[0001] Die Erfindung betrifft eine Spulstelle einer Kreuzspulen herstellenden Textilmaschine
gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Derartig ausgebildete Spulstellen sind beispielsweise durch die DE 38 12 643 A1 oder
durch die DE 42 41 992 A1 bekannt.
[0003] Die DE 38 12 643 A1 beschreibt dabei eine Vorrichtung, die eine den Spinnkops in
der Abspulposition umschließende Abdeckung sowie eine oberhalb dieser Abdeckung angeordnete
Fadenballonführung mit einer Lufteinblasdüse aufweist. Die Lufteinblasdüse befördert
das Fadenende zu einem in einer Bereitschaftsstellung geparkten saugluftbeaufschlagbaren
Übertragungsrohr, das von oben zentrisch über die Fadenballonführungseinrichtung eingeschwenkt
wird. Das Übertragungsrohr überführt das angesaugte Fadenende anschließend in eine
Spleißvorrichtung.
[0004] Nachteilig bei dieser bekannten Einrichtung ist unter anderem, daß das Übertragungsrohr
zur Aufnahme des Fadenendes direkt im Fadenlaufweg positioniert ist, was sich insbesondere
im Zusammenhang mit einer Fadenbruchschaltung nachteilig auswirkt.
[0005] Bei der Einrichtung gemäß DE 42 41 992 A1 ist oberhalb einer in einer Wartestellung
positionierten Ablaufspule ein Fadenfangtrichter installiert, der in ein rohrförmiges
Anschlußstück mit einer seitlichen Ansaugöffnung übergeht. Der Fadenfangtrichter sowie
das Anschlußstück besitzen eine in Kopstransportrichtung weisende, schlitzartige Öffnung,
die den Durchtritt des Fadenendes ermöglicht. An die seitliche Ansaugöffnung des Anschlußstückes
ist ein schwenkbar gelagertes Greiferrohr andockbar.
[0006] Diese bekannte Einrichtung ermöglicht es, bereits frühzeitig das Fadenende einer
umzuspulenden Ablaufspule so bereitzulegen, daß mit dem Umspulprozeß sofort gestartet
werden kann, sobald der Spinnkops in die Umspulposition eingefahren ist.
[0007] Es hat sich allerdings herausgestellt, daß bei dieser Einrichtung Probleme auftreten
können, wenn bei einem in Ablaufposition stehenden Spinnkops ein Fadenbruch auftritt,
da zur Beseitigung eines Fadenbruches der Einsatz des Greiferrohres erforderlich ist.
Da das Greiferrohr in diesem Fall jedoch bereits das Fadenende des in der Wartestellung
geparkten Kopses erfaßt hat, kann es zu Komplikationen kommen.
[0008] Des weiteren ist in der DE 44 22 596 A1 eine an den Spulstellen eines Kreuzspulautomaten
installierte Einrichtung beschrieben, bei der die Anwesenheit des von Kops abgezogenen
Unterfadens mittels eines Sensorelementes detektiert wird.
Der von einem Fadengreifelement erfaßte Faden initiiert dabei im Sensor ein dynamisches
Fadensignal, das das Vorhandensein des Unterfadens anzeigt.
Bei Vorhandensein des Unterfadens wird der aufgrund eines Reinigerschnittes eingeleitete
Fadenendenverbindungsvorgang fortgesetzt, während beim Ausbleiben eines entsprechenden
Signals der Fadenendenverbindungsvorgang abgebrochen und eine Kopswechselschaltung
eingeleitet wird.
[0009] Bei dieser bekannten Einrichtung erfolgt sowohl die Steuerung der für den Fadenendverbindungsvorgang
benötigten Fadengreifelemente, als auch die Steuerung der im Zusammenhang mit einem
Kopswechselvorgang eingesetzten Bedienelemente mechanisch, das heißt, über Kurvenscheibenpakete,
die von einem gemeinsamen Antrieb beaufschlagt werden.
[0010] Da Kurvenscheiben, die in der Regel bei jedem Schaltvorgang eine 360°-Drehung ausführen,
meistens für eine vorgegebene Drehrichtung konzipiert sind, ist es bei diesen bekannten
Einrichtungen nicht ganz unproblematisch den Fadenverbindungsvorgang im Falle des
Ausbleibens des dynamischen Fadensignals zu stoppen und die Kurvenscheibenpakete unmittelbar
in ihre Nullstellung zurückzustellen.
[0011] Durch die nachveröffentlichte DE 195 39 762.2 sind außerdem Kreuzspulautomaten bekannt,
deren Spulstellen jeweils einen gesonderten Antrieb für die Fadenverbindungseinrichtung
und einen gesonderten Antrieb für die Kopswechseleinrichtung aufweisen. Der Antrieb
für die Kopswechseleinrichtung wird dabei durch einen vom Spulstellenrechner definiert
ansteuerbaren Schrittmotor gebildet, der über eine Getriebeanordnung ein Kurvenscheibenpaket
zur Betätigung diverser Handhabungseinrichtungen sowie zum Weiterschalten eines Spinnkopse
aufnehmenden Rundmagazins antreibt. Das heißt, durch den Einsatz eines separaten Schrittmotors
für die Kopswechseleinrichtung können das Kurvenscheibenpaket für die Fadenverbindungseinrichtung
und das Kurvenscheibenpakt für die Kopswechseleinrichtung mechanisch getrennt werden,
so daß ein weitestgehend unabhängiger Betrieb der jeweiligen Handhabungseinrichtungen,
mit zum Beispiel getrenntem Vor- und Rücklauf, möglich ist.
[0012] Ausgehend von Vorrichtungen der vorstehend beschriebenen Gattung liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, derartige Einrichtungen zu verbessern.
[0013] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung gelöst, wie sie in den
Ansprüchen 1 beziehungsweise 9 beschrieben ist.
[0014] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0015] Die erfindungsgemäße Ausführungsform hat insbesondere den Vorteil, daß eine Fadenkontrolleinrichtung,
die das ordnungsgemäße Überführen des am Vorlagekops aufgenommenen Unterfadens überwacht,
unterhalb des Greiferrohres direkt im regulären Fadenlaufweg positioniert werden kann,
ohne daß die Fadenendübergabe an das Greiferrohr durch diese Fadenkontrolleinrichtung
behindert wird.
Die Fadenkontrolleinrichtung ist dabei in einfacher Weise stationär am Spulstellengehäuse
befestigt.
[0016] Durch die im Anspruch 2 beschriebene vorteilhafte Ausbildung, d.h., durch die Verwendung
eines unabhängigen, separaten Antriebes für die Aggregate der Kopswechseleinrichtung
ist außerdem die Vorraussetzung geschaffen, das Schwenkrohr mehrfach hintereinander
in seinen verschiedenen Arbeitsstellungen zu positionieren, so daß die Möglichkeit
gegeben ist, im Bedarfsfall den Fadenendablöse- und - übergabevorgang bzw. den Fadeneinfädelvorgang
in die Fadenkontrolleinrichtung problemlos und sehr schnell zu wiederholen.
[0017] Die im Anspruch 3 beschriebene vorteilhafte Ausführungsform gewährleistet, daß die
Stellung des Schwenkrohres unmittelbar auf die tatsächlichen Gegebenheiten an der
betreffenden Spulstelle, d.h., Faden gefaßt oder Faden nicht gefaßt, angepaßt werden
kann.
Bei einem in seiner Betriebsstellung positionierten Schwenkrohr führt beispielsweise
das Ausbleiben eines entsprechenden Signales der Fadenkontrolleinrichtung unmittelbar
dazu, daß das Schwenkrohr in seine Fadenendübergabestellung zurückgeschwenkt wird
(Anspruch 4), ohne daß vorher ein Fadenendeverbindungsversuch, der aufgrund des fehlenden
Unterfadens mißlingen muß, gestartet wird.
[0018] In bevorzugter Ausbildung besteht die Antriebsvorrichtung zum Positionieren des Schwenkrohres
aus einem reversierbaren Antriebsaggregat, das über ein Untersetzungsgetriebe ein
Kurvenscheibenpaket antreibt. Der eingesetzte, reversierbare E-Motor bietet dabei
die Möglichkeit, das Kurvenscheibenpaket, zumindest begrenzt, rückwärts zu drehen,
so daß im Bedarfsfall ein schnelles Rückdrehen des Kurvenscheibenpaketes in seine
Nullstellung und damit ein direktes Positionieren des Schwenkrohres in seiner Fadenendübergabestellung
möglich ist, ohne daß das Kurvenscheibenpaket vorher eine volle Umdrehung ausführen
muß.
[0019] Als reversierbares Antriebsaggregat wird vorzugsweise, wie im Anspruch 6 dargelegt,
ein Schrittmotor gewählt. Derartige Schrittmotoren haben den Vorteil, daß sie einerseits
recht kostengünstig sind, andererseits können mit solchen Antriebsaggregaten vorgegebene
Drehwinkel exakt eingehalten werden. Außerdem kann beim Einsatz derartiger Motoren
auf zusätzliche Anlauf- beziehungsweise Sicherheitskupplungen oder dergleichen verzichtet
werden.
[0020] In Verbindung mit einem entsprechenden Kurvenscheibengetriebe stellt ein Schrittmotor
eine relativ kostengünstige und zuverläßige Konstuktion dar, um verschiedene im Zusammenhang
mit einem Kopswechselvorgang benötigte Handhabungsvorrichtungen definiert anzusteuern.
Das gilt insbesondere, wenn Wiederholungsschaltungen eingeplant werden müssen (Anspruch
7).
[0021] Bezüglich des Greiferrohres, das sowohl beim Fadenendverbindungsvorgang als auch
bei der Kopswechselschaltung zum Einsatz kommt, ist in bevorzugter Ausführungsform
vorgesehen, die Kurvenscheibe zum Ansteuern des Greiferrohres so zu gestalten, daß
das Greiferrohr aus einer im Anfangsbereich seiner Schwenkbewegung liegenden Zwischenstellung
im Bedarfsfall problemlos in seine Fadenendaufnahmestellung zurückgeschwenkt werden
kann, so daß auch beim Rückschwenken des Schwenkrohres kein Durchlauf des Kurvenscheibenpaketes
notwendig ist (Anspruch 8).
[0022] Die in Anspruch 9 beschriebene Vorrichtung hat insbesondere den Vorteil, daß das
vorzugsweise im Bereich der Hülsenspitze der Ablaufspule bereitliegende Fadenende
auf einfache Weise pneumatisch von der Hülsenspitze gelöst und mittels eines im Bereich
der Fadenendaufnahmeeinrichtung anstehenden Luftstromes über ein Schwenkrohr unmittelbar
an ein an der Saugglocke bereitstehendes, unterdruckbeaufschlagtes Greiferrohr überführt
werden kann. Das Greiferrohr ist dabei vorteilhafterweise außerhalb des Fadenlaufweges
positioniert, so daß der Faden während des Umspulprozesses durch das Greiferrohr in
keiner Weise behindert wird.
[0023] Weitere Vorteile einer solchen Ausführungsform sind darin zu sehen, daß Fadenbehandlungs-
beziehungsweise Fadenkontrolleinrichtungen, ohne die Fadenübergabe zu behindern, fest
im Bereich des Fadenlaufweges des Unterfadens positioniert werden können, da das relativ
kurze Greiferrohr den in einer Übernahmestellung gefaßten Unterfaden als gespannte
Fadensehne in zumindest annähernd horizontaler Richtung in diese Einrichtungen einführt.
Das Greiferrohr ist dabei vorteilhafterweise, unabhängig von der Art der Ablaufspulenvorlage,
zum Beispiel Rundmagazin, umlaufende Transportteller etc., für alle Maschinentypen
gleich. Auch die Länge der vorgelegten Spinnkopse bleibt ohne Einfluß auf die Länge
des Greiferrohres.
[0024] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist die Fadenendaufnahmeeinrichtung,
wie in Anspruch 10 dargelegt, als Blasglocke ausgebildet, so daß ein über eine Blasdüsenanordnung
aufgebrachter Blasluftstrom unmittelbar auf das im Bereich der Hülsenspitze abgelegte
Fadenende einwirkt. In modifizierter Ausführungsform kann allerdings auch eine Einrichtung
vorgesehen sein, bei der ein im Hülseninneren abgelegtes Fadenende in die Fadenendaufnahmeeinrichtung
mittels einer zentrisch unter dem Kops angeordneten Blasdüse, wie sie zum Beispiel
aus der DE 38 12 643 A1 bekannt ist, eingeblasen oder eingesaugt wird. Zusätzlich
könnten noch im Bereich des Kopsfußes oder darüberliegend Blasdüsen angeordnet werden,
wodurch auch eine Zuführung des Fadenendes an das Greiferrohr nach einem Fadenbruch,
gegebenenfalls sogar nach fortgeschrittener Kopsreise, erfolgen kann.
[0025] In bevorzugter Ausführungsform ist, wie in Anspruch 11 dargelegt, die Arbeitshöhe
der Blasglocke einstellbar. Auf diese Weise ist es möglich, zum Beispiel bei Partiewechseln
flexibel auf eine neue Kopsgröße zu reagieren. Das heißt, die Arbeitshöhe der Blasglocke
kann jeweils optimal auf die verwendete Kopsgröße angepaßt werden, was sich sehr positiv
auf den Wirkungsgrad der Fadenendaufnahme- und übergabevorrichtung auswirkt.
[0026] Wie in Anspruch 12 dargelegt, besteht die Blasglocke aus zwei Hauptbauelementen.
Ein innenliegender Grundkörper ist dabei, beispielsweise über eine Langlochführung,
an einer entsprechenden Halterung der Spulstelle verschiebbar gelagert und kann somit
problemlos auf unterschiedliche Arbeitshöhen eingestellt werden. An diesem Grundkörper
ist ein Muffe verschiebbar geführt, die über eine spezielle Betätigungseinrichtung
leicht in eine Betriebsstellung abgesenkt werden kann, in der die Muffe den Windungskegel
der Ablaufspule, wie in Anspruch 13 ausgeführt, wenigstens teilweise umschließt.
[0027] Da der Grundkörper der Blasglocke, wie in Anspruch 14 beschrieben, gleichzeitig als
Fadenabzugsbeschleuniger ausgebildet ist, das heißt, eine Innenkontur aufweist, die
der Ballonwirkung des Fadens während des Abzuges entgegenwirkt, ermöglicht die erfindungsgemäße
Einrichtung hohe Fadenabzugsgeschwindigkeiten.
[0028] Die im Anspruch 15 beschriebene Blasdüsenanordnung gewährleistet eine auf den Windungskegel
gerichtete Druckluftströmung, die das Fadenende zuverlässig von der Hülsenspitze löst
und über das Schwenkrohr sowie die Saugglocke pneumatisch zum Greiferroher befördert.
Der im Greiferrohr anstehende Unterdruck unterstützt dabei den Transport des gelösten
Fadenendes wirkungsvoll.
[0029] Da die Blasglocke in ihre Arbeitshöhe einstellbar ist, während die Einbaulage der
Saugglocke, an die das Greiferrohr andockt, fest vorgegeben ist, ist es im Interesse
einer durchgehenden pneumatischen Fadenführung vorteilhaft, wenn das Schwenkrohr,
wie in Anspruch 16 ausgeführt, mit seiner Länge auf die jeweilige Einbauhöhe der Blasglocke
anpaßbar ist.
[0030] In bevorzugter Ausführungsform ist daher vorgesehen (Anspruch 17), daß das Schwenkrohr
als Teleskoprohr ausgebildet ist. Vorzugsweise ist dabei ein Innenrohr begrenzt beweglich
mit dem Grundkörper der Blasdüse verbunden, während ein Außenrohr an einen bezüglich
seiner Einbaulage an die Saugglocke angepaßten Schwenkantrieb angeschlossen ist.
[0031] Die Saugglocke verfügt über eine durchgehende, schlitzartige Fadenaustrittsöffnung,
die es dem Faden beim Zurückschwenken des Schwenkrohres in seine Betriebsstellung
und gleichzeitigem Zurückschwenken des Greiferrohres in eine Zwischenstellung auf
einfache Weise ermöglicht, in den Bereich des regulären Fadenlaufweges überzuwechseln
(Anspruch 18).
[0032] Wie im Anspruch 19 beschrieben, wird der Faden beim Zurückschwenken des Schwenkrohres
in seine Betriebsstellung beziehungsweise beim Einschwenken des Greiferrohres in seine
Zwischenstellung automatisch in eine Fadenkontroll- und - schneideinrichtung eingefädelt.
Diese Fadenkontroll- und -schneideinrichtung verfügt, wie in Anspruch 20 dargelegt,
vorzugsweise über einen Unterfadensensor sowie eine Restfadenschere.
[0033] Der Unterfadensensor überwacht dabei die erfolgreiche Überführung des Unterfadens,
das heißt, wenn der Unterfadensensor keinen Faden detektiert, wird auf das Einleiten
einer Oberfadenaufnahmeschaltung zunächst verzichtet und stattdessen ein erneuter
Versuch gestartet, den Unterfaden aufzunehmen.
Die Restfadenschere, die grundsätzlich zu Beginn jeder Kopswechselschaltung tätig
wird, verhindert dabei, daß sich bei einem mißglückten Spleißvorgang Schleppfäden
bilden können.
[0034] Weitere Einzelheiten der Erfindung sind einem nachfolgend anhand der Zeichnungen
dargestellten Ausführungsbeispiel entnehmbar.
Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Spulstelle eines Kreuzspulautomaten in Seitenansicht,
- Fig. 2
- das untere Spulstellengehäuseteil einer Spulstelle mit Blick auf die Antriebsvorrichtung
der Kopswechseleinrichtung.
- Fig. 3
- eine erfindungsgemäße Fadenendaufnahme- und - überführungsvorrichtung in ihrer Ausgangsstellung,
- Fig. 4
- die Vorrichtung gemäß Fig. 3 während der Überführung des Fadenendes an das an die
Saugglocke angedockte Greiferrohr,
- Fig. 5
- die erfindungsgemäße Vorrichtung während des Einfädelns des Fadenendes in eine Fadenkontroll-
und -schneideinrichtung,
- Fig. 6
- eine weitere, bevorzugte Ausführungsform des Schwenkrohres.
[0035] Die Fig. 1 zeigt in Seitenansicht eine insgesamt mit der Bezugszahl 1 gekennzeichnete
Spulstelle einer Kreuzspulen herstellenden Textilmaschine. Derartige als Kreuzspulautomaten
bekannte Textilmaschinen verfügen über eine Vielzahl nebeneinander angeordneter Spulstellen
1, auf denen Spinnkopse 2 zu großvolumigen Kreuzspulen 3 umgespult werden.
Die Spinnkopse 2 gelangen dabei über eine im Bodenbereich der Textilmaschine angeordnete
Transporteinrichtung 4 zu den einzelnen Spulstellen.
[0036] Wie in Fig. 1 angedeutet und an sich bekannt, verfügen derartige Transporteinrichtungen
4 über eine Vielzahl verschiedener Transportstrecken, auf denen die aufrecht auf Transporttellern
5 stehenden Spinnkopse 2 befördert werden. Es sind lediglich die Spulenzuführstrecke
6, die Reversierstrecke 7, die Leerhülsenabfuhrstrecke 8 sowie eine der zu den einzelnen
Spulstellen 1 führenden Quertransportstrecken 9 dargestellt. Wie bekannt, gelangen
die Spinnkopse 2 über die Quertransportstrecke 9 in den Bereich einer Abspulstellung
I, wo die Transportteller 5 durch ein Positioniermittel 27 gestoppt und die jeweils
vordere, als Spinnkops 2' bezeichnete Ablaufspule, umgespult wird.
[0037] Jede Spulstelle verfügt dabei über eine Reihe von Handhabungselementen, die ein Verbinden
des Fadenendes des Spinnkopses 2' an das Fadenende der in einem Spulrahmen 10 gehaltenen
Kreuzspule 3 ermöglichen. Wichtige Einrichtungen sind in diesem Zusammenhang eine
schwenkbar gelagerte Ansaugdüse 11 zum Aufnehmen des Oberfadens von der Oberfläche
der Kreuzspule 3, ein saugluftbeaufschlagtes Greiferrohr 13 sowie eine Spleißeinrichtung
12. Die Ansaugdüse 11 legt dabei den Oberfaden in die Spleißeinrichtung 12 ein, während
das Greiferrohr 13 das vom Spinnkops 2' stammende Fadenende 57, den sogenannten Unterfaden
40, in der Spleißeinrichtung 12 positioniert. Die spezielle Fadenendaufnahme- und
- übergabevorrichtung zur Handhabung des am Spinnkops 2 bereitliegenden Fadenendes
57 trägt die Bezugszahl 14.
[0038] Die Fig. 1 zeigt drei über die Quertransportstrecke 9 in den Bereich einer Spulstelle
1 beförderte Spinnkopse 2, wobei der Spinnkops 2' durch Transporttellerpositioniermittel
27 in einer Abspulstellung I fixiert ist. Oberhalb des Spinnkopses 2' ist die Fadenendaufnahme-
und -übergabevorrichtung 14 positioniert, die im wesentlichen aus einer Blasglocke
15, einem Schwenkrohr 16 sowie einer Saugglocke 17 besteht. Vor einer Fadenaustrittsöffnung
35 der Saugglocke 17 ist, im Bereich des regulären Fadenlaufweges II, eine Fadenkontroll-
und - schneideinrichtung 18 angeordnet.
[0039] Die Blasglocke 15 besteht im wesentlichen aus einem Grundkörper, der über eine Halterung
bezüglich seiner Arbeitshöhe einstellbar am Spulstellengehäuse 21 festlegbar ist.
Der Grundkörper wird von einer Muffe überfaßt, die verschiebbar am Grundkörper befestigt
ist und über eine Betätigungseinrichtung in Richtung des Pfeiles 23 nach unten ausgefahren
werden kann. Als Betätigungseinrichtung zum vertikalen Verschieben der Muffe der Blasglocke
kann beispielsweise ein Pneumatikzylinder oder ein kurvenscheibengesteuerter Stellhebel
vorgesehen sein. Die entsprechende Kurvenscheibe wird dabei vorzugsweise über den
Schrittmotor beaufschlagt. Der Grundkörper der Blasglocke ist so ausgestattet, daß
seine Innenkontur einen Fadenabzugsbeschleuniger bildet. Außerdem ist der Grundkörper
über eine gelenkige Anbindung, zum Beispiel eine Kugelgelenkverbindung 25, mit dem
Schwenkrohr 16 verbunden. Des weiteren verfügt die Blasglocke 15 über eine Blasdüsenanordnung,
die über eine entsprechende Pneumatikleitung an eine Druckluftquelle angeschlossen
ist.
[0040] Das Schwenkrohr 16, das vorzugsweise als Teleskoprohr ausgebildet ist, ist über eine
kurvenscheibengesteuerte Schwenkvorrichtung 32 aus der in der Fig. 2 dargestellten
Ausgangs- beziehungsweise Betriebsstellung (BS) in die in der Fig. 1 angedeutete Fadenendeübergabestellung
(FÜS) überführbar. In der Fadenendeübergabestellung verbindet das Schwenkrohr 16 die
Blasglocke 15 mit der Saugglocke 17. Die nach unten offene Saugglocke 17 verfügt über
eine seitliche Anschlußöffnung 33, an die das schwenkbar gelagerte Greiferrohr 13,
das an eine Unterdruckquelle 34 angeschlossen ist, andockbar ist. Die Saugglocke 17
besitzt außerdem die in Kopstransportrichtung R weisende schlitzartige Fadendurchtrittsöffnung
35.
[0041] Wie in Fig. 2 dargestellt, erfolgt der Antrieb der Handhabungseinrichtungen der insgesamt
mit der Bezugszahl 19 gekennzeichneten Kopswechseleinrichtung mittels eines vom Spulstellenrechner
36 angesteuerten Schrittmotors 29. Der Schrittmotor 29 beaufschlagt über eine Getriebeanordnung
30 ein Kurvenscheibenpaket 31. Am Kurvenscheibenpaket 31 liegen die Steuerhebel 20,
22 an, die über weitere Hebelgestänge 24, 26 die Handhabungseinrichtung der Kopswechseleinrichtung
19, das heißt, das Transporttellerpositioniermittel 27 und das Schwenkrohr 16 ansteuern.
[0042] Der über den Spulstellenrechner 36 angesteuerte Schrittmotor 29 ist über eine Lagerplatte
37 oder dergleichen am Spulstellengehäuse 21 festgelegt. Das Ritzel 39 des Schrittmotors
29 kämmt mit dem Eingangsrad einer insgesamt mit 30 bezeichneten Getriebeanordnung.
Das Ausgangsrad dieser Getriebeanordnung 30 steht seinerseits mit einem Zahnrad 41,
das an das Kurvenscheibenpaket 31 angeschlossen ist, im Eingriff. Wie ersichtlich,
findet aufgrund der Getriebeanordnung 30 eine deutliche Untersetzung der Drehzahl
des Schrittmotors, die üblicherweise 240 bis 500 1/min beträgt, statt. Aufgrund der
relativ niedrigen Drehzahlen sowie der verhältnismäßig geringen zu übertragnden Drehmomente
kann das Getriebe ungekapselt bleiben, die Zahnräder sind vorzugsweise aus Kunststoff
gefertigt.
[0043] Die Fig. 3 zeigt drei über eine Quertransportstrecke 9 in dem Bereich einer Spulstelle
1 beförderte Spinnkopse 2, wobei der Spinnkops 2
' durch Positioniermittel 27 in einer Spulstellung I fixiert wird. Oberhalb des Spinnkopses
2
' ist die Fadenendaufnahme- und -übergabevorrichtung 14 positioniert, die, wie vorstehend
bereits erwähnt, im wesentlichen aus einer Blasglocke 15, einem Schwenkrohr 16 sowie
einer Saugglocke 17 besteht. Im Bereich vor einer Fadenaustrittsöffnung 35 der Saugglocke
17 ist außerdem eine Fadenkontroll- und - schneideinrichtung 18 angeordnet.
Wie insbesondere anhand des in Fig. 6 dargestellten Ausführungsbeispieles ersichtlich,
besteht die Blasglocke 15 aus einem Grundkörper 44, der über eine Halterung 45 bezüglich
seiner Arbeitshöhe H einstellbar am Spulstellengehäuse 21 festlegbar ist. Der Grundkörper
44 wird von einer Muffe 46 überfaßt, die verschiebbar am Grundkörper 44 befestigt
ist und über eine Betätigungseinrichtung 47 nach unten ausgefahren werden kann.
[0044] Der Grundkörper 44 ist dabei so ausgestattet, daß seine Innenkontur einen Fadenabzugsbeschleuniger
38 bildet. Außerdem ist der Grundkörper über eine gelenkige Anbindung, zum Beispiel
eine Kugelgelenkverbindung 25 oder einen flexiblen Schlauch 28, mit dem Schwenkrohr
16 verbunden.
[0045] Die Muffe 46 verfügt über eine Blasdüsenanordnung 48, die über eine entsprechende
Pneumatikleitung 49, in die ein Wegeventil 50 oder dergleichen eingeschaltet ist,
an eine Druckluftquelle 51 angeschlossen ist. Die Betätigungseinrichtung 47 ist beispielsweise
als Pneumatikzylinders 52 oder als (nicht dargestellter) kurvenbetätigter Stellhebel
ausgebildet.
[0046] Das Schwenkrohr 16, das wie im Ausführungsbeispiel der Fig. 6 dargestellt, als Teleskoprohr
53 ausgebildet sein kann, ist über eine schematisch angedeutete, vorzugsweise kurvenscheibengesteuerte
Schwenkvorrichtung 32 aus der in den Fig. 3 beziehungsweise 5 dargestellten Ausgangsbeziehungsweise
Betriebsstellung in die in den Fig. 4 und 6 gezeigte Fadenendeübergabestellung überführbar.
In der Fadenendeübergabestellung gemäß der Fig. 4 und 6 verbindet das Schwenkrohr
16 die Blasglocke 15 mit der Saugglocke 17.
Funktion der Einrichtung:
[0047] Über die Transporteinrichtung 4 werden ständig Spinnkopse 2 in den Bereich der Spulstellen
I befördert, wobei der jeweils vordere, mit 2
' bezeichnete Spinnkops durch Positioniermittel 27 in einer Spulstellung I fixiert
wird. Im Bereich der Spulstellung I ist, wie dargestellt, oberhalb des Spinnkopses
2
' die Fadenendaufnahme- und -übergabevorrichtung 14 angeordnet, die zu diesem Zeitpunkt
ihre Ausgangsstellung einnimmt. Wie vorstehend bereits erwähnt, ist die Arbeitshöhe
H der Blasglocke 15 über eine Halterung 45 exakt auf die Länge der abzuarbeitenden
Spinnkopse 2' einstellbar.
[0048] Anschließend (Fig. 4) wird über die Betätigungseinrichtung 47 die Muffe 46 der Blasglocke
15 über den Windungskegel 54 des Spinnkopses 2
' abgesenkt und über das Wegeventil 50 die Blasdüsenanordnung 48 beaufschlagt. Die
dabei im Bereich der Blasglocke 15 entstehende Blasluftströmung 55 löst das zum Beispiel
an der Hülsenspitze 56 bereitgelegte Fadenende 57 pneumatisch ab und fördert es über
das in seine Fadenendeübergabestellung FÜS eingeschwenkte Schwenkrohr 16 zur Saugglocke
17.
An einer seitlichen Anschlußöffnung 33 der Saugglocke 17 ist zu diesem Zeitpunkt das
Greiferrohr 13 angedockt, das seinerseits an eine Unterdruckquelle 34 angeschlossen
ist. Das heißt, das abgelöste Fadenende 57, das den Unterfaden 40 bildet, wird über
die Blasglocke 15, das Schwenkrohr 16 und die Saugglocke 17 in das Greiferrohr 13
eingesaugt.
[0049] Im nächsten Schritt schwenkt das Schwenkrohr 16 in die in Fig. 5 angedeutete Ausgangs-
beziehungsweise Betriebsstellung BS zurück. Gleichzeitig bewegt sich das Greiferrohr
13 in die dargestellte Zwischenstellung. Der Unterfaden 40 wird dabei durch die schlitzartige
Fadendurchtrittsöffnung 35 in der Saugglocke 17 hindurch in eine vor der Öffnung 35
positionierte Fadenkontroll- und -schneideinrichtung 18 eingefädelt.
Die Fadenkontroll- und -schneideinrichtung 18 besteht dabei im einzelnen aus einem
Unterfadensensor 43 sowie einer Restfadenschere 42.
[0050] Wenn der Unterfadensensor 43 feststellt, daß kein Unterfaden 40 vorhanden ist, wird
der Start der Oberfadenaufnahmeschaltung unterdrückt und zunächst mindestens ein neuer
Versuch gestartet den Unterfaden 40 in die Spleißeinrichtung 12 einzulegen.
Mißlingt auch dieser Versuch, wird eine Kopswechselschaltung getätigt, das heißt,
der Spinnkops 2
' wird aus der Spulstellung I ausgeschleust und durch den in der Wartestellung positionierten
Spinnkops 2 ersetzt, der damit zum Spinnkops 2
' wird.
[0051] Die Restfadenschere 42 wird bei jeder Kopswechselschaltung automatisch betätigt.
Das bedeutet zwar, daß 80% bis 90% aller Schnitte ins Leere gehen, es wird auf diese
Weise jedoch sichergestellt, daß sich bei einem Kopswechsel kein Unterfaden in der
Spulstelle verfangen kann, der anschließend als Schleppfaden durch die Textilmaschine
gezogen wird und dort zu Komplikationen führen kann.
[0052] Wenn der Unterfadensensor 43 feststellt, daß kein Unterfaden 40 vorhanden ist, wird
der Start einer Oberfadenaufnahmeschaltung, das heißt, der Start eines Fadenendeverbindungsvorsuches,
unterdrückt und zunächst mindestens ein neuer Versuch gestartet den Unterfaden 40
mittels der Fadenendaufnahme- und - übergabevorrichtung 14 aufzunehmen. Das bedeutet,
die Blasglocke 15 wird erneut über den Windungskegel 54 des Spinnkopses 2

abgesenkt und über den Schrittmotor 29 beziehungsweise das nachgeschaltete Kurvenscheibengetriebe
wird das Schwenkrohr 16 wieder in die Fadenendübergabestellung FÜS geschwenkt. Anschließend
wird über die Blasdüsenanordnung 48 in der Blasglocke 15 erneut versucht das Fadenende
57 vom Spinnkops 2' zu lösen. Der Unterfaden 40 wird über das Schwenkrohr 16 an die
Saugglocke 17 und damit an das in der Fadenendaufnahmestellung positionierte Greiferrohr
13 überführt. Das Greiferrohr 13 schwenkt im Anschluß wieder in die Zwischenstellung
ZS und fädelt dabei, unter Mithilfe des in die Betriebsstellung BS einschwenkenden
Schwenkrohres 16 , den Unterfaden 40 in die Fadenkontrolleinrichtung 18 ein. Das Greiferrohr
13 wird dabei über ein (nicht dargestelltes) Kurvenscheibengetriebe, das von einem
vorzugsweise reversierbaren Elektromotor, z.B.einem Schrittmotor, angetrieben wird,
beaufschlagt .
[0053] In alternativer Ausführungsform kann auch ein separater Antrieb für das Greiferrohr
13 vorgesehen sein
[0054] Sollte auch der neuerliche Versuch oder eine einstellbare Anzahl von weiteren Versuchen
mißlingen, wird die Kopswechselschaltung getätigt, das heißt, der Spinnkops 2' wird
aus der Abspulstellung I ausgeschleust und durch den in der Wartestellung positionierten
Spinnkops 2 ersetzt, der damit zum Spinnkops 2' wird.
[0055] Die erfindungsgemäße Einrichtung stellt insgesamt eine unkomplizierte und zuverlässige
Einrichtung dar, die ein schnelles und sicheres Aufnehmen des Fadenendes von einem
Spinnkops 2' sowie ein zuverlässiges Überführen des Fadenendes an ein schwenkbar gelagertes
Greiferrohr 13 gewährleistet.
1. Spulstelle einer Kreuzspulen herstellenden Textilmaschine, mit einer Vorrichtung zum
Aufnehmen des Fadenendes eines umzuspulenden Spinnkopses, wobei die Vorrichtung eine
Einrichtung zum pneumatischen Ablösen und Überführen des Fadenendes des Spinnkopses
an ein saugluftbeaufschlagbares, das Fadenende in eine Spleißeinrichtung einlegendes
Greiferrohr besitzt,
dadurch gekennzeichnet,
- daß im Bereich einer Abspulstellung (I) einer Spulstelle (1) eine Fadenendaufnahme-
und -übergabevorrichtung (14) zum Handhaben eines Fadenendes (57) eines Vorlagekopses
(2

) sowie im Fadenlaufweg (II) eine Fadenkontrolleinrichtung (18) angeordnet sind ,
wobei das einen Unterfaden (40) bildende Fadenende (57) mittels der Fadenendaufnahme-
und -übergabevorrichtung (14) in die Fadenkontrolleinrichtung (18) einfädelbar ist
und der Fadenendablöse-sowie Fadenendeinfädelvorgang im Bedarfsfall problemlos wiederholbar
sind .
2. Spulstelle nach Anspruch 2 ,dadurch gekennzeichnet,
- daß im Bereich einer Abspulstellung (I) der Spulstelle (1) eine Fadenendaufnahme-und-übergabevorrichtung
(14) angeordnet ist, die eine außerhalb des regulären Fadenlaufweges (II) positionierte
Saugglocke (17) umfaßt, an die ein saugluftbeaufschlagbares Greiferrohr (13) andockbar
ist ,
- daß die Fadenendeaufnahme-und-übergabvorrichtung(14) ein Fadenendlösemittel (15)
besitzt, das über ein Schwenkrohr (16) an die Saugglocke (17) anschließbar ist, wobei
das Schwenkrohr (16) mittels eines Antriebes (29) definiert zwischen einer Betriebsstellung
(BS), bei der das Schwenkrohr (16) im Bereich des Fadenlaufweges (II) positioniert
und einer Fadenendübergabestellung (FÜS), bei der das Schwenkrohr (16) an die Saugglocke
(17) angeschlossen ist, verstellbar ist und
- daß im Bereich des Fadenlaufweges (II) eine Fadenkontrolleinrichtung (18) angeordnet
ist.
3. Spulstelle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der das Schwenkrohr (16) beaufschlagende
Antrieb (29) sowie die Fadenkontrolleinrichtung (18) über einen Spulstellenrechner
(36) funktionell verbunden sind .
4. Spulstelle nach Anspruch 1 bis 3 , dadurch gekennzeichnet, daß das in der Betriebsstellung
(BS) positionierte Schwenkrohr (16) in Abhängigkeit eines entsprechenden Signals der
Fadenkontrolleinrichtung (18) direkt in die Fadenendübergabestellung (FÜS) zurückschwenkbar
ist .
5. Spulstelle nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung
zum definierten Positionieren des Schwenkrohres (16) in der Betriebsstellung (BS)
beziehungsweise in der Fadenendübergabestellung (FÜS) ein reversierbares Antriebsaggregat
(29) sowie ein Kurvenscheibengetriebe (31) umfaßt.
6. Spulstelle nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsaggregat (29)
als Schrittmotor ausgebildet ist.
7. Spulstelle nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß mittels des Schrittmotors
(29) beziehungsweise des zugehörigen Kurvenscheibengetriebes (31) eine definierte
Beaufschlagung aller im Zusammenhang mit einer Kopswechselschaltung notwendigen Handhabungseinrichtungen
(Transporttellerpositioniermittel 27, Schwenkrohr 16 etc.) durchführbar ist.
8. Spulstelle nach Anspruch 1 und 2 , dadurch gekennzeichnet, daß das Greiferrohr (13)
zum Einfädeln des am Spinnkops (2') aufgenommenen Fadenendes (57) in die Fadenkontrolleinrichtung
(18) in einer Zwischenstellung (ZS) positionierbar und beim Ausbleiben eines entsprechenden
Fadenkontrollsignals aus dieser Zwischenstellung (ZS) unmittelbar in die Fadenendaufnahmestellung
(FÜS) zurückschwenkbar ist.
9. Spulstelle einer Kreuzspulen herstellenden Textilmaschine, mit einer Vorrichtung zum
Aufnehmen des Fadenendes eines umzuspulenden Spinnkopses, wobei die Vorrichtung eine
Einrichtung zum pneumatischen Ablösen und Überführen des Fadenendes des Spinnkopses
an ein saugluftbeaufschlagbares, das Fadenende in eine Spleißeinrichtung einlegendes
Greiferrohr besitzt,
dadurch gekennzeichnet,
- daß im Bereich einer Abspulstellung (I) der Spulstelle (1) eine über ein Schwenkrohr
(16) an eine Saugglocke (17) anschließbare Fadenendaufnahmeeinrichtung (15) angeordnet
ist, wobei die Saugglocke (17) eine seitliche Anschlußöffnung (33) zum Andocken des
saugluftbeaufschlagbaren Greiferrohres (13) besitzt.
10. Spulstelle nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenaufnahmeeinrichtung
(15) als Blasglocke ausgebildet ist.
11. Spulstelle nach Anspruch 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitshöhe (H)
der Blasglocke (15) einstellbar ist.
12. Spulstelle nach Anspruch 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Blasglocke (15)
aus eines bezüglich der Arbeitshöhe (H) einstellbar gelagerten Grundkörper (44) sowie
eine relativ zum Grundkörper verschiebbar angeordneten Muffe (46) besteht.
13. Spulstelle nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Muffe (46) über eine
Betätigungseinrichtung (47) derart verschiebbar angeordnet ist, daß die abgesenkte
Muffe (46) den Windungskegel (54) eines in Abspulstellung (I) positionierten Spinnkopses
(2') wenigstens teilweise umschließt.
14. Spulstelle nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die der Grundkörper (44)
der Blasglocke (15) als Fadenabzugsbeschleuniger (38) ausgebildet ist.
15. Spulstelle nach Anspruch 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Muffe (46) eine
druckluftbeaufschlagbare Blasdüsenanordnung (48) aufweist.
16. Spulstelle nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwenkrohr (16) bezüglich
seiner Länge (L) veränderbar ausgebildet ist.
17. Spulstelle nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwenkrohr (16) als
Teleskoprohr (53) ausgebildet ist, wobei ein erstes Rohrteil mit einem Schwenkantrieb
(32) und ein zweites Rohrteil mit der Blasglocke (15) verbunden ist.
18. Spulstelle nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Saugglocke (17) eine durchgehende,
schlitzartige Öffnung (35) für den Durchtritt des im Greiferrohr (13) gefaßten Unterfadens
(40) aufweist.
19. Spulstelle nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich vor der schlitzartigen
Fadendurchtrittsöffnung (35) eine Fadenkontroll- und -schneideinrichtung (18) positioniert
ist.
20. Spulstelle nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenkontroll- und -schneideinrichtung
(18) einen Unterfadensensor (43) sowie eine Restfadenschere (42) aufweist.