[0001] Die Erfindung betrifft einen Türrahmen bestehend aus mittels Verbindungsmitteln verbindbaren
Rahmenelementen.
[0002] Aus der Offenlegungsschrift WO 95/32912 sind Zargenelemente für eine Tür bekannt
geworden, die mittels eines Verbindungsbügels lösbar verbunden sind. Zwei Türpfosten
und ein Kämpferelement bilden die Türzarge. Der L-förmige Verbindungsbügel weist an
einem langen Schenkel Bohrungen und an einem kurzen Schenkel Langschlitze auf. Der
lange Schenkel des Verbindungsbügels ist mit einem weiteren Verbindungsbügel verschraubt,
der mit einem Türpfosten in Verbindung steht und diesen zusätzlich aussteift. Das
Kämpferelement, an dem ein Türantrieb angeordnet ist, steht in Schraubverbindung mit
dem langen Schenkel und mit dem kurzen Schenkel des Verbindungsbügels. Am kurzen Schenkel
ist ein weiterer Verbindungsbügel mit Langschlitzen angeschraubt, mittels dem die
Zargenkonstruktion an einer Wand fixiert ist.
[0003] Ein Nachteil der bekannten Einrichtung liegt darin, dass zur Verbindung der Zargenelemente
in der Herstellung aufwendige Verbindungsbügel notwendig sind, die einen grossen Montageaufwand
verursachen. Nachteilig ist auch, dass sich die als Verbindungsmittel verwendeten
Schrauben und Muttern lösen können, was beispielsweise bei einer Zarge für eine Aufzugstür
schlimme Folgen haben kann.
[0004] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Die Erfindung, wie sie in Anspruch 1 gekennzeichnet
ist, löst die Aufgabe, die Nachteile der bekannten Einrichtung zu vermeiden und einen
Türrahmen mit steckbaren Rahmenelementen vorzuschlagen, die nicht lösbar miteinander
verbunden sind.
[0005] Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen,
dass aufwendige Montagearbeiten wie Schweissen, Schrauben, Nieten usw. entfallen und
somit wesentliche Montagekosten eingespart werden können. Zudem kann der erfindungsgemässen
Türrahmen ohne die für die herkömmlichen Verbindungsmittel notwendigen Montagelehren
präziser gebaut werden, weil die Rahmenelemente mit ihren Fixationen einstückig maschinell
herstellbar sind. Dank der einfachen Verbindungsart ist der Türrahmen leichter, kann
zerlegt transportiert und vor Ort zusammengebaut werden.
[0006] Im folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg darstellenden
Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- zwei miteinander zu verbindende Rahmenelemente,
- Fig. 2
- die beiden Rahmenelemente gemäss Fig. 1 in Verbindung miteinander,
- Fig. 3 und Fig. 4
- Einzelheiten der verbundenen Rahmenelemente gemäss Fig. 2,
- Fig. 5
- eine Ausführungsvariante der zu verbindenden Rahmenelemente,
- Fig. 6
- die beiden Rahmenelemente gemäss Fig. 5 in Verbindung miteinander,
- Fig. 7
- eine weitere Ausführungsvariante der zu verbindenden Rahmenelemente,
- Fig. 8
- die beiden Rahmenelemente gemäss Fig. 7 in Verbindung mit einem Zusatzelement,
- Fig. 9
- die beiden mittels Zusatzelement gesicherten Rahmenelemente gemäss Fig. 8,
- Fig. 10
- einen Aufriss einer Zunge des Zusatzelementes und
- Fig. 11
- einen Seitenriss der in Fig. 10 gezeigten Zunge.
[0007] In den Fig. 1 bis 11 ist ein Türrahmen bestehend aus vier Rahmenelementen dargestellt,
wobei als Rahmenelemente unten ein Schwellenelement 1, je Seite ein Türpfosten 2 und
oben ein Sturzelement 3 vorgesehen sind und wobei die Türpfosten 2 auf dem Schwellenelement
1 stehen und das Sturzelement 3 zwischen den Türpfosten 2 angeordnet ist.
[0008] In den Fig. 1 bis 4 weist das Schwellenelement 1 ein U-förmiges Profil auf mit einem
Boden 4, mit einem ersten Kragen 5 einer ersten Längsseite 6 und mit einem zweiten
Kragen 7 einer zweiten Längsseite 8. Der Türpfosten 2 ist L-förmig und weist an einem
ersten Schenkel 9 einen dritten Kragen 10 und an einem zweiten Schenkel 11 einen vierten
Kragen 12 auf. Montagebedingte Aussparungen am Schwellenelement 1, am Türpfosten 2
und am Sturzelement 3 sind mit 13 bezeichnet. Am dritten Kragen 10 des Türpfostens
2 ist eine erste Zunge 14 und am zweiten Schenkel 11 des Türpfostens 2 ist eine zweite
Zunge 15 angeordnet. In der durch den ersten Schenkel 9 und zweiten Schenkel 11 gebildeten
Ecke des Türpfostens 2 ist ein Einschnitt 16 in der Höhe der ersten Längsseite 6 des
Schwellenelementes 1 vorgesehen. Der Boden 4 des Schwellenelementes 1 weist einen
ersten Schlitz 17 auf und der zweite Kragen 7 weist einen zweiten Schlitz 18 auf.
Der erste Kragen 5 der ersten Längsseite 6 ist in der Breite des ersten Schenkels
9 des Türpfostens 2 zurückgeschnitten.
[0009] Bei der Montage werden die erste Zunge 14 in den ersten Schlitz 17 und die zweite
Zunge 15 in den zweiten Schlitz 18 gesteckt, wobei der erste Schenkel 9 des Türpfostens
2 die Längsseite 6 des Schwellenelementes 1 im zurückgeschnittenen Bereich des ersten
Kragens 5 hintergreift. Dann werden die erste Zunge 14 und die zweite Zunge 15 wie
in den Fig. 3 und 4 gezeigt deformiert, womit das Schwellenelement 1 mit dem Türpfosten
2 formschlüssig und unlösbar verbunden ist.
[0010] In den Fig. 5 und 6 ist eine weitere Variante zur Verbindung des Schwellenelementes
1 mit dem Türpfosten 2 dargestellt. Der erste Schenkel 9 weist eine erste Doppelzunge
19 und der zweite Schenkel 11 des Türpfostens 2 weist eine zweite Doppelzunge 20 auf.
An der ersten Längsseite 6 des Schwellenelementes 1 ist eine auf die erste Doppelzunge
19 passende erste Ausnehmung 21 angeordnet. Ein aus dem Boden 4 des Schwellenelementes
1 gestanzter erster Winkel 22 weist eine auf die zweite Doppelzunge 20 passende zweite
Ausnehmung 23 auf. Bei der Montage werden die Doppelzungen 19, 20 durch die Ausnehmungen
21, 23 gesteckt und wie in Fig. 6 gezeigt deformiert, womit das Schwellenelement 1
mit dem Türpfosten 2 formschlüssig und unlösbar verbunden ist.
[0011] In einer weiteren Variante zur Verbindung des Schwellenelementes 1 mit dem Türpfosten
2 kann die Verbindungsvariante der Fig. 1 bis 4 mit der Verbindungsvariante der Fig.
5 und 6 kombiniert werden.
[0012] In den Fig. 7 bis 9 ist ein Ausführungsbeispiel zur Verbindung des Türpfostens 2
mit dem Sturzelement 3 gezeigt. Das U-förmige Sturzelement 3 weist eine dritte Längsseite
24 mit einem dritten Kragen 25 und eine vierte Längsseite 26 mit einem vierten Kragen
27 auf. Stirnseitig weist die dritte Längsseite 24 eine dritte Zunge 28 mit einem
dritten Schlitz 29 und eine vierte Zunge 30 mit einem vierten Schlitz 31 auf. Stirnseitig
weist die vierte Längsseite 26 eine fünfte Zunge 32 mit einem fünften Schlitz 33 und
eine sechste Zunge 34 mit einem sechsten Schlitz 35 auf. Stirnseitig weist der vierte
Kragen 27 eine siebte Zunge 36 auf.
[0013] Das sturzseitige Ende des Türpfostens 2 weist einen siebten Schlitz 37, einen achten
Schlitz 38, einen neunten Schlitz 39, einen zehnten Schlitz 40 und einen elften Schlitz
41 auf, wobei der siebte Schlitz 37 auf die dritte Zunge 28, der achte Schlitz 38
auf die vierte Zunge 30, der neunte Schlitz 39 auf die fünfte Zunge 32, der zehnte
Schlitz 40 auf die sechste Zunge 34 und der elfte Schlitz 41 auf die siebte Zunge
36 passen.
[0014] Am Türpfosten 2 ist eine dritte Ausnehmung 42 angeordnet, die auf eine vierte Ausnehmung
43 mit einer achten Zunge 44 eines Zusatzelementes 45 passt. Am Zusatzelement 45 angeordnet
sind eine fünfte Ausnehmung 46 mit einer neunten Zunge 47, eine sechste Ausnehmung
48 mit einer zehnten Zunge 49, eine elfte Zunge 50 und eine zwölfte Zunge 51, wobei
die Zungen und Schlitze auf die Zungen und Schlitze des Sturzelementes 3 passen.
[0015] Bei der Montage werden wie in Fig. 8 und 9 gezeigt die Zungen des Sturzelementes
3 in die Schlitze des Türpfostens 2 gesteckt und das Zusatzelement 45 türpfostenseitig
auf die aus den Schlitzen 37, 38, 39, 40 des Türpfostens 2 ragenden Zungen des Sturzelementes
3 geschoben. Danach wird das Zusatzelement 45 nach unten bewegt, wobei die Zungen
47, 49, 50, 51 des Zusatzelementes 45 in den Schlitzen 29, 31, 33, 35 des Sturzelementes
3 verrasten. Die Bewegung des Zusatzelementes 45 nach oben wird mittels der achten
Zunge 44 verhindert, indem diese in die dritte Ausnehmung 42 des Türpfostens 2 gebogen
wird. Die siebte Zunge 36 wird türpfostenseitig deformiert. Die steckbare Verbindung
zwischen Türpfosten 2 und Sturzelement 3 ist formschlüssig und unlösbar.
[0016] Fig. 10 zeigt eine Zunge 50 des Zusatzelementes 45. Die Zunge 50 nimmt zu ihrem freien
Ende hin in der Breite ab, das heisst sie ist leicht keilförmig. Wie in Fig. 11 gezeigt
kann das freie Ende der Zunge 50 mittels des Stanzwerkzeuges durch Abplatten auch
in der Dicke leicht keilförmig ausgeformt sein. Die übrigen Zungen 44, 47, 49, 51
des Zusatzelementes 45 sind gleich ausgebildet wie die Zunge 50. Die in der Breite
und/oder in der Dicke keilförmigen Zungen 44, 47, 49, 50, 51 ermöglichen ein leichtes
Einfahren der Zungen 44, 47, 49, 50, 51 in die Schlitze 29, 31, 22, 35, 42. Mit den
keilförmigen Zungen 44, 47, 49, 50, 51 können auch Fertigungstoleranzen ausgeglichen
werden.
1. Türrahmen bestehend aus mittels Verbindungsmitteln verbindbaren Rahmenelementen (1,
2, 3),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verbindungsmittel Bestandteil der Rahmenelemente (1, 2, 3) sind.
2. Türrahmen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rahmenelemente (1, 2, 3) mittels der Verbindungsmittel steckbar sind.
3. Türrahmen nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Verbindungsmittel am einen Rahmenelement (1, 2, 3) angeordnete Zungen vorgesehen
sind, die in am anderen Rahmenelement (1, 2, 3) angeordnete Schlitze steckbar sind.
4. Türrahmen nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass am einen Rahmenelement (1, 2, 3) Doppelzungen (19, 20) vorgesehen sind, die in
am anderen Rahmenelement (1, 2, 3) angeordnete Ausnehmungen (21, 23) steckbar sind.
5. Türrahmen nach den Ansprüchen 3 und 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zungen deformierbar sind und die Rahmenelemente (1, 2, 3) unlösbar verbinden.
6. Türrahmen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Zusatzelement (45) mit Zungen (47, 49, 50, 51) vorgesehen ist, die in an
Zungen des einen Rahmenelementes (1, 2, 3) angeordnete Schlitze nach dem Aufstecken
des einen Rahmenelementes (1, 2, 3) auf das andere Rahmenelement (1, 2, 3) einsetzbar
sind und dass das Zusatzelement (45) zur Verriegelung mit dem anderen Rahmenelement
(1, 2, 3) eine deformierbare Zunge (44) aufweist.
7. Türrahmen nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zungen (44, 47, 49, 50, 51) des Zusatzelementes (45) zu ihrem freien Ende
hin in der Breite und/oder in der Dicke abnehmen.