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(11) |
EP 0 808 218 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.09.2000 Patentblatt 2000/37 |
| (22) |
Anmeldetag: 06.12.1996 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B04B 3/02 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9602/345 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9721/491 (19.06.1997 Gazette 1997/26) |
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| (54) |
SCHUBZENTRIFUGE
PUSHER CENTRIFUGE
CENTRIFUGEUSE DE POUSSEE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DK ES FR GB GR IT LI NL SE |
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Priorität: |
09.12.1995 DE 19546019
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.11.1997 Patentblatt 1997/48 |
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Patentinhaber: SIEBTECHNIK GMBH |
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45478 Mülheim (Ruhr) (DE) |
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Erfinder: |
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- GREINER-STÜRMER, Fritz
D-42579 Heiligenhaus (DE)
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| (74) |
Vertreter: Sroka, Peter-Christian, Dipl.-Ing. |
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Patentanwälte,
Dipl.-Ing. Peter-C. Sroka,
Dr. H. Feder,
Dipl.-Phys. Dr. W.-D. Feder,
Dominikanerstrasse 37 D-40545 Düsseldorf D-40545 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 706 501
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DE-B- 1 030 771
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schubzentrifuge, mit einer in einem Zentrifugengehäuse
gelagerten Zentrifugentrommel, einem Schubboden, einem koaxial in die Zentrifugentrommel
ragenden, mit dem Zentrifugengehäuse verbundenen Füllrohr für das Schleudergut, und
einem auf das Füllrohr folgenden konzentrischen Verteiler-Konus, dessen den größeren
Durchmesser aufweisendes Ende unter Freilassung eines Ringspaltes mit Abstand vor
dem Schubboden endet, an dem eine das dem Schubboden zugewandte Ende des Verteiler-Konus
umgebender, konzentrischer, in die Zentrifugentrommel ragender Ring befestigt ist.
[0002] Bei Schubzentrifügen dieser Art besteht das Bedürfnis, das Schleudergut zur Steigerung
des Massendurchsatzes bei gleichzeitiger Schonung empfindlicher Feststoffpartikel
und Reduzierung des Maschinenverschleißes, insbesondere des Spaltsiebverschleißes
in der Aufgabezone, das zugeführte Schleudergut möglichst bis auf die Winkelgeschwindigkeit
des Feststoffkuchens in der Zentrifugentrommel zu beschleunigen.
[0003] In der DE-A 27 06 501 ist eine Schubzentrifuge der eingangs geschilderten Art beschrieben,
deren Schubboden im Bereich seines Außenumfanges einen Ring trägt. Der Schubboden
und der Ring bilden im wesentlichen die Form einer Schüssel derart, daß das über den
Verteiler-Konus zugeführte Schleudergut entlang der durch den Ring gebildeten Schüsselwand,
die relativ zur Schubbodenachse unter einem spitzen Winkel nach außen geneigt ist,
direkt in die Schubzone des Filterkuchens eingeleitet wird, bevor es in den wirksamen
Trennbereich der Zentrifugentrommel gelangt.
[0004] Bei einer aus der DE 28 40 156 C2 bekannten Schubzentrifuge wird in dem weiteren
Versuch einer Lösung dieses Problems das Schleudergut durch eine senkrecht zur Schleuderachse
verlaufende Leitwand nur ungenügend auf Winkelgeschwindigkeit des in der Schleudertrommel
gebildeten Feststoffkuchens vorbeschleunigt, wodurch eine spontane Entwässerung, die
zur Bildung eines schubfesten Feststoffkuchens in der Aufgabezone erforderlich ist,
nicht gewährleistet wird. Dies führt zu einer Reduzierung des Massendurchsatzes in
der Schubzentrifuge Aus der DE 43 08 749 C1 ist weiterhin eine Schubzentrifuge bekannt,
bei der das Schleudergut durch pumpenradähnliche Einbauten zwischen Schubboden und
Leitscheibe zwar hoch beschleunigt werden soll, wobei jedoch die konstruktiv bedingte
hohe radiale Beschleunigungskomponente, die durch die Anzahl der Pumpenradflügel partiell
noch verstärkt wird, zu einem hohen Verschleiß des Spaltsiebbelages in der Aufgabezone
führt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schubzentrifuge zu scharen, die bei
optimalem Massendurchsatz kornschonend und mit geringem Verschleiß des Spaltsiebbelages
in der Aufgabezone Feststoffe von Flüssigkeiten trennt.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Ring als Ringtasse ausgebildet
ist, die eine dem Verteiler-Konus zugewandte Rille mit einer radial nach innen gerichteten
Überlaufkante bildet.
[0007] Im Betrieb ist, bedingt durch die Zentrifugalkraft, diese Ringtasse ständig bis zur
Überlaufkante mit Aufgabegut gefüllt Das weiter kontinuierlich nachfließende Aufgabegut
wird in der Ringtasse durch den rotierenden Suspensions-Ring schonend auf Winkelgeschwindigkeit
der Ringtasse beschleunigt und über die Überlaufkante in Form eines gleichmäßig überströmenden
Suspensions-Filmes auf den gebildeten Feststoffkuchen aufgegeben.
[0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachstehend
näher erläutert.
Figur 1 zeigt einen Längsschnitt der erfindungsgemäßen Schubzentrifuge;
die Figuren 2 bis 5 zeigen in vergrößerter Darstellung Schnittansichten von erfindungsgemäß
abgewandelten Details der erfindungsgemäßen Schubzentrifuge.
[0010] Die in Figur 1 dargestellte Zentrifuge ist eine Schubzentrifuge mit einer inneren
und einer äußeren Zentrifugentrommel 1 und 2. An der äußeren Zentrifugentrommel 2
ist mittels Distanzbolzen 3, die den Boden 4 der inneren Zentrifugentrommel 1 durchdringen,
ein Schubboden 5 befestigt, der den Verteiler-Konus 6 und eine Ringtasse 7 trägt.
[0011] Der Verteiler-Konus 6 weist eine zentrale Öffnung 8 auf. Mit dem Schubboden 5 bildet
der Verteiler-Konus 6 den Ringspalt 9.
[0012] In die zentrale Öffnung 8 ragt ein fest mit dem Zentrifugengehäuse 10 verbundenes
Füllrohr 11 für die Zufuhr des Schleudergutes.
[0013] Die innere und die äußere Zentrifugentrommel 1 und 2 haben konzentrische Wellen 12
und 13, die im Zentrifugengehäuse drehbar gelagert sind, wobei die Welle 12 der inneren
Zentrifugentrommel 1 neben der Drehbewegung noch eine hin- und hergehende Hubbewegung
in Richtung des Doppelpfeiles f1 durchführt.
[0014] Die Figur 2 zeigt den Schubboden 5 mit dem über Befestigungsrippen 17 verbundenen
Verteilerkonus 6 und die ebenfalls mit dem Schubboden 5 verbundene Ringtasse 7.
[0015] Die Figur 3 zeigt die Ringtasse 7 mit zusätzlichen axial gerichteten Sieböffnungen
14 zur Vorentwässerung durch den Schubboden 5 hindurch.
[0016] Die Figur 4 zeigt die Ringtasse 7 mit integriertem Schubboden-Abdichtring 15.
[0017] Die Figur 5 zeigt den Schubboden 5 mit der Ringtasse 7 und einem mit dem Füllrohr
11 verbundenen Verteiler-Konus 16, wodurch auch zur Aufgabegutschonung auf einem besonders
hohen Verschleiß ausgesetzte Befestigungsrippen 17 (Figur 2) verzichtet werden kann.
[0018] Bei allen Ausführungsformen bildet die Ringtasse 7 eine dem Verteiler-Konus 6 bzw.
16 zugewandte Rille, deren Boden ein einem Polygonzug folgendes Profil hat, was auch
für das Außenprofil der Ringtasse 7 gilt.
[0019] Der radiale Abstand der Ringtasse vom Innenmantel der inneren Zentrifugentrommel
(1) soll in Abhängigkeit von den vorgegebenen Konstruktions- und Betriebsdaten der
Zentrifuge und der Konsistenz des Schleudergutes so gewählt sein, daß im Betrieb der
Zentrifuge der sich innerhalb der inneren Zentrifugentrommel (1) aufbauende Filterkuchen
F außerhalb der Ringtasse 7 liegt, das heißt, die Ringtasse 7 darf nicht in den sich
bildenden Filterkuchen F eintauchen. Der Außenradius Ra der Ringtasse 7 liegt bezogen
auf den Innenradius Ri und die nutzbare Siebbodenlänge ls der Zentrifugentrommel vorzugsweise
im Bereich von Ra = Ri - 0,15 ls bis Ra = Ri - 0,22 ls.
1. Schubzentrifuge mit einer in einem Zentrifugengehäuse (10) gelagerten Zentrifugentrommel
(1), einem Schubboden (5), einem koaxial in die Zentrifugentrommel ragenden, mit dem
Zentrifugengehäuse (10) verbundenen Füllrohr für das Schleudergut, und einem auf das
Füllrohr folgenden konzentrischen Verteiler-Konus (6, 16), dessen den größeren Durchmesser
aufweisendes Ende unter Freilassung eines Ringspaltes (9) mit Abstand vor dem Schubboden
endet, an dem ein das dem Schubboden zugewandte Ende des Verteiler-Konus (6, 16) umgebender,
konzentrischer, in die Zentrifugentrommel ragender Ring befestigt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ring als Ringtasse (7) ausgebildet ist, die eine dem Verteiler-Konus (6; 16)
zugewandte Rille mit einer radial nach innen gerichteten Überlaufkante bildet.
2. Schubzentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden der Rille ein
einem Polygonzug folgendes Profil hat.
3. Schubzentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringtasse (7) ein
einem Polygonzug folgendes Außenprofil hat.
4. Schubzentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der radiale Abstand der
Ringtasse (7) vom Innenmantel der Zentrifugentrommel (1) in Abhängigkeit von den vorgegebenen
Konstruktions- und Betriebsdaten der Zentrifuge und der Konsistenz des Schleudergutes
so gewählt ist, daß im Betrieb der Zentrifuge der sich innerhalb der Zentrifugentrommel
(1) aufbauende Filterkuchen (F) außerhalb der Ringtasse (7) liegt.
5. Schubzentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Außenradius (Ra)
der Ringtasse (7) bezogen auf den Innenradius (Ri) und die nutzbare Siebbodenlänge
(ls) der Zentrifugentrommel (1) im Bereich von Ra = Ri - 0,15 ls bis Ra = Ri - 0,22
ls liegt.
6. Schubzentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringtasse (7) an
dem Schubboden (5) befestigt ist und axial verlaufende, sich durch den Schubboden
fortsetzende Sieböffnungen (14) aufweist.
7. Schubzentrifuge nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß an die Ringtasse (7)
ein radial nach außen gerichteter Schubboden-Abdichtring (15) anschließt.
1. A pusher centrifuge comprising a centrifugal drum (1) mounted in a centrifuge housing
(10), a pusher base (5) and a filler pipe for the material to be centrifuged, the
pipe projecting coaxially into the centrifugal drum and being connected to the centrifuge
housing (10), and further comprising a concentric distributor cone (6; 16) which follows
the filler pipe and whose end with the larger diameter terminates at a spacing in
front of the pusher base, leaving free an annular gap (9), a concentric ring projecting
into the centrifugal drum and surrounding the end of the distributor cone (6; 16)
facing the pusher base being secured to the pusher base, characterised in that the
ring is constructed as an annular cup (7) which forms a groove facing the distributor
cone (6; 16) and having a radially inwardly directed overflow edge.
2. A pusher centrifuge according to Claim 1, characterised in that the root of the groove
has a profile following a polygonal course.
3. A pusher centrifuge according to Claim 1, characterised in that the annular cup (7)
has an external profile following a polygonal course.
4. A pusher centrifuge according to Claim 1, characterised in that the radial spacing
between the annular cup (7) and the inner face of the centrifugal drum (1) is selected
as a function of the predetermined structural and operating data of the centrifuge
and the consistency of the material to be centrifuged, such that when the centrifuge
is operated the filter cake (F) building up inside the centrifugal drum (1) lies outside
the annular cup (7).
5. A pusher centrifuge according to Claim 1, characterised in that the external radius
(Ra) of the annular cup (7), in relation to the internal radius (Ri) and the effective
sieve plate length (ls) of the centrifugal drum (1), lies within the range Ra = Ri
- 0.15ls to Ra = Ri - 0.22ls.
6. A pusher centrifuge according to Claim 1, characterised in that the annular cup (7)
is secured to the pusher base (5) and has axial sieve perforations (14) which continue
through the pusher base.
7. A pusher centrifuge according to Claim 6, characterised in that a radially outwardly
directed pusher base sealing ring (15) adjoins the annular cup (7).
1. Centrifugeuse à poussée comportant un tambour (1) monté dans un carter (10), un fond
de poussée (5), un tuyau de remplissage en matière à centrifuger qui entre coaxialement
dans le tambour et est joint au carter (10), et un cône répartiteur concentrique (6,
16) qui succède au tuyau de remplissage et dont l'extrémité de plus grand diamètre
se termine, en laissant un interstice annulaire (9), à une certaine distance avant
le fond de poussée, auquel est fixé un anneau concentrique qui entoure l'extrémité
du cône répartiteur (6, 16) dirigée vers le fond de poussée et entre dans le tambour,
caractérisée par le fait que l'anneau est constitué d'une tasse annulaire (7) qui
forme une rainure dirigée vers le cône répartiteur (6, 16) et ayant un bord déversoir
dirigé radialement vers l'intérieur.
2. Centrifugeuse à poussée selon la revendication 1, caractérisée par le fait que le
fond de la rainure a un profil qui suit un tracé polygonal.
3. Centrifugeuse à poussée selon la revendication 1, caractérisée par le fait que la
tasse annulaire (7) a un profil extérieur qui suit un tracé polygonal.
4. Centrifugeuse à poussée selon la revendication 1, caractérisée par le fait que la
distance radiale entre la tasse annulaire (7) et la surface latérale intérieure du
tambour (1) est choisie en fonction des caractéristiques fixées de construction et
de fonctionnement de la centrifugeuse et de la consistance de la matière à centrifuger
de façon que, pendant le fonctionnement de la centrifugeuse, le gâteau de filtration
(F) qui se forme à l'intérieur du tambour (1) soit à l'extérieur de la tasse annulaire
(7).
5. Centrifugeuse à poussée selon la revendication 1, caractérisée par le fait que le
rayon extérieur (Ra) de la tasse annulaire (7) est, relativement au rayon intérieur
(Ri) et à la longueur utile du fond perforé (ls) du tambour (1), situé dans le domaine
de Ra = Ri - 0,15 ls à Ra = Ri - 0,22 ls.
6. Centrifugeuse à poussée selon la revendication 1, caractérisée par le fait que la
tasse annulaire (7) est fixée au fond de poussée (5) et présente des ouvertures de
tamisage (14) s'étendant axialement et se poursuivant à travers le fond de poussée.
7. Centrifugeuse à poussée selon la revendication 6, caractérisée par le fait qu'à la
tasse annulaire (7) se joint un joint annulaire de fond perforé (15) dirigé radialement
vers l'extérieur.