[0001] Die Erfindung betrifft eine Rostplatte zum Einbau in eine Rostvorrichtung für den
Wärmeaustausch zwischen schüttfähigem Gut und Behandlungsgas, insbesondere zur Befestigung
auf einem Rostplattenträger in einem Rostkühler, entsprechend dem Oberbegriff des
Anspruches 1, sowie ein Verfahren zur Herstellung einer Rostplatte, entsprechend dem
Oberbegriff des Anspruches 19.
[0002] Aus der Praxis ist es allgemein bekannt, Rostplatten der vorausgesetzten Art in verschiedene
Rostvorrichtungen einzubauen, in denen ein schüttfähiges Gut, z.B. Zementmaterialien,
Erzmaterialien und dgl., mit Hilfe von die Gutschicht von unten nach oben durchströmenden
Gasen in der jeweils erforderlichen Weise behandelt werden. Hierbei kann es sich beispielsweise
um ein Vorwärmen, Vorbrennen, Brennen und vor allem Abkühlen der genannten Materialien
handeln.
[0003] In der derzeit noch nicht veröffentlichten deutschen Patentanmeldung 195 37 904.7
wird eine Rostplatte etwa der vorausgesetzten Art vorgeschlagen, durch deren Konstruktion
ein besonders günstiges und gleichmäßiges Durchströmen des Behandlungsgutes und damit
ein optimaler Wärmeaustausch zwischen Gut und Behandlungsgas erzielt werden soll.
Zu diesem Zweck wird dort vorgeschlagen, die Gasdurchtrittskanäle in der Guttragplatte
jeweils rohrleitungsartig und etwa zickzackförmig auszubilden, wobei sie sich insgesamt
in Gutförderrichtung schräg von der Plattenunterseite zur Plattenoberseite erstrecken
sollen.
[0004] Aus der EP-B-0 167 658 ist ferner ein kastenförmiges Rostbodenelement mit zwei seitlichen
Tragstegen bekannt, die sich vertikal und in Plattenlängsrichtung erstrecken und an
denen die Oberfläche bestimmende und zwischen sich feine, über die ganze Rostelementbreite
durchlaufende Gasschlitze bildende, leistenförmige Körper etwa leiter- oder zinkenförmig
angebracht sind. Jeweils zwei solcher leiter- oder gabelförmiger Gebilde aus seitlichen
Tragstegen und Leistenkörpern sind komplementär und formschlüssig derart zusammengesteckt,
daß die parallel zueinander verlaufenden Leistenkörper insgesamt eine oben ebene Guttragfläche
mit den dazwischen verbliebenen Gasdurchtrittsschlitzen bilden.
[0005] In der DE-A-37 34 043 ist ein Rostkühler zum Kühlen von heißem Schüttgut offenbart.
Hier sind kastenförmige Rostplattenträger mit ebenen oberen Deckplatten vorgesehen,
die jeweils von einer ebenfalls flach ausgebildeten Rostplatte überdeckt sind, die
an ihrem vorderen Ende nach unten abgewinkelt ist. In der Deckplatte des Rostplattenträgers
sowie in der flach darüber angeordneten Rostplatte sind schlitzförmige Gasdurchtrittsöffnungen
vorgesehen, während zwischen diesen aufeinanderliegenden beiden ebenen Platten als
Verbindung zwischen den genannten Gasdurchtrittsöffnungen schlitzförmige Verbindungsöffnungen
ausgebildet sind. Da die Gasdurchtrittsöffnungen in den beiden übereinanderliegenden
ebenen Platten jeweils in Plattenlängsrichtung zueinander verschoben sind, soll vermieden
werden, daß bei einem Ausfall der Kühlgaszufuhr Feststoffe durch die Gasdurchtrittsöffnungen
nach unten durchfallen können, wobei außerdem in diesem Öffnungssystem noch Drosselorgane
angeordnet werden können.
[0006] Gerade bei den beiden zuletzt genannten Rostplattenausführungen hat es sich immer
wieder gezeigt, daß die mit dem Gut in Berührung kommenden Oberseiten noch relativ
verschleißanfällig sind, was sich vor allem dann zeigt, wenn relativ stark schleißendes
Gut, wie es beispielsweise bei abzukühlendem Zementklinker der Fall ist, auf der Rostvorrichtung
bzw. einem entsprechenden Kühlrost entlangtransportiert und dabei mit Kühlgas abgekühlt
werden soll.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Rostplatte entsprechend dem
Oberbegriff des Anspruches 1 sowie ein Verfahren zur Herstellung einer Rostplatte
gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 19 derart weiter zu verbessern, daß die Guttragplatte
selbst bei stark schleißendem Gut, wie z.B. Zementklinker oder dgl., eine relativ
lange Lebensdauer (hohe Standzeit) besitzt und sich dabei durch eine relativ günstige
und preiswerte Fertigung auszeichnet.
[0008] Diese Aufgabe wird zum einem in konstruktiver Hinsicht durch die Kennzeichnungsmerkmale
(insbesondere in Kombination miteinander) des Anspruches 1 und zum andern in verfahrenstechnischer
Hinsicht durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 19 gelöst.
[0009] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der
Unteransprüche.
[0010] Bei der erfindungsgemäßen Konstruktion der Rostplatte ist deren Guttragplatte aus
hochverschleißfest nachbearbeitetem, d.h. nachträglich hochverschleißfest gemachtem
Walzstahl-Plattenmaterial hergestellt, und die Gasdurchtrittskanäle sind - im vertikalen
Längsschnitt durch die Guttragplatte betrachtet - im wesentlichen geradlinig und schräg
in Förderrichtung verlaufend in diese Guttragplatte eingearbeitet.
[0011] Hochverschleißfest nachbearbeitetes Walzstahl-Plattenmaterial ist zwar bereits aus
dem allgemeinen Maschinenbau für verschleißgefährdete Maschinenteile bekannt, ohne
daß es jedoch bisher für die Ausbildung von Guttragplatten bei Rostplatten der genannten
Art zur Anwendung gekommen ist. Dies liegt vermutlich daran, daß die Guttragplatte
einer solchen Rostplatte - insbesondere bei der Behandlung von stark schleißendem
Gut wie Zementklinker oder dgl. - nicht nur hohen Abriebs- bzw. Verschleißangriffen,
sondern auch einer erheblichen Gewichtsbelastung ausgesetzt ist, so daß entsprechend
große Plattendicken für erforderlich angesehen worden sind, die jedoch das genannte
Plattenmaterial relativ teuer werden lassen.
[0012] Bei den der Erfindung zugrunde liegenden praxisnahen internen Versuchen hat sich
nun gezeigt, daß das erfindungsgemäß für die Herstellung der Guttragplatte verwendete,
nachträglich hochverschleißfest gemachte Walzstahl-Plattenmaterial, das ohnehin aus
einer Speziallegierung besteht, im Vergleich zu den bisher verwendeten, z.T. vergüteten
Materialien eine unerwartet deutliche Standzeitverlängerung mit sich bringt, also
wesentlich verschleißfester ist als die bisher bekannten und verwendeten Materialien
für diese Guttragplatten. Aufgrund dieser Tatsache ergibt sich der große Vorteil,
daß bei der erfindungsgemäßen Rostplatte die Guttragplatte aus relativ dünnem Plattenmaterial
hergestellt werden kann und dabei trotzdem eine längere Lebensdauer als die bekannten
Ausführungen besitzen kann. Vorteilhaft ist dabei ferner, daß für die Herstellung
dieser Guttragplatte handelsübliches Plattenmaterial, nämlich das hochverschleißfest
nachbearbeitete Walzstahl-Plattenmaterial verwendet werden kann.
[0013] Bei der so hergestellten Guttragplatte wird es ferner als besonders vorteilhaft angesehen,
wenn - wie zum Teil bereits weiter oben erwähnt - die Gasdurchtrittskanäle im wesentlichen
geradlinig und schräg in Förderrichtung verlaufend in diese Guttragplatte eingearbeitet
sind. Letzteres kann auf relativ einfache, dabei aber sehr genaue und den jeweiligen
Erfordernissen entsprechend angepaßte Weise geschehen, vor allem durch ein besonderes
Hochenergie-Trennschnittverfahren, wie es später noch näher erläutert wird. Die Ausbildung
und Ausrichtung der Gasdruchtrittskanäle sorgt dabei für ein gutes Durchdringen des
auf der Guttragplatte befindlichen Gutes von dem zuzuführenden Gas (z.B. Kühlluft
bei einem Kühlrost), wobei auch gleichzeitig eine gewisse Förderwirkung für das auf
der zugehörigen Rostvorrichtung entlangzutransportierende Gut erzielt werden kann.
[0014] Da die Guttragplatte bei dieser erfindungsgemäßen Rostplatte - wie zuvor erläutert
- aus relativ dünnem Plattenmaterial hergestellt werden kann, ist es zweckmäßig, für
ihre Stabilisierung zu sorgen, so daß sich keine störenden Schwingungen während des
Betriebes der zugehörigen Rostvorrichtung, z.B Rostkühler, aufbauen können. Aus diesem
Grunde ist zunächst vorgesehen, daß der Plattengrundkörper innerhalb seines äußeren
Rahmenaufbaus ein parallele Rahmenseitenteile fest miteinander verbindendes Stützgerüst
aus Versteifungselementen aufweist, auf denen die Guttragplatte an Stellen zwischen
den Gasdurchtrittskanälen abgestützt und wenigstens teilweise befestigt ist. Dieses
Stützgerüst verbindet somit parallele Rahmenseitenteile, insbesondere die Längsseitenteile
fest und damit ausreichend stabil miteinander, wobei die Guttragplatte mit ihrer Unterseite
zusätzlich auf den Versteifungselementen dieses Stützgerüstes abgestützt und jeweils
an Stellen zwischen den Gasdurchtrittskanälen wenigstens teilweise befestigt wird.
Hierdurch wird auch gleichzeitig sichergestellt, daß das Behandlungsgas bzw. Kühlgas
auf seinem Weg von der Plattenunterseite zur Plattenoberseite (in das zu behandelnde
Gut) gar nicht oder nicht wesentlich beeinträchtigt wird.
[0015] In dem zuvor angeführten Zusammenhang ist es ferner zweckmäßig, daß die Versteifungselemente
des Stützgerüstes wenigstens zum Teil in Form von mit parallelen Abständen zueinander
angeordneten, sich in Plattenquerrichtung zwischen den Längsseitenteilen des äußeren
Rahmenaufbaus erstreckenden Stützrippen mit einem nach oben offenen flachen Rinnenquerschnitt
ausgebildet sind, wobei der eine Rinnenlängsrand jeder Stützrippe gegen die Unterseite
der Guttragplatte gerichtet und mit dieser Plattenunterseite verbunden ist, während
der andere Rippenlängsrand unter Ausbildung eines Gasdurchtrittsspaltes mit parallelem
Abstand zur Plattenunterseite verläuft, und daß die Gasdurchtrittskanäle in der Guttragplatte
sich schlitzförmig und etwa parallel zu den Stützrippen erstrecken, wobei sie an der
Plattenunterseite jeweils über dem Rinnenquerschnitt der darunterliegenden Stützrippen
ausmünden.
[0016] Im Hinblick auf das Verfahren zur Herstellung einer solchen Rostplatte ergibt sich
aus dem Zuvorgesagten bereits, daß für die Rostplatte erfindungsgemäß ein hochverschleißfest
nachbearbeitetes bzw. ein nachträglich hochverschleißfest gemachtes Walzstahl-Plattenmaterial
verwendet wird und die Gasdurchtrittskanäle durch ein besonderes Hochenergie-Trennschnittverfahren
in Plattenquerrichtung schlitzförmig verlaufend in die Guttragplatte eingearbeitet
werden. Die Guttragplatte kann somit aus relativ kostengünstig und genau hergestellt
werden.
[0017] Bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Rostplatte ist es im Sinne einer relativ
günstigen und preiswerten Fertigung vor allem der Guttragplatte sowie für einen gut
verteilten und unbehinderten Durchtritt der Behandlungsgase ebenfalls von Bedeutung,
daß die Gasdurchtrittskanäle möglichst wirtschaftlich und genau in die Guttragplatte
eingearbeitet werden können. In vorteilhafter Weise geschieht dies durch das erwähnte
Hochenergie-Trennschnittverfahren.
[0018] Als Walzstahl-Plattenmaterial können somit handelsübliche Verbundstahlplatten verwendet
werden, deren oberste Schicht besonders hochverschleißfest nachgehärtet oder durch
eine Hartauftragsschweißschicht gebildet ist und dabei eine Härte von etwa 58 bis
68 HRC (nach Rockwell) besitzt. Dieses Walzstahl-Plattenmaterial zeichnet sich durch
eine besonders hohe Standfestigkeit aus.
[0019] Als Hochenergie-Trennschnittverfahren zum Einarbeiten der Gasdurchtrittskanäle in
die Guttragplatte kann zweckmäßig ein Plasma-Brennverfahren, ein Laser-Brennverfahren,
ein Hochdruck-Wasserstrahl-Abrasivstoff-Schneidverfahren oder ein anderes ähnliches
hochenergetisches Trennschnittverfahren benutzt werden. In jedem Falle kann durch
solche - bekannte - Trennschnittverfahren sichergestellt werden, daß auch die nachträglich
hochverschleißfest ausgeführten (beispielsweise nachgehärteten oder mit Hartauftragsschweißschicht
versehenen) Walzstahl-Plattenmaterialien äußerst zuverlässig, genau und wirtschaftlich
mit den notwendigen Gasdurchtrittskanälen versehen werden können.
[0020] Was die Ausbildung und Anordnung der Gasdurchtrittskanäle in der Guttragplatte anbelangt,
so gibt es dafür mehrere Ausführungsmöglichkeiten. So wird es für die Behandlung des
Gutes generell von Vorteil sein, wenn die Gasdurchtrittskanäle - im vertikalen Längsschnitt
durch die Rostplatte und somit durch die Guttragplatte betrachtet - im wesentlichen
geradlinig und schräg in Gutförderrichtung verlaufend in die Guttragplatte eingearbeitet
werden, wobei sie eine von der Plattenunterseite zur Plattenoberseite im wesentlichen
gleichbleibende oder sich im wesentlichen gleichförmig verengende Schlitzweite erhalten
können. Hierdurch kann nicht nur der Wärmeaustausch zwischen Gut und Gas, sondern
auch eine gewisse Förderwirkung für das auf der zugehörigen Rostvorrichtung befindliche
Gut begünstigt werden.
[0021] Weiterhin kann es dabei vorteilhaft sein, in Plattenlängsrichtung mehrere parallele
Querreihen mit Gasdurchtrittskanälen - in Gutförderrichtung betrachtet - zumindest
in einen vorderen Längsabschnitt der Tragplatte und dabei in jeder Querreihe mehrere
gleich große bzw. gleich lange Gasdurchtrittskanäle einzuarbeiten. Demgegenüber kann
es in anderen Ausführungsfällen jedoch auch von Vorteil sein (beispielsweise im Sinne
einer vereinfachten Fertigung), wenn die Gasdurchtrittskanäle - in Gutförderrichtung
betrachtet - zumindest in den vorderen Längsabschnitt der Gutplatte eingearbeitet
und dabei mehrere querverlaufende, sich jeweils schlitzförmig im wesentlichen durchgehend
zwischen äußeren Rahmenseitenteilen erstreckende Gasdurchtrittskanäle in Plattenlängsrichtung
mit gleichen Abständen hintereinander angeordnet werden.
[0022] Bei dieser erfindungsgemäßen Herstellung der Rostplatte wird es ferner für besonders
zweckmäßig angesehen, wenn innerhalb des äußeren Rahmenaufbaues des Plattengrundkörpers
ein Stützgerüst aus Versteifungselementen ausgebildet wird, auf denen die Guttragplatte
an Stellen abgestützt und wenigstens teilweise befestigt wird, die sich zwischen Gasdurchtrittskanälen
befinden. Diese Maßnahme erweist sich insofern als besonders vorteilhaft, als dadurch
das hochverschleißfest nachbearbeitete Walzstahl-Plattenmaterial relativ dünn sein
kann. Die Guttragplatte kann somit - wie bereits weiter oben angedeutet - ohne Behinderung
der Gasströmung optimal abgestützt und aus relativ preisgünstigem, handelsüblichem
Walzstahl-Plattenmaterial hergestellt werden, ohne daß die Gefahr eines Aufbaues unerwünschter
Schwingungen in der Guttragplatte oder unerwünschte Biegebeanspruchungen darin auftreten
können.
[0023] Die Erfindung sei nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. In dieser Zeichnung
zeigen
- Fig.1
- einen vertikalen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäß hergestellte und auf einem
Rostplattenträger befestigte Rosttplatte;
- Fig.2
- eine Aufsicht auf die Rostplatte gemäß Fig.1;
- Fig.3 und 4
- Explosionsdarstellungen zweier unterschiedlicher Rostplattenausführungen, bei jeweils
vertikalem Längsschnitt durch die Rostplatte;
- Fig.5
- eine vertikale Längsschnittansicht durch den Plattengrundkörper, entsprechend der
Linie V-V in Fig.6;
- Fig.6
- eine Aufsicht auf den Plattengrundkörper gemäß Fig.5;
- Fig.7 und 8
- eine vertikale Längsschnittansicht sowie eine Aufsicht der Rostplatte von einigen
Ausführungsvarianten.
[0024] Bei den veranschaulichten und nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispielen sei
jeweils angenommen, daß die erfindungsgemäße Rostplatte zum Einbau in einen Rostkühler,
vorzugsweise Schubrostkühler, zum Abkühlen von stark schleißendem heißem Gut ausgeführt
und bestimmt ist. Es sei an dieser Stelle jedoch auch erwähnt, daß die erfindungsgemaße
Rostplatte mit gleich gutem Erfolg in andere etwa gleichartige Rostvorrichtungen eingebaut
werden kann, in denen schüttfähiges Gut einem Wärmeaustausch mit Behandlungsgas, beispielsweise
einem Vorwärmen oder Brennen des jeweiligen Gutes unterzogen werden soll. Einen besonders
bevorzugten Einsatz dieser erfindungsgemäßen Rostplatte stellt jedoch der erwähnte
Einbau in einen Rostkühler für äußerst stark schleißende Güter dar, wie es vor allem
bei Zementklinker der Fall ist. Da Rostkühler der hier in Frage kommenden Art, wie
z.B. Schubrostkühler oder dgl., allgemein bekannt sind, braucht auf den Aufbau eines
solchen Rostkühlers hier nicht näher eingegangen zu werden.
[0025] Der generelle Aufbau der erfindungsgemäßen Rostplatte 1 sowie deren Einbau bzw. deren
Befestigung auf einem Rostplattenträger 2 in einem zugehörigen Rostkühler sei zunächst
anhand der Fig.1 und 2 erläutert. Dazu sei noch allgemein vorausgeschickt, daß - wie
an sich bekannt - mehrere Rostplattenträger 2 in Längsrichtung des Rostkühlers bzw.
des darin eingebauten Kühlrostes in entsprechender Weise hintereinander angeordnet
sind, wobei diese Rostplattenträger 2 quer bzw. rechtwinklig zur Kühlerlängsrichtung
und damit auch zur Förderrichtung (Pfeil 3) des zu kühlenden Gutes ausgerichtet sind.
Auf jedem Rostplattenträger 2 ist dabei eine Querreihe von mehreren Rostplatten 1
- senkrecht zur Zeichenebene der Fig.1 - angeordnet, wobei die in Förderrichtung einander
benachbarten Rostplatten-Querreihen sich schuppenförmig überlappen.
[0026] Die Rostplatte 1 enthält als Hauptbauteile einen Plattengrundkörper 4 mit einem äußeren
Rahmenaufbau 5 sowie eine auf dem oberen Rand 5a dieses Rahmenaufbaus 5 - bevorzugt
durch Schweißnähte - befestigte Guttragplatte 6, die insgesamt als ebene Platte ausgeführt
ist. In dieser Guttragplatte ist eine Vielzahl von im wesentlichen gleich großen und
gleichartig ausgeführten Gasdurchtrittskanälen 7 ausgebildet, die durchgehend von
der Plattenunterseite 6a bis zur Plattenoberseite 6b dieser Guttragplatte 6 vorgesehen
sind.
[0027] Der Rostplattenträger 2 ist als Hohlkörper ausgeführt und dient neben der Anordnung
und Befestigung der Rostplatten 1 auch gleichzeitig der Zuführung von Kühlgas bzw.
von Kühlluft, wie es in Fig.1 durch gestrichelte Pfeile 8 angedeutet ist, so daß dieses
Kühlgas (Pfeil 8) von unten her in die etwa hohlkastenartige Rostplatte 1 eingeleitet
und dann durch die Gasdurchtrittskanäle 7 gleichmäßig verteilt in das auf der Oberseite
der Guttragplatte 6 befindliche Kühlgut eintreten kann. Dabei erfolgt auch gleichzeitig
ein gutes Abkühlen der Rostplatte selbst.
[0028] Für eine schnelle, zuverlässige und lösbare Befestigung der Rostplatte 1 auf dem
Rostplattenträge 2 sorgt eine Spannschraube 9, die mit ihrem Kopfteil 9a in einen
im Plattengrundkörper 4 ausgebildeten Befestigungsansatz 10 eingreift und die mit
ihrem entgegengesetzten, äußeren Ende 9b durch eine Längswand 2a des Rostplattenträgers
2 nach außen hindurchgreift und dort mit Hilfe einer Schraubenmutter 11 verspannt
ist. In Fig.1 ist auch zu erkennen, daß der in Gutförderrichtung (Pfeil 3) weisende
vordere Teil der Rostplatte 1 nach unten von einer Bodenplatte 12 begrenzt ist, die
eine rückwärtige Verbindungskante 12a zur formschlüssigen Verbindung mit der ihr zugewandten
Längskante 2b des hohlen Rostplattenträgers 2 aufweist.
[0029] Für die Konstruktion dieser erfindungsgemäßen Rostplatte 1 ist es nun wichtig, daß
die Guttragplatte 6 aus hochverschleißfest nachbearbeitetem Walzstahl-Plattenmaterial
hergestellt ist, d.h. ein von vornherein bereits aus einer Speziallegierung hergestelltes
Walzstahl-Plattenmaterial wird nachträglich hochverschleißfest gemacht, z.B. nachgehärtet
oder mit einer Hartauftragsschweißschicht versehen. Derartiges Walzstahl-Plattenmaterial
ist im Handel erhältlich, wird aber bisher nur für besondere Maschinenteile im allgemeinen
Maschinenbau, nicht jedoch für Rostvorrichtungen zur Behandlung von schleißenden Gütern
verwendet.
[0030] Aufgrund der äußerst hohen Verschleißfestigkeit des zuvor beschriebenen Walzstahl-Plattenmateriales,
und zwar auch bei äußerst stark schleißendem Zementklinker, kann für die Herstellung
der Guttragplatten dieses Walzstahl-Plattenmaterial mit einer relativ geringen Plattendicke
verwendet werden. Wegen dieser auch zum Abkühlen von Zementklinker nur relativ geringen
Plattendicke ist dieses an sich recht teure hochverschleißfest gemachte Walzstahl-Plattenmaterial
auch für die Verwendung bei Rostplatten 1 in einem Rostkühler besonders interessant
geworden.
[0031] Diese relativ dünnen Platten für die Verwendung als Guttragplatte 6 bergen jedoch
die Gefahr einer starken Biegebeanspruchung seitens des auf ihnen lastenden Gutgewichtes
sowie den Aufbau unerwünschter Schwingungen während des Kühlerbetriebes in sich. Um
diesen Gefahren vorzubeugen, wird es bei dieser erfindungsgemäßen Rostplatte 1 gleichzeitig
für zweckmäßig gehalten, daß der Plattengrundkörper 4 innerhalb seines äußeren Rahmenaufbaues
5 ein parallele Rahmenseitenteile, d.h. zumindest seine Längsseitenwände bzw. Längsseitenteile
5b und 5c fest miteinander verbindendes Stützgerüst 13 aus Versteifungselementen,
nämlich Stützrippen 14 und Versteifungsstegen 15, aufweist, auf denen die Guttragplatte
6 an Stellen zwischen den Gasdurchtrittskanälen 7 abgestützt und wenigstens teilweise
befestigt, vorzugsweise angeschweißt ist. Wie sich aus den Erläuterungen zu den Fig.5
und 6 (Plattengrundkörper) noch im einzelnen ergeben wird, ist auf diese Weise das
Stützgerüst 13 mit einer etwa wabenförmigen Struktur (mit Rechteckwaben) aufgebaut,
wodurch die Guttragplatte 6 etwa rasterförmig äußerst zuverlässig, d.h. durchbiegungs-
und schwingungsfrei auf diesem Stützgerüst 13 abgestützt und befestigt ist.
[0032] Der weitere Aufbau der erfindungsgemäßen Rostplatte 1 sei nun zunächst anhand der
Fig.3 und 4 näher erläutert, wobei sich die dortigen Ausführungsbeispiele vor allem
nur durch die Ausbildung bzw. Herstellung der Guttragplatte 6 bzw. 6' unterscheiden,
während der Plattengrundkörper 4 in beiden Beispielen gleichartig aufgebaut sein kann.
[0033] Wie bereits erwähnt worden ist, besteht das Stützgerüst 13 im wesentlichen aus den
insgesamt etwa wabenförmig zusammengesetzten Stützrippen 14 und Versteifungsstegen
15. Hierbei sind die Stützrippen 14 - wie auch Fig.6 erkennen läßt - mit parallelen
Abständen zueinander angeordnet, wobei sie sich in Plattenquerrichtung, d.h. rechtwinklig
zur Gutförderrichtung (Pfeil 3 in Fig.1) zwischen den Längsseitenwänden bzw. Längsseitenteilen
5b und 5c des äußeren Rahmenaufbaus 5 erstrecken und mit diesen fest verbunden sind.
Wie die Schnittdarstellungen in den Fig.1, 3, 4 und 5 erkennen lassen, weisen diese
Stützrippen 14 zweckmäßig einen nach oben offenen flachen Rinnenquerschnitt auf, wobei
der eine Rinnenlängsrand (14a) jeder Stützrippe 14 an der Plattenunterseite 6a und
der andere Rinnenlängsrand (14b) einen Abstand zur Plattenunterseite 6a aufweist.
Für diese Ausbildung weist bei diesen ersten Ausführungsbeispielen (Fig.1 bis 6) jede
Stützrippe 14 zwei in Plattenquerrichtung verlaufende Rippenschenkel 14a und 14b auf,
die mit ihren Außenrändern gleichzeitig die Rinnenränder bilden und von denen der
eine, kürzere Rippenschenkel 14a jeweils gegen die Unterseite 6a der Guttragplatte
6 bzw. 6' gerichtet und mit dieser Plattenunterseite 6a fest verbunden ist, beispielsweise
durch kurze Schweißnähte bzw. Schweißstellen, während der andere, längere Rippenschenkel
14b unter Ausbildung eines Gasdurchtrittsspaltes 16 (vgl. Fig.1) mit parallelem Abstand
zur Plattenunterseite 6a verläuft.
[0034] Gemäß diesen ersten Ausführungsbeispielen wird es vorgezogen, daß der erwähnte Rinnenquerschnitt
jeder Stützrippe 14 - wie in den Fig.1, 3, 4 und 5 dargestellt - etwa in Form eines
ungleichschenkligen Winkels ausgebildet ist, wobei der in Gutförderrichtung (Pfeil
3) weisende kürzere Rippenschenkel 14a fest mit der Plattenunterseite 6a verbunden
ist, der längere Rippenschenkel 14b unter Einschließung eines - wie in den Fig. dargestellt
- flachen spitzen Winkels - in Gutförderrichtung (Pfeil 3) - gegen die Plattenunterseite
6a schräg nach rückwärts gerichtet ansteigt und wobei beide Rippenschenkel 14a und
14b über einen bogenförmig gekrümmten Scheitelabschnitt 14c direkt ineinander übergehend
miteinander verbunden sind.
[0035] Insbesondere in den vertikalen Längsschnittansichten (z.B. Fig.1, 3, 4) durch die
Rostplatte 1 läßt sich gut erkennen, daß die Gasdurchtrittskanäle 7 generell von der
Plattenunterseite 6a zur Plattenoberseite 6b im wesentlichen geradlinig und schräg
zur Gutförderrichtung (Pfeil 3) ansteigend verlaufend in die Guttragplatte 6, 6' eingearbeitet
sind.
[0036] Die Gasdurchtrittskanäle 7 erstrecken sich in der Tragplatte 6, 6' schlitzförmig
und etwa parallel zu den Stützrippen 14 (jeweils senkrecht zu den Zeichenebenen der
Fig.1, 3, 4 und 5 betrachtet). Die Gasdurchtrittskanäle 7 münden bei diesen ersten
Ausführungsbeispielen an der Plattenunterseite 6a jeweils - vgl. insbesondere Fig.1
- über dem Rinnenquerschnitt, vorzugsweise im mittleren Bereich dieses Rinnenquerschnittes,
der darunterliegenden Stützrippen 14 aus, wodurch diese Stützrippen 14 gleichzeitig
eine Art Gas- bzw. Luftleitelemente (als Verlängerung bzw. Fortsetzung der Gasdurchtrittskanäle
7) bilden.
[0037] Im Hinblick auf eine besonders wirkungsvolle und gleichmäßige Beaufschlagung des
abzukühlenden Gutes mit Kühlgas bzw. Kühlluft wird es für vorteilhaft angesehen, wenn
- gemäß einer ersten Ausführungsform -quer zur Gutförderrichtung (Pfeil 3) mehrere
im wesentlichen gleich große, schlitzförmige Gasdurchtrittskanäle 7 jeweils in einer
Querreihe und mehrere solcher Querreihen in Plattenlängsrichtung (parallel zur Gutförderrichtung,
Pfeil 3) mit gleich großen Abständen hintereinander und - in Gutförderrichtung (Pfeil
3) betrachtet - zumindest im vorderen Längsabschnitt der Guttragplatte 6 bzw. 6' angeordnet
sind, wie es in der Aufsicht auf die Rostplatte 1 gemäß Fig.2 zu erkennen ist. Die
Gasdurchtrittskanäle 7 in einander benachbarten Querreihen sind zueinander versetzt
bzw. auf Lücke angeordnet.
[0038] Für eine gute Behandlungsfunktion des zu kühlenden Gutes wird es ferner als vorteilhaft
angesehen, daß die Stützrippen 14 mit ihren relativ flachen Rinnenquerschnitten unterseitige
Verlängerungen der darüberliegenden Gasdurchtrittskanäle 7 in einer Weise bilden,
daß entsprechend der in Fig.1 angedeuteten Pfeile 8 (für das Kühlgas) jeder Gasdurchtrittskanal
7 - im vertikalen Längsschnitt durch die Rostplatte 1 betrachtet - insgesamt eine
etwa zickzackförmige und dabei im wesentlichen von der Plattenunterseite 6a zur Plattenoberseite
6b schräg verlaufende Kanalform besitzt. Diese Kanalform erlaubt einerseits einen
sehr wirkungsvollen Durchtritt des Kühlgases in das auf der Guttragplatte 6 befindliche
Kühlgut und ermöglicht andererseits, daß evtl. durch die Gasdurchtrittskanäle 7 nach
unten hindurchgelangende feinste Gutteilchen in dem nach oben offenen Rinnenquerschnitt
der Stützrippen 14 aufgefangen und nach der Plattenoberseite hin zurückgeblasen werden
können. Hinzu kommt eine gute Kühlwirkung auf die Rostplatte selbst.
[0039] Wie bereits weiter oben mehrfach zum Ausdruck gebracht worden ist, wird in der Herstellung
der Guttragplatte 6 bzw. 6' aus einem hochverschleißfest gemachten Walzstahl-Plattenmaterial
ein wichtiges Merkmal dieser erfindungsgemäßen Rostplatte 1 gesehen. Besonders preisgünstig
ist es dabei, die Guttragplatte 6, 6' aus einem handelsüblichen, durch nachträgliches
Härten hochverschleißfest gemachtem Walzstahl-Plattenmaterial herzustellen, bei dem
zumindest eine oberste Schicht besonders hochverschleißfest nachgehärtet oder durch
eine Hartauftragsschweißschicht gebildet wird und eine Härte - nach Rockwell - von
etwa 58 bis 68 HRC besitzt.
[0040] Im Sinne des Zuvorgesagten sei angenommen, daß die Guttragplatte 6 im Beispiel der
Fig.3 durchgehend aus dem gleichen Material besteht, nämlich aus einer handelsüblichen
Hartstoffplatte bzw. einem nachträglich hochverschleißfest gemachtem, z.B. nachgehärteten,
speziell legiertem Walzstahl-Plattenmaterial.
[0041] Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig.4 sei dagegen angenommen, daß die Guttragplatte
6' zumindest zwei unmittelbar aufeinanderliegende, eine durchgehend gleiche Schichtdicke
aufweisende Schichten 6.1 bzw. 6.2 aufweist. Die untere Plattenschicht 6.1 kann aus
einem spezial-legierten Walzstahl-Plattenmaterial bestehen, und auf diese untere Plattenschicht
6.1 ist die obere Plattenschicht 6.2 als besonders hochverschleißfeste Materialschicht
durch Hartauftragsschweißung - in geeigneter Dicke und mit der genannten Härte - aufgetragen.
[0042] Bei Verwendung dieses relativ harten Walzstahl-Plattenmateriales für die Herstellung
der Guttragplatte 6 bzw. 6' ist es nun von Bedeutung, ein geeignetes Verfahren zum
Einarbeiten der schlitzförmigen Gasdurchtrittskanäle 7 vorzusehen. Es wird daher vorgeschlagen,
die Gasdurchtrittskanäle 7 durch ein besonderes Trennschnittverfahren in die Guttragplatten
6 bzw. 6' einzuarbeiten, was besonders vorteilhaft mit Hilfe eines an sich bekannten
Plasma-Brennverfahrens sehr sauber und genau geschehen kann. Dieses Einarbeiten der
Gasdurchtrittskanäle kann jedoch auch mit einem geeigneten Laser-Brennverfahren oder
mit Hilfe eines anderen ähnlichen hochenergetischen Brennverfahrens oder auch mit
Hilfe eines Hochdruck-Wasserstrahl-Abrasivstoff-Schneidverfahrens (bei dem einem relativ
feinen, mit sehr hohem Druck zugeführten Wasserstrahl geeignete feine Abrasivstoffe,
wie z.B. Korund oder dergleichen, zugegeben werden) durchgeführt werden; bei all diesen
Trennschnittsverfahren läßt sich die auszuarbeitende Materialstelle sehr genau fokussieren.
Es können hierdurch vergleichsweise feine bzw. enge Gasdurchtrittskanäle 7 in der
erforderlichen Weise relativ maßgenau in die Guttragplatte 6 bzw. 6' eingearbeitet
werden, beispielsweise mit einer lichten Schlitzweite W (Fig.3 und 4) von etwa 2,5
bis 3 mm. Dabei ist in diesen ersten Ausführungsbeispielen (vgl. Fig.1 bis 4) eine
von der Plattenunterseite 6a zur Plattenoberseite 6b gleichbleibende lichte Schlitzweite
W vorgesehen.
[0043] Beim Einarbeiten dieser Gasdurchtrittskanäle 7 in die Guttragplatte 6 bzw. 6' geht
man dann ferner so vor, daß in Plattenlängsrichtung (in Richtung des Pfeiles 3) mehrere
parallele Querreihen mit diesen Gasdurchtrittskanälen 7 - in Gutförderrichtung (Pfeil
3) betrachtet - zumindest in einem vorderen Längsabschnitt der Guttragplatte 6, 6'
(wie in der Zeichnung zu erkennen ist) und in jeder dieser Querreihen mehrere gleich
große bzw. lange Gasdurchtrittskanäle 7 durch ein geeignetes Hochenergie-Trennschnittverfahren
(wie oben erwähnt) eingearbeitet werden, wie es in Fig.2 zu erkennen ist. Jede Querreihe
erhält dabei die gewünschte Anzahl von Gasdurchtrittskanälen 7. Im Sinne einer flächenmäßig
möglichst gleichmäßigen Verteilung des Behandlungsgases in der Gutschicht wird es
ferner für zweckmäßig angesehen, etwa entsprechend der Darstellung in Fig.2 die Gasdurchtrittskanäle
7 in den einander benachbarten, querverlaufenden Kanalreihen jeweils auf Lücke zueinander
versetzt vorzusehen.
[0044] Nachfolgend sei noch etwas näher auf die konstruktive Ausführung des Plattengrundkörpers
4 und insbesondere auf die Ausbildung des Stützgerüstes 13 eingegangen, wobei zunächst
insbesondere auf die Fig.5 und 6 Bezug genommen wird, in denen nur der Plattengrundkörper
4 im vertikalen Längsschnitt und in der Aufsicht veranschaulicht ist. Form und Verlauf
der rinnenförmigen Stützrippen 14 können zunächst dem entsprechen, was bereits weiter
oben insbesondere anhand der Fig.3 und 4 beschrieben worden ist. In den rinnenförmigen
Stützrippen 14 sind nun - über die Länge jeder Stützrippe 14 gleichmäßig verteilt
- jeweils mehrere aufrechte und in Plattenlängsrichtung (also in Gutförderrichtung
gemäß Pfeil 3) verlaufende Versteifungsstege 15 fest angebracht. Diese Versteifungsstege
15 sind nicht nur in Plattenquerrichtung gleichmäßig verteilt vorgesehen, sondern
sie gehen auch über den Rinnenquerschnitt der zugehörigen Stützrippe 14 hinaus und
verbinden jeweils zwei einander benachbarte Stützrippen 14 fest miteinander, wobei
sie von dem Rinnenquerschnitt bis an die Unterseite 6a der Guttragplatte 6 bzw. 6'
reichen. Auf diese Weise ist das Stützgerüst 13 - wie besonders Fig.6 zeigt - etwa
wabenförmig mit Rechteckwaben ausgebildet, wobei die Versteifungsstege 15 die Guttragplatte
6 bzw. 6' an Stellen zwischen einander in Plattenquerrichtung benachbarten Gasdurchtrittskanälen
7 abstützen und wenigstens teilweise, z.B. etwa rasterförmig, fest mit der Plattenunterseite
6a verbunden, vorzugsweise verschweißt sind.
[0045] Da die Gasdurchtrittskanäle 7 nach den Beispielen der Fig.1 bis 4 - wie oben erläutert
- in einander benachbarten Querreihen jeweils auf Lücke zueinander versetzt sind,
ist in Anpassung dazu auch das Stützgerüst 13 entsprechend ausgebildet, d.h. die Rechteckwaben
seiner wabenförmigen Struktur sind ebenfalls auf Lücke zueinander versetzt angeordnet,
und zwar mit in Querreihen gegeneinander versetzten Rechteckwaben aus fest miteinander
verbundenen Stützrippen 14 und Versteifungsstegen 15.
[0046] Der Plattengrundkörper 4 wird nun zweckmäßig mit seinem Rahmenaufbau 5, dem darin
ausgebildeten Stützgerüst 13 und dem Befestigungsansatz 10 als einstückiger Gußkörper,
vorzugsweise aus legiertem Stahlguß, hergestellt, wobei also das Stützgerüst 13 aus
den Stützrippen 14 und den Versteifungsstegen 15 mit dem Rahmenaufbau 5 in einem Stück
gegossen wird. Dies trägt ebenfalls zu einer preisgünstigen Herstellung der Rostplatte
1 bei. Wenn der Befestigungsansatz 10 - wie in Fig.6 dargestellt - an wenigstens einer
etwa im Bereich der Längsmitte der Rostplatte 1 bzw. des Plattengrundkörpers 4 zwischen
den Stirnseitenteilen (bzw. -wänden) 5d, 5e verlaufenden Versteifungsrippe ausgebildet
ist, dann sorgt auch letztere für eine zusätzliche Stabilität des Plattengrundkörpers
4.
[0047] Betrachtet man nochmals die vertikalen Längsschnittansichten in den Fig.1, 3 und
4, dann erkennt man dort ferner, daß der - in Gutförderrichtung (Pfeil 3) betrachtet
- vordere Stirnseitenteil 5e des Rahmenaufbaus 5 (Plattengrundkörper 4) eine untere
Verschleißkante 18 aufweist, mit der das vordere Ende dieser Rostplatte auf der Oberseite
der - in der Zeichnung nicht veranschaulichten - nächstfolgenden Rostplatte entlanggleiten
kann, wenn es sich um einen Schubrostkühler handelt. Aus diesem Grunde ist es dann
zweckmäßig, diese untere Verschleißkante 18 aus gleichartigem hochverschleißfestem
Walzstahl-Plattenmaterial herzustellen wie die Guttragplatte 6 bzw. 6'. Diese Verschleißkante
18 wird dann in eine entsprechende untere Ausnehmung des vorderen Stirnseitenteils
5a fest, jedoch im Bedarfsfalle auswechselbar angebracht.
[0048] Wie bereits weiter oben zu Beginn der Ausführungsbeschreibung erwähnt wurde, ist
der in Gutförderrichtung (Pfeil 3) weisende vordere Teil der Rostplatte 1 nach unten
von der Bodenplatte 12 begrenzt. Diese Bodenplatte 12 ist mit genügend großem Abstand
unterhalb des Stützgerüstes 13 angeordnet, damit ein ausreichend großer Raum für die
Zuführung und Verteilung von Behandlungsgas von unten her in den Bereich der Gasdurchtrittskanäle
7 gewährleistet ist. Diese Bodenplatte 12 kann ebenfalls einstückig mit dem Plattengrundkörper
4 gegossen sein. Dabei kann es für eine ausreichende Zugänglichkeit der Rostplatte
1 von unten her jedoch zusätzlich noch von Vorteil sein, wenn in dieser Bodenplatte
12 eine ausreichend große Öffnung 19 vorgesehen wird, die durch einen gesonderten,
im Bedarfsfalle entfernbaren Verschlußdeckel 20 abgeschlossen ist (vgl. auch Fig.4
und 6).
[0049] Anhand der Fig.7 und 8 seien nachfolgend noch einige Ausführungsvarianten zu den
oben beschriebenen Beispielen beschrieben, wobei gleiche bzw. gleichartige Teile der
ersten Ausführungsbeispiele (Fig.1 bis 6) und dieser weiteren Ausführungsvarianten
(Fig.7 und 8) mit denselben Bezugszeichen, ggf. unter Hinzufügung eines Doppelstriches
bezeichnet werden, so daß deren nochmalige Erläuterung sich weitgehend erübrigt.
[0050] Bei der Ausführungsvariante der Rostplatte 1'' gemäß Fig.7 sei zunächst darauf hingewiesen,
daß in der im wesentlichen aus gleichartigem hochverschleißfestem Walzstahl-Plattenmaterial
wie bei den ersten Ausführungsbeispielen hergestellten Guttragplatte 6'' die Gasdurchtrittsknäle
7'' generell in gleicher Verteilung und Anordnung eingearbeitet sein können, wie es
zuvor anhand der Fig.1 bis 4 beschrieben ist und nachfolgend noch anhand der Fig.8
erläutert wird. Die Gasdurchtrittskanäle 7'' in der Guttragplatte 6'' gemäß Fig.7
unterscheiden sich von denen der vorhergehenden Beispiele (vgl. Fig.1, 3 und 4) im
wesentlichen nur dadurch, daß sie - im vertikalen Längsschnitt durch die Guttragplatte
6'' betrachtet - mit einer sich von der Plattenunterseite 6''a zur Plattenoberseite
6''b im wesentlichen gleichförmig verengenden lichten Schlitzweite W'' ausgeführt
sind. Auch diese schlitzförmigen Gasdurchtrittskanäle 7'' lassen sich sehr genau und
relativ einfach mit Hilfe des oben bereits erläuterten Hochenergie-Trennschnittverfahrens
herstellen. Wie in der Längsschnittansicht gemäß Fig.7 gut zu erkennen ist, ergibt
sich durch diese sich nach oben und vorn verengende lichte Schlitzweite gewissermaßen
eine Art Düsenform, durch die im Bedarfsfalle besonders auf das sich auf der Guttragplatte
6'' befindliche Gut eingewirkt werden kann.
[0051] In Fig.7 ist noch eine weitere Ausführungsvariante veranschaulicht, die sich auf
die Querschnittsform der Stützrippen 14'' bezieht, die in ihrer Anordnung und Verteilung
unter der Guttragplatte 6'' sowie im Plattengrundkörper 4 bzw. in dessen äußerem Rahmenaufbau
5 genau mit dem übereinstimmen, was weiter oben anhand der Fig.1 bis 6, insbesondere
anhand der Fig.5 und 6, erläutert worden ist, so daß darauf ausdrücklich verwiesen
werden kann. Während anhand der Fig.1, 3, 4 und 5 die Versteifungsrippen 14 die Querschnittsform
von ungleichschenkligen Winkeln aufweisen, besitzt bei der Ausführungsvariante gemäß
Fig.7 jede Stützrippe 14'' einen etwa flach-bogenförmigen, nach unten durchgebogenen
Rinnenquerschnitt. Dabei ist mit Abstand über jedem dieser Rinnenquerschnitte sowie
parall zur zugehörigen Stützrippe 14'' verlaufend jeweils ein wulstartiges Verengungselement
21 vorgesehen, das etwa die Form einer Halbrundleiste aufweisen kann (wie in Fig.7
gezeigt) und dabei von der Unterseite 6''a der Guttragplatte 6'' gegen den Rinnenquerschnitt
derart nach unten vorsteht, daß es zusammen mit der zugehörigen Stützrippe 14'' einen
unteren Kanalabschnitt 7''a bildet, in den das untere Ende des zugehörigen Gasdurchtrittskanales
7'' einmündet. Die etwa nach Art von Halbrundleisten ausgebildeten Verengungselemente
21 können als qesonderte Teile beispielsweise an der Plattenunterseite 6''a befestigt
oder auch einstückig mit dem Plattengrundkörper 4 hergestellt sein.
[0052] Ansonsten sind auch bei dieser Ausführungsvariante (Fig.7) in den rinnenförmigen
Stützrippen 14'' wiederum - wie anhand der Fig.5 und 6 näher erläutert - mehrere,
benachbarte Stützrippen fest miteinander verbindende, bis zur Unterseite der Guttragplatte
6'' reichende, aufrechte und in Plattenlängsrichtung verlaufende Versteifungsstege
15 derart fest angebracht, daß wiederum eine wabenförmige Struktur mit gegeneinander
versetzten Rechteckwaben aus Stützrippen 14'' und Versteifungsstegen 15 gebildet ist.
[0053] In bezug auf die nach unten gewölbte Querschnittsform der Stützrippen 14'' gemäß
Fig.7 sei noch ergänzt, daß - wie in der Zeichnung zu erkennen ist - auch hier der
eine Rinnenlängsrand jeder Stützrippe 14'' gegen die Unterseite 6''a der Guttragplatte
6'' gerichtet und damit verbunden ist, während der andere Rinnenlängsrand unter Ausbildung
eines Gasdurchtrittsspaltes 16 mit parallelem Abstand zur Plattenunterseite 6''a verläuft.
[0054] Während ferner bei den ersten Ausführungsbeispielen, wie es insbesondere anhand der
Fig.1 und 2 erläutert worden ist, quer zur Gutförderrichtung (Pfeil 3) mehrere im
wesentlichen gleich große, schlitzförmige Gasdurchtrittskanäle 7 jeweils einer Querreihe
ausgebildet sind, wird es gemäß der Ausführungsvariante in Fig.8 vorgeschlagen, daß
- in Gutförderrichtung (Pfeil 3) betrachtet - zumindest in dem vorderen Längsabschnitt
der Guttragplatte 6'' mehrere im wesentlichen gleich große, schlitzförmige Gasdurchtrittskanäle
7'' vorgesehen sind, die sich in diesem Fall jeweils durchgehend quer zur Gutförderrichtung
(Pfeil 3) zwischen den beiden Rahmenseitenteilen 5b und 5c erstrecken und in Plattenlängsrichtung
(entsprechend Gutförderrichtung, Pfeil 3) mit gleichen Abständen hintereinander sowie
parallel zueinander angeordnet sind. Dies bedeutet, daß gemäß der Ausführungsvariante
in Fig.8 in Querrichtung der Guttragplatte 6'' nur jeweils ein durchgehender Gasdurchtrittskanal
7'' vorhanden ist.. Das unter dieser Guttragplatte 6'' befindliche Stützgerüst 13
kann entweder genau gleichartig ausgeführt sein, wie es anhand der Fig.5 und 6 mit
den Stützrippen 14 und den Versteifungsstegen 15 oder wie es anhand der Ausführungsvariante
gemäß Fig.7 mit den Stützrippen 14'' und den Versteifungsstegen 15 im einzelnen erläutert
worden ist. Bei dieser Ausführungsvariante stützen somit die Stützrippen 14 bzw. 14''
und die Versteifungsstege 15 wiederum die Unterseite 6''a der Guttragplatte 6'' ab,
wobei lediglich die Stützrippen 14 bzw. 14'' dann zwischen zwei querverlaufenden Gasdurchtrittskanälen
7'' angeordnet sind.
1. Rostplatte zum Einbau in eine Rostvorrichtung für den Wärmeaustausch zwischen schüttfähigem
Gut und Behandlungsgas, insbesondere zur Befestigung auf einem Rostplattenträger (2)
in einem Rostkühler, enthaltend
a) einen Plattengrundkörper (4) mit einem äußeren Rahmenaufbau (5) und
b) eine am oberen Rand (5a) dieses Rahmenaufbaues befestigte Guttragplatte (6, 6',
6''), auf der von ihrer Plattenunterseite (6a, 6''a) zur Plattenoberseite (6b, 6''b)
durchgehende Gasdurchtrittskanäle (7, 7'') ausgebildet sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Guttragplatte (6, 6', 6'') aus hochverschleißfest nachbearbeitetem Walzstahl-Plattenmaterial
hergestellt ist und die Gasdurchtrittskanäle (7, 7'') - im vertikalen Längsschnitt
durch die Guttragplatte betrachtet - im wesentlichen geradlinig und schräg in Förderrichtung
(3) verlaufend in diese Guttragplatte eingearbeitet sind.
2. Rostplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Plattengrundkörper (4)
innerhalb seines äußeren Rahmenaufbaues (5) ein parallele Rahmenseitenteile (5b, 5c)
fest miteinander verbindendes Stützgerüst (13) aus Versteifungselementen (14, 14'',
15) auf, auf denen die Guttragplatte (6, 6', 6'') abgestützt und wenigstens teilweise
befestigt ist, daß ferner die Versteifungselemente des Stützgerüstes (13) wenigstens
z.T. in Form von mit parallelen Abständen zueinander angeordneten, sich in Plattenquerrichtung
zwischen den Längsseitenteilen (5b, 5c) des äußeren Rahmenaufbaus (5) erstreckenden
Stützrippen (14, 14'') mit einem nach oben offenen flachen Rinnenquerschnitt ausgebildet
sind, wobei der eine Rinnenlängsrand (14a) jeder Stützrippe (14, 14'') gegen die Unterseite
(6a, 6''a) der Guttragplatte (6, 6', 6'') gerichtet und mit dieser Plattenunterseite
verbunden ist, während der andere Rinnenlängsrand (14b) unter Ausbildung eines Gasdurchtrittsspaltes
(16) mit parallelem Abstand zur Plattenunterseite verläuft, und daß die Gasdurchtrittskanäle
(7, 7'') in der Guttragplatte sich schlitzförmig und etwa parallel zu den Stützrippen
(14, 14'') erstrecken, wobei sie an der Plattenunterseite jeweils über dem Rinnenquerschnitt
der darunterliegenden Stützrippe ausmünden.
3. Rostplatte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützrippen (14, 14'')
mit ihren relativ flachen Rinnenquerschnitten unterseitige Verlängerungen der darüberliegenden
Gasdurchtrittskanäle (7, 7'') derart bilden, daß jeder Gasdurchtrittskanal - im vertikalen
Längsschnitt durch die Rostplatte (1, 1'') betrachtet - insgesamt eine etwa zick-zack-förmige
und dabei im wesentlichen eine insgesamt schrägverlaufende Kanalform besitzt.
4. Rostplatte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß quer zur Gutförderrichtung
(3) mehrere im wesentlichen gleich große, schlitzförmige Gasdurchtrittskanäle (7)
in einer Querreihe und mehrere solcher Querreihen in Plattenlängsrichtung mit gleichen
Abständen hintereinander - in Gutförderrichtung betrachtet - zumindest im vorderen
Längsabschnitt der Guttragplatte (6, 6') angeordnet sind.
5. Rostplatte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in den rinnenförmigen Stützrippen
(14) mehrere, benachbarte Stützrippen fest miteinander verbindende, bis zur Unterseite
(6a) der Guttragplatte (6, 6') reichende, aufrechte und in Plattenlängsrichtung verlaufende
Versteifungsstege (15) in Plattenquerrichtung verteilt derart fest angebracht sind,
daß das Stützgerüst (13) etwa wabenförmig ausgebildet ist und diese Versteifungsstege
(15) die Guttragplatte an Stellen zwischen einander in Plattenquerrichtung benachbarten
Gasdurchtrittskanälen (7) abstützen und wenigstens teilweise fest mit der Plattenunterseite
(6a) verbunden, vorzugsweise verschweißt sind.
6. Rostplatte nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Gasdurchtrittskanäle (7)
in den einander benachbarten, querverlaufenden Kanalreihen jeweils auf Lücke zueinander
versetzt sind und in Anpassung dazu das Stützgerüst (13) eine wabenförmige Struktur
mit in Querreihen gegeneinander versetzten Rechteckwaben aus fest miteinander verbundenen
Stützrippen (14) und Versteifungsstegen (15) aufweist.
7. Rostplatte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß - in Gutförderrichtung (3)
betrachtet - zumindest im vorderen Längsabschnitt der Guttragplatte (6'') mehrere
im wesentlichen gleich große, schlitzförmige Gasdurchtrittskanäle (7'') vorgesehen
sind, die sich jeweils durchgehend quer zur Gutförderrichtung (3) zwischen den beiden
Rahmenseitenteilen (5b, 5c) erstrecken und in Plattenlängsrichtung mit gleichen Abständen
hintereinander sowie parallel zueinander angeordnet sind.
8. Rostplatte nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß in den rinnenförmigen Stützrippen
(14'') mehrere, benachbarte Stützrippen fest miteinander verbindende, bis zur Unterseite
(6''a) der Guttragplatte (6'') reichende, aufrechte und in Plattenlängsrichtung verlaufende
Versteifungsstege (15) in Plattenquerrichtung verteilt derart fest angebracht sind,
daß das Stützgerüst (13) etwa wabenförmig ausgebildet ist, wobei diese wabenförmige
Struktur vorzugsweise in benachbarten Querreihen jeweils gegeneinander versetzte Rechteckwaben
aus fest miteinander verbundenen Stützrippen (14'') und versteifungsstegen (15) aufweist.
9. Rostplatte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Rinnenquerschnitt jeder
Stützrippe (14) etwa in Form eines ungleichschenkligen Winkels ausgebildet ist, wobei
der in Gutförderrichtung (3) weisende kürzere Rippenschenkel (14a) mit der Plattenunterseite
(6a) verbunden ist, der längere Rippenschenkel (14b) unter Einschließung eines relativ
flachen spitzen Winkels - in Gutförderrichtung (3) betrachtet - gegen die Plattenunterseite
(6a) schräg nach rückwärts gerichtet ansteigt und beide Rippenschenkel (14a, 14b)
über einen bogenförmig gekrümmten Scheitelabschnitt (14c) direkt miteiander verbunden
sind.
10. Rostplatte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Stützrippe (14'') einen
etwa flach-bogenförmig nach unten durchgebogenen Rinnenquerschnitt aufweist und daß
mit Abstand über jedem Rinnenquerschnitt sowie parallel zur Stützrippe (14'') verlaufend
jeweils ein wulstartiges Verengungselement (21) von der Unterseite (6''a) der Guttragplatte
(6'') gegen diesen Rinnenquerschnitt derart nach unten vorsteht, daß es zusammen mit
der zugehörigen Stützrippe (14'') einen unteren Kanalabschnitt (7''a) bildet.
11. Rostplatte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Plattengrundkörper (4)
mit seinem Rahmenaufbau (5) dem darin ausgebildeten Stützgerüst (13) und einem Ansatz
(10) zur Befestigung auf einem Rostplattenträger (2) als einteiliger Gußkörper, vorzugsweise
aus Stahlguß hergestellt ist.
12. Rostplatte nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der in Gutförderrichtung
(3) weisende vordere Teil der Rostplatte (1) nach unten von einer Bodenplatte (12)
begrenzt ist, die mit Abstand unterhalb des Stützgerüstes (13) angeordnet ist und
die eine rückwärtige Verbindungskante (12a) zur formschlüssigen Verbindung mit einem
Rostplattenträger (2) sowie vorzugsweise einen gesonderten Verschlußdeckel (20) aufweist.
13. Rostplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gasdurchtrittskanäle (7)
- im vertikalen Längsschnitt durch die Guttragplatte (6, 6'') betrachtet, eine von
der Plattenunterseite (6a) zur Plattenoberseite (6b) gleichbleibende lichte Schlitzweite
(W) aufweisen.
14. Rostplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gasdurchtrittskanäle (7'')
- im vertikalen Längsschnitt durch die Guttragplatte (6'') betrachtet - mit einer
sich von der Plattenunterseite (6''a) zur Plattenoberseite (6''b) im wesentlichen
gleichförmig verengenden lichten Schlitzweite (W'') ausgeführt sind.
15. Rostplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Guttragplatte (6, 6')
aus einem handelsüblichen Verbundplattenmaterial hergestellt ist, bei dem zumindest
die mit Behandlungsgut in Berührung kommende Oberschicht hochverschleißfest nachbearbeitet
ist.
16. Rostplatte nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberschicht (6.2) des
Verbundplattenmateriales durch eine Hartauftragsschweißschicht gebildet ist.
17. Rostplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Guttragplatte (6, 6')
aus einem handelsüblichen durch nachträgliches Härten hochverschleißfest gemachtem
Walzstahl-Plattenmaterial hergestellt ist.
18. Rostplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß - in Gutförderrichtung (3)
betrachtet - der vordere Stirnseitenteil (5e) des Rahmenaufbaus (5) eine untere Verschleißkante
(18) aus gleichartigem hochverschleißfestem Walzstahl-Plattenmaterial aufweist.
19. Verfahren zur Herstellung einer Rostplatte zum Einbau in eine Rostvorrichtung für
den Wärmeaustausch zwischen einem schüttfähigen Gut und Behandlungsgas, insbesondere
zum Einbau in einen Rostkühler, wobei in einer Guttragplatte von ihrer Plattenunterseite
zur Plattenoberseite durchgehende Gasdurchtrittskanäle ausgebildet werden und die
Guttragplatte auf dem oberen Rand eines äußeren Rahmenaufbaus eines Plattengrundkörpers
befestigt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
a) für die Guttragplatte ein hochverschleißfest nachbearbeitetes Walzstahl-Plattenmaterial
verwendet wird und
b) die Gasdurchtrittskanäle durch ein Hochenergie-Trennschnittverfahren in Plattenquerrichtung
schlitzförmig verlaufend in die Guttragplatte eingearbeitet werden.
20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß als Walzstahl-Plattenmaterial
handelsübliche hochverschleißfeste Verbundstahlplatten verwendet werden, bei denen
zumindest eine oberste Schicht besonders verschleißfest nachgehärtet oder durch eine
Hartauftragsschweißschicht gebildet wird und eine Härte von 58 bis 68 HRC (Härte nach
Rockwell) besitzt.
21. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß als Hochenergie-Trennschnittverfahren
zum Einarbeiten der Gasdurchtrittskanäle in die Guttragplatte ein Plasma-Brennverfahren,
ein Laser-Brennverfahren, ein Hochenergie-Wasserstrahl-Abrasivstoff-Schneidverfahren
oder ein anderes ähnliches hochenergetisches Trennschnittverfahren benutzt wird.
22. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Gasdurchtrittskanäle -
im vertikalen Längsschnitt durch die Rostplatte betrachtet - im wesentlichen geradlinig
und schräg in Gutförderrichtung verlaufend in die Guttragplatte eingearbeitet werden,
wobei sie eine von der Plattenunterseite zur Plattenoberseite im wesentlichen gleichbleibende
oder sich im wesentlichen gleichförmig verengende Schlitzweite erhalten.
23. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß in Plattenlängsrichtung mehrere
parallele Querreihen mit Gasdurchtrittskanälen - in Gutförderrichtung betrachtet -
zumindest in einen vorderen Längsabschnitt der Guttragplatte und in jeder Querreihe
mehrere gleich große Gasdurchtrittskanäle eingearbeitet werden.
24. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Gasdurchtrittskanäle -
in Gutförderrichtung betrachtet - zumindest in den vorderen Längsabschnitt der Guttragplatte
eingearbeitet und dabei mehrere querverlaufende, sich schlitzförmig im wesentlichen
durchgehend zwischen äußeren Rahmenseitenteilen erstreckende Gasdurchtrittskanäle
in Plattenlängsrichtung und mit gleichen Abständen hintereinander angeordnet werden.
25. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des äußeren Rahmenaufbaus
des Plattengrundkörpers ein Stützgerüst aus Versteifungselementen ausgebildet wird,
auf denen die Guttragplatte abgestützt und wenigstens teilweise befestigt wird.
26. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß der Plattengrundkörper (4)
mit seinem Rahmenaufbau (5), dem Stützgerüst (13) und wenigstens einem Befestigungsansatz
(10) als Gußkörper, vorzugsweise aus legiertem Stahlguß in einem Stück gegossen und
dabei das Stützgerüst aus Versteifungselementen einerseits in Form von Stützrippen
(14) und andererseits in Form von Versteifungsstegen (15) ausgebildet wird, von denen
die Stützrippen in Plattenquerrichtung mit parallelen Abständen zueinander verlaufend
die beiden Längsseitenteile (5b, 5c) des Rahmenaufbaus (5) fest miteinander verbinden
und mit flachen Rinnenquerschnitten gestaltet werden, in die die darüberliegenden
Gasdurchtrittskanäle (7) ausmünden, während die in Plattenlängsrichtung verlaufenden
Versteifungsstege (15) die rinnenförmigen Stützrippen in Plattenquerrichtung unterteilen
und einander benachbarte Stützrippen im Sinne einer etwa wabenförmigen Gesamtstruktur
des Stützgerüstes fest miteinander verbinden, auf dem die Tragplatte (6, 6') etwa
rasterförmig abgestützt und - vorzugsweise durch Schweißstellen - befestigt wird.