[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein induktives Bauelement nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
[0002] Bei induktiven Bauelementen, bei denen ein Kern aus ferromagnetischem Material und
ein Wickelkörper zur Aufnahme von elektrisch leitenden Wicklungen bereits zu einer
Einheit zusammengefügt sind, wird bisher diese Einheit aus Kern und Wickelkörper durch
Kleben fest mit einem Tragerkörper verbunden, der eine an die Einheit aus Kern und
Wickelkörper angefaßte Form sowie Anschlußstifte für den elektrischen Anschluß der
Bauelementewicklungen aufweist. Dabei kann es beispielsweise durch unterschiedliche
thermische Ausdehnungskoeffizienten des Klebers und der Bauelementeteile zu Beschädigungen
und Zerstörungen der Bauelementeteile insbesondere der Kerne durch Brechen oder durch
Risse kommen. Darüber hinaus können die Bauelementeeigenschaften auch durch Kleberverunreinigungen
beeinträchtigt werden.
[0003] Es ist zwar bekannt, bei induktiven Bauelementen Magnetkernhälften und Spulenkörper
dadurch fest miteinander zu verbinden, daß die Magnetkernhälften und der Spulenkörper
zusammengesetzt und durch Klammern zusammengehalten werden, wobei die Klammern an
den Magnetkernhälften angreifen. Dazu wird beispielsweise auf das Datenbuch Ferrite
und Zubehör, 1994, Seiten 215 und 357 der Anmelderin hingewiesen. Dies ist jedoch
bei Bauelementen der oben genannten Art noch nicht in Betracht gezogen worden.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine langzeitstabile, mechanisch
belastbare Verbindung bei induktiven Bauelementen der oben genannten Art anzugeben.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einem induktiven Bauelement der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
durch die Maßnahmen des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0006] Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.
[0007] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in den Figuren der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt:
- Figur 1A und 1B
- eine bauliche Einheit aus einem ferromagnetischem Kern und einem Wickelkörper eines
induktiven Bauelementes; und
- Figur 2A, 2B bis 4A, 4B
- jeweils eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Bauelementes.
[0008] Die Figuren 1A und 1B zeigen in Vorderansicht bzw. Seitenansicht eine bauliche Einheit
aus einem Kern 10, 11 aus ferromagnetischem Material und einem Wickelkörper 12. Der
Kern 10, 11 ist dabei ein Doppel-E-Kern mit einem Außenrahmen 10 und einem Mittelsteg
11. Auf den Mittelsteg 11 ist der Wickelkörper 12 derart aufgesetzt, daß Kern 10,
11 und Wickelkörper 12 eine bauliche Einheit bilden. Die Kernform ist hier lediglich
als Beispiel angeführt. Es ist jede Kernform möglich, die mit einem Wickelkörper zu
einer Einheit im vorstehenden Sinn zusammengefügt werden kann.
[0009] Die Figuren 2A und 2B zeigen in Seitenansicht bzw. Vorderansicht eine erste Ausführungsform
eines induktiven Bauelementes. Dabei ist eine der baulichen Einheit aus Kern 10 und
Wickelkörper 12 nach den Figuren 1A und 1B entsprechende bauliche Einheit vorgesehen.
Der Mittelsteg 11 nach den Figuren 1A und 1B ist in den Figuren 2A und 2B nicht eigens
dargestellt.
[0010] Bei dieser Ausführungsform ist ein L-förmiger Tragerkörper 20-1, 20-2, 21 mit zwei
Schenkeln 21-1 bzw. 21-2 vorgesehen, wobei einer der Schenkel, im Ausführungsbeispiel
der Schenkel 21-1, eine Ausnehmung 21 zur Aufnahme des Wickelkörpers 12 aufweist.
Die bauliche Einheit aus Kern 10 und Wickelkörper 12 liegt an dem die Ausnehmung 21
aufweisenden Schenkel 20-1 auf und sitzt auf dem darauf senkrecht stehenden Schenkel
20-2 auf.
[0011] Erfindungsgemäß wird die bauliche Einheit aus Kern 10 und Wickelkörper 12 mittels
einer den Schenkel 20j-1 und den Kern 10 umgreifenden federnden Klammer 23 am Tragerkörper
20-1, 20-2, 21 gehalten. Eine derartige Befestigung der baulichen Einheit aus Kern
10 und Wickelkörper 12 besitzt neben einer langzeitstabilen und mechanisch belastbaren
Verbindung den weiteren Vorteil, daß die Verbindung lösbar ist und damit die Teile
des induktiven Bauelementes nach Ablauf ihrer Lebensdauer in einfacher Weise entsorgbar
sind im Schenkel 20-2 des Trägerkörpers 20-1, 20-2, 21 Anschlußstifte 22 für einen
elektrischen Anschluß einer auf dem Wickelkörper 12 befindlichen Wicklung vorgesehen.
[0012] Bei der Ausführungsform nach den Figuren 3A und 3B, welche ein erfindungsgemäß ausgebildetes
induktives Bauelement in Seitenansicht bzw. Vorderansicht zeigen, ist wiederum eine
bauliche Einheit aus Kern 10 und Wickelkörper 12 entsprechend der baulichen Einheit
nach den Figuren 1A und 1B vorgesehen.
[0013] Ein Trägerkörper 30 ist bei dieser Ausführungsform eben ausgebildet und besitzt eine
Ausnehmung 31 zur Aufnahme des Wickelkörpers 12. Die Einheit aus Kern 10 und Wickelkörper
12 ist auf eine Seite des Trägerkörpers 30 aufgesetzt und mittels einer den Trägerkörper
30, 31 und den Kern 10 umgreifenden federnden Klammer 33 an diesem befestigt.
[0014] Entsprechend der Ausführungsform nach den Figuren 2A und 2B sind im Trägerkörper
Anschlußstifte 32 für einen elektrischen Anschluß einer nicht dargestellten Wicklung
auf dem Wickelkörper 12 vorgesehen.
[0015] Bei der Ausführungsform nach den Figuren 4A und 4B eines erfindungsgemäß ausgebildeten
induktiven Bauelementes wird ein zweiteiliger Trägerkörper durch zwei Teile 40-1,
40-2 gebildet, die jeweils eine Ausnehmung 41 zur Aufnahme des Wickelkörpers 12 aufweisen.
Die bauliche Einheit aus Kern 10 und Wickelkörper 12 ist dabei zwischen den beiden
Trägerkörperteilen 40-1, 40-2 angeordnet und wird durch eine die beiden Trägerkörperteile
40-1, 40-2 und den Kern 10 umgreifende Klammer im Trägerkörper gehaltert.
[0016] Auch bei dieser Ausführungsform sind in den Trägerkörperteilen 40-1, 40-2 Anschlußstifte
42 für einen elektrischen Anschluß einer nicht dargestellten auf dem Wickelkörper
12 befindlichen Wicklung vorgesehen.
[0017] Die federnden Klammern 23, 33, 43 nach den Figuren 2A, 2B bis 4A, 4B können Drahtfederklammern
oder Blattfederklammern sein. Die Darstellungen nach den Figuren entsprechen dabei
Blattfederklammern. Entsprechende Drahtfederklammern sind nicht eigens dargestellt.
1. Induktives Bauelement mit einem Kern (10) aus ferromagnetischem Material, einem Wickelkörper
(12) zur Aufnahme von elektrisch leitenden Wicklungen und einem Trägerkörper (20-1,
20-2, 21; 30, 31; 40-1, 40-2, 41), auf dem Kern (10) und Wickelkörper (12) in zu einer
Einheit zusammengefügtem Zustand montierbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Trägerkörper (20-1, 20-2, 21; 30, 31; 40-1, 40-2, 41) eine an die Einheit
aus Kern (10) und Wickelkörper (12) angepaßte Form besitzt und daß die Einheit aus
Kern (10) und Wickelkörper (12) durch mindestens eine federnde Klammer (23, 33; 43)
am Trägerkörper (20-1, 20-2, 21; 30, 31; 40-1, 40-2, 41) gehaltert ist.
2. Bauelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Trägerkörper (20-1, 20-2, 21) L-förmig ausgebildet ist, daß ein Schenkel (20-1)
des L-förmigen Trägerkörpers (20-1, 20-2, 21) eine Ausnehmung (21) zur Aufnahme des
Wickelkörpers (12) aufweist, daß die Einheit aus Kern (10) und Wickelkörper (12) an
dem die Ausnehmung (21) aufweisenden Schenkel (20-1) anliegt und auf den darauf senkrecht
stehenden Schenkel (20-2) des L-förmigen Trägerkörpers (20-1, 20-2, 21) aufsitzt und
daß die federnde Klammer (23) den die Ausnehmung (21) aufweisenden Schenkel (20-1)
und den Kern (10) der Einheit aus Kern (10) und Wickelkörper (12) umgreift.
3. Bauelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Trägerkörper (30, 31) eben ausgebildet ist und eine Ausnehmung (31) zur Aufnahme
des Wickelkörpers (12) aufweist, daß die Einheit aus Kern (10) und Wickelkörper (12)
auf eine Seite des Trägerkörpers (30, 31) aufgesetzt ist und die federnde Klammer
(33) den Trägerkörper (30, 31) und den Kern (10) der Einheit aus Kern (10) und Wickelkörper
(12) umgreift.
4. Bauelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Trägerkörper (40-1, 40-2, 41) zweiteilig ausgebildet ist, daß die beiden Teile
(40-1, 40-2) des Trägerkörpers (40-1, 40-2, 41) jeweils eine Ausnehmung (41) zur Aufnahme
des Wickelkörpers (10) aufweisen, daß die Einheit aus Kern (10) und Wickelkörper (12)
zwischen den beiden Trägerkörperteilen (40-1, 40-2) angeordnet ist und daß die federnde
Klammer (43) die beiden Trägerkörperteile (40-1, 40-2) und den Kern (10) umgreift.
5. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die federnde Klammer (23; 33; 43) eine Drahtfederklammer ist.
6. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die federnde Klammer (23; 33; 43) eine Blattfederklammer ist.