[0001] Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Formgebung einer
zähen Masse innerhalb einer flexiblen Umhüllung.
[0002] Ähnliche Vorrichtungen sind beispielsweise im Bereich der Lebensmitteltechnologie
zur Portionierung von Käse in scheibenartiger, plattenförmiger Form bekannt. Es ist
allerdings selbstverständlich ebenfalls möglich, die vorliegende Erfindung nicht nur
auf Käse, sondern andere Materialien, die nicht zwingend aus dem Lebensmittelbereich
stammen müssen, mit ähnlichen Materialeigenschaften wie Käse anzuwenden.
[0003] Hierbei wird die zu formende Masse zunächst in eine flexible Umhüllung eingebracht.
Die Masse soll danach in im wesentlichen scheibenartige, plattenförmige Form gebracht
werden, wobei dies dadurch erfolgt, daß ein Verdrängen der Masse an bestimmten Stellen
der Umhüllung erfolgt, so daß die Ober- und Unterseite der Umhüllung direkt miteinander
Kontakt haben. An diesen Portionierungsstellen wird danach in der Regel eine Fixierung
der Umhüllung vorgenommen, so daß die Masse sich nicht mehr in ihre ursprüngliche,
durchgehende Form zurückverformen kann.
[0004] Es gibt hierzu im wesentlichen zwei bekannte Vorgehensweisen:
[0005] Die Masse kann entweder noch in relativ warmem Zustand verformt werden, wobei sie
aufgrund der erhöhten Temperatur eine relativ gute Fließfähigkeit und entsprechend
geringe Zähigkeit aufweist. Die Verformung kann somit relativ problemlos durchgeführt
werden. Problematisch ist hierbei allerdings, daß die Fixierung relativ schnell erfolgen
muß, da die Masse durch äußere Einflüsse, beispielsweise durch den Einfluß der Schwerkraft,
wieder an die Portionierungsstellen zurückfließt. Ein weiteres Problem ist, daß die
Masse insgesamt noch nicht ausgehärtet ist und sich daher in der Regel beim Abkühlen
noch in der Form ändert. Dies führt zu optisch unschönen Ausformungen, da in der Regel
keine durchgehende Materialdicke erreicht wird, was auch zu Problemen bei Transport
und Verpackung führt.
[0006] Eine zweite Möglichkeit ist das Verformen der Masse in relativ kaltem Zustand, was
z.B. in der DE 42 04 396 geschildert ist. Hier ist die Zähigkeit des Materials entsprechend
größer, so daß zum Verformen größere Kräfte aufgebracht werden müssen. Darüber hinaus
entwickeln sich, bedingt durch die hohe Zähigkeit, relativ hohe Rückstellkräfte im
Material. Dies hat zur Folge, daß die Masse, falls nicht unmittelbar nach dem Verdrängen
die Fixierung der Umhüllung vorgenommen wird, wieder in die Portionierungsstellen
zurückfließt.
[0007] Dieses Zurückfließen führt dann einerseits zu relativ großen Problemen bei der Fixierung,
da die Masse nochmals aus diesen Portionierungsstellen verdrängt werden muß, kann
andererseits, falls die Fixierung nur unvollkommen erfolgt ist oder nicht stabil genug
ist, auch zu einem Lösen dieser Fixierung und somit zu einer Ausbreitung der Masse
aus der vorgesehenen Form heraus führen.
[0008] In der Regel wird bei beiden Verfahren ein Vorschubsystem angewendet, bei dem die
Masse mitsamt ihrer Umhüllung in einer Vorschubrichtung durch eine entsprechende Portionier-
und Fixierungseinrichtung gefördert wird.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine zuverlässige Verformung bei einem
Kaltverformungsvorgang zu erreichen. Hierdurch kann sowohl eine bessere und zuverlässigere
Formgebung als auch eine höhere Portioniergeschwindigkeit erreicht werden.
[0010] Als Kaltverformungsvorgang im Sinne der Erfindung ist ein Verformungsvorgang zu verstehen,
bei dem die zu formende Masse aufgrund ihrer niedrigen Temperatur eine relativ hohe
Zähigkeit aufweist. Diese Temperatur liegt bei Käse bei ca. 10 - 14 °C.
[0011] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe durch die technische Lehre der Ansprüche 1 bzw.4
gelöst.
[0012] Wesentlich hierbei ist, daß nun nicht mehr, wie beim Stand der Technik, ein relativ
primitives Verdrängungsverfahren angewandt wird, bei dem die Umhüllung einfach an
den vorgesehenenen Portionierungsstellen zusammengepresst wird. Es ist vielmehr erfindungsgemäß
vorgesehen, von außen her Kräfte auf die Umhüllung wirken zu lassen, deren Richtung
und gegebenfalls deren Betrag sich periodisch ändert. Die Änderung hängt hierbei vom
Abstand zwischen den Portionierungsstellen, den Materialeigenschaften und der Dicke
der zu verformenden Masse und deren Umhüllung ab. Die Kräfte wirken hierbei so, daß
die Masse innerhalb ihrer Umhüllung gezielt von der Portionierungsstelle weg verdrängt
wird. Dies erfolgt bevorzugt in der Gegenrichtung zur allgemeinen Vorschubrichtung.
[0013] Durch diese Krafteinwirkung wird der wesentliche Vorteil erreicht, daß die Masse
nicht nur aus den vorgesehenen Portionierungsstellen, sondern gleichzeitig auch vom
unmittelbaren Randbereich der Portionierungsstelle entfernt wird. Es kommt nun zwar
auch bei dem erfindungs-gemässen Vorgehen zu Rückstellkräften innerhalb der ver-formten
Masse, die allerdings weiter entfernt von der Portionierungsstelle auftreten. Ein
Zurückfließen der Masse in die Portionierungsstelle hinein erfolgt aus diesem Grund
nicht. Ebenso werden die Kräfte, die von den Rückstellkräften der Masse auf die Fixierung
der Umhüllung an der Portionierungstelle ausgeübt werden, geringer, da der Krafteinleitungspunkt
relativ weit von der Portionierungsstelle entfernt ist.
[0014] Die Bewegung entgegen der Vorschubrichtung der Masse wird insoweit als günstig angesehen,
als die zu formende Masse bereits durch den Vorschub nach vorne in Richtung zur Portionierungsstelle
gepresst wird. Falls nun die Verdrängung in derselben Richtung wie der Vorschub stattfinden
würde, käme es zu einer Überlagerung dieser beiden Bewegungen, so daß insgesamt zu
viel Material an der Portionierungsstelle gesammelt würde.
[0015] Es ist selbstverständlich möglich, diese von außen wirkenden Kräfte nicht nur einmal,
sondern mehrmals, an mehreren Stellen hintereinander, auf die Masse und ihre Umhüllung
einwirken zu lassen.
[0016] Durch das Verteilen auf mehrere Krafteinleitungsstellen sowie die gezielte Verdrängung
der Masse in Gegenrichtung zur Vorschubrichtung kann die Produktionsgeschwindigkeit
insgesamt gesteigert werden.
[0017] Die Fixierung der Umhüllung erfolgt in der Regel durch einen Versiegelungsvorgang,
der mittels einer relativ hohen Temperatur erreicht wird. Bei entsprechenden Produktionsgeschwindigkeiten
können allerdings in einem ersten Versiegelungsvorgang die vorgesehenen Versiegelungswalzen
nicht mehr lange genug an den Portionierungsstellen verbleiben. Eine relativ hohe
Temperatur kann nicht aufgebracht werden, da andernfalls die Umhüllung an ihrer jeweils
außen liegenden Oberfläche schmelzen oder verbrennen würde, während die innenliegende
Oberfläche noch relativ kalt ist. Aus diesem Grund kann außerdem vorgesehen werden,
die unmittelbar die Kraft auf die Umhüllung ausübenden Elemente zu erwärmen. Auf diese
Weise wird sowohl gleichzeitig die Masse aus dem Bereich der Portionierungsstellen
verdrängt als auch die Umhüllung an diesen Stellen erwärmt.
[0018] Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist zwei Formgebungselemente auf, zwischen denen
die Masse mit ihrer flexiblen Umhüllung geführt wird. Die Formgebungselemente werden
mit sich periodisch ändernden Kräften belastet.
[0019] Es werden hierbei zwei profilierte, umlaufende Riemen verwendet.
[0020] Es ist nun vorgesehen, auf diese Formgebungselemente sich periodisch ändernde Kräfte
einwirken zu lassen. Die Riemen werden dazu in einem geeigneten Bereich, der bevorzugt
in der Mitte zwischen den Führungsrollen der Riemen liegt, beaufschlagt. Die Beaufschlagung
kann hierbei entweder durch Rollen, Walzen, Stößel, Hydraulikelemente oder dergleichen
erfolgen.
[0021] Wichtig hierbei ist, daß die Riemen so belastet werden, daß die Masse nicht nur einfach
aus der Portionierungsstelle verdrängt wird, sondern gleichzeitig entgegen der Vorschubrichtung
zurückgedrängt wird. Bei der Verwendung von Rollen oder Walzen als die Kräfte aufbringenden
Elemente wird dies entweder durch eine exzentrische Lagerung dieser Rollen oder Walzen
erreicht, wobei selbstverständlich alternativ oder zusätzlich eine unrunde Rolle oder
Walze verwendet werden kann.Bei Stößeln oder hydraulischen Stellelementen ist eine
entsprechende Ansteuerung vorgesehen.
[0022] Die Krafteinleitung erfolgt hierbei so, daß die Formgebungselemente zunächst eine
relativ kleine und zumindest teilweise entgegen der Vorschubrichtung wirkende Kraft
erfahren, die auf die zu formende Masse geleitet wird. Somit wird bereits am Beginn
des Verdrängungsprozesses die zu formende Masse von der Portionierungsstelle weg verdrängt.
Beim weiteren Fortschreiten des Verdrängungsvorgangs wird ein größer werdender Anteil
der einwirkenden Kräfte senkrecht zur Vorschubrichtung eingeleitet. Somit finden also
gleichzeitig ein Herausquetschen der Masse aus dem Bereich der Portionierungsstellen
und ein Verdrängen entgegen der Vorschubrichtung statt.
[0023] Der absolute Betrag der einwirkenden Kräfte kann hierbei gleichbleiben oder sich
ändern, insbesondere ansteigen.
[0024] Es kann hierbei vorgesehen sein, beim ersten Zusammenpressen der Formgebungselemente
noch relativ geringe Kräfte vorzusehen, so daß noch nicht die gesamte Masse aus dem
Bereich der Portionierungsstellen verdrängt wird. Dies wird dann in einem zweiten
und ggf. dritten oder vierten Schritt nachgeholt. Es ist aber selbstverständlich ebenfalls
möglich, bei einer geeigneten Masse mit passenden Materialeigenschaften die gesamte
erforderliche Verformung in lediglich einem einzigen Schritt vorzunehmen.
[0025] Wie bereits weiter oben ausgeführt, bestehen die Formgebungselemente aus umlaufenden
Riemen.
[0026] Diese sind an ihren jeweils der Masse zugewandten Seiten mit Stegen in bestimmten
Abständen versehen. Die Abstände zwischen diesen Stegen und deren Höhe entsprechen
den Abmessungen des zu liefernden Produkts. Die Stege selbst sind vorzugsweise nicht
ohne Übergang senkrecht aus der Riemenoberfläche heraus abragend angebracht, sondern
weisen Seitenschrägen auf. Es kommt somit nicht zu einer schlagartigen Verdrängung
der Masse aus den Portionierungsstellen, sondern die Masse kann vielmehr spitz zulaufend
in Richtung auf die Portionierungsstellen verbleiben. Auch durch diese spezielle Formgebung
werden die insgesamt auftretenden Rückstellkräfte verringert.
[0027] An ihrer Innenseite weisen die Riemen Noppen oder eine ähnlich geeignete Führungseinrichtung
zum Antrieb und zur Förderung auf.
[0028] Es kann weiter vorgesehen sein, die Stege beheizbar auszubilden. Hierzu sind die
Stege selbst entweder aus Metall, wahlweise mit einer geeigneten Beschichtung ausgebildet,
oder es sind Metallstäbe in das Riemenmaterial eingebettet. Beim stetigen Umlauf der
Riemen passieren nun die Stege mit den darin angebrachten Metallelementen eine geeignete
Heizeinrichtung, z.B. ein Induktionselement. Auf diese Weise werden die Stege erwärmt,
so daß im Portionierungsbereich nicht nur die Masse verdrängt wird, sondern gleichzeitig
die Umhüllung eine gewisse Erwärmung erfährt. In der an die Portionierungseinheit
anschließenden Fixierungseinheit ist es nunmehr nicht mehr erforderlich, die Umhüllung
vollständig von einer relativ niedrigen Temperatur auf Fixierungstemperatur zu bringen,
sondern die Umhüllung weist bereits eine erhöhte Temperatur auf. Hierdurch kann eine
zuverlässige Fixierung bei relativ geringem Aufwand erreicht werden.
[0029] Selbstverständlich ist auch eine andere Fixierung der Umhüllung möglich, so daß diese
Heizeinrichtung nicht zwingend Bestandteil der Erfindung ist.
[0030] Die Erfindung wird anhand der folgenden Figuren näher dargestellt, wobei hier als
Beispiel eine Portionierung für Käse gewählt worden ist. Der Gedanke der Erfindung
ist allerdings nicht auf dises Material beschränkt, sondern die Erfindung kann bei
jedem anderen geeigneten Material ebenfalls zum Einsatz kommen.
[0031] Im folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg darstellenden
Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung
die Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
[0032] Dabei zeigt:
- Figur 1:
- eine Draufsicht auf eine schematische Darstellung einer Verdrängungsvorrichtung gemäß
der Erfindung,
- Figur 2,3:
- eine Seitenansicht der zum Verdrängen verwendeten Walzen,
- Figur 4:
- eine vergrößerte Darstellung des verwendeten Verdrängungselements.
[0033] Gemäß Figur 1 sind als Verdrängungselemente zwei Riemen 1,2 vorgesehen, die jeweils
in den Pfeilrichtungen 12,13 umlaufen und dabei von Rollen 3,4 geführt werden. Dies
geschieht mittels Zähnen 5, die an der Innenseite der Riemen 1,2 angebracht sind.
Die Rollen 3, 4 sind entsprechend zur Aufnahme der Zähne 5 und zum Antrieb der Riemen
1, 2 ausgebildet. An der Außenseite sind die Riemen 1,2 mit mehreren Stegen 6 versehen,
wobei in jedem Steg 6 einer oder mehrere Stäbe 16 angebracht sind.
[0034] Die Riemen 1, 2 sind synchronisiert, so daß sich die Stege 6 der beiden Riemen gegenüberliegen,
wie in Fig. 1 gezeigt.
[0035] Die gesamte Anlage ist bevorzugt so ausgeführt, daß die zu formende Masse in Vorschubrichtung
7 senkrecht nach unten transportiert wird. Selbstverständlich ist aber auch ein anders
gerichteter Einbau möglich, z.B. waagrecht oder schräg, wobei auch eine Förderung
nach oben entgegen der Schwerkraft vorgesehen sein kann.
[0036] Im Bereich zwischen den Rollen 3,4 sind im gezeigten Ausführungsbeispiel drei Walzenpaare
8,8a, 9,9a, 10,10a vorgesehen, die ebenfalls an ihrem Umfang mit Zähnen 17 versehen
sind (Figur 2,3).
[0037] Das zu formende ud zu portionierende Material wird nun zusammen mit seiner Umhüllung
von oben her in Pfeilrichtung 7 in den Trichter zwischen den Riemen 1,2 eingeführt.
Es wird von den Riemen weiter transportiert in Pfeilrichtung 7, bis es etwa in den
Bereich des ersten Walzenpaares 8,8a gelangt.
[0038] Sämtliche Walzenpaare 8,8a, 9,9a, 10,10a sind mittels ihrer Zähne 17 (Figur 2,3)
drehsynchron mit den Riemen 1,2 gekoppelt. Somit kann die Kraftwirkung, die von den
Walzenpaaren auf die Riemen ausgeübt wird, so dosiert werden, daß stets eine bestimmte
Kraft ausgeübt wird, wenn sich die Stege 6 an einer bestimmten, vorgegebenen Stelle
befinden.
[0039] Durch die Walzenpaare 8,8a, 9,9a, 10,10a erfolgt nun eine Kraftwirkung in Pfeilrichtungen
14,15 sowie in Gegenrichtung zur Förderrichtung 7. Dies geschieht dadurch, daß die
Walzen der Walzenpaare 8,8a, 9,9a, 10,10a gemäß Figuren 2,3 mit Einsätzen 18 versehen
sind, die zwischen den zugehörigen Zähnen 17 angebracht sind. Diese Einsätze können
hierbei eingeklemmt, eingeschweißt oder in anderer geeigneter Weise befestigt sein.
[0040] Die Höhe der Einsätze 18 wird nun so gewählt, daß entweder bereits ein vollständiges
Zusammendrücken der Stege 6 im Bereich der Walzenpaare erfolgt, oder aber, wie beim
ersten Walzenpaar 8,8a (Figur 2) noch etwas Spielraum zwischen den Stegen 6 der Riemen
1,2 verbleibt. Die Kraftwirkung in den Pfeilrichtungen 14,15 in Figur 1 ergibt sich
in klarer Weise daraus, daß durch die Einsätze 18 der Abstand zwischen den Walzen
eines Walzenpaares 8,8a, 9,9a, 10,10a verringert wird und somit die dazwischen befindlichen
Riemen mitsamt der Käsemasse und der Verpackung zusammengequetscht werden. Der zurückwalkende
Effekt entgegen der Pfeilrichtung 7 ergibt sich dadurch, daß, sobald die Einsätze
18 in Eingriff mit den Riemen 1,2 gelangen, dieser Eingriff noch in Figur 1 oberhalb
des Mittelpunkts der Walzen 8,8a erfolgt. Wenn nun die Riemen 1,2 sich in den Pfeilrichtungen
12,13 weiter bewegen und dadurch auch die Walzen 8,8a weiterbewegt werden, gelangen
diese Einsätze 18 in immer stärkeren Eingriff mit den Riemen 1,2 und drücken diese
entsprechend stärker zusammen. Die Berührstelle zwischen den Walzen 8,8a und den Riemen
1,2 wandert zusammen mit der Käsemasse und der Umhüllung nach unten; bei einem weiteren
Fortschreiten der Verdrehung wird allerdings der Abstand zwischen den Einsätzen 18
der gegenüberliegenden Walzen 8,8a stets weiter verringert. Da die Einsätze 18 in
ihrer ersten Kontaktstellung noch schräg nach außen geneigt in Bezug zur Mitte der
Vorrichtung stehen und im weiteren Verlauf der Förderbewegung langsam parallel schwenken,
ergibt sich insgesamt ein Zurückwalken der Käsemasse durch die Einsätze 18 an den
Walzen 8,8a.
[0041] Derselbe Vorgang tritt auch bei den Walzenpaaren 9,9a, 10,10a auf, wobei hier mehr
Einsätze 18 vorgesehen sind als beim ersten Walzenpaar 8,8a. So kann beispielsweise
mit dem ersten Walzenpaar 8,8a lediglich eine Vorverformung herbeigeführt werden,
wobei die gegenüberliegenden Stege 6 der Riemen 1 noch nicht zwangsweise miteinander
zusammenstoßen, sondern an diesen Portionierungsstellen noch eine gewisse Käserestmasse
verbleiben kann. Die endgültige Verdrängung erfolgt dann mittels der Walzenpaare 9,9a,
10,10a.
[0042] Es ist selbstverständlich ebenfalls möglich, anstelle der Einsätze 18 an den Walzenpaaren
8,8a, 9,9a, 10,10a diese Walzenpaare exzentrisch zu lagern und dadurch ebenfalls periodisch
wechselnde Andrückkräfte auf die Riemen 1,2 zu erreichen.
[0043] Es ist nicht näher dargestellt, daß die Walzenpaare 8,8a, 9,9a, 10,10a in Pfeilrichtungen
14,15 sowie in Pfeilrichtung 7 und in Gegenrichtung dazu verstellbar angeordnet sind.
Außerdem ist ein leichtes Auswechseln dieser Walzenpaare vorgesehen.
[0044] Insgesamt wird somit eine optimale Anpassung an unterschiedliche Randbedingungen
erreicht. Zusätzlich kann noch ein leichtes Auswechseln der Riemen 1,2.mit den Rollen
3,4 vorgesehen sein, um die Anlage insgesamt noch anpassungsfähiger auszulegen.
[0045] Figur 4 zeigt eine vergrößerte Darstellung durch den Querschnitt eines Riemens 1
bzw. 2. Deutlich sind die Stäbe 16 zu erkennen, die im Bereich des Stegs 6 angeordnet
sind und quer zur Längsrichtung des Riemens 1,2 verlaufen.
[0046] Selbstverständlich ist es alternativ ebenfalls möglich, lediglich einen großen Stab
einzulegen oder den gesamten Steg 6 in Form eines am Riemen befestigten Metallteils
auszubilden.
[0047] Mit Hilfe dieser Stäbe 16 wird nun der Steg 6 insgesamt erhitzt. Hierzu ist zu jedem
Riemen 1,2 eine Induktionsstation 11 (Figur 1) vorgesehen, bei er in ansich bekannter
Weise mittels Induktion den Stäben 16, die zu diesem Zweck bevorzugt aus einem elektrisch
leitenden Material ausgebildet sind, Wärmeenergie zugeführt wird. Hierdurch wird der
gesamte Stegbereich an den Riemen 1,2 erhitzt. Insgesamt ergibt sich somit bereits
eine Vorwärmung der Umhüllung, sobald diese mit den Stegen 6 der Riemen 1,2 in Kontakt
kommt. Diese Erwärmung erfolgt in vorteilhafter Weise lediglich im Bereich der vorgesehenen
Portionierungsstellen.
[0048] Wie ebenfalls in Figur 4 dargestellt, besteht jeder Riemen 1,2 aus einem Obermaterial
19 sowie einem Untermaterial 20, das mit Zähnen 5 und entsprechenden Ausnehmungen
versehen ist. Es ist aber selbstverständlich ebenfalls möglich, die Riemen 1,2 materialeinstückig
aus einem durchgehenden homogenen Material herzustellen.
[0049] Der Steg 6 ist hierbei ebenfalls als Unterschied gegenüber dem Stand der Technik
nicht senkrecht aus der Oberfläche 23 des Riemens 1,2 herausragend ausgebildet, sondern
weist zunächst einen Absatz 21 auf, an den sich eine Schrägfläche 22 anschließt, die
wiederum in die Fläche 23, die im wesentlichen parallel zur Riemenlängsachse verläuft,
übergeht.
[0050] Durch diese Schrägfläche 22 wird der Verdrängungsprozess im Bereich der Portionierungsstellen
etwas abgemildert und erfolgt nicht mehr so abrupt, wie dies bisher beim Stand der
Technik der Fall war.
[0051] Mit der vorliegenden Erfindung wird somit eine zuverlässige Verformung bei einem
Kaltverformungsvorgang erreicht.
1. Verfahren zur Formgebung und Portionierung einer zähen Masse innerhalb einer flexiblen
Umhüllung während einer Vorschubbewegung durch von außen auf die Umhüllung einwirkende
Kräfte, dadurch gekennzeichnet, daß eine mehrfache, aufeinanderfolgende und periodisch sich richtungsändernde, ein-
oder beidseitige Krafteinwirkung durch Formgebungselemente erfolgt, die als mit Stegen
(6) versehene Riemen (1,2) ausgebildet und durch Kräfte aufbringende Elemente (8,8a,
9a,10,10a) mit diesen Kräften beaufschlagt sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Betrag der einwirkenden Kräfte unverändert bleibt oder sich periodisch ändert.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die von außen einwirkenden Kräfte zumindestens teilweise und während eines gewissen
Zeitraums in Gegenrichtung zur Vorschubbewegung der Masse und deren Umhüllung wirken.
4. Vorrichtung zur Formgebung und Portionierung einer zähen Masse innerhalb einer flexiblen
Umhüllung während einer Vorschubbewegung, dadurch gekennzeichnet, daß die Masse innerhalb der Umhüllung zwischen zwei Formgebungselementen verläuft,
die als mit Stegen (6) versehene Riemen (1,2) ausgebildet und durch Kräfte aufbringende
Elemente (8,8a,9,9a,10,10a) ein- oder beidseitig mit diesen Kräften beaufschlagt sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege (6) ein- oder beidseitig mit einer Schrägfläche (22) versehen sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere die Kräfte aufbringende Elemente (8,8a,9,9a,10,10a) hintereinander angeordnet
sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die die Belastung aufbringenden Elemente (8,8a,9,9a,10,10a) als Rollen, Walzen,
Stößel oder in ähnlicher geeigneter Form ausgebildet sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die die Belastung aufbringenden Elemente (8,8a,9,9a,10,10a) einstellbar und auswechselbar
angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Ausbildung der die Kräfte aufbringenden Elemente (8,8a,9,9a,10,10a) als
Walzen diese einen unrunden Außenumfang aufweisen oder exzentrisch gelagert sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung eine Einrichtung zur Erwärmung der Profilierungselemente (6)
an den Formgebungselementen (1,2) aufweist.
1. A method for fashioning and portioning a viscous material inside a flexible casing
during a feed movement by forces acting on the casing from the exterior, characterised in that a multiple, successive action of force on one or both sides and changing direction
periodically takes place by fashioning members which are constructed as bands (1,
2) provided with cross-pieces (6) and are acted upon by force-applying members (8,
8a, 9a, 10, 10a) with these forces.
2. The method according to Claim 1, characterised in that the total of the acting forces remains unchanged or changes periodically.
3. The method according to Claim 1 or 2, characterised in that the forces acting from the exterior act in the opposite direction to the feed movement
of the material and its casing at least partially and during a certain period of time.
4. A device for fashioning and portioning a viscous material inside a flexible casing
during a feed movement, characterised in that the material inside the casing runs between two fashioning members which are constructed
as bands (1, 2) provided with cross-pieces (6) and are acted upon by force-applying
members (8, 8a, 9, 9a, 10, 10a) by said forces on one or both sides.
5. The device according to Claim 4, characterised in that the cross-pieces (6) are provided on one or both sides with an inclined surface (22).
6. The device according to Claim 4 or 5, characterised in that several members (8, 8a, 9, 9a, 10, 10a) applying the forces are arranged one behind
the other.
7. The device according to any of Claims 4 to 6, characterised in that the members (8, 8a, 9, 9a, 10, 10a) applying the stress are constructed as rolls,
rollers, rams or in a similar suitable form.
8. The device according to any of Claims 4 to 7, characterised in that the members (8, 8a, 9, 9a, 10, 10a) applying the stress are arranged so as to be
adjustable and interchangeable.
9. The device according to any of Claims 4 to 8, characterised in that with the construction of the members (8, 8a, 9, 9a, 10, 10a) applying the forces
as rollers, these have a non-circular external circumference or are mounted eccentrically.
10. The device according to any of Claims 4 to 9, characterised in that the device has an arrangement for heating the profiling members (6) on the fashioning
members (1, 2).
1. Procédé pour façonner et diviser en portions une masse visqueuse à l'intérieur d'une
enveloppe flexible pendant un mouvement d'avance, grâce à des forces agissant de l'extérieur
sur l'enveloppe, caractérisé en ce qu'il est prévu une action de forces multiples, successives et changeant périodiquement
de direction, sur un ou deux côtés, grâce à des éléments de façonnage qui sont conçus
comme des courroies (1, 2) pourvues de nervures (6) et qui sont sollicités par des
éléments exerçant des forces (8, 8a, 9, 9a, 10, 10a) à l'aide de ces forces.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'intensité des forces qui agissent reste inchangée ou varie périodiquement.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les forces agissant de l'extérieur agissent au moins partiellement et pendant
un certain temps dans le sens inverse par rapport au mouvement d'avance de la masse
et de l'enveloppe de celle-ci.
4. Dispositif pour façonner et diviser en portions une masse visqueuse à l'intérieur
d'une enveloppe flexible pendant un mouvement d'avance, caractérisé en ce que la masse contenue dans l'enveloppe passe entre deux éléments de façonnage
qui sont conçus comme des courroies (1, 2) pourvues de nervures (6) et qui sont sollicités
d'un côté ou des deux côtés par des éléments exerçant des forces (8, 8a, 9, 9a, 10,
10a) à l'aide de ces forces.
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que les nervures (6) sont pourvues, d'un côté ou des deux côtés, d'une surface
inclinée (22).
6. Dispositif selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que plusieurs éléments exerçant des forces (8, 8a, 9, 9a, 10, 10a) sont disposés
les uns derrière les autres.
7. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisé en ce que les éléments exerçant la sollicitation (8, 8a, 9, 9a, 10, 10a) sont conçus
comme des rouleaux, des cylindres, des poussoirs ou des éléments d'une forme appropriée
similaire.
8. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 7, caractérisé en ce que les éléments exerçant la sollicitation (8, 8a, 9, 9a, 10, 10a) sont disposés
de manière à pouvoir être réglés et changés.
9. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 8, caractérisé en ce que si les éléments exerçant les forces (8, 8a, 9, 9a, 10, 10a) sont conçus
comme des cylindres, ceux-ci ont une circonférence extérieure non circulaire ou sont
montés de façon excentrique.
10. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 9, caractérisé en ce qu'il comporte un appareil pour chauffer les éléments de profilage (6) sur
les éléments de façonnage (1, 2).