[0001] Die Erfindung handelt von einer Webmaschine, insbesondere Reihenfachwebmaschine mit
einer Webkantenschnitteinrichtung, die eine Abfallkante erzeugt, welche als Band von
einer Abziehvorrichtung abgezogen wird und unter Einwirkung von Schwerkraft in einem
Behälter A abgelegt wird.
[0002] Eine Möglichkeit für die Entsorgung von Abfallkanten ist in der JP-A-06041849 gezeigt.
Es handelt sich um eine periodische Entsorgung von Abfallkanten, die über eine Abziehvorrichtung
als Band in einem Behälter aufgefangen wird. Zur Entsorgung wird vorgeschlagen, entweder
den Behälter zu einer Overhead-Saugeinrichtung zu fahren und das Band aus dem Behälter
zu saugen, oder mit einer Overhead-Saugeinrichtung zum Behälter zu fahren, um das
Band abzusaugen. Um die Absaugung nur periodisch betreiben zu müssen und um in der
Zwischenzeit einen Puffer mit dem Band bilden zu können, wird der abzusaugende Teil
durch eine Schnitteinrichtung vom nachlaufenden Band abgetrennt. Diese Art der Abfuhr
ist insofern umständlich als ganze Einheiten wie Behälter und Overhead-Saugeinrichtungen
bewegt werden müssen und mögliche Quellen für Störungen sind. Im weiteren sind Webmaschinen
mit hoher Kapazität wie zum Beispiel Reihenfachwebmaschinen derart schnell, dass grosse
Abfallmengen zur Entsorgung anstehen.
[0003] Die vorliegende Erfindung hat die Aufgabe ein zuverlässiges System für die Abfallentsorgung
an Webmaschinen, insbesondere an Reihenfachwebmaschinen zu schaffen. Diese Aufgabe
wird mit den Kennzeichen von den unabhängigen Ansprüchen 1, 3 und 9 erfüllt.
[0004] Die Vorteile der Erfindung liegen darin, dass die Abfälle mehrerer Webmaschinen zentral
gebunkert werden können, wobei je nach dem Material der Abfälle in verschiedene oder
gleiche Sammelleitungen eingespeist werden kann. Dadurch, dass beispielsweise Flug
und Schussfadenreste einerseits und andererseits Abfälle mit Kettfadenmaterial zunächst
getrennt in eine für chargenweisen Lufttransport geeignete Form gebracht werden und
diese Chargen über ortsfeste Transporteinrichtungen auf die gleiche oder in verschiedene
Sammelleitungen gebracht werden, kann bei jedem Artikelwechsel an der Webmaschine
mit wenig Aufwand eine optimale Entsorgung voreingestellt werden. Abfallkanten und
eventuell überzählige Kettfäden mit Synthetikmaterial können so getrennt von Flug
und Baumwollschussfadenresten zentral entsorgt werden. Zur Entsorgung ist an der Webmaschine
kein Personal notwendig. Ebenso können Abfälle bei Artikeln mit nur Baumwollabfällen
auf eine Sammelleitung "für Baumwollabfälle" und bei Artikeln mit Synthetikmaterial
in Kett- und Schussfäden auf eine Sammelleitung "für Synthetikabfälle" geführt werden.
Falls in einem solchen Zusammenhang an die Wiederaufbereitung von Material aus einem
zentralen Abfallbunker gedacht wird und sich das Trennen von beigemischtem Flug als
zu aufwendig gestaltet, kann der Flug an der Webmaschine auch separat abgesaugt und
aus einem separaten Behälter B in eine Sammelleitung ausgeschleust werden. Mit diesem
Konzept ist eine kostengünstige Vollautomatisierung der Abfallentsorgung von der Webmaschine
bis zu einem zentralen Abfallbunker möglich.
[0005] Durch das Zerkleinern von endlos anfallenden Bändern und Kettfäden kann ein Zwischenspeicher
A geschaffen werden, aus dem in regelmässigen Abständen über eine ortsfeste Transporteinrichtung
kleinere Chargen in eine Sammelleitung gegeben werden. Dabei kann die Chargengrösse
durch das Zeitintervall so klein gewählt werden, dass die Sammelleitung nicht zu gross
ausgelegt werden muss. Falls die Transporteinrichtungen an verschiedenen Webmaschinen
miteinander in ihrer Steuerung vernetzt sind, kann diese so ausgelegt werden, dass
immer nur eine Transporteinrichtung in eine Sammelleitung einspeisen kann und dass
die anderen Transporteinrichtungen in einer Warteschlange nachgeschaltet sind, um
die Sammelleitung mit ihrem Luftstrom nicht so gross auslegen zu müssen. Wenn die
Wege von den Webmaschinen zu dem Zentralbunker im Verhältnis zu den Transportgeschwindigkeiten
in den Sammelleitungen und den Taktzeiten bei mehreren Webmaschinen nicht zu gross
sind, genügt es nur eine Sammelleitung für mehrere Webmaschinen mit mehreren Abfallsorten
und im Abfallbunker für diese Sammelleitung Weichen, die zu den verschiedenen Abfallsorten
führen, vorzusehen. Die Bedingung für eine übergeordnete Steuerung ist in diesem Fall,
dass die einem Behälter A oder B zugeordnete Abfallsorte der Steuerung eingegeben
ist und dass die verfügbare Taktzeit ausreicht, um die richtige Weiche im Abfallbunker
zu stellen und um eine Abfallcharge von einer Transporteinrichtung an einer Webmaschine
bis in den passenden Abfallbehälter im zentralen Abfallbunker zu befördern. Es versteht
sich, dass in dieser Taktzeit auch die Streuung der Schaltelemente und die Streuung
der Transportgeschwindigkeit Platz haben muss.
[0006] Im weiteren ist es vorteilhaft, wenn die Schwerkraft zur Eingabe des Abfalls in eine
Sammelleitung mit benutzt wird, da dann nur noch ein Schliesselement wie beispielsweise
eine motorisch betätigte Stauklappe notwendig ist, um einen abrufbaren Abfallpuffer
zu bilden. Da Versorgungsleitungen für Webmaschinen mit Vorteil in Kanälen unter dem
Niveau des Maschinenbodens verlegt werden, können in solchen Kanälen auch die Sammelleitungen
untergebracht werden. Ausserdem steht dann genug Gefälle zu Verfügung, um die Schwerkraft
in den Transporteinrichtungen mitzuverwenden.
[0007] Da die Transporteinrichtungen nur kurzzeitig öffnen und in die Sammelleitungen entleeren,
kann es vorteilhaft sein, in der Sammelleitung einen ständigen Transportstrom aufrecht
zu erhalten und aus den Transporteinrichtungen mit tangential zum Luftstrom einmündenden
Einlaufrohren den Abfall wie mit einer Strahlpumpe anzusaugen und weiter zu befördern.
[0008] Im Fall einer eigenen Absaugung auf einer Webmaschine beispielsweise für Flug und
Schussfadenreste in einen Behälter B herrscht in diesem Abscheidebehälter ein Unterdruck,
der durch ein einfaches Oeffnen- und Schliessenelement in Wechselwirkung mit dem Druck
im Einlaufrohr geraten würde. Die Absaugfunktion an der Webmaschine wäre hier nur
noch in Ausnahmefällen sichergestellt. Aus diesem Grund ist es von Vorteil, einen
solchen Behälter B über eine als Schleuse ausgebildete Transporteinrichtung chargenweise
in die Sammelleitung zu entleeren, wobei zum Beispiel die Transporteinrichtung als
ein Flügelrad ausgebildet sein kann, welches sich unter Mitwirkung der Schwerkraft
in ein Einlaufrohr entleert. Eine solche Vorrichtung hat den Vorteil, dass die Drücke
vor und nach der Transporteinrichtung unabhängig voneinander sind.
[0009] Grundsätzlich besteht die Möglichkeit ein solches Entsorgungssystem von vornherein
in einer Webmaschine mit einzuplanen. Es ist aber ebenso möglich dieses System als
ein selbständiges Modul auszuführen, das an verschiedene Webmaschinentypen anbaubar
ist. Im ersteren Fall sind die Geber und Stellglieder der Einrichtung mit in die Webmaschinensteuerung
integriert, wobei z.B. das zentrale Sammelsystem mit der Erzeugung von einem eigenen
Luftstrom in den Sammelleitungen eine eigene Steuerung erhält. Es ist jedoch genauso
möglich dem separaten Modul eine eigene Steuerung zu geben, die mit der Maschinensteuerung
oder einer zentralen Steuerung verknüpft ist. Die Verknüpfung mit einer zentralen
Steuerung ist insofern unproblematisch, als das Modul auch "blind" getaktet werden
kann, da es unabhängig davon, ob die betreffende Webmaschine steht oder in Betrieb
ist, seine Funktion ausführen kann, d.h. eine Ausschleusung vornehmen kann. Falls
mehrere Sammelleitungen über eine Weiche ansteuerbar sind, kann eine Antriebseinheit
zu der Weiche sowohl in die Maschinensteuerung als auch in die Steuerung des Moduls
integriert werden, um die Weichenverstellung über eine Steuereingabe möglich zu machen.
[0010] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Beispielen erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- Schematisch die Ansicht einer Reihenfachwebmaschine mit verschiedenen Absaugungen
und mit einer Abziehvorrichtung für Abfallkanten und überzählige Kettfäden;
- Fig. 2
- schematisch in einem vergrösserten Schnitt eine Abfallentsorgung an einer Anordnung
nach Fig. 1 und
- Fig. 3
- schematisch im verkleinerten Massstab zu Fig. 2 einen Querschnitt durch zwei verschiedene
Sammelleitungen, die über eine Weiche aus einer Transporteinrichtung gemäss Fig. 2
ansteuerbar sind.
[0011] In Fig. 1 ist eine Reihenfachwebmaschine 25 zu sehen, die Seitengestelle 28, 28'
aufweist, zwischen denen der nicht sichtbare Kettbaum, die Kettfäden 24, das Tuch
23 und der Warenbaum 22 mit Wickeleinrichtung 27 angeordnet sind. Der eigentliche
Webvorgang passiert an einem Webrotor, der unter einer Abdeckung 26 angeordnet ist,
indem die um einen Teilumfang am Webrotor anliegenden Kettfäden von Kämmen des Webrotors
als Fächer durchgekämmt werden und während dem Durchkämmen Schussfäden in die Fächer
eingeschossen werden. Am Austritt der Kettfäden aus dem Webrotor werden die Schüsse
angeschlagen und bilden so das Tuch 23.
[0012] Am Tuch 23 werden beidseitig die Webkanten beschnitten und es entstehen Abfallkanten
in Form von Bändern 1, 2, die über Umlenkungen 20 von einer Abziehvorrichtung 3 abgezogen
werden, welche zwei unter einem Anpressdruck gegeneinander drehende Riffelwalzen 18
aufweist. Ueberzählige Kettfäden 14 werden ebenfalls der Abziehvorrichtung 3 zugeführt.
Mit einem Ansaugrohr 21 werden in einem Ast 21a der Flug unter der Abdeckung 26, in
einem Ast 21b die Schussfadenspitzen bei der Schussankunft und in einem Ast 21c defekte
Schussfäden bei der Schussfadenbruchbehebung angesaugt, wobei ein Sauggebläse 4 (siehe
Fig. 2) vorhanden sein muss, um den nötigen Unterdruck im Ansaugrohr 21 zu erzeugen.
[0013] In Fig. 2 ist unterhalb der Abziehvorrichtung 3 ein Behälter A angeordnet, in welchen
die Bänder 1, 2 und überzählige Kettfäden 14 über einen Trichter 17 eingespeist werden.
An den Trichter 17 schliesst eine Schneidvorrichtung 6 mit einem Antrieb 6' an, der
so von einer Steuerung 15 angesteuert wird, dass überzählige Kettfäden 14 und Bänder
1, 2 in Abschnitte 7 von etwa 10 cm Länge geschnitten werden und sich als Schüttgut
am Boden des Behälters A sammeln. Behälter A und Schneidvorrichtung 6 sind durch einen
Deckel 19 abgedeckt. Der Boden ist gleichzeitig in Form eines Schiebers mit einem
Antrieb 8' Bestandteil einer Transporteinrichtung 8, die hinter dem Schieber ein Einlaufrohr
33 aufweist, um das Schüttgut chargenweise einer Sammelleitung 11 unter Mitwirkung
der Schwerkraft zuzuführen. Die Sammelleitung 11 ist von einem Luftstrom 12 durchflossen,
der das Schüttgut zu einem zentralen Abfallbunker mitnimmt. Der Antrieb 8' der Transporteinrichtung
8 wird von der Steuerung 15 so getaktet, dass die Chargen an Schüttgut klein genug
sind, um vom Luftstrom 12 mitgenommen zu werden. Ein Sensor 16, der ebenfalls mit
der Steuerung 15 verbunden ist, überwacht die Füllhöhe im Behälter A, um eventuelle
Stauungen anzuzeigen und zu alarmieren.
[0014] Fig. 2 zeigt weiterhin einen Behälter B in den das Ansaugrohr 21 (siehe Fig. 1) mündet.
Der Behälter B ist nach oben durch ein Sieb abgeschlossen, an welches ein Sauggebläse
4 mit Antrieb 4' anschliesst, um die notwendige permanente Strömung im Ansaugrohr
21 zu erzeugen. Dabei saugt das Gebläse 4 durch einen Filter 5 im Behälter B aus einem
verschmutzten Luftstrom 31 einen Luftstrom an, der als gereinigter Luftstrom 32 in
das Gebläse 4 gelangt. Flug 10 und Schussfadenreste gelangen als verschmutzte Strömung
31 in den Behälter B und lagern sich am Behälterboden ab, der durch eine Transporteinrichtung
9 in Form eines Flügelrades mit Kammern 13 gebildet wird. Die jeweilig zum Behälter
B hin offene Kammer 13 füllt sich mit Flug und Schussfadenresten und wird von einem
Antrieb 9' um eine Kammerteilung weitergedreht, bis die Kammer zu einem Einlaufrohr
34 offen ist und der Abfall über das darunter liegende Einlaufrohr in eine Sammelleitung
11 fallen kann, die in diesem Fall die gleiche Sammelleitung für Kett- und Schussfadenabfälle
ist. Das Flügelrad bildet mit den Kammern 13 eine Schleuse, die den Druck im Behälter
B unabhängig vom Druck in der Sammelleitung 11 macht. Falls man auf eine Transporteinrichtung
9 in Form einer Schleuse verzichtet und nur ein Absperrorgan analog zum Behälter A
verwendet, muss man sicher sein, dass das kurzzeitige Oeffnen zur Sammelleitung 11
keine nachteiligen Auswirkungen auf die Absaugung an der Webmaschine mit sich bringt.
[0015] Die Sammelleitung ist in einem Kanal 29 unterhalb vom Aufstellboden 30 für die Webmaschinen
verlegt. Die Einlaufrohre 33, 34 von den Behältern A, B sind über Flansche mit Stutzen
an der Sammelleitung 11 verbunden, wobei die Stutzen einen gekrümmten Einlauf 39 zur
Sammelleitung 11 aufweisen. Dies hat den Vorteil, dass kein Material beim Uebergang
in die Sammelleitung hängen bleiben kann.
[0016] Ausserdem haben solche Uebergänge den Vorteil, dass bei einem Luftstrom 12 mit einem
hohen Geschwindigkeitsanteil der Staudruck höher als Atmosphärendruck in der Sammelleitung
sein darf, ohne dass eine Rückströmung in Einlaufrohre 33 mit Atmosphärendruck stattfindet.
Die Sammelleitung 11 wirkt dann eher wie eine Strahlpumpe, die Material aus den Einlaufrohren
33, 34 ansaugt. Zum Transport in den Sammelleitungen und für die Druckverluste unterwegs
können daher grössere Druckdifferenzen eingesetzt werden, als wenn an der zentralen
Sammelstelle nur ein saugendes Gebläse installiert ist.
[0017] Das Sauggebläse 4 an der Webmaschine ist über seinen Antrieb 4' mit der Steuerung
15 des Moduls verbunden. Es könnte aber auch direkt über die Maschinensteuerung mit
dem Betrieb der Webmaschine gekoppelt sein, da das Ansteuern von der Transporteinrichtung
9, 9' unabhängig vom Betrieb der Webmaschine ausgelöst werden darf.
[0018] In Fig. 3 ist eine Weiche 40 gezeigt, die zwischen dem Einlaufrohr 33, 34 und verschiedenen
Sammelleitungen 11 angebracht ist, um je nach Zusammensetzung des Materials eines
Artikels in die eine oder andere Sammelleitung 11 einzuspeisen. An das Einlaufrohr
33 ist ein flexibler Schlauch 35 mit einer Schlauchbride 36 angeschlossen und am anderen
Ende auf einem Flachschieber 37 fixiert. Die Befestigung geschieht ebenfalls mit einer
Schlauchbride an einem Rohrstück, das gleichzeitig einen Durchbruch an dem Flachschieber
37 bildet. Der Flachschieber 37 kann nun wahlweise mit einem Hub 38 über den Einlauf
39 der linken oder rechten Sammelleitung 11 gebracht werden, um Schussfadenreste mit
Flug 10 und Kettfadenmaterial 1, 2, 14 je nach Materialzusammensetzung auf die passende
Sammelleitung zu führen.
[0019] Aehnliche Weichen lassen sich auch in einem Zentralbunker für eine Sammelleitung
verwenden, um einzelne Abfallchargen nach ihrer Zusammensetzung gezielt verschiedenen
Abfallbehältern zuzuführen.
1. Webmaschine, insbesondere Reihenfachwebmaschine mit einer Webkantenschnitteinrichtung,
die eine Abfallkante erzeugt, welche als Band (1, 2) von einer Abziehvorrichtung (3)
abgezogen wird und unter Einwirkung von Schwerkraft in einem Behälter A abgelegt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Abziehvorrichtung (3) und dem Behälter A
eine Schneidvorrichtung (6) installiert ist, die das Band (1, 2) dem Behälter A in
Form von kurzen Bandabschnitten (7) von beispielsweise 10 cm zuführt, und dass an
den Behälter A eine ortsfeste Transporteinrichtung (8, 8', 33) angeschlossen ist,
die bei einer vorgegebenen Behälterfüllung den Inhalt abgeschlossen in eine an mehrere
Webmaschinen anschliessbare Sammelleitung (11) entleert, welche von einem Luftstrom
(12) durchflossen ist.
2. Webmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Transporteinrichtung
aus einem Einlaufrohr (33) zur Sammelleitung (11) und aus einem Sperrelement beispielsweise
in Form einer Stauklappe (8) besteht, bei deren Oeffnen der Behälterinhalt unter Mitwirkung
von Schwerkraft durch das Einlaufrohr (33) in die Sammelleitung (11) fällt.
3. Webmaschine mit einer Absaugvorrichtung, bei der ein Sauggebläse (4) an einem Filter
(5) Flug und Garnreste (10) in einem Behälter B abscheidet, dadurch gekennzeichnet,
dass an den Behälter B eine Transporteinrichtung (9) angeschlossen ist, die bei einer
vorgegebenen Behälterfüllung den Inhalt abgeschlossen über ein Einlaufrohr (34) in
eine für an mehrere Webmaschinen anschliessbare Sammelleitung (11) entleert, welche
von einem Luftstrom (12) durchflossen ist.
4. Webmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens
eine Transporteinrichtung (8, 9) Kammern (13) mit Trennwänden, beispielsweise ein
Flügelrad mit vier Kammern (13), aufweist, um unabhängig vom Druckunterschied zwischen
Behältern A oder B und Sammelleitungen (11) Festkörper (7, 10) aus den Behältern A
oder B in eine Sammelleitung (11) einzuschleusen.
5. Abfallpuffer für Webmaschinen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei denen der Abfall
in Form von Flug und Garnresten (10) sowie in Form von bandartigen Abfallkanten (1,
2) und eventuell überzähligen Kettfäden (14) anfällt, dadurch gekennzeichnet, dass
der Abfallpuffer als separates Modul zur Webmaschine ausgeführt ist und einen Behälter
A aufweist, der an einem Eintritt mit einer Schneidvorrichtung (6) für band- und fadenförmiges
Material (1, 2) und an einem Austritt mit einer Transporteinrichtung (8, 8', 33) versehen
ist, um bei einer vorgesehenen Behälterfüllung den Inhalt an Feststoffen (7) an eine
Sammelleitung (11) abzugeben, und dass das Modul einen Behälter B mit einem Sauggebläse
(4) und einem Abscheidefilter (5) für Flug und Garnreste (10), sowie eine Transporteinrichtung
(9, 9', 34) aufweist, um bei einer vorgesehenen Behälterfüllung den Inhalt an Feststoffen
an eine Sammelleitung (11) abzugeben.
6. Abfallpuffer für Webmaschinen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die Transporteinrichtungen (8, 9), das Sauggebläse (4), sowie eventuelle Weichen
(40) über Antriebseinheiten (8', 9', 4') verfügen, die direkt oder indirekt mit der
Steuerung der Webmaschine verbunden sind.
7. Abfallpuffer für Webmaschinen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Modul
für die Schneidvorrichtung (6), das Sauggebläse und die Transporteinrichtungen eine
Steuerung (15) aufweist, die ihrerseits mit der Steuerung der Webmaschine verbindbar
ist.
8. Webmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4 oder Abfallpuffer nach einem der Ansprüche
4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an die Transporteinrichtung (8, 9) eine Weiche
(40) beispielsweise in Form einer Umsteuerklappe anschliesst, mit der der Inhalt eines
Behälters A, B entsprechend seiner Materialzusammensetzung wahlweise auf verschiedene
Sammelleitungen (11) umsteuerbar ist.
9. Verfahren zum Betreiben der Abfallentsorgung an Webmaschinen oder Abfallpuffern nach
einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Webmaschinen und/oder
mehrere Abfallpuffer über gemeinsame Sammelleitungen (11) mit einem zentralen Gebläse
verbunden sind, um die Abfälle (7, 10) in den Sammelleitungen (11) zu einem zentralen
Abfallbehälter zu transportieren, wobei die Sammelleitungen (11) in Strömungsrichtung
einlaufende Einmündungen (39) aufweisen, in denen die Abfälle vom Strahl der Strömung
(12) wie von einer Strahlpumpe angesaugt und mitgenommen werden.