(19)
(11) EP 0 804 660 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
12.05.1999  Patentblatt  1999/19

(21) Anmeldenummer: 95926928.3

(22) Anmeldetag:  18.07.1995
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6E04F 11/16
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP9502/815
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9603/558 (08.02.1996 Gazette  1996/07)

(54)

TREPPENBAUELEMENT

STAIR COMPONENT

ELEMENT D'ESCALIER


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FR GB GR IE IT LI LU MC NL

(30) Priorität: 23.07.1994 DE 9411960 U
07.02.1995 DE 29501905 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
05.11.1997  Patentblatt  1997/45

(73) Patentinhaber: JUNG, Horst
D-63128 Dietzenbach (DE)

(72) Erfinder:
  • JUNG, Horst
    D-63128 Dietzenbach (DE)

(74) Vertreter: Stoffregen, Hans-Herbert, Dr. Dipl.-Phys. 
Patentanwalt Postfach 21 44
63411 Hanau
63411 Hanau (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A-95/14139
DE-U- 8 815 008
DE-U- 9 317 920
DE-A- 4 133 721
DE-U- 8 914 539
FR-A- 2 671 822
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Treppenbauelement nach den Oberbegriffen der Ansprüche 1 und 10.

    [0002] Aus dem DE 93 17 920 U1 ist ein Eckkantenprofil für die Abdeckung einer Treppe, Trittfläche, Stoßkante sowie Stellstufe bekannt. Um die nicht freitragende Treppenstufe zu verkleiden, sind Parkettelemente vorgesehen, die sich entlang der Stirnseite und der Unterseite der Treppenstufe sowie entlang der Stellstufe erstrecken. Im Bereich der Trittfläche ist ein Parkettelement von einem Eckkantenprofil bereichsweise aufgenommen. Um Treppenstufen unterschiedlicher Höhen zu verkleiden, bedarf es einer individuellen Anpassung der Parkettelemente.

    [0003] Aus dem DE 89 14 539 U1 ist ein Bausatz zur Renovierung der Sichtflächen einer Treppenstufe mit Stellstufe zu entnehmen, wobei der Bausatz einen aus L-förmigen Elementen bestehenden Unterbau umfaßt, der seinerseits mit einem Gehbelag bzw. mit einer Stirnleiste abdeckbar ist. Zur Anpassung an Treppenstufen unterschiedlicher Höhen müssen die Abschnitte der Unterkonstruktion aufeinander abgestimmt werden. Hierzu ist als Möglichkeit vorgesehen, daß sich entlang der Stoßkante erstreckende Abschnitte der Unterkonstruktion teilweise überlappen.

    [0004] Es gibt eine Vielzahl von weiteren Vorschlägen zum Sanieren von Treppen, deren Stufen neben der Trittstufe mit Stoßkante auch eine Stellstufe aufweisen. So ist zum Beispiel der DE 92 14 772 U1 ein Treppenbaulement zu entnehmen, das aus einer Trittplatte und einer Stellplatte besteht, die über ein sich entlang der Stoßkante der Treppenstufe erstreckendes Profilstück miteinander verbunden sind.

    [0005] Andere Vorschläge zur Abdeckung von zu renovierenden Treppenstufen sehen mehrteilige Bauelemente vor, die vor Ort montiert werden. So wird z.B. in der DE 35 42 952 A1 vorgeschlagen, daß auf der abgetretenen Treppenstufe über ihre ursprüngliche Höhe vorstehende Holzleisten sowie eine die Stoßkante umgreifende U-förmige Metallschiene befestigt werden, um anschließend eine Holzauflage mit der Stoßleiste mittels Montageschaum zu fixieren.

    [0006] Eine vorgefertigte Abdeckung einer Treppenstufe nach der EP 0 061 707 A2 sieht einen mindestens drei Schichten umfassenden Aufbau vor, die im Bereich der Trittkante über ihre vollen Berührungsflächen miteinander verleimt sind.

    [0007] In der DE 85 14 515 U1 wird ein Belag zum Sanieren ausgetretener Treppenstufen beschrieben, der aus zwei einstückig miteinander verbundenen Schenkeln aus tritt- und abriebfestem Kunststoff besteht.

    [0008] Dem DE 80 26 427 U1 ist eine Treppenstufe für die Altbausanierung zu entnehmen, wobei die alte Stellstufe durch eine Blende abgedeckt wird, die von einem zwischen einer vorspringenden Kante einer neuen Treppenstufe und der Trittkante der alten Treppenstufe verlaufenden Spalt ausgeht und sich bis zur vorangehenden neuen Treppenstufe erstreckt.

    [0009] Bei einer Trittstufe für die Restaurierung von Gebäudetreppen ist nach der DE 27 50 636 A1 ein Armierungsprofil vorgesehen, das sich sowohl entlang der Trittstufe als auch der Stoßkante erstreckt. Dabei verjüngt sich ein entlang der Stoßkante verlaufender Schenkel zu seinem Ende hin und übergreift die Stirnkante der abgenutzten Trittstufe vollständig.

    [0010] Eine zumindest dreiteilige Abdeckung für eine zu renovierende Treppe ist aus der DE 88 15 008 U1 bekannt. Die einzelnen Abschnitte sind dabei durch eine Nut-Feder-Verbindung gesichert.

    [0011] Eine Vielzahl weiterer vorbekannter Vorschläge zum Sanieren von zu renovierenden Treppenstufen sehen ebenfalls mehrteilige Bauelemente oder solche vor, die gegebenenfalls nur bereichsweise die Treppenstufe selbst abdecken, wobei diese stets neben der Trittstufe auch eine Stellstufe aufweist. Beispielhaft wird verwiesen auf die DE 86 04 260 U1, DE 80 26 427 U1, DE 85 04 095 U1, DE 38 03 077 C2 oder DE 92 12 336 U1.

    [0012] Der vorliegenden Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein Treppenbauelement zum Renovieren einer freitragenden Treppenstufe mit Trittstufe und Stoßkante zur Verfügung zu stellen, durch das mit konstruktiv einfachen Maßnahmen eine Renovierung möglich ist, wobei ein problemloses Anpassen an Trittstufen mit voneinander abweichenden Höhen möglich sein soll. Gleichzeitig soll das Treppenbauelement ein optisch ansprechendes Äußeres vermitteln.

    [0013] Das Problem wird erfindungsgemäß im wesentlichen dadurch gelöst, daß von dem Längsrand des die Stoßkante bereichsweise abdeckenden Abschnitts der Verkleidung ein L-förmig gebogenes Abschlußelement mit einem bis unterhalb der Treppenstufe sich erstreckenden Querschenkel ausgeht, der unterseitig mit der Treppenstufe verbindbar, vorzugsweise mit der Unterseite der Treppenstufe verklebt oder verschraubt ist. Insbesondere handelt es sich bei dem Abschlußelement um ein gebogenes Formsperrholz, das außenseitig Furnier oder eine Melaminoberläche aufweist. Das Formsperrholz kann dabei ein unter hohem Druck vorgefertigtes Teil sein, welches bei der Montage auf die benötigte Länge und Höhe zugeschnitten wird.

    [0014] Durch die erfindungsgemäße Lehre ist mit einfachen Maßnahmen eine freitragende Treppenstufe zu renovieren, wobei mittels des gebogenen Abschlußelementes eine problemlose Anpassung an den Verlauf bzw. die Höhe der Treppenstufe möglich ist, ohne daß es Änderungen an der die Trittfläche und die Stoßkante bereichsweise abdeckenden Verkleidung notwendig sind; denn zur Anpassung ist es nur erforderlich, daß das L-förmig gebogene Abschlußelement in seiner Höhe und/oder Breite und/oder Länge im erforderlichen Umfang abgelängt wird.

    [0015] Mit anderen Worten besteht das eine freitragende Treppenstufe renovierende Treppenbauelement ausschließlich aus vorgefertigten Teilen, die vor Ort in notwendigem Umfang zurechtgeschnitten bzw. gebogen werden.

    [0016] Insbesondere zeichnet sich die Erfindung auch dadurch aus, daß der sich bis unterhalb der Treppenstufe erstreckende Querschenkel eine geringere Dicke als der sich entlang der Stoßkante erstreckende Schenkel (Längsschenkel) des Abschlußelementes aufweist.

    [0017] Um mit einfachen Maßnahmen das Abschlußelement mit dem die Stoßkante bereichsweise abdeckenden Abschnitt des Treppenbauelementes zu verbinden, sieht eine Weiterbildung der Erfindung vor, daß in dem Längsrand des die Stoßkante bereichsweise abdeckenden Abschnitts des Treppenbauelementes eine Längsnut verläuft, in der der Längsschenkel des Abschlußelementes befestigbar ist.

    [0018] Auch zeichnet sich die Erfindung dadurch aus, daß ein L-förmiges Stützelement wie Winkelprofil die Treppenstufe stoßkantenseitig zumindest bereichsweise abdeckt, wobei von einem entlang der Stoßkante verlaufenden Schenkel des Stützelementes ein vorzugsweise stegartiger Vorsprung ausgeht, auf dem der entlang der Stoßkante verlaufende Abschnitt des Treppenbauelementes mit seinem Längsrand abstützbar ist.

    [0019] Der Abschnitt selbst kann über die Trittfläche der zu renovierenden Treppenstufe vorstehen und eine parallel zur Treppenstufe verlaufende Längsnut aufweisen, in die ein stegartiger Vorsprung einer die Trittfläche abdeckenden Trittplatte des Treppenbauelementes einbringbar ist, wobei die Trittplatte oberseitig bündig in den Abschnitt übergeht.

    [0020] Das der Erfindung zugrundeliegende Problem wird auch dadurch gelöst, daß von dem Längsrand des die Stoßkante bereichsweise abdeckenden Abschnitts der Verkleidung ein L-förmig gebogenes Abschlußelement mit einem bis unterhalb der Treppenstufe sich erstreckenden Querschenkel ausgeht, der unterseitig mit der Treppenstufe verbindbar ist.

    [0021] Durch die erfindungsgemäße Lehre ist mit überaus einfachen Maßnahmen die Möglichkeit geschaffen, eine Treppe zu renovieren, bei der die nach dem Stand der Technik zur Montage des Treppenbauelementes erforderliche Stellstufe nicht benötigt wird.

    [0022] So ist es nur erforderlich, daß in an und für sich bekannter Weise die Trittstufe und die Stoßkante mit z.B. aus Echtholz oder Kunststoff bestehenden Platten bzw. Leisten nach gegebenenfalls zuvor erforderlichen Unterfütterungen abgedeckt werden, ohne daß Maßnahmen an der Unterseite der Treppenstufe selbst erforderlich sind. Vielmehr wird diese durch das von dem die Stoßkante abdeckenden Abschnitt des Treppenbauelements ausgehende Abschlußelement randseitig, also stoßkantenseitig abgedeckt, so daß das Treppenbauelement eine geschlossene Einheit bildet, das optisch nahtlos in die Treppenstufe übergeht.

    [0023] Gleichzeitig erfolgt quasi ein automatisches Anpassen an Treppenstufen unterschiedlicher Höhen dadurch, daß das Abschlußelement in Form einer flexiblen Lippe, die sich zu ihrem freien Rand hin verjüngt, ausgebildet ist, so daß diese sich stets im erforderlichen Umfang an der Unterseite der Treppenstufe anlegen kann.

    [0024] Bei der Abdeckung handelt es sich vorzugsweise um einen aus Kunststoff wie halbhartem PVC bestehenden Umleimer, wobei ein von diesem ausgehender Steg in eine Längsnut des Längsrandes des entlang der Stoßkante verlaufenden Abschnitts des Treppenbauelements eine Abdeckung einbringbar und verrastbar ist.

    [0025] Unabhängig von dem Aufbau bzw. den Materialien der die Trittstufe und die Stoßkante im erforderlichen Umfang abdeckenden Verkleidung ist sichergestellt, daß durch die vorzugsweise in Form eines Umleimers mit angespritzter Dichtlippe ausgebildete Abdeckung das erfindungsgemäße Treppenbauelement integraler Bestandteil der zu renovierenden Treppenstufe wird, wobei der entlang der Stoßkante verlaufende Abschnitt über der Stoßkante in Richtung der vorausgehenden Treppenstufe vorstehen kann, ohne daß hierdurch der optische Eindruck der Treppe an sich verändert wird, da die Abdeckung gleichzeitig als Sichtverblendung wirkt, wodurch auch treppenstufenunterseitige Schäden verdeckt werden.

    [0026] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich nicht nur aus den Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen - für sich und/oder in Kombination -, sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung eines der Zeichnung zu entnehmenden bevorzugten Ausführungsbeispiels.

    [0027] Es zeigen:
    Fig. 1
    eine besonders hervorzuhebende Ausführungsform eines Treppenbauelements und
    Fig. 2
    eine zweite Ausführungsform eines Treppenbauelements.


    [0028] In Fig. 1 ist eine freitragende Treppenstufe (10) rein prinzipiell dargestellt, deren Trittfläche (12) und Stoßkante (14) von einer im Ausführungsbeispiel mehrteiligen Verkleidung (16) abgedeckt sind. Dabei kann die Verkleidung (16) zum Beispiel aus Echtholz oder Kunststoff bestehen und einen Aufbau aufweisen, der von Treppenbauelementen her bekannt ist, die zum Renovieren von Treppen mit Stellstufen bestimmt sind.

    [0029] Im Ausführungsbeispiel ist die Trittfläche (12) von einer Trittplatte (18) abgedeckt, die außenseitig mit einem Furnier (20) oder Melamin beschichtet sein kann. Die Trittplatte (18) liegt stoßkantenseitig auf einem Winkelprofil (22) auf, welches sich entlang der Stoßkante (14) erstreckt. Vom entlang der Stoßkante (14) verlaufenden Schenkel (24) des Winkelprofils (22) geht ein stegartiger Vorsprung (26) aus, der parallel zur Treppenstufe (10) verläuft und auf den ein stoßkantenseitiger Abschnitt (28) der Verkleidung (16) mit seinem unteren Längsrand (30) abgestützt ist. Der Längsrand endet folglich beabstandet zum anderen Rand der Stoßkante (14).

    [0030] Der Abschnitt (28) der Verkleidung (16) erstreckt sich somit einerseits bereichsweise entlang der Stoßkante (14) und überragt andererseits mit einem oberen Abschnitt (32) die Trittfläche (12) der zu renovierenden Treppenstufe (10). In dem oberen Abschnitt (32) verläuft eine Längsnut (34), in die ein stegförmiger Abschnitt (36) der Trittplatte (18) einbringbar ist. Die trittstufenseitige Oberseite (38) des Abschnitts (28) geht sodann bündig in die Trittplatte (18) bzw. das Furnier (20) bzw. die Melaminschicht über.

    [0031] Der Abschnitt (28) der Verkleidung (26) weist in seinem unteren Rand eine Längsnut (40) auf, in die ein L-förmiges Abschlußelement (42) mit seinem Längsschenkel (44) einbringbar ist. Das Abschlußelement (42) erstreckt sich des weiteren unterhalb der Treppenstufe (10) und ist mit seinem Querschenkel (46) mit der Unterseite (48) zum Beispiel mittels Schrauben (48) verbunden.

    [0032] Der Querschenkel (46) weist eine geringere Dicke als der Längsschenkel (44) auf. Hierdurch ist der Vorteil gegeben, daß das Abschlußelement (42) im erforderlichen Umfang gebogen werden kann.

    [0033] Das Abschlußelement (42) besteht vorzugsweise aus einem gebogenen Formsperrholz, das außenseitig Furnier oder eine Melaminoberfläche aufweist. Das Formsperrholz besteht in bekannter Weise aus mehreren miteinander verleimten Holzschichten, die sich in Längsrichtung eines gebogenen Abschlußelementes erstrecken.

    [0034] Das erfindungsgemäße Treppenbauelement (16) besteht ausschließlich aus vorgefertigten Teilen, die vor Ort an die zu renovierende Treppenstufe (10) angepaßt werden. Hierzu ist es nur erforderlich, daß die einzelnen Elemente im erforderlichen Umfang abgelängt werden. Durch die Verwendung des aus Formsperrholz bestehenden Abschlußelementes (42) ist eine problemlose Anpassung an die Höhe der Treppenstufe (10) möglich. Unabhängig davon kann sowohl der Längsschenkel (44) als auch der Querschenkel (46) im notwendigen Umfang abgelängt werden. Gleiches gilt bezüglich der Länge des Abschlußelementes (42) selbst.

    [0035] In Fig. 2 ist ebenfalls eine freitragende Treppenstufe (110) rein prinzipiell dargestellt, deren Trittfläche (112) und Stoßkante (114) von einer im Ausführungsbeispiel mehrteiligen Verkleidung (116) abgedeckt sind. Dabei kann die Verkleidung z.B. aus Echtholz oder Kunststoff bestehen und einen Aufbau aufweisen, der von Treppenbauelementen her bekannt ist, die zum Renovieren von Treppen mit Stellstufen bestimmt sind.

    [0036] Im Ausführungsbeispiel ist die Trittfläche (112) von einer Trittplatte (118) abgedeckt, die außenseitig mit einer Folie (120) beschichtet sein kann. Die Stoßkante (114) wird von einer Leiste (122) abgedeckt, die mit der Trittplatte (118) in gewohnter Weise verbunden wie z.B. verleimt ist.

    [0037] Die Leiste (122) weist eine Höhe derart auf, daß deren unterer Längsrand (124) unterhalb der Unterseite der Treppenstufe (110) bzw. dem Trittbrett vorsteht. In den unteren Rand (124) ist erfindungsgemäß ein Umleimer (126) eingebracht, der z.B. aus halbhartem PVC bestehen kann und an den eine flexible Lippe (128) angespritzt ist, die sich in Richtung der Treppenstufe (110) erstreckt und an deren Unterseite (130) anliegt.

    [0038] Durch die Flexibilität der Lippe (128) ist sichergestellt, daß zum Renovieren von Stufen unterschiedlicher Höhen gleiche Leisten benutzt werden können, da sich die Lippe (128) stets im erforderlichen Umfang an der Unterseite der zu renovierenden Treppenstufe anlegt und somit einerseits einen Abschluß zu dieser bildet und andererseits die Funktion einer Sichtverblendung ausübt. Gleichzeitig wirkt das erfindungsgemäße Treppenbauelement (116) als neue Treppenstufe, da durch den Umleimer bzw. das Abschlußelement (126) bedingt die alte Stufe (110) optisch verdeckt wird.


    Ansprüche

    1. Treppenbauelement (16) zum Renovieren einer freitragenden Treppenstufe (10) mit Trittfläche (12) und Stoßkante (14) in Form einer Verkleidung (18, 28, 42), wobei die Verkleidung die Trittfläche und die Stoßkante ein- oder mehrteilig abdeckt und einen entlang der Stoßkante verlaufenden und diese abschnittsweise abdeckenden Abschnitt (28) aufweist, der mit seinem parallel zur Treppenstufe verlaufenden Längsrand (30) mit Abstand zur Unterseite (48) der freitragenden Treppenstufe endet,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß von dem Längsrand (30) des die Stoßkante (14) bereichsweise abdeckenden Abschnitts (28) der Verkleidung (18, 28, 42) ein L-förmig gebogenes Abschlußelement 42) mit einem bis unterhalb der Treppenstufe sich erstreckenden Querschenkel (46) ausgeht, der unterseitig mit der Treppenstufe verbindbar ist.
     
    2. Treppenbauelement nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Querschenkel (46) des Abschlußelementes (42) unterseitig mit der Treppenstufe (10) verklebt oder verschraubt ist.
     
    3. Treppenbauelement nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Abschlußelement (42) aus gebogenem Formsperrholz besteht.
     
    4. Treppenbauelement nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Abschlußelement (42) außenseitig Furnier oder eine Melaminoberfläche aufweist.
     
    5. Treppenbauelement nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Abschlußelement (42) ein in seiner Höhe und/oder Breite und/oder Länge ablängbares vorgefertigtes Formsperrholzelement ist.
     
    6. Treppenbauelement nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der sich bis unterhalb der Treppenstufe (10) erstreckende und vorzugsweise parallel zur Treppenstufe verlaufende Querschenkel (46) eine geringere Dicke als der entlang der Stoßkante (14) sich erstreckende Schenkel (44) (Längsschenkel) des Abschlußelementes (42) aufweist.
     
    7. Treppenbauelement nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Längsrand (30) des die Stoßkante (14) bereichsweise abdeckenden Abschnitts (28) des Treppenbauelementes (16) eine Längsnut (40) aufweist, in der der Längsschenkel (44) des Abschlußelementes (42) befestigbar ist.
     
    8. Treppenbauelement nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß ein L-förmiges Stützelement (42) wie Winkelprofil die Treppenstufe stoßkantenseitig zumindest bereichsweise abdeckt, wobei von einem entlang der Stoßkante (14) verlaufenden Schenkel (24) des Stützelementes ein vorzugsweise stegartiger Vorsprung (26) ausgeht, auf dem der entlang der Stoßkante verlaufende Abschnitt (28) des Treppenbauelementes (16) mit seinem Längsrand (30) abstützbar ist.
     
    9. Treppenbauelement nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der bereichsweise entlang der Stoßkante (14) verlaufende Abschnitt (28) über der Trittfläche (12) der zu renovierenden Treppenstufe (10) vorsteht und eine parallel zur Treppenstufe verlaufende Längsnut (34) aufweist, in die ein stegartiger Vorsprung (36) einer die Trittfläche abdeckenden Trittplatte (28) des Treppenbauelementes (16) einbringbar ist, wobei die Trittplatte oberseitig bündig in den Abschnitt (28) übergeht.
     
    10. Treppenbauelement (116) zum Renovieren einer freitragenden Treppenstufe (110) mit Trittfläche (112) und Stoßkante (114) in Form einer Verkleidung (118, 128, 142), wobei die Verkleidung die Trittfläche und die Stoßkante ein- oder mehrteilig abdeckt und einen entlang der Stoßkante verlaufenden und diese zumindest abschnittsweise abdeckenden Abschnitt (128) aufweist,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß vom parallel zur Treppenstufe verlaufenden Rand (124) des die Stoßkante (114) zumindest bereichsweise abdeckenden Abschnitts (122) der Verkleidung (118, 128, 142) eine Abdeckung (126) mit einem in Richtung der Treppenstufe vorspringenden flexiblen Abschlußelement (128) in Form einer sich unterseitig an der Treppenstufe (110) anlegenden Lippe ausgeht.
     
    11. Treppenbauelement nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß in den Längsrand (124) des die Stoßkante (114) abdeckenden Abschnitts (122) des Treppenbauelementes (116) eine Längsnut verläuft, in die ein stegartiger Vorsprung der Abdeckung (126) verrastbar ist.
     
    12. Treppenbauelement nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Abdeckung (126) ein Umleimer ist, der vorzugsweise aus Kunststoff wie halbhartem PVC besteht.
     
    13. Treppenbauelement nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß sich das vorzugsweise in Form einer Lippe (128) ausgebildete Abschlußelement zu seinem Längsrand hin verjüngt.
     
    14. Treppenbauelement nach zumindest einem der Ansprüche 11 bis 14,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Längsrand (124) der Abdeckung (122) die Stoßkante (114) zumindest vollständig abdeckt, vorzugsweise die Treppenstufe (110) unterseitig unterragt.
     


    Claims

    1. Staircase component (16) for renovating an overhanging stair (10) having tread (12) and nose (14) in the form of a facing (18, 28, 42), the facing covering the tread and the nose in one or more parts and comprising a portion (28), which extends along the nose and covers the latter in sections and terminates with its longitudinal edge (30), which extends parallel to the stair, at a distance from the underside (48) of the overhanging stair,
    characterized in
    that emanating from the longitudinal edge (30) of the portion (28) of the facing (18, 28, 42) covering the nose (14) in sections is an end element (42), which is bent into an L-shape and has a transverse limb (46), which extends as far as underneath the stair and is connectable to the underside of the stair.
     
    2. Staircase component according to claim 1,
    characterized in
    that the transverse limb (46) of the end element (42) is glued or screw-fastened to the underside of the stair (10).
     
    3. Staircase component according to claim 1 or 2,
    characterized in
    that the end element (42) is made of bent moulded plywood.
     
    4. Staircase component according to at least one of the preceding claims,
    characterized in
    that the end element (42) at its outside has a sheet of veneer or a melamine surface.
     
    5. Staircase component according to at least one of the preceding claims,
    characterized in
    that the end element (42) is a prefabricated moulded plywood element which may be cut to height and/or width and/or length.
     
    6. Staircase component according to at least one of the preceding claims,
    characterized in
    that the transverse limb (46) extending as far as underneath the stair (10) and preferably parallel to the stair has a lower thickness than the limb (44) (longitudinal limb) of the end element (42) extending along the nose (14).
     
    7. Staircase component according to at least one of the preceding claims,
    characterized in
    that the longitudinal edge (30) of the portion (28) of the staircase component (16) covering the nose (14) in sections has a longitudinal groove (40), in which the longitudinal limb (44) of the end element (42) is fastenable.
     
    8. Staircase component according to at least one of the preceding claims,
    characterized in
    that an L-shaped supporting element (42) such as an angle section at least in sections covers the stair at the nose end, wherein emanating from a limb (24) of the supporting element extending along the nose (14) is a preferably web-like projection (26), on which the portion (28) of the staircase component (16) extending along the nose is supportable with its longitudinal edge (30).
     
    9. Staircase component according to at least one of the preceding claims,
    characterized in
    that the portion (28) extending in sections along the nose (14) projects beyond the tread (12) of the stair (10) to be renovated and has a longitudinal groove (34), which extends parallel to the stair and into which may be introduced a web-like projection (36) of a step plate (18) of the staircase component (16), which step plate covers the tread and at its top surface verges flush into the portion (28).
     
    10. Staircase component (116) for renovating an overhanging stair (110) having tread (112) and nose (114) in the form of a facing (118, 128, 142), the facing covering the tread and the nose in one or more parts and comprising a portion (128), which extends along the nose and covers the latter at least in sections,
    characterized in
    that emanating from the edge (124), extending parallel to the stair, of the portion (122) of the facing (118, 128, 142) covering the nose (114) at least in sections is a covering (126) having a flexible end element (128), which projects towards the stair and takes the form of a lip, which rests against the underside of the stair (110).
     
    11. Staircase component according to at least one of the preceding claims,
    characterized in
    that extending into the longitudinal edge (124) of the portion (122) of the staircase component (116) covering the nose (114) is a longitudinal groove, into which a web-like projection of the covering (126) is latchable.
     
    12. Staircase component according to at least one of the preceding claims,
    characterized in
    that the covering (126) is an edge band, which is preferably made of plastic material such as semi-rigid PVC.
     
    13. Staircase component according to at least one of the preceding claims,
    characterized in
    that the end element preferably designed in the form of a lip (128) tapers towards its longitudinal edge.
     
    14. Staircase component according to at least one of claims 11 to 14,
    characterized in
    that the longitudinal edge (124) of the covering (122) at least totally covers the nose (114), preferably projecting beyond the underside of the stair (110).
     


    Revendications

    1. Elément d'escalier (16), pour rénover une marche d'escalier (10) en saillie présentant un plan de circulation (12) et un rebord de butée (14), cet élément ayant la forme d'un revêtement (18, 28, 42) comprenant une ou plusieurs parties couvrant le plan de circulation et le rebord, ainsi qu'une partie (28) courant le long du rebord en le recouvrant au moins localement et dont le bord longitudinal (30), parallèle à la marche, se termine à une certaine distance de la face inférieure (48) de la marche en saillie,
    caractérisé en ce que
    du bord longitudinal (30) de la partie (28) recouvrant localement le rebord de butée (14) et appartenant au revêtement (18, 28, 42) part un élément de fermeture (42) plié en L en formant une aile transversale (46) s'étendant jusque sous la face inférieure de la marche, à laquelle elle peut être reliée.
     
    2. Elément d'escalier selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    l'aile transversale (46) de l'élément de fermeture (42) est collée ou vissée sur la face inférieure de la marche (10).
     
    3. Elément d'escalier selon la revendication 1 ou 2,
    caractérisé en ce que
    l'élément de fermeture (42) est constitué d'un contre-plaqué plié en forme.
     
    4. Elément d'escalier selon au moins une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    l'élément de fermeture (42) présente extérieurement une surface plaquée ou recouverte de mélamine.
     
    5. Elément d'escalier selon au moins une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    l'élément de fermeture (42) est un contre-plaqué plié en forme, préfabriqué, et qui peut être ajusté par tronçonnage, en hauteur et/ou en largeur et/ou en longueur.
     
    6. Elément d'escalier selon au moins une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    l'aile transversale (46) s'étendant sous la marche d'escalier (10) et de préférence parallèlement à celle-ci, est moins épaisse que l'aile (44) (aile longitudinale) appartenant également à l'élément de fermeture (42) et s'étendant le long du rebord de butée (14).
     
    7. Elément d'escalier selon au moins une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    le bord longitudinal (30) de la partie (28) de l'élément (16) recouvrant en partie le rebord de butée (14) présente une rainure longitudinale (40) dans laquelle peut être fixée l'aile longitudinale (44) de l'élément de fermeture (42).
     
    8. Elément d'escalier selon au moins une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce qu'
    un élément de soutien (42) en forme de L, tel qu'un profilé d'angle, recouvre au moins en partie la marche du côté du rebord de butée et d'où une saillie (26) de préférence en forme de barrette part d'une aile (24) de l'élément de soutien s'étendant le long du rebord de butée (14), saillie sur laquelle peut s'appuyer par son bord longitudinal (30) la partie (28) de l'élément (16) située le long du rebord de butée.
     
    9. Elément d'escalier selon au moins une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    la partie (28) située au moins localement le long du rebord de butée (14) fait saillie au dessus du plan de circulation (12) de la marche (10) à rénover et présente une rainure longitudinale (34), parallèle à la marche, dans laquelle peut être engagée une saillie (36), en forme de barrette, d'une plaque de circulation (26) appartenant à l'élément d'escalier (16) et recouvrant le plan de circulation, cette plaque étant à fleur, par sa face supérieure, avec la partie (28).
     
    10. Elément d'escalier (116), pour rénover une marche d'escalier (110) en saillie présentant un plan de circulation (112) et un rebord de butée (114), cet élément ayant la forme d'un revêtement (118, 122, 128), comprenant une ou plusieurs parties couvrant le plan de circulation et le rebord ainsi qu'une partie (128) courant le long du rebord en le recouvrant au moins localement,
    caractérisé en ce que
    du bord (124), s'étendant parallèlement à la marche et appartenant à la partie (122) du revêtement (118, 128, 122) qui recouvre au moins localement le rebord de butée (114), part un recouvrement (126) comportant un élément flexible de fermeture (128) dépassant en direction de la marche, sous la forme d'une lèvre appliquée contre la face inférieure de la marche d'escalier (110).
     
    11. Elément d'escalier selon au moins une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    dans le bord longitudinal (124) de la partie (122) de l'élément d'escalier (116) recouvrant le rebord de butée (114) s'étend une rainure longitudinale dans laquelle peut venir se bloquer une saillie en forme de barrette, du recouvrement (126).
     
    12. Elément d'escalier selon au moins une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    le recouvrement (126) est une bande de lisière, réalisée de préférence en matière plastique, telle que du PVC demi-dur.
     
    13. Elément d'escalier selon au moins une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    l'élément de fermeture a de préférence la forme d'une lèvre (128) qui s'amincit en direction de son bord longitudinal.
     
    14. Elément d'escalier selon au moins une des revendications 11 à 13,
    caractérisé en ce que
    le bord longitudinal (124) du recouvrement (122) recouvre au moins totalement le rebord de butée (114) et de préférence pénètre sous la marche (110) le long de sa face inférieure.
     




    Zeichnung