[0001] Die Erfindung betrifft einen optischen Rauchmelder nach dem Extinktionsprinzip mit
zwei Lichtquellen, zwei Lichtempfängern sowie Mess- und Referenzstrecken, die in einem
einzigen Gehäuse untergebracht sind. Der optische Rauchmelder verfügt insbesondere
über eine erhöhte Stabilität gegenüber thermischen, mechanischen und anderen Veränderungen
der Bauteile des Rauchmelders.
[0002] In der Rauchdetektion sind verschiedene optische Messverfahren bekannt wie beispielsweise
das Streulicht- und Extinktionsmessverfahren. Beim Streulichtmessverfahren wird das
von Rauchpartikeln gestreute Licht gemessen und das resultierende elektrische Signal
ausgewertet. Beim Extinktionsmessverfahren wird ein Lichtstrahl durch eine dem Rauch
zugänglichen Luftstrecke gesandt und von einem Lichtempfänger empfangen. Die Transmission
oder die Absorption pro Längeneinheit der Luftstrecke wird sodann berechnet, indem
eine Verminderung des empfangenen Lichtsignals mit der Transmission bzw. Absorption
derselben Luftstrecke zu einem gegebenen Referenzzeitpunkt oder einer Referenzluftstrecke,
die dem Rauch nicht zugänglich ist, verglichen wird.
[0003] Jeder Brand verursacht Rauchpartikel mit jeweils ihnen typischen optischen Eigenschaften.
Man unterscheidet zum Beispiel zwischen hellfarbigen Rauchpartikeln, wie sie beispielsweise
bei Schwelbränden vorkommen, und dunkelfarbigen Rauchpartikeln, wie sie von offenen
Bränden verursacht werden. Es ist ein Ziel der optischen Rauchdetektion, ein Messverfahren
zu realisieren, das auf die verschiedenen Rauchpartikel gleichmässig empfindlich ist,
und mit dem verschiedene Brände gleich schnell detektiert werden. Das Extinktionsmessverfahren
ist diesbezüglich sehr wirksam, da zur Extinktion sowohl eine Lichtstreuung an den
Rauchpartikeln als auch eine Absorption durch die Partikel beiträgt. Das Licht wird
einerseits von hellfarbigen Partikeln gestreut, andererseits von dunkelfarbigen Partikel,
absorbiert. Im Vergleich zum Streulichtmessverfahren besitzt das Extinktionsmessverfahren
eine gleichmässigere Empfindlichkeit auf verschiedene Rauchpartikel.
[0004] Heute werden Rauchmelder nach dem Extinktionsprinzip hauptsächlich zur Überwachung
von langen Messstrecken wie zum Beispiel in Tunnels oder Lagerhallen eingesetzt. Neuere
Rauchmelder dieser Art bestehen aus zwei Teilen einem ersten, der eine Lichtquelle
und einen Lichtempfänger und einem zweiten, der einen Rückreflektor enthält. Es wird
dabei nur über eine Messstrecke gemessen wobei der Messwert mit dem Messwert zu einem
früheren Referenzzeitpunkt verglichen wird. Der Lichtempfänger gibt ein elektrisches
Signal ab, das nach einer Signalverarbeitung durch eine elektrische Schaltung mit
einem vorgegebenen Schwellwert verglichen wird. Bei Überschreitung des Schwellwerts
wird von der Schaltung ein Alarmsignal abgegeben. Ein typischer Schwellwert ist 4%/m
Extinktion oder 96%/m der Referenztransmission, also der Transmission zum Referenzzeitpunkt.
[0005] Es ist schon oft vorgeschlagen worden, das Extinktionsmessverfahren auch bei Rauchmeldern,
die in einem einzigen Gehäuse, anstelle von zwei Gehäusen, untergebracht sind, sogenannten
Punktmeldern, anzuwenden. Hier wird die Extinktion der Luft über eine kurze Messstrecke,
anstelle einer langen, bestimmt und ausgewertet. Bei einer kurzen Messstrecke, beispielsweise
von 10 cm oder weniger, ist der Messbereich kleiner und die erforderliche Empfindlichkeit
der Transmissionsmessung entsprechend höher. Beträgt die Messstrecke 10 cm, liegt
die Alarmschwelle von 4%/m bei einer Transmission von 99.6% der Referenztransmission.
Sollen Transmissionswerte unter der Alarmschwelle aufgelöst werden, müssen Werte von
beispielsweise 99.96% Transmission erkennbar sein. Dies erfordert seitens der Elektronik,
Optoelektronik und Mechanik eine hohe Stabilität. Signaländerungen, zum Beispiel auf
Grund von Veränderungen der ausgesandten Lichtintensität und Empfängerempfindlichkeit,
von Verschiebungen der mechanischen Justierung der Bauteile der Messanordnung oder
Veränderungen der Parameter der Elektronikbauteile können sonst zu Änderungen der
Messgrösse führen, die nicht durch Rauch verursacht wurden und durch die unerwünschte
Fehlalarme ausgelöst werden.
[0006] Eine erste Massnahme, welche die Stabilität eines optischen Transmissionsmesssystems
erhöht, ist die Referenzmessung der abgegebenen Lichtintensität der Lichtquelle durch
einen zweiten Lichtempfänger, durch die Veränderungen der Lichtintensität festgestellt
werden. Eine zweite Massnahme ist eine Transmissionsmessung durch eine zweite Lichtquelle,
wodurch bei der Berechnung der Messgrösse die Empfindlichkeit der beiden Lichtempfänger
entfällt. Diese beiden Massnahmen sind beispielsweise durch eine sogenannte optische
Brücke realisiert, die im wesentlichen aus zwei Lichtquellen und zwei Lichtempfängern
besteht, wobei das Licht beider Lichtquellen jeweils auf beide Lichtempfänger gelenkt
wird. Solche optische Brücken sind zum Beispiel in US 4,017,193 und CH 643 061 beschrieben.
[0007] In US 4,017,193 ist ein Gerät zur Messung der optischen Transmission von Luftstrecken
beschrieben, das zwei Lichtquellen, zwei Lichtempfänger und vier Luftstrecken unterschiedlicher
Länge aufweist. Diese bilden eine optische Brücke, indem Licht von jeder Lichtquelle
jeweils auf beide Lichtempfänger gelangt und die empfangenen Lichtsignale nach ihrer
Herkunft unterschieden werden. Es werden also vier Messwerte erzeugt, die so miteinander
dividiert werden, dass die Intensitäten der Lichtquellen und die Empfindlichkeiten
der Lichtempfänger aus der Gleichung entfallen. Die Transmission pro Längeneinheit
wird sodann aus der resultierenden Quotientengleichung berechnet. Hierbei wird jedoch
angenommen, dass das ausgesandte Licht der beiden Lichtquellen bei jeder Messung gleichmässig
verteilt über die Luftstrecken auf die Lichtempfänger gelangt. Die Verteilung der
Lichtintensitäten auf die Luftstrecken und Lichtempfänger verbleibt in der Quotientengleichung
als Faktor bestehen. Im Idealfall bleibt diese Verteilung als Funktion der Zeit und
anderer Betriebsfaktoren, wie Umgebungstemperatur und mechanische Ausrichtung der
Komponenten, konstant. In der Praxis können sich jedoch diese Verteilung durch Verschmutzung
des Gerätes, Temperaturschwankungen und insbesondere Veränderungen der Abstrahlcharakteristik
der Lichtquellen so stark ändern, dass eine Transmissionsveränderung der Luft vorgetäuscht
wird. Eine Extinktionsmessung mit einem Messgerät dieser Art ist nur dann zuverlässig,
wenn die Veränderungen dieser Teilungsfaktoren kleiner als die Messempfindlichkeit
sind. Dies ist der Fall, wenn die Messstrecken genügend lang sind und/oder die Messempfindlichkeit
genügend klein ist, oder die Messung in einer kontrollierten, stabilen Umgebung durchgeführt
wird. Diese Bedingungen sind in der Praxis der Rauchdetektion in der Regel nicht erfüllt,
sodass sich dieses Gerät für einen Rauchmelder nicht eignet.
[0008] In der CH 643 061 ist ein ähnliches Messgerät beschrieben, das mit Hilfe einer optischen
Brücke die Durchlässigkeit von Objekten in der Messstrecke oder die Transmission der
Luft bestimmt. Die Strahlführung von den Lichtquellen zu den Empfängern wird über
verschiedene konventionelle, dem Fachmann bekannte, optische Elemente bewerkstelligt.
Das Strahlteilverhältnis, das Verhältnis zwischen den Intensitäten der beiden resultierenden
Strahlen, geht auch hier als Faktor in die Berechnung der Messgrösse ein. Die Beeinflussung
der Messgrösse durch Änderungen des Strahlteilverhältnisses und deren Kontrolle wird
jedoch nicht näher diskutiert. Das offenbarte Messgerät eignet sich für Messungen,
bei denen die Umgebung relativ konstant bleibt, die einzelnen Bauteile des Geräts
keinen mechanischen und thermischen Veränderungen ausgesetzt sind, die Abstrahlcharakteristik
der Lichtquellen sich infolge dieser nicht ändert oder die gewünschte Empfindlichkeit
so gewählt ist, dass Veränderungen des Strahlteilverhältnisses die Messgrösse nicht
beeinträchtigen. Als Rauchmelder andererseits, der in einem grossen Temperaturbereich
eingesetzt und von dem eine hohe Empfindlichkeit verlangt wird, eignet sich dieses
Gerät jedoch kaum. Insbesondere kann das Strahlteilverhältnis für die gewünschte Messempfindlichkeit
nicht genügend konstant gehalten werden.
[0009] Der folgenden Erfindung ist die Aufgabe gestellt, einen optischen Rauchmelder nach
dem Extinktionsprinzip zu schaffen, der zwei Lichtquellen aufweist, deren Licht je
in zwei Strahlen geteilt wird und über Mess- und Referenzstrecken auf zwei Lichtempfänger
gelangt, und der in einem einzigen Gehäuse untergebracht ist. Insbesondere soll die
Teilung des von den Lichtquellen ausgesandten Lichts in zwei Strahlen bei thermischen,
mechanischen und anderen Veränderungen der Bauteile des Rauchmelders stabil gehalten
werden.
[0010] Die Aufgabe wird durch einen Rauchmelder gelöst, der in einem einzigen Gehäuse untergebracht
ist und zwei Lichtquellen, zwei Lichtempfänger, zwei der Umgebungsluft zugängliche
Messstrecken und zwei der Umgebungsluft unzugängliche Referenzmessstrecken sowie zwei
identische, den beiden Lichtquellen zugehörige Spiegel mit je zwei oder mehr Spiegelfacetten
aufweist, durch die das von den Lichtquellen ausgesandte Licht in zwei Strahlen geteilt
wird, die je aufeinen der beiden Lichtempfänger gelenkt werden.
[0011] Die zwei oder mehr Spiegelfacetten jedes Spiegels sind abwechselnd zum ersten und
zweiten Lichtempfänger geneigt, sodass das von den Lichtquellen einfallende Licht
von den einen Facetten auf den ersten Lichtempfänger und von den anderen Facetten
auf den zweiten Lichtempfänger gelenkt wird. Durch diese Anordnung der Spiegelfacetten
wird zum einen der einfallende Strahl geteilt und auf die Lichtempfänger fokussiert;
zum anderen wird das Intensitätsverhältnis der resultierenden Strahlen, das Strahlteilverhältnis,
bei Veränderungen wie zum Beispiel der Abstrahlcharakteristik der Lichtquellen aufgrund
von Temperaturschwankungen oder Veränderungen der Mechanik der Montage der Komponenten,
stabil gehalten. Neigt sich beispielsweise der einfallende Strahl in eine Richtung,
werden Teile des einfallenden Strahls, die zuvor auf den ersten Lichtempfänger gelenkt
wurden auf den zweiten Lichtempfänger gelenkt. Andere Teile des Strahls, die vor der
Neigung des Strahls auf den zweiten Lichtempfänger gelenkt wurden, werden nun auf
den ersten Empfänger gelenkt. Obwohl durch die Neigung des Strahls eine Veränderung
der Intensitätsverteilung auf dem Spiegel verursacht wird, verändert sich das Strahlteilverhältnis
nicht oder im Vergleich zur Messempfindlichkeit nur geringfügig.
[0012] In einer ersten Ausführung der Erfindung sind die einzelnen der zwei oder mehr Facetten
jedes der beiden Spiegel plan und jeweils abwechslungsweise zum ersten und zweiten
Lichtempfänger geneigt. Ihre Neigung ist jeweils so gewählt, dass das einfallende
Licht mit einem Ausfallwinkel gleich dem Einfallswinkel reflektiert und auf die Lichtempfänger
gelenkt wird. Im Fall von mehreren Facetten, d.h. mehr als zwei, besitzt jede Facette
ihren bezüglich der Lichtquellen und der Lichtempfänger spezifischen Neigungswinkel,
sodass das auf sie einfallende Licht auf einen der Lichtempfänger fällt. Die spezifischen
Neigungswinkel bewirken eine Fokussierung des Strahls auf die Lichtempfänger. Die
mehreren Facetten bilden somit als Gesamtheit eine Art zylindrischen Hohlspiegel,
der durch Planflächen approximiert ist und zugleich den einfallenden Strahl in zwei
Richtungen teilt.
[0013] In einer zweiten Ausführung bestehen die einzelnen Facetten der beiden identischen
Spiegel je aus Teilen zweier hohle Ellipsoide, wobei diese aus Teilen der Ellipsoide
streifenförmig ausgebildet sind. Die streifenförmigen Teile der beiden Ellipsoide
sind jeweils abwechslungsweise aneinandergefügt. Das einfallende Licht wird wie in
der ersten Ausführung durch die Anordnung der Facetten geteilt und die resultierenden
Strahlen je auf einen der Lichtempfänger fokussiert. Die Fokussierung erfolgt in dieser
Ausführung in zwei Ebenen und nicht nur in einer wie im Fall des zylindrischen Hohlspiegels
der ersten Ausführung. Jene Facetten, welche den Strahl der einen Lichtquelle auf
den ersten Lichtempfänger fokussieren, bestehen aus Teilen eines Ellipsoids, dessen
Brennpunkte jeweils am Lichtemissionspunkt dieser Lichtquelle und auf dem ersten Lichtempfänger
liegt. Entsprechend bestehen jene Facetten, welche den Strahl derselben Lichtquelle
auf den zweiten Lichtempfänger fokussieren, aus Teilen eines Ellipsoids, dessen Brennpunkte
jeweils am Lichtemissionspunkt dieser Lichtquelle und auf dem zweiten Lichtempfänger
liegt.
[0014] Eine dritte Ausführung des Rauchmelders weist zwei identische Facettenspiegel auf,
deren einzelne Facetten aus Teilen zweier Ellipsoide bestehen und zusammen mit planen
Flächen würfelförmig aneinandergefügt sind. Die Ellipsoidteile bestehen aus viereckigen
Ausschnitten der beiden Ellipsoide. Die Anzahl Facetten pro Spiegel ist in dieser
Ausführung um eine Mehrfaches grösser als in der zweiten Ausführung. Dies hat die
Wirkung, dass das Strahlteilverhältnis gegenüber Veränderungen der Intensitätsverteilung
auf der Spiegelebene stabiler bleibt. Je grösser die Anzahl Facetten, je besser die
Stabilität des Strahlteilverhältnisses.
[0015] In diesen ersten drei Ausführungen sind die Lichtempfänger, Lichtquellen, Facettenspiegel
sowie Referenzmessstrecken von der Umgebungsluft durch Fenster abgesondert. Eine weitere
Ausführung des Rauchmelders weist vor den Lichtempfängern anstelle von Fenstern je
eine Streuscheibe auf die das von den Facettenspiegeln reflektierte Licht vor dem
Auftreffen auf die Lichtempfänger streuen. Die Streuscheiben haben die Funktion, die
Auswirkung von Veränderungen in der Abstrahlcharakteristik der Lichtquellen auf das
Strahlteilverhältnis weiter zu vermindern. Von der gesamten Lichtintensität, die auf
eine Streuscheibe fällt, fällt durch die Streuung nur ein Bruchteil auf den dahinter
liegenden Lichtempfänger. Verändert sich die Intensitätsverteilung des Lichts in der
Ebene der Streuscheibe, ändert sich das vom Lichtempfänger empfangene Lichtsignal
durch die Streuung im Vergleich zur Anordnung mit transparentem Fenster vom Lichtempfänger
in kleinerem Mass. Nur die gesamte Lichtenergie, die auf die Streuscheibe fällt, und
nicht die Intensitätsverteilung auf der Scheibe, ist für die Messung ausschlaggebend.
Schwankungen der Abstrahlcharakteristik der Lichtquelle und der resultierenden Intensitätsverteilung
verursachen dank der Streuscheibe verringerte Signalveränderungen. Fehlalarme aufgrund
von Signaländerungen, die nicht auf Rauch zurückzuführen sind, werden somit vermieden.
[0016] Anhand der folgenden Figuren ist der Rauchmelder näher erläutert.
[0017] Figur 1 zeigt eine Draufsicht des Rauchmelders im Innern des Gehäuses.
[0018] Figur 2 zeigt einen der beiden Facettenspiegel in einer ersten Ausführung mit planen
Facettenflächen.
[0019] Figur 3 zeigt einen der beiden Facettenspiegel in einer zweiten Ausführung mit Facettenflächen
in der Form von Teilen eines Ellipsoids.
[0020] Figur 4 zeigt eine weitere Ausführung der Facettenspiegel mit einer grösseren Anzahl
Facetten zwecks erhöhter Stabilisierung des Strahlteilverhältnisses.
[0021] Figur 1 zeigt eine bevorzugte Ausführung des Rauchmelders 1 mit geöffnetem Gehäuse
2. Der Rauchmelder 1 weist zwei Lichtquellen 3, 4, zwei Lichtempfänger 5, 6, zwei
Facettenspiegel 7, 8, Blenden 9 und transparente Fenster 10-17 auf. Die Lichtquellen
3, 4 bestehen beispielsweise aus Leucht- oder Laserdioden, die Lichtempfänger aus
Siliziumphotodioden. Die Lichtquellen 3, 4 werden jeweils so angesteuert, dass die
auf die Lichtempfänger 5, 6 auffallende Strahlung nach ihrer Herkunft unterschieden
werden kann. Dies geschieht beispielsweise durch verschiedene Modulationsfrequenzen
oder verschiedene Phasen und einer entsprechenden, dem Fachmann bekannten Elektronik,
durch welche die einzelnen Signale unterschieden werden. Die Lichtquellen 3, 4, Lichtempfänger
5, 6 und Blenden 9 sind so angeordnet, dass die Divergenz der ausgesandten Strahlen
begrenzt ist und keine Strahlung direkt auf die Lichtempfänger gelangt. Die Lufträume
zwischen den Fenstern 10 und 11 sowie zwischen den Fenstern 14 und 15 sind der Umgebungsluft
unzugänglich und dienen als Referenzmessstrecken. Die Lufträume, die durch die Lichtquellen
3, 4, die Spiegel 7, 8 und Fenster 10, 13, 14 und 17 begrenzt sind, sind ebenfalls
von der Umgebungsluft abgesondert. Hingegen sind die Lufträume zwischen den Fenstern
12 und 13 sowie zwischen den Fenstern 16 und 17 durch Öffnungen im Gehäuse der Umgebungsluft
zugänglich und dienen als Messstrecken. Das von den Lichtquellen 3, 4 ausgesandte
Licht fällt auf die Spiegel 7, 8 und wird an ihnen in jeweils zwei Strahlen geteilt.
Nach Durchlaufen der Fenster und Mess- bzw. Referenzstrecken fallen sie auf die Lichtempfänger
5 bzw. 6, welche die empfangene Lichtenergie in elektrische Signale umwandeln. Die
von den Lichtquellen 3, 4 ausgesandte und von den Lichtempfängern 5, 6 empfangene
Lichtenergie LE (5)
3 und LE (5)
4 bzw. LE (6)
3 und LE (6)
4 kann durch folgende Gleichungen dargestellt werden:
wobei I3 und I4 die ausgesandte Lichtenergie der Lichtquelle 3 bzw. 4,
S7, S7', S8 und S8' den Anteil der auf die Spiegel auffallenden Lichtenergie, der von dem betreffenden
Spiegel in eine der beiden Richtungen gelenkt wird,
F und T die Transmission der Fenster 10-17 bzw. der Messstrecken und
D5 und D6 die Empfindlichkeiten der Lichtempfänger 5 bzw. 6 darstellen.
[0022] Die Transmission T der Messstrecken wird sodann nach der Gleichung

berechnet, wobei

[0023] Je nach Divergenzwinkel der Lichtquellen 3, 4 sind die einzelnen Facetten der Spiegel
ausgerichtet. Je mehr Facetten, die Spiegel aufweisen, je besser ist die Fokussierung
der Strahlen auf die Lichtempfänger 5, 6 und je besser ist die Stabilisierung des
Strahlteilverhältnisses. Denn, je kleiner die einzelnen Facettenflächen und je grösser
die Anzahl der Facetten, um so eher bleibt der Quotient der Strahlteilverhältnisse
S
7, S
7', S
8 und S
8' konstant, wenn sich Veränderungen der Intensitätsverteilung auf dem Spiegel ereignen.
Durch eine grössere detektierende Fläche der Lichtempfänger 5, 6, wird die Stabilität
des Strahlteilverhältnisses zusätzlich erhöht.
[0024] Figur 2 zeigt im Detail eine Ausführung eines der Spiegel 7, 8. Jede der einzelnen
Facettenflächen weisen einen individuellen Neigungswinkel in Bezug auf die Lichtquelle
und den Lichtempfänger auf Damit wird entsprechend der Divergenz des von der Lichtquelle
ausgesandten Strahls eine Fokussierung des Strahls auf den Lichtempfänger bewirkt.
Der Spiegel ist in seiner Gesamtheit einem zylindrischen Hohlspiegel ähnlich, der
durch plane Flächen approximiert ist. Die Flächen stehen alle vertikal zum Boden des
Rauchmelders, auf dem die Lichtquellen und -empfänger angeordnet sind. Die Fokussierung
erfolgt also nur in der Ebene parallel zum Boden des Rauchmelders.
[0025] Solche Spiegel werden beispielsweise durch ein Spritz- oder Druckgussverfahren aus
Aluminium oder Zink hergestellt. Hierzu wird zunächst ein Masterspiegel aus mehreren
einzelnen Teilen zusammengefügt, die je eine Spiegelfacette aufweisen. Vom Masterspiegel
werden sodann weitere Spiegel im Druckgussverfahren gefertigt.
[0026] Figur 3 zeigt eine zweite Ausführung der Facettenspiegel. Anstelle von planen Facettenflächen,
weist diese Ausführung Facetten in der Form von Ellipsoidteilen auf Hierzu werden
für den Masterspiegel zwei hohle Ellipsoide gefertigt, die unten und oben horizontal
abgefräst und längs einer ihrer Achsen in zwei Teile gesägt, die sodann in Streifen
zersägt werden. Die streifenförmigen Teile der beiden Ellipsoide werden abwechslungsweise
zusammengefügt. Die zwei Ellipsoide sind so dimensioniert, dass ihre Brennpunkte jeweils
auf den Austrittspunkt der Strahlen an der Lichtquelle und auf den Lichtempfänger
zu liegen kommen. Die Fokussierung erfolgt durch diese Spiegel in beiden Ebenen, der
parallel zu der des in Figur 1 gezeigten Rauchmelders sowie der senkrecht zu dieser
stehenden, vollständig und nicht nur in einer Ebene wie bei den Spiegeln mit planen
Flächen.
[0027] Figur 4 zeigt eine weitere Ausführung der Facettenspiegel. Hier bestehen die Spiegel
aus mehreren zusammengefügten Würfeln anstelle von Streifen. Wiederum ist die Ausgangsform
zwei Ellipsoide, die unten und oben horizontal abgefräst werden. Diese werden sodann
vertikal sowie horizontal in Streifen zersägt, sodass viereckige, nahezu quadratische
Teile entstehen. Die Spiegel werden aus diesen Ellipsoidteilen sowie planen, zum Boden
des Rauchmelders parallel liegenden Teilen zusammengefügt. Die Facetten diese Spiegels
sind einzelnen Würfeln ähnlich. Diese Ausführung mit erhöhter Anzahl Facetten bewirkt
im Vergleich zu den Ausführungen in den Figuren 2 und 3 eine weitere Stabilisierung
des Strahlteilverhältnisses.
1. Optischer Rauchmelder (1) nach dem Extinktionsprinzip, der in einem Gehäuse (2) angeordnet
ist und zwei Lichtquellen (3, 4), zwei Lichtempfänger (5, 6), zwei der Umgebungsluft
zugängliche Messstrecken und zwei der Umgebungsluft nicht zugängliche Referenzmessstrecken
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass im optischen Rauchmelder (1) ein der Lichtquelle
(3) dazugehöriger Spiegel (7) und ein der Lichtquelle (4) dazugehöriger Spiegel (8)
angeordnet sind, wobei die Spiegel (7) und (8) identisch sind und je zwei oder mehr
Spiegelfacetten aufweisen, an denen das von den Lichtquellen (3, 4) ausgesandte Licht
je in zwei Strahlen geteilt wird, die je auf einen der beiden Lichtempfänger (5, 6)
gelenkt werden.
2. Optischer Rauchmelder (1) nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Spiegelfacetten der Spiegel (7, 8) plan und streifenförmig ausgebildet sind und abwechslungsweise
bezüglich der Lichtquellen (3) und (4) und der Lichtempfänger (5) und (6) so geneigt
sind, dass das auf die Spiegel (7, 8) einfallende Licht durch Reflexion von den einen
Spiegelfacetten auf den Lichtempfänger (5) und von den anderen Spiegelfacetten auf
den Lichtempfänger (6) gelenkt wird.
3. Optischer Rauchmelder (1) nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Spiegelfacetten der Spiegel (7, 8) aus Teilen zweier hohler Ellipsoide streifenförmig
ausgebildet sind und abwechslungsweise so aneinander liegen, dass das von den Lichtquellen
(3, 4) ausgesandte Licht von den Teilen des ersten hohlen Ellipsoids auf den einen
Lichtempfänger (5) und von den Teilen des zweiten Ellipsoids auf den zweiten Lichtempfänger
(6) gelenkt wird.
4. Optischer Rauchmelder (1) nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Spiegelfacetten der Spiegel (7, 8) aus viereckigen Teilen zweier hohler Ellipsoide
bestehen und zusammen mit planen Flächen würfelförmig aneinandergefügt sind, sodass
das von den Lichtquellen (3, 4) ausgesandte Licht von den Teilen des ersten hohlen
Ellipsoids auf den ersten Lichtempfänger (5) und von den Teilen des zweiten Ellipsoids
auf den zweiten Lichtempfänger (6) gelenkt wird.
5. Optischer Rauchmelder (1) nach Patentansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
vor den Lichtempfängern (5, 6) Streuscheiben angeordnet sind.