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(11) |
EP 0 812 973 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.12.2004 Patentblatt 2004/53 |
| (22) |
Anmeldetag: 11.06.1997 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: E05D 5/14 |
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Türbandteil und daraus hergestelltes Türband
Door hinge element and door hinge manufactured from such an element
Elément de penture de porte et penture de porte fabriqué d'un tel élément
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
13.06.1996 DE 29610368 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.12.1997 Patentblatt 1997/51 |
| (73) |
Patentinhaber: HEWI HEINRICH WILKE GMBH |
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34454 Bad Arolsen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Kaupe, Jürgen
34516 Vöhl (DE)
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| (74) |
Vertreter: Freiherr von Schorlemer, Reinfried, Dipl.-Phys. |
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Karthäuser Strasse 5A 34117 Kassel 34117 Kassel (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 406 706 FR-A- 1 295 483
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DE-A- 2 419 155
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Türbandteils nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 und ein daraus hergestelltes Türband.
[0002] Verfahren zur Herstellung von Türbändern und Türbandteile dieser Art und daraus hergestellte
Türbänder sind bekannt (DE 24 06 706 A1, DE 24 19 155 A1). Sie dienen dem Zweck, auch
im Brandfall einen ordnungsgemäßen Sitz der Tür in der Türöffnung sicherzustellen
bzw. ein zu starkes Verkippen oder Absacken der Tür in der Zarge trotz des Umstandes
zu vermeiden, daß der aus Kunststoff bestehende Hauptlagerring bei zu großer Wärmeentwicklung
wegschmilzt. Dieses Problem könnte zwar durch die ausschließliche Anwendung von im
Brandfall nicht schmelzenden Materialien vermieden werden. Die Anwendung schmelzbarer
Kunststoffe ist jedoch aus Designgründen und auch deshalb erwünscht, weil mit ihnen
günstige Reibungseigenschaften für die bei der Benutzung eines Türbandes wechselwirkenden
Gleitpartner erzielt werden können.
[0003] Die Türbandteile derartiger Türbänder werden z. B. dadurch hergestellt, daß massive
Körper mit Bohrungen versehen und dann mit Montageplatten durch Schweißen verbunden
werden (FR-A-1 295 483). Daneben ist es bekannt, aus Stanzteilen hergestellten Lappen
mit Verlängerungen versehen und diese durch einen zusätzlichen Rollvorgang zu Hülsen
ausgeformt werden. In einem weiteren Arbeitsgang werden dann zumindest die Hülsen
ganz oder teilweise mit Kunststoff ummantelt, um dadurch die Hauptlagerringe auszubilden.
[0004] Türbänder dieser Art werden sowohl für Brandschutztüren als auch für normale Türen
verwendet. Bei der Anwendung von Türbändern, die mit Kunststoff umspritzte Hülsen
aufweisen, an normalen Türen bleiben die Hülsen unverändert. Sollen die Türbänder
dagegen an Feuerschutztüren angewendet werden, dann werden die Hauptlagerringe durch
Fräsen od. dgl. mit einer über den Durchmesser der Scharnierzapfen hinaus vergrößerten,
bis zum Hülsenende reichenden Aussparung versehen, in die ein Reservelagerring aus
nicht schmelzendem Material eingelegt wird, der im Hauptlagerring versenkt angeordnet
ist und nach dem Wegschmelzen desselben die Türlagerung übernimmt.
[0005] Die einstückige Herstellung der Hülsen mit den Lappen und die dadurch bedingten offenen
Längsschlitze in den Hülsen sind bei massiven, schweren Tür aus Stabilitätsgründen
und im Hinblick auf die einzuhaltenden Toleranzen unerwünscht. Unerwünscht ist ferner,
daß die Hülsen mit derselben Blechdicke wie die Lappen hergestellt werden müssen,
obwohl im Hülsenbereich dünnere Wandstärken als im Lappenbereich möglich sind. Eine
Folge davon sind vergrößerte Hülsendurchmesser, was sowohl bei der Lappenherstellung
als auch beim Spritzvorgang zu erhöhtem Materialverbrauch und anderen Problemen führt.
Außerdem sind dann, wenn die Türbänder für Feuerschutztüren verwendet werden sollen,
zusätzliche Fräsvorgänge und im Anschluß daran manuelle Arbeitsgänge zum Einsetzen
der Reservelagerringe erforderlich. Beides ist mit beträchtlichem Aufwand verbunden,
insbesondere dann, wenn beide Enden einer Hülse mit Reservelagerringen zu versehen
sind. Daher ist die Herstellung eines für Feuerschutztüren verwendeten Türbandes mit
erheblich größeren Kosten als die Herstellung eines für normale Türen verwendeten
Türbandes verbunden, obwohl beide Türbänder aus nahezu denselben Teilen bestehen.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Verfahren zur Herstellung von Türbandteilen
der eingangs bezeichneten Gattung so auszubilden, daß die Türbandteile einfacher und
preisgünstiger herstellbar sind und daß sich die Herstellungskosten für die beiden
genannten Anwendungszwecke nur wenig voneinander unterscheiden. Außerdem soll ein
unter Anwendung solcher Türbandteile hergestelltes Türband vorgeschlagen werden.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 1, 8
und 9.
[0008] Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0009] Die Erfindung wird nachfolgend in Verbindung mit der beiliegenden Zeichnung an bevorzugten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorderansicht eines erfindungsgemäßen, an einer Zarge zu befestigenden
Türbandteils mit einem Lappen und einer Hülse im Rohzustand, wobei die Hülse im Axialschnitt
dargestellt ist;
Fig. 2 eine Draufsicht auf das Türbandteil nach Fig. 1;
Fig. 3 und 4 den Fig. 1 und 2 entsprechende Ansichten des erfindungsgemäßen Türbandteils
nach dem Ummanteln der Hülse mit Kunststoff;
Fig. 5 und 6 den Fig. 3 und 4 entsprechende Ansichten des erfindungsgemäßen Türbandteils
nach dem Einsetzen von zwei Reservelagerringen;
Fig. 7 in einem der Fig. 1 entsprechenden Schnitt ein mit dem Türbandteil nach Fig.
1 bis 6 hergestelltes, vollständiges Türband;
Fig. 8 ein erfindungsgemäßes, an einer Tür zu befestigendes Türbandteil mit einem
eingesetzten Scharnierbolzen; und
Fig. 9 und 10 je eine Einzelheit X bzw. Y der Fig. 8 in starker Vergrößerung.
[0010] Nach Fig. 1 und 2 enthält ein erfindungsgemäßes Türbandteil einen z.B. an einer Zarge
zu befestigenden, mit Aussparungen 1 zum Fixieren versehenen Lappen 2 und eine Hülse
3, deren Achse 4 die Drehachse des kompletten Türbandes ist. Der Lappen 2 besteht
zweckmäßig aus einer gestanzten, z.B. aus Stahlblech hergestellten, planparallelen
Platte, während die Hülse 3 aus einem hohlzylindrischen, z.B. aus Stahlblech durch
Biegen hergestellten Hohlkörper besteht. Die beiden stirnseitigen Endabschnitte der
Hülse 3 sind als koaxial mit der Achse 4 angeordnete, sich nach außen konisch erweiternde
Ausnehmungen 5 ausgebildet. Die die Ausnehmungen 5 umgebenden, konischen Wandabschnitte
der Hülse 3 sind dabei mit wenigstens je einem, im Ausführungsbeispiel mit je vier
Schlitzen 6 versehen, die vorzugsweise parallel zur Achse 4 verlaufen und z.B. in
gleichen Winkelabständen von je 90° am Umfang der Hülse 3 verteilt angeordnet sind.
Die Ausnehmungen 5 und die Schlitze 6 enden jeweils an je einem quer zur Achse 4 verlaufenden,
ringförmigen Boden 7 des zugehörigen Endabschnitts der Hülse 3. Die Schlitze 6 werden
z.B. nach dem Biegevorgang durch Kaltverformung angebracht, während die Konusform
der Ausnehmungen z.B. durch nachfolgendes Drehen erhalten wird.
[0011] Die Hülse 3 besteht aus einem separat hergestellten Körper und ist mit dem Lappen
2 durch Schweißen verbunden, wie in Fig. 2 durch eine Schweißnaht 8 angedeutet ist,
die zweckmäßig im Bereich des beim Biegen der Hülse 3 erhaltenen, offenen Spalts vorgesehen
wird und parallel zur Achse 4 verläuft. Dabei versteht sich, daß die Hülse 3 so mit
dem Lappen 2 verschweißt wird, wie es für die Anordnung der Hülse 3 im fertigen Türband
erforderlich ist.
[0012] In einem weiteren Arbeitsgang wird die Hülse 3 zumindest teilweise mit Kunststoff
ummantelt. Hierzu wird das Türbandteil in ein Spritzgußwerkzeug eingelegt und mit
einem die Hülse 3 koaxial durchragenden, in Fig. 1 gestrichelt angedeuteten, zylindrischen
Kern 9 versehen, dessen Außendurchmesser entsprechend dem Innendurchmesser gewählt
ist, den die Hülse 3 nach der Kunststoff-Ummantelung aufweisen soll. Zur Fixierung
der Hülse 3 im Spritzgußwerkzeug werden vorzugsweise zwei mit konischen Enden versehene
Fixierelemente 10 verwendet, von denen in Fig. 1 eines schematisch dargestellt ist.
Jedes Fixierelement 10 weist ein konisches Ende mit einer der Querschnittsform der
Ausnehmungen 5 entsprechenden Querschnittsform auf und kann zur Fixierung der Hülse
3 so tief in eine der Ausnehmungen 5 eingeführt werden, bis seine stirnseitige Endfläche
mit einem vorgewählten Abstand vom Boden 7 angeordnet und die Hülse 3 fest und koaxial
auf dem Fixierelement 10 fixiert ist.
[0013] Nach entsprechender Anordnung der Hülse 3, des Kerns 9 und der Fixierelemente 10
in einem nicht näher dargestellten Spritzgußwerkzeug wird der Anguß beispielsweise
im Bereich einer der Schlitze 6 vorgenommen, wie in Fig. 1 schematisch durch einen
Pfeil 12 angedeutet ist. Die Kunststoffmasse gelangt dann einerseits in den Zwischenraum
zwischen der Hülse 3 und dem Kern 9 und andererseits in die Zwischenräume zwischen
den Böden 7 und den Fixierelementen 10 und von dort in die übrigen Schlitze 6.
[0014] Die mit Kunststoff ummantelte Hülse 3 ist aus Fig. 3 und 4 ersichtlich, wobei in
Fig. 3 die Hülse 3 durchgehend schwarz und eine aufgebrachte Kunststoff-Ummantelung
14 schraffiert dargestellt ist. Im Ausführungsbeispiel ist die Hülse 3 vollständig
von der Ummantelung 14 umhüllt und bildet mit dieser und dem Lappen 2 ein fertiges
Türbandteil 15. Dabei bilden die über die stirnseitigen Endabschnitte der Hülse 3
axial hinausragenden Abschnitte der Ummantelung 14 je einen an ihre stirnseitigen
Endflächen grenzenden, koaxial zur Achse 4 angeordneten Hauptlagerring 16, während
ein am Innenumfang der Hülse 3 anliegender Abschnitt einen Innenmantel 17, der einen
Durchgang 18 für einen nicht dargestellten Scharnierbolzen aufweist, und ein am Außenumfang
der Hülse 3 anliegender Abschnitt einen Außenmantel 19 bildet. Der Innenmantel 17
wirkt als Drehlager für den Scharnierbolzen und weist einen dem Außendurchmesser des
Scharnierbolzens entsprechenden Innendurchmesser auf.
[0015] Der Durchgang 18 mündet an beiden Enden in eine den zugehörigen Hauptlagerring 16
durchsetzende Aufnahme 20, die durch einen von der zugehörigen Endfläche des Innenmantels
17 gebildeten Boden 21 und eine von diesem koaxial ausgehende, sich nach außen konisch
erweiternde Umfangswand 22 gebildet ist und bis zum zugehörigen Hauptlagerring 16
reicht. Dabei sind der Boden 21 und die Umfangswand 22 jeweils durch dünne Kunststoffschichten
vom zugeordneten Boden 7 bzw. von den die Ausnehmungen 5 umgebenden Wandabschnitten
getrennt, so daß sich die Ummantelung 14, was aus spritzgußtechnischen Gründen bevorzugt
wird, als durchgehend zusammenhängende Kunststoffschicht herstellen läßt. Der Konuswinkel
der Umfangswand 22 entspricht dabei zweckmäßig dem Konuswinkel der die Ausnehmungen
5 der Hülse 3 umgebenden Wandabschnitte. Die beim Spritzgießen mit Kunststoff gefüllten
Schlitze 6 (Fig. 1,2) dienen als Drehsicherung zwischen der Kunststoff-Ummantelung
14 und der Hülse 3.
[0016] Fig. 5 und 6 zeigen das Türbandteil 15 nach Fig. 3 und 4 mit je einem koaxial in
die Aufnahmen 20 eingesetzten Reservelagerring 25, der z.B. aus einer planparallelen
Scheibe ausgeformt ist. Der Reservelagerring 25 besitzt einen an die konische Umfangswand
22 der Aufnahme 20 angepaßten, konischen Außenmantel 26 und in Richtung der Achse
4 eine Höhe, die etwas kleiner als der Abstand zwischen dem Boden 21 der Aufnahme
20 und der stirnseitigen Endfläche des zugehörigen Hauptlagerrings 16 ist. Außerdem
ist die Anordnung so getroffen, daß der Reservelagerring 25 aufgrund seines konischen
Außenmantels 26 mit leichtem Gleitsitz und so in die Aufnahme 20 eingesetzt werden
kann, daß er sich, bevor er sich mit seiner Unterseite auf den Boden 21 aufsetzen
kann, in der konischen Umfangswand 22 durch Pressung fixiert. In dieser Lage verbleibt
zwischen seiner Oberseite und der stirnseitigen Endfläche des Hauptlagerrings 16 ein
schmaler Abstand 27, d.h. der Reservelagerring 25 ist im Hauptlagerring 16 versenkt
angeordnet. Der Reservelagerring 25 besitzt einen Innendurchmesser, der dem Durchmesser
des Durchgangs 18 entspricht oder allenfalls geringfügig größer als dieser ist, und
verlängert daher den Durchgang 18 bis zu den stirnseitigen Endflächen der Hauptlageringe
16.
[0017] Fig. 7 zeigt ein komplettes, mit dem Türbandteil 15 nach Fig. 5 und 6 hergestelltes
Türband 29. Dieses enthält auf beiden Seiten des Türbandteils 15 je eine weitere,
mit Kunststoff ummantelte Hülse 30, die mit einem der Hülse 3 entsprechenden axialen
Abstand und koaxial zueinander an einem z.B. an einer Tür zu befestigenden Lappen
31 befestigt sind. Der Lappen 31 besteht wie der Lappen 2 zweckmäßig aus einer planparallelen,
aus Stahlblech od. dgl. hergestellten, gestanzten Platte, die zur Montage in der Tür
bestimmte, nicht näher dargestellte Mittel aufweist. Wie beim Türbandteil 15 bestehen
die Hülsen 30 aus separat hergestellten und durch Schweißen mit dem Lappen 31 verbundenen
Hohlkörpern. Im Gegensatz zur Hülse 3 sind die Hülsen 30 nur auf ihren einander zugewandten
Stirnseiten mit Hauptlagerringen 32 und diese durchsetzenden konischen Aufnahmen versehen,
in denen Reservelagerringe 33 versenkt angeordnet sind. Im übrigen sind die Hülsen
30 analog zu den Hülsen 3 vollständig mit Kunststoff ummantelt, wobei allerdings die
freien stirnseitigen Enden durch abnehmbare Endkappen 34 gebildet sind.
[0018] Im zusammengebauten Zustand des Türbandes 29 ist die Hülse 3 koaxial zwischen den
Hülsen 30 angeordnet und wie diese von einem gemeinsamen Scharnierbolzen 35 durchragt.
Dabei gleiten die in Fig. 7 oberen Hauptlagerringe 16 (Fig. 5) und 32 (Fig. 7) unter
dem Gewicht einer nicht dargestellten Tür in an sich bekannter Weise beim Öffnen und
Schließen der Tür aneinander.
[0019] Beim beschriebenen Türband 29 bestehen die Lappen 2, die Hülsen 3,30 und die Reservelagerringe
25,33 aus einem im Brandfall schwer schmelzbaren Material, z.B. Stahl, während die
Hauptlagerringe 16,32 und die gesamten Ummantelungen 14 aus einem spritzgußfähigen
Kunststoff wie z.B. Polyamid und damit aus einem im Brandfall leicht schmelzbaren
Material bestehen. Dabei versteht sich, daß die Lappen 2,31 und die Hülsen 3,30 auch
aus einem schweißbaren Material bestehen. Werden die Türbänder 29 daher z.B. an Feuerschutztüren
verwendet, dann wirken beim normalen Betrieb die Hauptlagerringe 16,32 einerseits
und der Innenmantel und der Scharnierbolzen 17,35 andererseits als Reibungspartner
zusammen, so daß sich durch die Wahl des Kunststoffs günstige Reibungsverhältnisse
herstellen lassen. Gleichzeitig können die Außenmäntel 19 und die Endkappen 34 entsprechend
den ästhetischen Bedürfnissen gewählt werden. In einem Brandfall beginnt dagegen die
Kunststoff-Ummantelung 14 aufgrund der Wärmeentwicklung zu schmelzen, was auch für
die dünnen Kunststoffschichten zwischen den Reservelagerringe 25,33 und den Hülsen
3 und 30, die jeweils aus einem auch im Brandfall nicht schmelzenden Material bestehen,
und die Innenmäntel 17 gilt. In diesem Fall sind jedoch die Reservelagerringe 25,33
auch nach dem völligen Wegschmelzen der Kunststoff-Ummantelung 14 mit nur wenig Spiel
in den Ausnehmungen 5 der Hülsen 3,30 angeordnet, so daß sie in Abhängigkeit von den
jeweiligen Einbau- bzw. Belastungsverhältnissen durch das Gewicht der Tür auf die
Böden 7 (Fig. 1) der Hülse 3 gedrückt werden, d.h. durch Abstützung an den Hülsen
3 wirksam werden. Weil die Tür somit in axialer Richtung nur geringfügig absinken
und aufgrund des dem Durchmesser des Scharnierbolzens 35 entsprechenden Innendurchmessers
der Reservelagerringe 25,33 auch nur wenig quer zur Drehachse 4 verkippen kann, bleibt
die im Brandfall gewünschte Schließfunktion der Tür voll aufrechterhalten.
[0020] Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Türbandes 29 besteht weiter darin, daß
es in unveränderter Form auch für normale, d.h. nicht als Feuerschutztüren vorgesehene
Türen verwendet werden kann. Dabei kann das Türband 29 wahlweise mit oder ohne eingesetzte
Reservelagerringe 25,33 angewendet werden, da diese im Normalfall unwirksam sind.
[0021] Ein weiterer Vorteil des beschriebenen Türbandes ergibt sich, wenn die Aufnahmen
20 und die Reservelagerringe 25 konisch ausgebildet sind. Das erlaubt nämlich einerseits
einen einfachen Zusammenbau und bewirkt andererseits eine selbsttätige Zentrierung
der Reservelagerringe 25 bzw. 33. Da außerdem die Hülsen 3,30 durch einen einfachen
Schweißvorgang mit den Lappen 2,31 verbunden werden und nach dem Spritzgießen kein
aufwendiger Bohr- oder Fräsvorgang zur Herstellung der Aufnahmen 20 erforderlich ist,
sind die Gestehungskosten für die Türbänder 29 unabhängig davon vergleichsweise niedrig,
ob sie für Feuerschutztüren oder für normale Türen verwendet werden sollen. Daher
kann es durchaus zweckmäßig sein, alle einander zugewandten Aufnahmen 20 der Türbänder
auch dann mit eingesetzten Reservelagerringen 25,33 zu versehen, wenn sie für normale
Türen verwendet werden sollen, damit für alle Arten von Türen identische Türbänder
angeboten werden können.
[0022] Fig. 8 bis 10 zeigen ein Türbandteil 37 mit einem z.B. an einer Tür zu befestigenden
Lappen 38 und zwei an diesem durch Schweißen befestigten, mit axialem Abstand und
koaxial zueinander angeordneten Hülsen 39 und 40, die analog zu Fig. 3 bis 6 mit je
einer Kunststoff-Ummantelung 41 und an beiden Stirnseiten mit je einer Aufnahme 42
versehen sind. Analog zu Fig. 7 kann das Türbandteil 37 beispielsweise mit einem an
einer Zarge zu befestigenden Türbandteil 15 kombiniert werden, weshalb in die einander
zugewandten Aufnahmen 42 je ein Reservelagerring 43 bzw. 44 eingesetzt ist. Außerdem
ist in Fig. 8 bis 10 ein die Hülsen 39,40 durchragender Scharnierbolzen 45 dargestellt.
Dieser ist an seinen beiden Enden, die jeweils in einer der Aufnahmen 42 an den voneinander
abgewandten, von einem Reservelagerring 43,44 freien Endabschnitten der Hülsen 39,41
zu liegen kommen, mit je einem eine Hinterschneidung 46 bildenden Bund versehen, auf
den je eine Endkappe 47 aufgeclipst werden kann, die mit einem nach innen ragenden,
eine entsprechende Hinterschneidung aufweisenden, hülsenförmigen Ansatz 48 versehen
ist. Die verschiedenen Teile sind zweckmäßig so bemessen, daß die Endkappen 47 im
montierten Zustand längs haarfeiner Stoßfugen, koaxial und bündig an den zugehörigen
Endflächen der Türbandteile 37 anliegen.
[0023] Ist es erwünscht, den Scharnierbolzen 45 undrehbar im Türbandteil 37 festzulegen,
wird ein aus Kunststoff bestehender Innenmantel der Ummantelung 41 der Hülse 39 und/oder
40 entsprechend Fig. 9 und 10 von einer der freien Endflächen her mit einer zur Drehachse
parallelen Längsnut 53 versehen. An dem Scharnierbolzen 45 wird ein radial nach außen
vorstehender, in die Längsnut 53 passender Vorsprung 49 (Fig. 10) angeformt, der in
der Nähe einer der Hinterschneidungen 46 und an einer solchen Stelle angeordnet wird,
daß er z.B. bei Einführung des Scharnierbolzens 45 von der freien, in Fig. 10 unteren
Endfläche der unteren Hülse 40 her in deren Längsnut 53 eintreten und dadurch im montierten
Zustand relative Drehungen zwischen dem Scharnierbolzen 45 und der Hülse 40 bzw. dem
gesamten Türbandteil unmöglich machen kann. Dabei sind die Hülsen 39,40 vorzugsweise
baugleich, damit der Scharnierbolzen 45 wahlweise von der freien Stirnseite der unteren
Hülse 40 oder der oberen Hülse 39 her eingeführt werden kann.
[0024] Die Längsnut 53 erstreckt sich nach Fig. 9 und 10 vorzugsweise nur über einen Teil
der axialen Länge der Hülsen 39,40 bzw. deren Kunststoff-Ummantelungen 41. Dadurch
ist sichergestellt, daß der Scharnierbolzen 45 unabhängig davon, von welcher Seite
her er in das Türbandteil 37 eingesetzt wird, nicht unbeabsichtigt weiter als bis
zu einer Stelle durchgeschoben werden kann, die durch eine radiale Schulter 50 am
Ende der Längsnut 53 festgelegt ist.
[0025] Nach Fig. 9 und 10 ist der Scharnierbolzen 45 an wenigstens einem, vorzugsweise an
beiden Enden und jeweils auf der von der Stirnseite abgewandten Seite der Hinterschneidung
46 mit je einer Umfangsnut versehen, die zur Aufnahme eines Sprengrings 52 dient,
der aus einem im Brandfall schwer schmelzbaren Material besteht und in wenigstens
einer zur Drehachse radialen Richtung eine größere Ausdehnung besitzt (Fig. 9), als
dem Innendurchmesser der Hülse 39 bzw. 40 entspricht. Alternativ kann die Umfangsnut
fehlen und der Sprengring 52 lediglich mit Klemmsitz auf den Scharnierbolzen 45 aufgesetzt
sein.
[0026] Die Montage des Scharnierbolzens 45 erfolgt beispielsweise derart, daß er zunächst
bei in Fig. 10 unten angeordnetem Vorsprung 49 von unten her in die untere Hülse 40
und dann durch die anderen Hülsen eingeschoben wird, bis der Vorsprung 49 an die Schulter
50 anschlägt und daher das vom Vorsprung 49 entfernte Ende des Scharnierbolzens 45
in Fig. 9 etwas nach oben aus der zugehörigen Aufnahme 42 der oberen Hülse 39 herausragt.
Nach dem an diesem Ende erfolgenden Aufsetzen des Sprengrings 52 wird der Scharnierbolzen
45 im Türband nach unten geschoben, bis sich der Sprengring 52 auf den Boden der Aufnahme
42 der Hülse 39 auflegt. Der Vorsprung 49 verbleibt dabei in einem mittleren Bereich
der Längsnut 53 der unteren Hülse 40.
[0027] Der Scharnierbolzen 45 kann, wie Fig. 8 bis 10 zeigen, auch in einem Brandfall nicht
ungewollt axial aus dem Türband herausfallen. Selbst wenn die Ummantelung 41 der Hülse
39 wegschmelzen sollte, kann der Scharnierbolzen 45, wie insbesondere Fig. 9 zeigt,
maximal um so viel nach unten absinken, bis der Sprengring 52 auf der oberen Stirnseite
des zugehörigen Reservelagerrings 43 aufliegt. Die Türschließfunktion bleibt dabei
voll erhalten.
[0028] Das aus Fig. 8 bis 10 ersichtliche Türbandteil 37 kann ohne jede Änderung wahlweise
bei Rechts- und Linkstüren verwendet werden. Würde das Türbandteil 37 nach Fig. 8
bis 10 in einer um 180° gedrehten Stellung und so montiert, daß die Hülse 40 oben
und die Hülse 39 unten liegt, dann könnte der Vorsprung 49 beim normalen Gebrauch
allenfalls so weit nach unten rutschen, bis der Vorsprung 49 auf der Schulter 50 aufliegt.
Beim Wegschmelzen der Ummantelung 41 der jetzt oben liegenden Hülse 40 in einem Brandfall
od. dgl. könnte der Scharnierbolzen 45 dagegen nur um so viel nach unten absinken,
bis sich der Vorsprung 49 auf die in Fig. 10 untere Stirnfläche des zugehörigen Reservelagerrings
44 auflegt, der sich seinerseits nur um so viel axial verschieben kann, bis er vom
zugeordneten Reservelagerring 25 (Fig. 7) des mittleren Türbandteils 15 abgestützt
wird. Auch in diesem Fall bleibt die Türschließfunktion voll erhalten. Wird daher
der Sprengring 52 immer an dem vom Vorsprung 49 entfernten Ende des Scharnierbolzens
45 angebracht, dann ist automatisch sichergestellt, daß der Scharnierbolzen 45 sowohl
beim normalen Gebrauch als auch im Brandfall und beim Wegschmelzen aller Kunststoff-Ummantelungen
unabhängig davon, wie das Türband im Einzelfall montiert wird, nicht ganz oder teilweise
aus den Türbandhülsen herausfallen und dadurch ein ungewolltes Öffnen der Tür bewirken
kann. Als Vorteil ergibt sich somit, daß bei der Herstellung des Türbandes nicht darauf
geachtet werden braucht, ob es an einer Rechts- oder Linkstür befestigt werden soll.
[0029] Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, die
auf vielfache Weise abgewandelt werden können. Beispielsweise ist es möglich, die
Hülsen 3, 30 usw. aus einem Material wie z.B. Messing herzustellen, das günstige Gleiteigenschaften
hat und sich dennoch schweißen läßt. In diesem Fall könnte der Innenmantel 17 der
Kunststoff-Ummantelung 14 völlig fehlen und Längsnut 45 in der Hülse selbst ausgebildet
werden. Weiter wäre es möglich, die dünnen Kunststoffschichten im Bereich der Ausnehmungen
5 der Hülsen 3 (Fig. 1, 3) wegzulassen, in welchem Fall sich die Reservelagerringe
25 usw. auch beim normalen Betrieb unmittelbar an den Hülsen 3 abstützen könnten.
Die Reservelagerringe 25,33 usw. würden dann beim Wegschmelzen der Kunststoff-Ummantelung
14 ohne jedes Spiel in den Hülsen 3,30 angeordnet bleiben, so daß ein Absacken der
Tür unmöglich wäre. Entsprechend könnten die Außenmäntel 19 (Fig. 3) fehlen, falls
sie aus Designgründen unerwünscht sind. Außerdem können die Schlitze 6 an den Hülsenenden
weggelassen und die Ausnehmungen 6 und Aufnahmen 20 zylindrisch oder dgl. statt konisch
ausgebildet werden. Weiter ist es möglich, die Hülsen 3, 30 je nachdem, wo sie verwendet
werden, mit unterschiedlichen Enden zu versehen, wie in Fig. 7 für die am Lappen 31
befestigten Hülsen 30 angedeutet ist. Mit besonderem Vorteil werden jedoch alle Hülsen
analog zu Fig. 8 bis 10 an den beiden Enden jeweils identisch ausgebildet. Dadurch
ist es möglich, unabhängig vom Anwendungszweck stets baugleiche Hülsen vorzusehen,
insbesondere auch dann, wenn die Türbänder nur aus einem unteren, an einer Zarge zu
befestigenden Türbandteil und einem oberen, an einer Tür zu befestigenden Türbandteil
bestehen sollen. Schließlich versteht sich, daß die verschiedenen Elemente und Merkmale
auch in anderen als den beschriebenen und dargestellten Kombinationen verwendet werden
können.
1. Verfahren zur Herstellung eines Türbandteils für Feuerschutztüren, bei dem ein an
einer Tür oder Zarge zu befestigender Lappen (2,31,38) mit einer einen koaxialen Durchgang
zur Aufnahme eines Scharnierbolzens (35,45) aufweisenden Hülse (3,30,39,40) aus einem
im Brandfall schwer schmelzenden Material verbunden und die Hülse (3,30, 39,40) an
wenigstens einem stirnseitigen Endabschnitt mit einem durch Spritzgießen hergestellten,
beim normalen Betrieb wirksamen Hauptlagerring (16,32) aus einem im Brandfall leicht
schmelzenden Kunststoff, einer den Hauptlagerring (16,32) koaxial durchragenden, den
Durchgang (18) fortsetzenden Aufnahme (20,42) und einem in diese eingesetzten, beim
normalen Betrieb unwirksamen Reservelagerring (25,33,43,44) versehen wird, der aus
einem im Brandfall schwer schmelzbaren Material besteht und im Brandfall beim Schmelzen
des Hauptlagerrings (16,32) durch Abstützung an der Hülse (3,30,39,40) zur Übernahme
der Türlagerung wirksam wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (3,30,39,40) separat hergestellt und mit dem Lappen (2,31,38) durch Schweißen
verbunden wird und daß die Aufnahme (20,42) als eine beim Spritzgießen frei gehaltene,
im Hauptlagerring (16,32) ausgebildete Ausnehmung ausgebildet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme (20,42) konisch ausgebildet und der Reservelagerring (25,33,43,44) mit
einem daran angepaßten konischen Außenmantel versehen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (3,30,39,40) an dem den Hauptlagerring (16,32) aufweisenden Endabschnitt
wenigstens einen beim Spritzgießen des Hauptlagerrings (16,32) mit Kunststoff gefüllten
Schlitz (6) erhält.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (3,30,39,40) mit einem den Durchgang (18) für den Scharnierbolzen (35,45)
bildenden Kunststoff-Innenmantel (17) versehen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme (20,42) in einer die Hülse (3,30,39,40) vollständig einhüllenden Kunststoff-Ummantelung
(14,41) ausgebildet und durch eine dünne Kunststoffschicht von einer entsprechend
geformten, in der Hülse (3,30,39,40) ausgebildeten Ausnehmung (5) beabstandet wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (39,40) oder die Kunststoff-Ummantelung (41) mit einer achsparallelen Längsnut
(53) versehen wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsnut (53) nur über einen Teil der axialen Länge der Hülse (39,40) oder Kunststoff-Ummantelung
(41) ausgebildet wird.
8. Anwendung eines nach einem der Ansprüche 1 bis 7 hergestellten Türbandteils auf nicht
für Feuersschutzzwecke bestimmte Türen wahlweise mit oder ohne Reservelagerring (25,33,43,44).
9. Türband mit einem Türbandteil für Feuerschutztüren, das einen an einer Tür oder Zarge
zu befestigenden Lappen (2,31,38) und eine mit diesem verbundene, einen koaxialen
Durchgang zur Aufnahme eines Scharnierbolzens (35,45) aufweisende Hülse (3,30, 39,40)
aus einem im Brandfall schwer schmelzenden Material enthält, wobei die Hülse (3,30,39,40)
an wenigstens einem stirnseitigen Endabschnitt mit einem durch Spritzgießen hergestellten,
beim normalen Betrieb wirksamen Hauptlagerring (16,32) aus einem im Brandfall leicht
schmelzenden Kunststoff, einer den Hauptlagerring (16,32) koaxial durchragenden, den
Durchgang (18) fortsetzenden Aufnahme (20,42) und einem in diese eingesetzten, beim
normalen Betrieb unwirksamen Reservelagerring (25,33,43,44) versehen ist, der aus
einem im Brandfall schwer schmelzbaren Material besteht und im Brandfall beim Schmelzen
des Hauptlagerrings (16,32) durch Abstützung an der Hülse (3,30,39,40) zur Übernahme
der Türlagerung wirksam wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (3,30,39,40) aus einem separat hergestellten Körper besteht und durch Schweißen
mit dem Lappen (2,31,38) verbunden, die Aufnahme (20,42) als eine beim Spritzgießen
frei gehaltene, im Hauptlagerring (16,32) und konisch ausgebildete Ausnehmung ausgebildet
und der Reservelagerring (25,33,43,44) mit einem an die Aufnahme (20,42) angepaßten
konischen Außenmantel versehen ist.
10. Türband nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (3,30,39,40) an dem den Hauptlagerring (16,32) aufweisenden Endabschnitt
wenigstens einen beim Spritzgießen des Hauptlagerrings (16,32) mit Kunststoff gefüllten
Schlitz (6) enthält.
11. Türband nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (3,30, 39,40) mit einem den Durchgang (18) für den Scharnierbolzen (35,45)
bildenden Kunststoff-Innenmantel (17) versehen ist.
12. Türband nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme (20,42) in einer die Hülse (3,30,39,40) vollständig einhüllenden Kunststoff-Ummantelung
(14,41) ausgebildet und durch eine dünne Kunststoffschicht von einer entsprechend
geformten, in der Hülse (3,30,39,40) ausgebildeten Ausnehmung (5) beabstandet ist.
13. Türband nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (39,40) oder die Kunststoff-Ummantelung (41) mit einer achsparallelen Längsnut
(53) versehen ist.
14. Türband nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Längsnut (53) nur über einen Teil der axialen Länge der Hülse (39,40) oder
Kunststoff-Ummantelung (41) erstreckt.
15. Türband mit wenigstens zwei Türbandteilen nach einem der Ansprüche 9 bis 14, die wenigstens
je eine von einem Scharnierbolzen (45) durchsetzte Hülse (3,30,39) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß der Scharnierbolzen (45) einen radialen, in der Längsnut (53) angeordneten Vorsprung
(49) aufweist.
16. Türband nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Scharnierbolzen (45) an wenigstens einem Ende mit einem aufgeschobenen Sprengring
(52) versehen ist.
17. Türband nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß es an den Enden des Scharnierholzens (45) befestigte Endkappen (47) aufweist.
18. Türband nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß in ausgewählte Aufnahmen (20,42) Reservelagerringe (25,33,43,44) eingesetzt sind.
1. Method for producing a door hinge part for fire-proof doors, in which a loop (2, 31,
38) to be mounted on a door or frame is connected to a casing (3, 30, 39, 40), which
has a coaxial passage for receiving a hinge pin (35, 45) and is made of a material
which does not melt readily in the case of fire, and the casing (3, 30, 39, 40) is
provided on at least one end-side end portion with a main bearing ring (16, 32), which
is produced by injection moulding, is effective during normal operation and is made
of a plastic material which melts easily in the case of fire, with a receiving means
(20, 42) which protrudes coaxially through the main bearing ring (16, 32) and extends
the passage (18) and with a reserve bearing ring (25, 33, 43, 44), which is inserted
into said receiving means and is not effective during normal operation, said reserve
bearing ring being made of a material which cannot melt easily in the case of fire
and becoming effective in the case of fire during melting of the main bearing ring
(16, 32) by support on the casing (3, 30, 39, 40) in order to take over the door bearing,
characterised in that the casing (3, 30, 39, 40) is produced separately and is connected to the loop (2,
31, 38) by welding, and in that the receiving means (20, 42) is configured as a recess which is kept free during
injection moulding and is configured in the main bearing ring (16, 32).
2. Method according to claim 1, characterised in that the receiving means (20, 42) has a conical configuration and the reserve bearing
ring (25, 33, 43, 44) is provided with a conical outer casing which is adapted thereto.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the casing (3, 30, 39, 40), on the end portion which has the main bearing ring (16,
32), is given at least one slot (6) filled with plastic material during injection
moulding of the main bearing ring (16, 32).
4. Method according to one of the claims 1 to 3, characterised in that the casing (3, 30, 39, 40) is provided with a plastic material inner casing (17)
which forms the passage (18) for the hinge pin (35, 45).
5. Method according to claim 4, characterised in that the receiving means (20, 42) is configured in a plastic material covering (14, 41)
which completely encases the casing (3, 30, 39, 40) and is at a spacing from a correspondingly
shaped recess (5) which is configured in the casing (3, 30, 39, 40) by means of a
thin plastic material layer.
6. Method according to one of the claims 1 to 5, characterised in that the casing (39, 40) or the plastic material covering (41) is provided with an axis-parallel
longitudinal groove (53).
7. Method according to claim 6, characterised in that the longitudinal groove (53) is configured only over a part of the axial length of
the casing (39, 40) or plastic material covering (41).
8. Application of a door hinge part produced according to one of the claims 1 to 7 on
doors which are not intended for fire-proofing purposes, optionally with or without
a reserve bearing ring (25, 33, 43, 44).
9. Door hinge having a door hinge part for fire-proof doors, which contains a loop (2,
31, 38) to be mounted on a door or frame and a casing (3, 30, 39, 40) which is connected
to said loop, has a coaxial passage for receiving a hinge pin (35, 45) and is made
of a material which does not melt readily in the case of fire, the casing (3, 30,
39, 40) being provided on at least one end-side end portion with a main bearing ring
(16, 32) which is produced by injection moulding, is effective during normal operation
and is made of a plastic material which melts easily in the case of fire, with a receiving
means (20, 42), which protrudes coaxially through the main bearing ring (16, 32) and
extends the passage (18) and with a reserve bearing ring (25, 33, 43, 44) which is
inserted into said receiving means and is not effective during normal operation, said
reserve bearing ring being made of a material which cannot melt easily in the case
of fire and becoming effective in the case of fire during melting of the main bearing
ring (16, 32) by support on the casing (3, 30, 39, 40) in order to take over the door
bearing, characterised in that the casing (3, 30, 39, 40) is made of a separately produced body and is connected
to the loop (2, 31, 38) by welding, the receiving means (20, 42) is configured as
a recess which is kept free during injection moulding and is configured conically
in the main bearing ring (16, 32) and the reserve bearing ring (25, 33, 43, 44) is
provided with a conical outer casing which is adapted to the receiving means (20,
42).
10. Door hinge according to claim 9, characterised in that the casing (3, 30, 39, 40), on the end portion which has the main bearing ring (16,
32), contains at least one slot (6) filled with plastic material during injection
moulding of the main bearing ring (16, 32).
11. Door hinge according to claim 9 or 10, characterised in that the casing (3, 30, 39, 40) is provided with a plastic material inner casing (17)
which forms the passage (18) for the hinge pin (35, 45).
12. Door hinge according to claim 11, characterised in that the receiving means (20, 42) is configured in a plastic material covering (14, 41)
which completely encases the casing (3, 30, 39, 40) and is at a spacing from a correspondingly
shaped recess (5), which is configured in the casing (3, 30, 39, 40), by means of
a thin plastic material layer.
13. Door hinge according to one of the claims 9 to 12, characterised in that the casing (39, 40) or the plastic material covering (41) is provided with an axis-parallel
longitudinal groove (53).
14. Door hinge according to claim 13, characterised in that the longitudinal groove (53) extends only over a part of the axial length of the
casing (39, 40) or plastic material covering (41).
15. Door hinge having at least two door hinge parts according to one of the claims 9 to
14, which have at least one casing (3, 30, 39) which is penetrated respectively by
a hinge pin (45), characterised in that the hinge pin (45) has a radial projection (49) disposed in the longitudinal groove
(53).
16. Door hinge according to claim 15, characterised in that the hinge pin (45) is provided on at least one end with a slid-on spring ring (52).
17. Door hinge according to claim 15 or 16, characterised in that it has end caps (47) mounted on the ends of the hinge pin (45).
18. Door hinge according to one of the claims 15 to 17, characterised in that reserve bearing rings (25, 33, 43, 44) are inserted into selected receiving means
(20, 42).
1. Procédé de fabrication d'un élément de penture de porte pour des portes coupe-feu,
dans lequel une platine (2, 31, 38) à fixer sur une porte ou un châssis est reliée
à un canon (3, 30, 39, 40) présentant un passage coaxial pour le logement d'un boulon
de charnière (35, 45) et réalisé en un matériau de fusion difficile en cas de feu
et le canon (3, 30, 39, 40) est muni sur au moins une section d'extrémité frontale
d'une couronne de palier principal (16, 32) active dans une utilisation normale réalisée
par moulage par injection à partir d'une matière plastique de fusion facile en cas
de feu, d'un logement (20, 42) traversant la couronne de palier principal (16, 32)
de façon coaxiale et prolongeant le passage (18), et d'une couronne de palier de réserve
(25, 33, 43, 44) insérée dans celui-ci, inactive dans une utilisation normale, qui
est constituée d'un matériau de fusion difficile en cas de feu et qui devient active
en cas de feu lors de la fusion de la couronne de palier principal (16, 32) en prenant
appui sur le canon (3, 30, 39, 40) pour la reprise du soutien de la porte, caractérisé en ce que le canon (3, 30, 39, 40) est fabriqué séparément et relié à la platine (2, 31, 38)
par soudage et en ce que le logement (20, 42) est réalisé comme un évidement formé dans la couronne de palier
principal (16, 32) et maintenu vide lors du moulage par injection.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le logement (20, 42) est réalisé dans une forme conique et la couronne de palier
de réserve (25, 33, 43, 44) est munie d'une enveloppe extérieure conique adaptée à
celui-ci.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le canon (3, 30, 39, 40) reçoit sur la section d'extrémité présentant la couronne
de palier principal (16, 32) au moins une fente (6) remplie de matière plastique lors
du moulage par injection de la couronne de palier principal (16, 32).
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le canon (3, 30, 39, 40) est muni d'une enveloppe intérieure en matière plastique
(17) formant le passage (18) pour le boulon de charnière (35, 45).
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que le logement (20, 42) est réalisé dans un revêtement en matière plastique (14, 41)
gainant entièrement le canon (3, 30, 39, 40) et maintenu à distance d'un évidement
(5) de forme correspondante réalisé dans le canon (3, 30, 39, 40) par une fine couche
de matière plastique.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le canon (39, 40) ou le revêtement en matière plastique (41) est muni d'une rainure
longitudinale parallèle à son axe (53).
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que la rainure longitudinale (53) est seulement réalisée sur une partie de la longueur
axiale du canon (39, 40) ou du revêtement en matière plastique (41).
8. Application d'un élément de penture de porte fabriqué selon l'une quelconque des revendications
1 à 7 sur des portes non destinées à des fins de protection contre l'incendie, au
choix, avec ou sans couronne de palier de réserve (25,33,43,44).
9. Penture de porte avec un élément de penture de porte pour portes coupe-feu, qui comprend
une platine (2, 31, 38) à fixer sur une porte ou un châssis et un canon (3, 30, 39,
40) relié à celle-ci, présentant un passage coaxial pour le logement d'un boulon de
charnière (35, 45), dans un matériau de fusion difficile en cas de feu, où le canon
(3, 30, 39, 40) est muni sur au moins une section d'extrémité frontale d'une couronne
de palier principal (16, 32) active dans une utilisation normale réalisée par moulage
par injection à partir d'une matière plastique de fusion facile en cas de feu, d'un
logement (20, 42) traversant la couronne de palier principal (16, 32) de façon coaxiale
et prolongeant le passage (18), et d'une couronne de palier de réserve (25, 33, 43,
44) insérée dans celui-ci, inactive dans une utilisation normale, qui est constituée
d'un matériau de fusion difficile en cas de feu et qui devient active en cas de feu
lors de la fusion de la couronne de palier principal (16, 32) en prenant appui sur
le canon (3, 30, 39, 40) pour la reprise du soutien de la porte, caractérisée en ce que le canon (3, 30, 39, 40) est constitué d'un corps fabriqué séparément et est relié
par soudage à la platine (2, 31, 38), en ce que le logement (20, 42) est réalisé comme un évidement formé dans une forme conique
dans la couronne de palier principal (16, 32) et maintenu vide lors du moulage par
injection, et en ce que la couronne de palier de réserve (25, 33, 43, 44) est munie d'une enveloppe extérieure
conique adaptée au logement (20, 42).
10. Penture de porte selon la revendication 9, caractérisée en ce que le canon (3, 30, 39, 40) comprend au moins une fente (6) remplie de matière plastique
lors du moulage par injection de la couronne de palier principal (16, 32) sur la section
d'extrémité présentant la couronne de palier principal (16, 32).
11. Penture de porte selon la revendication 9 ou 10, caractérisée en ce que le canon (3, 30, 39, 40) est muni d'une enveloppe intérieure en matière plastique
(17) formant le passage (18) pour le boulon de charnière (35, 45).
12. Penture de porte selon la revendication 11, caractérisée en ce que le logement (20, 42) est réalisé dans un revêtement en matière plastique (14, 41)
gainant entièrement le canon (3, 30, 39, 40) et est maintenu à distance d'un évidement
(5) de forme correspondante réalisé dans le canon (3, 30, 39, 40) par une fine couche
de matière plastique.
13. Penture de porte selon l'une quelconque des revendications 9 à 12, caractérisée en ce que le canon (39, 40) ou le revêtement en matière plastique (41) est muni d'une rainure
longitudinale parallèle à son axe (53).
14. Penture de porte selon la revendication 13, caractérisée en ce que la rainure longitudinale (53) s'étend seulement sur une partie de la longueur axiale
du canon (39, 40) ou du revêtement en matière plastique (41).
15. Penture de porte avec au moins deux éléments de penture de porte selon l'une quelconque
des revendications 9 à 14, qui présentent chacun au moins un canon (3, 30, 39) traversé
par un boulon de charnière (45), caractérisée en ce que le boulon de charnière (45) présente une saillie radiale (49) agencée dans la rainure
longitudinale (53).
16. Penture de porte selon la revendication 15, caractérisée en ce que le boulon de charnière (45) est muni sur au moins une extrémité d'un anneau à détacher
rapporté (52).
17. Penture de porte selon la revendication 15 ou 16, caractérisée en ce qu'elle présente aux extrémités du boulon de charnière (45) des couvercles d'extrémité
fixés (47).
18. Penture de porte selon l'une quelconque des revendications 15 à 17, caractérisée en ce que des couronnes de palier de réserve (25, 33, 43, 44) sont insérées dans des logements
(20, 42) sélectionnés.