[0001] Die Erfindung betrifft eine pneumatische Betätigungsanordnung mit einer Anzahl von
pneumatischen Verbrauchern, insbesonders Arbeitszylindern, deren Arbeitsräume über
Druckleitungen mit elektrisch betätigten Umschaltorganen verbunden sind, welche ihrerseits
über Versorgungsdruckleitungen mit einer gemeinsamen Druckquelle und über elektrische
Signalleitungen mit einer gemeinsamen Steuereinheit in Verbindung stehen.
[0002] Anordnungen der genannten Art sind heutzutage beispielsweise in Produktionsanlagen,
Transport- und Lagereinrichtungen und dergleichen weit verbreitet, da sie bei kleinen
Abmessungen und relativ einfacher Installation zuverlässig große Kräfte und bedarfsweise
auch große Verstellwege bereitstellen und zufolge der Elastizität des Arbeitsmediums
auch sonst etliche Vorteile gegenüber beispielsweise hydraulischen oder elektrischen
Antrieben haben. Obwohl beispielsweise beim direkten Vergleich einer hydraulisch betätigten
Zylinder/Kolben-Anordnung mit einer entsprechenden pneumatisch betätigten Anordnung
letztere im Hinblick auf die erforderlichen Anschlußleitungen für das Arbeitsmedium
unmittelbar den Vorteil bietet, daß die Volumsableitung vom jeweils drucklosen Arbeitsraum
üblicherweise einfach ins Freie erfolgen kann und nicht wieder zu einer Pumpe oder
dergleichen zurückgeführt werden muß, ergibt sich doch auch für einen derartigen pneumatischen
Arbeitszylinder in üblichen Betätigungsanordnungen der genannten Art eine Anzahl von
Anschlüssen, die hinsichtlich Aufbau, Unterbringung, Wartung usw. relativ großen Aufwand
bedingen und auch potentielle Fehlerquellen darstellen.
[0003] Zusammen mit den erforderlichen, heutzutage praktisch ausschließlich elektrisch betätigten
oder zumindest elektrisch vorgesteuerten Umschaltorganen ergeben sich beispielsweise
für einen pneumatischen Arbeitszylinder zwei Druckleitungen zur Verbindung der beiden
Arbeitsräume mit dem zugehörigen Umschaltorgan, eine Versorgungsdruckleitung zur Verbindung
des Umschaltorgans mit der Druckquelle sowie zumindest eine elektrische Signalleitung
zur Ansteuerung des Umschaltorgans von einer Steuereinheit aus. Wenn - was oft der
Fall ist - zumindest die beiden Endstellungen des Arbeitszylinders überwacht bzw.
der Steuerung rückgemeldet werden müssen, sind auch zusätzlich noch elektrische Signalleitungen
zwischen den entsprechenden Sensoren und der Steuereinheit erforderlich. All diese
Leitungen müssen verlegt und beidseitig mit den entsprechenden Anschlüssen verbunden
werden, was eine Menge an zusätzlichen Komponenten und Installationsaufwand erfordert.
[0004] Eine pneumatische Betätigungsanordnung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist in
der WO 94/04831 A dargestellt.
[0005] Von der Erkenntnis dieser Problematik bzw. deren negativer Auswirkung auf den Einsatz
derartiger Betätigungsanordnungen ausgehend sind in letzter Zeit entsprechende Anordnungen
bekannt geworden, bei denen die Umschaltorgane mehrerer, in der Gesamtanordnung benachbarter
pneumatischer Verbraucher zu sogenannten Ventil inseln zusammengefaßt sind. Auf einer
gemeinsamen Grundplatte sind dabei die erforderlichen Umschaltorgane mit einer gemeinsamen
Zuluftversorgung und einer zusammengefaßten elektrischen Ansteuerung montiert. Die
elektrische Ansteuerung kann entweder über einen Multipolstecker oder aber ein Bussystem
zusammengefaßt sein, wobei die Verwendung von Bussystemen insgesamt den nach heutigem
Stande der Technik geringsten Installationsaufwand bei Betätigungsanordnungen der
eingangs genannten Art ergibt. Nachteilig bleibt dabei ein trotz allem relativ hoher
Montageaufwand, da pro pneumatischem Verbraucher, wie insbesonders beispielsweise
pneumatischem Arbeitszylinder, nach wie vor zwei Druckluftschläuche (zwischen jedem
der Arbeitsräume und der Ventilinsel) und bedarfsweise auch zwei elektrische Signalleitungen
(zwischen den Positionssensoren und der Ventilinsel) zu verlegen und jeweils beidseitig
direkt anzuschließen bzw. mit Steckern zu versehen sind.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine pneumatische Betätigungsanordnung
der eingangs genannten Art so zu verbessern, daß unter Vermeidung der angesprochenen
Nachteile der bekannten Anordnungen der Installations- und Wartungsaufwand weiter
verringert werden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird bei einer pneumatischen Betätigungsanordnung der eingangs genannten
Art dadurch gelöst, daß die Umschaltorgane samt den Druckleitungen zu den Arbeitsräumen
unter Bildung einer Verbrauchereinheit jeweils unmittelbar an den Verbrauchern angeordnet
sind und daß die elektrischen Signalleitungen und die Versorgungsdruckleitungen jeder
Verbrauchereinheit in einer Kombileitung zusammengefaßt zwischen der Verbrauchereinheit
einerseits und einem mit der Druckquelle und der Steuereinheit verbundenen Zuluft/Signal-Verteiler
andererseits verlaufen. Damit ist nun unmittelbar erreicht, daß jeder einzelne Verbraucher,
also beispielsweise Arbeitszylinder, nur mehr über eine einzige Kombileitung mit dem
sonstigen System in Verbindung steht bzw. in Verbindung zu bringen ist, was im Hinblick
auf die Verlegung dieser Leitung bzw. die Herstellung der Verbindungen und dergleichen
große Vorteile bietet.
[0008] Die Anordnung von Umschaltventilen samt zugehörigen Druckleitungen zu den Arbeitsräumen
unmittelbar an pneumatischen Arbeitszylindern ist dabei an sich schon bekannt - neu
und vorteilhaft im vorliegenden Zusammenhang ist die Bildung der erwähnten Verbrauchereinheit,
welche über eine einzige Kombileitung mit dem zugeordneten Zuluft/Signal-Verteiler
verbunden ist.
[0009] Besonders bevorzugt ist eine weitere Ausgestaltung der Erfindung, gemäß welcher die
Kombileitungen beidseits Kombistecker zur gemeinsamen Verbindung mit den zugeordneten
Druckanschlüssen und elektrischen Anschlüssen aufweisen. Damit ist Montage und Demontage
der einzelnen Verbraucher bzw. Verteiler in einer derartigen pneumatischen Betätigungsanordnung
wesentlich vereinfacht, da beispielsweise vor dem Ausbau eines defekten Arbeitszylinders
oder dergleichen nur ein einziger Kombistecker gelöst bzw. abgenommen zu werden braucht.
[0010] Nach einer anderen bevorzugten Weiterbildung der Erfindung sind die Zuluft/Signal-Verteiler
mehrerer Verbrauchereinheiten blockartig zusammengefaßt und mit gemeinsamen Versorqungs-
und Signalleitungsanschlüssen versehen. Von der Druckquelle einerseits bzw. der Steuereinheit
andererseits geht damit jeweils nur eine einzige Leitungsverbindung zu einem derartigen
Zuluft/Signal-Verteilerblock, von welchem aus wiederum nur jeweils eine einzige Kombileitung
von jedem der Verteiler zum zugehörigen Verbraucher verläuft. Es ergibt sich eine
äußerst einfache Gesamtanordnung mit stark verringertem Montage- und Wartungsaufwand,
wobei auch Fehlerquellen beispielsweise durch einzelne vertauschte Steckverbindungen
oder dergleichen weitgehend ausgeschaltet sind.
[0011] Die Verbindung der Zuluft/Signal-Verteilerblöcke untereinander bzw. mit Druckquelle
und Steuereinheit kann in weiterer Ausgestaltung der Erfindung ebenfalls über Kombileitungen
und Kombistecker erfolgen, was weitere Vereinfachungsmöglichkeiten der Gesamtanordnung
bietet.
[0012] Bei einer pneumatischen Betätigungsanordnung, bei der wie eingangs bereits angesprochen
an den Verbrauchereinheiten Funktionssensoren, insbesonders an Arbeitszylindern Kolbenstellungs-Sensoren,
angeordnet und über elektrische Signalleitungen mit der Steuereinheit verbunden sind,
ist in weiters bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß auch die Signalleitungen
dieser Sensoren in den Kombileitungen und gegebenenfalls über die Kombistecker geführt
sind. Die Verbindung der wie beschrieben ausgestalteten Verbrauchereinheiten erfolgt
also nach wie vor nur über eine einzige Kombileitung, sodaß auch hier die oben beschriebenen
Vorteile der Erfindung voll zum Tragen kommen.
[0013] An den Verbrauchereinheiten sind nach einer anderen bevorzugten Ausgestaltung der
Erfindung Busknoten für die Signalleitungen angeordnet, wobei die dazwischenliegenden
sowie die zur Steuereinheit führenden Signalleitungen als Busverbindungen, vorzugsweise
nach dem bekannten ASI-Standard, ausgebildet sein können. Auch diese Maßnahme verbessert
bzw. vereinfacht Montage und Wartung der erfindungsgemäßen Betätigungsanordnung.
[0014] Die Erfindung wird im folgenden noch anhand der in der Zeichnung teilweise schematisch
dargestellten Ausführungen näher erläutert. Fig. 1 zeigt dabei ein Beispiel für eine
pneumatische Betätigungsanordnung mit Ventilinseln nach dem Stande der Technik; Fig.
2 zeigt in entsprechend schematischer Darstellung ein Beispiel für eine Anordnung
nach der vorliegenden Erfindung; Fig. 3 in detaillierterer Schrägansicht eine weitere
Anordnung nach der vorliegenden Erfindung; Fig. 4 in schematisch geschnittener Darstellung
die Verbindung eines Zuluft/Signal-Verteilers mit einer Verbrauchereinheit einer weiteren
erfindungsgemäß ausgebildeten Betätigungsanordnung; Fig. 5 einen teilweisen Schnitt
entlang der Linie V-V in der konkreten Ausführung nach Fig. 3, Fig. 6 einen Fig. 5
entsprechenden, vergrößerten Schnitt, wobei hier nur der abgenommene Kombistecker
dargestellt ist, und Fig. 7 zeigt ein Detail ähnlich VII in Fig. 3 teilweise geschnitten.
[0015] Die gemäß dem Stande der Technik ausgebildete pneumatische Betätigungsanordnung nach
Fig. 1 weist vier separate pneumatische Verbraucher 1 auf, die hier als Arbeitszylinder
für nicht weiter interessierende Aufgaben beispielsweise in einer Produktionsanlage
oder dergleichen ausgebildet sind. Die beidseits des nicht dargestellten Kolbens liegenden
Arbeitsräume sind jeweils über separate Druckleitungen 2 mit hier ebenfalls nicht
weiter dargestellten, elektrisch betätigten Umschaltorganen verbunden, die gemeinsam
in einer nur schematisch angedeuteten sogenannten Ventilinsel 3 zusammengefaßt sind.
Weiters sind auf den Verbrauchern 1 Funktionssensoren 4 angeordnet, die hier die Kolbenendstellungen
beispielsweise induktiv überwachen und über elektrische Signalleitungen 5 ebenfalls
mit der Ventilinsel 3 verbunden sind.
[0016] Die zumeist in der Nähe einer zusammengehörigen Gruppe von Verbrauchern 1 angeordneten
Ventil inseln 3 bzw. die dort zusammengefaßten Umschaltorgane für die Verbraucher
1 stehen auf hier ebenfalls nicht dargestellte Weise über Versorgungsdruckleitungen
mit einer gemeinsamen Druckquelle und über elektrische Signalleitungen mit einer gemeinsamen
Steuereinheit in Verbindung, der auch die Signale der Funktionssensoren 4 zugeführt
sind. Die elektrische Ansteuerung kann entweder über einen Multipolstecker oder ein
Bussystem zusammengefaßt sein, was den nach heutigem Stande der Technik geringsten
Installationsaufwand bei derartigen pneumatischen Betätigungsanordnungen ergibt.
[0017] Nachteilig bleibt ein trotz allem relativ hoher Montageaufwand, da pro pneumatischem
Verbraucher 1 nach wie vor zwei Druckleitungen 2 (zwischen jedem der Arbeitsräume
und der Ventilinsel 3) sowie auch zwei elektrische Signalleitungen 5 (zwischen den
Funktionssensoren 4 und der Ventilinsel 3) zu verlegen und jeweils beidseitig entweder
direkt anzuschließen oder aber mit Steckern zu versehen sind.
[0018] Bei der funktionell der bekannten Anordnung nach Fig. 1 entsprechenden Anordnung
gemäß der vorliegenden Erfindung wie in Fig. 2 dargestellt sind nun die Umschaltorgane
6 (welche gemäß Fig. 1 in der Ventilinsel 3 angeordnet sind) samt den Druckleitungen
zu den Arbeitsräumen (siehe die Positionen 2 und 7, 8 in Fig. 4) unter Bildung einer
Verbrauchereinheit 9 jeweils unmittelbar an den Verbrauchern 1 angeordnet. Weiters
sind die elektrischen Signalleitungen 10 (siehe auch Schnittdarstellung nach Fig.
4) und die Versorgungsdruckleitung 11 jeder Verbrauchereinheit 9 in einer Kombileitung
12 zusammengefaßt, die nun als einzige Verbindung zwischen der Verbrauchereinheit
9 einerseits und einem auf hier wiederum nicht dargestellte Weise mit der gemeinsamen
Druckquelle und der gemeinsamen Steuereinheit verbundenen Zuluft/Signal-Verteiler
13 andererseits verläuft.
[0019] Die Kombileitungen 12 weisen - wie insbesonders auch den Fig. 3 bis 7 zu entnehmen
ist - beidseits Kombistecker 14 zur gemeinsamen Verbindung mit den zugehörigen Druckanschlüssen
und elektrischen Anschlüssen auf, könnten aber bedarfsweise auch über separate Steckverbindungen
od. dgl. für diese Anschlüsse verfügen. In diesen Kombileitungen 12 sind weiters auch
die Signalleitungen 5 der Funktionssensoren 4 geführt.
[0020] Wie aus Fig. 2 einerseits bzw. Fig. 3 und 7 andererseits ersichtlich ist, ist es
belanglos, ob ein Zuluft/Signal-Verteiler 13 mehrere separate Anschlüsse für mehrere
Verbraucher 1 aufweist, oder ob (gemäß Fig. 3 bzw. 7) jeweils einzelne Zuluft/Signal-Verteiler
13 für jeden Verbraucher 1 vorgesehen sind, die dann beispielsweise auch blockartig
zu Zuluft/Signal-Verteilerblöcken 15 zusammengefaßt und mit gemeinsamen Versorgungsdruck-
und Signalleitungsanschlüssen versehen sein können. Wesentlich ist, daß nun jeder
einzelne Verbraucher 1 bzw. jede Verbrauchereinheit 9 nur mehr über eine einzige Kombileitung
12 mit dem sonstigen System in Verbindung steht bzw. bei der Montage in Verbindung
zu bringen ist, was im Hinblick auf die Verlegung der Leitungen, die Herstellung der
Verbindungen und dergleichen große Vorteile bietet.
[0021] Gemäß Fig. 3 sind drei separate, wiederum als Arbeitszylinder ausgeführte pneumatische
Verbraucher 1 bzw. Verbrauchereinheiten 9 jeweils wieder über eine einzige Kombileitung
12 mit je einem Zuluft/Signal-Verteiler 13 verbunden. Auf beiden Enden der Kombileitung
12 sind wiederum Kombistecker 14 montiert, die eine gemeinsame Verbindung von Versorgungsdruck-
und Signalleitungen ermöglichen. Die einzelnen Zuluft/Signal-Verteiler 13 sind zu
einem Zuluft/Signal-Verteilerblock 15 zusammengefaßt, wobei die von den in der Darstellung
oberen drei einzelnen Zuluft/Signal-Verteilern 13 versorgten Verbraucher nicht dargestellt
sind.
[0022] Der Zuluft/Signal-Verteilerblock 15 nach Fig. 3 ist auf der einen Seite über eine
Druckleitung 16 und ein Druckluftaufbereitungs-Gerät 17 (Öler, Druckregler oder dergleichen)
mit der nicht dargestellten gemeinsamen Druckquelle verbunden. Andererseits steht
dieser Zuluft/Signal-Verteilerblock 15 über eine Busverbindung 18 mit einer elektrischen
bzw. elektronischen Steuereinheit 19 in Verbindung, bzw. ist an dieser über einen
Stecker 20 angeschlossen.
[0023] Weiters ist aus Fig. 3 noch zu ersehen, daß die wiederum als Kolben-Endstellungssensoren
ausgebildeten Funktionssensoren 4 ebenfalls über die Signalleitungen 5 mit den Verbrauchereinheiten
9 in Verbindung stehen. Die entsprechenden Signale werden von dort über die Kombistecker
14 und die Kombileitungen 12 zu den Zuluft/Signal-Verteilern 13 geleitet und von dort
über die Busverbindung 18 der Steuereinheit 19 zugeführt.
[0024] In Fig. 4 ist eine funktionell den Anordnungen nach Fig. 2 bzw. 3 völlig entsprechende
einzelne Verbrauchereinheit 9 in Verbindung zum zugehörigen Zuluft/Signal-Verteiler
13 etwas detaillierter im Schnitt dargestellt. Die beidseits des Kolbens 21 gelegenen
Arbeitsräume 7, 8 des Verbrauchers 1 stehen über unmittelbar am Verbraucher 1 angeordnete
Druckleitungen 2 mit dem Umschaltorgan 6 in Verbindung, welches hier als über ein
elektromagnetisches Vorsteuerventil 22 angesteuertes Kolbenschieberventil 23 ausgeführt
ist. An der dem Vorsteuerventil 22 gegenüberliegenden Seite des Schiebers 24 ist eine
Feder 25 angeordnet, welche bei stromlosem Magneten die Druckbeaufschlagung des Arbeitsraumes
7 sicherstellt, während bei elektrisch betätigtem Vorsteuerventil 22 der Schieber
24 pneumatisch gegen die Kraft der Feder 25 in die andere Endstellung bewegt und der
Arbeitsraum 8 mit der Versorgungsdruckleitung 11 verbunden wird. Mit 28 bzw. 29 sind
die Entlüftungsanschlüsse der beiden Arbeitsräume 7, 8 bezeichnet, von denen in entsprechender
Stellung des Schiebers 24 der jeweilige Arbeitsraum direkt ins Freie entlüftet werden
kann.
[0025] In einem Gehäuse der Verbrauchereinheit 9 oberhalb des Umschaltorgans 6 ist eine
Platine 26 mit elektrischen bzw. elektronischen Bauteilen 27 angedeutet. Diese steht
einerseits über den Kombistecker 14 mit der bzw. den Signalleitung(en) 10 in der Kombileitung
12 in Verbindung und andererseits mit der Signalleitung 5 zu dem hier nur einzeln
dargestellten Funktionssensor 4 bzw. auf nicht weiter dargestellte Weise mit dem elektromagnetischen
Vorsteuerventil 22. Im Falle der Ausbildung der elektrischen Signalleitungen 10 als
Busverbindung ist mittels dieser Platine 26 bzw. den darauf angedeuteten Bauteilen
27 auch der jeweilige Busknoten realisiert, in dem die Bussignale empfangen und abgesandt
bzw. kodiert und dekodiert werden.
[0026] An der der Verbrauchereinheit 9 gegenüberliegenden Seite der Kombileitung 12 ist
ebenfalls ein Kombistecker 14 angeordnet, der mittels einer Dichtung 30 auf dem zugehörigen
Zuluft/Signal-Verteiler 13 aufgesetzt und abgedichtet ist. Zur näheren Beschreibung
der diesbezüglichen Details wird auf die folgenden Ausführungen zu den Fig. 5 bis
7 verwiesen, welche eine zumindest funktionell gleich ausgebildete Kombination von
Zuluft/Signal-Verteiler 13 und Kombistecker 14 im Detail darstellen.
[0027] Der Kombistecker 14 nach den Fig. 5 bis 7 weist ein Gehäuse 31 aus Druckguß-Leichtmetall
bzw. einem geeigneten Kunststoff oder dergleichen auf, welches über eine zentrale
Schraube 32 an einer Gewindebohrung 33 des Zuluft/Signal-Verteilers 13 fixiert werden
kann, wobei die erforderlichen Anschlüsse einerseits für die Druckluft und andererseits
für die Signalleitungen bzw. Busverbindungen hergestellt werden. Die im Verteiler
13 in einer Bohrung 34 angelieferte Druckluft (siehe Druckleitung 16 in Fig. 3) gelangt
über eine Öffnung 35 in das Gehäuse 31 des Kombisteckers und von dort ins Innere der
Kombileitung 12. Der Mantel der Versorgungsdruckleitung 11 der Kombileitung 12 ist
in einem Ansatz 36 am Gehäuse 31 eingesteckt, durch einen längsgeschlitzten Haltekonus
37 gehalten und mit einer Dichtung 38 abgedichtet. Weiters ist zwischen Kombistecker
14 und Verteiler 13 die bereits erwähnte Dichtung 30 eingelegt, die bei eingeschraubter
Schraube 32 zusammengedrückt wird.
[0028] Die im Inneren der Kombileitung 12 bzw. der Versorgungsdruckleitung 11 verlaufende
Signalleitung 10 ist separat mittels einer Dichtung 39 am Austritt aus dem Druckluftbereich
abgedichtet und auf nicht weiter dargestellte Weise mit zwei separaten Steckanschlüssen
40 verbunden, die in Steckbuchsen 41 des Verteilers 13 eingreifen. Diese Steckbuchsen
41 sind auf ebenfalls nicht näher dargestellte Weise mit den Adern 42 der Busverbindung
18 kontaktiert, die beispielsweise nach den bekannten ASI-Standard ausgeführt sein
kann. Das Kabel der Busverbindung 18 durchläuft (wie insbesonders etwa aus Fig. 7
ersichtlich ist) alle zu einem Zuluft/Signal-Verteilerblock 15 zusammengebauten einzelnen
Verteiler 13 in einer entsprechenden Ausnehmung 43, wobei die Verbindung zu den Steckbuchsen
41 z.B. durch einfaches Anschneiden der jeweiligen Kabelseite bei der Montage erfolgen
kann.
[0029] In Fig. 7 ist zusätzlich noch ersichtlich, daß die einzelnen Zuluft/Signal-Verteiler
13 mittels Dichtungen 44 gegeneinander abgedichtet und mittels von unten her aufgeschobener
Halteklammern 45 zusammengespannt sind. Am in der Darstellung vordersten Ende des
gesamten Blockes ist ein Endstück 46 zur Verbindung mit der Druckleitung 16 bzw. zum
abgeschlossenen Einführen der Busverbindung 18 angeordnet. Ein entsprechendes Endstück
ohne Druckleitungsanschluß kann auch auf dem in der Darstellung hinteren Ende vorgesehen
sein.
[0030] Die Verbindung der einzelnen Zuluft/Signal-Verteiler 13 untereinander könnte auch
über Schraubverbindungen oder dergleichen erfolgen - auch wäre- wie in Fig. 2 angedeutet
- ein durchgehendes Gehäuse für mehrere einzelne Verteiler möglich. Die Kombistecker
14 könnten abweichend von den Schrauben 32 auch mittels anderer geeigneter Elemente
sicher und dicht mit den Verteilern verbunden werden. Auch die Ausgestaltung der Kombistecker
und Verteiler selbst könnte in konstruktiver Hinsicht für verschiedene Anwendungen
variiert werden. Abweichend von der dargestellten Ausführung könnte weiters auch die
Druck- und Signalverbindung mehrerer Zuluft/Signal-Verteilerblöcke 15 untereinander
bzw. mit einer gemeinsamen Steuer- und Druckversorgungseinheit über entsprechende
Kombileitungen und Kombistecker erfolgen.
1. Pneumatische Betätigungsanordnung mit einer Anzahl von pneumatischen Verbrauchern
(1), insbesonders Arbeitszylindern, deren Arbeitsräume (7,8) über Druckleitungen (2)
mit elektrisch betätigten Umschaltorganen (6) verbunden sind, welche ihrerseits über
Versorgungsdruckleitungen (11) mit einer gemeinsamen Druckquelle und über elektrische
Signalleitungen (10) mit einer gemeinsamen Steuereinheit (19) in Verbindung stehen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltorgane (6) samt den Druckleitungen (2) zu den Arbeitsräumen (7,8)
unter Bildung einer Verbrauchereinheit (9) jeweils unmittelbar an den Verbrauchern
(1) angeordnet sind und daß die elektrischen Signalleitungen (10) und die Versorgungsdruckleitung
(11) jeder Verbrauchereinheit (9) in einer Kombileitung (12) zusammengefaßt zwischen
der Verbrauchereinheit (9) einerseits und einem mit der Druckquelle und der Steuereinheit
(19) verbundenen Zuluft/Signal-Verteiler (13) andererseits verlaufen.
2. Betätigungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kombileitungen
(12) beidseits Kombistecker (14) zur gemeinsamen Verbindung mit den zugeordneten Druckanschlüssen
und elektrischen Anschlüssen aufweisen.
3. Betätigungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuluft/Signal-Verteiler
(13) mehrerer Verbrauchereinheiten (9) blockartig zusammengefaßt und mit gemeinsamen
Versorgungsdruck- und Signalleitungsanschlüssen versehen sind.
4. Betätigungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung der
Zuluft/Signal-Verteilerblöcke (15) untereinander bzw. mit Druckquelle und Steuereinheit
(19) ebenfalls über Kombileitungen (12) und Kombistecker (14) erfolgt.
5. Betätigungsanordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, wobei an den
Verbrauchereinheiten (9) Funktionssensoren (4), insbesonders an Arbeitszylindern Kolbenstellungs-Sensoren,
angeordnet und über elektrische Signalleitungen (5) mit der Steuereinheit (19) verbunden
sind, dadurch gekennzeichnet, daß auch die Signalleitungen (5) dieser Sensoren (4)
in den Kombileitungen (12) und ggf. über die Kombistecker (14) geführt sind.
6. Betätigungsanordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß an den Verbrauchereinheiten (9) Busknoten für die Signalleitungen (10,5) angeordnet
und die dazwischenliegenden sowie die zur Steuereinheit (19) führenden Signalleitungen
als Busverbindungen, vorzugsweise nach ASI-Standard, ausgebildet sind.
1. A pneumatic actuating arrangement comprising a plurality of pneumatic consumer devices
(1), in particular working cylinders, the working chambers (7, 8) of which are connected
via pressure lines (2) to electrically actuated switching members (6) for their part
connected via supply pressure lines (11) to a common pressure source and via electric
signal lines (10) to a common control unit (19), characterised in that the switching
members (6) and the pressure lines (2) leading to the working chambers (7, 8) are
arranged directly on the respective consumer devices (1) to form a consumer unit (9),
and in that the electric signal lines (10) and the supply pressure line (11) of each
consumer unit (9) are combined in a universal line (12) and extend between the consumer
unit (9) at one end and a supply-air/signal distributor (13), connected to the pressure
source and the control unit (19), at the other end.
2. An actuating arrangement according to claim 1, characterised in that the universal
lines (12) have universal plugs (14) at both ends for joint connection to the associated
pressure connections and electrical connections.
3. An actuating arrangement according to claim 1 or 2, characterised in that the supply-air/signal
distributors (13) of a plurality of consumer units (9) are combined in a block-type
manner and are provided with common supply pressure line and signal line connections.
4. An actuating arrangement according to claim 3, characterised in that the connection
of the supply-air/ signal distributor blocks (15) to one another and to the pressure
source and control unit (19) is also produced by means of universal lines (12) and
universal plugs (14).
5. An actuating arrangement according to one or more of claims 1 to 4, wherein function
sensors (4), in particular piston position sensors on working cylinders, are arranged
on the consumer units (9) and are connected to the control unit (19) via electric
signal lines (5), characterised in that the signal lines (5) of these sensors (4)
are also guided in the universal lines (12) and, optionally, via the universal plugs
(14).
6. An actuating arrangement according to one or more of claims 1 to 5, characterised
in that bus nodes for the signal lines (10, 5) are arranged on the consumer units
(9), and the signal lines arranged therebetween and leading to the control unit (19)
are formed as bus connections, preferably according to ASI standards.
1. Système pneumatique de commande comportant un certain nombre de consommateurs (1)
pneumatiques, en particulier des cylindres de travail, dont les chambres de travail
(7, 8) sont reliées via des conduites sous pression (2) avec des organes de commutation
(6) à actionnement électrique, lesquels sont eux-mêmes en liaison via des conduites
d'alimentation sous pression (11) avec une source de pression commune et via des fils
de signaux électriques (10) avec une unité de commande (19) commune, caractérisé en
ce que conjointement avec les conduites sous pression (2) menant aux chambres de travail
(7, 8), les organes de commutation (6) sont agencés directement sur les consommateurs
(1) en formant une unité de consommation (9) et en ce que les lignes de signaux électriques
(19) et les conduites d'alimentation sous pression (11) de chaque unité de consommation
(9) s'étendent regroupées dans une conduite combinée (12) entre l'unité de consommation
(9) d'une part, et un distributeur d'amenée d'air/de signaux (13) relié à la source
de pression et à l'unité de commande (19) d'autre part.
2. Système d'actionnement selon la revendication 1, caractérisé en ce que les conduites
combinées (12) présentent des deux côtés des prises combinées (14) pour réaliser une
liaison commune avec les raccords de pression et avec les raccords électriques associés.
3. Système d'actionnement selon l'une ou l'autre des revendications 1 et 2, caractérisé
en ce que les distributeurs d'amenée d'air/de signaux (13) de plusieurs unités de
consommation (9) sont regroupés en blocs et pourvus de conduites de raccords communs
d'alimentation sous pression et de signaux.
4. Système d'actionnement selon la revendication 3, caractérisé en ce que la liaison
des blocs (15) de distributeurs d'amenée d'air/de signaux les uns avec les autres
et avec la source de pression et l'unité de commande (19) est effectuée également
via des conduites combinées (12) et des prises combinées (14).
5. Système d'actionnement selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 1 à
4, des capteurs de fonctions (4) étant agencés sur les unités de consommation (9),
en particulier des capteurs de position de piston sur les cylindres de travail, et
étant reliés via des lignes électriques (5) de signaux avec l'unité de commande (19),
caractérisé en ce que les lignes de signaux (5) de ces capteurs (4) sont guidées dans
les conduites combinées (12) et le cas échéant via les prises combinées (14).
6. Système d'actionnement selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 1 à
5, caractérisé en ce que des noeuds de bus pour les lignes de signaux (10, 5) sont
agencés sur les unités de consommation (9) et en ce que les lignes de signaux situées
entre elles ainsi que vers l'unité de commande (19) sont réalisées sous forme de liaison
de bus, de préférence selon le standard ASI.