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(11) |
EP 0 807 312 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.09.1998 Patentblatt 1998/38 |
| (22) |
Anmeldetag: 09.01.1996 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9600/019 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9624/149 (08.08.1996 Gazette 1996/36) |
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| (54) |
SCHALTUNGSANORDNUNG FÜR EIN EINRÜCKRELAIS
CIRCUITRY FOR AN ENGAGEMENT RELAY
CIRCUIT POUR RELAIS D'ENGRENEMENT
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
03.02.1995 DE 19503536
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.11.1997 Patentblatt 1997/47 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SCHUSTEK, Siegfried
D-71254 Ditzingen (DE)
- ACKERMANN, Manfred
D-71570 Oppenweiler (DE)
- KIRSTEN, Gerd
D-70806 Kornwestheim (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 229 880 WO-A-88/02544 US-A- 4 803 377
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EP-A- 0 403 051 DE-A- 3 047 488 US-A- 4 873 607
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für ein Einrückrelais nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1. (US-A-4873607)
Stand der Technik
[0002] Es ist bekannt, in Kra-ftfahrzeugen Einrückrelais für eine Andrehvorrichtung einer
Brennkraftmaschine einzusetzen. Diese Einrückrelais dienen dazu, einen hohen Strom
mit einem verhältnismäßig niedrigen Steuerstrom zu schalten. Der hohe Strom (Starterstrom,
der für das Andrehen einer Brennkraftmaschine mittels Starter erforderlich ist), beträgt
beispielsweise bei Personenkraftwagen bis zu ca. 1000 A. Der während des Startvorgangs
über die Relaisspule des Einrückrelais fließende Strom beträgt demgegenüber beispielsweise
ca. 80 bis 100 A. Dieser gegenüber dem Starterstrom relativ kleine Strom ist jedoch
immer noch zu groß, um direkt über einen Startschalter (Zündschloß) oder über ein
elektronisches Steuergerät geschaltet zu werden. Hierzu ist unter anderem aus der
DE 37 37 430 C bekannt, dem Einrückrelais ein Hilfsrelais zuzuordnen, das mittels
des Starterschalters des Kraftfahrzeugs betätigbar ist. Hierbei ist nachteilig, daß
für das zusätzliche Hilfsrelais nicht nur ein zusätzlicher Bauraum im Kraftfahrzeug
zur Verfügung gestellt werden muß, sondern daß dieses einen zusätzlichen Verbraucher
mit einer entsprechend großen Verlustleistung darstellt.
Vorteile der Erfindung
[0003] Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung mit den im Anspruch 1 genannten Merkmalen
bietet den Vorteil, daß das Hilfsrelais optimiert, das heißt, insbesondere hinsichtlich
seiner Baugröße verkleinert werden kann, so daß der zur Verfügung stehende Einbauraum
ebenfalls verkleinerbar ist. Dadurch, daß eine den Betriebsstrom des Hilfsrelais beeinflussende
Steuer- und/oder Regelschaltung vorgesehen ist, ist es vorteilhaft möglich, den Betriebsstrom
des Hilfsrelais in Abhängigkeit wählbarer Kriterien so zu beeinflussen, daß dieser
für jeden Betriebszustand des Hilfsrelais nur die tatsächlich notwendige Größe annimmt,
so daß die am Hilfsrelais auftretende Verlustleistung so stark wie möglich reduziert
wird. Dadurch ist es möglich, das Hilfsrelais in das Einrückrelais zu integrieren,
so daß eine kompakte Baueinheit entsteht.
[0004] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Steuerschaltung
eine getaktete Steuer- bzw. Stromregelschaltung enthält, wobei über die Taktfrequenz
und/oder über das Tastverhältnis die Höhe des Betriebsstromes in Abhängigkeit von
bestimmten Betriebszuständen des Hilfsrelais festlegbar ist. Hierdurch wird es vorteilhaft
möglich, den Betriebsstrom des Hilfsrelais sich ändernden Betriebsbedingungen, beispielsweise
einer Betriebstemperatur und/oder einer Ankerstellung des Hilfsrelais, anzupassen.
Mittels dieser jeweils optimalen Anpassung des Betriebsstroms an den Betriebszustand
des Hilfsrelais wird die Verlustleistung des Hilfsrelais reduziert. Dies ergibt sich
insbesondere aus einer Absenkung des Betriebsstroms, nachdem der Anker des Hilfsrelais
angezogen hat beziehungsweise dieser gerade seine Bewegung entlang des Bewegungsweges
begonnen hat. Weiterhin ist vorteilhaft, daß durch eine optimale, gesteuerte Taktung
des Betriebsstroms des Hilfsrelais die Einstellung eines konstant großen Betriebsstrommittelwertes
bei unterschiedlichen Betriebsbedingungen, insbesondere unterschiedlichen Temperaturverhältnissen,
möglich ist. Dabei ist zu berücksichtigen, daß bei unterschiedlichen Temperaturen
sich einerseits die Kennlinie einer Rückzugsfeder für den Anker des Hilfsrelais und
andererseits das Magnetisierungsverhalten des Hilfsrelais sowie der ohmsche Widerstand
der Spule ändern, mit der Folge, daß sich auch der Betriebsstrom des Hilfsrelais ändert.
Die Spule des Hilfsrelais ist in der Regel nach dem maximal auftretenden Betriebsstrom
zu dimensionieren. Durch die erfindungsgemäße Steuerung des Betriebsstroms des Hilfsrelais
wird es jedoch möglich, das Hilfsrelais mit einem kleineren, konstant großen getakteten
Betriebsstrommittelwert zu betreiben, so daß den unterschiedlichen Betriebsbedingungen
über eine Wahl eines Stromsollwertes einer Taktfrequenz und/oder des Taktverhältnisses
Rechnung getragen werden kann. Dadurch kann die Spule nunmehr für den Maximalstrom
bei der höchsten Betriebstemperatur ausgelegt werden.
[0005] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den übrigen in
den Unteransprüchen genannten Merkmalen.
Zeichnungen
[0006] Die Erfindung wird nachfolgend in Ausführungsbeispielen anhand der zugehörigen Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- schematisch ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung;
- Figur 2
- ein Diagramm des Verlaufs von Soll- und Istwert des Betriebsstromes des Hilfsrelais;
- Figur 3 bis Figur 6
- einige Signalverläufe für verschiedene Tastverhältnisse des getakteten Betriebsstroms
des Hilfsrelais;
- Figur 7 und 8
- ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0007] Figur 1 zeigt eine insgesamt mit 10 bezeichnete Schaltungsanordnung für eine Andrehvorrichtung
einer Brennkraftmaschine. Die Schaltungsanordnung 10 weist ein Einschaltelement 12,
zum Beispiel Zündschloß oder Startschalter auf, das mit einem elektronischen Steuergerät
14 verbunden ist. Das elektronische Steuergerät 14 weist eine Steuerschaltung 16 für
ein mit dem Steuergerät 14 verbundenes Hilfsrelais 18 auf. Der Steuerschaltung 16
ist weiterhin eine Temperaturerfassungsschaltung 20 zugeordnet, die mit hier nicht
dargestellten Temperatursensoren, die in der Nähe des Hilfsrelais 18 oder im Motorraum
angeordnet sind, verbunden ist. Die Steuerschaltung 16 enthält eine als Schmitt-Trigger
arbeitende Triggerstufe 19, deren Ansprechwerte a) und b) veränderbar sind und die
den Stromverlauf am Ausgang des Steuergerätes 14 abfühlen.
[0008] Das Steuergerät 14 besitzt weitere, hier nicht relevante Schaltungsteile, die für
die Funktion des Kraftfahrzeugs notwendig sind. Hier nicht dargestellte Schaltkontakte
des Hilfsrelais 18 sind mit den Wicklungen eines Einrückrelais 22 verbunden, dessen
ebenfalls nicht dargestellte Schaltkontakte den Hauptstromkreis einer Andrehvorrichtung
24 ein- und ausschalten.
[0009] Anhand der lediglich schematischen Darstellung soll die Wirkungsweise der Schaltungsanordnung
10 kurz erläutert werden. Bei Betätigung des Einschaltelementes 12 wird die Spule
des Hilfsrelais 18 über das elektronische Steuergerät 14 bestromt. Die Bestromung
der Spule des Hilfsrelais 18 erfolgt in noch zu erläuternder Weise über die Steuerschaltung
16 für den Betriebsstrom des Hilfsrelais 18. Die Schaltkontakte des Hilfsrelais 18
verbinden die Relaisspule des Einrückrelais 22 mit einer Betriebsspannung, so daß
der Anker des Einrückrelais 22 die Hauptstromkontakte der Andrehvorrichtung 24 schließt
und diese mit einer Spannungsquelle, im Kraftfahrzeug in der Regel der Kraftfahrzeugbatterie,
verbindet. Über die Hauptstromkontakte der Andrehvorrichtung 24 fließt hierbei der
relativ hohe Starterstrom, der ca. 1000 A betragen kann. Über die Schaltkontakte des
Hilfsrelais 18, die die Relaisspule des Einrückrelais 22 mit der Spannungsquelle verbindet,
fließt ein Schaltstrom in Höhe von ca. 80 bis 100 A. Über die Spule des Hilfsrelais
18 fließt der von der Steuerschaltung 16 des Steuergerätes 14 beeinflußte Betriebstrom
I von bis zu 40 A.
[0010] In der Figur 2 ist der Sollwert und Istwert des Betriebsstromes im Ausführungsbeispiel
für die Steuerung des Betriebsstromes I nach Figur 1 dargestellt. Hierbei wird der
Sollwert I
soll des Betriebsstromes zum Zeitpunkt t2 von der Steuerschaltung 16 auf einen niedrigeren
Wert abgesenkt. Hierdurch wird erreicht, daß sich der in der linken Darstellung vereinfacht
wiedergegebene Istwert des Betriebsstrom I
ist einstellt. Hiermit wird den physikalischen Gegebenheiten Rechnung getragen, daß zum
Halten des Ankers des Hilfsrelais 18 eine geringere magnetische Flußdichte ausreichend
ist, als für den Anzug des Ankers erforderlich ist. Durch die Absenkung des Betriebsstromes
I um ca. 50 % läßt sich die Verlustleistung auf ca. 25 % reduzieren, da für den geschlossenen
Magnetkreis ein geringerer Strom für die erforderliche magnetische Flußdichte ausreichend
ist. Dieser geringere Eetriebsstrom I fließt durch den Spulenwiderstand der Spule
und erzeugt somit eine geringere Verlustleistung in Form von Wärmeenergie gegenüber
dem höheren Betriebsstrom I vor dem Zeitpunkt t2.
[0011] Der konkrete Aufbau der Steuerschaltung 16, die einerseits die Taktung des Betriebsstroms
I im Steuergerät 14 und andererseits die Absenkung des Betriebsstroms I durchführt,
soll hier nicht näher betrachtet werden. Sie enthält jedoch außer der Triggerstufe
19 noch eine Zeitstufe für die Zeit t2 zum, Umschalten der Triggerstufe von den höheren
Ansprechwerten a1 und b1 zum Ausschalten (a1) und Einschalten (b1) des Betriebstromes
I
ist auf die niederen Ansprechwerte a2 und b2. Im Beispielsfalle wird der Sollwert des
Betriebsstromes I nach t2∼30 ms von 25 A auf 12 A abgesenkt. Für die Steuerschaltung
16 bietet sich der Einsatz allgemein bekannter Multivibratoren, Präzisions-Schmitt-Trigger
oder andere geeignete Oszillatorschaltungen, vorzugsweise auch Microprozessoren an.
Die Zeitspanne t2 bis zur Stromabsenkung ist so vorgegeben, daß der Relaisanker mit
Sicherheit zu einem früheren Zeitpunkt tl von seiner Ruhelage abhebt. Über die Temperaturerfassungsschaltung
20 ist es möglich, die Grenzwerte des Betriebsstromes I
ist über die veränderbaren Ansprechwerte a und b der Triggerstufe 19 mit steigender Temperatur
abzusenken. Außerdem kann damit auch die Zeitspanne t2 bis zum Absenken des Betriebsstromes
mit zunehmender Temperatur verkürzt werden. Auf diese Weise ist es möglich, die temperaturabhängige
Reibung des bewegten Relaisankers sowie gegebenenfalls eine temperaturabhängige Federkraft
der Ankerrückstellfeder zu kompensieren.
[0012] In den Figuren 3 bis 6 sind Signalverläufe für die Taktung des Betriebsstromes I
dargestellt. Der Signalverlauf ist hier durch exakte Rechtecksignale mit einem genauen
Tastverhältnis, also der Taktfrequenz, darstellbar. Für die Bereitstellung der Rechtecksignale
kann die Steuerschaltung 16 beispielsweise entsprechend ausgelegte Funktionsgeneratoren
enthalten. In Figur 3 ist beispielsweise bei einer Taktfrequenz von 2 kHz der Signalverlauf
mit einem 30%igen Tastverhältnis dargestellt, das heißt, bezogen auf eine Zeiteinheit
(Periode) ist der Betriebsstrom I in 30 % dieser Zeiteinheit eingeschaltet, während
er für die übrigen 70 % ausgeschaltet ist. Entsprechend ist in Figur 4 ein Signalverlauf
mit einem 60%igen Tastverhältnis, in Figur 5 ein Signalverlauf mit einem 90% igen
Tastverhältnis und in Figur 6 ein Signalverlauf mit einem 100%igen Tastverhältnis
dargestellt. Entsprechend dem gewählten Tastverhältnis ergibt sich eine von der Linienführung
des Betriebsstroms I übergriffene Fläche und damit bekannterweise die der Spule zugeführte
Energie. Je kleiner die Taktung, das heißt das Tastverhältnis Ein/Aus, gewählt ist,
um so kleiner ist die zugeführte Energie und damit die in der Spule auftretende Verlustleistung.
[0013] Damit ist es mittels der Taktung des Betriebsstroms I auch möglich, das Tastverhältnis
in Abhängigkeit von bestimmten Betriebsparametern des Hilfsrelais 18 zu verändern.
So kann beispielsweise das Tastverhältnis in Abhängigkeit einer Betriebstemperatur
des Hilfsrelais 18 zur Aufrechterhaltung der vorgegebenen Betriebsstromstärke verändert
werden. Gleichzeitig kann die Absenkung des Betriebsstroms I über eine Verkleinerung
des Tastverhältnisses realisiert sowie temperaturabhängig verändert werden.
[0014] So kann von einer Triggerstufe 19 der Steuerschaltung 16 in lediglich beispielhaft
herausgegriffenen Tastverhältnissen der Betriebsstrom I bei einem Hilfsrelais 18 im
Einschaltmoment für ca. 30 msec mit einer 60%igen Taktung beaufschlagt werden, während
zum Zeitpunkt t2 (Figur 2) das Tastverhältnis auf 30 % umgestellt wird. Somit läßt
sich durch einfache Generierung der Rechtecksignale der Triggerstufe 19 der Energiebedarf
der Spule des Hilfsrelais 18 drastisch verringern. Durch eine Kopplung der Steuerschaltung
16 mit der Temperaturerfassungsschaltung 20 kann die Taktung des Betriebsstroms I
in einfacher Weise an die jeweils vorliegenden Betriebsbedingungen angepaßt werden.
So ist es beispielsweise zweckmäßig, bei einem kalten Relais im Einschaltmoment den
Betriebsstrom I mit einer 60%igen Taktung und zum Zeitpunkt t2 mit einer 30%igen Taktung
bereitzustellen. Bei einem sich in normaler Betriebstemperatur befindenden Hilfsrelais
18 kann das Tastverhältnis im Einschaltmoment 90 % betragen, während es zum Zeitpunkt
t2 auf 50 % umgeschaltet wird. Bei einem beispielsweise erwärmten Hilfsrelais 18 kann
im Einschaltmoment die Taktung mit 100 % erfolgen, während zum Zeitpunkt t2 auf eine
60% ige Taktung umgeschaltet wird. Mittels der Steuerschaltung 16 und der Temperaturerfassungsschaltung
20 kann darüber hinaus der Zeitpunkt t2 für die Umschaltung der Tastverhältnisse beeinflußt
werden. So kann beispielsweise für ein kaltes Hilfsrelais 18 der Zeitpunkt t2 bei
30 msec, für ein normal erwärmtes Hilfsrelais 18 der Zeitpunkt t2 bei 25 msec und
für ein erwärmtes Hilfsrelais 18 der Zeitpunkt t2 bei 15 msec liegen.
[0015] Es wird also klar, daß durch das Tastverhältnis und den Umschaltzeitpunkt des Tastverhältnisses
zwischen dem Anzugsbereich und dem Haltebereich des Hilfsrelais 18 eine Ansteuerung
des Hilfsrelais 18 möglich ist, die eine drastische Energieeinsparung ermöglicht.
[0016] Insgesamt wird somit ein Betrieb des Hilfsrelais 18 trotz unterschiedlicher Betriebszustände,
insbesondere unterschiedlicher Beriebstemperaturen, mit einem konstanten Betriebsstrommittelwert
einstellbar. Durch die Taktung des Betriebsstroms I wird darüber hinaus - wie erwähnt
- eine Reduzierung der Verlustleistung des Hilfsrelais 18 bewirkt.
[0017] Durch den konstanten Betriebsstrommittelwert bei unterschiedlichen Temperaturverhältnissen
ergibt sich die Möglichkeit, auf die konstruktive Gestaltung des Hilfsrelais 18 Einfluß
zu nehmen. Einerseits ergibt sich die Möglichkeit, die Federkraft der Rückstellfeder
für den Anker des Hilfsrelais 18 zu erhöhen, da das Hilfsrelais 18 nicht mehr auf
den ungünstigst anzunehmenden Betriebsfall, nämlich auf den maximalen Betriebsstrom
I bei höchster Temperatur ausgelegt zu werden braucht. Durch Erhöhung der Federkraft
für den Anker des Hilfsrelais 18 läßt sich die Prellneigung der Schaltkontakte verringern,
so daß hiermit eine Erhöhung der Lebensdauer der Kontakte erreichbar ist. Ein weiterer
Vorteil ergibt sich, daß durch diese Erhöhung der Federkraft und damit Verringerung
der Prellneigung ein Einbau des Hilfsrelais 18 in ein Gehäuse des Einrückrelais 22
möglich wird. Die während der Schaltvorgänge des Einrückrelais 22 auftretenden Beschleunigungen
beziehungsweise Stöße an der Startvorrichtung, die in Bereichen bis zu 5000 bis 10000
g liegen können, können somit von der stärkeren Federkraft der Rückstellfeder des
Hilfsrelais 18 besser abgefangen werden.
[0018] Darüber hinaus ist es auch möglich, für den Fall, daß keine größeren Federkräfte
überwunden werden sollen, die Spulenwicklung des Hilfsrelais 18 zu verringern, da
insgesamt ein geringerer Energieeintrag zur Funktion notwendig ist. Durch den sich
hieraus ergebenden geringeren Einbauraum ist ebenfalls eine bessere Integration des
Hilfsrelais 18 in das Einrückrelais 22 möglich.
[0019] Die Taktung eines Starterhilfsrelais ist nicht nur mit Hilfe der in Fig. 1 und 2
erläuterten Steuerschaltung möglich, sondern läßt sich auch mit einer Steuer- und
Regelschaltung gemäß Figuren 7 und 8 realisieren. Dort wird der Betriebsstrom des
Steuerrelais von einem Regler 17 über eine Taktstufe im Steuergerät 14' derart getaktet,
daß der sich im Verhältnis der Taktung einstellende Strommittelwert auf einen vorgegebenen
Sollwert I
soll geregelt wird. Dazu wird am Hilfsrelais 18 der durch die Taktung sich ständig ändernde
Istwert des Betriebsstromes I
ist abgefühlt. Die Absenkung des Sollwertes kann nun zeitabhängig nach dem Einschalten
des Relais erfolgen oder mit Hilfe eines weiteren Sensors 21 abhängig von der Lage
des Hilfsrelais-Ankers.
[0020] Nach dem beigefügten Diagramm (Figur 8) ist vorgesehen, daß vor Bewegungsbeginn des
Relaisankers auf den Sollstrom Isl, bei bewegtem Anker auf den kleineren Sollstrom
Is2 und bei vollständig eingespurtem Relaisanker auf den nochmals kleineren Sollstrom
Is3 geregelt wird.
[0021] Die Wicklung ist so ausgelegt, daß z. B. bei 0 c und Regelung auf Is1 ein Tastverhältnis
von 60 % sicher für eine Relaisankerbewegung ausreicht (Tastverhältnisse bei gleicher
Relaisankerlage und Is2 z. B. 40 %, bei Is3 z. B. 20 %). Bei der maximalen Wicklungstemperatur
(z. B. + 100 C) ergibt sich dann bei den wie oben geregelten Relaisströmen aufgrund
des höheren Wicklungswiderstandes ein Tastverhältnis von 100 % bei Is1 (66 % bei Is2,
33 % bei Is3).
[0022] Der Relaisstrom wird also grundsätzlich unabhängig von Störgrößen (wie z. B. Temperatur,
Batteriespannung etc.), aber abhängig vom Zustand des Relaisankers (z. B. Position,
Geschwindigkeit) und vom Magnetkraftbedarf geregelt. Das Tastverhältnis wird hierbei
vom Regler automatisch richtig eingestellt.
[0023] Insgesamt ergibt sich eine vom Relaisanker-Kraftbedarf abhängige Relaisstromregelung
insbesondere mit den Vorteilen
- thermische Entlastung
- verkleinerte Stöße beim Ankeraufprall, verringertes Prellen
- erhöhte Funktionssicherheit (höhere Ankeranzugskraft)
- vergrößerte Relaislebensdauer
1. Schaltungsanordnung für ein Einrückrelais für eine Andrehvorrichtung einer Brennkraftmaschine,
mit einem eine Relaisspule des Einrückrelais betätigenden Hilfsrelais (1), dadurch
gekennzeichnet, daß in eingeschaltetem Zustand eine die Größe des Betriebsstroms (I)
in der Spule des Hilfsrelais (1) temperaturabhängig beeinflussende Steuer- und/oder
Regelschaltung (16, 16') vorgesehen ist, derart, daß der Betriebsstrom in Abhängigkeit
von der Betriebstemperatur des Hilfsrelais (18) und/oder der Andrehvorrichtung (24)
veränderbar ist.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuer- und/oder Regelschaltung (16, 16') eine Taktstufe für eine getaktete
Stromschaltung enthält.
3. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuer- und/oder Regelschaltung (16, 16') eine Triggerstufe (19) für eine
Taktung des Betriebsstroms (I) mit einem bestimmten, beeinflußbaren Tastverhältnis
aufweist.
4. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Tastverhältnis des Betriebsstroms (I) über der Zeit veränderlich ist.
5. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der getaktete Betriebsstrom (I) nach Erreichen eines wählbaren Zeitpunktes (t2)
abgesenkt wird.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der getaktete Betriebsstrom (I) nach Bewegungsbeginn des Ankers des Hilfsrelais
(18) aus der Ruhelage und/oder beim Erreichen der Arbeitsstellung abgesenkt wird.
7. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der abgesenkte Betriebsstrom (I) ein kleineres Tastverhältnis als der nicht abgesenkte
Betriebsstrom (I) aufweist.
8. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Änderung des Tastverhältnisses in Abhängigkeit der Betriebstemperatur des
Hilfsrelais (18) und/oder des Motors erfolgt, derart, daß der Betriebsstrom bei steigender
Temperatur absenkbar ist.
9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeitpunkt (t2) für die Absenkung des Tastverhältnisses in Abhängigkeit einer
Betriebstemperatur des Hilfsrelais (18) und/oder des Motors veränderbar ist.
10. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Tastverhältnis des getakteten Betriebsstromes (I) in Abhängigkeit von der
Ankerstellung des Hilfsrelais (18) veränderbar ist.
11. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfsrelais (18) bei maximal zulässiger Betriebstemperatur die erforderliche
Anzugskraft bei einem Tastverhältnis des getakteten Betriebsstromes (I) von 100 %
erzeugt.
12. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der getaktete Betriebsstrom (I) über die Steuer- und/oder Regelschaltung (16,
16') von einem ersten Sollwert (Isoll) nach einer Zeit (t1, t2, t3) auf mindestens einen weiteren, niederen Sollwert abzuregeln
ist.
13. Schaltungsanordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Absenkung des getakteten Betriebsstromes (I) in Abhängigkeit der Einschaltzeit
(t1, t3) oder der Ankerposition des Hilfsrelais (18) in zwei Schritten erfolgt.
1. Circuit arrangement for an engagement relay for a starter device of an internal combustion
engine, having an auxiliary relay (1) which activates a relay coil of the engagement
relay, characterized in that an open-loop and/or closed-loop control circuit (16,
16') which influences the magnitude of the operating current (I) in the coil of the
auxiliary relay (1) as a function of temperature in the switched-on state is provided,
such that the operating current can be changed as a function of the operating temperature
of the auxiliary relay (18) and/or of the starter device (24).
2. Circuit arrangement according to Claim 1, characterized in that the open-loop and/or
closed-loop control circuit (16, 16') contains a clock stage for a clocked power circuit.
3. Circuit arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that
the open-loop and/or closed-loop control circuit (16, 16') has a trigger stage (19)
for clocking the operating current (I) with a specific pulse duty factor which can
be influenced.
4. Circuit arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that
the pulse duty factor of the operating current (I) can be changed over time.
5. Circuit arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that
the clocked operating current (I) is reduced after a selectable point in time (t2)
has been reached.
6. Circuit arrangement according to Claim 5, characterized in that, after the armature
of the auxiliary relay (18) starts to move out of the position of rest and/or when
the working position is reached, the clocked operating current (I) is reduced.
7. Circuit arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that
the reduced operating current (I) has a smaller pulse duty factor than the non-reduced
operating current (I).
8. Circuit arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that
the pulse duty factor is changed as a function of the operating temperature of the
auxiliary relay (18) and/or of the engine, in such a way that the operating current
can be reduced when the temperature is rising.
9. Circuit arrangement according to Claim 5, characterized in that the point in time
(t2) for the reduction of the pulse duty factor can be varied as a function of an
operating temperature of the auxiliary relay (18) and/or of the engine.
10. Circuit arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that
the pulse duty factor of the clocked operating current (I) can be varied as a function
of the armature position of the auxiliary relay (18).
11. Circuit arrangement according to Claim 3, characterized in that at maximum admissible
operating temperature, the auxiliary relay (18) produces the necessary attraction
force given a pulse duty factor of the clocked operating current (I) of 100%.
12. Circuit arrangement according to Claim 3, characterized in that, by means of the open-loop
and/or closed-loop control circuit (16, 16'), the clocked operating current (I) can
be reduced from a first setpoint value (Isoll) to at least one further low setpoint value after a time (t1, t2, t3).
13. Circuit arrangement according to Claim 12, characterized in that the reduction in
the clocked operating current (I) takes place in two steps as a function of the switch-on
time (t1, t3) or the armature position of the auxiliary relay (18).
1. Circuit pour relais d'engrènement d'un dispositif de démarrage d'un moteur à combustion
interne, comprenant un relais auxiliaire (1) commandant la bobine du relais d'engrènement,
caractérisé en ce qu'
à l'état branché, un circuit de commande et/ou de régulation (16, 16') influence l'intensité
du courant de fonctionnement (I) dans la bobine du relais auxiliaire (1) selon la
température, pour que le courant de fonctionnement soit variable en relation avec
la température de fonctionnement du relais auxiliaire (18) et/ou du dispositif de
démarrage (24).
2. Circuit selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le circuit de commande et/ou de régulation (16, 16') comporte un étage de hachage
pour un circuit à courant haché.
3. Circuit selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le circuit de commande et/ou de régulation (16, 16') comporte un étage de déclenchement
(19) pour hacher le courant de fonctionnement (I) selon un rapport de travail défini,
qui peut être influencé.
4. Circuit selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le rapport de travail du courant de fonctionnement (I) est variable en fonction du
temps.
5. Circuit selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le courant de fonctionnement haché (I) est abaissé après que l'on ait atteint un instant
choisi (t2).
6. Circuit selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
le courant de fonctionnement haché (I) est abaissé après le début du déplacement de
l'induit du relais auxiliaire (18) à partir de la position de repos et/ou lorsqu'il
atteint la position de travail.
7. Circuit selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le courant de fonctionnement (I), abaissé, présente un rapport de travail plus faible
que celui du courant de fonctionnement (I) non abaissé.
8. Circuit selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
on modifie le rapport de travail selon la température de fonctionnement du relais
auxiliaire (18) et/ou du moteur, pour que le courant de fonctionnement diminue lorsque
la température augmente.
9. Circuit selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
l'instant (t2) pour abaisser le rapport de travail est modifié en fonction d'une température
de fonctionnement du relais auxiliaire (18) et/ou du moteur.
10. Circuit selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le rapport de travail du courant de fonctionnement haché (I) est modifié en fonction
de la position de l'induit du relais auxiliaire (18).
11. Circuit selon la revendication 3,
caractérisé en ce qu'
à la température de fonctionnement maximale autorisée, le relais auxiliaire (18) génère
la force d'attraction nécessaire pour un rapport de travail du courant de fonctionnement
haché (I) égal à 100 %.
12. Circuit selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
le courant de fonctionnement haché (I) est régulé à au moins une autre valeur de consigne
plus faible par le circuit de commande et/ou de régulation (16, 16') en partant d'une
première valeur de consigne (Icons), après un temps (t1, t2, t3).
13. Circuit selon la revendication 12,
caractérisé en ce que
l'abaissement du courant de fonctionnement haché (I) se fait en deux étapes en fonction
de la durée de branchement (t1, t3) ou de la position de l'induit du relais auxiliaire
(18).