[0001] Die Erfindung betrifft eine Trocken- und/oder Fixiervorrichtung zur Wärmebehandlung
einer Warenbahn gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Aus der EP-B-0 471 162 ist eine Konvektions-Trocken-Fixiermaschine zum thermischen
Behandeln einer textilen Warenbahn bekannt, wobei die Warenbahn im breitgespannten
Zustand durch wenigstens ein Behandlungsfeld transportiert und dabei einem Behandlungsgas
ausgesetzt wird. Das Behandlungsfeld weist ein oberes und ein unteres, sich über die
gesamte Breite und Länge des Behandlungsfeldes erstreckendes Düsensystem auf, an das
je ein Ventilator angeschlossen ist, der jeweils in einem dem jeweiligen Düsensystem
vorgeschalteten Druckkasten angeordnet ist.
[0003] Die beiden Ventilatoren sind dabei im wesentlichen in gleicher Höhe und auf der gleichen
Seite des Behandlungsfeldes derart angeordnet, daß der Einlaß des einen Druckkastens
ein durch den Einlaß des anderen Druckkastens führendes Ansaugrohr zum Rückströmraum
besitzt. Durch Variation der Drehzahl der Ventilatoren kann der Druck im oberen und
unteren Düsensystem verändert werden, um unterschiedliche Behandlungseffekte der Warenbahn
zu erreichen.
[0004] Die Luftführung eines Trockners wird üblicherweise für die maximal geförderte Luftmenge
ausgelegt. Bei voller Drehzahl der Ventilatoren sind die Strömungs- und Druckverhältnisse
im oberen bzw. unteren Düsensystem so, daß eine Gleichverteilung der geförderten Luftmenge
über die Breite der Warenbahn erreicht wird. Wird bei der bekannten Trocken- und Fixiermaschine
die Drehzahl verringert, also mit verringerter Luftmenge gearbeitet, wird der Füllungsgrad
des aus Druckkasten und Düsensystem bestehenden Luftführungssystems schlechter. Dadurch
werden auch die Strömungsbedingungen insofern verändert, als daß sich die austretende
Luftmenge nicht mehr gleichmäßig über die Breite der Warenbahn verteilt. Der dynamische
Druck des strömenden Mediums wird am Ende des Düsensystems, d.h. am Düsenfuß zu einem
höheren statischen Druck als am Düsenhals führen. Dadurch bedingt wird sich die austretende
Menge des Behandlungsgases vom Düsenhals bis zum Düsenfuß kontinuierlich vergrößern.
[0005] Dies bedeutet jedoch, daß am Ende des Düsensystems wegen der erhöhten Luftmenge auch
ein erhöhter Wärmeübergang an der Warenbahn erfolgt und insofern eine asymmetrische
Trocknung stattfindet.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Trocken- und Fixiervorrichtung
gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 dahingehend zu verbessern, daß auch bei einer
Variation der Luftmenge eine hohe Produktqualität gewährleistet ist.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das kennzeichnende Merkmal des Anspruches
1 gelöst. Erfindungsgemäß werden die beiden Ventilatoren innerhalb eines Behandlungsfeldes
diagonal gegenüberliegend angeordnet. Reduziert man bei einem solchen Konzept die
strömenden Behandlungsgasmengen durch Ventilatordrehzahlreduktion oder Klappeneinstellung,
dann treten zwar die oben beschriebenen Effekte in gleicher Weise auf, heben sich
aber zum Teil wieder auf, da diese Effekte durch die beiden diagonal gegenüberliegenden
Ventilatoren entsprechend auch auf gegenüberliegenden Seiten wirksam werden.
[0008] Weitere Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche
und werden im folgenden anhand der Beschreibung und der Zeichnung näher erläutert.
[0009] In der Zeichnung zeigen
- Fig.1
- eine schematische Seitenansicht eines Ausführungsbeispieles,
- Fig.2
- eine schematische Aufsicht des Ausführungsbeispieles,
- Fig.3
- eine schematische Seitenansicht gemäß Fig.1 mit Darstellung der Strömungsverhältnisse
bei hohem Druck,
- Fig.4
- eine schematische Seitenansicht gemäß Fig.1 mit Darstellung der Strömungsverhältnisse
bei reduziertem Druck,
- Fig.5
- eine schematische Seitenansicht gemäß Fig.1 mit Darstellung der Strömungsverhältnisse
bei reduziertem Druck und Verwendung einer Vordrossel und
- Fig.6
- eine Darstellung der Druckverhältnisse in den einzelnen Düsenfingern.
[0010] In den Fig.1 und 2 ist ein Behandlungsfeld 10 einer Trocken- und/oder Fixiervorrichtung
zur Wärmebehandlung einer Warenbahn dargestellt. Üblicherweise sind in einer Trocken-
und/oder Fixiervorrichtung mehrere Behandlungsfelder hintereinander angeordnet, durch
die die Warenbahn im breitgespannten Zustand transportiert und dabei einem Behandlungsgas
ausgesetzt wird.
[0011] Das dargestellte Behandlungsfeld 10 weist ein unteres und ein oberes, sich über die
gesame Breite und Länge des Behandlungsfeldes erstreckendes Düsensystem 1, 2 auf,
an das je ein Ventilator 3, 4 angeschlossen ist, der jeweils in einem dem jeweiligen
Düsensystem 1, 2 vorgeschalteten Druckkasten 5, 6 angeordnet ist.
[0012] Wie insbesondere aus Fig.2 zu ersehen ist, wird das untere Düsensystem 1 durch eine
Vielzahl von Düsenfingern 1a bis 1g gebildet, die in Transportrichtung 14 hintereinander
angeordnet und an den gemeinsamen Druckkasten 5 angeschlossen sind. Der Druckkasten
5 erstreckt sich somit in Transportrichtung 14 über die gesamte Länge des Behandlungsfeldes
10.
[0013] Das obere Düsensystem 2 ist analog aufgebaut und weist somit auch eine Vielzahl von
Düsenfingern 2a bis 2g auf, die an den sich über die gesamte Länge erstreckenden Druckkasten
6 angeschlossen sind.
[0014] Zwischen den beiden Düsensystemen 1, 2 wird eine zu behandelnde Warenbahn 7 geführt,
indem sie beispielsweise in üblicher Weise an ihren beiden Längsrändern 7a, 7b durch
geeignete Haltemittel, beispielsweise Kluppen oder Nadelleisten erfaßt wird, die an
zwei Spann- bzw. Transportketten befestigt sind, so daß die Warenbahn dann im breitgeführten
Zustand und bei kontinuierlichem Transport wärmebehandelt werden kann. Die nicht näher
dargestellten Transportketten werden dabei mit entsprechendem Querabstand zueinander
im Bereich der Längsränder 7a, 7b der Warenbahn in Führungsschienen geführt.
[0015] Die einzelnen Düsenfinger der beiden Düsensysteme 1, 2 weisen auf ihren der Warenbahn
7 zugewandten Flächen Düsenöffnungen auf, durch die das Behandlungsgas aus dem Düsensystem
strömt.
[0016] Die beiden Druckkästen 5, 6 erstrecken sich auf gegenüberliegenden Seiten der Warenbahn
7. Die Ventilatoren 3, 4 sind im Druckkasten 5 bzw. 6 derart angeordnet, daß sie bezüglich
des Behandlungsfeldes 10 diagonal gegenüberliegen.
[0017] Die beiden Ventilatoren 3, 4 werden über je einen Motor 3a bzw. 4a um eine horizontal
liegende Achse angetrieben. Zur Gewährleistung einer ausreichenden Kühlung der beiden
Motoren 3a, 4a werden diese zweckmäßig außerhalb des isolierten Gehäuses 17 der Trocken-
und/oder Fixiervorrichtung angeordnet.
[0018] Zur Erwärmung des durch die Ventilatoren angesaugten und über die Düsensysteme auf
die Warenbahn 7 aufgebrachten Behandlungsgases kann jedem Ventilator eine nicht näher
dargestellte Heizeinrichtung zugeordnet werden.
[0019] Die beiden Ventilatoren 3, 4 stehen ferner mit einer Steuereinheit 13 in Verbindung,
über die die aus den Düsensysteme 1, 2 ausströmende Behandlungsgasmenge geregelt werden
kann. Diese Regelung erfolgt zweckmäßigerweise durch eine Veränderung der Drehzahl
der beiden Ventilatoren.
[0020] Die erfindungsgemäße Vorrichtung sieht ferner Mittel zur Überwachung der Durchbiegung
der Warenbahn 7 vor. Diese Mittel werden beispielsweise durch einen Lichtsender 8
und einen Lichtempfänger 9 gebildet, wobei die Lichtstrahlen im dargestellten Ausführungsbeispiel
quer zur Transportrichtung (Pfeil 14) vom Lichtsender 8 zum Lichtempfänger 9 gerichtet
sind. Im Rahmen der Erfindung ist selbstverständlich auch eine Anordnung denkbar,
bei der die ausgesandten Lichtstrahlen im wesentlichen in Längsrichtung durch die
Vorrichtung geschickt werden.
[0021] Zweckmäßigerweise wird durch einen Lichtstrahl oberhalb der Warenbahn und einen Lichtstrahl
unterhalb der Warenbahn ein mittlerer Bereich zwischen den beiden Dü-sensystemen 1,
2 markiert, in dem die Warenbahn 7 gehalten wird.
[0022] Lichtsender 8 und Lichtempfänger 9 sind mit der Steuereinheit 13 verbunden, so daß
bei einer festgestellten zu großen Durchbiegung der Warenbahn 7 ein korrigierender
Regeleingriff durch Änderung der Gasströmung, insbesondere bezüglich der Gasmenge,
aus den Düsen durch Veränderung der Drehzahl des entsprechenden Ventilators erfolgt.
[0023] Anstatt des Lichtsenders und des Lichtempfängers könnten auch Drucksensoren zur Erfassung
des Drucks des aus dem unteren bzw. oberen Düsensystem 1, 2 ausströmenden Behandlungsgases
vorgesehen werden. Durch eine entsprechende Auswertung und Regelung über die Steuereinheit
13 kann sichergestellt werden, daß der Düsendruck auf beiden Seiten der Warenbahn
7 identisch ist. Um die Warenbahn annähernd in einer mittleren Warenbahn-Transportebene
zu halten, kann hierbei natürlich auch das Gewicht der Warenbahn berücksichtigt werden,
so daß der Druck im den unteren Düsensystem um einen entsprechenden Wert gegenüber
dem Druck des oberen Düsensystems erhöht sein muß.
[0024] Werden sowohl die Drucksensoren, als auch Lichtsender 8 und Lichtempfänger 9 vorgesehen,
ist eine besonders zuverlässige Überwachung der Durchbiegung der Warenbahn 7 möglich.
[0025] In den Fig.3 bis 5 ist die Druckverteilung in den sich über die gesamte Breite der
Warenbahn 7 erstreckenden Düsenfingern bei verschiedenen Strömungsverhältnissen dargestellt.
[0026] Üblicherweise wird das Luftführungssystem, bestehend aus Ventilator, Druckkammer
und Düsensystem, für die maximal zu fördernde Luftmenge ausgelegt. Bei voller Drehzahl
des Ventilators ist der Druck am Eintritt 11a bzw. 12a (am Düsenhals) im wesentlichen
identisch mit dem Druck am Ende 11b bzw. 12b des Düsensystems (am Düsenfuß). Im Inneren
der Druckkammer 5 herrscht dann beispielsweise ein Druck von mehr als 1.000 Pa (Fig.3).
[0027] Bei diesen Druckverhältnissen wird die Warenbahn über ihre gesamte Breite gleichmäßig
mit Behandlungsgas beaufschlagt, wie das durch die Pfeile 15 angedeutet ist.
[0028] Bei jeder Trocken- und/oder Fixiervorrichtung ist es im Abhängigkeit des durchzuführenden
Prozesses erforderlich, Temperatur und Luftmenge zu variieren. So wird man in einem
Fixierbehandlungsfeld, in dem die Ware nicht mehr erwärmt zu werden braucht, keine
große Luftmenge fördern, sondern lediglich mit geringstmöglichem Volumen dafür Sorge
tragen, daß während der Verweilzeit die erforderliche Temperatur aufrechterhalten
wird. Dadurch spart man nicht nur Wärmeenergie, da eine wesentlich kleinere Luftmenge
umgewälzt und temperiert wird, sondern auch Elektroenergie, nachdem die Ventilatoren
bei kleinerer Drehzahl auch einen geringeren Betriebsstrom benötigen. Andererseits
gibt es durchaus auch empfindliche Produkte, bei denen man nicht mit den maximalen
Kernstrahlgeschindigkeiten von beispielsweise 40 m/s arbeiten kann, sondern bei denen
man sehr vorsichtig mit kleinen Düsengeschwindigkeiten vorgehen muß, um beispielsweise
eine mechanische Beschädigung des Produktes zu vermeiden. Aber auch aus prozeßtechnischen
Gründen werden ab und an kleinere Strömungsgeschwindigkeiten eingesetzt, um beispielsweise
vorzeitigen oder partiellen Farbumschlag bzw. Streifenbildung zu vermeiden.
[0029] Wird nun aufgrund des durchzuführenden Prozesses die Drehzahl des Ventilators verringert,
ergibt sich eine Druckverteilung über die Breite des Düsensystems wie sie in Fig.4
dargestellt ist. Der Druck im Druckkasten 4 beträgt dann beispielsweise nur noch 250
Pa. Bei diesen Verhältnissen ist der dynamische Druck des strömenden Mediums am Ende
11b des Düsensystems 1 wesentlich größer als am Eintritt 11a. Im Bereich des Eintritts
bilden sich insbesondere Wirbel und sogenanntes "Totwasser".
[0030] Die sich ergebende Druckverteilung macht deutlich, daß die Warenbahn 7 zwangsläufig
über ihre Breite ungleichmäßig mit Luft beaufschlagt wird und es daher über die Breite
zu unterschiedlichen Behandlungseffekten kommt. Erfindungsgemäß liegen jedoch die
beiden Ventilatoren innerhalb eines Behandlungsfeldes diagonal gegenüber. Dadurch
heben sich die nachteiligen Effekte auf die Behandlung der Warenbahn teilweise wieder
auf. Wie insbesondere aus Fig.4 zu ersehen ist, wird die Warenbahn 7 zwar auf der
Ober- bzw. Unterseite jeweils ungleichmäßig jedoch entsprechend entgegengesetzt mit
Luft beaufschlagt. Bei einer derartigen Anordnung ist zumindest gewährleistet, daß
die Summe der aus dem oberen und unteren Düsensystem ausströmenden Menge an Behandlungsgas
über die Breite der Warenbahn im wesentlichen konstant ist.
[0031] Eine Möglichkeit, eine annähernd gleichmäßige Behandlung der Warenbahn bei reduzierter
Drehzahl der Ventilatoren zu erreichen, ist in Fig.5 dargestellt. Hier ist innerhalb
des Düsensystems 1 bzw. 2 eine Vordrossel 16 vorgesehen, die der ungleichmäßigen Druckverteilung
gemäß Fig.4 entgegenwirkt. Mit einer derartigen Vordrossel 16 kann man eine im wesentlichen
über die gesamte Breite des Düsensystems gleichmäßige Druckverteilung des ausströmenden
Behandlungsgases erreichen. Man nimmt jedoch nicht nur zusätzliche Gestehungskosten,
sondern auch erhöhte Betriebskosten in Kauf. Der durch die Vordrossel bedingte zusätzliche
Druckverlust muß durch eine entsprechend erhöhte Ventilatorantriebsleistung ausgeglichen
werden.
[0032] Neben einer ungleichmäßigen Druckbeaufschlagung des Düsensystems über die Breite
der Warenbahn bei reduziertem Druck liegt ferner auch eine ungleichmäßige Beaufschlagung
der an einem Druckkasten angeschlossenen Düsenfinger in Transportrichtung 4 vor. Diese
ungleichmäßige Druckbeaufschlagung wird durch die Lage des Ventilators innerhalb des
Druckkastens hervorgerufen. Bei dem in Fig.2 dargestellten Ausführungsbeispiel wird
davon ausgegangen, daß sich die beiden Ventilatoren 3 und 4 jeweils vom Motor aus
gesehen links herum drehen. Sind die Ventilatoren wie dargestellt innerhalb eines
Behandlungsfeldes diagonal gegenüberliegend angeordnet, ergeben sich die in Fig.6
dargestellten Druckverhältnisse in den Düsenfingern 1a bis 1g des unteren Düsensystems
bzw. den Düsenfingern 2a bis 2g des oberen Düsensystems. In Fig.6 ist der Druck gegenüber
dem Ort dargestellt, wobei die Lage der einzelnen oberen und unteren Düsenfinger schematisch
angedeutet ist.
[0033] Bei der aus Fig.2 ersichtlichen Lage der beiden Ventilatoren 3, 4 und deren oben
angegebenen Drehrichtung ergeben sich die in Fig.6 dargestellten Druckverhältnisse,
wobei die durchgezogene Kennlinie 18 die Druckverhältnisse in den unteren Düsenfingern
1a bis 1g und die gestrichelt gezeichnete Kennlinie 19 die Druckverhältnisse in den
oberen Düsenfingern 2a bis 2g veranschaulicht. Man erkennt dabei, daß in den unteren
Düsenfingern der höchste Druck in den Düsenfingern 1a und 1b und der niedrigste Druck
in den Düsenfingern 1f und 1g vorherrscht. In den oberen Düsenfingern herrschen umgekehrte
Verhältnisse, so daß der geringste Druck in den Düsenfingern 2a und 2b und der höchste
Druck in den Düsenfingern 2f und 2g auftritt. Im Bereich der Düsenfinger 1d und 2d
herrschen etwa gleiche Druckverhältnisse. Wenngleich der Druck auf die Warenbahn 7
zunächst auf der Oberseite (Düsenfinger 1a, 1b, 1c) und anschließend auf der Unterseite
(Düsenfinger 2e, 2f, 2g) größer ist als auf der jeweils anderen Seite, ist der mittlere
Druck zweier übereinanderliegender Düsenfinger über die gesamte Länge des Behandlungsfeldes
in etwa konstant (siehe strichpunktierte Kennlinie 20).
[0034] Gerade bei reduziertem Druck haben sich die Mittel zur Überwachung der Durchbiegung
der Warenbahn als besonders vorteilhaft erwiesen. Indem diese Mittel unmittelbar mit
der Steuereinheit 13 verbunden sind, kann eine automatische Regulierung über die Veränderung
der Ventilatordrehzahl erfolgen.
[0035] Fig.4 läßt erkennen, daß die Gesamtmenge des Behandlungsgases aus den beiden Düsensystemen
über die Breite relativ konstant ist, jedoch die unterschiedliche Druckbeanspruchung
auf der Ober- und Unterseite der Warenbahn zwangsläufig zu einer unterschiedlichen
Durchbiegung der Warenbahn über ihre Breite führt. Die an den Längskanten 7a, 7b der
Warenbahn 7 angreifenden Spannmittel müssen daher gewährleisten, daß die Warenbahn
in ausreichendem Maße breitgespannt wird, um die Durchbiegung der Warenbahn in dem
Toleranzbereich zu halten. Die ungleichmäßige Druckbelastung über die Breite der Warenbahn
findet jedoch ohnehin erst bei reduziertem Druck statt, so daß die durch die Spannmittel
aufgebrachte Spannung üblicherweise ausreichend ist.
[0036] Die erfindungsgemäße Trocken- und/oder Fixiervorrichtung zeichnet sich mit ihren
beiden diagonal gegenüberliegend angeordneten Ventilatoren, durch eine besonders hochwertige
Trocknungs- und Wärmebehandlung der Warenbahn aus. Insbesondere bei reduzierten Drehzahlen
der Ventilatoren wirkt die Anordnung derselben einer ungleichmäßigen Behandlung entgegen.
1. Trocken- und/oder Fixiervorrichtung zur Wärmebehandlung einer Warenbahn (7), die in
breitgespanntem Zustand durch wenigstens ein Behandlungsfeld (10) transportiert und
dabei einem Behandlungsgas ausgesetzt wird, wobei das Behandlungsfeld ein oberes und
ein unteres, sich über die gesamte Breite und Länge des Behandlungsfeldes (10) erstreckendes
Düsensystem (1, 2) aufweist, an das je ein Ventilator (3, 4) angeschlossen ist, der
jeweils in einem dem jeweiligen Düsensystem vorgeschalteten Druckkasten (5, 6) angeordnet
ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Ventilatoren (3, 4) innerhalb eines Behandlungsfeldes
(10) diagonal gegenüberliegend angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Steuereinheit (13) zur
Regelung der aus dem oberen bzw. unteren Düsensystem (1, 2) ausströmenden Behandlungsgasmenge
vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinheit (13) mit
den Ventilatoren (3, 4) derart in Verbindung steht, daß die Regelung der Behandlungsgasmenge
durch Veränderung der Drehzahl der Ventilatoren (3, 4) erfolgt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel zur Überwachung der
Durchbiegung der Warenbahn vorgesehen sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinheit (13)
zur Regelung der Behandlungsgasmenge und die Mittel zur Überwachung der Durchbiegung
der Warenbahn derart zusammenwirken, daß die Warenbahn (7) durch entsprechende Regeleingriffe
annähernd in einer mittleren Warenbahn-Transportebene zum oberen und unteren Düsensystem
(1, 2) geführt wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Durchbiegung
der Warenbahn (7) Drucksensoren zur Erfassung des Drucks des aus dem oberen bzw. unteren
Düsensystem (1, 2) ausströmenden Behandlungsgases umfassen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Durchbiegung
der Warenbahn (7) einen Lichtsender (8) und einen Lichtempfänger (9) umfassen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das obere und untere Düsensystem
(1, 2) jeweils eine Vielzahl von Düsenfingern (1a bis 1g, 2a bis 2g) aufweisen, die
in Transportrichtung (14) der Warenbahn (7) hintereinander angeordnet sind und sich
jeweils über die gesamte Breite der Warenbahn erstrecken.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Düsenfinger (1a bis
1g, 2a bis 2g) zur Einstellung der über die Breite der Warenbahn (7) ausströmenden
Behandlungsgasmenge eine Vordrossel (16) aufweist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Ventilator (3, 4) eine
Heizeinrichtung (8, 9) zur Erwärmung des Behandlungsgases zugeordnet ist.