[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Träger von Büstenhaltern mit einer auswechselbaren
Versteifungseinlage mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen.
[0002] Die US-A 4100924 betrifft einen Träger für Büstenhalter mit 2 diagonal verlaufenden,
parallelogrammförmigen Versteifungseinlagen in taschenförmigen Räumen, welche durch
zahlreiche Stichreihen irreversibel mit dem Träger verbunden sind.
[0003] Die FR-A 814367 beschreibt einen Schulterriemen, an dessen Unterseite eine Versteifungseinlage
durch eine Vernähung und Verklebung irreversibel und starr angebracht ist.
[0004] Die WO-91/0495 offenbart einen massiven Rucksack-Schultriemen mit querverlaufenden
Kerben. Dieser Rucksack-Schulteriemen umfaßt jedoch keine Versteifungseinlage.
[0005] Die FR-A 973 507 offenbart einen röhrenförmigen, abgeflachten Träger für Büstenhalter
mit einem Knopfloch zur Einführung einer Versteifungseinlage in das Innere einer Tasche
des Trägers mittels einer schlitzförmigen Öffnung im Träger. Die Längsachse des Knopfloches
verläuft parallel zur Längsachse des Trägers.
[0006] Ein Träger gemäß dieser Druckschrift weist zum einen den Nachteil auf, daß die Versteifungseinlage
unbeabsichtigt leicht entlang der Längsachse des Trägers verschoben werden kann. Verschiebt
sich die Versteifungseinlage aus dem Scheitelbereich des Trägers heraus, so kommt
es zu dem erfindungsgemäß gerade zu vermeidenden Aufbiegen der seitlichen Trägerränder
nach oben. Der zusammengerollte Träger schneidet dann schmerzhaft in den Schulterbereich
ein.
[0007] Der Träger dieser Druckschrift ist auch deswegen nachteilig, weil die Knopflochränder
gerade im Falle eines höheren Eigengewichtes der Brüste auf der Schulter scheuern
und schmerzhafte, endzündliche Irritationen hervorrufen können.
[0008] Der Träger gemäß dieser Entgegenhaltung weist ferner den Nachteil auf, daß es beim
Durchführen der Versteifungseinlage durch das enge Knopfloch, dessen Längsachse überdies
parallel zur Längsachse des Trägers ausgerichtet ist, zu einer erheblichen Materialbeanspruchung
des Trägers im Knopflochbereich oder der Versteifungseinlage selbst kommt.
[0009] Ein Ausfransen beziehungsweise Aufreißen des Trägers im Knopflochbereich ist die
unausweichliche Folge.
[0010] Vor dem Hintergrund, daß die Versteifungseinlage beim Waschen und Bügeln sehr häufig
aus dem Träger entnommen werden muß, liegt es auf der Hand, daß die Lebensdauer eines
derartigen Trägers äußerst beschränkt ist und daß das Aussehen des Trägers aufgrund
des bereits nach kurzer Benutzungsdauer ausgefransten Knopfloches unordentlich und
unvorteilhaft ist.
[0011] Der Träger dieser Entgegenhaltung weist schließlich auch den Nachteil auf, daß beim
Einführen der Versteifungseinlage durch das Knopfloch, dessen Längsachse parallel
zur Längsasche des Trägers steht, die Versteifungseinlage scharf geknickt und gebogen
werden muß. Hierdurch kommt es zu einer erheblichen Materialbeanspruchung der Versteifugseinlage,
welche zu einer Materialermüdung und schließlich zu einerm Verlust der Querstabilität
der Versteifungseinlage führt.
[0012] Die objektive Aufgabe der Erfindung gegenüber diesem nächstliegenden Stand der Technik
besteht daher in der Bereitstellung eines Trägers für Büstenhalter mit auswechselbarer
Versteifungseinlage, welcher ein unbeabsichtigtes Verschieben der Versteifungseinlage
während des Tragens ausschließt und selbst bei einer langen Tragedauer eine ausgezeichnete
Querstabilität aufweist und beibehält, das Problem des Wundscheuerns nicht kennt,
durch das Herausnehmen und Einführen der Versteifungseinlage keine optischen oder
funktionellen Einbußen erfährt, dessen Versteifungseinlage beim Einführen oder Herausnehmen
aus dem Träger keinen materialermüdenden Knick- oder Biegebeanspruchungen unterzogen
wird und welcher eine lange Lebensdauer besitzt.
[0013] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem gattungsgemäßen Träger von Büstenhaltern
durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0014] Besonders bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0015] Ein erfindungsgemäß mit einer integrierten Versteifungseinlage ausgestalteter Träger
von Büstenhaltern weist insbesondere den Vorteil einer selbst langfristig extrem querstabilen,
breiten Auflagefläche im Schulterbereich auf. Hierdurch wird das Eigengewicht auch
überdurchschnittlich großer Brüste unter Einhaltung einer geringen Flächenbelastung
gleichmäßig auf der Schulter verteilt. Auf diese Weise wird ein Einschneiden der Träger
in die Schulterpartie vermieden und die oben aufgezeigten Probleme treten nicht auf.
[0016] Besonders bevorzugte Ausführungsbeispiele werden anhand der Abbildungen näher beschrieben.
[0017] Es zeigen:
Abbildung 1 teilweise im Schnitt eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Träger
von Büstenhaltern,
Abbildung 2 einen Querschnitt eines erfindungsgemäßen Trägers entlang der Linie A-A
in Abbildung 1,
Abbildung 3 eine Ansicht von unten eines erfindungsgemäßen Trägers mit einer Tasche
zur Aufnahme eines Versteifungselements,
Abbildung 4 einen Querschnitt eines erfindungsgemäßen Trägers entlang der Linie A-A
in Abbildung 3,
Abbildung 5 einen Längsschnitt eines erfindungsgemäßen Trägers entlang der Linie B-B
in Abbildung 3,
Abbildung 6 einen Querschnitt eines erfindungsgemäßen Trägers entlang der Linie C-C
in Abbildung 3,
Abbildung 7 eine schematische perspektivische Ansicht eines Büstenhalters mit einem
erfindungsgemäßen Träger,
Abbildung 8 eine schematische perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Versteifungseinlage
in planem Zustand,
Abbildung 9 eine schematische perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Versteifungseinlage,
deren seitliche, parallel zur Längsachse des Trägers verlaufende Ränder nach oben
gebogen sind.
[0018] Abbildung 1 stellt eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Träger von Büstenhaltern
dar. In seiner einfachsten Ausführungsform umfaßt er eine längliche, streifenförmige
Trägerunterseite (5), eine längliche, streifenförmige Trägeroberseite (9) und eine
zumindest etwas an die Breite der übereinanderliegenden, streifenförmigen Ober- und
Unterseiten angepaßte plattenförmige Versteifungseinlage (1), die zumindest im Bereich
des Scheitelpunkts (15) des Trägers (13) zu liegen kommt.
[0019] Die streifenförmigen Trägerober- und Trägerunterseiten (9, 5) bestehen in der Regel
aus natürlichem oder synthetischem Textilmaterial und sind in ihren seitlichen Randbereichen
der Länge nach miteinander, zum Beispiel durch eine Naht oder Verklebung, verbunden.
Die Versteifungseinlage (1) befindet sich integriert in einem zumindest aus der Trägerober-
und der Trägerunterseite (9, 5) gebildeten, im wesentlichen schlauchförmigen Träger
(13) für Büstenhalter (siehe auch Abbildung 2 ).
[0020] Die Versteifungseinlage (1) umfaßt einen zentralen Bereich, der im wesentlichen plattenförmig
und quadratisch oder rechteckig ausgebildet ist. Zur Anpassung an die Trägerform können
sich die in Längsrichtung des Trägers (13) betrachtet vorderen und hinteren Enden
(18) der Versteifungseinlage nach außen verjüngen.
[0021] Als Materialien zur Herstellung der Versteifungseinlage (1) kommen grundsätzlich
alle Materialien in Betracht, die in die Form einer dünnen Platte mit einer Biegefestigkeit
gebracht werden können, die innerhalb des nachfolgend beschriebenen Bereichs liegt.
[0022] Nur beispielhaft werden in diesem Zusammenhang Metalle, Holz, Kork, Leder, Kunststoffe,
Latex und Gummi sowie Kombinationen hiervon genannt. Besonders bevorzugte Materialien
besitzen physiologisch verträgliche Eigenschaften, sind gegenüber Wasch- und Reinigungsmitteln
beständig und krumpfecht, das heißt, sie werden beim Kochen nicht kleiner und behalten
dabei ihre Formstabilität.
[0023] Beispiele für verwendbare thermoplastische Kunststoffe sind Polyvinylchlorid (PVC),
Polystyrol, Styrol-Butadien, Styrol-Acrylnitril (SAN), Acrylnitril-Butadien-Styrol
(ABS), Polyethylen niedriger Dichte (LDPE), Polyethylen hoher Dichte (HDPE), Polypropylen
(PP), Polymethylmethacrylat (PMMA), Polyamide, Polyethylenterephthalat (PETP), Polybutylenterephthalat
(PBTP), Polyacetal (POM), Polycarbonat (PC), Zelluloseacetat (CA) und Zelluloseacetobutyrat
(CAB).
[0024] Beispiele für verwendbare duroplastische Kunststoffe sind Polyurethan (PU), Phenol-Formaldehyd
(PF), Melamin-Formaldehyd (MF)und ungesättigte Polyesterharze.
[0025] Bevorzugte Kunststoffe sind LD- und HD-Polyethylen, Polypropylen (PP), Polyurethan
(PU), Polyvinylchlorid (PVC), Polyamide, Polyethylenterphthalat, Polycarbonat (PC)
und Zelluloseacetat.
[0026] Um ein Einschneiden des Trägers in den Schulterbereich wirksam zu verhindern, sollte
die Breite (b) der Versteifungseinlage (1) im Bereich von 1,0 bis 15,0 cm, vorzugsweise
von 1,5 bis 10,0 cm, insbesondere von 2,0 bis 5,0 cm, liegen. Die Länge (a) wird in
der Regel im Bereich von 1,0 bis 60 cm, vorzugsweise von 3,0 bis 25,0 cm, insbesondere
von 5,0 bis 15,0 cm, gewählt. Die Materialstärke (c) beträgt in der Regel 0,01 bis
30 mm, vorzugsweise 0,1 bis 15 mm, insbesondere 0,2 bis 10 mm.
[0027] Bei einem vorgegebenen Material mit einem bestimmten Elastizitätsmodul werden die
Materialstärke (c) und die Länge (a) vorzugsweise so gewählt, daß die Biegesteifigkeit
der eben ausgerichteten Versteifungseinlage bezüglich einer Biegung der seitlichen,
im wesentlichen parallel zur Längsachse (16) des Trägers (13) verlaufenden Ränder
(17) nach oben im Bereich von 10 bis 280000 N·mm
2, vorzugsweise von 100 bis 200000 N·mm
2, insbesondere 200 bis 100000 N·mm
2, liegt.
[0028] Bei besonders bevorzugten Ausführungsformen mit Kunststoff-Versteifungseinlagen kann
die Biegesteifigkeit insbesondere im Bereich von 300 bis 5000 N·mm
2 liegen.
[0029] Zur Ermittlung der Biegesteifigkeit beziehungsweise der Materialstärke (c) und der
Länge (a) bei vorgegebenem Elastizitätsmodul (E) ist von folgenden Gleichungen auszugehen:
(1)

(2)

- a =
- Länge der Versteifungseinlage (1)
- C =
- Materialstärke der Versteifungseinlage (1)
(3)

Im Falle eines Zugversuchs nach DIN 53457 bedeuten :

- σ1 =
- Normalspannung bei 0,05 % Dehnung
- σ2 =
- Normalspannung bei 0,25 % Dehnung
- ε1 =
- εt1 = Dehnung von 0,05 %
- ε2 =
- εt2 = Dehnung von 0,25 %
- F =
- Kraft
- Ao =
- Anfangsquerschnitt
- Δl =
- Änderung der Meßlänge, die durch die Kraft F bewirkt wird
- lo =
- Anfangslänge
[0030] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wurden die Elastizitätsmodule nach der DIN 53457
bestimmt und stellen nach Gleichung (3) den Zusammenhang zwischen der Zunahme der
Spannung

eines streifenförmigen Probekörpers im Zugversuch und der Zunahme der Dehnung Δε
von ε
t1 = 0,005 % auf ε
t2 = 0,25 % bei ungehinderter Querschnittsverformung dar.
[0031] Ein Beispiel für eine besonders bevorzugte Ausführungsform ist ein Polyethylenplättchen
mit einer Länge (a) von etwa 100 mm, einer Breite (b) von etwa 30 mm und einer Materialstärke
von etwa 0,4 mm.
[0032] In diesem Falle beträgt das Flächenträgheitsmoment 0,5333 N·mm
4. Das nach der DIN 53457 ermittelte Elastizitätsmodul ist 1379 N/mm
2. Die Biegesteifigkeit hat demnach einen Wert von 735,46 N·mm
2.
[0033] Die Versteifungseinlage weist hinsichtlich einer Biegung der in Längsrichtung betrachtet
vorderen und hinteren Enden (18) nach unten eine Biegesteifigkeit auf, die es erlaubt,
diese Enden (18) bei Einwirkung eines überdurchschnittlich hohen Eigengewichtes von
Brüsten auf den Träger (13) nach unten zu biegen, wodurch der Träger (13) mit der
integrierten Versteifungseinlage (1) der Schulterkontur angepaßt wird.
[0034] Durch diese Anpassung an die Schulterkontur erfährt die Versteifungseinlage (1) eine
Biegung, die bei seitlicher Betrachtung im wesentlichen einem auf dem Kopf stehenden

U" entspricht. Aufgrund dieser Biegung erhöht sich die Biegesteifigkeit der Versteifungseinlage
(1) bezüglich einer Biegung der seitlichen Ränder (17) nach oben gegebenenfalls drastisch.
Dieser Effekt ist für die vorliegende Erfindung von außerordentlicher Bedeutung. So
ist es möglich, die Versteifungseinlage (1) zumindest etwas elastisch und an die Schulterkontur
anschmiegbar auszugestalten und zugleich eine sehr hohe Querstabilität der Versteifungseinlage
(1) zu erzielen.
[0035] Verarbeitungsmethoden, die zur Herstellung der Versteifungseinlage (1) bei Verwendung
eines thermoplastischen Materials zum Einsatz kommen können, sind Extrudieren, Spritzgießen,
Spritzblasformen, Extrusionsblasformen, Kalandrieren, Thermoformen, Pressen, Sintern,
Kompaktstreichen, Schaumstreichen, Tauchen, Gießen, Rotationsgießen, Beschichten und
Tauchblasen. Bei der Verwendung eines duroplastischen Materials bieten sich als Herstellungsverfahren
an das Block- und Form-Schäumen, Gießen, Spritzen, Pressen, Heißhärten, kontinuierliche
Laminieren, Handlaminieren, Profilziehen, Faserspritzverfahren, Injektionsverfahren,
Wickeln, Schleudern, Naßpressen, Verpressen von Harzmatten und Preßmassen, Gießverfahren
und das Spachteln.
[0036] Grundsätzlich kann die Versteifungseinlage in Querrichtung zur Längsachse (16) des
Trägers (13) völlig starr ausgebildet sein. Vorzugsweise ist sie jedoch - wie anhand
der oben angegebenen Werte der Biegefestigkeit gezeigt - geringfügig elastisch und
gibt mit der Bewegung der Trägerin zumindest etwas nach.
[0037] Kommt eine Versteifungseinlage (1) zum Einsatz, die zur Erreichung einer maximalen
Querstabilität ein sehr großes Elastizitätsmodul aufweist, so kann eine Biegbarkeit
der Versteifungseinlage (1) zumindest in Längsrichtung des Trägers (13) zum Beispiel
durch die Anbringung einer Vielzahl von dicht voneinander beabstandeten Kerben an
der Unterseite der Versteifungseinlage (1) herbeigeführt werden. Vorzugsweise verlaufen
diese Kerben durchgängig über die gesamte Unterseite der Versteifungseinlage und rechtwinklig
zu deren Längsachse sowie parallel zueinander.
[0038] Bei einer Versteifungseinlage (1), die ein kleines Elastizitätsmodul aufweist und
infolgedessen nur eine geringe Querstabilität besitzt, kann eine Erhöhung der Querstabilität
zum Beispiel durch die Anbringung von über die gesamte Breite der Versteifungseinlage
(1) und im wesentlichen rechtwinklig zu deren Längsachse (16) verlaufenden, stegförmigen
Verstärkungsrippen auf der Unterseite und/oder Oberseite der Versteifungseinlage (1)
erfolgen.
[0039] Die Versteifungseinlage (1) kann zum Beispiel in Form einer einfachen, blanken Kunststoffplatte
vorliegen. Zur Steigerung des Tragekomforts wird die Unterseite der meist harten Versteifungseinlage
(1) gegenüber der Schulterpartie jedoch in der Regel abgepolstert.
[0040] So trägt in einer besonders bevorzugten Ausführungsform die Unterseite der Versteifungseinlage
(1) ein Schaumstoffkissen, dessen Abmessungen an die Versteifungseinlage (1) angepaßt
sind oder diese in Längs- und/oder Querrichtung zumindest teilweise überragen.
[0041] Alternativ zu diesem Schaumstoffkissen kann zum Beispiel ein mit einer hochviskosen
Flüssigkeit oder einem reversibel oder nicht-reversibel verformbaren, elastischen
Material gefülltes Kissen an der Unterseite der Versteifungseinlage (1) vorgesehen
werden.
[0042] Ein derartiges Kissen umfaßt beispielsweise eine kissenförmige Schutzfolie aus einem
flexiblen Material, das durch den Inhalt des Kissens nicht an- oder aufgelöst wird.
In diese kissenförmige Schutzfolie wird das elastische, verformbare Material eingeführt
und anschließend verschließt man die Einführungsöffnung der Schutzfolie vorzugsweise
irreversibel zum Beispiel durch Verschweißen oder Verkleben.
[0043] Als Material für die flexible Schutzhülle sind insbesondere zumindest etwas elastische
Kunststoffe wie Polyurethane (PU) in Betracht zu ziehen.
[0044] Zur Füllung der kissenförmigen Schutzfolie werden insbesondere Silikone, Gele oder
gelförmige Aufschlämmungen verwendet. Bei den gelförmigen Aufschlämmungen handelt
es sich zum Beispiel um Mischungen aus Wasser, Glycerin oder Alkohol mit Quellstoffen
wie Stärke oder Agar oder mit kleinen organischen oder anorganischen Partikeln wie
Silikagel. Silikone kommen bevorzugt zur Anwendung, da deren Vernetzungsgrad und damit
deren plastische Eigenschaften auf vorgegebene Werte exakt eingestellt werden können.
Selbstverständlich können zur Füllung der Schutzfolie auch Gase wie Luft, Kohlenmonoxid,
Kohlendioxid oder Edelgase herangezogen werden. Mit dem Begriff

verformbares Material (2)" sind daher auch Gase gemeint.
[0045] Von besonderem Vorteil kann es ferner sein, die kissenförmige Schutzfolie mit einem
thermoplastischen Material zu füllen. Durch eine kurzfristige Erwärmung dieses thermoplastischen
Materials kann der Träger (13) beziehungsweise dessen Abpolsterung im Auflagebereich
exakt den anatomischen Gegebenheiten der Trägerin des Büstenhalters angepaßt werden.
Auf diese Weise können Druckstellen sicher vermieden werden und der Tragekomfort steigt
auf ein Optimum.
[0046] In diesem Zusammenhang ist festzustellen, daß auch die Versteifungseinlage (1) selbst
einem Formgebungsverfahren unterzogen werden und hierbei den anatomischen Gegebenheiten
angepaßt werden kann.
[0047] Mindestens ein derartiges, größeres Kissen, das mit einem plastischen, verformbaren
Material (2) gefüllt ist, kann unmittelbar an der Unterseite einer Versteifungseinlage
(1) zum Beispiel mit Hilfe einer Verklebung, Verschweißung oder Klett-Befestigung
angebracht sein.
[0048] Die Verwendung eines einzelnen, im wesentlichen den Abmessungen der Versteifungseinlage
(1) entsprechenden, größeren Kissens ist insbesondere dann angezeigt, wenn aufgrund
des überdurchschnittlichen Brusteigengewichts mit einer außerordentlichen Belastung
des gesamten Trägerauflagebereichs zu rechnen ist.
[0049] Es ist jedoch auch möglich, die Kissen deutlich kleiner als die Versteifungseinlage
auszubilden und mehrere hiervon an der Unterseite der Versteifungseinlage (1) anzubringen.
Von besonderem Vorteil ist in diesem Fall, daß die Kissen gezielt an denjenigen Stellen
positioniert werden können, an denen mit einer übermäßigen Druckbelastung gerechnet
werden muß. Die nicht mit der Kissenunterseite in Verbindung stehenden Hautpartien
können frei atmen. Dies führt insbesondere bei hohen Außentemperaturen zu einer erheblichen
Steigerung des Tragekomforts.
[0050] Anstelle einer kissenförmigen Schutzfolie, die das plastisch verformbare Material
ganzseitig umschließt und vom direkten Kontakt mit der Unterseite der Versteifungseinlage
(1) abhält, kann eine Schutzfolie zum Einsatz kommen, die vor der Füllung lose auf
der Unterseite der Versteifungseinlage (1) aufliegt und deren Ränder mit dem Randbereich
der Versteifungseinlage dichtend zum Beispiel durch ein Verschweißen oder Verkleben
verbunden sind. Nach dem Füllen mit einem plastisch verformbaren Material wird auch
in diesem Fall der Einfüllbereich vorzugsweise durch ein Verkleben oder Verschweißen
verschlossen.
[0051] Bringt man auf diese Weise eine Abpolsterung an der Unterseite der Versteifungseinlage
(1) an, so führt dies im Vergleich zu einem Kissen mit einer durchgehenden, schlauchförmigen
Schutzfolie zu dem Vorteil einer Materialeinsparung der Schutzfolie (3) um 50 %.
[0052] Insbesondere unter dem Aspekt einer dauerhaften Dichtigkeit der Abpolsterung hat
es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, die Versteifungseinlage (1) selbst innerhalb
einer kissenförmigen Schutzfolie (3) vorzusehen (Abbildungen 4, 5 und 6).
[0053] Abbildung 4 zeigt einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Träger (13) von
Büstenhaltern mit einer Versteifungseinlage (1), die innerhalb einer kissenförmigen
Schutzfolie (3) angeordnet ist. Vorzugsweise steht die Oberseite der Versteifungseinlage
(1) mit der Innenseite der kissenförmigen Schutzfolie (3) zumindest teilweise zum
Beispiel durch eine Verschweißung oder Verklebung in Kontakt. Hierdurch wird verhindert,
daß bei der Verwendung eines Gases oder einer hochviskosen Flüssigkeit als plastisch
verformbares Material (2), dieses bei Einwirkung eines Druckes von unten in den oberhalb
der Oberseite der Versteifungseinlage (1) liegenden Bereich fließt.
[0054] Die Unterseite der Versteifungseinlage (1) ist von der kissenförmigen Schutzfolie
(3), die die Versteifungseinlage (1) ganzseitig umschließt, zumindest etwas und zumindest
teilweise beabstandet. In dem durch diese Beabstandung gebildeten Raum befindet sich
das verformbare Material (2).
[0055] Wie aus den Abbildungen 2 und 4 hervorgeht, kann die Versteifungseinlage (1), die
gegebenenfalls eine kissenförmige, schulterseitige Auspolsterung (2) umfaßt, zur Steigerung
des Tragekomforts in eine Ummantelung (4) eingebettet werden.
[0056] Vorzugsweise ist die Ummantelung (4) so ausgebildet, daß sie die Versteifungseinlage,
gegebenenfalls zusammen mit der kissenförmigen Auspolsterung, ganzseitig umschließt.
Die Ummantelung (4) kann aus synthetischem oder natürlichem Textilmaterial bestehen.
Vorzugsweise ist sie aus Baumwolltrikot gefertigt.
[0057] Es können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden, um die Versteifungseinlage (1)
sowohl in Längsrichtung als auch in Querrichtung des Trägers (13) in der gewünschten
Position am Scheitelpunkt des Trägers (13) zu halten und am Verrutschen zu hindern.
[0058] Zum anderen kann die Versteifungseinlage (1), gegebenenfalls nachträglich, in den
bereits schlauchförmig zusammengenähten, zumindest eine Trägeroberseite (9) und eine
Trägerunterseite (5) umfassenden Träger (13) hineingeschoben, in Position gebracht
und durch zwei rechtwinklig zur Längsachse des Trägers (13) verlaufende, nur wenig
von der Versteifungseinlage (1) beabstandete Nähte arretiert werden.
[0059] Zur Vermeidung von Beschädigungen des Büstenhalters und gegebenenfalls der Versteifungseinlage
(1) während des Waschvorganges kann die Versteifungseinlage (1) aus dem Träger (13)
entnommen werden. Dies führt auch zu dem Vorteil, daß in Abhängigkeit von der zu tragen
beabsichtigten Kleidung abpolsternde Kissen (2) unterschiedlicher Stärke zum Einsatz
kommen können.
[0060] Zu diesem Zweck kann beispielsweise im Bereich der Versteifungseinlage (1) die seitliche
Naht, die die Trägeroberseite (9) mit der Tägerunterseite (5) verbindet, unterbrochen
sein. Vorzugsweise sind dann in Längsrichtung des Trägers (13) unmittelbar vor und
hinter der Versteifungseinlage (1) Nähte vorgesehen, die rechtwinklig zur Längsachse
des Trägers verlaufen. Auf diese Weise wird eine Tasche gebildet, die einen seitlichen
Eingriff über eine schlitzförmige Öffnung erlaubt. Zum Verschließen der Tasche können
im Bereich der unterbrochenen
[0061] Naht zum Beispiel Klettbänder, Druckknöpfe oder ein Reißverschluß vorgesehen werden.
[0062] Da sich die Enden der Trägeroberseite und der Trägerunterseite im Bereich der Öffnung
(12) überlappen, können sie falls erforderlich mit Hilfe eines Klettverschlusses oder
eines oder mehrerer Druckknöpfe reversibel miteinander verbindbar ausgestaltet sein.
Andernfalls kann die Öffnung unter Verwendung eines Reißverschlusses geschlossen werden.
[0063] Derartige schlitzförmige Öffnungen (12) können auf der Trägerunterseite (5) im seitlichen
Randbereich des Trägers (13) und parallel zu dessen Längsachse verlaufend ausgebildet
sein. Vorzugsweise sind sie jedoch in Längsrichtung des Trägers (13) unmittelbar vor
oder hinter der Versteifungseinlage (1) vorgesehen und verlaufen rechtwinklig zur
Längsachse des Trägers (13).
[0064] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung mit einer Tasche
zur reversiblen Aufnahme einer Versteifungseinlage (1) ist in den Abbildungen 3,4,5
und 6 dargestellt.
[0065] Abbildung 3 stellt eine Ansicht von unten einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung mit einer Tasche zur integrierten Aufnahme einer Versteifungseinlage (1)
dar. Abbildung 5 zeigt einen Längsschnitt entlang der Linie B-B in Abbildung 3 im
Bereich der Versteifungseinlage (1). Die mit einer Abpolsterung (2) versehene Versteifungseinlage
(1) befindet sich umgeben von einer Ummantelung (4) in einem taschenförmigen Raum
mit zwei Eingriffsmöglichkeiten (12). Die Trägerunterseite (5) ist in dieser Ausführungsform
dreigeteilt ausgebildet. Sie umfaßt zwei obere Teile (5a) und einen diese zumindest
etwas überlappenden, zentralen unteren Teil (5b).
[0066] Die oberen Teile (5a) der Trägerunterseite (5) erstrecken sich von dem jeweiligen
freien Ende (14) des Trägers (13) so weit in Richtung der Versteifungseinlage (1),
daß sie, in Längsrichtung des Trägers (13) gesehen, deren vorderes beziehungsweise
hinteres Ende zumindest etwas überlappen. Der untere Teil (5b) der Trägerunterseite
(5) erstreckt sich unterhalb der oberen Teile (5a) im wesentlichen über die Länge
der Versteifungseinlage (1) und überlappt die in Richtung der Versteifungseinlage
(1) weisenden Enden des oberen Teils (5a) der Trägerunterseite (5) zumindest geringfügig.
[0067] Hebt man ein überlappendes Ende des unteren Teils (5b) der Trägerunterseite (5) nach
unten etwas ab, so kommt eine schlitzförmige Öffnung (12) zum Vorschein, durch welche
die Versteifungseinlage (1) in den Träger (13) eingeführt oder aus diesem entfernt
werden kann.
[0068] Ein unbeabsichtigtes Herausfallen der Versteifungseinlage aus dieser im Träger ausgebildeten
Tasche wird insbesondere dadurch vermieden, daß die vorderen und hinteren Enden der
Versteifungseinlage (1) von den oberen Teilen (5a) der Trägerunterseite (5) und/oder
von dem unteren Teil (5b) der Trägerunterseite (5) überlappt werden, sobald die Versteifungseinlage
(1) in die Trägertasche eingeführt und in Position gebracht ist.
[0069] Abbildung 4 zeigt einen Querschnitt durch die in Abbildung 3 dargestellte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung mit einer Tasche entlang der dortigen Linie A-A. Aus Abbildung
4 geht deutlich hervor, daß der seitliche Randbereich des unteren Teils (5b) der Trägerunterseite
(5) mit dem seitlichen Randbereich der Trägeroberseite (9) mittelbar oder unmittelbar
in Verbindung steht. Diese Verbindung kann zum Beispiel durch eine Naht, eine Verschweißung
oder eine Verklebung erfolgen. Ein Querschnitt entlang der Linie C-C aus Abbildung
3 ist in Abbildung 6 dargestellt. Abbildung 6 zeigt somit den Bereich, in dem der
obere Teil (5a) der Trägerunterseite (5) den unteren Teil (5b) der Trägerunterseite
(5) zumindest etwas überlappt. Es ist deutlich zu erkennen, daß der seitliche Randbereich
auch des oberen Teils (5a) der Trägerunterseite (5) mit der Trägeroberseite (9) mittelbar
oder unmittelbar in Verbindung steht.
[0070] Wie insbesondere aus Abbildung 3 hervorgeht, sind die in Richtung der freien Enden
(14) des Trägers (13) weisenden Enden der oberen Teile (5a) der Trägerunterseite und
des unteren Teils (5b) der Trägerunterseite (5) nicht unmittelbar übereinanderliegend,
sondern zueinander in Längsrichtung des Trägers (13) versetzt.
[0071] Eine Verlagerung beispielsweise der in Richtung der freien Enden (14) des Träger
(13) weisenden Enden der oberen Teile (5a) der Trägerunterseite in Richtung der freien
Enden (14) des Trägers (13) führt zu dem großen Vorteil, daß für den Betrachter der
Übergang von dem freien Ende (14) des Trägers (13) zu dem von der Versteifungseinlage
(1) unterstützten Bereich des Trägers (13) kontinuierlich und stufenlos erfolgt. Auf
diese Weise wird vermieden, daß sich die Versteifungseinlage (1) durch die Kleidung
abzeichnet. Das Ausmaß der Verlagerung nimmt in der Regel mit steigender Dicke der
Versteifungseinlage (1), die gegebenenfalls eine Abpolsterung (2) und eine Ummantelung
(4) umfaßt, zu.
[0072] Um den Übergang von den freien Enden (14) des Trägers (13) oder von dem Schulterbereich
zu dem von der Versteifungseinlage (1) unterstützten Bereich möglichst unauffällig
zu gestalten, wird in der Regel zumindest über einem Teil der Oberseite der Versteifungseinlage
(1) eine flächige Polsterauflage (8) vorgesehen. Diese Polsterauflage (8) kann beispielsweise
aus Schaumstoff bestehen, der an seiner Ober- und Unterseite glatt und geschlossen-
oder offenporig ausgebildet ist. Vorzugsweise umfaßt sie jedoch eine oder mehrere
Fiberfill-Lagen oder eine oder mehrere Baumwoll-Lagen.
[0073] Wie aus den Abbildungen 4, 5 und 6 hervorgeht, kann zur kontinuierlichen Ausgestaltung
des angesprochenen Überganges und gegebenenfalls zur Fixierung der Versteifungseinlage
(1) darüberhinaus eine flächige Zwischenlage (7) oberhalb der Oberseite der Versteifungseinlage
(1) vorgesehen werden, wobei sich diese Zwischeneinlage (7) zumindest über einen Teil
der Oberseite der Versteifungseinlage (1) erstreckt. Im allgemeinen besteht diese
aus natürlichem oder synthetischem Textilmaterial. Vorzugsweise ist sie aus Baumwolltrikot
hergestellt.
[0074] Zur Vermeidung des Verrutschens der Polsterauflage (8) und/oder der Zwischenlage
(7) können deren seitliche, parallel zur Längsachse des Trägers (13) verlaufende Ränder
mit den seitlichen Randbereichen der Trägeroberseite (9) und der Trägerunterseite
(5) vernäht, verschweißt oder verklebt sein (siehe Abbildung 4). Selbstverständlich
ist es auch möglich, die übereinanderliegenden Schichten direkt miteinander zu verbinden,
zum Beispiel durch eine Vernähung, Verklebung oder Verschweißung.
[0075] Bei einer Betrachtung entlang der Längsachse des Trägers (13) können die seitlichen,
äußeren Ränder der Trägeroberseite (9) und der Trägerunterseite (5) parallel übereinander
zu liegen kommen (Abbildung 2). Dies hat zur Folge, daß der seitliche Rand des Trägers
die gegebenenfalls ausgefransten Schnittflächen der einzelnen, schichtförmigen Bestandteile
des Trägers erkennen läßt, wodurch die Ästhetik des Trägers ungünstig beeinflußt wird.
Aus diesem Grund umschließt der seitliche Rand der Trägeroberseite (9) vorzugsweise
den seitlichen Rand der Trägerunterseite (5) klammerartig. Wie in Abbildung 4 dargestellt,
führt dieses

Einschlagen" dazu, daß der seitliche Rand der Trägeroberseite (9) parallel an der
Unterseite der Trägerunterseite (5) anliegt und die ästhetisch nicht ansprechende
Schnittfläche der Trägerunterseite (5) verdeckt. Selbst wenn mehrere sich in den seitlichen
Randbereich der Trägerober- und Trägerunterseite erstreckende Zwischenlagen (7) und/oder
Polsterauflagen (8) zum Einsatz kommen, können deren nach außen gerichtete Schnittflächen
auf diese Weise einfach, kostengünstig und formschön verdeckt werden.
[0076] Um zu verhindern, daß die im seitlichen Randbereich des Trägers (13) verlaufenden
Nähte zur Beeinträchtigung des Tragekomforts führen, kann an der Unterseite dieses
Randbereiches ein vorzugsweise zumindest etwas elastisches Band (6) vorgesehen werden,
das im wesentlichen parallel zur Längsachse des Trägers (13) verläuft (siehe Abbildung
4). Handelt es sich hierbei um ein Zierband, so kommt diesem zusätzlich eine ästhetische
Funktion zu.
[0077] Zusammenfassend ist festzustellen, daß der erfindungsgemäße Träger aufgrund der integrierten
Versteifungseinlage (1) eine ausgezeichnete Querstabilität aufweist, die zu einem
maximalen Tragekomfort führt. Aufgrund der gleichmäßigen Verteilung des gegebenenfalls
hohen Brusteigengewichtes auf eine große Trägerauflagefläche wird ein Einschneiden
im Schulterbereich vermieden. Dies hat zur Folge, daß die Zirkulation lymphatischer
Flüssigkeit im Schulter- und Nackenbereich, im Gegensatz zu Büstenhaltern des Standes
der Technik, nicht eingeschränkt oder gar unterbunden wird. Dank der stabilen Ausführung
der Versteifungseinlage (1) wird ein U-förmiges Aufstehen der seitlichen Ränder des
Trägers (13) nicht beobachtet. Aus diesem Grunde zeichnet sich der erfindungsgemäße
Träger nicht durch die Kleidung unvorteilhaft ab. Da die Trägeroberseite (9) und die
Trägerunterseite (5) aus dem gleichen Material beschaffen sein können, aus dem der
Büstenhalter selbst besteht, ist die Gefahr einer Materialermüdung in Längsrichtung
der Träger (13), die zur Unbrauchbarkeit des Büstenhalters führen kann, ausgeschlossen.
Aufgrund des Vorhandenseins der mehr oder weniger steifen Versteifungseinlage (1)
kann der Träger (13) nicht mehr unbeabsichtigt um seine Längsachse um 180 ° verdreht
werden. Entsprechende Abnähungen oder Taschen sorgen dafür, daß sich die Versteifungseinlage
(1) nicht in Längsrichtung des Trägers (13) verschieben kann.
1. Träger von Büstenhaltern mit einer Trägeroberseite (9), einer Trägerunterseite (5),
mindestens einer im Bereich des Scheitelpunktes (15) des Trägers (13) zwischen der
Trägeroberseite (9) und der Trägerunterseite (5) in einem taschenförmigen Raum vorgesehenen,
im wesentlichen quadratischen, rechteckigen oder plattenförmige Versteifungseinlage
(1) sowie mit mindestens einer schlitzförmigen Öffnung (12) zur Einführung und/oder
Entnahme der Versteifungseinlage(1), dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerunterseite
(5) mindestens einen oberen Teil (5a) und einen zentralen unteren Teil (5b) umfaßt,
wobei sich zumindest ein oberer Teil (5a) soweit in Richtung der am Scheitelpunkt
(15) positionierten Versteifungseinlage (1) erstreckt, daß er, in Längsrichtung des
Trägers (13) gesehen, deren vorderes oder hinteres Ende zumindest etwas überlappt
und wobei sich der untere, zentrale Teil (5b) im wesentlichen über die Länge der Versteifungseinlage
(1) erstreckt und die in Richtung der Versteifungseinlage (1) weisenden Enden des
oberen Teils (5a) zumindest geringfügig überlappt, so daß beim Abheben des überlappenden
Endes des unteren Teils (5b) nach unten die schlitzförmige Öffnung (12) zum Vorschein
kommt.
2. Träger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Versteifungseinlage (1) eine
Breite (b) im Bereich von 1,0 bis 15 cm, eine Länge (a) im Bereich von 1,0 bis 60
cm und eine Materialstärke (c) im Bereich von 0,01 bis 30 mm aufweist.
3. Träger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Biegesteifigkeit der
eben ausgerichteten Versteifungseinlage (1) bezüglich einer Biegung der seitlichen,
im wesentlichen parallel zur Längsachse (16) des Trägers (13) verlaufenden Ränder
(17) nach oben im Bereich von 10 bis 280000 N·mm2 liegt.
4. Träger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterseite
der Versteifungseinlage (1) eine oder mehrere Kerben vorgesehen sind, die zumindest
teilweise über die Unterseite der Versteifungseinlage (1) und im wesentlichen rechtwinklig
zur Längsachse des Trägers (13) sowie parallel zueinander verlaufen.
5. Träger nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Unter-
und/oder Oberseite der Versteifungseinlage (1) eine oder mehrere stegförmige Verstärkungsrippen
angebracht sind, die im wesentlichen rechtwinklig zur Längsachse des Trägers (13)
sowie parallel zueinander verlaufen.
6. Träger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Versteifungseinlage
(1) aus Metall, Holz, Kork, Leder, Kunststoff, Latex oder Gummi, oder aus Kombinationen
hiervon, gebildet ist.
7. Träger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Versteifungseinlage
(1) zumindest auf ihrer Unterseite eine Abpolsterung gegenüber der Schulter aufweist,
wobei diese Abpolsterung ein Schaumstoffkissen ist und/oder eine im wesentlichen kissenförmige
Schutzfolie (3) umfaßt, die mit einem Gas, einer Flüssigkeit, einem Gel, einem bei
Raumtemperatur verformbaren Material oder einem thermoplastischen Material gefüllt
ist.
8. Träger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Versteifungseinlage
(1) innerhalb einer sie ganzseitig umgebenden, kissenförmigen Schutzfolie (3) vorgesehen
ist, wobei die Oberseite der Versteifungseinlage (1) zumindest teilweise mit dem ihr
gegenüberliegenden Bereich der Schutzfolie (3) in Kontakt steht und wobei der Raum
zwischen der Unterseite der Versteifungseinlage (1) und dem ihr gegenüberliegenden
Bereich der Schutzfolie (3) mit einem Schaumstoff, einem Gas, einer Flüssigkeit, einem
Gel, einem bei Raumtemperatur verformbaren Material oder einem thermoplastischen Material
gefüllt ist.
9. Träger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Versteifungseinlage
(1) von einer Ummantelung (4) ganzseitig umgeben ist und eine oder mehrere flächige
Polsterauflagen (8) und/oder eine oder mehrere Zwischenlagen (7) oberhalb der Versteifungseinlage
(1) vorgesehen sind.
10. Träger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der
linken und/oder rechten seitlichen Flanke des Trägers (13) im Bereich des Aufeinandertreffens
der Trägeroberseite (9) und der Trägerunterseite (5), auf der Unterseite (5) des Trägers
mindestens eine im wesentlichen schlitzförmige Öffnung (12) ausgebildet ist, die mit
einem im wesentlichen am Scheitelpunkt (15) befindlichen inneren taschenförmigen Raum
in Verbindung steht, dessen Abmessungen mindestens den Abmessungen der Versteifungseinlage
(1) entsprechen, wobei die Abmessungen der Öffnung (12) mindestens so groß sind, daß
die Versteifungseinlage (1) durch sie geführt werden kann.
11. Träger nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die in Richtung der freien Enden
(14) des Trägers (13) weisenden Enden des oberen Teils (5a) und des unteren Teils
(5b) in Längsrichtung des Trägers (13) versetzt sind.
1. A brassiere strap with: A top (9), a bottom (5), at least one essentially square,
rectangular or plate-like reinforcing insert (1) at the apex (15) of the strap (13)
between the top (9) and the bottom (5) that is in a pocket-shaped area; and at least
one slot-like opening (12) to insert and/or remove the reinforcing insert (1), characterized
in that the strap bottom (5) comprises at least one top part (5a) and a central, bottom
part (5b), and at least one top part (5a) extends toward the reinforcing insert (1)
positioned at the apex (15) so that (viewed in the lengthwise direction of the strap
(13)) it at least partially overlaps the front or rear of the insert, and the bottom
central part (5b) essentially extends the length of the reinforcing insert (1) and
overlaps at least slightly the ends of the top part (5a) extending toward the reinforcement
insert (1) so that when the overlapping ends of the bottom part (5b) are lifted downward,
the slot-like opening (12) appears.
2. A brassiere strap according to claim 1, characterized in that the reinforcing insert
(1) has a width (b) of 1.0-15 cm, a length (a) of 1.0-60 cm, and a material thickness
(c) of 0.01-30 mm.
3. A brassiere strap according to claims 1 or 2, characterized in that the rigidity of
the straight reinforcing insert (1) is 10-280,000 N·mm2 in reference to the upward flexure of the side edges (17) that are essentially parallel
to the lengthwise axis (16) of the strap (13).
4. A brassiere strap according to one of claims 1-3, characterized in that there are
one or more notches in the bottom of the reinforcing insert (1) that run at least
partially over the bottom of the reinforcing inert (1) and essentially perpendicular
to the lengthwise axis of the strap (13) and parallel to each other.
5. A brassiere strap according to one of claims 1-4, characterized in that on the bottom
and/or top of the reinforcing insert (1) there are one or more bar-shaped reinforcing
ribs that essentially run rectangular to the lengthwise axis of the strap (13) and
parallel to each other.
6. A brassiere strap according to one of the prior claims, characterized in that the
reinforcing insert (1) consists of metal, wood, cork, leather, plastic, latex or rubber
or combinations thereof.
7. A brassiere strap according to one of the prior claims, characterized in that the
reinforcing insert (1) has a cushion against the shoulder at least on the bottom,
and the cushion is a foam pillow and/or an essentially pillow-shaped protective film
(3) that is filled with a gas, liquid, gel, a material deformable at room temperature,
or a thermoplastic material.
8. A brassiere strap according to one of the prior claims, characterized in that the
reinforcing insert (1) is in a pillow-shaped protective film (3) that completely surrounds
it, and the top of the reinforcing insert (1) is at least partially in contact with
the opposing area of the protective film (3), and the gap between the bottom of the
reinforcing insert (1) and the opposing area of the protective film (3) is filled
with a foam, gas, liquid, gel, a material that is deformable at room temperature,
or a thermoplastic material.
9. A brassiere strap according to one of the prior claims, characterized in that the
reinforcing insert (1) is completely surrounded by a casing (4), and one or more flat
cushions (8) and/or one or more intermediate layers (7) are above the reinforcing
insert (1).
10. A brassiere strap according to one of the prior claims, characterized in that in the
left and/or right side of the strap (13) where the top of the strap (9) and bottom
of the strap (5) contact each other there is at least one essentially slotted opening
(12) in the bottom of the strap (5), and it is connected to an inner, essentially
pocket-shaped area at the apex (15), and the dimensions of the area at least correspond
to the dimensions of the reinforcing insert (1), and the dimensions of the opening
(12) are at least large enough for the reinforcing insert (1) to be inserted through
it.
11. A brassiere strap according to claim 10, characterized in that the ends of the top
part (5a) and bottom part (5b) that extend toward the free ends (14) of the strap
(13) are offset in the lengthwise direction of the strap (13).
1. Support de soutien-gorge avec un côté supérieur (9), un côté inférieur (5), au moins
une insertion de renfort (1) prévue dans la zone du sommet (15) du support (13) entre
le côté supérieur (9) et le côté inférieur (5) dans un espace en forme de poche, de
forme sensiblement carrée, rectangulaire ou en forme de plaque ainsi qu'avec au moins
une ouverture (12) en forme de fente pour l'introduction et/ou le prélèvement de l'insertion
de renfort (1), caractérisé en ce que le côté inférieur (5) comprend une partie supérieure
(5a) et une partie inférieure (5b) centrale, au moins une partie supérieure (5a) s'étendant
en direction de l'insertion de renfort (1) positionnée au sommet (15), en ce que,
vu dans le sens longitudinal du support (13), il recouvre au moins légèrement son
extrémité avant ou son extrémité arrière, l'extrémité (5b) inférieure et centrale
s'étendant sensiblement sur la longueur de l'insertion de renfort (1) et recouvrant
au moins légèrement les extrémités de la partie inférieure (5a) tournées en direction
de l'insertion de renfort (1), de sorte que l'ouverture (12) en forme de fente apparaît
lors du soulèvement de l'extrémité recouvrante de l'extrémité inférieure (5b).
2. Support selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'insertion de renfort (1)
présente une largeur (b) dans la plage de 1,0 à 15 cm, une longueur (a) dans la plage
de 1,0 à 60 cm et une largeur de matériau (c) dans la plage de 0,01 à 30 mm.
3. Support selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la résistance à la flexion
de l'insertion de renfort (1) orientée à plat, par rapport à une flexion des bords
(17) latéraux et sensiblement parallèles à l'axe longitudinal (16) du support vers
le haut, se situe dans la plage de 10 à 28000 N-mm2.
4. Support selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'il est
prévu sur le côté inférieur de l'insertion de renfort (1) une ou plusieurs entailles
qui sont disposées au moins partiellement sur le côté supérieur de l'insertion de
renfort (1) et sensiblement perpendiculairement à l'axe longitudinal du support (13)
et parallèlement entre elles.
5. Support selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que sur
le coté inférieur et/ou le côté supérieur de l'insertion de renfort (1) sont disposées
une ou plusieurs nervures de renforcement en forme de barrettes, qui sont sensiblement
perpendiculaires à l'axe longitudinal du support (13) et sont parallèles entre elles.
6. Support selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que
l'insertion de renfort (1) est en métal, bois, liège, cuir, plastique, latex ou caoutchouc,
ou à base de combinaisons de ces matériaux.
7. Support selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que
l'insertion de renfort (1) présente au moins sur son côté inférieur un rembourrage
par rapport à l'épaule, ce rembourrage étant un coussin en mousse et/ou comprenant
un film protecteur (1) sensiblement en forme de coussin, qui est rempli d'un gaz,
d'un liquide, d'un gel, d'un matériau déformable à la température ambiante ou d'un
matériau thermoplastique.
8. Support selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que
l'insertion de renfort (1) est prévue à l'intérieur d'un film protecteur (3) qui l'entoure
sur tout le côté et en forme de coussin, le côté supérieur de l'insertion de renfort
(1) étant en contact au moins partiellement avec la zone du film protecteur (3) qui
lui fait face et l'espace entre le côté supérieur de l'insertion de renfort (1) et
la zone opposée du film protecteur (3) étant rempli avec une mousse, un gaz, un liquide,
un gel, un matériau déformable à la température ambiante ou un matériau thermoplastique.
9. Support selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que
l'insertion de renfort (1) est entourée par une enveloppe (4) sur tout le côté et
un ou plusieurs supports rembourrés (8) en deux dimensions et/ou une ou plusieurs
couches intermédiaires (7) sont prévus au-dessus de l'insertion de renfort (1)
10. Support selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que
dans le flanc latéral gauche et/ou droit du support (13), dans la zone où le côté
supérieur du support (9) et le côté inférieur (9) du support se rencontrent, il est
conçu sur le côté supérieur (5) du support au moins une ouverture (12) sensiblement
en forme de fente, qui est en liaison avec un espace intérieur sensiblement en forme
de poche et situé au sommet (15), dont les dimensions correspondent au moins aux dimensions
de l'insertion de renfort (1), les dimensions de l'ouverture (12) étant au moins assez
grandes pour que l'insertion de renfort (1) puisse être guidée par celle-ci.
11. Support selon la revendication 10, caractérisé en ce que les extrémités, tournées
en direction des extrémités libres (14) du support (13), de la partie supérieure (5a)
et de la partie inférieure (5b) sont décalées dans la direction longitudinale du support
(13).