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EP 0 805 022 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.01.2000 Patentblatt 2000/03 |
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Anmeldetag: 24.04.1997 |
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Vorrichtung zum Fördern von Bahnen durch Rotationsdruckmaschinen
Device for advancing webs through rotary printing machines
Dispositif pour faire avancer des bandes dans des machines rotatives d'impression
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB LI SE |
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Priorität: |
03.05.1996 DE 19617735
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.11.1997 Patentblatt 1997/45 |
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Patentinhaber: MAN Roland Druckmaschinen AG |
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63012 Offenbach (DE) |
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Erfinder: |
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- Werner, Ralf
08525 Plauen (DE)
- Seyffert, Ulrich
08548 Syrau (DE)
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Vertreter: Schober, Stefan, Dipl.-Ing. |
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MAN Roland Druckmaschinen AG,
Postfach 10 00 96 86135 Augsburg 86135 Augsburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 192 982 DE-A- 4 319 806
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DE-A- 2 019 087 US-A- 4 512 564
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Fördern von Bahnen durch Rotationsdruckmaschinen
nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Aus der DE 43 19 806 A1 sind eine angetriebene Zugwalze und an diese mittels Federkraft
anstellbare, jeweils in einem Hebel gelagerte, angetriebene Zugrollen bekannt.
[0003] Mit dieser Vorrichtung ist keine auf die jeweilige Bahn abgestimmte differenzierte
Anstellung der Zugrollen möglich.
[0004] In der DE-OS 20 19 087 sind die Zugrollen gemeinsam auf einer beiderseitig in Gleitsteinen
gelagerten Spindel angeordnet. Die Gleitsteine werden durch druckmittelbetriebene
Arbeitszylinder eine gemeinsame Anstellung der Zugrollen an die Zugwalze bewirkend
in Führungen verschoben. Dazu ist die Spindel gelenkig über ein Kardangelenk mit einem
Antriebsrad verbunden.
[0005] Neben den bereits genannten Nachteilen der voranstehenden Vorrichtung ist der Aufbau
dieser Vorrichtung relativ kompliziert und viel Platz beanspruchend.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Fördern von Bahnen
durch Rotationsdruckmaschinen gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 zu schaffen, die
eine die Beschaffenheit der Bahn, inclusive deren Dicke, berücksichtigende differenzierte
Anstellung der Zugrollen an die Zugwalze ermöglicht und eine einfache, kompakte, platzsparende
Bauweise besitzt.
[0007] Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch 1 sowie die Erfindung
in vorteilhafter Weise ausgestaltenden Unteransprüche erfüllt.
[0008] Die erfindungsgemäße Vereinigung der Schwenkachse des Hebels mit der Antriebswelle,
die günstige Gestaltung des Antriebes sowie der Abstützung des Hebels gestatten eine
einfache, platzsparende, gedrungene Bauweise der Vorrichtung sowie eine einzelne,
feinfühlige, auf die Beschaffenheit der Bahn, insbesondere deren Dicke, abstimmbare
und damit auch einen unnötigen Verschleiß der Zugorgane vermeidende Anstellung der
Zugrollen.
[0009] Der Einsatz eines einseitig wirkenden, kolbenlosen und damit reibungsfrei arbeitenden
Membranzylinders in Verbindung mit einer selbsttätigen Abstellung der Zugrollen sowie
die Abstützung des Hebels in der Aussparung über den eine kleine Baugröße aufweisenden
Membranzylinder einerseits und den verstellbaren Anschlag anderenseits auf der Traverse
gestattet eine besonders feinfühlige Anstellung der Zugrollen und günstige Bauweise
der Vorrichtung.
[0010] Die Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. In der
zugehörigen Zeichnung zeigen:
- Fig. 1:
- eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung
- Fig. 2:
- die Vorrichtung gemäß Schnitt A-A von Fig. 1
[0011] Nach Fig. 2 ist auf einer in einem Gestell 1 gelagerten, mittels einer Zahnscheibe
2 von einem nicht weiter dargestellten Antrieb angetriebenen Antriebswelle 3 eine
Antriebszahnscheibe 4 angeordnet, die mittels Ringspannenelemente 5 fixierbar und
über in Längsnuten 6 der Antriebswelle 3 eingreifende, in radialen Aussparungen 7
eines Flansches 8 der Antriebszahnscheibe 4 befestigte Formstücke 9 axial verschiebbar
und damit auf die Breite einer zu fördernden Bahn einstellbar ist.
[0012] Auf dem Flansch 8 ist ein Hebel 10 schwenkbar und in letzterem achsparallel zur Antriebswelle
3 eine mit einer Zugrolle 11 bestückte Welle 12 drehbar gelagert, die an ihrem anderen
Ende eine über einen Zahnriemen 13 mit der Antriebszahnscheibe 4 der Antriebswelle
3 verbundene, mit seitlichen Führungsscheiben 14 für den Zahnriemen 13 ausgestattete
Zahnscheibe 15 trägt (Fig. 1; 2).
[0013] Gemäß Fig. 1 sind für die Förderung der Bahn 16 die quer zu dieser mehrfach angeordneten
Zugrollen 11 an eine mit synchroner Umfangsgeschwindigkeit angetriebene Zugwalzen
17 anstellbar. Der Antrieb erfolgt dabei über einen nicht dargestellt angetriebenen,
die auf der Antriebswelle 3 befestigte Zahnscheibe 2 mit einer auf der Welle der Zugwalze
17 fixierten Zahnscheibe 18 verbindenden Zahnriemen 19.
[0014] Der Hebel 10 ist mit einer Aussparung 20 ausgestattet, in der eine zur Antriebswelle
3 achsparallele, gestellfeste Traverse 21 angeordnet ist, gegen die sich in der Aussparung
20 auf einer Seite ein einseitig wirkender, mit einem Druckmittel regelbar beaufschlagbarer,
am Hebel 10 befestigter Membranzylinder 22 und auf der gegenüberliegenden Seite ein
mittels Gewinde in einer Gewindebohrung 23 des Hebels 10 verstellbar geführter, mit
einem Bedienelement 24 und einem Klemmelement 25 ausgestatteter Anschlag 26 abstützt.
[0015] Die Antriebswelle 3 ist gegenüber der Zugrolle 11 und der Zugwalze 17 so angeordnet,
daß sich die Zugrolle 11 bei drucklosem Membranzylinder 22 infolge Eigengewichtes
von der Zugwalze 17 selbsttätig abstellt.
[0016] Mittels einer geregelten Druckbeaufschlagung des reibungsfrei arbeitenden Membranzylinders
22 in Verbindung mit einer entsprechenden Einstellung des einen Minimalspalt gewährleistenden
Anschlages 26 ist eine optimal auf die jeweilige Beschaffenheit der Bahn 16, insbesondere
deren Dicke, abgestimmte Zugkraft realisierbar, wobei auch ein unnötiger Verschleiß
zwischen Zugrolle 11 und Zugwalze 17 infolge einer zu starken gegenseitigen Anstellung
der Zugorgane vermieden wird.
1. Vorrichtung zum Fördern von Bahnen durch Rotationsdruckmaschinen mit einer angetriebenen
Zugwalze (17) und an diese kraftschlüssig anstellbajeweils in einem Hebel (10) gelagerten,
angetriebenen Zugrollen (11), gekennzeichnet dadurch, daß der Hebel (10) schwenkbar
auf einem Flansch (8) eines auf einer Antriebswelle (3) axial verschiebbar und fixierbar
angeordneten Antriebsrades gelagert ist, das schlupffrei mit einer die Zugrolle (11)
tragenden, in dem Hebel (10) zur Antriebswelle (3) achsparallel gelagerten Welle (12)
in Antriebsverbindung steht, der Hebel (10) in einer Aussparung (20) eine gestellfeste
Traverse (21) umfaßt und in der Aussparung (20) jeweils zwischen der Traverse (21)
und dem Hebel (10) einerseits ein die Anstellung der Zugrolle (11) an die Zugwalze
(17) bewirkender, druckmittelbetriebener Arbeitszylinder (22) sowie anderenseits ein
verstellbarer, die Anstellung der Zugrolle (11) unter Gewährleistung eines minimalen
Spaltes zur Zugwalze (17) begrenzender Anschlag (26) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Arbeitszylinder als einseitig
wirkender Membranzylinder (22) ausgeführt und die Antriebswelle (3) ein selbsttätiges
Abschwenken der Zugrolle (11) von der Zugwalze (17) infolge Eigengewichtes bei druckentlasteten
Membranzylinder (22) bewirkbar angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Antriebsverbindung
als formschlüssiger Zugmitteltrieb in Gestalt eines Zahnriemen- oder Kettentriebes
ausgeführt ist, wobei das Antriebsrad als Antriebszahnscheibe (4) mit mindestens einem
Formstück (9) jeweils in eine achsparallele Längsnut (6) der Antriebswelle (3) eingreift
und mittels Ringspannelemente (5) gegenüber der Antriebswelle (3) fixierbar und über
einen Zahnriemen (13) bzw. eine Kette mit einer auf der Welle (12) befestigten Zahnscheibe
(15) verbunden ist.
1. Device for conveying webs through rotary printing machines having a driven feed roller
(17) and nip pulleys (11) which can be set onto the feed roller in a force-fitting
manner and are each mounted in a respective lever (10), characterised in that the
lever (10) is mounted pivotably on a flange (8) of a drive wheel arranged to be axially
movable and fixable on a drive shaft (3), the drive wheel being in drive connection,
in a slip-free manner, with a shaft (12) carrying the nip pulley (11) and being mounted
in the lever (10) with its axis parallel to the drive shaft (3), the lever (10) in
a recess (20) surrounds a crosspiece (21) fixed to the frame, and arranged in the
recess (20) respectively between the crosspiece (21) and the lever (10) is on the
one hand a working cylinder (22) operated by pressure medium and causing the setting
of the nip pulley (11) onto the feed roller (17), and on the other hand a stop (26)
limiting the setting of the nip pulley (11) whilst ensuring a minimum gap to the feed
roller (17).
2. Device according to claim 1, characterised in that the working cylinder is designed
as a single-acting diaphragm cylinder (22), and the drive shaft (3) is arranged to
produce automatic pivoting of the nip pulley (11) away from the feed roller (17) as
a result of the net weight when the pressure in the diaphragm cylinder (22) is relieved.
3. Device according to claim 1 and 2, characterised in that the drive connection is designed
as a position-locking traction drive in the form of a toothed belt or chain drive,
the drive wheel engaging respectively by way of at least one shaped piece (9) into
an axis-parallel longitudinal groove (6) of the drive shaft (3) as a drive gear wheel
(4), and being connected fixably by means of annular clamping elements (5) with respect
to the drive shaft (3) and by means of a toothed belt (13) or a chain to a gear wheel
(15) secured on the shaft (12).
1. Dispositif destiné à acheminer des bandes à travers des rotatives d'impression, comprenant
un cylindre de traction (17) actionné et des rouleaux de traction (11) actionnés,
disposés chacun dans un levier (10) et pouvant être mis en contact avec ledit cylindre
de traction sous l'effet d'une force, caractérisé en ce que le levier (10) est monté
de manière à pouvoir pivoter sur une flasque (8) d'une roue motrice montée de manière
à pouvoir se déplacer dans le sens axial et à pouvoir être fixée sur un arbre moteur
(3), laquelle roue motrice est en liaison motrice sans patinage avec un arbre (12)
qui porte le rouleau de traction (11) et qui est logé dans le levier (10) parallèlement
à l'axe de l'arbre moteur (3), le levier (10) entoure dans une cavité (20) une traverse
(21) fixe contre le châssis et, dans la cavité (20) respectivement entre la traverse
(21) et le levier (10), sont disposés, d'une part, un vérin de travail (22) actionné
par un milieu sous pression et assurant la mise en contact du rouleau de traction
(11) contre le cylindre de traction (17), ainsi que, d'autre part, une butée (26)
réglable, limitant la mise en contact du rouleau de traction (11) contre le cylindre
de traction (17) en garantissant la présence d'une fente minimale entre les deux.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le vérin de travail est
conçu sous forme de vérin à diaphragme (22) à action unilatérale et l'arbre moteur
(3) est disposé de manière à produire un déplacement vers le bas automatique du rouleau
de traction (11) contre le cylindre de traction (17) dû au poids propre lorsque le
vérin à diaphragme (22) n'est pas sollicité par une pression.
3. Dispositif selon les revendications 1 et 2, caractérisé en ce que l'assemblage moteur
est conçu comme une transmission de traction par conjugaison de forme sous forme d'une
transmission par courroie dentée ou par chaîne, la roue motrice sous forme de roue
plate motrice (4) s'engageant avec au moins une pièce moulée (9) respectivement dans
une rainure longitudinale (6) de l'arbre moteur (3) et parallèle à l'axe et pouvant
être fixé au moyen d'éléments de serrage annulaires (5) par rapport à l'arbre moteur
(3) et pouvant être assemblée par l'intermédiaire d'une courroie dentée (13) ou d'une
chaîne avec une roue plate (15) fixée sur l'arbre (12).

