| (19) |
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(11) |
EP 0 811 700 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.06.2002 Patentblatt 2002/24 |
| (22) |
Anmeldetag: 26.05.1997 |
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| (54) |
Tiefziehbare und schweissbare Aluminiumlegierung vom Typ AlMgSi
Deep drawable and weldable AlMgSi type aluminium alloy
Alliage d'aluminium du type AlMgSi soudable et apte à l'emboutissage profond
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB IT LI NL |
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Priorität: |
04.06.1996 CH 140196
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.12.1997 Patentblatt 1997/50 |
| (73) |
Patentinhaber: Alcan Technology & Management AG |
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8212 Neuhausen am Rheinfall (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Timm, Jürgen
78256 Steisslingen (DE)
- Furrer, Peter
8422 Pfungen (CH)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 259 232 EP-A- 0 714 993 DE-A- 2 714 395 FR-A- 2 360 684 US-A- 4 525 326
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EP-A- 0 548 007 WO-A-96/07768 DE-A- 3 829 911 US-A- 3 135 633 US-A- 4 808 247
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 017, no. 468 (C-1102), 26.August 1993 & JP 05 112840
A (NKK CORP), 7.Mai 1993,
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 018, no. 686 (C-1292), 26.Dezember 1994 & JP 06 272000
A (SKY ALUM CO LTD), 27.September 1994,
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine tiefziehbare und schweissbare Aluminiumlegierung vom
Typ AlMgSi in der Form von Bändern oder Blechen zur Herstellung von Innenhautteilen
einer Karosserie, insbesondere einer Automobilkarossene. Im Rahmen der Erfindung liegt
auch ein Verfahren zur Herstellung der Legierung sowie ein durch Tiefziehen hergestelltes
Innenhautteil.
[0002] In der Praxis bekannte Legierungen, die zur Herstellung von Karosserieblechen für
die Automobilindustrie eingesetzt werden, sind in DE-A-27 14 395, US-A-4 082 578 und
EP-B-0 259 232 beschrieben. Jede dieser Legierungen hat ihre Vorzüge, indem gewisse
mechanische Eigenschaften wie beispielsweise die Festigkeit optimiert sind, allerdings
zumeist unter Inkaufnahme einer Verschlechterung anderer Eigenschaften wie beispielsweise
des Umformvermögens.
[0003] Aus der JP-A-05 112840 ist eine AlMgSi-Legierung bekannt, die sich zur Herstellung
von Automobilkarosserieblechen durch Pressumformen eignet und die unter Lackeinbrennbedingungen
ausgehärtet werden kann. Die Legierung enthält neben Aluminium 0,4 bis 1,5% Mg, 0,24
bis 1,5% Si, 0,12 bis 1,5% Cu, 0,005 bis 0,15% Ti sowie max. 0,25% Fe.
[0004] In Europa hat sich als Werkstoff für Aussenhautteile von Karosserien die unter dem
Namen Anticorodal-120 (Ac-120) bekanntgewordene Legierung AA6016 bzw. AA6116 durchgesetzt.
Als Werkstoff für die Innenhaut wird neben den Legierungen AA6009 oder AA5754 auch
die Legierung AA5182 eingesetzt.
[0005] Vor dem Hintergrund dieses Standes der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine zur Herstellung von Innenhautteilen einer Karosserie geeignete Legierung des
Typs AlMgSi mit folgenden Eigenschaften zu schaffen:
- Aushärtbarkeit wie Ac-120
- Problemlos punktschweissbar bzw. laserschweissbar mit Ac-120
- Festigkeit gleich oder besser als Ac-120
- Umformbarkeit (Streck- und Tiefziehen) gleich oder besser als Ac-120
- Korrosionsbeständigkeit vergleichbar mit Ac-120.
[0006] Zudem soll mit der Legierung die Möglichkeit geschaffen werden, die aus Aussen- und
Innenhautteilen bestehende Gesamtkomponente von Karosserieteilen in den Innenwerkstoff
zu rezyklieren (Produktionsschrott und end-of-life vehicles), wobei auch kleinere
Verunreinigungen anderer Automobilwerkstoffe auf Aluminiumbasis, aus Stahl, Kupferdrähte
etc auffangbar sein sollen.
[0007] Zur erfindungsgemässen Lösung der Aufgabe führt, dass die Gehalte (Gew.%) der Legierungselemente
Mg und Si durch die Eckpunkte A*B*C*D* mit den Koordinaten
| |
Si |
Mg |
| A* |
0,80 |
0,40 |
| B* |
0,80 |
0,55 |
| C* |
0,95 |
0,55 |
| D* |
0,95 |
0,40 |
begrenzt sind und die Legierung zusätzlich
| Cu |
0,15-0,45 |
| Mn |
0,05-0,20 |
| Fe |
0,05-0,55 |
| Zn |
0,05-0,50 |
| wahlweise noch |
0,05 - 0,20 |
sowie weitere Legierungselemente einzeln max. 0,10, insgesamt max. 0,30 und Aluminium
als Rest enthält.
[0008] Alle für die Legierungselemente verwendeten Gehaltsangaben beziehen sich auf Gewichtsprozente.
[0009] Spezielle und weiterbildende Ausführungsarten der erfindungsgemässen Legierung sind
Gegenstand von abhängigen Patentansprüchen.
[0010] Der Kupfergehalt der erfindungsgemässen Legierung liegt bevorzugt zwischen 0,2 und
0,4 Gew.%.
[0011] Durch einen Zusatz von 0,05 bis 0,4 Gew.%, insbesondere 0,1 bis 0,3 Gew.% Zink kann
eine weitere Festigkeitssteigerung verbunden mit einer leichten Verbesserung des Umformvermögens
erreicht werden.
[0012] Ein Gehalt an Vanadium von 0,05 bis 0,2 Gew.% führt zu einer weiteren Verbesserung
des Umformverhaltens.
[0013] Die mittlere Korngrösse im Blech sollte 80 µm nicht übersteigen und liegt bevorzugt
unter 60 µm.
[0014] Die erfindungsgemässe Legierung wird auf übliche Weise durch Strang- oder Bandgiessen,
Warm- und Kaltwalzen zu einem Blech oder Band verarbeitet. Zur Erzielung der vorstehend
beschriebenen optimalen Eigenschaften der Legierung bezüglich Festigkeit und Umformverhalten
hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, wenn die Lösungsglühung in einem
Banddurchlaufofen in einem Temperaturbereich von 520°C bis 580°C bzw. bis zur Solidustemperatur
der Legierung durchgeführt wird.
[0015] Optimale mechanische Festigkeitswerte und Eigenschaften lassen sich erzielen, wenn
die Legierung vorzugsweise spätestens 60 min nach der Lösungsglühung einer sogenannten
Stabilisierungsglühung von maximal 24h in einem Temperaturbereich von 50°C bis 150°C
unterzogen wird.
[0016] Die Legierung kann bei Bedarf auf Enddicke abgewalzt, lösungsgeglüht und anschliessend
einem Temperaturbereich von 160°C bis 220 °C warmausgehärtet werden. Vorteilhaft ist
auch eine Umformung um maximal 25% nach der Lösungsglühung und vor der Endglühung
im erwähnten Temperaturbereich.
[0017] Wenn mit der Legierung lackierte Karosserieteile hergestellt werden, kann es vorteilhaft
sein, die Endglühung mit der Lackeinbrennung zu kombinieren.
[0018] Die erfindungsgemässe Legierung ist insbesondere geeignet zur Herstellung tiefgezogener
Innenhautteile einer Karosserie, insbesondere einer Automobilkarosserie.
[0019] Als Werkstoff für Aussenhautteile wird heute bevorzugt Ac-120 eingesetzt. Bei einer
ebenfalls für Aussenhautteile geeigneten Legierungszusammensetzung sind die Gehalte
(Gew.%) der Legierungselemente Mg und Si durch die Eckpunkte A'B'C'D' mit den Koordinaten
| |
Si |
Mg |
| A' |
0,50 |
0,35 |
| B' |
0,50 |
0,50 |
| C' |
0,75 |
0,50 |
| D' |
0,75 |
0,35 |
begrenzt, wobei ein bevorzugter Bereich durch die Eckpunkte A"B"C"D" mit den Koordinaten
| |
Si |
Mg |
| A" |
0,55 |
0,35 |
| B" |
0,55 |
0,45 |
| C" |
0,7 |
0,45 |
| D" |
0,7 |
0,35 |
begrenzt ist.
[0020] Beide der vorstehend erwähnten Aussenhautwerkstoffe lassen sich problemlos mit dem
erfindungsgemässen Innenhautwerkstoff als Gesamtkomponente eines Karosserieteils in
den Innenwerkstoff rezyklieren.
[0021] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der erfindungsgemässen Legierung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand
der Zeichnung; diese zeigt in ihrer einzigen Figur ein Diagramm mit den Gehaltsgrenzen
der Legierungselemente Mg und Si für die erfindungsgemässe Legierung und für weitere
als Aussenhautwerkstoffe eingesetzte bzw. geeignete Legierungen.
Legierungen der Zusammensetzung
[0022]
| |
A |
B |
C (nicht erfindungsgemäss) |
| Si |
0,85 |
0,94 |
0,69 |
| Mg |
0,40 |
0,40 |
0,37 |
| Cu |
0,40 |
0,25 |
0,38 |
| Mn |
0,08 |
0,08 |
0,06 |
| Fe |
0,25 |
0,25 |
0,23 |
mit Aluminium als Rest und eine für Aussenhautanwendungen eingesetzte Standardkarosserieblechlegierung
AA6016 (Ac-120) als Vergleichslegierung wurden auf übliche Weise durch Stranggiessen,
Warm- und Kaltwalzen zu einem Blech mit einer Dicke von 1,3 mm verarbeitet. Die an
Blechproben ermittelten mechanischen Festigkeitswerte und Eigenschaften der erfindungegemässen
Legierung und der Vergleichslegierung sind nachfolgend einander gegenübergestellt.
| |
Rm
(MPa) |
Rp0,2
(MPa) |
Rp0,2/Rm |
A10
(%) |
n5% |
r |
| A |
235 |
125 |
0,54 |
22,5 |
0,28 |
0,68 |
| B |
242 |
134 |
0,55 |
25,8 |
0,27 |
0,68 |
| C |
212 |
106 |
0,50 |
26,5 |
0,30 |
0,65 |
| Ac-120 |
222 |
114 |
0,51 |
28,0 |
0,27 |
0,55 |
[0023] Die Bleche wurden in praxisnahen Versuchen tiefgezogen und weiteren, bei der Herstellung
von Karosserieteilen üblichen Umformoperationen unterzogen. Ebenfalls wurden Versuche
zur Verschweissbarkeit der erfindungsgemässen Legierung mit Ac-120 durchgeführt. Die
Praxistests haben die aufgrund obiger Messwerte zu erwartenden Verbesserungen der
erfindungsgemässen Legierung gegenüber Legierungen nach dem Stand der Technik bestätigt.
[0024] Ein Vergleich der beiden erfindungsgemässen Legierungszusammensetzungen A und B mit
der Standardkarosserielegierung Ac-120 lässt sich wie folgt zusammenfassen:
- Die Aushärtbarkeit der Legierungen A und B ist vergleichbar mit derjenigen von Ac-120.
Ein geringer Si-Ueberschuss von Ac-120 wird kompensiert durch den Cu-Gehalt der Legierungen
A und B.
- Der verhältnismässig geringe Kupfergehalt der Legierungen A und B erlaubt ein problemloses
Verschweissen mit Ac-120.
- Die Festigkeit der Legierung A und B ist infolge des erhöhten Mg- bzw. Cu-Gehaltes
gegenüber Ac-120 erhöht.
- Bezüglich der Umformoperationen Streckziehen und Tiefziehen zeigen die Legierungen
A und B ein gegenüber Ac-120 gleiches oder sogar besseres Verhalten.
- Die Korrosionsbeständigkeit der Legierungen A und B ist mit derjenigen von Ac-120
vergleichbar. Ein erhöhter Cu-Gehalt der erfindungsgemässen Legierung wird kompensiert
durch einen geringeren Si-Ueberschuss.
[0025] Die als Aussenhautwerkstoff häufig eingesetzte Standardkarosserielegierung Ac-120
lässt sich problemlos in den erfindungsgemässen Innenhautwerkstoff rezyklieren. Dieser
Vorteil ergibt sich ohne weiteres aus den Gehaltsbereichen für die Hauptelemente der
erfindungsgemässen Legierung:
- Si
- Ac-120 mit ca. 1,1% Si ist in grossem Umfang auffangbar, da alle anderen relevanten
Aluminium-Knetwerkstoffe geringere Si-Gehalte aufweisen.
- Mg
- Der Mg-Gehalt ist gegenüber demjenigen von Ac-120 erhöht, d.h. es sind auch Zusätze
von AlMg-Werkstoffen auffangbar.
- Cu
- Der geringe Cu-Gehalt von Ac-120 erlaubt problemlos das Auffangen kleinerer Cu-Verunreinigungen
wie z.B. Kupferdrähte.
- Fe
- Der beschränkte Fe-Gehalt von Ac-120 ermöglicht auch problemlos das Auffangen kleinerer
Verunreinigungen aus Stahl.
1. Tiefziehbare und schweissbare Aluminumlegierung vom Typ AlMgSi in der Form von Bändern
oder Blechen zur Herstellung von Innenhautteilen einer Karosserie, insbesondere einer
Automobilkarosserie, wobei
die Gehalte (Gew.%) der Legierungselemente Mg und Si durch die Eckpunkte A*B*C*D*
mit den Koordinaten
| |
Si |
Mg |
| A* |
0,80 |
0,40 |
| B* |
0,80 |
0,55 |
| C* |
0,95 |
0,55 |
| D* |
0,95 |
0,40 |
begrenzt sind und die Legierung zusätzlich
| Cu |
0,15-0,45 |
| Mn |
0,05-0,20 |
| Fe |
0,25-0,55 |
| Zn |
0,05-0,50 |
| wahlweise noch |
| V |
0,05-0,2 |
sowie weitere Legierungselemente einzeln max. 0,10, insgesamt max. 0,30 und Aluminium
als Rest enthält.
2. Legierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie 0,2 bis 0,4 Gew.% Cu enthält.
3. Legierung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie 0,05 bis 0,4 Gew.%, insbesondere 0,1 bis 0,3 Gew. % Zn enthält.
4. Legierung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mittlere Korngrösse max. 80 µm, vorzugsweise max. 60 µm beträgt.
5. Verfahren zur Herstellung einer Legierung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 durch Strang-
oder Bandgiessen, Warm- und Kaltwalzen, wobei eine Lösungsglühung in einem Banddurchlaufofen
in einem Temperaturbereich von 520°C bis 580°C bzw. bis zur Solidustemperatur der
Legierung durchgeführt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung nach der Lösungsglühung, vorzugsweise spätestens 60 min nach der Lösungsglühung,
einer Stabilisierungsglühung von maximal 24h in einem Temperaturbereich von 50°C bis
150°C unterzogen wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung nach der Lösungsglühung um max. 25% umgeformt und anschliessend in
einem Temperaturbereich von 160°C bis 220°C ausgehärtet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Endglühung als Lackeinbrennung durchgeführt wird.
9. Innenhautteile einer Karosserie, insbesondere einer Automobilkarosserie, durch Tiefziehen
hergestellt aus einer Legierung nach einem der Ansprüche 1 bis 4.
1. Deep-drawable, weldable AlMgSi-type aluminium alloy in the form of strips or sheets
for the production of interior panelling parts of a body, in particular a car body,
in which the contents (% by weight) of the alloying elements Mg and Si are delimited
by the corner points A* B* C* D* with the coordinates
| |
Si |
Mg |
| A* |
0.80 |
0.40 |
| B* |
0.80 |
0.55 |
| C* |
0.95 |
0.55 |
| D* |
0.95 |
0.40 |
and the alloy additionally contains
| Cu |
0.15 - 0.45 |
| Mn |
0.05 - 0.20 |
| Fe |
0.25 - 0.55 |
| Zn |
0.05 - 0.50 |
| and optionally also |
| V |
0.05 - 0.2 |
and other alloying elements individually to a max. of 0.10 and in total to a max.
of 0.30, with the balance aluminium.
2. Alloy according to claim 1, characterised in that it contains 0.2 to 0.4 % by weight Cu.
3. Alloy according to claim 1 or claim 2, characterised in that it contains 0.05 to 0.4 % by weight, in particular 0.1 to 0.3 % by weight Zn.
4. Alloy according to one of claims 1 to 3, characterised in that the mean grain size is a max. of 80 µm, preferably a max. of 60 µm.
5. Process for the production of an alloy according to one of claims 1 to 4 by continuous
casting or strip casting and hot and cold rolling, in which solution annealing is
carried out in a belt kiln over a temperature range of 520°C to 580°C or to the solidus
temperature of the alloy.
6. Process according to claim 5, characterised in that, after the solution annealing, preferably no more than 60 minutes after the solution
annealing, the alloy is subjected to stabilisation annealing for a maximum of 24 hours
over a temperature range of 50°C to 150°C.
7. Process according to claim 5 or claim 6, characterised in that the alloy is worked to a max. of 25 % after the solution annealing and is then aged
over a temperature range of 160°C to 220°C.
8. Process according to claim 7, characterised in that the final annealing is carried out as paint baking.
9. Interior panelling parts of a body, in particular a car body, produced by deep drawing
from an alloy according to one of claims 1 to 4.
1. Alliage d'aluminium de type AlMgSi soudable et apte à l'emboutissage profond sous
la forme de bandes ou tôles pour la fabrication d'éléments de revêtement intérieur
d'une carrosserie, en particulier d'une carrosserie d'automobile,
les teneurs (% en poids) des éléments d'alliage Mg et Si étant limitées par les
sommets A* B* C* D* de coordonnées
| |
Si |
Mg |
| A* |
0,80 |
0,40 |
| B* |
0,80 |
0,55 |
| C* |
0,95 |
0,55 |
| D* |
0,95 |
0,40 |
et en ce que l'alliage contient en outre
| Cu |
0,15 - 0,45 |
| Mn |
0,05 - 0,20 |
| Fe |
0,05 - 0,55 |
| Zn |
0,05 - 0,50 |
| éventuellement également |
| V |
0,05 - 0,20 |
ainsi que d'autres éléments d'alliage individuellement max. 0,10, au total max.
0,30 et de l'aluminium pour le reste.
2. Alliage suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'il contient de 0,2 à 0, 4 % en poids de Cu.
3. Alliage suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il contient de 0,05 à 0,4 % en poids, en particulier de 0,1 à 0,3 % en poids, de Zn.
4. Alliage suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la granulométrie moyenne est de max. 80 µm, de préférence de max. 60 µm.
5. Procédé de fabrication d'un alliage suivant l'une des revendications 1 à 4 par coulée
continue ou coulée en bande, laminage à chaud et à froid, par lequel un traitement
thermique de mise en solution étant effectué dans un four continu pour feuillards
à une température de l'ordre de 520°C à 580°C ou jusqu'à température de solidus de
l'alliage.
6. Procédé suivant la revendication 5, caractérisé en ce que l'alliage est soumis après le traitement thermique, de préférence au plus tard 60
min après le traitement thermique de mise en solution, à un recuit de stabilisation
de maximum 24h à une température de l'ordre de 50°C à 150°C.
7. Procédé suivant la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que l'alliage est soumis à formage de max. 25% après le traitement thermique de mise
en solution et ensuite durci à chaud à une température de l'ordre de 160°C à 220°C.
8. Procédé suivant la revendication 7, caractérisé en ce que le recuit final est exécuté comme cuisson de la laque.
9. Pièces de revêtement intérieur d'une carrosserie, en particulier d'une carrosserie
automobile, fabriquées par emboutissage profond à partir d'un alliage suivant l'une
des revendications 1 à 4.
