[0001] Die Erfindung betrifft eine Röntgeneinrichtung mit einem Röntgenstrahler mit einer
in einem Röhrenschutzgehäuse angeordneten Röntgenröhre und mit einem an die Kathode
der Röntgenröhre angeschlossenen, im Röhrenschutzgehäuse angeordneten Heizwandler.
[0002] Eine derartige Röntgeneinrichtung ist aus der DE-A 42 01 616 bekannt. Der Heizwandler
ist dort beispielsweise in der Art eines Durchsteckstromwandlers realisiert, welcher
einen Ferritkern aufweist.
[0003] Ein als Heiztransformator ausgestalteter Heizwandler mit einem Ferritkern erfordert
im allgemeinen verhältnismäßig viel Platz, so daß der Einbau eines derartigen Heizwandlers
in das Röhrenschutzgehäuse eines Röntgenstrahlers bei konventionellen Röntgenröhren
nicht möglich ist, ohne daß konstruktive Veränderungen am Röntgenstrahler vorgenommen
werden.
[0004] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, Maßnahmen anzugeben, durch die
eine Integration des Heizwandlers in das Röhrenschutzgehäuse bei verschiedenen konventionellen
Röntgeneinrichtungen möglich ist, ohne daß dadurch größere konstruktive Änderungen
an der Röntgeneinrichtung erforderlich sind.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Heizwandler einen Heiztransformator
ohne Transformatorkern umfaßt, daß die Primärspule des Heiztransformators koaxial
zur Sekundärspule des Heiztransformators angeordnet ist und daß die Spulen einen Träger
umschließen.
[0006] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Heizwandlers, insbesondere durch den
Wegfall des Transformatorkerns, ist es möglich, den Heizwandler im Röhrenschutzgehäuse
auch bei konventionellen Röntgenröhren ohne große Veränderungen deren Geometrie und
Abmessungen anzuordnen. Auch die koaxiale Anordnung der Spulen zueinander und die
Anordnung um einen Träger ist besonders platzsparend. Durch den Wegfall des Kerns
ist es auch möglich, den Heizwandler an verschiedenen Stellen im Röhrenschutzgehäuse
anzuordnen und beispielsweise in vorgegebene Bauräume im Röntgenstrahler einzupassen.
Letztlich ist dadurch auch eine Kostenersparnis durch den Wegfall des Kerns und durch
Verwendung einfacherer Isolationsteile zwischen den Spulen des Heiztransformators
erzielbar.
[0007] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Röhrenhals
der Röntgenröhre oder eine Hochspannungsanschlußbuchse, über die der Röntgenröhre
von einem Hochspannungsgenerator eine Hochspannung zugeführt wird, der Träger ist,
und daß die Primärspule die Sekundärspule koaxial umschließt. Sowohl der Röhrenhals
als auch die Hochspannungsanschlußbuchse sind im allgemeinen rotationssymmetrisch
ausgestaltet und eignen sich besonders als Träger für die Spulen. Da die Sekundärspule,
die den Heizstrom der Kathode liefert, gleichzeitig auf dem Hochspannungspotential
der Kathode liegt, umschließt die Sekundärspule vorteilhafterweise direkt den Röhrenhals
oder die Hochspannungsanschlußbuchse, während die auf Niederspannungspotential liegende
Primärspule aus Isolationsgründen in einem Abstand oder durch einen Isolationskörper
getrennt die Sekundärspule koaxial umschließt. Diese Anordnung ist besonders platzsparend
und läßt sich bei herkömmlichen Röntgenstrahlern anwenden.
[0008] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Röntgeneinrichtung
zwei als Heiztransformatoren ohne Transformatorkern ausgestaltete Heizwandler aufweist
und daß die Primärspulen und Sekundärspulen beider Heiztransformatoren einen gemeinsamen
Träger umschließen. Eine Röntgenröhre weist oft zwei Kathodenelemente auf zur Einstellung
eines großen und eines kleinen Fokus. Für diese beiden Kathodenelemente ist jeweils
ein Heiztransformator vorgesehen, deren Spulen einen gemeinsamen Träger, vorteilhafterweise
den Röhrenhals oder die Hoehspannunganschlußbuchse, umschließen.
[0009] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Röntgeneinrichtung Mittel
zur Kompensation von Röhrenstörungen aufweist. Besonders vorteilhaft ist die Verwendung
eines gedämpften Hochspannungskabels zur Zuführung der Hochspannung von einem Hochspannungsgenerator
an die Kathode der Röntgenröhre. Derartige gedämpfte Hochspannungskabel sind aus der
eingangs genannten DE-A 42 01 616 bekannt, sind bei herkömmlichen Röntgeneinrichtungen
aber erst durch die Integration des Heizwandlers in den Röntgenstrahler verwendbar.
Mit einem derartigen gedämpften Hochspannungskabel, das auch zur Zuführung der Hochspannung
an die Anode der Röntgenröhre Verwendung findet, kann eine durch einen Überschlag
in der Röntgenröhre hervorgerufene Wanderwelle stark gedämpft werden. Dies führt zu
einer erheblichen Verbesserung der elektromagnetischen Verträglichkeit bei Röhrenstörungen
und vermindert die Gefahr einer Beschädigung der Röntgenröhre oder des Hochspannungsgenerators.
[0010] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Röntgeneinrichtung
eine Kompensationsschaltung zur Verminderung von Streufeldverlusten des Heiztransformators
aufweist. Da ein Transformator ohne Transformatorkern (beispielsweise Ferrit- oder
Eisenkern) stark streubehaftet ist und zu dessen Betrieb eine erhebliche Blindleistung
aufzubringen ist, sind zum Betrieb deutlich größere Spannungen und/oder Ströme erforderlich.
Diese Verluste können jedoch durch eine geeignete Kompensationsschaltung erheblich
vermindert werden.
[0011] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Röntgeneinrichtung,
- Fig. 2
- eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Röntgeneinrichtung,
- Fig. 3
- eine vergrößerte Darstellung der Heizwandler bei einer Röntgeneinrichtung gemäß Fig.
1,
- Fig. 4
- eine bei einer erfindungsgemäßen Röntgeneinrichtung verwendete Kompensationsschaltung
und
- Fig. 5
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Heizwandlers.
[0012] Die in Fig. 1 gezeigte Röntgeneinrichtung umfaßt einen Röntgenstrahler mit einer
in einem Röhrenschutzgehäuse 1 angeordneten Röntgenröhre 2. In der Röntgenröhre 2
befinden sich ein Kathodenblock 3 und eine Drehanode 4 herkömmlicher Bauart. Zur Erreichung
zweier unterschiedlicher Fokusgrößen befinden sich im Kathodenblock 3 zwei hier nicht
gezeigte Kathodenelemente, die im gezeigten Beispiel über zwei getrennte Heizwandler
gespeist werden. Die Heizströme werden den Kathodenelementen über Leitungen 61, 62
vom ersten Heizwandler bzw. Leitungen 71, 72 vom zweiten Heizwandler zugeführt. Die
Leitungen 61, 62, 71, 72 sind am Röhrenhals 5 in die Röntgenröhre 2 geführt. Weiterhin
befindet sich dort eine Hochspannungszuleitung 8, durch die den Kathodenelementen
eine gegenüber Masse negative Hochspannung von -75 kV zugeführt wird. Am dem Röhrenhals
5 gegenüber liegenden Ende der Röntgenröhre 2 befindet sich eine weitere Hochspannungszuleitung
9, durch die der Anode 4 eine bezogen auf Masse positive Hochspannung von +75 kV zugeführt
wird. Für die Zuführung der Hochspannung an die Röntgenröhre 2 befinden sich im Röhrenschutzgehäuse
1 zwei Hochspannungsanschlußbuchsen 10 und 11. In diese Hochspannungsanschlußbuchsen
10, 11 werden durch die Hochspannungseingänge 12, 13 die Hochspannungskabel, die die
von einem nicht gezeigten Hochspannungsgenerator erzeugte Hochspannung von ± 75 kV
zum Röntgenstrahler führen, angeschlossen.
[0013] Für die beiden Kathodenelemente ist jeweils ein separater Heizwandler vorgesehen.
Beide Heizwandler sind als gleichartige Heiztransformatoren ohne Transformatorkern,
d.h. ohne Ferrit- oder Eisenkern, ausgestaltet und bestehen jeweils aus einer Primärspule
14 bzw. 16 und einer Sekundärspule 15 bzw. 17. Die Primärspule 14 des ersten Heiztransformators
ist koaxial um die Sekundärspule 15 des ersten Heiztransformators angeordnet. Die
Sekundärspule 15 ist um die als Träger wirkenden Hochspannungsanschlußbuchse 10 angeordnet.
In gleicher Weise ist die Primärspule 16 des zweiten Heiztransformators koaxial um
dessen Sekundärspule 17 angeordnet und diese widerum um die Hochspannungsanschlußbuchse
10. Die Primärspule 14 wird über Zuleitungen 18, 19 gespeist, die Primärspule 16 über
Zuleitungen 20, 21. Für die Speisung der Primärspulen 14 und 16 ist am Röhrenschutzgehäuse
1 ein Heizstromanschluß 22 vorgesehen. Von der Sekundärspule 15 des ersten Heiztransformators
wird der Heizstrom über die Leitungen 61 und 62 dem ersten Kathodenelement, mit dem
beispielsweise ein kleiner Fokus erreicht werden soll, zugeführt. Über die Leitungen
71 und 72 wird von der Sekundärspule 17 des zweiten Heiztransformators das zweite
Kathodenelement mit Heizstrom versorgt, mit dem beispielsweise ein großer Fokus erreicht
werden soll.
[0014] Bei der bekannten Röntgeneinrichtung weist der Heizwandler einen Ferritkern auf.
Aufgrund seiner Größe könnte ein derartiger Heizwandler mit Transformator bei einer
Röntgeneinrichtung der hier gezeigten Bauart nicht ohne Veränderungen der Geometrie
der Röntgenröhre und/oder des Röhrenschutzgehäuses innerhalb des Röhrenschutzgehäuses
verwendet werden. Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung des Heizwandlers ohne Ferrit-
oder Eisenkern ist dies jedoch möglich. Die Erfindung nutzt dabei die rotationssymmetrische
Ausgestaltung der Hochspannungsanschlußbuchse 10 aus, um den die Spulen 14 bis 17
der Heizwandler auf einfache und platzsparende Weise koaxial angeordnet, beispielsweise
aufgesteckt werden können.
[0015] Ein weiterer Vorteil bei der Verwendung von Heizwandlern ohne Transformatorkern ergibt
sich dadurch, bei solchen Heizwandlern alle kernabhängigen Verluste entfallen, welche
nichtlinearen Charakter haben. Dadurch wird die Genauigkeit und die Reproduzierbarkeit
der Heizwandlers erheblich erhöht. Außerdem ist diese Ausgestaltung kostengünstiger
und erzeugt weniger Verlustwärme.
[0016] Eine weitere Ausführungsform ist in Fig. 2 gezeigt. Dort sind die Primärspulen 14,
16 und die Sekundärspulen 15, 17 um den Röhrenhals 5 der Röntgenröhre 2 angeordnet,
der hier als Träger dient. Auch bei dieser Ausführungsform ist keine Veränderung der
Geometrie der Röntgenröhre 2 oder des Röhrenschutzgehäuses 1 nötig, um die Heizwandler
auf die gezeigte Weise im Röhrenschutzgehäuse 1 anordnen zu können.
[0017] Die Hochspannungsanschlußbuchse 10 mit den gemäß Fig. 1 angeordneten Heizwandlern
ist in Fig. 3 vergrößert dargestellt. Die Primärspulen 14 bzw. 16 bestehen dabei jeweils
aus Primärwicklungen 141 bzw. 161, die auf einen Primärspulenkörper 142 bzw. 162 gewickelt
sind. Die Sekundärspulen 15 bzw. 17 bestehen aus Sekundärwicklungen 151 bzw. 171,
die auf einen Sekundärspulenkörper 152 bzw. 172 gewickelt sind. Die Sekundärspulenkörper
152, 172 sind dabei so ausgestaltet, daß zwischen den Sekundärwicklungen 151, 171
der Sekundärspulen 15, 17 und den Primärwicklungen 141, 161 der Primärspulen 14, 16
ein Luftspalt von wenigstens einigen Millimetern, z.B. 6 mm besteht. Dies ist aus
Isolationsgründen erforderlich, da die Sekundärspulen 15, 17 auf Hochspannungspotential
(-75 kV) liegen, das der Kathode über die Leitung 8 zugeführt wird. Jeweils eine der
Leitungen 61, 62 bzw. 71, 72 der Sekundärspulen 15 und 17 zu den Kathodenelementen
ist kathodenseitig jeweils mit der Leitung 8 verbunden.
[0018] Weitere Isolations- und Halteelemente, die noch vorgesehen sein können, sind der
Übersichtlichkeit halber in Fig. 3 nicht näher gezeigt.
[0019] Bei bekannten Röntgeneinrichtungen ist der Heizwandler meist außerhalb des Röhrenschutzgehäuses
zusammen mit einem Hochspannungstransformator, der die Hochspannung für die Röntgenröhre
erzeugt, in einem Hochspannungsgenerator angeordnet. Der Heizstrom wird dabei zusammen
mit der Hochspannung für die Kathode über ein gemeinsames Kabel dem Röntgenstrahler
zugeführt. Erst durch die Erfindung, gemäß der der Heizwandler so ausgestaltet ist,
daß er in Röntgenstrahlern verschiedenster Größe und Ausgestaltung angeordnet werden
kann, wird auch die Verwendung von aus der DE-A 42 01 616 bekannten, gedämpften Hochspannungskabeln
bei verschiedensten Röntgenstrahlern möglich, da bei einem in den Röntgenstrahler
integrierten Heizwandler nur die Hochspannung für die Kathode dem Röntgenstrahler
vom Hochspannungsgenerator zugeführt werden muß. Gedämpfte Hochspannungskabel haben
hier insbesondere den Vorteil, daß Wanderwellen von der Röntgenröhre zum Hochspannungsgenerator,
die durch eine Röhrenstörung hervorgerufen werden können, stark gedämpft werden, wodurch
die Haltbarkeit der Röhre vergrößert wird. Außerdem kann dadurch auch eine Selbstheilung
der Anode bei einer Dekonditionierung erreicht werden.
[0020] Da der Röhrenstrom eines Röntgenstrahlers über den Primärstrom des Heiztransformators
geregelt wird und sich der Sekundärstrom des Heiztransformators über das Stromübersetzungsverhältnis
des Heiztransformators einstellt, ergeben sich strenge Anforderungen an Linearität
und zeitliche Konstanz des Übersetzungsverhältnisses. Um diese hohen Anforderungen
zu erfüllen und ein von der Lastimpedanz des Heiztransformators unabhängiges Stromübersetzungsverhältnis
einzustellen, ist eine Kompensationsschaltung vorgesehen. Zur Lastimpedanz des Heiztransformators
tragen das Kathodenelement sowie die Leitungen (ohmsch und kapazitiv) bei. Außerdem
werden durch die Kompensationsschaltung auch Betriebsfrequenzvariationen und Verluste
durch Streufeldeinkopplungen in nahegelegene Metallteile und weitere Streufeldverluste
des Heiztransformators weitgehend kompensiert.
[0021] In Fig. 4 ist eine derartige Kompensationsschaltung für den Heiztransformator gezeigt.
Die Kompensationsschaltung weist eine primärseitige Serien- und eine sekundärseitige
Parallelkompensation auf. Auf der Primärseite (= Generatorseite) sind eine Kapazität
C
1 und ein Widerstand R
1 in Serie geschaltet zur Primärwicklung L
14, die der Primärspule 14 in Fig. 3 entspricht. Die Kapazität C
1 stellt dabei die Kapazität der Resonanz-Kompensationsschaltung dar, der Widerstand
R
1 im wesentlichen den Wicklungswiderstand der Primärspule L
14. Auf der Sekundärseite ist in Serie zur Sekundärwicklung L
15, die der Sekundärspule 15 in Fig. 3 entspricht, ein Widerstand R
2 sowie eine Parallelschaltung aus einer Kapazität C
2 und dem Lastwiderstand R
L geschaltet. Der Widerstand R
2 stellt im wesentlichen die Wicklungswiderstände der Sekundärspule L
15 dar, die Kapazität C
2 im wesentlichen die Resonanzkapazität der Kompensationsschaltung, erhöht um die Wicklungskapazität
und eine zwischen den Leitungen von der Sekundärspule L
15 zum Kathodenelement vorhandene Kapazität.
[0022] Ein Kompensation ist erforderlich, da zum Betrieb eines stark streubehafteten Transformators
eine erhebliche Blindleistung aufzubringen ist. Im Vergleich zu einem Transformator
mit guter Kopplung sind zum Betrieb eines streubehafteten Transformators deutlich
größere Spannungen und Ströme erforderlich. Um den Generator nicht mit diesen Strömen
und Spannungen belasten zu müssen, ist der Einsatz von Resonanzkondensatoren (= Kompensationskondensatoren)
sinnvoll. Die in Fig. 4 gezeigte Kompensationsschaltung stellt eine besonders vorteilhafte
Lösung dar, da durch die primärseitige Serienkompensation die Strombelastung und damit
auch der Preis eines möglicherweise zur Einstellung eines bestimmten Kapazitätswertes
erforderlichen Kompensationskondensators kleingehalten wird. Die Werte der Widerstände
R
1, R
2 und der Kapazitäten C
1, C
2 sollen so ausgewählt werden, daß das Stromübersetzungsverhältnis weitgehend unabhängig
vom Lastwiderstand R
L ist und daß möglichst wenig Blindleistung aufgewendet werden muß. Dazu wird der Transformator
nach bekannten Verfahren geeignet dimensioniert und die Kapazitätswerte werden geeignet
ausgewählt.
[0023] Eine weitere, alternative Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Heizwandlers ist
in Fig. 5 dargestellt. Der Heizwandler umfaßt dabei nur eine Primärspule 14 und eine
Sekundärspule 15, die etwa einen gleich großen Durchmesser aufweisen und um die Hochspannungsanschlußbuchse
10 an übereinanderliegenden Stellen angeordnet sind. Die auf Hochspannungspotential
liegende Sekundärwicklung der Sekundärspule 15 ist von drei Seiten von einem Isolationskörper
50 umgeben, die hauptsächlich zur Isolation der Primärspule 14 von der Sekundärspule
15, aber auch als Spulenkörper für die Sekundärspule 15 dient.
1. Röntgeneinrichtung mit einem Röntgenstrahler mit einer in einem Röhrenschutzgehäuse
(1) angeordneten Röntgenröhre (2) und mit einem an die Kathode (3) der Röntgenröhre
angeschlossenen, im Röhrenschutzgehäuse (1) angeordneten Heizwandler,
dadurch gekennzeichnet, daß der Heizwandler einen Heiztransformator (14, 15, 16, 17) ohne Transformatorkern
umfaßt, daR die Primärspule (14, 16) des Heiztransformators koaxial zur Sekundärspule
(15, 17) des Heiztransformators angeordnet ist und daß die Spulen (14, 15, 16, 17)
einen Träger (5, 10) umschließen.
2. Röntgeneinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Röhrenhals (5) der Röntgenröhre (2) oder eine Hochspannungsanschlußbuchse
(10), über die der Röntgenröhre (2) von einem Hochspannungsgenerator eine Hochspannung
zugeführt wird, der Träger ist, und daß die Primärspule (14, 16) die Sekundärspule
(15, 17) koaxial umschließt.
3. Röntgeneinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Röntgeneinrichtung zwei als Heiztransformatoren ohne Transformatorkern ausgestaltete
Heizwandler aufweist und daß die Primärspulen (14, 16) und Sekundärspulen (15, 17)
beider Heiztransformatoren einen gemeinsamen Träger (5, 10) umschließen.
4. Röntgeneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Röntgeneinrichtung Mittel zur Kompensation von Röhrenstörungen aufweist.
5. Röntgeneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Röntgeneinrichtung eine Kompensationsschaltung zur Verminderung von Streufeldverlusten
des Heiztransformators aufweist.