[0001] Die Erfindung betrifft eine Blechbiegevorrichtung gemäß dem einleitenden Teil von
Anspruch 1. Beispielsweise aus der US 3 044 526 A oder der W092/16319 A ist es bekannt,
in einer Blechbiegevorrichtung einen Biegestempel vertikal auf und ab bewegbar in
einem Maschinengestell anzuordnen, und unterhalb hiervon im Maschinengestell zwei
untere Biegestempel um eine horizontale Achse schwenkbar zu lagern. Dabei bringen
bei dieser Art von Biegevorrichtung die unteren Biegestempel die Biegearbeit beim
Verschwenken auf, während der obere Biegestempel in der Arbeitsposition am Blech arretiert
oder festgestellt wird und als Gegenhaltestempel fungiert. Die Arretierung des Gegenhalte-Biegestempels
kann dabei beispielsweise über einen selbsthemmenden Spindelantrieb (W092/16319 A)
oder aber über einen Druckzylinderantrieb mit Kniehebelgelenk (US 3 044 526 A) bewerkstelligt
werden. Die bekannten Arretiereinrichtungen sind dabei aber insofern von Nachteil,
als bei einem selbsthemmenden Spindelantrieb für den oberen Biegestempel nach einer
Arretierung ein Lösen der Selbsthemmung oft nur schwer wieder möglich ist, wozu Rüttelbewegungen
oder dergl. erforderlich sind; und im Fall des Druckzylinderantriebs mit Kniehebelgelenk
ein Arretieren in nur jeweils einer bestimmten Arbeitsposition möglich ist. Sofern
bei anderen Blechdicken eine andere Arbeitsstellung für den oberen Biegestempel erforderlich
ist, muß hiefür ein aufwendiger Verstellmechanismus vorgesehen und aktiviert werden,
da eben das Kniehebelgelenk keine Feststellung oder Arretierung des oberen Biegestempels
in verschiedenen vertikalen Positionen desselben ermöglicht.
[0002] In der DE 22 09 884 A ist ferner eine Schnittpresse beschrieben, bei der während
des Schneidens eine der Antriebsbewegung entgegenwirkende Bremskraft am Pressenstößel
aufgebracht wird. Dabei handelt es sich um eine Bewegungsbremse, mit der kinetische
Energie durch Gleitreibung in Wärmeenergie umgewandelt wird. Die Betätigung der Bremse
erfolgt über eine Hydraulik, und zwar zu einem genau bestimmten Zeitpunkt des Arbeitsprozesses,
nämlich beim sog. "Durchbrechen", ebenso wie das nachfolgende Lösen der Bremse, und
eine derartige Bremstätigkeit ist typisch für Kurbel- oder Exzenterpressen, wie die
bekannte Schnittpresse, eignet sich jedoch nicht zum Arretieren eines Gegenhalte-Biegestempels,
bei dem eine noch so kleine Bewegung relativ zu den Seitenständern für den Biegevorgang
außerordentlich nachteilig wäre, da sich dadurch der Abstand zwischen den Biegewerkzeugen
ändern und somit die Biegegenauigkeit verschlechtern würde. Es wäre daher für die
vorliegende Arretiervorrichtung ganz wesentlich, daß eine echte "Stillstandsbremse"
vorliegt.
[0003] Die DD 85 047 A zeigt schließlich eine Feststelleinrichtung, bei der eine mit einer
Zahnung versehene Lasche gegen eine mit einer entsprechenden Zahnung versehene Fläche
des Ständers der Biegemaschine festgezogen wird. Hierzu ist ein Bolzen mit Schraubenmutter
vorgesehen. Wesentlich ist dabei, daß die Verzahnung quer zur Kraftwirkung angeordnet
ist, wobei Reibungsverhältnisse keine Rolle spielen. Der Verstellbereich ist durch
die Zahnteilung beschränkt. Im Falle einer Änderung der Position der Biegewange müssen
dabei zahlreiche Arbeitsschritte vorgenommen werden.
[0004] Es ist nun ein Ziel der Erfindung, eine Blechbiegevorrichtung mit einer Arretiereinrichtung
zu schaffen, die bei relativ geringem konstruktiven Aufwand eine sichere Feststellung
des linear bewegbaren Biegestempels in einem großen Bereich von kontinuierlichen Arbeitspositionen
erlaubt, wobei überdies nicht nur ein sicheres Arretieren, sondern auch ein einfaches
Lösen der Arretierung möglich sein soll.
[0005] Weiters ist es ein Ziel der Erfindung, für die Arretierung des linear bewegbaren
Biegestempels die beim Biegen selbst auftretenden Kräfte mit einzubeziehen, wodurch
nicht nur die bei der Biegearbeit auf den als Gegenhalter fungierenden Biegestempel
einwirkenden Kräfte zusätzlich genutzt werden, sondern überdies für den Biegevorgang
Vorteile dadurch erzielt werden, daß einer etwaigen Durchbiegung dieses Biegestempels
zufolge der aufgebrachten Biegekräfte durch Einleiten dieser Biegekräfte in die Arretiereinrichtung
entgegengewirkt wird.
[0006] Die erfindungsgemäße Blechbiegevorrichtung ist im Anspruch 1 definiert. Vorteilhafte
Ausführungen sind in den Unteransprüchen definiert.
[0007] Mit einer derartigen Ausbildung der Blechbiegevorrichtung ist es möglich, den Biegestempel
in einem großen Bereich von Positionen schnell und sicher festzuhalten und nichtsdestoweniger
auch wieder schnell freizugeben. Dabei ist es an sich - etwa im Fall von kleineren
Blechbiegevorrichtungen - durchaus denkbar, die Bremsschienen am Biegestempel - und
zwar insbesondere an dessen Längs-Seitenrändern parallel zur Bewegungsrichtung - fest
anzubringen, wogegen die Bremsbacken samt zugehörigem Antrieb im Bereich der Seitenführungen,
üblicherweise der Seitenständer des Maschinengestells, beweglich untergebracht werden
können. Dies kann im Hinblick auf die im Maschinengestell zumeist günstigeren Platzmöglichkeiten
durchaus zweckmäßig sein. Besonders bevorzugt wird jedoch erfindungsgemäß, wenn die
beweglichen Bremsbacken am Biegestempel gelagert werden, wogegen die Bremsschienen
stationär an den Seitenführungen bzw. Seitenständern befestigt werden. Diese Konstruktionsart
ist vor allem bei größeren, für stärke Biegearbeiten ausgelegten Blechbiegevorrichtungen
von Vorteil, wo am Biegestempel selbst ausreichend Platz für die Lagerung der Bremsbacken
sowie für die Anbringung des Antriebs für diese Bremsbacken gegeben ist. In Zusammenhang
damit kann, wie nachstehend noch näher dargelegt werden wird, überdies ein weiterer
Vorteil dadurch erzielt werden, daß durch Ausnutzung von beim Biegen am Biegestempel
einwirkenden Kräften am Biegestempel für das Festbremsen mit weniger massiven Biegestempelkonstruktionen
das Auslangen gefunden werden kann; wesentlich hiefür ist, daß die beim Biegen am
arretierten Biegestempel angreifenden Kräfte zum Teil über die Lager für die Bremsbacken
in die Bremsbacken selbst eingeleitet werden, wobei es dann ausreicht, diesen Bereich
der Lager und die Abstützung für die Bremsbacken ausreichend starr auszubilden. Dadurch
wird eine insgesamt "leichte" Biegestempelkonstruktion mit nichtsdestoweniger ausreichender
Formstabilität in Kombination mit einem "schnellen" Arretiermechanismus ermöglicht.
[0008] Um die Bremsbacken im Falle einer etwaigen Abnutzung rasch und ohne aufwendige Eingriffe
im Bereich der Lagerung der Festhaltebremsen austauschen zu können, ist es auch von
Vorteil, wenn die Bremsbacken an gelenkig gelagerten Bremskonsolen befestigt sind.
[0009] Wie bereits erwähnt, wirkt beim Biegen oder Abkanten von Blech während der Umformbewegung
eine von den üblicherweise unten im Maschinengestell angeordneten schwenkbaren Biegestempeln
oder Biegewangen (Unterwerkzeugen) ausgeübte Kraft von unten auf den oberen Biegestempel
(den Gegenhaltestempel oder die Oberwange samt dem von letzterer getragenen Oberwerkzeug).
Diese Kraft ist direkt proportional dem Widerstand des Blechs gegen den Biegevorgang
sowie weiters umgekehrt proportional dem Hebel der eingesetzten Unterwerkzeuge. Diese
auf den Gegenhalte-Biegestempel ausgeübte Kraft versucht den Biegespalt (das ist der
Abstand zwischen dem oberen Gegenhalte-Biegestempel und den unteren Biegestempeln)
aufgrund des dazwischen eingeklemmten Blechs aufzuweiten, und zwar umso mehr, je "weicher"
die Maschinenkonstruktion und je größer der Abstand der Auflage ist, über welche sich
der obere Gegenhalte-Biegestempel gegenüber dem Untergestell abstützt. Dies kann zu
einem bauchigen Bug im Blech führen, wobei der Biegewinkel in der Mitte des Blechwerkstücks
wegen der Durchbiegung des Gegenhalte-Biegestempels weiter ist als an den Enden des
Werkstücks. Für einen genauen Bug, d.h. einen gleichbleibenden Winkel entlang der
Biegekante, muß die Biegevorrichtung und insbesondere der Gegenhalte-Biegestempel
ausreichend formstabil ausgeführt sein, d.h. es ist eine massive Ausführung erforderlich,
und zwar umso mehr, je länger der Biegestempel ist, d.h. je größer die Maschinenbreite
ist. Eine andere Möglichkeit wäre der Einbau einer Bombiervorrichtung, mit der der
obere Gegenhalte-Biegestempel und/oder das Untergestell vorgespannt werden, so daß
unter Lastbedingungen der Biegespalt über die ganze Länge konstant ist. Da die Aufweitung
des Biegespaltes belastungsabhängig ist, muß das Bombieren gesteuert und daher mit
entsprechendem Aufwand erfolgen. Die Stabilität des Gegenhalte-Biegestempels wird
durch sein Flächenträgheitsmoment bestimmt. Geometrisch ließe sich dies auch durch
eine ausreichend große Bauhöhe erhöhen. Aus praktischen Gründen ist jedoch anzustreben,
die Bauhöhe und damit den oberen Gegenhalte-Biegestempel nicht zu groß und zu schwer
auszuführen, da dies zu Einschränkungen im Gebrauch - zufolge der Notwendigkeit von
hohen Räumen und stärker dimensionierten Hubantrieben - führen würde. Diese Überlegungen
sind zusätzlich zu dem Umstand von Bedeutung, daß es für die Reproduzierbarkeit des
Biegeergebnisses erforderlich ist, daß der Gegenhalte-Biegestempel wdhrend des Biegens
seine Position unveränderlich beibehält, gleichgültig, wie lang er ist, d.h. wie groß
die Maschinenbreite ist.
[0010] Die erfindungsgemäße Ausbildung der Blechbiegevorrichtung mit den Festhaltebremsen
ermöglicht es nun, die beim Biegen auf den Gegenhalte-Biegestempel einwirkenden Kräfte
zu einem größeren Teil direkt zum Festbremsen des Biegestempels selbst, d.h. zum festen
Anlegen der Bremsbacken gegen die stationären Bremsschienen, zu nützen, wobei andererseits
dann der Vorteil erzielt wird, daß diese in die Festhaltebremsen eingeleiteten Kräfte
nicht mehr im Sinne der - unerwünschten - Durchbiegung des Gegenhalte-Biegestempels
wirken können. In diesem Zusammenhang hat es daher erfindungsgemäß als besonders vorteilhaft
erwiesen, wenn die Bremsbacken, gegebenenfalls die Bremskonsolen, an am Biegestempel
angelenkten Gelenkstäben gelenkig befestigt sind. Diese Gelenkstäbe können als starre,
massive Hebel (Zweigelenkstäbe) in einem Lager am Biegestempel angelenkt sein, wobei
die Positionen der Anlenkstellen nach den jeweiligen Gegebenheiten, insbesondere aber
im Sinne einer möglichst effizienten Einleitung von Kräften ausgewählt werden können.
[0011] Um dabei weiters die eingeleiteten Kräfte möglichst wirksam zum festen Anlegen der
Bremsbacken gegen die stationären Bremsschienen zu nützen, ist es hier überdies von
Vorteil, wenn die Gelenkstäbe eine zur Bewegungsrichtung des Biegestempels schräg,
z.B. in einem Winkel zwischen 40° und 50°, insbesondere 45°, vorzugsweise 48°, verlaufende
Längsachse aufweisen.
[0012] Weiters hat es im Hinblick auf eine Minimierung der vertikalen Durchbiegung des Gegenhalte-Biegestempels
als günstig erwiesen, wenn die Anlenkstellen der Gelenkstäbe am Biegestempel jeweils
in einem Abstand von den Seitenrändern des Biegestempels, gemessen in Längsrichtung
des Biegestempels, quer zur Bewegungsrichtung, von ungefähr 1/5 der gesamten Längserstreckung
des Biegestempels vorgesehen sind. Bei dieser Art der Anordnung ist somit in vertikaler
Projektion der Anlenkstellen der Gelenkstäbe - wobei diese Anlenkstellen zweckmäßig
möglichst nahe dem unteren Rand der Biegestempels vorgesehen werden - die Durchbiegung
am unteren Biegestempelrand praktisch Null, und im Bereich von diesen Stellen zu den
Seitenrändern einerseits (jeweils ca. 20% der Länge des Biegestempels) sowie im Bereich
zwischen den Punkten der vertikalen Projektion der Anlenkstellen (insgesamt ungefähr
60% der Länge des Biegestempels) wird, wenn überhaupt, so nur eine außerordentlich
geringfügige Durchbiegung erhalten, die auch in diesen Bereich eine relativ leichte
Ausführung des Biegestempels erlaubt.
[0013] Zum Auslösen der Bremstätigkeit, d.h. zum Heranbewegen der Bremsbacken an die Bremsschienen
und zu ihrem Vorspannen, kann ein relativ leicht ausgeführtes Gestänge vorgesehen
werden, das mit dem Antrieb gekuppelt ist, und von besonderem Vorteil hat es sich
hier erwiesen, wenn zum Anlegen bzw. Zurückbewegen der Bremsbacken an die bzw. von
den Bremsschienen schwenkbar am Biegestempel gelagerte, zweiarmige Hebel bildende
Parallelogrammgestänge vorgesehen sind, die einerseits gelenkig mit den Bremsbacken,
gegebenenfalls den Bremskonsolen, und andererseits mit dem Antrieb verbunden sind.
Eine derartige Ausbildung mit Parallelogrammgestängen hat sich sowohl für das Anlegen
der Bremsbacken an die Bremsschienen als auch für das rasche Zurückziehen ("Lüften")
der Bremsbacken von den Schienen als besonders wirksam erwiesen, wobei überdies eine
gleichzeitig, gemeinsame Betätigung der Bremsbacken durch einen einzigen, zentralen
Antrieb problemlos ermöglicht wird.
[0014] In diesem Zusammenhang ist es weiters von Vorteil, wenn der Antrieb eine von einem
Motor drehend antreibbare, am Biegestempel in der Mitte von dessen Längserstreckung
gelagerte Spindel aufweist, auf der eine mit einem Joch verbundene Spindelmutter angeordnet
ist, wobei die Parallelogrammgestänge jeweils an die Ober- und Unterseite des Jochs,
z.B. über Laufrollen, gehalten sind. Beim Auf- und Abbewegen des Spindelmutter längs
der rotierenden Spindel wird jedes Parallelogrammgestänge im mittigen Bereich zusammen
mit dem Joch und der Spindelmutter mit auf und ab bewegt, und entsprechend der Hebelübersetzung
werden die Bremsbacken in kurzhubigen Bewegungen entweder an die Bremsschienen angedrückt
oder aber von diesen zurückgezogen. Im Fall des Andrückens und Vorspannens der Bremsbacken
wird dann die weitere erforderliche Bremskraft beim Biegen wie erwähnt durch die vom
Gegenhalte-Biegestempel aufgenommene Biegekraft an die Bremsbacken weitergeleitet,
um diese umso fester gegen die Bremsschienen zu drücken, je höher die Biegekraft ist.
[0015] Um einen Ausgleich in den Bewegungen zwischen den Parallelogrammgestängen und den
Bremsbacken zu erzielen und eine elastische Vorspannung der Bremsbacken beim Anlegen
an die Bremsschienen zu ermöglichen, ist es weiters auch von Vorteil, wenn die Parallelogrammgestänge
über Tellerfederpakete einstellbar vorgespannt mit den Bremsbacken, gegebenenfalls
den Bremskonsolen verbunden sind.
[0016] Im Hinblick auf eine besonders effiziente Bremswirkung unter Schonung der beim Bremsen
aneinanderliegenden Werkstoffbereiche ist es ferner auch vorteilhaft, wenn die Bremsbacken
und die Bremsschienen ein im Querschnitt senkrecht zur Bewegungsrichtung des Biegestempels
zickzackförmig verlaufendes Profil aufweisen.
[0017] Um über einen möglichst großen Bereich an Arbeitspostionen ein Festbremsen des Gegenhalte-
Biegestempels zu ermöglichen, ist es ferner günstig, wenn die Bremsschienen in Bewegungsrichtung
des Biegestempels länger ausgeführt sind als die Bremsbacken.
[0018] Da im Fall der vorliegenden Arretiereinrichtung beim Festbremsen des Biegestempels
im Bereich der Seitenführungen oder Seitenständer Kräfte im Sinne eines Auseinanderspreizens
dieser Seitenführungen zum Wirken kommen, hat es sich erfindungsgemäß weiters als
besonders vorteilhaft erwiesen, wenn die Seitenführungen oder Seitenständer nicht
einfach durch einen oberen Querträger verbunden werden (was unter Umständen noch AusbauchungsVerformungen
der Seitenführungen zulassen könnte), sondern wenn die beiden Seitenführungen durch
zwei zu beiden Seiten des Biegestempels angeordnete, z.B. plattenförmige, Zugbänder
miteinander verbunden sind. Diese Zugbänder oder Querholme wirken somit im Bereich
unmittelbar benachbart jenen Bereichen, wo das Festbremsen erfolgt, so daß einem Auseinanderspreizen
der Seitenführungen besonders effizient entgegengewirkt werden kann.
[0019] Für die Bremswirkung hat sich hinsichtlich des verwendeten Materials für die Bremsbacken
und die Bremsschienen als besonders günstiger Kompromiß erwiesen, wenn diese Teile
aus vergütetem Stahl bestehen. Dabei können die Kontaktflächen bloß einfach maschinell
bearbeitet sein. Im Fall einer aufgerauhten Fläche oder eines speziellen Bremsbelages
der Bremsbackung und Bremsschienen wäre zwar die anfängliche Bremswirkung vielleicht
günstiger als im Fall von vergütetem Stahl, jedoch ist die Standzeit derartiger Werkstoffe
eher gering, im Gegensatz zum vergüteten Stahl, bei dem besonders lange Standzeiten
erzielt werden können, wobei nichtsdestoweniger eine ausreichende Bremswirkung erzielt
werden kann.
[0020] Die Biegestempel-seitigen Teile der Festhaltebremsen, also insbesondere die Bremsbacken
samt Lager, können an sich, etwa bei kleineren Ausführungen von Blechbiegevorrichtungen,
einfach an einer Seite des Biegestempels vorgesehen werden, wobei dann die zufolge
eines kleinen Hebelarms (dem Abstand von der Symmetrieebene des Gegenhalte-Biegestempels)
wirkenden Drehmomente noch vernachlässigbar sein können. Insbesondere bei größeren
Ausführungen hat es sich jedoch als zweckmäßig erwiesen, eine symmetrische Struktur,
d.h. eine Anordnung der Festhaltebremsen-Einrichtungen im Biegestempel möglichst in
dessen Symmetrieebene, anzustreben, und demgemäß ist es in Entsprechung zu einer Weiterbildung
der Erfindung von besonderem Vorteil, wenn die Bremsbacken, gegebenenfalls samt Bremskonsolen,
zusammen mit ihrem Antrieb im Inneren einer kastenförmig ausgebildeten Wange des Biegestempels
angeordnet sind, wobei die Bremsbacken, und gegebenenfalls die Bremskonsolen, durch
Öffnungen an den Seitenrändern der kastenförmigen Wange nach außen ragen und die Wange
ein Biegewerkzeug über einen Werkzeughalter trägt. Dabei ist weiters eine einfache
Konstruktion dadurch gekennzeichnet, daß die kastenförmige Wange mit einer Vorder-
und einer Hinterplatte sowie einer an der vom Werkzeug abgewandten Seite angeordneten
Abschlußleiste, die Zutrittsöffnungen zu den Bremsbacken, und gegebenenfalls den Bremskonsolen,
freiläßt, aufgebaut ist, wobei der Kasten der Wange an der der Abschlußleiste gegenüberliegenden
Seite unmittelbar durch den Werkzeughalter abgeschlossen ist.
[0021] Kurz zusammengefaßt besteht gemäß einer besonders bevorzugten, praktisch erprobten
Ausführungsform der Gegenhalte-Biegestempel aus einer biegesteifen Kastenkonstruktion
mit zwei parallelen, senkrechten Platten, dem Werkzeughalter als unterem Abschluß,
einer oberen Abschlußleiste und einer dazwischen, im Inneren des Kastens, angeordneten
Arretiereinrichtung, welche zwei spiegelbildliche Bremsen aufweist, die nach außen,
zu Maschinengestell- Seitenständern hin, wirken. Jede Bremse besteht aus einer beweglichen
Bremsbacke und einer fixen, am Seitenständer befestigten Bremsschiene. Die Bremsbacke
ist an einer Bremskonsole angeordnet, die am Ende eines kräftigen, beweglichen Hebels,
dem (Zwei)Gelenkstab, angelenkt ist. Die Bremsbacken werden mittels eines für beide
Seiten gemeinsam wirkenden Antriebes über Parallelogrammgestänge an die Bremsschienen
gedrückt und vorgespannt. Die Seitenständer sind mit Hilfe von vor und hinter dem
Biegestempel, d.h. dessen Oberwange, angeordneten Querholmen oder Zugbändern zusammengespannt.
Mit dem Zweigelenkstab, der mit seinem zweiten Gelenk im Inneren des Oberwangenkastens
schwenkbar ist, wird die vom Oberwerkzeug aufgenommene Biegekraft von unten unter
einem Winkel von z.B. etwa 45° an die Bremsbacke geleitet. Die Bremskraft stammt vom
Biegevorgang und ist somit immer proportional der Biegekraft; der Hubantrieb der Oberwange
ist beim Arretiervorgang nicht belastet und kann zwischenzeitig sogar abgeschaltet
werden. Der verkleinerte Abstand der innen liegenden Gelenke bewirkt eine wesentlich
verringerte Durchbiegung der Oberwange, die nun leichter, niedriger und ohne Bombiervorrichtung
ausgeführt werden kann. Das Öffnen der Bremsen ("Lüften") erfolgt wieder mittels des
Bremsantriebes, wobei die Zweigelenkstäbe die Bewegung als leichte Schwenkbewegung
mitmachen; die Oberwange ist nun frei und kann mit Hilfe ihres Hubantrieb verfahren
werden. Der Antrieb der Bremse enthält eine motorisch angetriebene, mittig angeordnete,
senkrechte Spindel und ein plattenförmiges, bewegliches Joch, das die Spindelmutter
trägt. Die Spindel ist samt dem Antriebsmotor im Inneren der Oberwange gelagert. Das
Joch greift beidseitig in die Parallelogrammgestänge ein, die somit durch das Joch
bei der Auf- und Abbewegung der Spindelmutter mitgenommen werden, wobei die Hebelpaare
der Parallelogrammgestänge mittels Rollen an der Ober- bzw. Unterseite des Jochs geführt
werden. Die Parallelogrammgestänge sind innerhalb der Oberwange auf Drehbolzen schwenkbar
gelagert und an den äußeren Enden über Tellerfedernpakete mit den Bremskonsolen der
Bremsbacken einstellbar vorgespannt verbunden. Die Tellerfedern bewirken neben dem
gewünschten Anfangsanpreßdruck bei geschlossener Bremse auch einen Ausgleich von Fertigungsungenauigkeiten
zwischen beiden Seiten. Die Bremsschienen und Bremsbacken greifen mit einem kongruenten
Zickzack-Profil in Längsrichtung ineinander ein, wobei die einzelnen Zacken einander
gegenseitig gegen ein Verbiegen unter Belastung abstützen. Durch die Neigung der Berührungsflächen
zufolge des Zickzack-Profils wird die Normalkraft so weit erhöht, daß der Reibbeiwert
der konventionell bearbeiteten Bremsflächen für eine sichere Arretierung ausreicht.
Die Bremsschiene ist länger als die Bremsbacke ausgeführt, wodurch ein Arretieren
des Biegestempels in einem weiten Bereich möglich ist.
[0022] Die Erfindung wird nachstehend anhand von in der Zeichnung veranschaulichten, besonders
bevorzugten Ausführungsbeispielen, auf die sie jedoch nicht beschränkt sein soll,
noch weiter erläutert. Im einzelnen zeigen:
Fig.1 eine Vorderansicht einer Blechbiegevorrichtung, die mit einer Arretiereinrichtung
für den oberen, als GegenhalteStempel beim Biegen dienenden, vertikal auf- und abbewegbaren
Biegestempel ausgerüstet ist;
Fig.2 eine Seitenansicht dieser Blechbiegevorrichtung, gemäß Pfeil II in Fig.1;
Fig.3 eine teilweise aufgebrochene Teil-Draufsicht auf diese Blechbiegevorrichtung,
zur Veranschaulichung von wesentlichen Komponenten der eingebauten Arretiereinrichtung,
im wesentlichen gemäß Pfeil III in Fig.4;
Fig.4 eine aufgebrochene Teilansicht des rechten Teiles des oberen Biegestempels,
mit geöffneter Oberwange, daran angeschlossenem Werkzeughalter und Biegewerkzeug,
zur Veranschaulichung der im Biegestempel eingebauten Komponenten der Arretiereinrichtung;
Fig.4A in teilweise aufgebrochener Ansicht ein Detail A der Arretiereinrichtung gemäß
Fig.4, zur deutlicheren Veranschaulichung der Verbindung der Bremskonsole mit dem
Parallelogrammgestänge und dem Gelenkstab;
Fig.5 eine Ansicht von innen eines Seitenständers der Blechbiegevorrichtung, im wesentlichen
gemäß Pfeil V in Fig.3, zur Veranschaulichung der durch diesen Seitenständer des Maschinengestells
realisierten Seitenführung für den oberen Biegestempel sowie zur Veranschaulichung
der daran stationär angebrachten Bremsschiene;
Fig.6 eine Teilansicht des oberen Abschnitts dieses Seitenständers, gemäß Pfeil VI
in Fig.5;
Fig. 7 eine teilweise aufgebrochene Detailansicht der Spindelantriebseinrichtung für
die Arretiereinrichtung;
Fig.8 eine teilweise aufgebrochene Draufsicht auf diesen Teil der Spindelantriebseinrichtung,
gemäß Pfeil VIII in Fig.7; und
Fig.9 eine Ansicht der einen, rechten Hälfte der Brems- oder Arretiereinrichtung im
oberen Gegenhalte-Biegestempel, ähnlich Fig.4, nunmehr jedoch in der Offenstellung
der Arretiereinrichtung, wogegen in Fig.4 die Schließstellung oder Bremsstellung veranschaulicht
ist.
[0023] In Fig.1 und 2 ist eine Blechbiegevorrichtung 1 in Form einer sog. Schwingbiegemaschine
veranschaulicht, die ein allgemein mit 2 bezeichnetes Maschinengestell aufweist, zu
dem stirnseitige Seitenständer 3, 4 gehören, welche mit vertikalen Seitenführungen
5 bzw. 6 (s. auch Fig.5) für einen oberen, vertikal auf und ab bewegbaren, als Gegenhaltestempel
dienen Biegestempel 7 ausgerüstet sind. (Dieser obere Biegestempel 7 wird nachstehend
der Einfachheit halber und zwecks besserer Unterscheidung auch Gegenhaltestempel 7
genannt). Der Gegenhaltestempel 7 besteht aus einer in einer biegesteifen Kastenkonstruktion
ausgeführten Oberwange 8, die an ihrem oberen Rand mit einer sich über den größten
Teil der Maschinenbreite, d.h. der Länge des Gegenhaltestempels 7, unter Belassung
von seitlichen Zutrittsöffnungen erstreckenden Abschlußleiste 9 und an dar Unterseite
durch einen sich über die gesamte Stempellänge erstreckenden Werkzeughalter 10 abgeschlossen
ist; am Werkzeughalter 10 ist das eigentliche obere Biegewerkzeug 11 befestigt, welches
insbesondere aus Segmenten aufgebaut ist.
[0024] Unterhalb des Gegenhaltestempels 7 sind zwei längs ihres oberen Randes über ein nicht
näher ersichtliches Scharniergelenk schwenkbar miteinander verbundene untere Biegestempel
12 angeordnet, von denen in Fig.1 nur der eine ersichtlich ist, und denen in bekannter
Weise ein Schwenkantrieb mit mehreren über die Maschinenbreite verteilt angeordneten
Zahnsegement-Antriebseinheiten 13 zum Verschwenken, zwecks Biegen eines nicht näher
gezeigten Blechs zwischen den Stempeln 7 und 12, zugeordnet ist. Für die Arretierung
des oberen Gegenhaltestempels 7 ist dieser Teil der Blechbiegevorrichtung 1 nicht
weiter von Bedeutung, so daß sich eine nähere Beschreibung desselben erübrigen kann;
es sei nur erwähnt, daß diese Struktur mit den unteren Biegestempeln 12 im Prinzip
insbesondere in der Art wie in der eingangs genannten W092/16319 A beschrieben ausgebildet
sein kann.
[0025] Der Gegenhaltestempel 7 ist mittels der Seitenführungen 5, 6 entlang der Seitenständer
3, 4 vertikal abwärts in eine Arbeitsposition, in der das zu biegende Blech (nicht
dargestellt) gegen die unteren Biegestempel 12 geklemmt wird, und zurück in eine obere
Ruheposition verstellbar. Zu diesem Zweck kann ein an sich herkömmlicher Hubantrieb,
etwa wie in der bereits genannten W092/16319 A geoffenbart, im Bereich der Seitenständer
3, 4 vorgesehen sein. Beispielsweise ist, wie aus Fig.5 erkennbar ist, entlang der
Seitenständer 3 (und 4) eine Antriebs- und Führungsleiste 14 mit Hilfe eines angetriebenen
Ritzels 15, das mit einer Zahnung 16 an die Antriebs- und Führungsleiste 14 kämmt,
vertikal bewegbar gelagert, wobei zur Führung weiters paarweise angeordnete Führungsrollen
17 dienen. Zwischen diesen Führungsrollen 17 ist die - in Fig.5 abgebrochen gezeigte
- Antriebs- und Führungsleiste 14 geführt, und sie ist in ihrem oberen Bereich mit
der Oberwange 8 des Gegenhaltestempels 7 starr verbunden, vgl. auch Fig.4, in der
die eine Hälfte des Gegenhaltestempels 7 samt dem oberen Teil der Antriebs- und Führungsleiste
14 gezeigt ist.
[0026] Der Antrieb der Ritzel 15 im Bereich der beiden Seitenständer 3, 4 kann in herkömmlicher
Weise von einer Motor-Getriebeeinheit 18 (s. Fig.2) über nicht näher ersichtliche
Wellen hergeleitet sein. Am oberen Ende sind die beiden Seitenständer 3, 4 mit geringerer
Breite als darunter ausgebildet, und sie sind mit Hilfe eines vorderen und eines hinteren
Zugbandes 19, 20 in Form von plattenförmigen Querholmen zusammengespannt, so daß insgesamt
eine steife Rahmenkonstruktion erzielt wird. Diese Zugbänder 19, 20 sind aus den Darstellungen
in Fig.2 und 3 erkennbar, und im Bereich dieser Zugbänder 19, 20 sind an den Seitenständern
3, 4 spiegelbildlich Bremsschienen 21 mit Hilfe von Bolzen 22 starr befestigt, wie
insbesondere aus der Darstellung in Fig.3 und 5 für den einen, in Fig.1 rechts dargestellten
Seitenständer 3 ersichtlich ist. Diese Bremsschienen 21 sind Teil einer Arretiereinrichtung
für den Gegenhaltestempel 7, wenn sich dieser in der Arbeitsposition beim Biegen des
jeweiligen Blechs befindet, und diese Arretiereinrichtung besteht im wesentlichen
aus zwei zueinander spiegelbildlich angeordneten Festhaltebremsen 23 (s. Fig.3 und
4), die jeweils eine mit der zugehörigen Bremsschiene 21 zusammenwirkende Bremsbacke
24 enthalten. Jede Bremsbacke 24 ist über Bolzen 25 an einer Bremskonsole 26 befestigt,
welche ihrerseits über einen massiv ausgeführten Schwenkzapfen 27 an einem massiven
Gelenkstab oder Schwenkhebel 28 schwenkbeweglich angebracht ist. Dieser Gelenkstab
28 ist an seinem anderen Ende über ein ebenfalls massiv ausgeführtes Schwenklager
29 mit der Kastenkonstruktion der Oberwange 8, d.h. im einzelnen mit dessen vorderer
Platte 30 und dessen hinterer Platte 31 (Fig.3), schwenkbar verbunden; dabei ist das
Lagergehäuse, wie aus Fig.4 ersichtlich ist, mittels Bolzen 32 mit den Platten 30,
31 verbunden. Die Schwenkachse des Schwenklagers 29 befindet sich jeweils in einem
Abstand X von ungefähr 20% der gesamten Maschinenbreite vom Seitenrand des Gegenhaltestempels
7, vgl. die Darstellung in Fig.1. Eine derartige Anordnung der Schwenklager 29 in
einem Abstand vom Seitenrand des Gegenhaltestempels 7 von ungefähr 1/5 der Maschinenbreite
bzw. Gegenhaltestempel-Länge hat sich hinsichtlich einer Minimierung der beim Biegen
aufgrund der von den unteren Biegestempeln 12 aufgebrachten Biegekräfte sowie der
Einleitung dieser Kräfte über die Schwenklager 29 und die Gelenkstäbe 28 in die Bremskonsolen
26 und Bremsbacken 24 als besonders effizient erwiesen.
[0027] Um einen Arretier- oder Bremsvorgang durch Anlegen der Bremsbacken 24 an die Bremsschienen
21 auszulösen, dient ein Hebelgestänge, das über einen zentralen Motor 33 und ein
Winkelgetriebe 34 mit Hilfe eines Spindeltriebs 35 angetrieben wird. Im einzelnen
sitzt der Motor 33, wie aus Fig.4 ersichtlich ist, auf einem Längsholm 36, der zugleich
die beiden Schwenklager 29 (in Fig.4 ist nur das eine, rechte, ersichtlich) gegen
ein Zusammendrücken auseinanderhält. Weiters ist aus Fig.4 auch eine ungefähr rechteckige
Ausnehmung 37 in der hinteren Platte 31 der Oberwange 8 ersichtlich, die einen Zugang
zum Motor 33 und zum Winkelgetriebe 34 ermöglicht. Der Spindeltrieb 35 enthält eine
in einem länglichen Gehäuse 38 verlaufende und in einem oberen Lager 39 drehbar gelagerte
Spindel 40, die mit ihrer Längsachse im wesentlichen vertikal innerhalb der Oberwange
8 angeordnet ist. Auf dieser Spindel 40 sitzt eine Spindelmutter 41, die mit einem
plattenförmigen, horizontalen Joch 42 fest verbunden ist. Wenn daher die Spindel 40
vom Motor 33 über das Winkelgetriebe 34 drehend angetrieben wird, kann die Spindelmutter
41 und mit ihr das Joch 42 vertikal je nach Drehrichtung der Spindel 40 abwärts oder
aufwärts verstellt werden. Diese vertikale Verstellbewegung machen am Joch 42 über
Laufrollen 43, 44 anliegende und daran festgehaltene Parallelogrammgestänge 45 mit,
deren zweiarmige Hebel 46, 47 im Bereich des Jochs 42 durch kurze Verbindungsstangen
48 zusammengespannt sind. Nahe den anderen, äußeren Enden sind die Hebel 46, 47 gelenkig
mit einem Tragblock 49 verbunden, und in kurzem Abstand hiervon sind diese Hebel 46,
47 über Schwenkzapfen 50, 51 an den Platten 30, 31 der Oberwange 8 schwenkbar gelagert.
Der Tragblock 49, der aus mehreren Platten oder Teilblöcken ausgeführt sein kann,
trägt die Bremskonsole 26 über ein Tellerfedernpaket 52, welches beispielsweise mit
Hilfe von Bolzen 53 in seiner Vorspannung einstellbar oder nachstellbar ist. Aus Fig.3
und Fig.4A ist weiters mehr im einzelnen die gelenkige Verbindung des Parallelogrammgestänges
45 mit dem Tragblock 49 über Schwenkzapfen 54 ersichtlich.
[0028] Im Betrieb bewirken die Tellerfedernpakete 52, wenn die Bremskonsolen 26 mit den
daran befestigten Bremsbacken 24 mit Hilfe der Parallelogrammgestänge 45 geringfügig
auswärts (gemäß der Darstellung in Fig.4 nach rechts) bewegt werden, einen Ausgleich
von Herstellungstoleranzen sowie in der Bewegungsführung selbst, wenn das jeweilige
Parallelogrammgestänge 45, wenn es mittig durch den Spindeltrieb 35 hochbewegt wird,
um die Schwenkachsen 50, 51 schwenkt und dabei über die Gelenke 54 die Bremskonsole
26 mit den Bremsbacken 24 - unter Verschwenkung der Gelenkstäbe 28 um deren Schwenklager
29 - anfänglich gegen die Bremsschiene 21 federnd preßt (Fig.4, 4A). Die Bremsschienen
21 ebenso wie die Stirnseiten der Bremsbacken 24 sind dabei, wie insbesondere aus
Fig.3 ersichtlich ist, in Querrichtung mit einem zickzackförmigen Profil 55 versehen,
so daß in Längsrichtung oder vertikaler Richtung entsprechende längsverlaufende, allgemein
V-förmige Nuten bzw. Rippen gebildet sind. Im übrigen sind die miteinander in Kontakt
kommenden Stirnflächen der aus vergütetem Stahl bestehenden Bremsbacken 24 und Bremsschienen
21 in konventioneller Weise bearbeitet, und durch das Zickzack-profil 55 wird eine
gegenseitige Querabstützung und eine Erhöhung der Normalkraft im Bremsfall erzielt.
[0029] Sobald zufolge des Anfangspreßdrucks die Bremsbacken 24 an den Bremsschienen 21 anliegen,
wenn der Gegenhaltestempel 7 in seiner Arbeitsposition arretiert wird, und sobald
mit dem Biegen des nicht dargestellten Blechs begonnen wird, wirken Kräfte auf den
Gegenhaltestempel 7 ein, die diesen nach oben auszubiegen trachten. Diese Kräfte werden
an den Stellen der Schwenklager 29 der Zweigelenkstäbe 28 aufgenommen und längs der
Achsen 56 dieser Gelenkstäbe 28 sowie über die Gelenke 27 zu den Bremskonsolen 26
und Bremsbacken 24 entsprechend weitergeleitet, um den Anpreßdruck der Bremsbacken
24 an den Bremsschienen 21 weiter zu erhöhen. Für diese Krafteinleitung hat es sich
als günstig erwiesen, wenn der Winkel α zwischen der Gelenkstabachse 56 und der vertikalen
Bewegungsrichtung (s. Pfeil 57 in Fig.4A) allgemein zwischen 40° und 50° und insbesondere
bei ungefähr 45° liegt, wobei sich ein Wert von 48° - entsprechend einem komplementären
Winkel von 42° zwischen der Gelenkstabachse 56 und der Horizontalen - als besonders
günstig erwiesen hat.
[0030] Aus Fig.4A ist weiters ersichtlich, daß die Bremsbacken 24 (und ähnlich auch die
Bremsschienen 21, s. Fig.6) über eine Art Zahnung 58 formschlüssig an den Stirnseiten
der Bremskonsolen 26 festgelegt sind. Dadurch wird eine auch in vertikaler Richtung
hoch belastbare Verbindung zwischen Bremsbacken 24 und Bremskonsolen 26 sichergestellt.
[0031] In der Darstellung gemäß Fig.4 und 4A, bei nach oben bewegter Spindelmutter 41, ist
die Arretier- oder Bremsstellung der Festhaltebremsen 23 gezeigt; demgegenüber ist
in Fig.9 in einer vergleichbaren Darstellung die Ruhestellung der Festhaltebremsen
23 veranschaulicht, wobei die Bremsbacken 24 (unter Verschwenken der Gelenkstäbe 28
um ihre Schwenklager 29) mit Hilfe der Parallelogrammgestänge 45 zurückgezogen wurden,
indem die inneren Enden der Parallelogrammgestänge 45 zusammen mit der Spindelmutter
41 an der Spindel 40 abwärts bewegt wurden.
[0032] Um die Spindelmutter 41 bei dieser Auf- und Abbewegung gegen eine Verdrehung zu sichern
und linear zu führen, ist eine in Fig.8 schematisch bei 59 veranschaulichte Linearführung
an der Oberwange 8, und zwar insbesondere an deren vorderer Platte 30, vorgesehen.
[0033] Aus Fig.9 ist weiters ersichtlich, daß der Tragblock 49 aus zwei vertikal gegeneinander
beweglichen Teilen 60, 61 aufgebaut ist, die einen Höhenausgleich beim Lösen der Bremsen
23 ermöglichen.
[0034] Selbstverständlich können am vorstehend beschriebenen und in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiel Modifikationen und Abänderungen vorgenommen werden, ohne daß der
Rahmen der Erfindung verlassen wird. So wäre es beispielsweise denkbar, anstatt der
Parallelogrammgestänge 45 samt Spindeltrieb 35 einfache Druckzylinder vorzusehen,
deren Kolbenstangen gelenkig mit den - geteilten - Tragblöcken 49 bzw. Bremskonsolen
26 verbunden werden. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die Bremsbacken 24 nur kurzhubige
Bewegungen zum Festbremsen bzw. Freigeben ausführen müssen, wobei nur geringfügige
Schrägstellungen auftreten können, die durch die Gelenke, Vertikalführungen und Tellerfederpakete
ausgeglichen werden können.
1. Blechbiegevorrichtung mit einem in einem Maschinengestell (2) zwischen zwei Seitenständern
(3,4) linear hin und her bewegbaren Biegestempel (7) und mit einer Arretiereinrichtung
für den Biegestempel (7) gekennzeichnet durch zwischen dem Biegestempel (7) und den
Seitenständern (3, 4) wirksame, den Biegestempel (7) in der Biegephase an den Seitenständern
(3, 4) festlegende Festhaltebremsen (23) mit Bremsschienen (21) und mit durch einen
Antrieb (33, 34, 35) an diese Bremsschienen (21) anlegbaren und von ihnen zurück bewegbaren
Bremsbacken (24).
2. Blechbiegevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsschienen
(21) an den Seitenführungen (5, 6) angeordnet sind, wogegen die Bremsbacken (24) am
Biegestempel (7) angebracht sind.
3. Blechbiegevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsbacken
(24) an gelenkig gelagerten Bremskonsolen (26) befestigt sind.
4. Blechbiegevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bremsbacken (24), gegebenenfalls die Bremskonsolen (26), an am Biegestempel (7)
angelenkten Gelenkstäben (28) gelenkig befestigt sind.
5. Blechbiegevorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkstäbe
(28) eine zur Bewegungsrichtung des Biegestempels (7) schräg, z.B. in einem Winkel
zwischen 40° und 50°, insbesondere 45°, vorzugsweise 48°, verlaufende Längsachse aufweisen.
6. Blechbiegevorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlenkstellen
(29) der Gelenkstäbe (28) am Biegestempel (7) jeweils in einem Abstand (x) von den
Seitenrändern des Biegestempels (7), gemessen in Längsrichtung des Biegestempels (7),
quer zur Bewegungsrichtung, von ungefähr 1/5 der gesamten Längserstreckung des Biegestempels
(7) vorgesehen sind.
7. Blechbiegevorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
zum Anlegen bzw. Zurückbewegen der Bremsbacken (24) an die bzw. von den Bremsschienen
(21) schwenkbar am Biegestempel (7) gelagerte, zweiarmige Hebel bildende Parallelogrammgestänge
(45) vorgesehen sind, die einerseits gelenkig mit den Bremsbacken (24), gegebenenfalls
den Bremskonsolen (26), und andererseits mit dem Antrieb (33, 34, 35) verbunden sind.
8. Blechbiegevorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb eine
von einem Motor (33) drehend antreibbare, am Biegestempel (7) in der Mitte von dessen
Längserstreckung gelagerte Spindel (40) aufweist, auf der eine mit einem Joch (42)
verbundene Spindelmutter (41) angeordnet ist, wobei die Parallelogrammgestänge (45)
jeweils an die Ober- und Unterseite des Jochs (42), z.B. über Laufrollen (43, 44),
gehalten sind.
9. Blechbiegevorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Parallelogrammgestänge
(45) über Tellerfederpakete (52) einstellbar vorgespannt mit den Bremsbacken (24),
gegebenenfalls den Bremskonsolen (26), verbunden sind.
10. Blechbiegevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bremsbacken (24) und die Bremsschienen (21) ein im Querschnitt senkrecht zur Bewegungsrichtung
des Biegestempels (7) zickzackförmig verlaufendes Profil (55) aufweisen.
11. Blechbiegevorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bremsschienen (21) in Bewegungsrichtung des Biegestempels (7) länger ausgeführt
sind als die Bremsbacken (24).
12. Blechbiegevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden Seitenständer (3, 4) durch zwei zu beiden Seiten des Biegestempels (7)
angeordnete, z.B. plattenförmige, Zugbänder (19, 20) miteinander verbunden sind.
13. Blechbiegevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bremsbacken (24) und die Bremsschienen (21) aus vergütetem Stahl bestehen.
14. Blechbiegevorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bremsbacken (24), gegebenenfalls samt Bremskonsolen (26), zusammen mit ihrem Antrieb
(33, 34, 35) im Inneren einer kastenförmig ausgebildeten Wange (8) des Biegestempels
(7) angeordnet sind, wobei die Bremsbacken (24), und gegebenenfalls die Bremskonsolen
(26), durch Öffnungen an den Seitenrändern der kastenförmigen Wange (8) nach außen
ragen und die Wange (8) ein Biegewerkzeug (11) über einen Werkzeughalter (10) trägt.
15. Blechbiegevorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die kastenförmige
Wange (8) mit einer Vorder- (30) und einer Hinterplatte (31) sowie einer an der vom
Werkzeug (11) abgewandten Seite angeordneten Abschlußleiste (9), die Zutrittsöffnungen
zu den Bremsbacken (24), und gegebenenfalls den Bremskonsolen (26), freiläßt, aufgebaut
ist, wobei der Kasten der Wange (8) an der der Abschlußleiste (9) gegenüberliegenden
Seite unmittelbar durch den Werkzeughalter (10) abgeschlossen ist.
1. A sheet metal bending device comprising a bending stamp (7) linearly reciprocably
movable between two lateral uprights (3, 4) in a machine frame (2), and an arresting
device for the bending stamp (7), characterized by retention brakes (23) acting between
the bending stamps (7) and the lateral uprights (3, 4) and fixing the bending stamp
(7) in the bending phase on the lateral uprights (3, 4), said retention brakes comprising
brake rails (21) and brake blocks (24) capable of being engaged with the brake rails
(21) and retractable therefrom by means of a drive (33, 34, 35).
2. A sheet metal bending device according to claim 1,
characterised in that the brake rails (21) are arranged on lateral guides (5, 6),
whereas the brake blocks (24) are mounted on the bending stamp (7).
3. A sheet metal bending device according to claim 1 or 2, characterised in that the
brake blocks (24) are fastened to articulately mounted brake brackets (26).
4. A sheet metal bending device according to any one of claims 1 to 3, characterised
in that the brake blocks (24), optionally the brake brackets (26), are articulately
fastened to articulation rods (28) hinged to the bending stamp (7).
5. A sheet metal bending device according to claim 4,
characterised in that the articulation rods (28) have a longitudinal axis extending
obliquely with respect to the direction of movement of the bending stamp (7), e.g.
at an angle of between 40° and 50°, in particular 45°, preferably 48°.
6. A sheet metal bending device according to claim 4 or 5,
characterised in that the hinging sites (29) of the articulation rods (28) on the
bending stamp (7) are respectively provided at a distance (x) from the lateral rim
of the bending stamp (7), measured in the longitudinal direction of the bending stamp
(7), transversely to the direction of movement, of approximately 1/5 of the entire
length of the bending stamp (7).
7. A sheet metal bending device according to any one of claims 2 to 6, characterised
in that for attaching or retracting, respectively, the brake blocks (24) to and from
the brake rails (21), parallelogram linkages (45) are provided which are pivotably
mounted to the bending stamp (7) and form two-armed levers which are articulately
connected with the brake blocks (24), optionally the brake brackets (26), on the one
hand, and with the drive (33, 34, 35), on the other hand.
8. A sheet metal bending device according to claim 7,
characterised in that the drive comprises a spindle (40) rotatably drivable by a motor
(33) and mounted on the bending stamp (7) in the middle of the longitudinal extension
thereof, a spindle nut (41) being arranged on the spindle and connected with a yoke
(42), the parallelogram linkages (45) being held against the upper side and the lower
side of the yoke (42), e.g. via running rollers (43, 44).
9. A sheet metal bending device according to claim 7 or 8,
characterised in that the parallelogram linkages (45) are connected with adjustable
bias with the brake blocks (24), optionally with the brake brackets (26), via Belleville
spring assemblies (52).
10. A sheet metal bending device according to any one of claims 1 to 9, characterised
in that the brake blocks (24) and the brake rails (21) have a profile (55) the cross-section
of which extends in zig-zag-manner perpendicular to the direction of movement of the
bending stamp (7).
11. A sheet metal bending device according to any one of claims 2 to 10, characterised
in that the brake rails (21) are of greater length in the direction of movement of
the bending stamp (7) than the brake blocks (24).
12. A sheet metal bending device according to any one of claims 1 to 11, characterised
in that the two lateral uprights (3, 4) are interconnected by two, e.g. plate-shaped,
tension members (19, 20) arranged at either side of the bending stamp (7).
13. A sheet metal bending device according to any one of claims 1 to 12, characterised
in that the brake blocks (24) and the brake rails (21) are made of quenched and tempered
steel.
14. A sheet metal bending device according to any one of claims 2 to 13, characterised
in that the brake blocks (24), optionally inclusive of the brake brackets (26), together
with their drive (33, 34, 35) are arranged in the interior of a box-shaped cheek (8)
of the bending stamp (7), the brake blocks (24), and optionally the brake brackets
(26), extending outwardly through apertures at the lateral rims of the box-shaped
cheek (8) and the cheek (8) carrying a bending tool (11) via a tool holder (10).
15. A sheet metal bending device according to claim 14,
characterized in that the box-shaped cheek (8) is assembled of a front (30) and rear
plate (31) as well as a closing ledge (9) arranged on the side facing away from the
tool (11) which leaves clear access apertures to the brake blocks (24), and optionally
the brake brackets (26), the box of the cheek (8) being directly closed by the tool
holder (10) at its side opposite the closing ledge (9).
1. Machine de cintrage de tôles, comportant un poinçon de cintrage (7) propre à effectuer
un mouvement alternatif linéaire entre deux colonnes latérales (3, 4) dans un bâti
de machine (2), et un dispositif d'arrêt pour le poinçon de cintrage (7), caractérisée
par des freins de retenue (23) agissant entre le poinçon de cintrage (7) et les colonnes
latérales (3, 4) pour fixer le poinçon de cintrage (7) dans la phase de cintrage au
niveau des colonnes latérales (3, 4), et présentant des rails de freinage (21) et
des mâchoires de frein (24) propres à être appliquées, par un dispositif d'entraînement
(33, 34, 35), contre ces rails de freinage (21) et à en être écartées pour être ramenées
en arrière.
2. Machine de cintrage de tôles selon la revendication 1, caractérisée en ce que les
rails de freinage (21) sont disposés au niveau des glissières latérales de guidage
(5, 6), tandis que les mâchoires de frein (24) sont montées au niveau du poinçon de
cintrage (7).
3. Machine de cintrage de tôles selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que
les mâchoires de frein (24) sont fixées sur des consoles de frein (26) montées de
manière articulée.
4. Machine de cintrage de tôles selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en
ce que les mâchoires de frein (24), le cas échéant les consoles de frein (26), sont
fixées de manière articulée sur des barres articulées (28) montées par joint d'articulation
au niveau du poinçon de cintrage (7).
5. Machine de cintrage de tôles selon la revendication 4, caractérisée en ce que les
barres articulées (28) présentent un axe longitudinal, qui s'étend obliquement par
rapport à la direction de déplacement du poinçon de cintrage (7), par exemple selon
un angle compris entre 40° et 50°, notamment un angle de 45° et, de préférence, de
48°.
6. Machine de cintrage de tôles selon la revendication 4 ou 5, caractérisée en ce que
les points d'articulation (29) des barres articulées (28) au niveau du poinçon de
cintrage (7) sont chaque fois prévus à une distance (x) des bords latéraux du poinçon
de cintrage (7), mesurée dans le sens longitudinal du poinçon de cintrage (7), transversalement
à la direction de déplacement, et représentant approximativement 1/5ème de l'étendue
longitudinale complète du poinçon de cintrage (7).
7. Machine de cintrage de tôles selon l'une des revendications 2 à 6, caractérisée en
ce que, pour appliquer les mâchoires de frein (24) contre les rails de freinage (21),
ou bien pour les en éloigner, il est prévu des tiges de parallélogramme (45), formant
des leviers à deux bras, qui sont montées de manière à pouvoir pivoter contre le poinçon
de cintrage (7) et qui sont reliées, d'une part, de manière articulée aux mâchoires
de frein (24), le cas échéant aux consoles de frein (26) et, d'autre part, au dispositif
d'entraînement (33, 34, 35).
8. Machine de cintrage de tôles selon la revendication 7, caractérisée en ce que le dispositif
d'entraînement présente un arbre (40) pouvant être entraîné en rotation par un moteur
(33) et monté au niveau du poinçon de cintrage (7) au milieu de l'étendue longitudinale
de celui-ci, et sur lequel est placé un écrou (41) relié à une barre transversale
(42), si bien que les tiges de parallélogramme (45) sont chaque fois maintenues, par
exemple par l'intermédiaire de galets de roulement (43, 44), contre la face supérieure
et contre la face inférieure de la barre transversale (42).
9. Machine de cintrage de tôles selon la revendication 7 ou 8, caractérisée en ce que
les tiges de parallélogramme (45) sont reliées, par l'intermédiaire de groupes de
ressorts à disques (52), précontraints de manière réglable, aux mâchoires de frein
(24) et, le cas échéant, aux consoles de frein (26).
10. Machine de cintrage de tôles selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en
ce que les mâchoires de frein (24) et les rails de freinage (21) présentent un profil
(55) qui s'étend en forme de zigzag, dans la section transversale, perpendiculairement
à la direction de déplacement du poinçon de cintrage (7).
11. Machine de cintrage de tôles selon l'une des revendications 2 à 10, caractérisée en
ce que, dans la direction du déplacement du poinçon de cintrage (7), les rails de
freinage (21) sont réalisés plus longs que les mâchoires de frein (24).
12. Machine de cintrage de tôles selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisée en
ce que les deux colonnes latérales (3, 4) sont reliées l'une à l'autre par deux tirants
(19, 20), par exemple en forme de plaques, disposés des deux côtés du poinçon de cintrage
(7).
13. Machine de cintrage de tôles selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisée en
ce que les mâchoires de frein (24) et les rails de freinage (21) consistent en un
acier de traitement.
14. Machine de cintrage de tôles selon l'une des revendications 2 à 13, caractérisée en
ce que les mâchoires de frein (24), le cas échéant avec leurs consoles de frein (26),
ainsi que leur dispositif d'entraînement (33, 34, 35) sont disposés à l'intérieur
d'une cage (8), réalisée en forme de caisson, du poinçon de cintrage (7), les mâchoires
de frein (24) et, le cas échéant, les consoles de frein (26) faisant saillie vers
l'extérieur par des ouvertures pratiquées au niveau des bords latéraux de la cage
en forme de caisson (8), et la cage (8) portant un outil de cintrage (11) par l'intermédiaire
d'un porte-outil (10).
15. Machine de cintrage de tôles selon la revendication 14, caractérisée en ce que la
cage en forme de caisson (8) est conçue avec une plaque avant (30) et une plaque arrière
(31) ainsi qu'avec un rebord de fermeture (9), qui est disposé au niveau du côté dirigé
à l'opposé de l'outil (11) et qui laisse libre les ouvertures d'accès aux mâchoires
de frein (24) et, le cas échéant, aux consoles de frein (26), le caisson de la cage
(8) étant directement fermé par le porte-outil (10) au niveau du côté opposé au rebord
de fermeture (9).