[0001] Die Erfindung betrifft eine gasdruckladende und verriegelte Selbstlade-Handfeuerwaffe
mit einem insbesondere unverdrehbaren, geradlinig in Längsrichtung der Waffe beweglichen
Verschlußträger und einem mit seinem Hinterteil im Verschlußträger um die Längsrichtung
zur Ver- bzw. Entriegelung verdrehbar gelagerten Verschlußkopf, wobei der Verschlußkopf
an seinem Hinterteil einen sich quer zur Längsrichtung erstreckenden Steuerbolzen
aufweist, der in eine sich schräg zur Längsrichtung erstreckende, durch eine erste
und eine zweite Seitenflanke begrenzte Steuerkulisse eingreift, so daß durch diesen
Eingriff
- bei Beginn der Öffnungsbewegung des Verschlußträgers der Verschlußkopf bezüglich der
Längsrichtung ortsfest bleibt, aber durch Einwirken der ersten Seitenflanke auf den
Steuerbolzen eine Drehung bis zur Entriegelung durchführt, und erst dann an der Öffnungsbewegung
teilnimmt, und
- kurz vor dem Ende der Schließbewegung der Verschlußkopf bezüglich der Längrichtung
zum Stillstand gelangt und während der Endphase der Schließbewegung des Verschlußträgers
durch Einwirken der zweiten Seitenflanke auf den Steuerbolzen eine Rückwärtsdrehung
bis zur Verriegelung durchführt.
[0002] In dem vor nahezu 70 Jahren angemeldeten
DE-C-478 630 ist eine Steuerkulisse für ein rückstoßladendes Gewehr gezeigt, bei dem die geradlinige
Seitenflanke zum Verriegeln steiler geneigt ist, als es bislang üblich war, so daß
sie nun steiler verläuft als jeder Abschnitt der optimierten, aus zwei Abschnitten
bestehenden Seitenflanke zum Entriegeln. Es ist auch eine gerade Seitenkante zum Entriegeln
gezeigt, doch aus dem Text wird nicht klar, was mit dieser gemeint ist.
[0003] Eine derartige Handfeuerwaffe gemäß den Oberbegriff des Anspruchs 1 ist in etwa durch
das US-Schnellfeuergewehr M16 bekannt, ist aber grundsätzlich nicht nur bei Selbstladegewehren
mit drehbarem Verschlußkopf, sondern auch bei Geradezug-Repetiergewehren bekannt,
bei denen sich allerdings die weiter unten geschilderte Problematik nicht ergibt.
[0004] Die Schließbewegung eines Verschlusses (Verschlußträger und Verschlußkopf) sollte
möglichst rasch erfolgen. Dies nicht nur wegen der oft angestrebten schnellen Feuerfolge,
sondern auch aus dem Grund, daß die Patrone die kurze Nachführstrecke, auf der sie
nicht geführt ist, möglichst rasch zurücklegt, so daß beim Schießen mit schräggestellter
oder umgekehrter Waffe keine Nachführstörungen auftreten.
[0005] Andererseits darf der Steuerbolzen am Ende der Schließbewegung nichtzu hart am Ende
der Kulisse anschlagen, um Beschädigungen zu vermeiden.
[0006] Es ist also anzustreben, daß sich der gesamte Verschluß bei der Schließbewegung über
eine möglichst große Strecke möglichst rasch bewegt. Demzufolge ist der Winkel, den
die Kulisse gegenüber der Längsrichtung aufweist, recht groß, damit die Verriegelung
auf einem möglichst kurzen Endabschnitt der Schließbewegung erfolgt.
[0007] Im Militäreinsatz, bei Jagdexpeditionen und bei größeren Polizeiaktionen ist es oft
erforderlich, solche Handfeuerwaffen, wie Selbstladegewehre, über längere Zeit hinaus
schußbereit oder allenfalls nur gesichert und offen mitzuführen, ohne daß es eine
Gelegenheit zum Reinigen der Waffe gibt.
[0008] Im Mechanismus der Waffe wird sich daher unvermeidlich Sand, Staub und Schlamm absetzen.
[0009] Außerdem ist oft aus falschverstandener Vorsicht der Lauf der Waffe stark eingeölt.
Wenn nun die nachgeladene Patrone etwa wegen der Einwirkungen auf sie beim Nachladevorgang
oder aus einem sonstigen Grund nicht mehr völlig öldicht ist, kann Öl in die Patrone
gelangen und einen Teil der Treibladung unwirksam machen. Die Folge ist ein sogenannter
"schlapper Schuß".
[0010] Wenn nun in einer Gefahrensituation geschossen werden muß, dann kann es geschehen,
daß eine Ladehemmung auftritt, weil entweder der zurücklaufende Verschluß von angesammelten
Verunreinigungen zu stark abgebremst wird, oder weil infolge eines Munitionsfehlers
die Einwirkung der Verbrennungsgase auf den Nachlademechanismus nicht ganz ausreicht.
[0011] Weitere Schüsse erfolgen unbehindert, da die gegebenenfalls von Hand durchgeführte
Verschlußbewegung die Verschmutzung zur Seite geräumt hat bzw. bei der nachfolgenden
Patrone keine Störung zu erwarten ist.
[0012] Ausgehend von dieser Problemlage im Stand der Technik hat die Erfindung zum Ziel,
die Funktionssicherheit bei einer gattungsbildenden Waffe auch unter den zuvor beschriebenen,
erschwerten Umständen zu gewährleisten.
[0013] Dieses Ziel wird durch Anspruch 1 erreicht. Die erste Seitenflanke der Steuerkulisse,
die den Verschlußkopf über den Steuerbolzen beim Entriegeln verdreht, weist dabei
zur Längsrichtung einen kleineren Winkel auf als die gegenüberliegende zweite Seitenflanke.
[0014] Die zweite Seitenflanke, die beim Verriegeln wirksam ist, weist die oben erwähnte
steile Ausrichtung gegenüber der Längsrichtung auf, die oben bereits als zweckmäßig
und üblich beschrieben wurde.
[0015] Beim Fräsen der Kulisse sind bei der erfindungsgemäßen Waffe nicht, wie sonst immer
üblich und fertigungstechnisch zweckmäßig, die beiden Flanken parallel zueinander
angelegt, sondern die erste Seitenflanke, die beim Entriegeln wirksam wird ist in
einem flacheren, kleineren Winkel zur Längsrichtung angeordnet als die zweite Seitenflanke.
[0016] Die Übersetzung zwischen der Rückwärtsbewegung des Verschlußträgers und der entriegelnden
Drehbewegung ist somit in erfindungsgemäßvorteilhaf-ter Weise geringer als die umgekehrte
Bewegung beim Verriegeln und setzt somit der Öffnungsbewegung des Verschlusses einen
geringeren Widerstand entgegen, als dies bisher der Fall war.
[0017] Somit werden nicht nur größere Öffnungskräfte wirksam als bisher, die den Verschluß
öffnen, sondern auch eine in der Leistung an sich nicht mehr ausreichende Patrone
ist noch imstande, den Verschluß so weit zu öffnen, daß eine normale Funktion der
Waffe noch gewährleistet ist. Zudem ist ein leichteres, manuelles Öffnen des Verschlußes,
trotz eventuell stark verschmutztem Patronenlager gegeben.
[0018] Die Steuerkulisse kann durch zwei Flächen gebildet sein, die am Verschlußträger ausgebildet
sind, aber nicht in unmittelbarer Verbindung stehen.
[0019] Es ist auch möglich, die Steuerkulisse durch eine Nut zu bilden, die nach außen geschlossen
ist, um zu verhindern, daß Schmutz von außen in die Kulisse gelangt.
[0020] Weiterhin ist die Kulisse als durchgehendes Langloch ausgebildet, das den Verschlußträger
durchsetzt, aber nach außen hin vom Waffengehäuse abgedeckt ist. Verschmutzung, die
in das Langloch hineingelangt, wird von der Bewegung des Steuerbolzens wieder beiderseits
nach außen geschoben.
[0021] Anfangs- und Endabschnitt des Langloches erstrecken sich jeweils parallel zur Längsrichtung
der Waffe und sind durch einen mittleren Abschnitt verbunden, der von den beiden Seitenflanken
begrenzt ist. Die an die erste, flachere Seitenflanke angrenzende Kante des Anfangsabschnitts
erstreckt sich über eine deutlich kürzere Strecke als die an die zweite, steilere
Seitenflanke angrenzende Kante, während die beiden Kanten des Endabschnitts etwa gleich
lang sind.
[0022] Ferner liegt bei seitlicher Anordnung der Steuerkulisse die erste Seitenflanke über
der zweiten, was durch entsprechende Wahl der Drehrichtung des Verschlußkopfes beim
Ver- bzw. Entriegeln erreicht wird; sollte sich Schmutz in der Waffe ansammeln, dann
besteht für die obere, beim Öffnen genutzte erste Seitenflanke eine geringere Verschmutzungsgefahr
als für die untere, zweite Seitenflanke.
[0023] Bevorzugt ist die erfindungsgemäße Selbstladewaffe (Anspruch 2 als Gasdrucklader
ausgebildet, bei dem eine Gaskolbeneinrichtung auf den Verschlußträger einwirkt und
diesen bewegt. Dies ist besonders ungewöhnlich, weil man bei Gasdruckladern den eingangs
geschilderten Problemen bisher immer damit begegnet ist, daß man die Gasanzapfung
oder die Gasdüse in einer solchen Weise bemessen oder eingestellt hat, daß erheblich
mehr Gas den Gaskolben antreibt, als es grundsätzlich nötig ist. Allerdings konnten
vom Benutzer unfachmännisch vorgenommene Gasdüseneinstellungen zu Schäden an der Waffe
und zu einer Einbuße der Funktionssicherheit führen.
[0024] Der Gegenstand der Erfindung wird anhand der beigefügten, schematischen Zeichnung
beispiels-weise noch näher beschrieben. In dieser zeigt:
- Fig. 1
- das hintere Ende eines erfindungsgemäßen Gewehrlaufes mit Verschluß, in verriegelter
Stellung,
- Fig. 2
- dieselbe Anordnung wie in Fig, 1, jedoch mit entriegeltem Verschluß, und
- Fig. 3
- die vergößerte Kontur der Steuerkulisse des Verschlusses der Fig. 1 und 2.
[0025] Alle Lageangaben, wie "über", "hinten" o. dgl. gehen aus von der horizontal und schußbereit
gehaltenen Waffe, wobei mit "vorne" die Schußrichtung bezeichnet ist.
[0026] Ferner sind in allen Figuren für gleiche Elemente durchgehend die gleichen Bezugszeichen
verwendet. Erläuterungen der einen Figur beziehen sich sinngemäß auch auf die anderen
Figuren.
[0027] In Fig. 1 und 2 ist jeweils das Verschlußsystem eines Schnellfeuergewehres schematisch
dargestellt. Der Lauf 1 mit seiner als Längsrichtung 21 bezeichneten Seelenachse weist
an seinem hinteren Ende ein Patronenlager auf und ist drehfest in einer Verriegelungshülse
3 befestigt, die ihrerseits starr im Waffengehäuse (nicht gezeigt) angebracht ist.
Das hintere Ende der Verriegelungshülse 3 weist eine runde Öffnung auf, von der rundum
mit gegenseitigem Abstand angeordnete Radialnuten ausgehen, die jeweils einen etwa
rechteckigen Querschnitt aufweisen. Zwischen der Vorderkante dieser Öffnung und dem
hinteren Ende des Laufes 1 ist eine runde Kammer gebildet, deren Innendurchmesser
etwa dem Durchmesser entspricht, den die Nutböden der Öffnung bilden.
[0028] Der Verschluß weist einen Verschlußträger 5 und einen Verschlußkopf 11 auf, der einen
zur Öffnung der Verriegelungshülse 3 komplementären Querschnitt mit Vorsprüngen aufweist,
die den Nuten entsprechen, sowie eine Länge, die der Länge der genannten Kammer entspricht.
[0029] Somit kann der Verschlußkopf 11 in einer auf die Öffnung ausgerichteten Drehwinkellage
durch die Öffnung hindurch bis in die Kammer eingeführt werden. Wird der Verschlußkopf
11 dann in dieser Lage verdreht, dann hintergreifen seine Vorsprünge die Stege zwischen
den Nuten der Verriegelungshülse 3, während der Verschlußkopf 11 gleichzeitig auf
dem hinteren Ende des Laufes 1 aufsitzt oder nahezu aufsitzt. Nun kann der Verschlußkopf
11 nicht mehr geradlinig in Längsrichtung des Laufes 1 bewegt werden; er ist "verriegelt".
Wird er wieder in seine vorherige Lage zurückgedreht, d.h. "entriegelt", dann kann
er nach hinten aus der Kammer herausgezogen werden.
[0030] In Fig. 1 ist der Verschlußkopf 11 verriegelt, in Fig. 2 entriegelt.
[0031] Der Verschlußkopf 11 ist mit seinem hinteren Teil in einem Verschlußträger 5 geführt,
der durch eine nicht gezeigte Gaskolbeneinrichtung beim Schuß in Richtung des Pfeiles
in Fig 2. bewegt wird. Hierbei ist am Verschlußkopf 11 ein Steuerbolzen 9 angebracht,
der ein eine Steuerkulisse 7 bildendes Langloch im Verschlußträger 5 durchsetzt.
[0032] Die Kontur dieser Steuerkulisse 7 ist in Fig. 3 vergrößert dargestellt.
[0033] Wenn der Verschlußkopf 11 verriegelt ist (Fig. 1), dann befindet sich der Verschlußträger
5 in seiner vordersten Lage und der Steuerbolzen 9 liegt demzufolge am hinteren Ende
der Steuerkulisse 7 an.
[0034] Beim Schuß wird der Verschlußträger 5 in Pfeilrichtung (gemäß Figur 2) bewegt, wobei
der Steuerbolzen 9 und die schwach mit einem flachen Winkel 17 bezüglich der Längsrichtung
21 bzw. einer Parallelen zu dieser geneigte erste Seitenflanke 13 eine Relativbewegung
zueinander durchführen. Die erste Seitenflanke 13 drückt dabei den Steuerbolzen 9
nach unten und verdreht den Verschlußkopf 11 entgegen dem Uhrzeigersinn, von hinten
her gesehen. Der Verschlußkopf 11 wird dabei entriegelt.
[0035] Wenn der Steuerbolzen 9 gegen das vordere Ende der Steuerkulisse 7 anschlägt, ist
die Entriegelungs-Drehbewegung des Verschlußkopfes 11 fertiggestellt und der Verschlußkopf
11 wird vom Verschlußträger durch den Eingriff des Steuerbolzens 9 in das vordere
Ende der Steuerkulisse 7 nach hinten mitgenommen.
[0036] Nun erfolgt das Auswerfen der leeren Patronenhülse und das Nachführen der neuen Patrone
in bekannter Weise. Dabei bewegt sich der Verschlußträger 5 zusammen mit dem Verschlußkopf
11 wieder nach vorne, bis der Verschlußkopf 11 gegen das hintere Ende des Laufes 1
anliegt. Der Steuerbolzen 9 nimmt dabei eine Lage in der Steuerkulisse 7 ein, die
hinter deren vorderem Ende und vor der zweiten Seitenflanke 15 liegt, die um einen
steilen Winkel 19 zur Längsrichtung 21 geneigt ist.
[0037] DerVerschlußkopf, derwährend der Rücklauf- und Vorwärtsbewegung durch Eingriff in
nicht gezeigte Ausbildungen an der Drehung gehindert wurde, kann sich nun in der Lage
der Fig. 2 drehen, wobei der Steuerbolzen 9 heftig gegen die zweite, steile Seitenflanke
15 gepreßt und dann durch diesen Eingriff nach oben gedrückt wird. Dabei verdreht
sich der Verschlußkopf 11, von hinten gesehen, im Uhrzeigersinn und wird dabei verriegelt
(Stellung der Fig. 1).
[0038] Wegen der unterschiedlichen Neigung der ersten 13 und zweiten 15 Seitenflanke ist
zum Entriegeln des Verschlußkopfes 11 eine deutlich niedrigere Kraft erforderlich
als zum Verriegeln. Es ist daher unschädlich, wenn infolge einer schlappen Patrone
eine geringere Öffnungskraft zur Verfügung steht, oder eine durch Verschmutzung bedingte
hohe Entriegelungskraft vorliegt. In jedem Fall besitzt der Verschluß 5, 11 nach dem
Entriegeln, das mit nur geringer Kraft erfolgen konnte, die nötige Bewegungsenergie,
um seinen Rücklauf vollständig durchzufahren und dabei einen ungestörten Nachladevorgang
zu bewirken.
1. Gasdruckladende, verriegelte Selbstlade-Handfeuerwaffe mit einem unverdrehbaren, geradlinig
in Längsrichtung (21) der Waffe beweglichen Verschlussträger (5) und einem mit seinem
Hinterteil im Verschlussträger (5) um die Längsrichtung (21) zur Ver- bzw. Entriegelung
verdrehbar gelagerten Verschlusskopf (11), wobei der Verschlusskopf (11) an seinem
Hinterteil einen sich quer zur Längsrichtung (21) erstreckenden Steuerbolzen (9) aufweist,
der in eine im Verschlussträger (5) ausgebildete, sich schräg zur Längsrichtung (21)
erstreckende, durch eine erste und eine zweite Seitenflanke (13, 15) begrenzte Steuerkulisse
(7) eingreift, so dass durch diesen Eingriff
- bei Beginn der Öffnungsbewegung des Verschlussträgers (5) der Verschlusskopf (11)
bezüglich der Längsrichtung (21) ortsfest bleibt, aber durch Einwirken der ersten
Seitenflanke (13) auf den Steuerbolzen (9) eine Drehung bis zur Entriegelung durchführt,
und erst dann an der Öffnungsbewegung teilnimmt, und
- kurz vor dem Ende der Schließbewegung der Verschlusskopf (11) bezüglich der Längsrichtung
(21) zum Stillstand gelangt und während der Endphase der Schließbewegung des Verschlussträgers
(5) durch Einwirken der zweiten Seitenflanke (15) auf den Steuerbolzen (9) eine Rückwärtsdrehung
bis zur Verriegelung durchführt,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Seitenflanke (13) der Steuerkulisse (7), die den Verschlusskopf (11) über
den Steuerbolzen (9) beim Entriegeln verdreht, zur Längsrichtung (21) einen kleineren
Winkel (17) aufweist als die gegenüberliegende zweite Seitenflanke (15), wobei die
Steuerkulisse (7)
- als Langloch ausgebildet ist, mit einem vorderen und einem zu diesem versetzten,
hinteren Abschnitt, die sich beide parallel zur Längsrichtung (21) erstrecken und
von einem schräggestellten Abschnitt verbunden sind, der von den beiden Flanken (13,
15) begrenzt ist,
- seitlich angeordnet ist, und
- dabei die Drehbewegung des Verschlusskopfes (11) so eingerichtet ist, dass die erste
Seitenflanke (13) über der zweiten (15) liegt.
2. Handfeuerwaffe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlussträger (5) durch eine Gaskolbeneinrichtung angetrieben ist.
1. Gas operated, locked self-loading small arm comprising:
a non-twistable breechblock carrier (5) moveable in a straight line in the longitudinal
direction (21) of the arm, a breechblock head (11) rotatably mounted with its rear
portion in the breechblock carrier (5) around the longitudinal direction (21) for
locking and unlocking, the breechblock head (11) on its rear portion comprising a
control pin (9) extending transversely to the longitudinal direction (21), which engages
in a sliding guide (7) formed in the breechblock carrier (5) and extending obliquely
to the longitudinal direction (21) and bounded by a first and a second side edge (13,
15), so that by this engagement,
- at the beginning of the opening movement of the breechblock carrier (5), the breechblock
head (11) remains fixed with respect to the longitudinal direction (21), but by the
action of the first side edge (13) on the control pin (9) performs a rotation into
the unlocked position, and only then participates in the opening movement, and
- shortly before the end of the closing movement the breechblock head (11) comes to
a stop with respect to the longitudinal direction (21) and during the end phase of
the closing movement of the breechblock carrier (5) performs a backward rotation into
the locking position by the action of the second side edge (15) on the control pin
(9),
characterised in that the first side edge (13) of the sliding guide (7), which twists the breechblock head
(11) via the control pin (9) during unlocking, has a smaller angle (17) to the longitudinal
direction (21) than the opposite second side edge (15), wherein the sliding guide
(7)
- is constructed as a long slot, having a front section and offset thereto a rear
section, which both extend parallel to the longitudinal direction (21) and are connected
by an oblique section which is bounded by the two edges (13, 15),
- is disposed laterally, and
- the rotational movement of the breechblock head (11) is set up so that the first
side edge (13) lies over the second side edge (15).
2. A small arm according to claim 1, characterised in that the breechblock carrier (5) is driven by a gas piston device.
1. Arme à feu individuelle à classe verrouillée à chargement automatique se chargeant
par pression de gaz, comportant:
un support de culasse (5), non pivotant, mobile en ligne droite dans le sens longitudinal
(21) de l'arme et une tête de culasse (11) logée par sa partie arrière dans le support
de culasse de manière pivotante autour de la direction longitudinale (21) pour le
verrouillage et/ou le déverrouillage, la tête de culasse (11) présentant sur sa partie
arrière un goujon de guidage (9) s'étendant transversalement à la direction longitudinale
(21) qui s'engage dans une coulisse de guidage (7) formée dans le support de culasse
(5) et s'étendant en étant inclinée par rapport à la direction longitudinale (21)
délimitée par un premier et un deuxième flanc latéral (13, 15), si bien que par cet
engagement
- au début du mouvement d'ouverture du support de culasse (5), la tête de culasse
(11) demeure immobile par rapport à la direction longitudinale (21) mais, par action
du premier flanc latéral (13) sur le goujon de guidage (9), exécute une rotation jusqu'au
déverrouillage et ne participe qu'alors au mouvement d'ouverture et
- ne s'immobilise par rapport à la direction longitudinale (21) que peu avant la fin
du mouvement de fermeture de la tête de culasse (11) et effectue une rotation en arrière
par l'action du deuxième flanc latéral (15) sur le goujon de guidage (9) jusqu'au
verrouillage pendant la phase finale du mouvement de fermeture du support de culasse
(5),
caractérisée en ce que le premier flanc latéral (13) de la coulisse de guidage (7) qui fait pivoter la tête
de culasse (11) par le goujon de guidage (9) lors du déverrouillage présente en direction
longitudinale (21) un plus petit angle (17) que le deuxième flanc latéral situé en
face (15), où
- la coulisse de guidage (7) est constituée en tant que long trou longitudinal comportant
une section avant et, décalée par rapport à celle-ci, une section arrière, qui s'étendent
toutes deux parallèlement à la direction longitudinale (21) et sont reliées par une
section disposée en biais qui est délimitée par les deux flancs (13, 15),
- la coulisse de guidage (7) est disposée latéralement et
- le mouvement de rotation de la tête de culasse (11) est réglé de manière telle que
le premier flanc latéral (13) figure au-dessus du deuxième (15).
2. Arme à feu individuelle selon la revendication 1, caractérisée en ce que le support de culasse (5) est entraîné par un dispositif à piston à gaz.