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EP 0 806 533 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.10.2002 Patentblatt 2002/44 |
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Anmeldetag: 15.03.1997 |
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Steuervorrichtung für die Funktionszustände eines Verschlusses von Kraftfahrzeugen
Control device for the functioning conditions of motor vehicle door locks
Dispositif de commande pour les états de fonctionnement d'une serrure de véhicules
à moteur
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT |
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Priorität: |
11.05.1996 DE 19619128
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.11.1997 Patentblatt 1997/46 |
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Patentinhaber: Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft |
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80788 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Griessbach, Robert
85635 Höhenkirchen-Siegertsbrunn (DE)
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-95/24534 DE-A- 3 941 086 DE-A- 4 226 304 DE-A- 4 412 028 DE-A- 4 439 479 DE-C- 4 223 341 DE-C- 19 503 484 US-A- 5 240 296
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DE-A- 3 902 873 DE-A- 4 211 982 DE-A- 4 343 340 DE-A- 4 430 432 DE-A- 19 523 818 DE-C- 19 500 509 US-A- 4 338 552
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Steuervorrichtung mit dem Merkmal des Oberbegriffs
von Patentanspruch 1.
[0002] Bei einer Steuervorrichtung dieser Art ist das Stellglied für vier Funktionszustände
des Verschlusses in zwei Stellungen durch eine Rotationsbewegung einstellbar, die
sich um 180° voneinander unterscheiden. Der ausgewählte Funktionszustand hängt zusätzlich
von der Vorgeschichte der beiden Hebel, d. h. ihrer vor der Bewegung des Stellglieds
vorliegenden Stellung ab (vgl. DE 4343340 A1).
[0003] Es ist ohne weiteres erkennbar, daß eine derartige Steuervorrichtung mechanisch aufwendig
ist und zusätzliche vorzugsweise mechanische Mittel erforderlich sind, die die Hebel
in der eingestellten Lage halten. Diese Mittel stehen dem Ziel einer leichtgängigen
Steuervorrichtung, die mit geringem mechanischen Aufwand eine Änderung des eingestellten
Funktionszustands ermöglicht, im Wege.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Steuervorrichtung der eingangs genannten
Art zu schaffen, die sich durch einen geringen mechanischen Aufwand und einen leichtgängigen
Antrieb auszeichnet.
[0005] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs
1.
[0006] Durch die 1:1-Zuordnung von Funktionszuständen und Stellungen des Stellglieds verringert
sich der mechanische Aufwand gegenüber der bekannten Vorrichtung erheblich. Es ist
nun keinerlei Berücksichtigung der vorliegenden bzw. vorausgehenden Stellung der beiden
Hebel erforderlich. Nimmt man, wie an sich bekannt, eine Rotationsbewegung des Stellglieds
vor, so unterscheiden sich dessen Stellungen für die verschiedenen Funktionszustände
um beispielsweise einen Viertelkreisbogen. Im Falle einer Linearbewegung können die
Funktionszustände durch Stellungen des Stellglieds eingestellt werden, die rasterartig
auf dem Weg des Stellglieds liegen. Da es nur noch auf die Stellung des Stellglieds
ankommt, können die Funktionszustände auch in der Weise ausgeführt werden, daß die
Bewegung der Hebel dabei entsprechend der gewählten Funktion blockiert oder freigegeben
sind. Wählt man beispielsweise vier Funktionszustände, beispielsweise die Zustände
"entriegelt", "verriegelt", "kindergesichert" und "zentralgesichert", so können die
jeweiligen Stellungen des Stellglieds in der angegebenen Reihenfolge der Funktionszustände
hintereinander angeordnet sein. Abhängig von der Bauart des Verschlusses ist es aber
auch möglich, die Funktionszustände bzw. die Stellungen des Stellglieds abweichend
vom angegebenen Schema vorzunehmen. Dadurch ergibt sich eine besondere Gestaltungsfreiheit
für die konstruktive Gestaltung des Verschlusses, der vorgesehenen Verriegelungsteile,
der Hebel und des Stellglieds. Gegenüber konventionellen Verschlüssen ergibt sich
dadurch eine erhebliche Einsparung an Bauteilen bei gleichzeitiger Erhöhung der Ausfallsicherheit
sowie eine deutliche Verringerung der Herstellungskosten und des erforderlichen Bauraums.
[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den weiteren Patentansprüchen
sowie der Figurenbeschreibung und der Zeichnung angegeben.
[0008] Durch die Möglichkeit, das Stellglied durch den Antriebsmotor ohne Rückmeldung der
Ist-Lage zu steuern, ergeben sich weitere Vereinfachungen des konstruktiven Aufwands.
Es ist dann nicht mehr erforderlich, die Ist-Lage des Stellglieds zu erfassen und
die Einstellung des Stellglieds zu regeln. Vielmehr genügt die Vorgabe von entsprechenden
Steuerbefehlen für den Antriebsmotor.
[0009] Bei diesem kann es sich um einen Schrittmotor oder aber auch besonders vorteilhaft
um einen Gleichstrommotor handeln. Bei letzterem können vorzugsweise Mittel zur Rotorlage
und/oder Drehzahlerfassung vorgesehen sein. Derartige Mittel sind für einen Gleichstrommotor
für sich beispielsweise aus der US 4338552A oder der DE4211982A1 bekannt. Dabei wird
ein proportional zu den Umdrehungen des Rotor schwankendes Signal auf der Stromversorgungsleitung
ausgenutzt, um eine Information über die Drehbewegung und die Drehlage des Rotors
und damit des von diesem angetriebenen Stellglieds zu erhalten. Führt das Stellglied
eine Rotationsbewegung durch, so kann der Antriebsmotor nur eine Rotationsrichtung
besitzen. Die unterschiedlichen Drehlagen werden nacheinander in der stets gleichen
Reihenfolge angesteuert. Bei einer Rotationsbewegung und insbesondere bei einer Linearbewegung
des Stellglieds aber ist es vorteilhaft, den Antriebsmotor mit reversibler Drehrichtung
zu versehen. Die jeweiligen Funktionszustände können dann in der kürzestmöglichen
Zeit eingestellt werden.
[0010] Zur Verringerung des schaltungstechnischen Aufwands kann der Steuerbefehl für dem
Antriebsmotor als Datentelegramm aufgegeben werden. Durch entsprechende Umsetzung
des Datentelegramms können mißbräuchliche Ansteuerungen des Antriebsmotors verhindert
werden. Nur wenn das Datentelegramm tatsächlich die erforderliche Form besitzt, wird
der Antriebsmotor aktiviert.
[0011] Anhand der Zeichnung ist die Erfindung weiter erläutert. Die einzige Figur zeigt
eine erfindungsgemäße Steuervorrichtung in ihrem grundsätzlichen Aufbau. Ein nicht
im einzelnen gezeigtes Tür-Schloß eines Fahrzeugs ist durch einen Türinnengriff TIG
und einen Türaußengriff TAG (beides nicht konkret dargestellt) betätigbar. Die Bezeichnungen
TIG und TAG mit zugehörigen Wirkpfeilen zeigen diese Betätigungsmöglichkeiten und
die zugehörigen Griff-Teile schematisch.
[0012] Mit den beiden Griffteilen verbunden sind jeweils ein Hebel 1 bzw. 2, die ebenfalls
hinsichtlich ihrer Anordnung und ihrer Wirkverbindung zu den beiden Griffteilen schematisch
dargestellt sind. Die beiden Hebel 1 und 2 wirken mit einem Stellglied 3, das über
eine Antriebsspindel 4 linear beweglich ist, zusammen. Die Spindel 4 greift in eine
Spindelmutter 5 ein und wird durch einen Antriebsmotor 6 reversibel angetrieben. Entsprechend
der Drehbewegung der Spindel 4 wird die Spindelmutter 5 und damit das Stellglied 3
linear in Richtung des Doppelpfeils 7 bewegt.
[0013] Der Antriebsmotor 6 ist durch eine schematisch gezeigte Motorsteuerung 8 mit Mitteln
zur Rotorlage- und/oder Drehzahlerfassung (Ripple-Counter) versehen, die über ein
Input/Output-Interface 9 und eine Schnittstelle 10 ankommende Datentelegramme als
Steuerbefehle umsetzt, die über eine Datenleitung D eingehen. Mit 30 und 31 ist die
Spannungsversorgung (30) und Masseverbindung (31) der Steuereinheit 8 bis 10 angedeutet.
Ebenfalls angedeutet, im Rahmen der vorliegenden Erfindung im wesentlichen jedoch
ohne Bedeutung, ist ein Türkontaktschalter TK und eine den Einstiegsbereich der Tür
beleuchtende Einstiegsleuchte 11 angezeigt. Die Leuchte 11 wird durch das Datentelegramm
gesteuert.
[0014] Das Stellglied 3 besitzt vier Einstellungen, in denen die vier möglichen Funktionszustände
des Tür-Schlosses wirksam sind. In der eingezeichneten Stellung sind die beiden Hebel
1 und 2 blockiert. Diese Stellung entspricht dem Funktionszustand "zentral sichern".
[0015] Durch eine Linearbewegung des Stellglieds 3 wird als nächstes ein Funktionszustand
eingestellt, bei dem der Hebel 2 freigegeben ist, während der Hebel 1 weiterhin blockiert
ist. Es ist damit möglich, das Tür-Schloß mit dem Türaußengriff TAG zu betätigen,
während der Türinnengriff TIG weiterhin blockiert ist. Es handelt sich demnach um
den Funktionszustand "kindergesichert" KS.
[0016] Als nächstes kann das Stellglied 3 in eine Stellung eingestellt werden, bei der der
Hebel 2 blockiert ist, während der Hebel 1 freigegeben ist. Es ist damit möglich,
das Tür-Schloß mit dem Türinnengriff TIG zu betätigen. Es handelt sich um den Funktionszustand
"verriegelt" VR, bei dem es möglich ist, das Tür-Schloß mit dem Türinnengriff, nicht
hingegen mit dem Türaußengriff zu betätigen.
[0017] Schließlich kann das Stellglied 3 in eine Lage gebracht werden, in der die beiden
Hebel 1 und 2 freigegeben sind. Das Tür-Schloß kann mit dem Türinnen- und dem Türaußengriff
betätigt werden. Es liegt dann der Funktionszustand "entriegelt" ER vor.
[0018] Die unterschiedlichen Betätigungsmöglichkeiten des Tür-Schlosses und das Zusammenwirken
des Stellglieds 3 über die Hebel 1 und 2 mit den beiden Griffteilen ist in der Zeichnung
durch die Gestaltung des Stellglieds 3 in den Lageabschnitten dargestellt, die beim
jeweiligen Funktionszustand mit den Hebeln 1 und 2 zusammenwirken.
[0019] Damit ergibt sich eine Steuervorrichtung, die auf einfache Weise durch das Zusammenwirken
eines elektromotorisch angetriebenen Stellglieds und den beiden von innen bzw. von
außen zu betätigenden Griffteilen die Einstellung von bis zu vier Funktionszuständen
ermöglicht.
1. Steuervorrichtung für die Funktionszustände eines Verschlusses von Fahrzeugen, mit
einem Antriebsmotor für ein Stellglied, das entsprechend den Funktionszuständen variabel
einstellbar ist und das mit zwei Hebeln oder Nocken zusammenwirkt, die mit dem Türinnen-
bzw. Türaußengriff verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, daß das Stellglied eine gleichförmige Kreis- oder Linearbewegung ausführt und in einer
den Funktionszuständen gleichen Anzahl von Stellungen einstellbar ist, und daß das
Stellglied in diesen Stellungen die Bewegungen der Hebel blockiert oder freigibt.
2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Stellglied durch den Antriebsmotor ohne Rückmeldung der Ist-Lage gesteuert ist.
3. Steuervorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsmotor ein Gleichstrommotor ist, der Mittel zur Rotorlagen- und/oder Drehzahlerfassung
aufweist.
4. Steuervorrichtung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsmotor reversibel ist.
5. Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerbefehl für den Antriebsmotor als Datentelegramm aufgebbar ist.
6. Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsmotor und das Stellglied über einen Spindelantrieb miteinander verbunden
sind.
1. A control device for the functional states of a vehicle lock, comprising a motor for
driving an actuator which can be set in various positions depending on the functional
states and co-operates with two levers or cams connected to the inner and outer door
handle respectively,
characterised in that the actuator moves in a uniform circular or linear motion and can be set in a number
of positions equal to the number of functional states, and in these states the actuator
locks or releases the motions of the lever.
2. A control device according to claim 1, characterised in that the actuator is controlled by the drive motor without checking the actual position.
3. A control device according to claim 2, characterised in that the drive motor is a DC motor comprising means for detecting the position and/or
speed of the rotor.
4. A control device according to claim 2 or 3, characterised in that the drive motor is reversible.
5. A control device according to any of claims 1 to 4, characterised in that the control command for the drive motor is given as a data telegram.
6. A control device according to any of claims 1 to 5, characterised in that the drive motor and the actuator are connected to one another by way of a spindle
drive.
1. Dispositif de commande des états de fonctionnement d'une serrure de véhicule automobile,
comprenant un moteur pour entrainer l'organe de réglage dont la position varie en
fonction des états de fonctionnement et qui coopère avec deux leviers ou cames qui
sont reliées respectivement à la poignée interne et à la poignée externe de porte,
caractérisé en ce que
l'organe de réglage exécute un déplacement régulièrement circulaire ou linéaire et
peut être réglé dans des positions en nombre correspondant à celui des états de fonctionnement,
et, dans ces positions, bloquer ou libérer les mouvements des leviers.
2. Dispositif de commande selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'organe de commande est commandé par le moteur d'entraînement sans information en
retour de la position réelle.
3. Dispositif de commande selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
le moteur d'entraînement est un moteur à courant continu, équipé de moyens de détection
de la position et/ou de la vitesse du rotor.
4. Dispositif de commande selon l'une quelconque des revendications 2 ou 3,
caractérisé en ce que
le moteur d'entraînement est réversible.
5. Dispositif de commande selon les revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
l'ordre de commande pour le moteur d'entraînement peut être donné sous la forme d'un
télégramme de données.
6. Dispositif de commande selon les revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
le moteur d'entraînement et l'organe de réglage sont reliés entre eux par un entraînement
par vis.
