| (19) |
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(11) |
EP 0 804 661 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.12.1999 Patentblatt 1999/51 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.02.1995 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: E04F 13/08 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9500/362 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9521/305 (10.08.1995 Gazette 1995/34) |
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| (54) |
VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUR AUSKLEIDUNG EINES STATISCHEN TRÄGERS MIT KUNSTSTOFFPLATTEN
PROCESS AND DEVICE FOR LINING A STATIC SUPPORT WITH PLASTIC BOARDS
PROCEDE ET DISPOSITIF DE REVETEMENT D'UN SUPPORT STATIQUE AVEC DES PANNEAUX EN MATIERE
PLASTIQUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE ES FR GB NL |
| (30) |
Priorität: |
01.02.1994 DE 4403014
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.11.1997 Patentblatt 1997/45 |
| (73) |
Patentinhaber: Steuler-Industriewerke GmbH |
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D-56195 Höhr-Grenzhausen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- ROHRINGER, Ernst
D-56206 Hilgert (DE)
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| (74) |
Vertreter: VOSSIUS & PARTNER |
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Siebertstrasse 4 81675 München 81675 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 103 879 DE-C- 958 056 GB-A- 987 168
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DE-A- 4 029 320 FR-A- 1 320 197 US-A- 3 435 573
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Verkleidung von z.B.
Apparaten bzw. Bauwerken aus z.B. Stahlblech oder Beton als statischem Träger mittels
vorgesetzter großflächiger Kunststoffplatten. Die Befestigung der Kunststoffplatten
am Untergrund erfolgt über Metallanker oder Dübel, die in festgelegter Teilung am
Untergrund vormontiert oder bei der Plattenmontage gesetzt werden. Die Kunststoffplatten
werden über diese Anker oder Dübel mit dem Untergrund in materialgerechter Weise verbunden.
[0002] Kunststoffplatten, insbesondere aus Polyolefinen wie Polyethylen (PE) oder Polypropylen
(PP), eignen sich infolge ihrer besonderen Materialeigenschaften, wie chemische Beständigkeit,
Abriebfestigkeit, antiadhäsive Oberfläche, Schweißbarkeit etc., für Auskleidungen
zum Schutz des statischen Trägers in besonderem Maße, aber mit der Einschränkung,
daß die sehr hohe Wärmeausdehnung schwierig zu beherrschen ist. Vorgeschraubte Auskleidungen
aus Kunststoffplatten, insbesondere aus Thermoplasten, haben in der Vergangenheit
regelmäßig dann versagt, wenn sie größeren und/oder regelmäßigen Temperaturschwankungen
ausgesetzt waren. Verschärfend auf die Schadenshäufigkeit wirkt sich ein Verschweißen
oder Verkleben der Platten miteinander aus. Dadurch wird eine sonst zumindest an den
Plattenrändern mögliche Wärmedehnung des Materials bei Temperaturänderungen unterbunden.
Verhinderte Wärmedehnungen, also Zwangsspannungen in den Kunststoffplatten, führten
in den Verankerungspunkten, meistens Schraubbefestigungen, zu hohen mechanischen Belastungen.
Ein paßgenaues Vorbohren von Ankerlöchern in den Kunststoffplatten, eine Voraussetzung
für eine gleichmäßige Lastverteilung auf alle Anker, ist in der Praxis nicht möglich.
Bereits kleine Temperaturschwankungen während der Montage bewirken infolge der hohen
Materialdehnung Maßänderungen der Lochteilung im Verhältnis zur Ankerteilung. Um die
Platten dennoch über die Anker schieben zu können, müssen die Löcher großer gebohrt
werden als es dem Durchmesser der Anker entspricht. Dadurch entsteht ein Ringspalt
zwischen Anker und Plattenbohrung. Bei einer Plattendehnung während der Montage bewirkt
diese eine Mittelpunktsverschiebung der Bohrungen im Verhältnis zu den Ankern. Dies
führt zu einer Exzentrizität des Ringspaltes. Da die Wärmedehnung der vorgesetzten
Kunststoffplatten das bis zu 15-fache des statischen Trägers und damit der Ankerteilung
beträgt, sind erhebliche Toleranzzuschläge und damit Ringspaltbreiten vorzusehen.
Dies verhindert das Einpassen der Anker in die Bohrungen mit kraftschlüssiger Paßfuge
zwischen Anker und Lochlaibung. Dieser Kraftschluß ist jedoch Voraussetzung für eine
gleichmäßige Lastverteilung der in den Platten auftretenden, und auf die Vielzahl
der Anker einwirkenden Zwangsspannungen. Die bei anderen Materialien, wie z.B. Stahl,
wirkende Kraftübertragung durch Haftreibung in der Verschraubung ist bei Kunststoffplatten,
insbesondere aus Polyolefinen, aufgrund der besonderen Materialeigenschaften nicht
möglich, die Kunststoffplatten können also sich in der durch den Ringspalt vorgegebenen
Toleranz weiter bewegen. Dadurch ergeben sich ungleiche Lochlaibungspressungen, die
im ungüngstigen Fall zu einem Materialversagen, zu Einrissen in den Bohrungen, führen.
Das Versagen einzelner Befestigungspunkte führt zu einer zusätzlichen Belastung anderer
Punkte, die nun ihrerseits überlastet werden. Diese Schadensdynamik führt zu einem
schnellen und irreparablen Versagen der gesamten Auskleidung.
[0003] Es wurden Auskleidungstechniken mit Kunststoffplatten entwickelt, welche die beschriebenen
Nachteile vermeiden. Die Platten werden zu diesem Zweck mit einer vielzahl plattenrückseitig
verteilter Kunststoffanker versehen und als verlorene Schalung in Beton oder Mörtel
eingegossen. Durch das Eingießen der Anker in Beton oder Mörtel werden diese vollständig
eingebettet. Sämtliche Anker tragen also zu gleichen Teilen. Dieserart hergestellte
Auskleidungen, die in der EP-A-0 059929 beschrieben sind, sind in der Lage, erheblichem,
ungleich verteiltem und schroffem Temperaturwechsel als Dauerbeanspruchung zu widerstehen.
Der Nachteil ist darin zu sehen, daß zur 3efestigung der Platten immer mit einer vollflächigen
Mörtel- oder Betonträgerschicht gearbeitet werden muß, was der Montagetechnik wirtschaftliche
und technische Grenzen setzt. Dies ist besonders bei der Auskleidung von Stahlblechapparaten
der Fall.
[0004] Aus der US-A-3 435 573 ist eine Gebäudeverkleidung aus wetterfesten Verkleidungsplatten
bekannt. Dabei werden die Platten an Ankern mit Mörtel befestigt. Es sind keine zusätzlichen
Einrichtungen vorgesehen, die die Platten während der Montage bis zum Erhärten des
Mörtels exakt und bewegungsfrei in Position halten können. Die Plattenmontage läßt
sich nicht anwenden bei der Befestigung von Thermoplastplatten auf Beton oder Stahlblech,
wobei durch den hohen Ausdehnungskoeffizienten von Thermoplastplatten gegenüber Beton
oder Stahlblech schon bei geringen Temperaturschwankungen während der Montage Differenzbewegungen
auftreten.
[0005] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren
zur Auskleidung eines statischen Trägers mit Kunststoffplatten auf einem statischen
Träger zur Verfügung zu stellen, bei welchem auf eine Mörtel- oder Betonträgerschicht
für die Auskleidung verzichtet werden kann und anstelle dessen bekannte, kostengünstige
und einfache Techniken der Befestigung durch vormontierte Anker oder Dübel angewendet
werden können, ohne daß die bisher damit verbundenen Nachteile zu befürchten sind.
[0006] Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen der Patentansprüche gelöst.
[0007] Bei der Lösung geht die Erfindung von folgendem Grundgedanken aus:
[0008] Auf den mit einer Auskleidung (Kunststoffplatten) zu versehende Flächen eines statischen
Trägers wird eine entsprechende Anzahl von Ankern gesetzt. Bei Betonkonstruktionen
in der Regel Dübel und bei Stahlkonstruktionen Schweißbolzen. Die zur Auskleidung
vorgesehenen Kunststoffplatten werden mit einer in Zahl und Teilung den gesetzten
Ankern entsprechenden Lochung versehen. Es ist aber auch möglich, die Kunststoffplatten
mit Ankern und den statischen Träger mit einer entsprechenden Lochung zu versehen.
Hierbei wird der Durchmesser der Lochung so groß gehalten, daß die Platten bzw. der
Träger trotz der während der Montage möglichen Temperaturschwankungen, und der damit
verbundenen Änderung der Lochteilungsmaße, noch über bzw. auf die vormontierten Anker
geschoben werden können. Zwischen Anker und Lochlaibung (Lochinnenwand) der Bohrung
verbleibt ein Ringspalt, dessen Form abhängig ist von der Plattendehnung und der exzentrisch
zu den Ankern umlaufen wird. Zur Fixierung der Plattenposition und Sicherung einer
gleichmäßigen Lastaufnahme durch die Vielzahl der Anker ist es erforderlich, eine
kraftschlüssige Verbindung zwischen den Lochlaibungen einerseits und den Ankern andererseits,
über die variablen Ringspalte hinweg, zu sichern. Dem Erfindungsgedanken zufolge wird
die Aufgabe dadurch gelöst, daß zwischen allen Ankern und Lochlaibungen, über den
Ringspalt hinweg, im Moment der Montage eine tragende Materialbrücke so paßgenau eingebaut
wird, daß die Kräfte über die Gesamtheit der Oberfläche des Ankers und der Lochlaibung
als gleichmäßige Flächenpressung abgeleitet werden. Dadurch werden die auftretenden
Flächenpressungen berechenbar und können im voraus durch konstruktive Maßnahmen, z.B.
durch Vergrößerung der Lochlaibung, in der zulässigen Höhe begrenzt werden. Ein statischer
Nachweis der Ankerkonstruktion unter besonderer Berücksichtigung der materialspezifischen
Eigenschaften von Kunststoffen wird möglich. Ergänzend kann in den Platten durch besondere
Maßnahmen eine Reduzierung der aus unterdrückter Wärmedehnung herrührenden Zwangsspannungen
erreicht werden. Aus montagetechnischen Gründen wird in der Regel eine Vielzahl von
Ankern am statischen Träger vormontiert, worauf die vorgebohrten Auskleidungsplatten
zur Befestigung über die Anker geschoben und mit den erfindungsgemäßen Techniken befestigt
werden. Die gleichen Befestigungstechniken lassen sich jedoch auch anwenden bei gleichzeitigem
Bohren von Auskleidungsplatte und Beton als statischem Träger.
[0009] Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung liegt in ihrer leichten
Demontage und damit Reparierbarkeit.
[0010] Die Erfindung ist besonders geeignet zur flüssigkeitsdichten Auskleidung von Behältern
oder Kanälen.
[0011] Die Erfindung wird nachstehend mit Bezug auf die Zeichnungen näher erläutert.
[0012] Es zeigen:
- Fig. 1 bis 6
- verschiedene erfindungsgemäße Ausführungsformen,
- Fig. 7 und 8
- Verfahrensschritte zur Herstellung einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform,
und
- Fig. 9 und 10
- weitere erfindungsgemäße Ausführungsformen.
[0013] Allen Darstellungen gemeinsam ist der grundsätzliche Erfindungsgedanke, nach dem
an den Befestigungspunkten ein in seiner Form unterschiedlicher Ringspalt zwischen
Auskleidungsplatte bzw. Träger und Anker durch eine auf Paßfuge sitzende Materialbrücke
überbrückt werden muß.
[0014] Gemäß Fig. 1 wird eine der Beanspruchungsseite zugewandte Auskleidungsplatte 2, die
mit einer Vielzahl von Bohrungen 28 versehen ist, mit Schraubverbindungen, bestehend
aus Ankern 3, Muttern 13 und Klemmscheiben 4, auf den zu verkleidenden Träger 1 aufgeschraubt.
Im Falle von Stahlblech als statischem Träger 1 handelt es sich bei den Ankern 3 in
der Regel um Schweißbolzen, im Falle von Beton um Dübel, beide in bekannter Technik
gesetzt. Die Auskleidungsplatte 2 aus Kunststoff kann nicht einfach durch Niederschrauben
am Träger 1 fixiert werden, da die besonderen Eigenschaften von Kunststoffen, insbesondere
den hauptsächlich verwendeten Thermoplasten, nämlich geringe Oberflächenfestigkeit
und teilweise wachsige Oberfläche, eine für die Unterdrückung der Wärmedehnung ausreichende
Haftreibung nicht ermöglichen. Dies ist ein wesentlicher Unterschied zu Stahlteilen.
Dort müssen bei einer korrekten Schraubverbindung die Kräfte durch Haftreibung übertragen
werden. Eine Kraftübertragung durch Flankenkontakt setzt auch bei Stahlverbindungen
besondere Maßnahmen voraus, wie z.B. das früher übliche Nietverfahren, bei dem der
vollflächige Flankenkontakt durch "Nieten", also einem Aufstauchen des Ankers in der
Lochlaibung, erzielt wurde. Die Abtragung der auftretenden Zwangsspannungen muß also
über eine tragende, formschlüssige Verbindung zwischen Kunststoffplatte 2 und Anker
3 erfolgen. Zu diesem Zweck wird der zwischen Anker 3 und Lochlaibung 8 vorhandene
Ringraum 9 mit einem sich der Form des Ringraumes anpassenden Material 5 verfüllt.
Durch schnelles Erstarren des Materials 5 wirkt dieses als Materialbrücke zwischen
Lochlaibung 8 und Anker 3, es wird also ein kraftübertragender Formschluß hergestellt.
Als Material 5 kann ein plastisch verarbeitbarer Kitt oder fließfähiger Injektionsmörtel
verwendet werden, der durch eine in der Klemmscheibe 4 vorhandene öffnung 23 injiziert
wird. Der Ringraum kann auch vor der Verschraubung durch Einspachteln eines Kittes
5 gefüllt werden. Der Kitt erhärtet so schnell, daß sich Änderungen der Umgebungstemperatur
nicht in einer dehnungsbedingten Positionsänderung des Ringspaltes auswirken können.
In vielen Fällen wird die aus den Dehnungen in der Auskleidungsplatte zu erwartende
Lochlaibungspressung die zulässigen Materialwerte übersteigen. Die Auskleidungsplatte
2 muß dann im Bereich der Lochlaibung 8 durch werkmäßiges Aufschweißen oder Aufkleben
von Verstärkungsringen 7 verstärkt werden oder die Platten werden in einem Arbeitsgang
bereits bei der Herstellung mit Verstärkungsrosetten versehen. Durch richtige Auslegung
der Anker- und Lochlaibungsdimensionen läßt sich die erforderliche Anzahl der Anker
minimieren. Die Fügenaht 12, mit der der Verstärkungsring 7 auf die Auskleidungsplatte
2 aufgebracht wird, sollte vollflächig durch Heizelement- oaer Rotations- bzw. Reibschweißung
oder durch vollflächige Klebung hergestellt werden. Eine weitere Möglichkeit des erforderlichen
Formschlusses zwischen Kunststoff latte 2 und Anker 3 besteht darin, daß Klemmscheibe
4 mit einer tiefen Proflierung 14 ausgerüstet ist, welche durch den Anpreßdruck der
Mutter 13 oder durch besondere Maßnahmen, wie z.B. Hitze, Ultraschall oder Einfräsung
in die Oberfläche der Auskleidungsplatte 2 im Augenblick der Montage jedes einzelnen
Ankers eingesenkt wird. Durch den in der Einsenkung hergestellten Materialkontakt
zwischen Anker 3 in Verbindung mit Klemmscheibe 4 einerseits und der Platte 2 andererseits,
wird eine paßgenaue Kraftübertragung von der Platte 2 auf den Anker 3 erreicht. Je
nach Höhe der in den Einsenkungen 14 auftretenden Flächenpressungen kann die Kraftübertragung
durch die Einsenkung alleine oder als alternative Unterstützung der anderen beschriebenen
Techniken verwendet werden. Durch diese mechanische Verkrallung wird eine Abtragung
von Zwangsspannungen direkt zwischen Auskleidungsplatte 2 und Anker 3 über die Klemmscheibe
4 erreicht. Um das Entweichen der Luft aus dem Ringraum während des Einfüllen des
Kittes 5 zu ermöglichen, sind an der Unterseite des Verstärkungsringes 7 Entlüftungsrillen
17 angeordnet. Zur dichten Abdeckung der Schraubmutter 13 wird eine Abdeckkappe 15
über Schweißnaht oder Klebenaht 16 oder mittels einer Dichtung auf die Auskleidungsplatte
2 aufgesetzt. Der statische Träger 1 kann durch einen Anstrich 19 gegen evtl. Luftfeuchtigkeit
geschützt werden. Bedingt durch den Verstärkungsring 7 oder durch einen zu diesem
Zweck aufgesetzten Distanzhaltering entsteht zwischen statischem Träger 1 und Auskleidungsplatte
2 ein Spalt 18, der als thermische Isolierung oder als Überwachungsraum dienen und
in seiner Lage durch Distanzhalter 20 stabilisiert werden kann. Als Maßnahme zur Verminderung
von Zwangs spannungen durch unterdrückte Wärmedehnung und damit der in den Befestigungspunkten
auftretenden Kräfte, besonders bei Verwendung dicker Kunststoffplatten und zu erwartenden
hohen Temperaturdehnungen, kann zwischen den Ankern 3 die Auskleidungsplatte 2 mit
leicht schüsselförmigen Vertiefungen 29 vorgeformt werden. Spätere Temperaturdehnungen
der Auskleidungsplatte 2 wirken dann materialgerecht in einer weiteren und reversiblen
Ausprägung oder Abflachung der Schüsselförmigkeit. Alternativ zu der dargestellten
Ausführung lassen sich die Verstärkungsringe 7 auch auf der anderen Seite der Auskleidungsplatte,
also der Beanspruchungsseite zugekehrt anordnen, bei sonst sinngemäß gleicher Ausführung.
[0015] Gemäß Fig. 2 werden Auskleidungsplatten 2 über die mit dem statischen Träger 1 verbundenen
Anker 3 geschoben. Der Ringraum zwischen den profilierten Ankeroberflächen und den
Lochlaibungen 8 wird mit Material 5 gefüllt. Durch die besondere Profilierung bzw.
Gestaltung der Ankeroberflächen 10 und Lochlaibungen 8 wird durch das erstarrte Material
5 eine in jeder Richtung wirkende Kraftübertragung erzielt, und zwar über einen paßgenauen
Materialpreßsitz. Die Bohrungen 28 in der Platte 2 werden durch aufgeschweißte oder
aufgeklebte Abdeckkappen 15 abgedeckt.
[0016] Gemäß Fig.3 werden Auskleidungsplatten 2 mit oder ohne Verstärkungsring(en) 7 über
versenkt angeordnete Schrauben 22 in aufgeschweißten Muttern 21 festgeschraubt. Bei
Beton als statischem Träger können anstelle von Muttern Dübel in den Beton gesetzt
werden. Die Ringräume werden wiederum über die in den Schrauben 22 vorhandenen Füllöffnungen
23 mit Kitt 5 verpreßt. Die Auskleidung wird im Bereich der Schrauben 22 zur Beanspruchungsseite
hin mit aufgeschweißten oder aufgeklebten Abdeckkappen 15 über die Fügenaht 16 geschlossen.
Als Alternativmöglichkeit für die Gestaltung der Lochlaibung 8 ist eine zur Beanspruchungsseite
hin sich konisch verjüngende Bohrung dargestellt. Diese erleichtert die Auswechslung
von Auskleidungsplatten im Reparaturfall, da sich Auskleidungsplatte 2 nach Lösen
der Schrauben 22 leicht abziehen läßt. Bei genügender Stärke der Auskleidungsplatten
und rechnerischer Überprüfung der Lochlaibungspressung kann auf die Verstärkungsringe
7 verzichtet werden.
[0017] Alternativ können Verstärkungsringe auf der anderen Plattenseite angeordnet sein,
bei sonst sinngemäß gleicher Ausführung.
[0018] Gemäß Fig. 4 erfolgt die Befestigung der Auskleidungsplatten 2 über Anker 3 auf dem
statischen Träger 1. Die Anker 3 reichen in eine Öffnung der mit der Auskleidungsplatte
2 verschweißten, verklebten oder in sonstiger Weise angeformten Verstärkungsringe
7. Sowohl die Oberfläche 10 der Anker 3 als auch der Lochlaibungen 8 ist so profiliert,
daß der durch Öffnungen 26 injizierte Kitt 5 eine gegenseitige Verankerung bewirkt.
Diese Profilierung ist insbesondere bei Thermoplasten wie den Polyolefinen zur Kraftübertragung
nötig, da an deren Oberfläche keinerlei Klebekontakte möglich sind. Die Einfüllöffnungen
26 werden anschließend durch Schweiß- oder Klebestopfen verschlossen. Dieserart ergibt
sich beanspruchungsseitig eine glatte, dichte Auskleidungsoberfläche.
[0019] Gemäß Fig. 5 erfolgt die Befestigung der Auskleidungsplatten 2 über Anker 3 auf einem
als statischen Träger dienenden Blechmantel 1 von innen. Die Anker 3 werden in festgelegter
Teilung durch die Bohrungen 28 des Blechmantels 1 als Schraubeinsatz von außen her
vormontiert. Die Auskleidungsplatte 2 wird mit ihren, in gleicher Teilung angebrachten
Verstärkungsringen 7 auf die Anker 3 aufgeschoben. Der zwischen Anker 3 und Verstärkungsring
7 vorgegebene Ringspalt erlaubt wärmedehnungsbedingte Toleranzen in der Teilung zwischen
Anker 3 und Verstärkungsring 7 während der Montage. Der Ringspalt wird zur Herstellung
einer direkten Materialbrücke zwischen Anker 3 und der Lochlaibung 8 des Verstärkungsringes
7 mit einem Material 5 ausgefüllt, wie unter Fig. 4 beschrieben. Die Kraftübertragung
in axialer Richtung des Ankers wird durch dessen Profilierung 10 und der Profilierung
10 der Lochlaibung über die Materialfüllung 5 bewirkt. Bei einem Auswechseln der Auskleidungsplatte
2 kann der Anker 3 aus dem statischen Träger 1 und dem Material 5 von außen her in
einfacher Weise herausgeschraubt werden.
[0020] Gemäß Fig. 6 werden die Anker 3 mit ihrem Teil 27 in die Öffnung 28 der Verstärkungsringe
7 der Auskleidungsplatte 2 so eingepaßt, daß ein Materialpaßsitz mit einer kraftschlüssigen
Profilierung 10 in der Lochlaibung 8 des Verstärkungsringes 7 zur vollflächigen Kraftübertragung
zustandekommt. Teil 27 des Ankers 3 könnte in alternativer Ausführung auch in Form
eines Einfach- oder Doppelrohres ausgebildet und über den Verstärkungsring 7 geschoben
werden. Die vorbereitete Auskleidungsplatte wird mit den Ankern 3 in Bohrungen 24
des statischen Trägers 1 so eingeschoben, daß ein Ende der Anker 3 übersteht und in
dieser Position durch Muttern 13 über die Klemmscheiben 4 festgeschraubt wird. Die
auf Auskleidungsplatte 2 wirkenden Kräfte, insbesondere aus unterdrückter Wärmedehnung,
werden also über direkten Materialkontakt auf den Verstärkungsring 7 und von diesem
auf den paßgenau eingesetzten Teil 27 des Ankers 3 übertragen. Dieser wiederum leitet
die auftretenden Kräfte über eine konventionelle Verschraubung mit Haftreibung Metall
- Metall in den statischen Träger ab. Zur Sicherung der Ankerposition in der Bohrung
des statischen Trägers kann der dort zum Toleranzausgleich erforderliche Ringspalt
mit Material 5 gefüllt werden, welches durch die Einfüllöffnung 23 der Klemmscheibe
injiziert wird.
[0021] Gemäß Fig. 7 und Fig. 8 erfolgt die Befestigung der Auskleidungsplatten 2 auf dem
statischen Träger 1 durch vorgefertigte Halteringe 6, welche auf die Anker 3 aufgepreßt
oder über ein Gewinde 11 aufgeschraubt werden. Damit die Halteringe 6 trotz der während
der Montage zu erwartenden Exzentrizität und Maßgenauigkeit der Ringspalte 9 an jedem
der Befestigungspunkte so paßgenau eingesetzt werden können, daß ein vollflächiger
Kraftschluß an den Lochlaibungen 8 erzielt wird, wird der Ringspalt 9 direkt vor der
Montage des entsprechenden Halteringes mit einem Schneidwerkzeug 25 nachgebohrt. Sofort
anschließend wird der Haltering 6 eingesetzt. Der Durchmesser des Fräsers bzw. Bohrers
25 muß der maximal vorkalkulierten Exzentrizität der Lochlaibungen 8 entsprechen.
Die Abdeckung der Auskleidung erfolgt durch Aufschweißen oder Aufkleben von Abdeckkappen
15 mit Schweißoder Klebenaht 16. Die Formgebung der Lochlaibungen 8 kann konisch oder
in anderer Weise so erfolgen, daß mit dem Einsetzen der Distanzringe 6 eine Verschraubung
der Auskleidungsplatte 2 mit dem statischen Träger 1 erfolgt.
[0022] Gemäß Fig. 9 werden in den statischen Träger 1 Bohrungen 24 eingebracht. Die Anker
3 werden in die Bohrungen 28 der Auskleidungsplatten 2 so paßgenau eingefügt, daß
in der Lochlaibung 8 ein Paßsitz und damit ein Kraftschluß erfolgt. Ein Teil der Anker
reicht in die Bohrungen 24. Die Ringspalte 9 zwischen Bohrungen 24 und Anker 3 werden
mit Material 5 über Einfüllöffnungen 23, die durch die Anker 3 führen, gefüllt. Nach
dem sofortigen Erstarren der Materialfüllungen 5 ergibt sich ein Kraftschluß zwischen
Anker 3, Auskleidungsplatte 2 und statischem Träger 1. Die Ankeroberfläche 10 der
in die Bohrung 24 hineinreichenden Anker kann mit einer gewindeartigen Profilierung
versehen sein. Wird sie zudem mit einem Trennmittel so vorbereitet, daß keine Haftung
an dem Material 5 zustandekommt, kann Anker 3 später im Reparaturfall aus Material
5 herausgedreht werden, was eine Demontage erleichtert. Bei einem Paßsitz der Abdeckkappe
15 auf dem Anker 3 werden über die Lochlaibung in der Abdeckkappe zusätzliche Kräfte
abgetragen.
[0023] Gemäß Fig. 10 werden die Abdeckkappen 15 mit paßgenauem Sitz in den Lochlaibungen
8 über die Anker 3 geschoben und überdecken die in den Auskleidungsplatten 2 befindlichen
Bohrungen 28. Die Abdeckkappen werden über die Fügenaht 16 mit der Auskleidungsplatte
2 verbunden und dienen somit als Materialbrücke. Bei einem als Fügemethode möglichen
Rotationsschweißvorgang dient der Paßsitz in der Lochlaibung 8 gleichzeitig der Führung
der Abdeckkappe 15 während des Schweißvorganges. Die Paßfläche in der Lochlaibung
8 kann so profiliert werden, daß sich während des Fügevorganges eine Verbindung zwischen
Anker 3 und Abdeckkappe 15 über die Profilierung durch Einschmelzen oder Einkleben
ergibt.
[0024] Die in den verschiedenen Figuren dargestellten Ausführungsformen der Befestigungspunkte
lassen sich nach Bedarf sinngemäß kombinieren, und zwar sowohl bezogen auf den einzelnen
Befestigungspunkt als auch bezogen auf unterschiedliche Ausführungen innerhalb derselben
Auskleidung.
1. System aus auf statische Träger (1) aus Beton oder Stahlblech aufgeschraubten Kunststoffplatten
(2), mit:
(a) Bohrungen (28) in den Kunststoffplatten (2); an dem statischen Träger (1) befestigten
Ankern (3) , die die Bohrungen (28) durchdringen; Verstärkungsringen (7) zwischen
den Kunststoffplatten (2) und den statischen Trägern (1) im Bereich der Lochlaibung
(8); Schrauben (13), die über Klemmscheiben (4) auf den Kunststoffplatten (2) aufsitzen;
und Mörtel (5) in einem Ringspalt (9) zwischen der Lochlaibung (8), dem Anker (3),
dem statischen Träger (1) und der Klemmscheibe (4), der einen Kraftschluß sowohl in
seitlicher Richtung zwischen der Lochlaibung (8) und dem Anker (3) als auch in Richtung
der Ankerachse zwischen dem statischen Träger (1) und der Klemmscheibe (4) bewirkt;
wobei
(b) der Durchmesser der Bohrungen (28) so bemessen ist, daß, trotz der während der
Montage dehnungsbedingt zu erwartenden Positionsänderungen die Bohrungen über die
Anker (3) geschoben werden können; und die Durchmesser der Bohrungen (28) und die
Verstärkungsringe (7) so bemessen sind, daß die Flächenpressung innerhalb der Lochlaibung
(8) materialgerecht begrenzt ist.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmscheibe (4) eine Profilierung
(14) aufweist, welche in die Oberfläche der Kunststoffplatte (2) eingesenkt ist.
3. System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrungen (28) in den
Auskleidungsplatten (2) mit den darin befindlichen Ankern mit Abdeckkappen (15) durch
Aufschweißen, Aufkleben oder Aufschrauben mit zwischengesetzter Dichtung flüssigkeits-
und gasdicht verschlossen sind.
4. System nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsringe
(7) im Bereich der Bohrungen (28) der Kunststoffplatten (2) aufgeschweißt, aufgeklebt
oder bereits bei der Plattenherstellung angeformt sind.
5. System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsringe
(7) an ihren Berührungsflächen mit dem statischen Träger (1) Entlüftungsnuten (17)
aufweisen.
6. System nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Lochlaibung
(8) in der Kunststoffplatte (2) und im Verstärkungsring (7) eine konische Form aufweist,
so daß die Kunststoffplatte (2) nach Lösen der Verschraubung (22) leicht über den
Anker (3) und den Mörtel (5) abgezogen werden kann.
7. System nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche
des Ankers (3) mit einer Profilierung (10) und/oder die Lochlaibung (8) mit einer
Profilierung oder sonstigen Formgebung (140) ersehen sind, wodurch sich nach Injizieren
des Mörtels (5) ein auch in axialer Richtung wirkender Form- und Kraftschluß zwischen
Anker (3), Verstärkungsring (7) und Auskleidungsplatte (2) ergibt.
8. System nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der statische
Träger (1) einen Schutzanstrich, eine Beschichtung oder einen anderen Schutz (19)
aufweist.
9. System nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen
der Kunststoffplatte (2) und dem statischen Träger (1) vorhandene Spalt (18) als Überwachungsraum
für Leckagen benutzt wird.
10. System nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen
der Kunststoffplatte (2) und dem statischen Träger (1) vorhandene Spalt (18) als thermische
Isolierung mit oder ohne Isoliermaterialfüllung benutzt wird.
11. System nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen
der Kunststoffplatte (2) und dem statischen Träger (1) vorhandene Spalt (18) in seiner
Breite durch Distanzhalter (20) oder durch Einlage sonstiger Zwischenlagen gesichert
ist.
12. System nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Flächen
der Kunststoffplatte (2) zwischen benachbarten Ankern (3) leicht schüsselförmig (27)
vorgeformt sind, wodurch die Dehnrichtung bei thermischen Dehnungen vorgegeben ist
und ein Abbau von Zwangsspannungen durch eine weitere, vorgerichtete und reversible
Dehnung ermöglicht wird.
13. Verfahren zur Herstellung des Systems nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß der Mörtel (5) durch eine Injektionsöffnung (23 oder 26), die sich in der Platte
(2) oder in der Klemmscheibe (4) oder im statischen Träger (1) oder im Anker (3) befindet,
injiziert und die Injektionsöffnung (26) anschließend durch einen Verschlußstopfen
verschlossen wird.
14. Verfahren zur Herstellung des Systems nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kunststoffplatten (2) durch die Verschraubungen mindestens solange in Position
gehalten werden, bis der in den Ringspalt (9) eingefüllte Mörtel (5) gehärtet und
tragfähig geworden ist.
1. A system comprising plastic boards (2) screwed onto static supports (1) made of concrete
or steel sheets comprising:
(a) holes (28) in the plastic boards (2); anchors (3) connected to the static support
(1) and extending through the holes (28); reinforcing rings (7) between the plastic
boards (2) and the static supports (1) in the area of the hole face (8); screws (13)
resting on the plastic boards (2) via clamping plates (4); and mortar (5) in a ring
gap (9) between the hole face (8), the anchor (3), the static support (1) and the
clamping plate (4) causing a frictional connection both in the lateral direction between
the hole face (8) and the anchor (3) and in the direction of the anchor axis between
the static support (1) and the clamping plate (4);
wherein
(b) the diameter of the holes (28) is dimensioned such that despite the expected position
changes caused by elongation during mounting, the holes can be put over the anchors
(3); and the diameter of the holes (28) and the reinforcing rings (7) are dimensioned
such that the surface pressure within the hole face (8) is limited in a manner appropriate
for the material involved.
2. The system of claim 1, characterized in that the clamping plate (4) has a profiling
(14) which is sunk into the surface of the plastic board (2).
3. The system of claim 1 or 2, characterized in that the holes (28) in the lining boards
(2) with the anchors inserted therein are liquid-tightly and gas-tightly sealed by
means of covering caps (15) with an intermediate seal by welding, gluing or screwing.
4. The system of any one of claims 1 to 3, characterized in that in the area of the holes
(28) of the plastic boards (2) the reinforcing rings (7) are welded or glued thereto
or had already been molded to the boards during their production.
5. The system of any one of claims 1 to 4, characterized in that the reinforcing rings
(7) have vent grooves (17) on their surfaces contacting the static support (1).
6. The system of any one of claims 1 to 5, characterized in that the hole face (8) in
the plastic board (2) and in the reinforcing ring (7) has a conical shape so that
the plastic board (2) can easily be pulled off the anchor (3) and the mortar (5) after
loosening the screwed connection (22).
7. The system of any one of claims 1 to 6, characterized in that the surface of the anchor
(3) has a profiling (10) and/or the hole face (8) has a profiling or any other shape
(10) for providing a form-fit and frictional connection acting also in the axial direction
between anchor (3), reinforcing ring (7) and lining board (2) after injection of the
mortar (5).
8. The system of any one of claims 1 to 7, characterized in that the static support (1)
has a protective coat of paint, coating or any other protection (19).
9. The system of any one of claims 1 to 8, characterized in that the gap (18) between
the plastic board (2) and the static support (1) is used as a control space for leakages.
10. The system of any one of claims 1 to 9, characterized in that the gap (18) between
the plastic board (2) and the static support (1) is used as a thermal insulation with
or without an insulating filler.
11. The system of any one of claims 1 to 10, characterized in that the width of the gap
(18) between the plastic board (2) and the static support (1) is secured by spacers
(20) or by insertion of any other intermediate layer.
12. The system of any one of claims 1 to 11, characterized in that the surfaces of the
plastic boards (2) between adjacent anchors (3) are pre-shaped slightly dish-shapedly
(27) resulting in that the expansion direction during thermal expansions is given,
and it is possible to reduce forced stresses by a further, pre-directed and reversible
expansion.
13. A process for producing the system of any one of claims 1 to 12, characterized in
that the mortar (5) is injected through an injection opening (23 or 26) located in
the board (2) or in the clamping plate (4) or in the static support (1) or in the
anchor (3) and that the injection opining (26) is subsequently closed by a sealing
plug.
14. The process for producing the system of any one of claims 1 to 12, characterized in
that the plastic boards (2) are held in position by the screwed connections at least
until the mortar (5) filled into the ring gap (9) has hardened and has become load-bearing.
1. Système constitué de panneaux en matière plastique (2) boulonnés sur des supports
statiques (1) en béton ou en tôle d'acier, avec :
(a) des alésages (28) dans les panneaux en matière plastique (2) ; des ancrages (3)
fixés sur le support statique (1), qui traversent les alésages (28) ; des anneaux
de renfort (7) entre les panneaux en matière plastique (2) et les supports statiques
(1) au niveau de la surface interne du trou (8) ; des vis (13) qui reposent par l'intermédiaire
de rondelles de serrage (4) sur les panneaux en matière plastique (2) ; et du mortier
(5) dans un espace annulaire (9) entre la surface interne du trou (8), l'ancrage (3)
le support statique (1) et la rondelle de serrage (4) qui exerce une liaison de force
aussi bien dans la direction latérale entre la surface interne du trou (8) et l'ancrage
(3) qu'en direction de l'axe d'ancrage entre le support statique (1) et la rondelle
de serrage (4) ;
moyennant quoi
(b) le diamètre des alésages (28) est dimensionné de telle sorte que malgré les modifications
de positions auxquelles il faut s'attendre pendant le montage en raison de la dilatation,
les alésages peuvent être déplacés sur les ancrages (3) ; et les diamètres des alésages
(28) et les anneaux de renfort (7) sont dimensionnés de telle sorte que la compression
de surface à l'intérieur de la surface interne du trou (8) est limitée par le matériau.
2. Système selon la revendication 1, caractérisé en que la rondelle de serrage (4) présente
un profilage (14) qui est matricé dans la surface du panneau en matière plastique
(2).
3. Système selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que les alésages (28) dans
les panneaux de revêtement (2) sont obturés de façon étanche au liquide et aux gaz
avec les ancrages situés dans ceux-ci par des capuchons de revêtement (15) appliqués
par soudage, collage ou boulonnage avec un élément d'étanchéité intermédiaire.
4. Système selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les anneaux de
renfort (7) au niveau des alésages (28) des panneaux en matière plastique (2) sont
appliqués par soudage, collage ou sont déjà pré-formés lors de la fabrication des
panneaux.
5. Système selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les anneaux de
renfort (7) présentent sur leur face de contact avec le support statique 1, des gorges
d'aération (17).
6. Système selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la surface interne
de trou (8) dans le panneau en matière plastique (2) et dans l'anneau de renfort (7)
présente une forme conique de sorte que le panneau en matière plastique (2) après
desserrage de la boulonnerie (22) peut être facilement enlevé de l'ancrage (3) et
du mortier (5).
7. Système selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la surface de
l'ancrage (3) comporte un profilage (10) et/ou la surface interne de trou (8) est
munie d'un profilage ou d'une autre configuration (10) de sorte qu'après injection
du mortier (5) on obtient une liaison de force et de forme s'exerçant dans la direction
axiale entre l'ancrage (3), l'anneau de renfort (7) et le panneau de revêtement (2).
8. Système selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le support statique
(1) présente un enduit de protection, un revêtement ou une autre protection (19).
9. Système selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'espace (18)
prévu entre le panneau en matière plastique (2) et le support statique (1) est utilisé
comme zone de surveillance pour la détection des fuites.
10. Système selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'espace (18)
prévu entre le panneau en matière plastique (2) et le support statique (1) peut être
utilisé comme isolation thermique avec ou sans matériau de remplissage isolant.
11. Système selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que l'espace (18)
prévu entre le panneau en matière plastique (2) et le support statique (1) est maintenu
dans sa largeur par des entretoises (20) ou par l'insertion d'autres couches intermédiaires.
12. Système selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que les faces du
panneau en matière 1 plastique (2) sont préformées selon une configuration d'auge
(27) entre les ancrages limitrophes (3) de sorte que la direction de dilatation lors
de la dilatation thermique est pré-donnée et permet une diminution des contraintes
provoquées par une dilatation ultérieure, pré-dirigée et réversible.
13. Procédé pour la fabrication du système selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé
en ce que le mortier (5) est injecté à travers une ouverture d'injection (23) ou (26)
qui se situe dans le panneau (2) ou dans la rondelle de serrage (4) ou dans le support
statique (1) ou dans l'ancrage (3) , et l'ouverture d'injection (26) est consécutivement
obturée par un bouchon d'obturation.
14. Procédé pour la préparation du système selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé
en ce que les panneaux en matière plastique (2) sont maintenus en position par les
boulonneries au moins jusqu'à ce que le mortier (5) qui a été introduit dans l'espace
circulaire (9) ait durci et soit devenu stable.