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(11) |
EP 0 806 624 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.08.1999 Patentblatt 1999/31 |
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Anmeldetag: 06.05.1997 |
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Transportbehälter für eine Anzahl Treibladungen
Transport container for a plurality of propellant charges
Conteneur pour le transport d'un nombre de charges propulsives
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE IT LI NL |
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Priorität: |
11.05.1996 DE 19619191
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.11.1997 Patentblatt 1997/46 |
| (73) |
Patentinhaber: Diehl Stiftung & Co. |
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90478 Nürnberg (DE) |
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Erfinder: |
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- Berg, Günter
66620 Nonnweiler (DE)
- Faust, Dieter
66687 Wadern-Wadrill (DE)
- Röper, Winfried
66620 Nonnweiler (DE)
- Krämer, Werner
66701 Beckingen (DE)
- Wagner, Joachim
66620 Nonnweiler (DE)
- Krämer, Harald
66620 Nonnweiler (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
FR-A- 1 082 756 GB-A- 1 605 312
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GB-A- 1 333 895 US-A- 1 427 220
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Transportbehälter für eine Anzahl Treibladungen gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Dieser Oberbegriff ist aus der US-A-1 427 220 bekannt.
[0002] Bei einem rohrförmigen Behälter zum Transport von Sprengstoff ist entsprechend der
US-A-1 427 220 ein abnehmbarer Deckel bekannt. Eine deckelseitige Dichtung ist über
eine zentrale Schraube zwischen einem mehrarmigen Sicherungsbügel und dem Deckel vorspannbar.
Sollbruchstellen sind nicht vorgesehen.
[0003] Nach der GB-A 1 333 895 ist ein Behälter mit Dichtungen zur Aufbewahrung von Sprengstoff
bekannt. Die Dichtungen wirken als Sicherheitsventil bei Überdruck um eine Explosion
zu vermeiden. Diese bestehen aus einem gummielastischen Werkstoff. Zusätzlich sind
Öffnungen im Behälter vorgesehen, wobei diese durch schmelzbare bzw. bei Überdruck
auswerfbare Scheiben verschlossen sind.
[0004] Sollbruchstellen in Form von Nuten an einem Munitionsbunker verhindern entsprechend
der GB-A 1 605 312 die Gefährdung der Besatzung eines gepanzerten Fahrzeugs. Vertikal
verlaufende Nuten sind an einer Außenseite des Bunkers angeordnet.
[0005] Transportbehälter für Treibladungen sind an sich bekannt und werden bislang beispielsweise
für acht Treibladungen verwendet. Bei diesen bekannten Transportbehältern besteht
jedoch das Problem, daß bezüglich des an sie gestellten Anforderungsprofiles wie mechanische
Dämpfung bei Fall- bzw. Stoßbelastung, Flammschutz sowie Vermeidung einer wirksamen
Verdämmung Probleme nicht zuverlässig ausschließbar sind.
[0006] Deshalb liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Transportbehälter der eingangs
genannten Art zu schaffen, bei welchem das Anforderungsprofil bezüglich mechanischer
Dämpfung gegen Fall- bzw. Stoßbelastung, bezüglich Flammschutz und bezüglich Vermeidung
wirksamer Verdämmung verbessert ist.
[0007] Diese Aufgabe wird bei einem Transportbehälter der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles des Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Aus-
und Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Transportbehälters sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
[0008] Vorzugsweise sind beim erfindungsgemäßen Transportbehälter am Rohrmantel außenseitig
vier Stapelleisten am Umfang gleichmäßig verteilt vorgesehen, die sich über die gesamte
Länge des Rohrmantels erstrecken und die mit einem Endabschnitt deckelseitig über
den Rohrmantel überstehen. An den dem Deckel gegenüberliegenden Stapelleisten-Endabschnitten
ist der Deckel loslösbar angeordnet. Die am Rohrmantel außenseitig durch Schweißnähte
fixierten Stapelleisten sind dem Anforderungsprofil entsprechend als mechanische Dämpfungselemente
dimensioniert. Wird ein erfindungsgemaßer Transportbehälter einem Falltest unterzogen,
so ergibt sich eine Deformierung der Stapelleisten. Diese Deformierung der Stapelleisten
vernichtet einen wesentlichen Anteil der beim Falltest auftretenden mechanischen Kräfte.
Die Stapelleisten bilden also eine sogenannte Knautschzone.
[0009] Im Rohrmantel des erfindungsgemäßen Transportbehälters ist zweckmäßigerweise eine
Schutzhülle angeordnet. Bei dieser Schutzhülle kann es sich um ein Papprohr handeln.
Die Wanddicke des Papprohrs kann beispielsweise größenordnungsmäßig 3 mm betragen.
Die Schutzhülle dient zum Schutz der im Transportbehälter befindlichen Treibladungen
vor schnellen, extrem großen Temperaturschwankungen.
[0010] Bei dem erfindungsgemäßen Transportbehälter ist der Rohrmantel mit Längs-Sollbruchstellen
ausgebildet, die mit den Stapelleisten deckungsgleich vorgesehen sind. Vorzugsweise
sind außerdem im mittleren Bereich des Rohrmantels Quer-Sollbruchstellen ausgebildet.
Die Längs- und Quer-Sollbruchstellen können durch Einkerbungen des Rohrmantels realisiert
sein. Die besagten Sollbruchstellen dienen zum erleichterten Öffnen des Rohrmantels
bei einer entsprechenden Einwirkung. Außerdem ist der Verschlußdeckel vorzugsweise
derartig konzipiert und ausgebildet, daß es bei Erreichen eines definierten Innendruckes
im Behälter zu einem Öffnen des Deckels kommt. Damit der Verschlußdeckel bei einem
solchen Öffnen nicht zu einem Wurfgeschoß wird, ist der Deckel zweckmäßigerweise mittels
eines flexiblen Elementes mit dem Behälter unverlierbar verbunden. Bei diesem flexiblen
Element kann es um ein Fangseil handeln.
[0011] Erfindungsgemäß ist eine Erhaltung der LOVA-Eigenschaften, d.h. eine Vermeidung wirksamer
Verdämmung, gewährleistet. Diesem Zwecke ist es dienlich, wenn die Schutzhülle mit
Längsschlitzen ausgebildet ist, die in Umfangsrichtung der Verteilung der Längs-Sollbruchstellen
und somit der Verteilung der Stapelleisten entsprechend gleichmäßig verteilt vorgesehen
sind. Nachdem - wie bereits erwähnt worden ist - der Transportbehälter vorzugsweise
vier Stapelleisten aufweist, ist es bevorzugt, wenn die Schutzhülle entsprechend mit
vier Längsschlitzen ausgebildet ist. Damit die Längsschlitze der Schutzhülle und die
Längs-Sollbruchstellen im Rohrmantel des erfindungsgemäßen Transportbehälters deckungsgleich
angeordnet sind, ist der Rohrmantel innenseitig vorzugsweise mit mindestens einem
Positionieransatz und die Schutzhülle mit mindestens einem zugehörigen Positionierloch
ausgebildet. Zweckmäßigerweise sind zwei sich diametral gegenüberliegende Positionieransätze
vorgesehen, die als Sicken im Rohrmantel ausgebildet. Die Sicken greifen in zwei sich
diametral gegenüberliegende Positionierlöcher ein, die in der Schutzhülle ausgebildet
sind. Dadurch, daß die Längsschlitze der Schutzhülle mit den Längs-Sollbruchstellen
des Rohrmantels des erfindungsgemäßen Transportbehälters deckungsgleich positioniert
sind, ergibt sich der Vorteil, daß die Verdämmung minimal ist.
[0012] Zweckmäßigerweise sind zwei sich diametral gegenüberliegende Stapelleisten jeweils
mit Indizieransätzen und die zwei anderen sich diametral gegenüberliegenden Stapelleisten
mit entsprechenden Indizierlöchern ausgebildet, um eine positionsgenaue Palettierbarkeit
einer entsprechenden Anzahl erfindungsgemäßer Transportbehälter zu gewährleisten.
Beispielsweise werden fünfundzwanzig Transportbehälter auf einer Palette angeordnet
und mit Hilfe einer Spanneinrichtung auf der besagten Palette festgelegt.
[0013] Erfindungsgemäß ergibt sich der Vorteil, daß der Transportbehälter - wie bereits
erwähnt worden ist - die LOVA-Eigenschaften der Treibladungen nicht beeinflußt. Das
ist durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Transportbehälters gewährleistet. Das
heißt, daß bei einem entstehenden Innendruck der Transportbehälter großflächig geöffnet
wird, ohne daß Teile des Transportbehälters wie Splitter, Blechteile oder dergleichen
geschoßartig durch die Luft fliegen. Andererseits weist der erfindungsgemäße Transportbehälter
jedoch die erforderlichen mechanischen Festigkeiten auf, um die zum Teil sehr schweren
Tests wie die Fallprüfung oder dergleichen zu bestehen. Entscheidend hierfür ist die
konstruktive Auslegung, d.h. die Dimensionierung der Stapelleisten, die einerseits
dem Transportbehälter die erforderliche Eigensteifigkeit geben, und die andererseits
als Knautschzone wirken.
[0014] Bei feindlichem Beschuß der gestapelt zu transportierenden Transportbehälter wird
bei einem Treffer eines Transportbehälters erfindungsgemäß erreicht, daß nach Anzündung
einer Treibladung durch den Innendruck im Transportbehälter dieser sofort an der Anzündstelle
ballförmig aufgeht und sich damit öffnet. Der Transportbehälter öffnet also bereits
bei einem geringen Druckaufbau. Damit verbrennen die Treibladungen und setzten sich
nicht detonativ um. Benachbarte Transportbehälter werden daher nicht gezündet. Andererseits
erfüllt der Transportbehälter sämtliche mechanischen Anforderungen, wie Falltest.
[0015] LOVA bedeutet geringe Verwundbarkeit (LOW VULNERABILITY).
[0016] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles des erfindungsgemäßen Transportbehälters.
Es zeigen:
- Figur 1
- aufgeschnitten abschnittweise eine Ausbildung des Transportbehälters, der mit Treibladungen
bestückt ist,
- Figur 2
- eine Ansicht des Transportbehälters gemäß Figur 1 in Blickrichtung von oben, d. h.
in Blickrichtung des Pfeiles II in Figur 1,
- Figur 3
- einen Schnitt durch den Transportbehälter entlang der Schnittlinie III-III in Figur
1,
- Figur 4
- einen Abschnitt des Rohrmantels zur Verdeutlichung des über den Rohrmantel deckelseitig
überstehenden Endabschnittes einer entsprechenden Stapelleiste in Kombination mit
einem Querschnitt durch einen Verschlußarm des Deckels des Transportbehälters,
- Figur 5
- einen Schnitt entlang der Schnittlinie V-V in Figur 4, wobei die entsprechende Stapelleiste,
der Rohrmantel, der Verschlußarm des Deckels sowie das den Deckel am Transportbehälter
festlegende flexible Element nur abschnittweise gezeichnet sind,
- Figur 6
- einen Schnitt durch den Rohrmantel des Transportbehälters,
- Figur 7
- einen Abschnitt des Rohrmantels quergeschnitten,
- Figur 8
- einen Schnitt entlang der Schnittlinie VIII-VIII in Figur 7 zur Verdeutlichtung einer
Quer-Sollbruchstelle,
- Figur 9
- eine vergrößerte Darstellung des Details IX in Figur 6 zur Verdeutlichung eines Positionieransatzes
zur genau positionierten Festlegung einer Schutzhülle in Bezug auf den Rohrmantel
des Transportbehälters,
- Figur 10
- eine Seitenansicht der Schutzhülle zur Verdeutlichung von Längsschlitzen sowie zur
Verdeutlichung eines Positionierloches für einen entsprechenden Positionieransatz
gemäß Figur 9 bzw. gemäß Figur 6,
- Figur 11
- einen Schnitt entlang der Schnittlinie XI-XI in Figur 10 auf Höhe der Positionierlöcher,
- Figur 12
- eine der Figur 10 ähnliche Seitenansicht der Schutzhülle, wobei die Blickrichtung
um 90° gegen die Blickrichtung gemäß Figur 10 verdreht ist, um insbesondere den sich
über die gesamte Länge der Schutzhülle erstreckenden Längsschlitz zu verdeutlichen,
- Figur 13
- einen Schnitt entlang der Schnittlinie XIII-XIII in Figur 12,
- Figur 14
- eine Entnahmeeinrichtung in einer Schnittdarstellung, und
- Figur 15
- eine Ansicht der Entnahmeeinrichtung in Blickrichtung der Pfeile XV-XV in Figur 14.
[0017] Figur 1 zeigt abschnittweise und halbseitig geschnitten einen Transportbehälter 10
für Treibladungen 12, deren Außenkonturen in der linken Zeichnungshälfte durch strichpunktierte
Linien 14 angedeutet sind. Der Transportbehälter 10 weist einen Rohrmantel 16 auf,
der an seinem unteren Endabschnitt 18 mit einem Behälterboden 20 dicht verschlossen
ist.
[0018] Der Rohrmantel 16 ist oberseitig mit zwei sich diametral gegenüberliegenden Positionieransätzen
22 versehen, wie aus Figur 6 ersichtlich ist. Die beiden Positionieransätze 22 sind
als Sicken 24 gestaltet. Eine Sicke 24 ist in Figur 9 in einem vergrößerten Maßstab
verdeutlicht.
[0019] Die Positionieransätze 22 in Gestalt von Sicken 24 dienen zur genau definierten Positionierung
einer Schutzhülle 26 im Inneren des Transportbehälters 10. Die Schutzhülle 26 ist
unter anderem auch in den Figuren 10, 11, 12 und 13 dargestellt. Die Schutzhülle 26
besteht beispielsweise aus einem Pappmaterial, sie ist - wie aus den Figuren 10 und
11 ersichtlich ist - an ihrem oberseitigen Endabschnitt 28 mit zwei sich diametral
gegenüberliegenden Positionierlöchern 30 versehen. Die Schutzhülle 26 ist außerdem
mit Längsschlitzen 32 ausgebildet, von welchen - wie aus Figur 13 ersichtlich ist
- drei Längsschlitze 32 jeweils um 90 Winkelgrad versetzt vorgesehen sind. Die Längsschlitze
32 weisen eine Länge auf, die kleiner ist als die Längsabmessung der Schutzhülle 26.
Die Figur 13 zeigt außerdem einen Längsschlitz 34, der - wie aus Figur 12 deutlich
ersichtlich ist - eine der Länge der Schutzhülle 26 entsprechende Länge besitzt. Der
Längsschlitz 34 erstreckt sich also über die gesamte Länge der Schutzhülle 26, so
daß die Schutzhülle 26 in ihrem Durchmesser begrenzt veränderbar ist. Auf diese Weise
ist die Schutzhülle 26 problemlos im Rohrmantel 16 bzw. Transportbehälter 10 anordenbar.
Nach dem Einbringen der Schutzhülle 26 kann die Schutzhülle 26 dann wieder entsprechend
auffedern und sich eng und dicht an die Innenfläche 36 des Rohrmantel 16 des Transportbehälters
10 anschmiegen.
[0020] Der Rohrmantel 16 ist an seiner Innenfläche 36 mit vier Längs-Sollbruchstellen 38
versehen, die beispielsweise von Kerben 40 gebildet sind. Eine solche Längs-Sollbruchstelle
38 in Gestalt einer Längskerbe 40 ist in Figur 7 in einem vergrößerten Maßstab verdeutlicht.
Die Figur 3 zeigt, daß der Rohrmantel 16 mit vier solchen Längs-Sollbruchstellen 38
ausgebildet ist, die jeweils um 90 Winkelgrad gegeneinander versetzt sind. Außerdem
ist der Rohrmantel 16 an seiner Innenfläche 36 in einem mittleren Bereich 42 mit Quer-Sollbruchstellen
42 ausgebildet, wie aus Figur 6 ersichtlich ist. Die Figur 7 verdeutlicht eine solche
Quer-Sollbruchstelle Quer-Sollbruchstellen 42 in einem vergrößerten Maßstab. Die 42
sind voneinander beabstandet und zwischen den Längs-Sollbruchstellen 38 vorgesehen.
Figur 8 verdeutlicht in einem entsprechend vergrößerten Maßstab eine Quer-Sollbruchstelle
42, die als Kerbe 44 ausgebildet ist.
[0021] Die Positionieransätze 22 des Rohrmantels 16 und die Positionierlöcher 30 in der
Schutzhülle 26 sind derartig positioniert und vorgesehen, daß die Längsschlitze 32
und der sich über die gesamte Schutzhülle 26 erstreckende Längsschlitz 34 mit den
Längs-Sollbruchstellen 38 im Rohrmantel 16 deckungsgleich sind, wie aus Figur 3 ersichtlich
ist. Die Figur 3 verdeutlicht außerdem, daß mit den Längsschlitzen 32, 34 und den
Längs-Sollbruchstellen 38 radial fluchtend und somit deckungsgleich an der Außenseite
des Rohrmantels 16 Stapelleisten 46 fixiert sind. Wie aus Figur 1 ersichtlich ist,
erstrecken sich die Stapelleisten 46 über die gesamte Länge des Rohrmantels 16, sie
stehen mit einem Endabschnitt 48 oberseitig über den Rohrmantel 16 über. Die Fixierung
der Stapelleisten 46 am Rohrmantel 16 erfolgt durch Schweißnähte 50. Jede Stapelleiste
46 ist außerdem mit einer Anzahl Ventilationslöcher 52 ausgebildet. Zwei diametral
gegenüberliegende Stapelleisten 46 sind mit Indizieransätzen 54 versehen, die von
den entsprechenden Stapelleisten 46 wegstehen. Diese Indizieransätze 54 sind in Indizierlöcher
56 eines benachbarten Transportbehälters 10 paßgenau einsteckbar.
[0022] Der Rohrmantel 16 ist oberseitig mittels eines Deckels 58 verschließbar. Der Deckel
58 weist ein Verschlußteil 60 auf, von welchem zentral eine Nabeneinrichtung 62 nach
oben steht. Von der Nabeneinrichtung 62 stehen diametral zwei Verschlußarme 64 sowie
oberseitig ein Betätigungsgriff 66 weg (sh. auch Figur 2). Wird der Betätigungsgriff
66 um die Nabeneinrichtung 62 gedreht, so werden die beiden Verschlußarme 64 in axialer
Richtung des Transportbehälters 10 verstellt. Die Figuren 4 und 5 zeigen, daß jeder
oberseitige Endabschnitt 48 jeder Stapelleiste 46 ein Basisteil 68 aufweist (sh. auch
Figur 2), das mit einem nach oben offenen L-förmigen Schlitz 70 versehen ist. Am innenseitigen
Ende des Querschlitzabschnittes 72 ist das Basisteil 68 radial nach außen gedrückt.
Der besagte nach außen gedrückte Abschnitt des Basisteiles 68 ist in den Figuren 4
und 5 mit der Bezugsziffer 74 bezeichnet. An diesem radial nach außen gedrückten Abschnitt
74 liegt der entsprechende Verschlußarm 64 nach einer entsprechenden Verschluß-Schrauberbewegung
des Betätigungsgriffes 66 eng und fest an. Übersteigt der Druck im Transportbehälter
10 einen definierten Wert, so werden die Verschlußarme 64 des Deckels 58 entsprechend
verbogen, so daß sich der Deckel 58 vom Transportbehälter 10 löst. Damit der sich
lösende Deckel 58 nicht zu einem Geschoß wird, ist er mit Hilfe eines flexiblen Elementes
76 am Transportbehälter 10 unverlierbar festgehalten. Zur Festlegung des flexiblen
Elementes 76, bei dem es sich um einen Seilzug handeln kann, ist das flexible Element
76 mit einer Nippeleinrichtung 78 und der Rohrmantel 16 des Transportbehälters 10
mit einem Widerlagerorgan 81 für die Nippeleinrichtung 76 versehen.
[0023] Die Figuren 14 und 15 zeigen eine Entnahmeeinrichtung 80, die ein Bodenelement 82
und vom Bodenelement 82 wegstehende Bänder 84 aufweist. Die Bänder 84 erstrecken sich
bis zum Deckel 58 bzw. bis zu einem oberseitigen Abschlußelement 86 (sh. Figur 1).
Mit Hilfe der Entnahmeeinrichtung 80 ist es einfach möglich, die im Transportbehälter
10 befindlichen Treibladungen 12 aus dem Transportbehälter 10 zu entnehmen.
1. Transportbehälter für eine Anzahl Treibladungen (12), wobei der Behälter (10) einen
Rohrmantel (16), einen mit dem Rohrmantel (16) fest verbundenen Behälterboden (20)
und einen abnehmbaren Deckel (58) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rohrmantel (16) mit Längs-Sollbruchstellen (38) versehen ist, die in Umfangsrichtung
gleichmäßig verteilt und in axialer Richtung des Rohrmantels (16) orientiert sind,
und daß am Rohrmantel (16) außenseitig Stapelleisten (46) fixiert sind, die sich über
die gesamte Länge des Rohrmantels (16) erstrecken und die den Längs-Sollbruchstellen
(38) zugeordnet in Umfangsrichtung entsprechend gleichmäßig verteilt vorgesehen sind.
2. Transportbehälter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Längs-Sollbruchstellen (38) an der Innenfläche (36) des Rohrmantels (16) ausgebildet
sind.
3. Transportbehälter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rohrmantel (16) in seinem mittleren Bereich (41) mit in Umfangsrichtung orientierten
Quer-Sollbruchstellen (42) ausgebildet ist.
4. Transportbehälter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stapelleisten (46) deckelseitig über den Rohrmantel (16) mit einem Endabschnitt
(48) überstehen, wobei jeder Endabschnitt (48) ein Basisteil (68) aufweist, das mit
einem L-förmigen Schlitz (70) zur Aufnahme eines Verschlußarms (64) des Deckels (58)
ausgebildet ist.
5. Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß jede Stapelleiste (46) von einem Winkelprofilelement gebildet ist, das mit Ventilationslöchern
(52) versehen ist.
6. Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine Stapelleiste (46) mit mindestens einem Indizieransatz (54) und
mindestens eine andere Stapelleiste (46) mit mindestens einem Indizierloch (56) ausgebildet
ist.
7. Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Deckel (58) mittels eines flexiblen Elementes (76) mit dem Behälter (10) unverlierbar
verbunden ist.
8. Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Rohrmantel (16) eine Schutzhülle (26) angeordnet ist.
9. Transportbehälter nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schutzhülle (26) mit Längsschlitzen (32, 34) ausgebildet ist, die in Umfangsrichtung,
der Verteilung der Längs-Sollbruchstellen (38) entsprechend, gleichmäßig verteilt
vorgesehen sind.
10. Transportbehälter nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß einer der Längsschlitze (34) sich über die gesamte Länge der Schutzhülle (26)
erstreckt.
11. Transportbehälter nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rohrmantel (16) innenseitig mindestens einen Positionieransatz (22) und die
Schutzhülle (26) mindestens ein zugehöriges Positionerloch (30) aufweist.
12. Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum Entleeren des Transportbehälters (10) in seinem Inneren eine Entnahmeeinrichtung
(80) vorgesehen ist, die ein auf dem Behälterboden (20) liegendes Bodenelement (82)
und vom Bodenelement (82) wegstehende Bänder (84) aufweist, die sich bis zum Deckel
(58) erstrecken.
1. Transport container For a number oF propellent charges (12), the container (10) having
a tubular casing (16), a container base (20) which is Firmly connected with the tubular
casing (16) and a removable lid (58),
characterized in that
the tubular casing (16) is provided with predetermined longitudinal breaking points
(38) which are evenly spaced in direction of circumference and oriented in axial direction
of the tubular casing (16),
and in that stacking ledges (46) are fixed to the outside of the tubular casing (16)
which extend the entire length of the tubular casing (16) and are evenly spaced in
direction oF circumference in association with the predetermined longitudinal breaking
points (38).
2. Container according to Claim 1,
characterized in that
the predetermined longitudinal breaking points (38) are formed on the inner surface
(36) of the tubular casing (16).
3. Container according to Claim 1,
characterized in that
the tubular casing (16) is provided in its central area (41) with predetermined transverse
breaking points (42) which are oriented in direction of circumference.
4. Container according to Claim 1,
characterized in that,
on the side which has the lid, the stacking ledges (46) project beyond the tubular
casing (16) by means oF an end portion (48), each end portion (48) having a base component
(68) which is provided with an L-shaped slot (70) for accommodating an arm (64) for
closing the lid (58).
5. Container according to one of Claims 1 to 4,
characterized in that
each stacking ledge (46) is made up oF an angle section which is provided with ventilation
holes (52).
6. Container according to one of Claims 1 to 5,
characterized in that
at least one stacking ledge (46) is provided with at least one indexing lug (54) and
at least one other stacking ledge (46) is provided with at least one indexing hole
(56).
7. Container according to one of Claims 1 to 6,
characterized in that
the lid (58) is undetachably connected to the container (10) by means of a flexible
element (76).
8. Container according to one of Claims 1 to 7,
characterized in that
a protective covering (26) is provided in the tubular casing (16).
9. Container according to Claim 8,
characterized in that
the protective covering (26) is provided with longitudinal slots (32, 34) which are
evenly spaced in direction oF circumference in accordance with the distribution of
the predetermined longitudinal breaking points (38).
10. Container according to Claim 8,
characterized in that
one of the longitudinal slots (34) extends the entire length of the protective covering
(26).
11. Container according to one of Claims 8 to 10,
characterized in that
the tubular casing (16) has at least one positioning lug (22) on the inside and the
protective covering (26) has at least one appertaining positioning hole (30).
12. Container according to one of Claims 1 to 11,
characterized in that,
for emptying the container (10), an extraction device (80) is provided inside it which
has a base element (82) lying on the bottom (20) of the container and straps (84)
standing away from the base element (82) which extend as far as the lid (58).
1. Récipient de transport pour un nombre de charges propulsives (12), le récipient (10)
comportant une enveloppe tubulaire (16), un fond de récipient (20) solidaire de l'enveloppe
tubulaire (16) et un couvercle (58) amovible, caractérisé en ce que l'enveloppe tubulaire
(16) est pourvue d'emplacements (38) destinés à la rupture longitudinale, qui sont
répartis uniformément dans la direction périphérique et orientés dans la direction
axiale de l'enveloppe tubulaire (16), et en ce que sur l'enveloppe tubulaire (16)
sont fixées, sur le côté extérieur, des baguettes d'empilage (46) qui s'étendent sur
toute la longueur de l'enveloppe tubulaire (16) et qui sont prévues uniformément réparties
dans la direction périphérique conformément aux emplacements (38) destinés à la rupture
longitudinale (38).
2. Récipient de transport selon la revendication 1, caractérisé en ce que les emplacements
(38) destinés à la rupture longitudinale (38) sont formés sur la face intérieure (36)
de l'enveloppe tubulaire (16).
3. Récipient de transport selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'enveloppe
tubulaire (16) présente, dans sa zone centrale (41), des emplacements (42) destinés
à la rupture transversale, orientés dans la direction périphérique.
4. Récipient de transport selon la revendication 1, caractérisé en ce que les baguettes
d'empilage (46) dépassent côté couvercle de l'enveloppe tubulaire (16), par une section
terminale (48), chaque section terminale (48) présentant un élément de base (68) qui
présente une fente (70) en L destinée à recevoir un bras de fermeture (64) du couvercle
(58).
5. Récipient de transport selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que
chaque baguette d'empilage (46) est formée par un élément profilé en équerre, qui
est pourvu de trous de ventilation (52).
6. Récipient de transport selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'au
moins une baguette d'empilage (46) présente au moins un appendice d'indexation (54)
et au moins une autre baguette d'empilage (46) présente au moins un trou d'indexation
(56).
7. Récipient de transport selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que
le couvercle (58) est assemblé de manière imperdable au récipient (10), au moyen d'un
élément flexible (76).
8. Récipient de transport selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'une
enveloppe de protection (26) est disposée dans l'enveloppe tubulaire (16).
9. Récipient de transport selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'enveloppe
de protection (26) présente des fentes longitudinales (32, 34) qui sont prévues uniformément
réparties dans la direction périphérique, conformément à la répartition des emplacements
(38) destinés à la rupture longitudinale.
10. Récipient de transport selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'une des fentes
longitudinales (34) s'étend sur toute la longueur de l'enveloppe de protection (26).
11. Récipient de transport selon l'une des revendications 8 à 10, caractérisé en ce que
l'enveloppe tubulaire (16) présente sur sa face intérieure au moins un appendice de
positionnement (22) et l'enveloppe de protection (26) présente au moins un trou de
positionnement (30) correspondant.
12. Récipient de transport selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que
pour vider le récipient de transport (10) il est prévu à l'intérieur de celui-ci un
dispositif d'enlèvement (80) qui comporte un élément de fond (82), reposant sur le
fond (20) du récipient, et des bandes (84) qui s'éloigne de l'élément de fond (82)
et qui s'étendent jusqu'au couvercle (58).