[0001] Die Erfindung betrifft einen Ringdiffusor für eine Gasturbinen-Brennkammer mit zumindest
zwei in radialer Richtung im wesentlichen nebeneinanderliegenden ringförmigen Diffusorkanälen,
die in Umfangsrichtung betrachtet eine Vielzahl von durch Streben voneinander getrennte
Luftaustritte aufweisen.
[0002] Bekannt ist ein derartiger Ringdiffusor zur Versorgung insbesondere gestufter Gasturbinen-Brennkammern,
d. h. solcher Brennkammern, die neben Hauptbrennern auch Pilot-Brenner aufweisen,
aus der US 5 077 967. Dabei dient beispielsweise der in radialer Richtung innenliegende
Diffusorkanal zur Versorgung der einzelnen Pilotbrenner, während der in radialer Richtung
außenliegende Diffusorkanal insbesondere die Hauptbrenner mit Luft versorgt. Im bekannten
Stand der Technik sind dabei die beiden ringförmigen Diffusorkanäle in Umfangsrichtung
betrachtet wie üblich durch eine Vielzahl von Streben unterteilt. Diese Streben erstrecken
sich dabei zwischen den Innen- und Außenwänden des jeweiligen Diffusorkanales und
dienen einerseits zur Abstützung dieser Kanalwände, andererseits auch zur verbesserten
Luftführung bzw. Aufteilung des Luftstromes auf die ebenfalls ringförmig angeordneten
mehreren Brenner.
[0003] Wenngleich sich die bekannte Anordnung technisch grundsätzlich bewährt, so sind doch
Verbesserungen wünschenswert, die aufzuzeigen sich die vorliegende Erfindung zur Aufgabe
gestellt hat.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe ist vorgesehen, daß die Streben der in radialer Richtung
nebeneinanderliegenden Diffusorkanäle zueinander versetzt angeordnet sind.
[0005] Näher erläutert wird die Erfindung anhand eines lediglich in zwei Prinzipskizzen
dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispieles. Dabei zeigt Fig. 1 einen Teilschnitt
durch einen Ringdiffusor, sowie Fig. 2 die Teilansicht X aus Fig. 1.
[0006] Wie üblich und bekannt wird die von einem nicht gezeigten Axialverdichter geförderte
Verbrennungsluft über einen Ringdiffusor 1 einer ebenfalls nicht gezeigten ringförmigen
Gasturbinen-Brennkammer zugeführt. Zwischen der Innenwand 2a sowie der Außenwand 2b
des Ringdiffusors 1 sind in Luft-Strömungsrichtung (Pfeilrichtung 3) zunächst mehrere
Leitschaufeln 4 vorgesehen, stromab derer sich der Ringdiffusor 1 in zwei in radialer
Richtung R im wesentlichen nebeneinanderliegende ringförmige Diffusorkanäle 5a, 5b
verzweigt. Dabei kann der radial innenliegende Diffusorkanal beispielsweise die Pilotbrenner
der nicht gezeigten, gestuften Brennkammer versorgen, während der außenliegende Diffusorkanal
5b den jeweiligen Hauptbrennem zugeordnet sein kann.
[0007] In Umfangsrichtung U betrachtet (vgl. Fig. 2) weisen die Diffusorkanäle 5a, 5b eine
Vielzahl nebeneinanderliegender Luftaustritte 6a bzw. 6b auf, die durch Streben 7
voneinander getrennt sind. Diese Streben erstrecken sich dabei zwischen den die jeweiligen
Diffusorkanäle 5a, 5b in radialer Richtung begrenzenden Wänden 2a, 2a' bzw. 2b, 2b'.
[0008] Um die Ausströmverhältnisse dieses Ringdiffusors 1 zu optimieren, d. h. um einerseits
die Anströmung der nicht gezeigten ringförmig angeordneten Pilot- und Hauptbrenner
möglichst günstig zu gestalten und andererseits Verwirbelungsverluste im Austrittsbereich
des Ringdiffusors, d. h. zwischen den einzelnen Luftaustritten 6a, 6b gering zu halten,
sind die Streben 7 der beiden Diffusorkanäle 5a, 5b versetzt zueinander angeordnet.
Dies bedeutet, daß sich in Umfangsrichtung U betrachtet jede Strebe 7 des Diffusorkanals
5a im wesentlichen zwischen zwei Streben 7 des Diffusorkanals 5b befindet und umgekehrt.
Die nicht nur im Hinblick auf die Stabilität der einzelnen Wände 2a, 2a', 2b, 2b'
benötigten Streben 7, die nämlich zusätzlich eine gewünschte weitere Luftaufteilung
auf die einzelnen Brenner der Brennkammer vornehmen, verursachen nämlich auch geringfügige
ungünstige Strömungswirbel. Ungünstige Auswirkungen dieser Wirbel werden mit der gezeigten
Streben-Anordnung so gering als möglich gehalten. Würden hingegen die Streben 7 der
beiden Diffusorkanäle 5a, 5b jeweils direkt übereinanderliegen, so würden sich die
Wirbelstörungen, die an den einzelnen übereinanderliegenden Streben 7 hervorgerufen
werden, nicht nur aufsummieren, sondern sogar vervielfachen. Dieser Effekt wird dadurch
vermieden, daß die Streben 7 der in radialer Richtung nebeneinanderliegenden Diffusorkanäle
5a, 5b wie gezeigt zueinander versetzt angeordnet sind.
[0009] Ein weiterer Vorteil der gezeigten Streben-Anordnung besteht darin, daß die durch
Temperaturspitzen bzw. eine ungleiche Temperaturverteilung hervorgerufenen Spannungen
im Bauteil reduziert werden. Insbesondere bis zum Erreichen einer stationären Temperaturverteilung
sind die Wände des äußeren Diffusorkanales 5b noch relativ kalt, während die Wände
des inneren Diffusorkanales 5a durch die heiße gemäß Pfeilrichtung 3 vom Kompressorteil
der Gasturbine herangeförderte Luftströmung bereits erwärmt sind. Diese unterschiedliche
Temperaturverteilung kann insbesondere im Bereich der Zusammenführung der Wände 2a'
und 2b' zu Spannungsrissen führen, insbesondere wenn diese Zusammenführung bzw. die
beiden Wände 2a', 2b' selbst relativ steif gestaltet sind. Sind nun die Streben 7
- wie gezeigt - zwischen den Wänden 2b und 2b' bzw. 2a und 2a' in Umfangsrichtung
versetzt zueinander angeordnet, so wird hierdurch dieser gesamten Bauteilstruktur
eine gewisse Weichheit verliehen, die den Abbau von Spannungsspitzen förderlich ist.
Mögliche Spannungen, resultierend aus Temperaturspitzen bzw. einer ungleichen Temperaturverteilung
können hiermit abgeleitet werden, so daß die Wahrscheinlichkeit für Risse im Bauteil
aufgrund der versetzten Anordnung der Streben 7 deutlich herabgesetzt wird.
[0010] Noch ein weiterer Vorteil dieser Strebenanordnung liegt in der vereinfachten Herstellbarkeit,
insbesondere beim Gießen. Aufgrund der gleichmäßigeren Materialverteilung, hervorgerufen
durch die versetzte Streben-Anordnung, läuft der Erstarrungsprozeß des flüssigen Gießmateriales
gleichmäßiger und besser ab, so daß die Ausschußquote wesentlich geringer ist. Auch
können die nötigen Toleranzen mit der beschriebenen Strebenanordnung besser eingehalten
werden.
[0011] Selbstverständlich sind die gleichen erfinderischen Effekte auch erzielbar, wenn
beispielsweise die Streben 7 des inneren Diffusorkanales 5a nicht exakt zwischen den
beiden Streben 7 des äußeren Diffusorkanales 5b liegen, sondern mehr oder minder außermittig
bezüglich des jeweiligen anderen Luftaustrittes 6b.
1. Ringdiffusor für eine Gasturbinen-Brennkammer mit zumindest zwei in radialer Richtung
(R) im wesentlichen nebeneinanderliegenden ringförmigen Diffusorkanälen (5a, 5b),
die in Umfangsrichtung (U) betrachtet eine Vielzahl von durch Streben (7) voneinander
getrennte Luftaustritte (6a, 6b) aufweisen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Streben (7) der in radialer Richtung (R) nebeneinanderliegenden
Diffusorkanäle (5a, 5b) zueinander versetzt angeordnet sind.
1. A ring diffuser for a gas turbine combustion chamber with at least two ring shaped
diffuser channels (5a, 5b) lying essentially adjacent to each other in the radial
direction (R), which observed in the peripheral direction (U) have a multiplicity
of air outlets (6a, 6b) separated from each other by webs (7),
characterised in that the webs (7) of the diffuser channels (5a, 5b) adjacent to each
other in the radial direction (R) are arranged to be offset with respect to each other.
1. Diffuseur annulaire pour la chambre de combustion d'une turbine à gaz comportant au
moins deux canaux de diffuseur (5a, 5b) annulaire, essentiellement juxtaposés dans
la direction radiale (R), et qui, vus dans la direction périphérique (U), ont une
multiplicité de sorties d'air (6a, 6b) séparées l'une de l'autre par des entretoises
(7),
caractérisé en ce que
les entretoises (7) des canaux de diffuseur (5a, 5b) juxtaposés dans la direction
radiale (R) sont décalées.