[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Abdecken der Apertur einer Antenne,
die einen parabolischen Reflektor, einen Erreger und eine Abdeckung aus steifem Material
aufweist, deren Außendurchmesser dem Durchmesser des Reflektors entspricht und die
auf ihrer vom Reflektor wegweisenden Seite nach außen gewölbt ist (DE 44 36 596 A1).
[0002] Abdeckungen werden an Antennen hauptsächlich zum Schutz derselben gegenüber Witterungseinflüssen
angebracht. Durch Ablagerung von Schmutz, Feuchtigkeit und Eis können die Übertragungseigenschaften
der Antennen ungünstig beeinflußt werden. Durch Eis kann außerdem eine erhebliche
Gewichtsbelastung der Antennen entstehen, die zu mechanischen Beschädigungen derselben
führen können.
[0003] Bei der bekannten Vorrichtung nach der eingangs erwähnten DE 44 36 596 A1 wird beispielsweise
über einer nach außen gewölbten, starren dielektrischen Abdeckhaube eine flexible
Folie eingesetzt, die über der Antennenapertur mit einer nach außen geneigten Fläche
aufgespannt ist. Die Folie wird durch auf die Antenne auftreffenden Wind dauernd bewegt.
Dadurch sollen Rauhreifablagerungen vermieden werden. Diese Vorrichtung ist aufwendig
gestaltet und ebenso aufwendig zu montieren. Die Antenne und deren Erregersystem sind
im Bedarfsfall nur dann zugänglich, wenn die Folie und die Abdeckhaube demontiert
werden.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs geschilderte Vorrichtung bezüglich
Aufbau und Montage zu vereinfachen.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Abdeckung aus einem
mit dem Reflektor verbundenen Abschirmring und aus einem denselben am freien Ende
verschließenden, aus Kunststoff bestehenden Deckel aufgebaut ist, der als flacher
Kegel ausgeführt ist und dessen Wandung mit einer im rechten Winkel zur Achse des
Abschirmrings verlaufenden Ebene einen zwischen 4° und 6° liegenden Winkel einschließt.
[0006] Eine derartige Vorrichtung zum Schutz von Antennen ist einfach aufgebaut und einfach
zu montieren. Sie besteht dann nur aus einem Teil, nämlich dem Deckel, wenn der Abschirmring
einstückig mit dem Reflektor verbunden ist. Der als flacher Kegel ausgeführte Deckel
hat keinen störenden Einfluß auf die elektromagnetischen Eigenschaften der Antenne.
Das gilt insbesondere für das Strahlungsdiagramm der Antenne, das durch den flachen
Deckel nicht, zumindest aber nicht wesentlich, negativ beeinflußt wird. Durch seinen
nach außen gerichteten schrägen Verlauf ist außerdem sichergestellt, daß Schmutz,
Feuchtigkeit und Eis sich nicht in wesentlicher Menge an der Antenne festsetzen können.
[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in den Zeichnungen dargestellt.
[0009] Es zeigen:
Fig. 1 in schematischer Darstellung den Reflektor einer Antenne mit Abdeckung im Schnitt.
Fig. 2 ein Teil der Abdeckung in vergrößerter Darstellung.
[0010] Mit 1 ist der parabolische Reflektor einer Antenne bezeichnet, an dem über eine Speiseleitung
2 ein Erreger 3 angebracht ist. Die Öffnung des Erregers 3 ist im Brennpunkt des Reflektors
1 angeordnet. Die Antenne könnte in Cassegrainausführung auch mit einem Subreflektor
ausgerüstet sein.
[0011] Am Reflektor 1 ist ein etwa zylindrischer Abschirmring 4 angebracht, dessen Außendurchmesser
dem Durchmesser des Reflektors 1 entspricht. Der Abschirmring 4 ist insbesondere bei
Antennen mit kleineren Abmessungen einstückig mit dem Reflektor 1 verbunden. Er wird
also bei der Herstellung des Reflektors 1 an denselben angeformt. Grundsätzlich kann
der Abschirmring 4 aber auch ein gesondertes Teil sein. Er wird dann mit dem Reflektor
1 verbunden. Der Abschirmring 4 ist auf seiner dem Reflektor 1 abgewandten Seite durch
einen aus Kunststoff bestehenden Deckel 5 verschlossen. Der Deckel 5 ist nach außen
gewölbt. Sein genauerer Aufbau geht aus Fig. 2 hervor:
[0012] Der Deckel 5 ist als flacher Kegel ausgeführt. Seine geradlinig ausgeführte Wandung
verläuft zu einer Ebene, die rechtwinklig zur Achse A des Abschirmrings 4 angeordnet
ist, unter einem zwischen 4° und 6° liegenden Winkel α. Er beträgt beispielsweise
5°. Die Wandstärke des Deckels 5 wird frequenzabhängig bemessen. Sie liegt für den
Bereich von 10 bis 60 GHz beispielsweise zwischen 8,5 mm und 1,5 mm.
[0013] Der Deckel 5 wird in bevorzugter Ausführungsform durch Spritzgießen hergestellt.
Er hat einen umlaufenden zylindrischen Rand 6 zu seiner Befestigung am Abschirmring
4. Dazu können beispielsweise Schrauben eingesetzt werden. Als Material wird vorzugsweise
ein dielektrisch hochwertiger Kunststoff eingesetzt. Das ist beispielsweise ein Acrylnitril-Styrol-Acrylester-Polymer
(ASA).
1. Vorrichtung zum Abdecken der Apertur einer Antenne, die einen parabolischen Reflektor,
einen Erreger und eine Abdeckung aus steifem Material aufweist, deren Außendurchmesser
dem Durchmesser des Reflektors entspricht und die auf ihrer vom Reflektor wegweisenden
Seite nach außen gewölbt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung aus einem mit dem Reflektor (1) verbundenen Abschirmring (4) und
aus einem denselben am freien Ende verschließenden, aus Kunststoff bestehenden Deckel
(5) aufgebaut ist, der als flacher Kegel ausgeführt ist und dessen Wandung mit einer
im rechten Winkel zur Achse (A) des Abschirmrings (4) verlaufenden Ebene einen zwischen
4° und 6° liegenden Winkel (α) einschließt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung des Deckels (5) gegenüber der rechtwinklig zur Achse des Abschirmrings
(4) verlaufenden Ebene einen Winkel (α) von 5° einschließt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (5) ein durch Spritzgießen hergestelltes Bauteil ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (5) eine Wandstärke hat, die in Abhängigkeit von der Frequenz der
zu übertragenden elektromagnetischen Wellen zwischen 1,5 mm und 8,5 mm liegt.