[0001] Die Erfindung betrifft ein selbstverriegelndes Panikschloß mit einer federbelasteten
Kreuzfalle, einem schiebergesteuerten Riegel, einem in Längsrichtung des Schlosses
mittels einer Schlüsselbetätigung bewegbaren Schieber und einem den Schieber bei rückgeschlossenem
Riegel arretierenden federbelasteten Steuerteil sowie mit einer Drückernuß, welche
einen den Schieber betätigenden Panikhebel aufweist, wobei das Schloß eingerichte
ein verschiebbares Wechselteil aufweist, über das die Nußhälften wahlweise kuppelbar
und endkuppelbar sind, und dass das Wechselteil in seiner jeweiligen Endposition gegenüber
dem Schloßblech arretiert ist.
[0002] Die DE 36 36 237 A1 beschreibt ein mittels eines Schließbartes betätigbares Panikschloß
der eingangs genannten Gattung mit einer geteilten Schloßnuß, bei der an der Türinnenseite
und an der Türaußenseite jeweils eine Drehhandhabe angeordnet ist. Ausgehend von der
Panikfunktion, bei der nur die Drehhandhabe an der Türinnenseite wirksam ist, kann
eine Umschaltung erfolgen, wobei mittels eines vom Schließbart betätigten Schiebers
und eines an der Schloßnuß angeschlossenen Kupplungshebels die Nußhälften gekuppelt
werden können, so dass auch die an der Außenseite der Tür angeordnete Drehhandhabe
wirksam ist. Beim Öffnungsvorgang der Tür wird die Kupplung selbstätig aufgehoben.
[0003] Die DE 37 36 592 A1 beschreibt ein Schlüsselbetätigtes Rohrrahmenschloß mit Antipanikfunktion,
bei dem für die Antipanikfunktion relevanten Bauteile entsprechend einer vorbestimmbaren
Fluchtrichtung im Schloß angewendet werden können. Für die Umschaltung auf die Panikfunktion
ist eine geteilte Nuß vorgesehen, wobei zur Anpassung an die vorbestimmbare Fluchtrichtung
unterschiedliche Schaltscheiben Verwendung finden.
[0004] Durch die DE A 39 38 655 ist ein selbstverriegelndes Panikschloß bekannt geworden,
dessen Schieber motorisch oder mechanisch bewegt werden kann. Außer dem Schloßriegel
und der als Kreuzfalle ausgebildeten Schloßfalle ist ein Steuerteil vorgesehen, mit
welchem der Schieber bei rückgeschlossenem Riegel in seiner oberen, die Kreuzfalle
freigebenden Position gehalten werden kann. Mit der einteiligen Drückernuß ist weiter
ein als Folgeglied bezeichneter Hebel verbunden, über den der Schieber und damit der
Riegel betätigt und die Tür von der Innenseite her geöffnet werden kann (Panikfunktion).
Das Schloßeingerichte des vorbeschriebenen Schlosses sieht keine Bauteile vor, mit
denen es möglich ist, die Tür durch Drückerbetätigung auch von außen zu öffnen.
[0005] Eine ebenfalls geteilte Nuß beschreibt die DE 35 21 213 A1 für ein Fallenpanikschloß,
insbesondere für Rohrrahmentüren.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, ein selbstverriegelndes Panikschloß der eingangs genannten
Gattung mit Bezug auf die Umschaltfunktion weiterzubilden. Dies soll insbesondere
durch vorteilhafte bauliche Merkmale bei schmalbauenden Schlössern, d.h. bei sogenannten
Rohrrahmenschlössern ermöglicht werden. Die erfindungsgemäße Umschalttechnik soll
auch in solchen selbstverriegelnden Panikschlössern Anwendung finden können, welche
mit einer Vorrichtung zum verzögerten Vorschluß des Riegels versehen sind.
[0007] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe durch die Lehre nach Anspruch 1. Insbesondere
die Arretierung eines Wechselteils in seiner jeweiligen Endposition ermöglicht einen
einfachen Aufbau der Bedienungsmechanik, d.h. das Wechselteil muß nicht durch ständig
das Wechselteil beaufschlagende Bauteile in seiner jeweiligen Position gehalten werden.
Da das Wechselteil innerhalb des Schloßgehäuses für den Kopplungsvorgang bzw. Entkopplungsvorgang
nur um einen relativ geringen Betrag verschoben werden muß, ergibt sich der Vorteil,
daß das Aufschließen der Tür (Riegelrückschluß) und das Umschalten, d.h. das Verbinden
zweier Nußhälften über das Wechselteil, mit einer einzigen Schlüsselbewegung erfolgen
kann.
[0008] Bei der Betätigung des Wechselteils "überspringen" die Schaltkeile jeweils mit Ihren
Keilflächen die am Schlossblech angeordneten Führungsnocken und legen somit das Wechselteil
in der jeweiligen Position gegenüber dem Schlossblech fest.
[0009] Weitere Merkmale der Erfindung sind durch die Unteransprüche gekennzeichnet.
[0010] Gemäß Anspruch 2 ist die die Schaltkeile aufnehmende Ausnehmung im Wechselteil durch
ein die Ausnehmung verschließendes Abdeckblech abgedeckt, um insbesondere die die
Schaltkeile spreitzende Feder in ihrer Position zu sichern
[0011] Gemäß den Ansprüchen 3 und 4 sind am Schloßblech ein Einschalthebel und ein Ausschalthebel
gelagert, welche durch Schlüsselbetätigung (Schließzylinderbart) beaufschlagt werden
können, wobei mittels des Einschalthebels das Wechselteil so bewegt wird, daß die
Nußhälften gekoppelt werden und mittels des Ausschalthebels das Wechselteil so bewegt
wird, daß die Kopplung der Nußhälften aufgehoben wird.
[0012] In Ausgestaltung der Erfindung ist der Ausschalthebel als zweiarmiger Hebel ausgebildet.
[0013] Sowohl Einschalthebel als auch Ausschalthebel werden mittels des Schließzylinderbartes
betätigt; sie wirken dabei wechselweise auf einen am Wechselteil angeordneten Schaltnocken.
[0014] An der dem Schließzylinder und damit dem Einschalthebel bzw. dem Ausschalthebel gegenüberliegenden
Seite des Wechselteils ist im Bereich der Drückernuß ein Zwischenhebel angeordnet,
welcher drehbar am Schloßblech gelagert und von einem am Wechselteil angeordneten
Schaltnocken verschwenkbar ist. Dieser Zwischenhebel wird bei Betätigung des Einschalthebels
durch den Schließzylinderbart verschwenkt und betätigt seinerseits einen an der Drückernuß
schwenkbar gelagerten Umschalthebel, welcher die Nußhälften miteinander koppelt. Bei
Betätigung des Ausschalthebels, d.h. bei dadurch bedingter Verschiebung des Wechselteils
gerät der Zwischenhebel außer Eingriff mit dem Umschalthebel, so daß die beiden Nußhälften
entkoppelt werden.
[0015] Wie vorerwähnt, kann die Betätigung des Schiebers im Sinne "Riegelrückschluß" und
die Betätigung des das Wechselteil verschiebenden Einschalthebels mit einer einzigen
Schlüsselbewegung erfolgen. Dabei hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen,
den vom Schließzylinderbart betätigten Anschlag des Einschalthebels so in die Rotationskurve
des Schließzylinderbartes einfassen zu lassen, daß bei einer vorbestimmten Stellung
des Schließzylinderbartes, die durch einen Begrenzungsnocken der Schließzylinderkontur
festgelegt ist, sowohl der Schieber als auch der Einschalthebel in ihrer oberen Position
durch den Schließzylinderbart abgestützt und damit arretiert werden. Bei dieser Schlüsselstellung
ergibt sich überraschenderweise der Vorteil einer sogenannten "Dauerauf-Funktion",
d.h. die Funktion der Selbstverriegelung ist aufgehoben, was bedeutet, daß beim Schließen
der Tür der Riegel nicht ausgeschlossen wird. Diese Funktion kann insbesondere dann
vorteilhaft sein, wenn Material durch die Tür transportiert werden soll, ohne daß
eine Drückerbetätigung erforderlich ist.
[0016] Die Erfindung ist grundsätzlich bei allen Einsteckschlössern anwendbar; sie kennzeichnet
sich durch einen einfachen Aufbau sowie insbesondere vorteilhafter Verwendung bei
schmalbauenden Schlössern mit beschränkten Platzverhältnissen sowie insbesondere bei
solchen selbstverriegelnden Panikschlössern aus, bei denen durch eine entsprechende
Schieberarretierung mittels einer Steuerfalle und einem zusätzlichen Steuerteil ein
verzögerter Riegelvorschluß beim Schließen der Tür möglich ist.
[0017] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines möglichen Ausführungsbeispieles näher
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine Ansicht auf das Schloßeingerichte bei abgenommener Schloßdecke
- Figur 2:
- eine Ansicht gemäß Figur 1 bei vorgeschlossenem Riegel unter Weglassung einiger für
die Erfindung unwesentlicher oder bekannter Bauteile
- Figur 3:
- eine Ansicht gemäß Figur 2 bei rückgeschlossenem Riegel
- Figur 4:
- eine Ansicht gemäß Figur 3 unter Fortlassung des Schiebers bei gekoppelten Nußhälften
- Figur 5:
- eine Ansicht gemäß Figur 4 mit Darstellung des Schiebers bei entkoppelten Nußhälften
- Figur 6:
- den Schieber
- Figur 7:
- das Wechselteil
- Figur 8:
- das Abdeckblech
- Figur 9:
- die Panikhebel
- Figur 10:
- das Steuerteil
- Figur 11:
- den Zwischenhebel
- Figur 12:
- den Umschalthebel
- Figur 13:
- den Einschalthebel
- Figur 14:
- den Ausschalthebel
[0018] In der Figur 1 ist das allgemein mit 1 bezeichnete Panikschloß dargestellt, dessen
wesentliche Bauteile ein Schloßblech 2, eine Stulp 3, ein Schieber 5, ein Riegel 6,
eine Kreuzfalle 7, ein Steuerteil 8, eine Drückernuß 9, ein Wechselteil 12, ein Einschalthebel
14 und ein Ausschalthebel 15 sind.
[0019] Im folgenden wird die Funktion des selbstverriegelnden Panikschlosses anhand der
weiteren Zeichnungen beschrieben.
[0020] In der Darstellung nach Figur 2 ist der Riegel 6 vorgeschlossen, d.h. der Schieber
5 befindet sich in seiner unteren Position. Der sich auf der Schließzylinderkontur
4 bewegende Zylinderbart 18 hat sich von seiner Grundstellung 18' gegen einen Anschlag
29 des Schiebers 5 bewegt. Bei der dargestellten Position des Schiebers 5 liegt eine
Anschlagkante 25 des Schiebers 5 an einem Zapfen 20 eines Kreuzfallenschaftes 19 der
Kreuzfalle 7 an. In dieser Situation ist die Tür geschlossen; die Kreuzfalle 7 ist
gegen Rückschließen gesperrt. Infolgedessen vermag die Kreuzfalle 7 auch nicht das
Steuerteil 8 über einen an der Kreuzfalle 7 anliegenden Riegelfortsatz 24 des Steuerteils
8 zurückzudrücken.
[0021] Der in entsprechenden, nicht näher bezeichneten Führungen gleitende Schieber 5 sperrt
in seiner unteren Position ebenfalls den Riegel 6 über einen Dorn 28 des Riegels 6.
Das Wechselteil 12 befindet sich ebenfalls in seiner unteren Position. Die Tür kann
lediglich über die Drückemuß 9 und die Panikhebel 11, 11' - mit deren Hilfe der Schieber
5 bewegbar ist - geöffnet werden.
[0022] In der Figur 3 ist der Schieber 5 mittels des Zylinderbartes 18 über den Anschlag
29 in der Bildebene nach oben verschoben worden; dabei ist der Riegel 6 in bekannter
Weise über einen Schlitz 26 im Schieber 5 rückgeschlossen worden und hat dabei mit
seiner Schieberkante 45 den Anschlagnocken 40 des Wechselteils 12 und damit das Wechselteil
12 in der Bildebene nach rechts verschoben.
[0023] Ein im oberen Bereich des Schiebers 5 angeordneter hakenartiger Fortsatz 23 hinterfaßt
dabei einen Haltenocken 22 am Steuerteil 8, so daß der Schieber 5 - in der Bildebene
gesehen - an einer Abwärtsbewegung gehindert ist. Gleichzeitig befindet sich der Zapfen
20 am Kreuzfallenschaft 19 in einer Position gegenüber dem Schlitz 21 am Schieber
5. Eine Rückholfeder 30 des Schiebers 5 ist nunmehr gespannt.
[0024] Es ist ersichtlich, daß zur Betätigung des Schiebers 5, d.h. für den Rückschluß des
Riegels 6 lediglich eine Schlüsseldrehung von etwa 160° in rechtsdrehendem Sinne erforderlich
ist.
[0025] In der Darstellung nach Figur 3 befindet sich das Wechselteil 12 in seiner unteren
Position. Die Tür kann nunmehr durch Aufziehen oder Aufdrücken ohne Drückerbetätigung
geöffnet werden, wobei die Kreuzfalle 7 in das Schloßgehäuse eingeschoben wird. Dabei
wird zwar ebenfalls das Steuerteil 8 eingeschoben und gibt den hakenartigen Fortsatz
23 des Schiebers 5 gegenüber dem Haltenocken 22 am Steuerteil 8 frei (so daß der Schieber
5 aufgrund der Vorspannung der Feder 30 in der Bildebene nach unten gezogen werden
könnte); gleichzeitig jedoch bewegt sich der Zapfen 20 am Kreuzfallenschaft 19 in
den Schlitz 21 des Schieber 5, so daß der Schieber 5 lediglich um das Spiel zwischen
Zapfen 20 und Schlitz 21 geringfügig in der Bildebene nach unten bewegt werden kann;
dies hat ein Ausfahren des Riegels 6 von etwa 2 mm zur Folge, was im allgemeinen der
Türluft entspricht und sich somit nicht störend auswirkt.
[0026] Wird - ausgehend von der Stellung des Zylinderbartes 18 in Figur 3 - der Schlüssel
abgezogen, d.h. der Zylinderbart 18 in die Position 18' verbracht, wird beim Schließen
der Tür die Kreuzfalle 7 mit dem Zapfen 20 zunächst in den Schlitz 21 des Schiebers
5 einfassen und den Schieber 5 in seiner Position halten. Erst nach vollständigem
Schließen der Tür, d.h. wenn die Kreuzfalle 7 der entsprechenden nicht dargestellten
Öffnung im Schließblech direkt gegenüberliegt und in die Öffnung des Schließbleches
einfahren kann, wird der Schieber 5 freigegeben und kann infolge seiner Abwärtsbewegung
den Riegel 6 ausfahren. Hiermit wird ein verzögertes Ausfahren des Riegels 6 bewirkt
und eine Beschädigung des Schließbleches vermieden.
[0027] Gemäß Figur 4 ist der Zylinderbart 18 - und zwar ausgehend von der Stellung nach
Figur 3 - weiter in der Bildebene um etwa weitere 30° nach rechts bewegt worden. Hierbei
ist der um eine Schwenkachse 38 drehbare Einschalthebel 14 verschwenkt worden und
hat über einen Schaltnocken 32 das Wechselteil 12 in der Bildebene nach oben verschoben.
Gleichzeitig ist der Ausschalthebel 15 um seine Schwenkachse 39 in rechtsdrehendem
Sinne geringfügig verschwenkt worden. Das Anheben des Wechselteils 12 hat zur Folge,
daß ein Schaltnocken 33 des Wechselteils 12 gegen eine entsprechende Kante eines Zwischenhebels
13 läuft und der Zwischenhebel 13 um die mit dem Schloßblech verbundene Achse 41 schwenkt.
Der Zwischenhebel 13 selbst schwenkt dabei gegen einen um die an der Drückernuß 9
angeordnete Achse 43 schwenkbaren Umschalthebel 10, welcher die beiden Nußhälften
miteinander verriegelt. In dieser Situation kann der Riegel 6 von beiden Türseiten
über den jeweiligen Drücker betätigt werden.
[0028] Um das Wechselteil 12 in seiner Position zu halten, sind in einer Ausnehmung 34 im
Wechselteil 12 durch eine Feder 36 getrennte Schaltkeile 16 vorgesehen, die mit fest
mit dem Schloßblech verbundenen Führungsnokken 35 korrespondieren. Die Ausnehmung
34 im Wechselteil 12 ist durch eine Abdeckfläche 37 eines Abdeckbleches 17 abdeckbar.
im Wechselteil 12 sowie im Abdeckblech 17 sind ferner Ausnehmungen 44 vorgesehen,
die eine ausreichende Verschiebung der Achse 41 des Zwischenhebels 13 innerhalb dieser
Ausnehmung zulassen.
[0029] In der Schlüsselposition gemäß Figur 4 ergibt sich die Besonderheit, daß (vergleiche
Figur 3) der Zylinderbart 18 gleichzeitig einen Betätigungsarm 46 des Einschalthebels
14 und den Anschlag 29 des Schiebers 5 abstützt. Wird der Schlüssel in dieser Position
belassen, ergibt sich eine sogenannte "Dauerauf-Funktion", d.h., die Tür kann durch
Aufstoßen oder Aufziehen ohne Drückerbetätigung beliebig oft geöffnet und geschlossen
werden, ohne daß der Riegel 6 in die ihm zugeordnete Ausnehmung des Schließbleches
einfährt. Es erfolgt also kein Riegelausschluß. Die vorbeschriebene Schlüsselstellung
wird vorteilhaft dadurch fixiert, daß im Bereich der Rotationskurve der Schließzylinderkontur
4 ein Begrenzungsnocken 42 angeordnet ist, der eine weitere Drehung des Schlüssels
in rechtsdrehendem Sinne verhindert.
[0030] Bei einer Schlüsseldrehung in linksdrehendem Sinne - ausgehend von Figur 4 - ist
die "Dauerauf-Funktion" aufgehoben; die Umschaltfunktion bleibt jedoch bestehen.
[0031] In der Darstellung gemäß Figur 5 ist - ausgehend von der Position nach Figur 4 -
der Schlüssel in linksdrehendem Sinne betätigt worden; dabei schwenkt der Zylinderbart
18 den Ausschalthebel 15 in linksdrehendem Sinne, so daß der Ausschalthebel 15 über
einen Schaltnocken 32 am Wechselteil 12 das Wechselteil 12 in der Bildebene nach unten
verschiebt, so daß sich die Schaltkeile 16 nunmehr im wesentlichen unterhalb der Führungsnocken
35 befinden. Die Nußhälften sind somit entkoppelt. Beim Schließen der Tür wird - wie
vorbeschrieben - die durch eine Feder 31 belastete Kreuzfalle 7 in das Schließblech
einfahren, das Absenken des Schiebers 5 freigeben, so daß der Riegel 6 verzögert in
das Schließblech einfahren kann.
[0032] In der Figur 6 sind mit 27 im Steuerschlitz 26 des Schiebers 5 angeordnete Raststellen
bezeichnet; diese Raststellen 27 verhindern ein unerwünschtes Zurückdrücken des Schiebers
5 auch dann, wenn der Schieber 5 nicht vollständig in die entsprechende Ausnehmung
des Schließbleches eingefahren, also nicht vollständig vorgeschlossen ist.
Bezugszeichen
[0033]
- 1
- Panikschloß
- 2
- Schloßblech
- 3
- Stulp
- 4
- Schließzylinderkontur
- 5
- Schieber
- 6
- Riegel
- 7
- Kreuzfalle
- 8
- Steuerteil
- 9
- Drückernuß
- 10
- Umschalthebel
- 11
- Panikhebel
- 11'
- Panikhebel
- 12
- Wechselteil
- 13
- Zwischenhebel
- 14
- Einschalthebel
- 15
- Ausschalthebel
- 16
- Schaltkeile
- 17
- Abdeckblech
- 18
- Zylinderbart
- 18'
- Grundstellung des Zylinderbartes
- 19
- Kreuzfallenschaft
- 20
- Zapfen am Kreuzfallenschaft
- 21
- Schlitz im Schieber
- 22
- Haltenocken am Steuerteil
- 23
- hakenartiger Fortsatz am Schieber
- 24
- Riegelfortsatz des Steuerteils
- 25
- Anschlagkante am Schieber
- 26
- Steuerschlitz des Schiebers
- 27
- Raststelle im Steuerschlitz
- 28
- Dorn des Riegels
- 29
- Anschlag am Riegel
- 30
- Rückholfeder des Riegels
- 31
- Feder für Kreuzfalle
- 32
- Schaltnocken am Wechselteil
- 33
- Schaltnocken am Wechselteil
- 34
- Ausnehmung im Wechselteil
- 35
- Führungsnocken für Schaltkeile
- 36
- Feder für Schaltkeile
- 37
- Abdeckfläche des Abdeckbleches
- 38
- Schwenkachse für Einschalthebel
- 39
- Schwenkachse für Ausschalthebel
- 40
- Anschlagnocken am Wechselteil
- 41
- Achse des Zwischenhebels
- 42
- Begrenzungsnocken an der Rotationskurve
- 43
- Achse des Umschalthebels
- 44
- Ausnehmung im Wechselteil
- 44
- Ausnehmung im Abdeckblech
- 45
- Schieberkante
- 46
- Betätigungsarm
1. Selbstverriegelndes Panikschloß (1) mit einer federbelasteten Falle (7), einem schiebergesteuerten
Riegel (6), einem in Längsrichtung des Schlosses mittels einer Schlüsselbetätigung
betätigbaren Schieber (5) und einem den Schieber (5) bei rückgeschlossenem Riegel
(6) arretierenden federbelasteten Steuerteil (8) sowie mit einer geteilten Drückemuß
(9), welche einen den Schieber betätigenden Panikhebel (11) aufweist, wobei das Schloßeingerichte
ein verschiebbares Wechselteil (12) aufweist, über das die Nußhälften wahlweise koppelbar
und entkoppelbar sind, und daß das Wechselteil (12) in seiner jeweiligen Endposition
gegenüber dem Schloßblech 2 arretiert ist, dadurch gekennzeichnet, daß das verschiebbare Wechselteil (12) mittels der Schlüsselbetätigung in beiden Längsrichtungen
des Schloßes (1) bei rückgeschlossenem Riegel (6) arretierbar ist, wobei die Arretierung
des Wechselteils (12) in seiner jeweiligen Endposition durch zwei einerseits in einer
Ausnehmung (34) des Wechselteils (12) und andererseits an Führungsnocken (35) des
Schloßbleches (2) zwangsgeführte, in diametraler Anordnung durch eine Feder (36) distanzierte
Schaltkeile (16) erfolgt.
2. Selbstverriegelndes Panikschloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Wechselteil (12) und dem Schieber (5) ein die Schaltkeile (16) aufnehmende
Ausnehmung (34) abdeckendes Abdeckblech (17) angeordnet ist.
3. Selbstverriegelndes Panikschloß nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Wechselteil (12) mittels eines am Schloßblech (2) drehbar gelagerten, von der
Schlüsselbetätigung beaufschlagten Einschalthebels (14) in seine die Nußhälften koppelnde
Position verschiebbar ist.
4. Selbstverriegelndes Panikschloß nach den Ansprüchen 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Wechselteil (12) mittels eines am Schfoßblech (2) drehbar gelagerten, von der
Schlüsselbetätigung beaufschlagten Ausschalthebels (15) in seine die Nußhälften entkoppelnde
Position verschiebbar ist.
5. Selbstverriegelndes Panikschloß nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausschalthebel (15) als zweiarmiger Hebel ausgebildet ist.
6. Selbstverriegelndes Panikschloß nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß dem Einschalthebel (14) und dem Ausschalthebel (15) ein gemeinsamer, am Wechselteil
(12) angeordneter Schaltnocken (32) zugeordnet ist.
7. Selbstverriegelndes Panikschloß nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretierung des Wechselteils (12) in seiner jeweiligen Endposition durch einerseits
in einer Ausnehmung (34) des Wechselteils (12) und andererseits an Führungsnocken
(35) des Schloßbleches (2) zwangsgeführte Schaltkeile (16) erfolgt.
8. Selbstverriegelndes Panikschloß nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß mittels der Schlüsselbetätigung (Schließzylinderbart 18) sowohl der Schieber (5)
als auch der das Wechselteil (12) verschiebende Einschalthebel (14) bei rückgeschlossenem
Riegel (6) und gekoppelten Nußhälften der Drückernuß (9) arretierbar sind (Dauerauf-Funktion).
1. A self-locking panic lock (1) comprising a spring loaded latch (7), a slide-controlled
bolt (6), a slide (5) adapted to be actuated in the longitudinal direction of the
lock by means of a key actuation, and a spring-loaded control part (8) which renders
the slide (5) immobile when the bolt (6) is locked back, and comprising a divided
handle boss (9), which has a panic lever (11) actuating the slide, the lock internal
fittings presenting a displaceable changeover part (12) via which the boss halves
may be optionally coupled and decoupled, and that the changeover part (12) being rendered
immobile in its respective end position with regard to the lock plate (2) characterised in that the displaceable changeover part (12) can be rendered immobile through the actuation
of the key in both longitudinal directions of the lock (1) when the bolt (6) is locked
back, the changeover part (12) being rendered immobile in its respective end position
via two actuating wedges (16), spaced apart by a spring in diametric arrangement,
and being guided by force on the one hand in a recess (34) of the changeover part
(12) and on the other hand on guiding cams (35) of the lock plate (2).
2. A self-locking panic lock according to claim 1, characterised in that a cover plate (17) covering a recess (34) accommodating the actuation wedges (16)
is disposed between the changeover part (12) and the slide (5).
3. A self-locking panic lock according to claims 1 or 2, characterised in that the changeover part (12) is displaceable into its position in which it couples the
boss halves, the displacement being effected by means of an engagement lever (14)
pivotally mounted on the lock plate (2) and actuated by the key actuation.
4. A self-locking panic lock according to claims 1 or 3, characterised in that the changeover part (12) is displaceable into its position in which it decouples
the boss halves, the displacement being effected by means of a disengagement lever
(15) pivotally mounted on the lock plate (2) and actuated by the key actuation.
5. A self-locking panic lock according to claim 4, characterised in that the disengagement lever (15) is designed as a two-armed lever.
6. A self-locking panic lock according to any one of claims 1 to 5, characterised in that a common cam (32) disposed on the changeover part (12) is associated with the engagement
lever (14) and with the disengagement lever (15).
7. A self-locking panic lock according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the changeover part (12) is rendered immobile in its respective end position by actuating
wedges (16) positively guided on the one hand in a recess (34) of the changeover part
(12) and on the other hand on guide cams (35) of the lock plate (2).
8. A self-locking panic lock according to any one of claims 1 to 7, characterised in that both the slide (5) and the engagement lever (14) displacing the changeover part (12)
are adapted to be rendered immobile by the key actuation (lock cylinder ward 18) when
the bolt (6) is locked back and the boss halves of the handle boss (9) are coupled
(permanently open function).
1. Serrure anti-panique (1) auto-verrouillante comprenant un pêne (7) chargé par ressort,
un verrou (6) commandé par coulisseau, un coulisseau (5) pouvant se déplacer en la
direction longitudinale de la serrure sous l'action d'une clef, et une pièce de commande
(8) chargée par ressort et bloquant le coulisseau (5) lorsque le verrou (6) est en
position rentrée, ainsi qu'une noix de poussée (9) en plusieurs parties présentant
un levier de panique (11) actionnant le coulisseau, la partie interne de la serrure
présentant une pièce d'alternance (12) coulissante qui permet l'option d'accoupler
ou de désaccoupler les deux moitiés de la noix et que la pièce d'alternance (12) étant
bloquée dans chacune de ses positions d'extrémité par rapport au coffre de serrure
(2), caractérisée en ce que la pièce d'alternance (12) coulissante peut être bloquée dans chacune des deux directions
longitudinales de la serrure (1) lorsque le verrou (6) est en position rentrée, le
blocage de la pièce d'alternance (12) dans chacune de ses positions d'extrémité se
produit par l'intermédiaire de deux coins de commutation (16) en arrangement diamétral
espacés par un ressort (36) et d'une part étant guidés dans un évidement (34) de la
pièce d'alternance (12) et d'autre part étant guidés par la force le long des cames
de guidage (35) portées par le coffre de serrure (2).
2. Serrure anti-panique auto-verrouillante selon la revendication 1, caractérisée en ce que une tôle de couverture (17), recevant les coins de commutation (16) et recouvrant
l'évidement (34), est disposée entre la pièce d'alternance (12) et le coulisseau (5).
3. Serrure anti-panique auto-verrouillante selon les revendications 1 ou 2, caractérisée en ce que la pièce d'alternance (12) peut coulisser, par l'intermédiaire d'un levier d'enclenchement
(14) monté de façon pivotante près du coffre de serrure (2) et chargé par l'action
d'une clef, en sa position dans laquelle les deux moitiés de noix sont accouplées.
4. Serrure anti-panique auto-verrouillante selon les revendications 1 ou 3, caractérisée en ce que la pièce d'alternance (12) peut coulisser, par l'intermédiaire d'un levier de dégagement
(15) monté de façon pivotante près du coffre de serrure (2) et chargé par l'action
d'une clef, en sa position dans laquelle les deux moitiés de noix sont désaccouplées.
5. Serrure anti-panique auto-verrouillante selon la revendication 4, caractérisée en ce que le levier de dégagement (15) est aménagé comme levier à deux bras.
6. Serrure anti-panique auto-verrouillante selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que au levier d'enclenchement (14) et au levier de dégagement (15) est associée une came
de commutation commune (32) qui est disposée sur la pièce d'alternance (12).
7. Serrure anti-panique auto-verrouillante selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que le blocage de la pièce d'alternance (12) dans chacune de ses positions d'extrémité
s'effectue d'une part dans un évidement (34) de la pièce d'alternance (12) et d'autre
par sur les coins de commutation (16) à guidage forcé le long de cames de guidage
(35) portées par le coffre de serrure (2).
8. Serrure anti-panique auto-verrouillante selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que sous l'action de la clef (barbe de cylindre de fermeture 18), non seulement le coulisseau
(5) mais aussi le levier d'enclenchement (14), faisant coulisser la pièce d'alternance
(12), peuvent être bloqués quand le verrou (6) est en position rentrée et les moitiés
de noix de la noix de poussée (9) sont accouplées (fonction ouverture durable).