[0001] Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug-Klappenschloß od. dgl., insbesondere Heck-klappenschloß,
mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1.
[0002] Das bekannte Kraftfahrzeug-Klappenschloß od. dgl., von dem die Erfindung ausgeht
(FR - A - 2 554 898), ist dort als Türschloß beschrieben, insbesondere aber für Hecktüren
oder Heckklappen einsetzbar. Besondere Bedeutung haben solche mit einem elektromotorischen
Öffnungsantrieb betriebene Kraftfahrzeugschlösser nämlich für Hecktüren von Kombikraftwagen
oder für Heckklappen von normalen Limousinen. Grundsätzlich gilt aber auch die Anwendbarkeit
bei Kraftfahrzeug-Seitentüren.
[0003] Bei dem bekannten Kraftfahrzeug-Klappenschloß od. dgl. hat die Sperrklinke an ihrem
von der Drehachse entfernten Ende einen Anhebevorsprung, an dem ein als Schieber ausgeführtes
Betätigungsteil angreift. Der elektromotorische Antrieb mit dem Antriebselement und
dem exzentrisch daran angeordneten Mitnehmerzapfen wirkt auf das Betätigungsteil.
Das Betätigungsteil wird in seine obere, die Sperrklinke aushebende Lage verschoben
und verharrt in dieser, da die Sperrklinke von der Schloßfalle selbst in deren Öffnungsstellung
aktiv in ihrer Aushebestellung gehalten wird. Am Betätigungsteil kann damit der Mitnehmerzapfen
seitlich an eine Mitnehmer-Stoppfläche anlaufen. Diese liegt in Einfallstellung der
Sperrklinke außerhalb der Bewegungsbahn des Mitnehmerzapfens. Durch Anlaufen des Mitnehmerzapfens
an der Stoppfläche wird der elektromotorische Antrieb abgeschaltet.
[0004] Das bekannte Kraftfahrzeug-Klappenschloß od. dgl. ist bereits deshalb zweckmäßig,
weil es ohne Notwendigkeit einer Rückstellfeder mit einer Steuerung des Elektromotors
ohne Mikroschalter, lediglich durch Anlaufen des Mitnehmerzapfens an der Stoppfläche
arbeitet. Läuft der Mitnehmerzapfen gegen die Stoppfläche an, so steigt der Stromverbrauch
des elektrischen Antriebsmotors an und nach einer gewissen Verzögerungszeit kann die
Abschaltung erfolgen. Kehrt die Schloßfalle beim Schließen der Heckklappe in die Raststellung
zurück, so kehrt auch die Sperrklinke in die Einfallstellung zurück. Sie nimmt dabei
das Betätigungsteil nach unten mit und bewegt die Mitnehmer-Stoppfläche aus der Bewegungsbahn
des Mitnehmerzapfens heraus. Dadurch ist dieser nicht mehr blockiert und kann beim
nächsten Öffnungsvorgang unbehindert mittels des Antriebselementes in seine Arbeitsrichtung
weitergedreht werden.
[0005] Die aus dem Stand der Technik bekannte Konstruktion birgt eine Gefahr dann, wenn
der elektromotorische Antrieb aus welchem Grunde auch immer ausfallen sollte. Steht
der Mitnehmerzapfen dann nämlich in einer ungünstigen Position, so kann die Sperrklinke
auch durch eine Notbetätigung von Hand nicht mehr in die Aushebestellung bewegt werden.
Dieses Problem ist im Stand der Technik auch bereits erkannt worden, denn dort ist
ein Notbetätigungsteil vorgesehen, daß in einem solchen Fall den Mitnehmerzapfen wieder
mechanisch außer Eingriff mit dem Betätigungsteil bringt und gleichzeitig dann das
Betätigungsteil verschiebt und die Sperrklinke in die Aushebestellung bewegt. Um dies
zu ermöglichen, kann der Mitnehmerzapfen selbst gegenüber dem Antriebselement in Drehrichtung
verlagert werden, ist also in einer Richtung gegenüber dem Antriebselement begrenzt
relativbeweglich gelagert.
[0006] Die zuvor erläuterte Konstruktion für die Notbetätigung von Hand erfordert eine Mehrzahl
von Bauteilen, die an die Besonderheiten des linear verschieblichen Betätigungsteils
angepaßt sind. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde. das bekannte Kraftfahrzeug-Klappenschloß
od. dgl. baulich zu vereinfachen.
[0007] Ein baulich einfaches Kraftfahrzeug-Klappenschloß ist im übrigen auch aus dem Stand
der Technik bekannt (DE - C - 39 32 268). Bei diesem bekannten Kraftfahrzeug-Klappenschloß
ist für die Sperrklinke und deren Aushebestellung ein elastischer Anschlag vorgesehen.
Sobald die Sperrklinke den elastischen Anschlag und damit ihre Aushebestellung erreicht
hat, wird der elektromotorische Antrieb abgeschaltet. Das ein Schneckenrad eines elektromotorischen
Schneckentriebes darstellende, als Scheibe ausgeführte Antriebselement wird durch
eine vorgespannte Rückstellfeder in Rückwärtsrichtung um seine Drehachse gedreht und
auf diese Weise in seine Ausgangsposition zurückgeführt. Der Mitnehmerzapfen kehrt
dadurch auf demselben Wege mit umgekehrter Laufrichtung in seine Ausgangsstellung
zurück, auf dem er auf dem Hinweg die Betätigungsfläche der Sperrklinke angefahren
und diese in Aushebestellung bewegt hat. Wird die Heckklappe dann geschlossen, so
gibt die Schloßfalle die Sperrklinke frei, so daß diese in die Einfallstellung zurückkehren
kann, und zwar unter der Wirkung der zwischen beiden befindlichen Feder.
[0008] Bei dem zuvor erläuterten Kraftfahrzeug-Klappenschloß muß der elektromotorische Antrieb
nicht nur die Sperrklinke ausheben, sondern gleichzeitig auch die Rückstellfeder des
Schneckenrades spannen. Er muß daher entsprechend leistungsstark ausgeführt sein.
[0009] Bekannt ist aus dem Stand der Technik auch ein entsprechendes Kraftfahrzeug-Klappenschloß
bzw. Kraftfahrzeug-Türschloß (DE - A - 32 42 527). bei dem das Ausheben der Sperrklinke
mittels eines exzentrischen Mitnehmerzapfens so erfolgt, daß daß Antriebselement stets
nur in einer Richtung dreht, also nicht zurückgestellt wird, wobei der Mitnehmerzapfen
nach erfolgtem Ausheben der Sperrklinke an deren Betätigungsfläche vorbeiläuft. Der
Mitnehmerzapfen kehrt also hier nicht in einer Rückwärtsbewegung in seine Ausgangsstellung
zurück, sondern durchläuft einen kompletten 360°-Bogen wieder zurück in seine Ausgangsstellung,
bei deren Erreichen ein Mikroschalter den elektromotorischen Antrieb abschaltet.
[0010] Die weiter oben aufgezeigte Aufgabe ist bei einem Kraftfahrzeug-Klappenschloß od.
dgl, mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1 durch die Merkmale des kennzeichnenden
Teils von Anspruch 1 gelöst.
[0011] Beim Anlaufen an die Mitnehmer-Stoppfläche (aber auch an die Betätigungsfläche) wird
der Mitnehmerzapfen entgegen der Wirkung der Federkraft zunächst gegenüber dem Antriebselement
stehenbleiben, dieses wird sich also über eine gewisse Strecke weiterbewegen, bis
dann der Formschluß zwischen Mitnehmerzapfen und Antriebselement dieser Weiterbewegung
ein Ende setzt. Dann erst wird der elektromotorische Antrieb abgeschaltet. Kehrt nun
die Sperrklinke beim Schließen der Heckklappe in die Einfallstellung zurück, so bewegt
sich der Mitnehmerzapfen unter Wirkung der Federkraft selbsttätig weiter bis zu einem
Punkt jenseits der Lage der Mitnehmer-Stoppfläche an der Sperrklinke. Der Winkel des
Kreisbogens muß entsprechend bemessen werden. Ganz gleich, was jetzt mit dem elektromotorischen
Antrieb bei nächster Betätigung geschieht, eine Blockierung der Sperrklinke gegenüber
einer mechanischen Notbetätigung ist jedenfalls ausgeschlossen.
[0012] Die automatische Freistellung des Mitnehmerzapfens, um eine mechanische Notbetätigung
zu erlauben, ist bei einer einteiligen Sperrklinke und in einer für diese einfache
Konstruktion angepaßten Weise realisiert und in das Antriebselement integriert. Damit
ist das beanspruchte Kraftfahrzeug-Klappenschloß od. dgl. baulich besonders einfach
gestaltet.
[0013] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
- Fig. 1
- ein besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Kraftfahrzeug-Heckklappenschlosses
in Ausgangsstellung, nämlich in Raststellung der Schloßfalle, der elektrische Antriebsmotor
abgeschaltet,
- Fig. 2
- das Schloß aus Fig. 1 bei Erreichen der Aushebestellung der Sperrklinke, die Schloßfalle
den Öffnungs-Schwenkhub beginnend,
- Fig. 3
- das Schloß aus Fig. 1, jetzt mit der Schloßfalle in Öffnungsstellung und der Sperrklinke
in Aushebestellung, den Mitnehmerzapfen an der Mitnehmer-Stoppfläche, der elektromotorische
Antrieb abgeschaltet.
- Fig. 4
- das Antriebselement aus Fig. 2 in einer Ansicht aus Richtung IV.
[0014] Fig. 1 zeigt am Beispiel eines Kraftfahrzeug-Heckklappenschlosses, insoweit aber
nicht beschränkend zu verstehen, also auch für alle anderen Klappenschlösser, Haubenschlösser
oder Türschlösser an Kraftfahrzeugen, zunächst ein Schloßgehäuse 1 und darin gelagert
eine als Drehfalle ausgeführte Schloßfalle 2 auf einer Lagerachse 3. Angedeutet ist
die Lage eines Schließbügels 4, der von der Schloßfalle 2 mit dem Gabelmaul erfaßt
ist, wenn die Heckklappe geschlossen ist.
[0015] In der dargestellten Raststellung wird die Schloßfalle 2 durch eine Sperrklinke 5
gehalten, die in Fig. 1 in ihrer Einfallstellung dargestellt ist. Die Sperrklinke
5 ist um eine im dargestellten Ausführungsbeispiel links unten liegende Lagerachse
6 schwenkbar. Die Sperrklinke 5 und die Schloßfalle 2 sind im dargestellten und bevorzugten
Ausführungsbeispiel mittels einer Feder 7 aufeinanderzu vorgespannt. Dargestellt ist
ein gummielastisches Pufferelement 8 für die beiden Endlagen der Schloßfalle 2, also
die Raststellung und die Öffnungsstellung. Auch die Schloßfalle 2 selbst kann mit
einem gummielastischen Material ummantelt sein kann.
[0016] Die Sperrklinke 5 hält die Schloßfalle 2 in Raststellung mittels einer Rastnase 9,
zu der eine entsprechende Rastnase 10 an der Schloßfalle 2 korrespondiert. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel eines Heckklappenschlosses hat die Schloßfalle 2 nur eine Hauptrast,
Rastnase 10. Es gibt natürlich auch Varianten mit Hauptrast und Vorrast an der Schloßfalle
2.
[0017] Im Abstand von der Rastnase 9 weist die Sperrklinke 5 eine Betätigungsfläche 11 auf.
Außerdem erkennt man an der Sperrklinke 5 noch einen Anschlußpunkt 12 für ein Notöffnungselement
12a, das der mechanischen / manuellen Notöffnung von einem Schließzylinder her dient.
Ein Ziehen nach links in Fig. 1 am Notöffnungselement 12a bewirkt das Ausheben der
Sperrklinke 5 aus der Schloßfalle 2.
[0018] In Fig. 1 lediglich angedeutet ist ein elektromotorischer Antrieb 13 mit einem als
Scheibe ausgeführten Antriebselement 14 (Schneckenrad im dargestellten Ausführungsbeispiel)
und einer Antriebsspindel 15. Das Antriebselement 14 ist mit einem exzentrisch angeordneten
Mitnehmerzapfen 16 ausgerüstet, der zusammen mit dem Antriebselement 14 eine Art Kurbeltrieb
bildet. Das alles ist an sich aus dem Stand der Technik bekannt.
[0019] Der Pfeil in Fig. 1 deutet die Drehrichtung des Antriebselementes 14 und die Bewegungsrichtung
des Mitnehmerzapfens 16 an.
[0020] Ein Vergleich von Fig. 1 und Fig. 2 zeigt, daß der Mitnehmerzapfen 16 durch Drehung
des Antriebselements 14 in der durch den Pfeil dargestellten Richtung an die Betätigungsfläche
11 anläuft und damit die Sperrklinke 5 um ihre Lagerachse 6 entgegen dem Uhrzeigersinn
schwenkt. Dadurch wird die Rastnase 9 der Sperrklinke 5 aus der Rastnase 10 der Schloßfalle
2 ausgehoben. Diese Position zeigt Fig. 2.
[0021] Fig. 3 zeigt, daß die in Öffnungsstellung befindliche Schloßfalle 2 die Sperrklinke
5 in der Aushebestellung hält, dazu ist an der Sperrklinke 5 in an sich bekannter
Weise eine Haltefläche 17 ausgebildet, die sich auf einer Gegenfläche 17a am Schenkel
der Schloßfalle 2 abstützt.
[0022] Fig. 1, Fig. 2 und Fig. 3 im Zusammenhang zeigen, daß der elektromotorische Antrieb
13 das Antriebselement 14 nur in der einen Richtung dreht, das Antriebselement 14
also nicht, auch nicht durch Federkraft, zurückgestellt wird, daß der Mitnehmerzapfen
16 nach erfolgtem Ausheben der Sperrklinke 5 an der Betätigungsfläche 11 vorbeiläuft,
daß an der Sperrklinke 5 in Laufrichtung des Mitnehmerzapfens 16 gesehen mit Abstand
hinter der Betätigungsfläche 11 eine Mitnehmer-Stoppfläche 18 angeordnet ist, die
bei in Aushebestellung befindlicher Sperrklinke 5 in der Bewegungsbahn des Mitnehmerzapfens
16 liegt und diesen stoppt, bei in Einfallstellung befindlicher Sperrklinke 5 jedoch
außerhalb der Bewegungsbahn des Mitnehmerzapfens 16 liegt, und daß der elektromotorische
Antrieb 13 durch das Anlaufen des Mitnehmerzapfens 16 an der Stoppfläche 18 abgeschaltet
wird (Blockbetrieb). Der Mitnehmerzapfen 16 veranlaßt die Sperrklinke 5 also zu einem
geringfügigen Überhub über die eigentliche Aushebestellung hinaus, um so an der Betätigungsfläche
11 vorbeilaufen zu können. Dadurch ist sichergestellt, daß die Schloßfalle 2 auch
wirklich unproblematisch öffnet.
[0023] Fig. 3 macht deutlich, daß durch die Schwenkbewegung der Sperrklinke 5 um ihre Lagerachse
6 entgegen dem Uhrzeigersinn der Sperrklinken-Arm 19 mit der Mitnehmer-Stoppfläche
18 in die Bewegungsbahn des Mitnehmerzapfens 16 hineingeschwenkt wird. Nach einigen
hundert Millisekunden an dieser Mitnehmer-Stoppfläche 18 angehalten wird der elektromotorische
Antrieb 13 abgeschaltet. Durch diesen Blockbetrieb des elektromotorischen Antriebs
13 kann auf Mikroschalter verzichtet werden. Gleichzeitig kann aber auch auf die im
Stand der Technik bei den üblichen zweistufigen Schneckentrieben notwendige Rückholfeder
verzichtet werden. Der elektromotorische Antrieb 13 kann also wesentlich leistungsschwächer
ausgeführt sein als im Stand der Technik, da er ja nur die Sperrklinke 5 zu bewegen
hat.
[0024] Bei allen mit Stellantrieben versehenen Kraftfahrzeug-Schlössern stellt ein Ausfall
des elektromotorischen Antriebs ein besonderes Problem dar. Dazu ist der Anschlußpunkt
12 für die Notöffnung vorgesehen. Sollte aber der elektromotorische Antrieb 13 in
der in Fig. 2 dargestellten Position oder einer etwas weiter in der eingezeichneten
Drehrichtung vorlaufenden Position blockieren, so könnte die Sperrklinke 5 nicht mehr
in ihre Einfallstellung zurückkehren. Entsprechend gilt, daß eine Blockierung des
elektromotorischen Antriebs 13 in einer Stellung mit dem Mitnehmerzapfen 16 zwischen
den in Fig. 1 und Fig. 3 dargestellten Positionen dazu führen würde, daß die Sperrklinke
5 komplett blockiert ist, also auch eine mechanische Notöffnung nicht mehr möglich
wäre.
[0025] Zur Lösung des zuvor erläuterten Problems ist im dargestellten Ausführungsbeispiel
nun vorgesehen, daß der Mitnehmerzapfen 16 gegenüber dem Antriebselement 14 über einen
auf einen geringen Winkel, vorzugsweise einen Winkel von 45°, begrenzten Kreisbogen
relativ beweglich ist, daß das Antriebselement 14 einen diese Relativbewegung des
Mitnehmerzapfens 16 erlaubenden Freischnitt 20 aufweist und daß der Mitnehmerzapfen
16 mittels einer Feder 21 in die in Drehrichtung des Antriebselements 14 voreilende
Endstellung E vorgespannt ist. Der Freischnitt 20 kann als bogenförmiges Langloch
oder auch als umfangseitig offener Kreisausschnitt ausgeführt sein oder auch eine
andere funktional zweckmäßige Form aufweisen, wie das im vorliegenden Ausführungsbeispiel
dargestellt ist. Die Feder 21 ist hier eine Biegefeder.
[0026] Der Mitnehmerzapfen 16 kann beispielsweise mit einem Ringflansch in einem kreisbogenförmigen
Langloch freiliegend, lediglich von der Feder 21 in Richtung der Endstellung E vorgespannt,
angeordnet sein. Das dargestellte und insoweit bevorzugte Ausführungsbeispiel zeigt
aber auch insoweit noch eine besondere Konstruktion als nämlich vorgesehen ist, daß
das Antriebselement 14 zwei in Richtung seiner Lagerachse 14a hintereinander angeordnete
Teilelemente 22, 23 aufweist und daß ein Teilelement 22 mit dem elektromotorischen
Antrieb 13 fest gekuppelt ist und den Freischnitt 20 aufweist und das andere Teilelement
23 den Mitnehmerzapfen 16 trägt. Diese in Fig. 4 dargestellte Technik mit Aufteilung
eines scheibenförmigen Antriebselementes 14 in zwei koaxial liegende Teilelement 22,
23 ist für sich bei einem Stellantrieb für ein Kraftfahrzeug-Türschloß, wenn auch
in anderem Zusammenhang, bekannt (DE - A - 40 15 522). Es handelt sich hier um eine
konstruktiv einfach zu realisierende Lösung.
[0027] Ein Vergleich der Fig. 3 und 1 macht deutlich, daß durch die Federbelastung des Mitnehmerzapfens
16 der Mitnehmerzapfen 16 zunächst an die Stoppfläche 18 anläuft, jedoch noch ohne
unmittelbare Wirkung auf das Antriebselement 14. Dieses läuft zunächst weiter, der
elektromotorische Antrieb 13 dreht es weiter in Pfeilrichtung, der Mitnehmerzapfen
16 weicht unter Belastung der Feder 21 aus, bleibt also einfach an der Stoppfläche
18 stehen. Erst dann, wenn das rückwärtige Ende des Freischnitts 20 (also das nacheilende
Ende) erreicht wird, tritt Formschluß zwischen Mitnehmerzapfen 16 und Antriebselement
14 ein und der elektromotorische Antrieb 13 läuft in den Block. Nunmehr schaltet der
elektromotorische Antrieb 13 nach der eingestellten Verzögerungszeit ab.
[0028] Kehrt nun die Sperrklinke 5 in die in Fig. 1 dargestellte Einfallstellung zurück,
so gibt der Sperrklinken-Arm 19 mit der Mitnehmer-Stoppfläche 18 den Mitnehmerzapfen
16 frei, dieser schnappt unter Wirkung der Feder 21 in Pfeilrichtung bis an die Endstellung
E, also das voreilende Ende des Freischnitts 20 (wie in Fig. 3 gestrichelt dargestellt).
Damit hat der Mitnehmerzapfen 16 also die kritische Stelle mit der Blockierung des
Sperrklinken-Arms 19 unter Federkraft, also ohne Anlaufen des elektromotorischen Antriebs
13 passiert. Ein Ausfall des elektromotorischen Antriebs 13 ist also in jedem Fall
unkritisch. Dasselbe gilt im übrigen, wie Fig. 2 in Verbindung mit Fig. 1 deutlich
macht, auch für das Vorbeilaufen des Mitnehmerzapfens 16 an der Betätigungsfläche
11 der Sperrklinke 5.
1. Kraftfahrzeug-Klappenschloß od. dgl., insbesondere Heckklappertschloß,
mit einer aus einer Öffnungsstellung in eine Raststellung und umgekehrt verlagerbaren
Schloßfalle (2) und einer die Schloßfalle (2) in der Raststellung durch Verrastung
haltenden Sperrklinke (5),
wobei der Sperrklinke (5) im Abstand von einer Rastnase (9) für die Schloßfalle (2)
eine Betätigungsfläche (11) zugeordnet ist und wobei die in Öffnungsstellung befindliche
Schloßfalle (2) die Sperrklinke (5) in der Aushebestellung hält.
mit einem elektromotorischen Antrieb (13) mit einem Antriebselement (14) und einem
exzentrisch daran angeordneten Mitnehmerzapfen (16).
wobei der Mitnehmerzapfen (16) durch Drehung des Antriebselementes (14) in einer Richtung
an die Betätigungsfläche (11) anläuft und die Rastnase (9) der Sperrklinke (5) aus
einer Rastnase (10) der Schloßfalle (2) aushebt,
wobei der elektromotorische Antrieb (13) das Antriebselement (14) nur in der einen
Richtung dreht, das Antriebselement (14) also auch nicht durch Federkraft zurückgestellt
wird.
wobei der Mitnehmerzapfen (16) nach erfolgtem Ausheben der Sperrklinke (5) an der
Betätigungsfläche (11) vorbeiläuft,
wobei der Sperrklinke (5) in Laufrichtung des Mitnehmerzapfens (16) gesehen mit Abstand
hinter der Betätigungsfläche (11) eine Mitnehmer-Stoppfläche (18) zugeordnet ist,
die bei in Aushebestellung befindlicher Sperrklinke (5) in der Bewegungsbahn des Mitnehmerzapfens
(16) liegt und diesen stoppt, bei in Einfallstellung befindlicher Sperrklinke (5)
jedoch außerhalb der Bewegungsbahn des Mitnehmerzapfens (16) liegt,
und wobei der elektromotorische Antrieb (13) durch das Anlaufen des Mitnehmerzapfens
(16) an der Stoppfläche (18) abgeschaltet wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Betätigungsfläche (11) und die Mitnehmer-Stoppfläche (18) an der Sperrklinke
(5) angeordnet sind,
daß der Mitnehmerzapfen (16) gegenüber dem Antriebselement (14) über einen auf einen
geringen Winkel begrenzten Kreisbogen relativbeweglich ist,
daß das Antriebselement (14) einen die Relativbewegung des Mitnehmerzapfens (16) erlaubenden
Freischnitt (20) aufweist und
daß der Mitnehmerzapfen (16) mittels einer Feder (21) in die in Drehrichtung des Antriebselements
(14) voreilende Endstellung (E) vorgespannt ist.
2. Kraftfahrzeug-Klappenschloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Antriebselement (14) zwei in Richtung seiner Lagerachse (14a) hintereinander
angeordnete Teilelemente (22, 23) aufweist und
daß ein Teilelement (22) mit dem elektromotorischen Antrieb (13) fest gekuppelt ist
und den Freischnitt (20) aufweist und das andere Teilelement (23) den Mitnehmerzapfen
(16) trägt.
3. Kraftfahrzeug-Klappenschloß, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine die
Schloßfalle (2) und die Sperrklinke (5) aufeinanderzu vorspannende Feder (7) vorgesehen
ist.
4. Kraftfahrzeug-Klappenschloß nach Anspruch 1, daß das Antriebselement (14) als Scheibe
ausgeführt ist.
5. Kraftfahrzeug-Klappenschloß nach Anspruch 2, daß das Antriebselement (14) als Scheibe
ausgeführt ist.
6. Kraftfahrzeug-Klappenschloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kreisbogen
auf einen Winkel von 45° begrenzt ist.
1. Motor-vehicle hinged-closure lock or the like, in particular tailgate lock, having
a latch (2), which can be displaced from an open position into a latching position
and vice versa, and a catch (5), which latches the latch (2) in the latching position,
it being the case that, at a distance from a latching nose (9) for the latch (2),
the catch (5) is assigned an actuating surface (11), and the latch (2) in the open
position retains the catch (5) in the disengaged position, having an electromotor
drive (13) with a drive element (14) and a carry-along pin (16) arranged eccentrically
thereon, it being the case that, by rotation of the drive element (14) in one direction,
the carry-along pin (16) runs onto the actuating surface (11) and disengages the latching
nose (9) of the catch (5) from a latching nose (10) of the latch (2), it being the
case that the electromotor drive (13) only rotates the drive element (14) in one direction,
and the drive element (14) is thus not even returned by spring force, it being the
case that, once the catch (5) has been disengaged, the carry-along pin (16) runs past
the actuating surface (11), it being the case that at a distance downstream of the
actuating surface (11), as seen in the running direction of the carry-along pin (16),
the catch (5) is assigned a carry-along-element stop surface (18) which is located
in the movement path of the carry-along pin (16), and stops the latter, when the catch
(5) is in the disengaged position, but is located outside the movement path of the
carry-along pin (16) when the catch (5) is in the engaged position, and it being the
case that the electromotor drive (13) is switched off by the carry-along pin (16)
running on the stop surface (18), characterized in that the actuating surface (11)
and the carry-along-element stop surface (18) are arranged on the catch (5), in that
the carry-along pin (16) can be moved relative to the drive element (14) over a circle
arc which is limited to a small angle, in that the drive element (14) has a cutout
(20) which allows the carry-along pin (16) to move relative to it, and in that the
carry-along pin (16) is prestressed by means of a spring (21) into the leading end
position (E), as seen in the direction of rotation of the drive element (14).
2. Motor-vehicle hinged-closure lock according to Claim 1, characterized in that the
drive element (14) has two sub-elements (22, 23) arranged one behind the other in
the direction of its bearing axis (14a), and in that one sub-element (22) is fixedly
coupled to the electromotor drive (13) and contains the cutout (20), and the other
sub-element (23) bears the carry-along pin (16).
3. Motor-vehicle hinged-closure lock according to Claim 1, characterized in that a spring
(7) which prestresses the latch (2) and the catch (5) towards one another is provided.
4. Motor-vehicle hinged-closure lock according to Claim 1, characterized in that the
drive element (14) is designed as a disc.
5. Motor-vehicle hinged-closure lock according to Claim 2, characterized in that the
drive element (14) is designed as a disc.
6. Motor-vehicle hinged-closure lock according to Claim 1, characterized in that the
circle arc is limited to an angle of 45°.
1. Serrure pour un abattant de fermeture d'un véhicule à moteur ou analogue, en particulier
serrure pour l'abattant du haillon, comprenant
- un pêne de serrure (2) qui peut passer d'une position d'ouverture dans une position
d'encliquetage et inversement, et avec un cliquet d'arrêt (5), qui maintient le pêne
de la serrure (2) dans la position d'enclenchement par encliquetage, une surface d'actionnement
(11) étant associée au cliquet d'arrêt (5) à une certaine distance d'un nez d'encliquetage
(9) pour le pêne de la serrure (2) et le pêne de la serrure (2), qui se trouve dans
la position d'ouverture, maintenant le cliquet d'arrêt (5) dans la position de soulèvement,
- un moyen d'entraînement, constitué par un moteur électrique, (13) avec un élément
d'entraînement (14) et un tenon d'entraînement (16) disposé dessus de façon excentrique,
- le tenon d'entraînement (16) arrivant par rotation de l'élément d'entraînement (14)
dans un sens sur la surface d'actionnement (11) et soulevant le nez d'encliquetage
(9) du cliquet d'arrêt (5) hors du nez d'encliquetage (10) du pêne de la serrure (2),
- le moyen d'entraînement, constitué par un moteur électrique, (13) faisant tourner
l'élément d'entraînement (14) seulement dans un sens, l'élément d'entraînement (14)
n'étant donc pas ramené en arrière même par la force du ressort,
- le tenon d'entraînement (16) une fois le cliquet d'arrêt (5) soulevé passe sur la
surface d'actionnement (11),
- une surface d'arrêt de l'entraînement (18) étant associée au cliquet d'arrêt (5),
vu dans le sens de l'avancement du tenon d'entraînement (16), à une certaine distance
en arrière de la surface d'actionnement (11), surface d'arrêt de l'entraînement (18)
qui se trouve sur le trajet de déplacement du tenon d'entraînement (16) et arrête
celui-ci, quand le cliquet d'arrêt (5) est dans la position de soulèvement, et se
trouve toutefois en dehors du trajet de déplacement du tenon d'entraînement (16) quand
le cliquet d'arrêt (5) est dans sa position de retombée, et
- le moyen d'entraînement, constitué par un moteur électrique, (13) étant débranché
par le passage du tenon d'entraînement (16) sur la surface d'arrêt (18),
caractérisée en ce que
- la surface d'actionnement (11) et la surface d'arrêt de l'entraînement (18) sont
disposées sur le cliquet d'arrêt (5),
- le tenon d'entraînement (16) est relativement mobile par rapport à l'élément d'entraînement
(14) sur un arc de cercle limité à un angle faible,
- l'élément d'entraînement (14) présente une découpe ouverte (20) qui permet le mouvement
relatif du tenon d'entraînement (16), et
- le tenon d'entraînement (16) est précontraint au moyen d'un ressort (21) dans la
position finale (E) en avance dans le sens de rotation de l'élément d'entraînement
(14).
2. Serrure pour un abattant de fermeture d'un véhicule à moteur selon la revendication
1,
caractérisé en ce que
- l'élément d'entraînement (14) présente deux éléments partiels (22, 23), disposés
l'un derrière l'autre dans le sens de son axe longitudinal (14a) et
- un élément partiel (22) est accouplé de façon solidaire au moyen d'entraînement,
constitué par un moteur électrique, (13) et présente la découpe ouverte (20) et l'autre
élément partiel (23) porte de tenon d'entraînement (16).
3. Serrure pour un abattant de fermeture d'un véhicule à moteur selon la revendication
1,
caractérisé en ce qu'
on prévoit un ressort (7), qui précontraint le pêne de la serrure (2) et le cliquet
d'arrêt (5) l'un en direction de l'autre.
4. Serrure pour un abattant de fermeture d'un véhicule à moteur selon la revendication
1,
caractérisé en ce que
l'élément d'entraînement (14) est réalisé sous la forme d'un disque.
5. Serrure pour un abattant de fermeture d'un véhicule à moteur selon la revendication
2,
caractérisé en ce que
l'élément d'entraînement (14) est réalisé sous la forme d'un disque.
6. Serrure pour un abattant de fermeture d'un véhicule à moteur selon la revendication
1,
caractérisé en ce que
l'arc de cercle est limité à un angle de 45°.