[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schiessziel, mit elektronischer Trefferanzeige
und mit einer, von einem Aussenrahmen umgebenen Zielscheibe, wobei die Zielscheibe
als Endlosband ausgebildet ist und mindestens zwei Scheiben-Bilder trägt, die über
motorische Antriebsmittel wechselweise in die Schiessbildebene gebracht werden.
[0002] Auf Schiessständen werden in der Regel Zielscheiben mit unterschiedlichem Zielbild
verwendet, etwa die sogenannte A- oder Ringscheibe oder die sogenannte B- oder Figurenscheibe
oder die F-Scheibe u.a., auf welche Scheiben mit unterschiedlichem Kaliber geschossen
wird.
[0003] Um einen solchen Zielbildwechsel vornehmen zu können, verwenden Schiessstände mit
Scheibengraben und Handanzeige zwei getrennt hintereinanderliegende Zugscheibenanordnungen,
von welchen jede eine Zielscheibe mit anderem Zielbild trägt. Natürlich ist eine solche
Anordnung sehr aufwendig. Zudem ist eine, wenn auch vergleichsweise geringe Distanzänderung
zwischen den Schiesszielebenen in Kauf zu nehmen.
[0004] Bei Schiessanlagen mit elektronischer Trefferanzeige hingegen verlangt ein Zielbildwechsel
einen Austausch der stationären Zielscheibe, was den Schiessbetrieb vollständig unterbricht
und zudem einen hohen Demontage- und Montageaufwand erfordert.
[0005] Es wurde deshalb durch das CH-Patent 643 055 der gleichen Anmelderin bereits ein
Schiessziel vorgeschlagen mit elektronischer Trefferanzeige und mit einer, von einem
Aussenrahmen umgebenen Zielscheibe, wobei die Zielscheibe als Endlosband ausgebildet
ist und sowohl ein A-Scheiben-Bild als auch ein B-Scheiben-Bild trägt, die über motorische
Antriebsmittel wechselweise in die Schiessbildebene gebracht werden.
[0006] Nachteilig bei allen Schiesszielen der vorgenannten Art ist aber nach wie vor das
schnelle Ausschiessen des Zentrums der Zielbilder, was jeweils und in rascher Folge
ein totales Ersetzen der betreffenden Zielscheibe resp. der die Zielbilder tragenden
Endlosfolie verlangt.
[0007] Es ist somit Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Schiessziel mit einer Zielscheibe
zu schaffen, deren Zielbild auch längerem Beschuss standhält und so die Zielscheibe
wesentlich weniger ausgewechselt werden muss.
[0008] Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass das sonst durch Trefferhäufigkeit
schnell ausgeschossene Zentrum einer Zielbildscheibe dort ausgenommen und durch ein
weiteres, taktweise weitertransportierbares Endlosband abgedeckt ist, wobei das Endlosband
mit dem betreffenden Zielbild relativ zum, das Zentrum dieses Zielbildes bildenden
Endlosband automatisch positionierbar und spannbar ist.
[0009] Hierbei besteht dann eine vorteilhafte Ausgestaltung darin, dass am Rahmen vertikal
übereinander angeordnete, an eine elektronische Auswerte- und Steuerstufe angeschlossene
Fühler mit auf dem Endlosband mit dem Zielbild angeordnete Positionsgeber zusammenwirken,
wobei die Positionierung des Endlosbandes mit dem Zielbild über Stellmotoren erfolgt.
[0010] Ferner kann dann das taktweise Weitertransportieren des das Zentrum bildenden Endlosbandes
mittels weiterem, an der elektronischen Auswerte- und Steuerstufe angeschlossenen
Stellmotor erfolgen.
[0011] Weiter ist es vorteilhaft, wenn das weitere, das Zentrum abdeckende Endlosband aus
einem, wenigstens im wesentlichen regenerierbaren Gummi besteht.
[0012] Durch diese Massnahmen ist es nunmehr möglich, das Ausschiessen des Scheibenzentrums
wirksam zu verhindern.
[0013] Beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes sind nachfolgend anhand
der Zeichnung näher erläutert.
[0014] Es zeigen:
- Figur I
- in schematischer Darstellung ein Schiessziel des bekannten Standes der Technik, mit
elektronischer Trefferanzeige und mit sowohl einem A-Scheiben-Bild als auch mit einem
B-Scheiben-Bild;
und
- Figur 2
- in schematischer Darstellung ein Schiessziel mit einer erfindungsgemässen Zielscheibenanordnung.
[0015] Beim bekannten Schiessziel gemäss Fig. 1 umfasst die Zielscheibe 3 einen, eine Messkammer
20 begrenzenden, durch Bespannungen 21 und 22 nach vorn und nach hinten abgeschlossenen
Rahmen 1. Hierbei soll die vordere Bespannung 21 das A-Bild und die hintere Bespannung
22 das B-Bild tragen. Innerhalb der Messkammer 20, hier auf dem unteren Teil des Messkammerrahmens
23, sind akustische Sensoren 24 angeordnet, welche über entsprechende Verbindungsleitungen
25 mit einem Verstärker 26 verbunden sind, der seinerseits über eine Leitung 27 an
einer elektronischen Auswerte- und Anzeigeeinrichtung 28, die üblichenweise im Stand
beim Schützen steht, abgeschlossen ist. Diese Zielscheibe 3 ist hier beispielsweise
um 180° um eine zentrische, vertikale Achse 4 schwenkbar in einem Aussenrahmen 1 gelagert.
Die Stellmittel für die schwenkbare Zielscheibe 3 umfassen einen motorischen Antrieb
30, der zweckmässig mit einer Rutschkuppelung (nicht gezeigt) und einem Kettengetriebe
31 ausgerüstet ist. Der motorische Antrieb 30, der ein Zeitmotor mit bei jedem Start
wechselnder Drehrichtung sein kann, ist dabei zweckmässig ebenfalls über ein Kabel
32 mit einem Schaltpult 33 am Schützenstand verbunden. Weiter umfassen die Stellmittel
Kippanschläge 34 zur Begrenzung der Bewegung der Zielscheibe 3. Zur Anzeige an der
Auswerte- und Anzeigeeinrichtung 28, in welcher Stellung sich die Zielscheibe 3 befindet,
ist vorzugsweise ein Endschalter 35 vorgesehen, der über eine Leitung 36 mit der Auswerte-
und Anzeigeeinrichtung 28 verbunden ist.
[0016] Soweit sind solche Schiessziele mit elektronischer Trefferanzeige bekannt.
[0017] Ebenso ist es bekannt, die beiden, je ein Schiessbild tragenden Folien zu einer Endlosfolie
zusammen zu fügen, wobei durch einen Transport der Endlosfolie über Umlenkwalzen am
Rahmen der Zielscheibe die Schiess-bilder wechselweise in die Schiesszielebene bewegbar
sind. Hierbei kann der Transport der Endlosfolie in horizontaler oder vertikaler Richtung
erfolgen.
[0018] Beim in Figur 2 in schematischer Darstellung gezeigten Schiessziel ist nun anstelle
des, eine Messkammer 20 begrenzenden, durch Bespannungen 21 und 22 nach vorn und nach
hinten abgeschlossenen Rahmens 1 (Fig. 1) ein ansich bekanntes vertikales Endlosband
ausgebildet, das mindestens zwei Scheiben-Bilder, hier ein A-Scheiben-Bild und ein
B-Scheiben-Bild trägt, die über motorische Antriebsmittel wechselweise in die Schiessbildebene
gebracht werden.
[0019] Erfindungsgemäss zeichnet sich dieses Schiessziel 3 nun dadurch aus, dass das sonst
durch Trefferhäufigkeit schnell ausgeschossene Zentrum 40 der Zielbildscheibe dort
ausgenommen und durch ein weiteres, taktweise weitertransportierbares Endlosband abgedeckt
ist, wobei das Endlosband mit dem betreffenden Zielbild relativ zum, das Zentrum dieses
Zielbildes bildenden Endlosband automatisch positionierbar und spannbar ist.
[0020] Hierbei sind am Rahmen 1 vertikal übereinander angeordnete, an eine elektronische
Auswerte- und Steuerstufe 44 angeschlossene Fühler 43 vorgesehen, die mit auf dem
Endlosband 42 mit dem Zielbild angeordnete Positionsgeber 45 zusammenwirken, wobei
die Positionierung des Endlosbandes 42 mit dem Zielbild über Stellmotoren (46) erfolgt.
[0021] Das taktweise Weitertransportieren des das Zentrum bildenden Endlosbandes 41 erfolgt
dabei mittels weiterem, an der elektronischen Auswerte- und Steuerstufe 44 angeschlossenen
Stellmotor 47.
[0022] Zweckmässig besteht zudem das weitere, das Zentrum 40 überdeckende Endlosband 41
aus einem, wenigstens im wesentlichen regenerierbaren Gummi.
[0023] Wie nun ohne weiteres erkennbar, gestatten die vorbeschriebenen Massnahmen einen
längeren Beschuss der Zielscheibe, ohne dass diese ausgewechselt werden müsste.
[0024] Selbstverständlich erfolgt auch hier die Schussauswertung völlig automatisch, etwa
gemäss der anhand von Fig. 1 vorbeschriebenen bekannten Massnahmen, wobei die elektonische
Auswertung auch eine andere Sensorenanordnung umfassen und/oder elektrisch leitende
Mittel zur Schusslagebestimmung aufweisen kann. Ebenso können auch die Stellmittel
und die Rahmenanordnung abweichend vom Vorbeschriebenen ausgestaltet sein, ohne den
Erfindungsgedanken zu verlassen.
1. Schiessziel, mit elektronischer Trefferanzeige und mit einer, von einem Aussenrahmen
(1) umgebenen Zielscheibe (3), wobei die Zielscheibe als Endlosband ausgebildet ist
und mindestens zwei Scheiben-Bilder (A,B) trägt, die über motorische Antriebsmittel
wechselweise in die Schiessbildebene gebracht werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass das sonst durch Trefferhäufigkeit schnell ausgeschossene Zentrum (40) einer Zielbildscheibe
(3) dort ausgenommen und durch ein weiteres, taktweise weitertransportierbares Endlosband
(41) abgedeckt ist, wobei das Endlosband (42) mit dem betreffenden Zielbild relativ
zum, das Zentrum (40) dieses Zielbildes bildenden Endlosband (41) automatisch positionierbar
und spannbar ist.
2. Schiessziel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Rahmen (3) vertikal übereinander
angeordnete, an eine elektronische Auswerte- und Steuerstufe (44) angeschlossene Fühler
(43) mit auf dem Endlosband (42) mit dem Zielbild angeordnete Positionsgeber (45)
zusammenwirken, wobei die Positionierung des Endlosbandes (42) mit dem Zielbild über
Stellmotoren (46) erfolgt.
3. Schiessziel nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichet, dass das taktweise
Weitertransportieren des das Zentrum bildenden Endlosbandes (41) mittels weiterem,
an der elektronischen Auswerte- und Steuerstufe (44) angeschlossenen Stellmotor (47)
erfolgt.
4. Schiessziel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere, das Zentrum
(40) abdeckende Endlosband (41) aus einem, wenigstens im wesentlichen regenerierbaren
Gummi besteht.