(19)
(11) EP 0 810 617 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
03.12.1997  Patentblatt  1997/49

(21) Anmeldenummer: 97106572.7

(22) Anmeldetag:  21.04.1997
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6H01F 27/26
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT DE ES FI FR GB IT PT SE

(30) Priorität: 31.05.1996 DE 19622014

(71) Anmelder: SIEMENS MATSUSHITA COMPONENTS GmbH & CO KG
81617 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Kranebitter, Peter
    A-9900 Lienz (AT)
  • Meidl, Gerhard
    D-82239 Alling (DE)

(74) Vertreter: Fuchs, Franz-Josef, Dr.-Ing. 
Postfach 22 13 17
80503 München
80503 München (DE)

   


(54) Induktives Bauelement


(57) Induktives Bauelement, bei dem ein Magnetkern (10) und ein Wickelkörper (12) zu einer Einheit zusammengefügt sind, ein in seiner Form an diese Einheit angepaßter Trägerkörper (20-1, 20-2, 21) vorgesehen ist und daß die Einheit durch mindestens eine federnde Klammer (23) am Trägerkörper gehaltert ist.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein induktives Bauelement nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

[0002] Bei induktiven Bauelementen, bei denen ein Kern aus ferromagnetischem Material und ein Wickelkörper zur Aufnahme von elektrisch leitenden Wicklungen bereits zu einer Einheit zusammengefügt sind, wird bisher diese Einheit aus Kern und Wickelkörper durch Kleben fest mit einem Tragerkörper verbunden, der eine an die Einheit aus Kern und Wickelkörper angefaßte Form sowie Anschlußstifte für den elektrischen Anschluß der Bauelementewicklungen aufweist. Dabei kann es beispielsweise durch unterschiedliche thermische Ausdehnungskoeffizienten des Klebers und der Bauelementeteile zu Beschädigungen und Zerstörungen der Bauelementeteile insbesondere der Kerne durch Brechen oder durch Risse kommen. Darüber hinaus können die Bauelementeeigenschaften auch durch Kleberverunreinigungen beeinträchtigt werden.

[0003] Es ist zwar bekannt, bei induktiven Bauelementen Magnetkernhälften und Spulenkörper dadurch fest miteinander zu verbinden, daß die Magnetkernhälften und der Spulenkörper zusammengesetzt und durch Klammern zusammengehalten werden, wobei die Klammern an den Magnetkernhälften angreifen. Dazu wird beispielsweise auf das Datenbuch Ferrite und Zubehör, 1994, Seiten 215 und 357 der Anmelderin hingewiesen. Dies ist jedoch bei Bauelementen der oben genannten Art noch nicht in Betracht gezogen worden.

[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine langzeitstabile, mechanisch belastbare Verbindung bei induktiven Bauelementen der oben genannten Art anzugeben.

[0005] Diese Aufgabe wird bei einem induktiven Bauelement der eingangs genannten Art erfindungsgemäß durch die Maßnahmen des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs 1 gelöst.

[0006] Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.

[0007] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in den Figuren der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt:
Figur 1A und 1B
eine bauliche Einheit aus einem ferromagnetischem Kern und einem Wickelkörper eines induktiven Bauelementes; und
Figur 2A, 2B bis 4A, 4B
jeweils eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Bauelementes.


[0008] Die Figuren 1A und 1B zeigen in Vorderansicht bzw. Seitenansicht eine bauliche Einheit aus einem Kern 10, 11 aus ferromagnetischem Material und einem Wickelkörper 12. Der Kern 10, 11 ist dabei ein Doppel-E-Kern mit einem Außenrahmen 10 und einem Mittelsteg 11. Auf den Mittelsteg 11 ist der Wickelkörper 12 derart aufgesetzt, daß Kern 10, 11 und Wickelkörper 12 eine bauliche Einheit bilden. Die Kernform ist hier lediglich als Beispiel angeführt. Es ist jede Kernform möglich, die mit einem Wickelkörper zu einer Einheit im vorstehenden Sinn zusammengefügt werden kann.

[0009] Die Figuren 2A und 2B zeigen in Seitenansicht bzw. Vorderansicht eine erste Ausführungsform eines induktiven Bauelementes. Dabei ist eine der baulichen Einheit aus Kern 10 und Wickelkörper 12 nach den Figuren 1A und 1B entsprechende bauliche Einheit vorgesehen. Der Mittelsteg 11 nach den Figuren 1A und 1B ist in den Figuren 2A und 2B nicht eigens dargestellt.

[0010] Bei dieser Ausführungsform ist ein L-förmiger Tragerkörper 20-1, 20-2, 21 mit zwei Schenkeln 21-1 bzw. 21-2 vorgesehen, wobei einer der Schenkel, im Ausführungsbeispiel der Schenkel 21-1, eine Ausnehmung 21 zur Aufnahme des Wickelkörpers 12 aufweist. Die bauliche Einheit aus Kern 10 und Wickelkörper 12 liegt an dem die Ausnehmung 21 aufweisenden Schenkel 20-1 auf und sitzt auf dem darauf senkrecht stehenden Schenkel 20-2 auf.

[0011] Erfindungsgemäß wird die bauliche Einheit aus Kern 10 und Wickelkörper 12 mittels einer den Schenkel 20j-1 und den Kern 10 umgreifenden federnden Klammer 23 am Tragerkörper 20-1, 20-2, 21 gehalten. Eine derartige Befestigung der baulichen Einheit aus Kern 10 und Wickelkörper 12 besitzt neben einer langzeitstabilen und mechanisch belastbaren Verbindung den weiteren Vorteil, daß die Verbindung lösbar ist und damit die Teile des induktiven Bauelementes nach Ablauf ihrer Lebensdauer in einfacher Weise entsorgbar sind im Schenkel 20-2 des Trägerkörpers 20-1, 20-2, 21 Anschlußstifte 22 für einen elektrischen Anschluß einer auf dem Wickelkörper 12 befindlichen Wicklung vorgesehen.

[0012] Bei der Ausführungsform nach den Figuren 3A und 3B, welche ein erfindungsgemäß ausgebildetes induktives Bauelement in Seitenansicht bzw. Vorderansicht zeigen, ist wiederum eine bauliche Einheit aus Kern 10 und Wickelkörper 12 entsprechend der baulichen Einheit nach den Figuren 1A und 1B vorgesehen.

[0013] Ein Trägerkörper 30 ist bei dieser Ausführungsform eben ausgebildet und besitzt eine Ausnehmung 31 zur Aufnahme des Wickelkörpers 12. Die Einheit aus Kern 10 und Wickelkörper 12 ist auf eine Seite des Trägerkörpers 30 aufgesetzt und mittels einer den Trägerkörper 30, 31 und den Kern 10 umgreifenden federnden Klammer 33 an diesem befestigt.

[0014] Entsprechend der Ausführungsform nach den Figuren 2A und 2B sind im Trägerkörper Anschlußstifte 32 für einen elektrischen Anschluß einer nicht dargestellten Wicklung auf dem Wickelkörper 12 vorgesehen.

[0015] Bei der Ausführungsform nach den Figuren 4A und 4B eines erfindungsgemäß ausgebildeten induktiven Bauelementes wird ein zweiteiliger Trägerkörper durch zwei Teile 40-1, 40-2 gebildet, die jeweils eine Ausnehmung 41 zur Aufnahme des Wickelkörpers 12 aufweisen. Die bauliche Einheit aus Kern 10 und Wickelkörper 12 ist dabei zwischen den beiden Trägerkörperteilen 40-1, 40-2 angeordnet und wird durch eine die beiden Trägerkörperteile 40-1, 40-2 und den Kern 10 umgreifende Klammer im Trägerkörper gehaltert.

[0016] Auch bei dieser Ausführungsform sind in den Trägerkörperteilen 40-1, 40-2 Anschlußstifte 42 für einen elektrischen Anschluß einer nicht dargestellten auf dem Wickelkörper 12 befindlichen Wicklung vorgesehen.

[0017] Die federnden Klammern 23, 33, 43 nach den Figuren 2A, 2B bis 4A, 4B können Drahtfederklammern oder Blattfederklammern sein. Die Darstellungen nach den Figuren entsprechen dabei Blattfederklammern. Entsprechende Drahtfederklammern sind nicht eigens dargestellt.


Ansprüche

1. Induktives Bauelement mit einem Kern (10) aus ferromagnetischem Material, einem Wickelkörper (12) zur Aufnahme von elektrisch leitenden Wicklungen und einem Trägerkörper (20-1, 20-2, 21; 30, 31; 40-1, 40-2, 41), auf dem Kern (10) und Wickelkörper (12) in zu einer Einheit zusammengefügtem Zustand montierbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Trägerkörper (20-1, 20-2, 21; 30, 31; 40-1, 40-2, 41) eine an die Einheit aus Kern (10) und Wickelkörper (12) angepaßte Form besitzt und daß die Einheit aus Kern (10) und Wickelkörper (12) durch mindestens eine federnde Klammer (23, 33; 43) am Trägerkörper (20-1, 20-2, 21; 30, 31; 40-1, 40-2, 41) gehaltert ist.
 
2. Bauelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Trägerkörper (20-1, 20-2, 21) L-förmig ausgebildet ist, daß ein Schenkel (20-1) des L-förmigen Trägerkörpers (20-1, 20-2, 21) eine Ausnehmung (21) zur Aufnahme des Wickelkörpers (12) aufweist, daß die Einheit aus Kern (10) und Wickelkörper (12) an dem die Ausnehmung (21) aufweisenden Schenkel (20-1) anliegt und auf den darauf senkrecht stehenden Schenkel (20-2) des L-förmigen Trägerkörpers (20-1, 20-2, 21) aufsitzt und daß die federnde Klammer (23) den die Ausnehmung (21) aufweisenden Schenkel (20-1) und den Kern (10) der Einheit aus Kern (10) und Wickelkörper (12) umgreift.
 
3. Bauelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Trägerkörper (30, 31) eben ausgebildet ist und eine Ausnehmung (31) zur Aufnahme des Wickelkörpers (12) aufweist, daß die Einheit aus Kern (10) und Wickelkörper (12) auf eine Seite des Trägerkörpers (30, 31) aufgesetzt ist und die federnde Klammer (33) den Trägerkörper (30, 31) und den Kern (10) der Einheit aus Kern (10) und Wickelkörper (12) umgreift.
 
4. Bauelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Trägerkörper (40-1, 40-2, 41) zweiteilig ausgebildet ist, daß die beiden Teile (40-1, 40-2) des Trägerkörpers (40-1, 40-2, 41) jeweils eine Ausnehmung (41) zur Aufnahme des Wickelkörpers (10) aufweisen, daß die Einheit aus Kern (10) und Wickelkörper (12) zwischen den beiden Trägerkörperteilen (40-1, 40-2) angeordnet ist und daß die federnde Klammer (43) die beiden Trägerkörperteile (40-1, 40-2) und den Kern (10) umgreift.
 
5. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die federnde Klammer (23; 33; 43) eine Drahtfederklammer ist.
 
6. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die federnde Klammer (23; 33; 43) eine Blattfederklammer ist.
 




Zeichnung










Recherchenbericht