Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht von einem Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen nach
der Gattung des Patentanspruchs 1 aus. Bei einem derartigen, aus der DE-PS 29 43 744
bekannten Kraftstoffeinspritzventil ist ein Ventilglied axial verschiebbar in einem
Ventilkörper geführt. Das Ventilglied weist an seinem einen, brennraumseitigen Ende
eine Ventildichtfläche auf, mit der es zum Zweck der Steuerung eines Einspritzquerschnittes
mit einem ortsfesten Ventilsitz am Ventilkörper zusammenwirkt. Das Ventilglied wird
dabei an seinem anderen, brennraumfernen Ende von einer Ventilfeder beaufschlagt,
die das Ventilglied in Anlage an den Ventilsitz preßt. Diese Ventilfeder ist in einen
Federraum innerhalb des Gehäuses des Einspritzventils hier in einem Haltekörper eingesetzt
und stützt sich mit ihrem dem Ventilglied abgewandten Ende an einer ortsfesten Anschlagfläche
ab. Die Ventilfeder ist dabei als Schraubenfeder ausgebildet, deren aus einem Federdraht
bestehende Windungen einen kreisförmigen Querschnitt aufweisen.
[0002] Dabei bestimmt die Federkraft der Ventilfeder den Öffnungsdruck am Einspritzventil,
der vom in Öffnungsrichtung am Ventilglied angreifenden Kraftstoffhochdruck aufgebaut
wird. Der Leistungsfähigkeit bzw. der Federkraft der Ventilfeder kommt somit eine
hohe Bedeutung zu, wobei diese Federkraft wesentlich von der Drahtquerschnittsfläche
an den Windungen abhängig ist. Soll die Federkraft erhöht werden ist es bei herkömmlichem
runden Draht üblich, die Drahtstärke zu erhöhen, da sich dessen maximale Fläche aus
dem vorgegebenen Außen- und Innendurchmesser des Windungsquerschnittes ergibt.
[0003] Dabei weist das bekannte Kraftstoffeinspritzventil jedoch den Nachteil auf, daß einer
Vergrößerung der Drahtstärke oder einer axialen Verlängerung der Ventilfeder für eine
Erhöhung der Federkraft konstruktive Grenzen gesetzt sind, da der vorgegebene Bauraum
des Federraumes begrenzt ist und sich nicht ohne umfangreiche Änderungen am Einspritzventil
vergrößern läßt, so daß eine Erhöhung der Federkraft der Ventilfeder nicht ohne aufwendige
Veränderungen am Einspritzventil möglich ist.
Vorteile der Erfindung
[0004] Das erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Patentanspruchs 1 hat demgegenüber den Vorteil, daß die Federkraft der
Ventilfeder vergrößert werden kann, ohne dabei den benötigten Einbauraum der Ventilfeder
im Gehäuse des Einspritzventils zu vergrößern, wobei dieser Vorteil besonders an Federn
mit sehr kleinem Innendurchmesser und somit kleinem Wickelverhältnis (Dm/y bis zu
2,5) auftritt.
[0005] Dies wird in vorteilhafter Weise möglich, indem die als Schraubenfeder ausgebildete
Ventilfeder aus stärkerem Federdraht mit einem vergrößerten Grundquerschnitt an den
Windungen gefertigt wird und dann am Außendurchmesser soweit abgeschliffen wird, daß
die Ventilfeder gerade in den zylindrischen Federraum einsetzbar ist und dort zur
Innenwand lediglich so viel Spiel aufweist, wie beim Zusammendrücken der Ventilfeder
benötigt wird. Der zunächst kreisförmige Grundquerschnitt der Federwindungen weist
dann an seinen zur Federachse radial auswärts weisenden Enden Anschliffe auf, die
parallel zur Federachse und zur Wand des Federraumes ausgerichtet sind.
[0006] Auf diese Weise lassen sich bei gleichbleibendem Bauraum der Ventilfeder größere
Öffnungsdrücke und bei der Verwendung von zwei hintereinander wirksam werdenden Ventilfedern
an sogenannten 2-Feder-Haltern größere Öffnungsdruckdifferenzen realisieren.
[0007] Zudem kann die Toleranz am Außendurchmesser der Ventilfeder gegenüber unbearbeiteten
Federn auf ein Minimalmaß reduziert werden.
[0008] Dabei hat die erfindungsgemäß ausgebildete Ventilfeder gegenüber alternativen Drahtquerschnitten
wie rechteckigen, elliptischen oder sonstigen Formdrähten den Vorteil, daß kein Mehraufwand
bei der Drahtherstellung anfällt und die Ventilfeder somit gegenüber diesen Lösungen
leichter und kostengünstiger herstellbar ist. Durch das nachträgliche Abschleifen
des Außendurchmessers der Ventilfeder lassen sich zudem genauere Außendurchmesser
an der Feder und somit eine bessere Raumausnutzung im vorgegebenen Federraum erreichen.
Zudem werden auf diese Weise mögliche Werkstoff-Fehler am Außendurchmesser der Ventilfeder
gleichzeitig mitentfernt.
[0009] Die Verwendung dieser optimierten Feder ist dabei nicht auf den beschriebenen Einsatz
in einem Kraftstoffeinspritzventil beschränkt, sondern kann überall dort erfolgen,
wo trotz eines beschränkten Einbauraumes die Federkraft einer Rückstellfeder erhöht
werden soll, z.B. bei Einspritzpumpen oder Gaswechselventilen von Brennkraftmaschinen
und ähnlichem.
[0010] Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes der Erfindung
sind der Beschreibung, der Zeichnung und den Ansprüchen entnehmbar.
Zeichnung
[0011] Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzventils für Brennkraftmaschinen
ist in der Zeichnung dargestellt und wird in der folgenden Beschreibung näher erläutert.
[0012] Es zeigen die Figur 1 einen Längsschnitt durch das Kraftstoffeinspritzventil und
die Figur 2 eine vergrößerte Einzelschnittdarstellung der Ventilfeder aus der Figur
1.
Beschreibung
[0013] Bei dem in der Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzventils
für Brennkraftmaschinen ist ein kolbenförmiges Ventilglied 1 axial verschiebbar in
einer Bohrung 3 eines Ventilkörpers 5 geführt, das an seinem einen, dem Brennraum
der Brennkraftmaschine nahen Ende eine konische Ventildichtfläche 7 aufweist, mit
der es mit einem konischen Ventilsitz 9 am nach innen kragenden geschlossenen Ende
der Bohrung 3 zusammenwirkt. Der Ventilkörper 5 ist dabei mit seinem brennraumfernen
Ende mittels einer Spannmutter 11 axial gegen einen Ventilhaltekörper 13 verspannt,
wobei zwischen den Stirnflächen des Ventilkörpers 5 und des Ventilhaltekörpers 13
eine Zwischenscheibe 15 mit einer zentralen Öffnung eingespannt ist.
An seinem dem Ventilsitz 9 abgewandten Ende wird das Ventilglied 1 über ein die Zwischenscheibe
15 durchragendes Druckstück 17 von einer als Schraubenfeder ausgebildeten Ventilfeder
19 in Richtung Ventilsitz 9 beaufschlagt, die in einen zylindrischen Federraum 21
im Ventilhaltekörper 13 eingesetzt ist und die sich andererseits an einem durch die
obere axiale Wand des Federraumes 21 gebildeten ortsfesten Anschlag 23 abstützt.
[0014] Desweiteren ist stromabwärts des Dichtsitzes zwischen der Ventildichtfläche 7 und
dem Ventilsitz 9 eine Einspritzöffnung 25 in der Wand des Ventilkörpers 5 vorgesehen,
die von der Bohrung 3 ausgehend in den Brennraum der zu versorgenden Brennkraftmaschine
mündet.
[0015] Die Kraftstoffhochdruckzufuhr an den Dichtsitz erfolgt in bekannter Weise über einen
zwischen dem Schaft des Ventilgliedes 1 und der Wand der Bohrung 3 gebildeten Ringkanal
27, der sich im Bereich eines Ringabsatzes 31 des Ventilgliedes 1 in einen Druckraum
29 erweitert, in den eine von einer nicht gezeigten Einspritzpumpe abführende Druckleitung
33 mündet.
[0016] Für eine Erhöhung der Federkraft bei gleichbleibenden Außenabmessungen weist die
Ventilfeder 19 wie in der Figur 2 vergrößert dargestellt, an den zur Federachse X
radial auswärts weisenden Enden des kreisringförmigen Grundquerschnittes y ihrer Federwindungen
41 Anschliffe 43 auf, die parallel zur Federachse X und zu der Innenwand des zylindrischen
Federraumes 21 ausgerichtet sind.
[0017] Dabei wird die Ventilfeder 19 zunächst aus einem runden Federdraht mit derart großem
Querschnitt y gefertigt, daß der theoretische Außendurchmesser der unbearbeiteten
Ventilfeder 19 größer ist als der Innendurchmesser des Federraumes 21. In einem anschließenden
Arbeitsgang wird am Außendurchmesser der Ventilfeder so viel Material abgetragen,
vorzugsweise abgeschliffen, daß die Ventilfeder 19 mit dem notwendigen Spiel gerade
in den Federraum 21 einsetzbar ist.
[0018] Dabei ist die verbleibende Querschnittsfläche z der Federwindungen 41 trotz der Anschliffe
43 immer noch bedeutend größer als die Querschnittsfläche einer unbearbeiteten Ventilfeder
mit ringförmigem Federdraht, deren Außendurchmesser gleich groß ist, so daß die erzielte
Federkraft der Ventilfeder 19 ohne zusätzlichen Bauraum erheblich vergrößert werden
kann.
[0019] Das Verhältnis von y/z liegt dabei vorzugsweise in einem Bereich von 1,05 bis 1,3.
1. Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen mit einem in einem Ventilkörper
(5) axial verschiebbaren Ventilglied (1), das an seinem einen Ende eine Ventildichtfläche
(7) aufweist, mit der es zur Steuerung eines Einspritzquerschnittes mit einem ortsfesten
Ventilsitz (9) zusammenwirkt, und mit wenigstens einer das Ventilglied (1) in Richtung
Ventilsitz (9) beaufschlagenden und in einem Federraum (21) angeordneten Ventilfeder
(19), die sich andererseits an einem ortsfesten Anschlag (23) abstützt und die als
Schraubenfeder ausgebildet ist, wobei deren Windungen einen kreisförmigen Grundquerschnitt
(y) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilfeder (19) in einem zu ihrer Federachse (X) radial auswärts weisenden Bereich
einen parallel zur Federachse (X) ausgerichteten Anschliff (43) aufweist, so daß der
mittels der Anschliffe (43) verkleinerte Außendurchmesser (da) der Ventilfeder (19) ein geringes Spiel zum Innendurchmesser des Federraumes (21)
aufweist.
2. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Federraum (21) zylindrisch ausgebildet ist und daß dessen Innendurchmesser kleiner
ausgebildet ist als der Außendurchmesser der unbearbeiteten Ventilfeder (19) ohne
Anschliffe (43).
3. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis y/z der Ventilfeder (19) vorzugsweise im Bereich von 1,05 bis 1,3
liegt.
1. Fuel injection valve for internal combustion engines, having a valve element (1) which
can be displaced axially in a valve body (5) and at its one end has a valve-sealing
surface (7) by means of which it interacts with a fixed valve seat (9) in order to
control an injection cross section, and having at least one valve spring (19) which
acts upon the valve element (1) in the direction of the valve seat (9), is arranged
in a spring chamber (21) and at its other end is supported against a fixed stop (23)
and is designed as a helical spring, the coils of which having a circular basic cross
section (y), characterized in that in a region pointing radially outwards with respect to its spring axis (X) the valve
spring (19) has a ground surface (43) which is aligned parallel to the spring axis
(X), with the result that the outside diameter (da) of the valve spring (19), which diameter is reduced by means of the ground surfaces
(43), has a small clearance with respect to the inside diameter of the spring chamber
(21).
2. Fuel injection valve according to Claim 1, characterized in that the spring chamber (21) is of cylindrical design, and in that its inside diameter is designed so that it is smaller than the outside diameter of
the unmachined valve spring (19) without ground surfaces (43).
3. Fuel injection valve according to Claim 1, characterized in that the ratio y/z of the valve spring (19) preferably lies within the range of 1.05 to
1.3.
1. Injecteur de carburant de moteurs à combustion interne comportant une aiguille (1)
coulissant axialement dans un corps d'injecteur (5), une extrémité de l'aiguille ayant
une surface d'étanchéité (7) coopérant avec un siège de soupape (9), fixe pour commander
la section d'éjection, et au moins un ressort d'injecteur (19), sollicitant l'aiguille
(1) en direction du siège (9), et logé dans une chambre à ressort (21), ce ressort
s'appuyant par son autre extrémité contre une butée fixe (23) et étant réalisé comme
ressort hélicoïdal dont les spires ont une section de base circulaire (y),
caractérisé en ce que
le ressort d'injecteur (19) présente dans sa zone radialement extérieure par rapport
à son axe (X), une partie meulée (43) alignée parallèlement à l'axe (X) du ressort
pour que le diamètre extérieur (da) diminué par les parties meulées (43) du ressort
(19) présente un faible jeu par rapport au diamètre intérieur de la chambre à ressort
(21).
2. Injecteur de carburant selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la chambre à ressort (21) est de forme cylindrique et son diamètre intérieur est inférieur
au diamètre extérieur du ressort (19) non usiné, ne comportant pas encore les parties
meulées (43).
3. Injecteur de carburant selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le rapport y/z du ressort (19) est situé de préférence dans la plage de 1,05 à 1,3.