitzes der vorhergehenden Kombination liegt. Mit diesem
mittellangen Schlitz fluchtet ein Langloch 6, dessen Länge so gewählt ist, daß es
auf der gleichen Kreislinie endet wie der maximal lange Schlitz 4.
[0045] Die auf dieser Kreislinie endenden Schlitze 4 und Langlöcher 6 sind an diesem Ende
mit kreisförmigen Aufweitungen 8 versehen.
[0046] Derartige Aufweitungen 8 können selbstverständlich ebenfalls bei den Schlitzen, bzw.
Schlitz-/Langlochkombinationen der zuvor beschriebenen Ausführungsformen verwirklicht
sein.
[0047] Der Neigungswinkel der Schlitze bzw. Schlitz-/Langlochkombinationen beträgt wie bei
den anderen Beispielen 15°, die Breite der Schlitze 4 bzw. Langlöcher 6 beträgt 1,2
mm.
[0048] Allerdings ist im letztgenannten Beispiel eine Teilung von 200 gewählt, bei einem
Messerdurchmesser von 520 mm. Diese Maße sind jedoch lediglich beispielhaft genannt.
Prinzipiell ist bei vorgegebener Teilung das Verhältnis von Segmentbreite zur Schlitztiefe
> 1,2 zu wählen, wobei Segmentbreite jeweils als der Abstand zwischen Schlitzen 4
gleicher Tiefe definiert wird.
[0049] In den Fig. 6 und 7 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, das in etwa wie das
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 bis 3 aufgebaut ist, bei einem Messerdurchmesser
von 520 mm jedoch eine Teilung von 200 aufweist. Bei diesem letztgenannten Beispiel
reicht der maximal lange Schlitz noch über den Beginn der Fase 5 hinaus.
[0050] Bei allen Ausführungsformen ist das Schnittprinzip aufgrund der Geometrie der Schneide
eher ein Schneidschleifen. Mit der spitzwinkligen und durch Schlitze unterbrochenen
Schnittkante wird das Material, z.B. Gummi und die Verstärkungen (z.B. hochfester
Stahldraht) punkt- bzw, linienweise abgetragen, ähnlich wie beim Trennschleifen, aber
mit äußerst schmaler, definierter Schnittkante. Verstärkt wird der Schnittprozeß durch
die Impulswirkung der Segmente der Schneidkante.
[0051] Die strichpunktierte Linie 7 deutet den Beginn des Schneidenbereichs an, der mit
einer Beschichtung versehen ist, beispielsweise aus Titancarbonnitrid. Die Schichtdicke
kann 1,5 bis 4 µm betragen. Eine derartige Beschichtung kann selbstverständlich bei
allen Ausführungsformen verwirklicht sein.
1. Kreismesser (1), insbesondere zum Schneiden von mit Bewehrungen verstärkten Hydraulikschläuchen,
mit einer zumindest einseitig gefasten Schneide, deren Umfang gezahnt ist, wobei die
einzelnen Zahnsegmente (3) durch vom Umfang in einem festen Winkel zum Radius (r)
nach innen verlaufende Schlitze (4) voneinander getrennt sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Tiefe der Schlitze (4) in periodischem Wechsel zumindest drei verschiedene Maße
aufweist, derart, daß auf einen maximal langen Schlitz, der bis in den Bereich des
Fasenbeginns (5) oder darüber hinaus verläuft, zunächst ein minimal langer Schlitz
folgt, auf den wiederum ein Schlitz folgt, der in seiner Länge zwischen den ersten
beiden liegt, gefolgt wiederum von einem minimal langen, daß als Zahnsegment-Breite
der Abstand zwischen zwei maximal langen Schlitzen (4) definiert ist und das Verhältnis
von Segmentbreite zur Schlitztiefe > 1,2 beträgt und der Winkel zwischen den Schlitzen
(4) und dem Radius zwischen 10° und 20° beträgt.
2. Kreismesser (1), insbesondere zum Schneiden von mit Bewehrungen verstärkten Hydraulikschläuchen,
mit einer zumindest einseitig gefasten Schneide, deren Umfang gezahnt ist und die
einzelnen Zahnsegmente (3) durch vom Umfang in einem festen Winkel zum Radius (r)
nach innen verlaufende Schlitze (4) voneinander getrennt sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest jeder zweite Schlitz (4) mit mindestens einem Langloch (6,6') fluchtet,
dessen Breite in etwa gleich ist der Schlitzbreite, daß jede Schlitz-/Langlochkombination
(4,6,6') auf einer gemeinsamen Kreislinie endet und daß symmetrisch zu je einem bis
zur Kreislinie reichenden Schlitz (4) auf jeder Seite mindestens eine aus einem Schlitz
(4) und mindestens einem hiermit fluchtenden Langloch (6,6') bestehende Kombination
vorgesehen ist.
3. Kreismesser nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ende der Schlitz-/Langlochkombination (4,6,6') auf der Kreislinie eine kreisförmige
Aufweitung (8) aufweist.
4. Kreismesser nach einem der Ansprüche 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen zwei am Umfang des Messers (1) beginnenden Schlitz-/Langlochkombinationen
(4,6,) mindestens ein Langloch (6') vorgesehen ist, wobei dieses mindestens eine Langloch
(6') versetzt zum benachbarten Langloch (6) der Schlitz-/Langlochkombination (4,6,)
angeordnet ist.
5. Kreismesser nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Verhältnis von Segmentbreite zur Schlitztiefe > 1,2 beträgt, wobei Segmentbreite
der Abstand zwischen zwei Schlitzen (4) gleicher Tiefe ist.
6. Kreismesser nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schlitzbreite 1 bis 1,2 mm beträgt.
7. Kreismesser nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schlitze (4) in einem Winkel von 10° bis 20° in Drehrichtung gegen den Radius
(r) geneigt sind.
8. Kreismesser nach Anspruch 1 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Winkel 15° beträgt.
9. Kreismesser nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schneide (2) doppelfasig ausgebildet ist und einen Fasenwinkel von 3° bis 4°
aufweist.
10. Kreismesser nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schneidenbereich beschichtet ist.
11. Kreismesser nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Beschichtung aus Titan besteht.
12. Kreismesser nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Beschichtung aus Titancarbonnitrid besteht.
13. Kreismesser nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Härte des Messers > 60 HRC in der Ausführung aus Schnellarbeitsstahl beträgt.
1. A circular cutter (1), in particular for cutting hydraulic tubes reinforced with armouring,
comprising a blade chamfered on at least one side and toothed over its circumference,
wherein the individual tooth segments (3) are separated from one another by slits
(4) extending inwards from the circumference at a fixed angle to the radius (r), characterised in that the slits (4) have at least three different depths changing periodically so that
a slit of maximum length, extending into the region of the start (5) of the chamfer
or therebeyond, is followed first by a slit of minimum length, itself followed by
a slit of a length lying between the first two, in turn followed by a slit of minimum
length, and in that the distance between two slits (4) of maximum length is defined as the width of the
tooth segment, and the ratio of segment width to slit depth is > 1.2 and the angle
between the slits (4) and the radius is between 10° and 20°.
2. A circular cutter (1), in particular for cutting hydraulic tubes reinforced with armouring,
comprising a blade chamfered on at least one side and toothed over its circumference,
wherein the individual tooth segments (3) are separated from one another by slits
(4) extending inwards from the circumference at a fixed angle to the radius (r), characterised in that at least each second slit (4) is aligned with at least one slot (6, 6'), the width
of which is substantially equal to the width of the slit, in that each slit/slot combination (4, 6, 6') ends on a common circular line and in that at least one combination comprising a slit (4) and at least one slot (6, 6') aligned
therewith is provided on each side symmetrically to a slit (4) extending as far as
the circular line.
3. A circular cutter according to claim 2, characterised in that the end of the slit/slot combination (4, 6, 6') has a circular opening (8) on the
circular line.
4. A circular cutter according to either one of claims 2 and 3, characterised in that at least one slot (6') is provided between two slit/slot combinations (4, 6) starting
at the circumference of the cutter (1), this at least one slot (6') being offset relative
to the adjacent slot (6) of the slit/slot combination (4, 6).
5. A circular cutter according to any one of claims 2 to 4, characterised in that the ratio of segment width to slit depth is > 1.2, the segment width being the distance
between two slits (4) of equal depth.
6. A circular cutter according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the slit width is 1 mm to 1.2 mm.
7. A circular cutter according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the slits (4) are inclined at an angle of 10° to 20° to the radius (r) in the direction
of rotation.
8. A circular cutter according to claim 1 or 7, characterised in that the angle is 15°.
9. A circular cutter according to any one of claims 1 to 8, characterised in that the blade (2) is dual-chamfered and has a chamfer angle of 3° to 4°.
10. A circular cutter according to any one of claims 1 to 9, characterised in that the blade region is coated.
11. A circular cutter according to claim 10, characterised in that the coating comprises titanium.
12. A circular cutter according to claim 10, characterised in that the coating comprises titanium carbonitride.
13. A circular cutter according to any one of claims 1 to 12, characterised in that the hardness of the cutter is > 60 HRC when the cutter is made of high-speed steel.
1. Couteau circulaire (1), en particulier pour couper des tuyaux hydrauliques renforcés
avec des armatures, comportant une lame biseautée au moins d'un côté dont le pourtour
est denté, les différents segments de dent (3) étant séparés les uns des autres par
des fentes (4) qui s'étendent depuis le pourtour vers l'intérieur, selon un angle
fixe par rapport au rayon (r),
caractérisé
en ce que la profondeur des fentes (4) présente au moins trois cotes différentes, en une alternance
périodique, de manière qu'à une fente de longueur maximale, qui s'étend jusque dans
la zone du début de biseau (5) ou au-delà, succède d'abord une fente de longueur minimale,
à laquelle succède à son tour une fente dont la longueur se situe entre les deux premières,
suivie à son tour d'une fente de longueur minimale, en ce qu'il est défini comme largeur
du segment de dent la distance entre deux fentes (4) de longueur maximale et le rapport
de la largeur du segment à la profondeur de la fente est supérieur à 1,2, et l'angle
entre les fentes (4) et le rayon est compris entre 10° et 20°.
2. Couteau circulaire (1), en particulier pour couper des tuyaux hydrauliques renforcés
avec des armatures, comportant une lame biseautée au moins d'un côté dont le pourtour
est denté, les différents segments de dent (3) étant séparés les uns des autres par
des fentes (4) qui s'étendent depuis le pourtour vers l'intérieur, selon un angle
fixe par rapport au rayon (r),
caractérisé
en ce qu'au moins une fente (4) sur deux est alignée avec au moins un trou oblong (6, 6') dont
la largeur est approximativement égale à la largeur de fente, en ce que chaque combinaison
fente/trou oblong (4, 6, 6') se termine sur une ligne circulaire commune et en ce
que symétriquement à une fente (4), s'étendant jusqu'à la ligne circulaire, il est
prévu sur chaque côté au moins une combinaison constituée d'une fente (4) et d'au
moins un trou oblong (6, 6') aligné avec celle-ci.
3. Couteau circulaire selon la revendication 2,
caractérisé
en ce que l'extrémité de la combinaison fente/trou oblong (4, 6, 6') sur la ligne circulaire
présente un élargissement (8) de forme circulaire.
4. Couteau circulaire selon l'une des revendications 2 ou 3,
caractérisé
en ce qu'il est prévu, entre deux combinaisons fente/trou oblong (4, 6), commençant sur le
pourtour du couteau (1), au moins un trou oblong (6'), ce ou ces trous oblongs (6')
étant décalés par rapport au trou oblong (6) voisin de la combinaison fente/trou oblong
(4, 6).
5. Couteau circulaire selon l'une des revendications 2 à 4,
caractérisé
en ce que le rapport entre la largeur de segment et la profondeur de fente est supérieure à
1,2, la largeur de segment étant la distance entre deux fentes (4) de même profondeur.
6. Couteau circulaire selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé
en ce que la largeur de fente est de 1 à 1,2 mm.
7. Couteau circulaire selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé
en ce que les fentes (4) sont inclinées d'un angle de 10° à 20° dans le sens de rotation, par
rapport au rayon (r).
8. Couteau circulaire selon la revendication 1 ou 7,
caractérisé
en ce que l'angle est de 15°.
9. Couteau circulaire selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé
en ce que la lame (2) est à double biseau et présente un angle de biseau de 3° à 4°.
10. Couteau circulaire selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisé
en ce que la zone de la lame présente un revêtement.
11. Couteau circulaire selon la revendication 10,
caractérisé
en ce que le revêtement est en titane.
12. Couteau circulaire selon la revendication 10,
caractérisé
en ce que le revêtement est en carbonitrure de titane.
13. Couteau circulaire selon l'une des revendications 1 à 12,
caractérisé
en ce que la dureté du couteau est supérieure à 60 HRC dans la version en acier à coupe rapide.