(19)
(11) EP 0 813 376 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
14.10.1998  Patentblatt  1998/42

(21) Anmeldenummer: 96903867.8

(22) Anmeldetag:  07.03.1996
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6A47B 87/02, A47B 87/00
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/CH9600/083
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9628/067 (19.09.1996 Gazette  1996/42)

(54)

BAUTEILSATZ FÜR EIN ZUSAMMENSETZBARES REGAL

KIT FOR A SHELF UNIT

KIT POUR UNE ETAGERE A MONTER


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK FI FR GB GR IE IT LI NL PT SE

(30) Priorität: 10.03.1995 CH 689/95

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
29.12.1997  Patentblatt  1997/52

(73) Patentinhaber: Dornbierer, Andreas
5264 Gipf-Oberfrick (CH)

(72) Erfinder:
  • SUTER, Adolf
    CH-5073 Gipf-Oberfrick (CH)

(74) Vertreter: Luchs, Willi 
Luchs & Partner, Patentanwälte, Schulhausstrasse 12
8002 Zürich
8002 Zürich (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A- 2 406 444
FR-A- 1 503 595
DE-U- 9 302 558
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Bauteilsatz nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Ein solcher Bauteilsatz ist bekannt. Es werden damit in der Weise Regale aufgebaut, dass die Elemente vertikal aufeinander und/oder nebeneinander gestellt werden. In beschränktem Mass ist auch ein versetztes Aufeinanderstellen der Elemente möglich, was aber zu einer Verschmälerung des Regals von unten nach oben führt. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass die Breite des Regals nur stufenweise als ganzzahliges Vielfaches der Breite eines Elementes verändert werden kann.

    [0003] Bei einer bekannten Druckschrift DE-U-93 02 558 ist ein Regalsystem offenbart, welches ein U-förmiges Grundelement mit einer Basisplatte sowie an deren Aussenseiten mit Tragschenkeln aufweist. Des weiteren sind als Sacklöcher ausgebildete Aussparungen sowohl an den Schmalseiten der beiden Tragschenkeln als auch an den gegenüberliegenden Seiten vorgesehen. In diese Sacklocher können Verbindungselemente eingesteckt werden, welche durch die Moduleinheiten lagefixiert übereinander stapelbar sind. Die jeweiligen Verbindungselemente weisen dabei im mittleren Bereich jeweils einen Abstandsbund auf. Für die Verbindung von nebeneinander gestapelten Moduleinheiten sind H-förmige Verbindungselemente vorgesehen, welche einerseits die aufeinander gestapelten Moduleinheiten und andererseits die nebeneinander angeordneten Moduleinheiten fixieren.

    [0004] Mit diesem bekannten Regalsystem können zwei oder mehrere Moduleinheiten übereinander gestapelt und ausserdem zwei oder mehrere solcher Einheiten nebeneinander gereiht werden. Es lässt sich hiermit nicht ein Regal stufenlos in beliebiger Breite und Höhe zusammensetzen. Vielmehr können mit ihm Moduleinheiten nur nebeneinander aufgestellt werden. Die Breite des gesamten Regals lässt sich höchstens durch unterschiedliche Breite der Moduleinheiten in beschränktem Masse variieren. Die Verwendung von unterschiedlich dimensionierten Moduleinheiten führt aber zu entsprechend höheren Herstellungs- und Lagerkosten.

    [0005] Ferner besteht bei diesem bekannten Regalsystem ein weiterer Nachteil darin, dass zwischen den aufeinander gestapelten Modulen ein Zwischenraum vorhanden ist. Auch die nebeneinander gestellten Module sind stets in einem Abstand zueinander vorgesehen. Dies ist unpraktisch und überdies aus optischer Sicht gesehen nicht gerade schön bzw. ästhetisch.

    [0006] Im weiteren ist von erheblicher Bedeutung, dass den Verbindungselementen nach dieser Druckschrift zwar auch eine Fixierung der Moduleinheiten, dass mit diesen Abstandsbunden zum einen eine Verwendung dieser oben erläuterten H-förmigen Verbindungselemente ermöglicht und zum andern eine bestimmte Gesamthöhe unterschiedlicher Moduleinheiten angestrebt wird.

    [0007] Der vorliegenden Erfindung wurde daher die Aufgabe zugrundegelegt, einen Bauteilsatz der eingangs genannten Art derart zu verbessern, dass der Bauteilsatz einfach und kostengünstig herstellbar ist, und dass ein aus solchen Bauteilsätzen zusammengesetztes Regal stufenlos in beliebiger Breite und damit sehr individuell erstellbar ist.

    [0008] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe durch das Kennzeichen des Anspruchs 1 gelöst.

    [0009] Durch die Erfindung ist es möglich, zwei U-förmige Elemente mit gegeneinander gerichteten Seitenwänden in beliebiger und damit stufenlos wählbarer Ueberlappung aufeinander bzw. ineinander zu stellen und die durch die Dicke der Grundplatte des unteren Elementes entstehende Höhendifferenz zwischen den Auflagen der Seitenwände des oberen Elementes mit dem Abstandhalter auszugleichen.

    [0010] Ausführungsbeispiele sowie weitere Vorteile der Erfindung sind nachfolgend anhand der beiliegenden Zeichnung erläutert. Es zeigen:
    Fig. 1
    eine Vorderansicht eines erfindungsgemässen Regals mit mehreren Grundelementen,
    Fig.2
    das Regal nach Fig.1 in Seitenansicht,
    Fig.3
    eine Ansicht eines Abstandhalters, der in einem teilweise gezeigten Grundelement montiert ist,
    Fig.4
    eine Ansicht eines anderen Abstandhalters für das Regal nach Fig.1,
    Fig.5
    eine Ansicht eines Zentrierbolzens, der zwei teilweise gezeigte Grundelemente zueinander positioniert,
    Fig.6
    eine Ansicht einer Abdeckkappe an einem Grundelement und
    Fig.7
    eine schematische Darstellung eines fertig eingerichteten Regals.


    [0011] Fig. 1 zeigt ein Regal 10, welches aus erfindungsgemässen Bauteilsätzen besteht. Es ist dabei aus vier U-förmigen Grundelementen 1 und zwei in diese gestellte Kästen 32 mit jeweils drei Schubladen 33 zusammengesetzt. Ein jeweiliges Grundelement 1 weist eine querliegende Grundplatte 2 mit der Dicke 3 auf, die so bemessen ist, dass sich diese unter Belastungen, wie sie in Bücherregalen in der Regel auftreten, nicht oder nur ganz geringfügig durchbiegt. An den beiden Enden der Grundplatte 2 ist zur Bildung der U-Form des Grundelementes 1 jeweils eine rechtwinklig wegragende Seitenwand 4, 5 vorgesehen, wobei diese Seitenwände 4, 5 dabei mit der Grundplatte 2 ein einteiliges Element bilden können. Diese Seitenwände könnten aber auch stumpf an dieser Grundplatte angesetzt sein und mit lösbaren Schnellverschlüssen nach Art eines Bajonett- oder Druckknopfverschlusses befestigt sein, wie dies im Zusammenbau von Möbelteilen gebräuchlich ist. Ein solcher Bauteilsatz kann somit in die Einzelteile zerlegt und so kompakt verpackt werden.

    [0012] Erfindungsgemäss sind die U-förmigen Grundelemente 1 jeweils auf der Aussenseite 2' der Grundplatte 2 und an den gegenüberliegenden Auflageflächen 14 der Seitenwände 4, 5 mit mindestens je einer Fassung 15 versehen, von denen jeweils zwei gegenüberliegende Fassungen 15 fluchtend zueinander angeordnet sind. Diese Fassungen 15 sind dazu bestimmt, einen Abstandhalter 11, 31, einen Zentrierbolzen 17, eine Abdeckkappe 18 oder dergleichen aufzunehmen.

    [0013] Bei einem sehr vorteilhaften Zusammenbau zweier Grundelemente 1 lassen sich diese mit gegeneinander gerichteten sowie mit nach oben oder unten gleich gerichteten Seitenwänden 4, 5 aufeinanderstellen oder aber mit gegeneinander gerichteten Seitenwänden 4, 5 ineinanderstellen. Wie die beiden untersten Grundelemente in Fig.1 zeigen, entsteht beim Ineinanderstellen von zwei Grundelementen 1 eine Höhendifferenz, die bedingt ist durch die Dicke 3 der Grundplatte 2 des unteren Grundelementes 1. Durch die in den Fassungen 15 auf der einen Seite des linken Grundelementes 1 eingesetzten Abstandhalter 31 wird dies ausgeglichen, wobei deren Höhe 12 jeweils gleich der Dicke 3 der Grundplatte 2 ist. Ein weiterer Abstandhalter 11 ist zudem in die eine Fassung 15 an der einen unteren Auflagefläche 14 des mittleren Grundelementes 1 gesteckt, wodurch dieses Grundelement sicher auf dem unteren gehalten ist. Das oberste Grundelement 1 ist über dem mittleren in der gleichen Anordnung mit abwärts gerichteten Seitenwänden aufgestellt. Wiederum sorgen die diesen Grundelementen 1 zugeordneten Fassungen 15 zusammen mit den in diese eingesteckten Zentrierbolzen 17 für einen sicheren Halt der beiden.

    [0014] Die Anordnung der beiden untersten ineinandergestellten Grundelemente 1 mit den gegeneinander gerichteten Seitenwänden 4, 5 ermöglichen es zusammen mit den Abstandhaltern 31, dass die mit diesen Grundelementen gebildete insgesamte Regallänge stufenlos verändert und damit den individuellen Bedürfnissen und dem zur Verfügung stehenden Raum wunschgemäss angepasst werden kann.

    [0015] Auf der Hinterseite des Grundelementes 1 ist vorteilhaft eine Rückwand 7 befestigt, welche eine Breite 9 nicht grösser als die Hälfte der Höhe 5' der Seitenwand 4, 5 aufweist, so dass sich diese Rückwände beim Ineinanderstellen von zwei Grundelementen 1 annähernd ohne Abstand aneinander anschliessen und eine nahezu geschlossene Rückwand bilden, wie dies die beiden untersten Grundelemente verdeutlichen. Diese Rückwand bietet überdies den Vorteil, dass die beiden Grundelemente in ihrer Tiefe zueinander zentriert sind, da die jeweilige in das andere Grundelement eingreifende Seitenwand an diese Rückwand angeschlagen werden kann.

    [0016] Gemäss Fig.2 ist das Regal 10 an eine Wand 36 oder ähnlichem gestellt. Für eine Seitenwand 4 eines Grundelementes 1 sind oben und unten jeweils zwei Fassungen 15 vorgesehen, von denen jeweils zwei gegenüberliegende in fluchtender Anordnung zueinander liegen. Es könnten zur Erhöhung der Stabilität des Regals 10 pro Seite auch mehr als zwei Fassungen 15 angeordnet sein.

    [0017] Fig.3 zeigt den Abstandhalter 31 in montiertem Zustand. Er besteht aus einem zylindrischen Distanzteil 31' und einen diesen koaxial verlängernden, mit einem kleineren Durchmesser versehenen Zentrierstift 36, wobei diese vorzugsweise einstückig gefertigt sind. Der Distanzteil 31' bildet eine Höhe 12, die gleich der Dicke 3 der Grundplatte 2 ist.

    [0018] Gemäss Fig.4 ist für den Ausgleich einer Höhendifferenz zwischen zwei aufeinandergestellten Grundelementen 1 der Abstandhalter 11 zwischen zwei Seitenwänden 4, 5 vorgesehen. Dieser Abstandhalter 11 ist zu diesem Zwecke mit einem eine Höhe 12 aufweisenden Distanzteil 11' und zwei koaxial zu diesem angeordneten Zentrierstiften 16 versehen, welche in eine jeweilige Fassung 15 eingreifen und ein gegenseitiges Verschieben der beiden Grundelemente verhindern. Diese Zentrierstifte 16 sind dabei vorteilhaft identisch wie der oben erwähnte Zentrierstift 36 ausgebildet, damit wahlweise ein Abstandhalter 11 oder 31 in jeweils eine der ebenfalls identisch ausgebildeten Fassungen einsteckbar ist.

    [0019] Der Durchmesser der zylindrischen Distanzteile 11', sind bei vorausgesetzter Anordnung der Fassungen in der Mitte der Seitenwände jeweils gleich oder kleiner als die Dicke der Seitenwände 4, 5 vorgesehen, so dass sie nicht vorstehen. Ferner kann ihr Querschnitt statt zylindrisch auch rechteckig, leisten- oder andersförmig ausgebildet sein.

    [0020] Fig.5 zeigt zwei aneinander anschliessende Seitenwände 5 von Grundelementen 1, die unmittelbar aufeinanderstehen und dabei in ihrer gegenseitigen Lage durch den Zentrierbolzen 17 gesichert werden, der in zwei miteinander fluchtende Fassungen 15 gesteckt wird. Die Zentrierbolzen 17 sind dabei vorteilhaft gleich wie die Zentrierstifte 16 ausgebildet, so dass sie von Hand einsteckbar und in der Fassung gehalten sind. Im Prinzip könnten diese Seitenwände 4, 5 anstelle von diesen Zentrierbolzen 17 auch durch Abstandhalter 11 zueinander gesichert werden. Dadurch würden die diese Seitenwände nicht unmittelbar aneinanderliegen, sondern einen Abstand zueinander aufweisen, was aus ästhetischen Gründen möglicherweise bevorzugt wird.

    [0021] Unbenutzte sichtbare Fassungen 15 werden gemäss der Darstellung nach Fig.6 vorzugsweise mit steckbaren Abdeckkappen 18 geschützt. Diese Abdeckkappen 18 weisen wiederum jeweils einen Zentrierstift 18' auf, welcher vorteilhaft identisch wie der oben erläuterte Zentrierstift 36 dimensioniert ist.

    [0022] Die Zentrierstifte 16, 18', 36 der Abstandhalter 11, 31 bzw. der Abdeckkappe 18 wie auch die Zentrierbolzen 17 sind im Aussendurchmesser vorteilhaft derart bemessen, dass sie jeweils zusammen mit der aus einer zylindrischen Sacklochbohrung bestehenden Fassung 15 einen Pressitz bilden, so dass diese Abstandhalter 11, 31, die Abdeckkappen bzw. die Zentrierbolzen 17 vorzugsweise von Hand in diese Fassung einsteckbar sind, darin durch die entstehende Selbsthemmung gehalten sind und wieder von Hand herausziehbar sein sollen. Dies setzt jedoch voraus, dass der Zentrierstift 16, 18', 36 wie auch die Fassung 15 mit einer genauen Toleranz zumindest im Zehntelmillimeterbereich hergestellt sind.

    [0023] Fig. 7 zeigt ein Regal 50, welches die vielfältige Kombinationsmöglichkeiten beim Zusammentellen von erfindungsgemässen Bauteilsätzen im Wohn- und Arbeitsbereich veranschaulicht. Sie untermauert die grosse Flexibilität hinsichtlich der Gestaltung eines Regals und die damit erreichbare Raumausnutzung. Die Flexibilität umfasst auch die Möglichkeit zum schnellen Auf-, Um- oder Anbau des Regals und die Verwendung des Regals als Wandmöbel oder Raumteiler. Bei diesem Regal 50 sind acht Grundelemente 1 ineinander oder aufeinandergestellt und es sind zudem drei Kästen vorgesehen.

    [0024] Selbstverständlich liesse sich die Erfindung noch durch weitere Ausführungsbeispiele erläutern. So könnten sowohl die Fassungen als auch die entsprechenden in diese eingreifenden Stifte anders als zylindrisch ausgebildet sein. Es könnten beispielsweise statt Steckbolzen Schraubenverbindungen oder dergleichen vorgesehen sein. Als Abstandhalter könnte anstelle von einem zylindrischen Distanzteil auch eine Leiste vorgesehen sein, welche im Längsschnitt vorteilhaft annähernd gleich gross wie der Querschnitt einer Seitenwand ausgebildet wäre.

    [0025] Diese Bauteilsätze können aus Holz, aus Blech oder auch aus einem Kunststoff gefertigt sein. Die aus diesen Bauteilsätzen erstellten Regale eignen sich für den Wohn- und den Bürobereich. Die Grundelemente könnten auch mit Tablaren oder andersartigen Kästen als dargestellt bestückt sein.

    [0026] Diese erfindungsgemässen Bauteilsätze können auch in Miniaturausführung hergestellt sein und sie eignen sich daher auch in der Verwendung als Spielsache im Puppenbereich oder ähnlichem. Im Gegensatz zur Ausführung im Möbelbereich, bei der die Grundelemente eine Länge von bspw. 70 cm aufweisen, sind diese im Spielsachenbereich bspw. mit einer Länge von 10 bis 15 cm versehen.


    Ansprüche

    1. Bauteilsatz für ein zusammensetzbares Regal, mit einem U-förmigen Grundelement (1), welches eine Grundplatte (2) und an dessen Aussenseiten (2') je eine zu dieser Grundplatte (2) querstehende Seitenwand (4, 5) aufweist, wobei dieses U-förmige Grundelement (1) sowohl auf den Aussenseiten (2') der Grundplatte (2) als auch an den gegenüberliegenden Auflageflächen (14) der beiden Seitenwände (4, 5) mit mindestens je einer Fassung (15) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass

    die Fassungen (15) jeweils zur Aufnahme eines Abstandhalters (11, 31), eines Zentrierbolzens (17) oder dergleichen bestimmt sind, wobei der Abstandhalter (11, 31) jeweils eine Distanzhöhe (12) bildet, die gleich wie die Dicke (3) der Grundplatte (2) ist,

    dass bei dem Grundelement (1) an der Auflagefläche (14) bei der einen Seitenwand (4, 5) eine quer zu ihr angeordnete Grundplatte (2) eines zweiten Grundelementes (1) aufliegt, indessen an der Auflagefläche (14) der anderen Seitenwand (5, 4) wenigstens ein Abstandhalter (11, 31) in der Fassung (15) aufgenommen ist oder eine quer zu ihr angeordnete Grundplatte (2) eines weiteren Grundelementes (1) aufliegt.


     
    2. Bauteilsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein jeweiliges Grundelement (1) auf den Aussenseiten (2') der Grundplatte (2) und an den gegenüberliegenden Auflageflächen (14) der beiden Seitenwände (4, 5) mit je zwei Fassungen (15) versehen ist, die identisch ausgebildet sind und von denen jeweils zwei gegenüberliegende achsgleich zueinander angeordnet sind.
     
    3. Bauteilsatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandhalter (11, 31) jeweils einen Distanzteil (11', 31') und einoder beidseitig zu diesem jeweils einen in der Fassung (15) eingreifenden Zentrierstift (16, 36) aufweist, wobei der Aussendurchmesser des Distanzteils (11', 31') zu demjenigen des Zentrierstiftes (16, 36) grösser ist.
     
    4. Bauteilsatz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige Zentrierstift (16, 36) eines Abstandhalters (11, 31) einen Aussendurchmesser aufweist, welcher nach dem Hineinstossen in die eine Sacklochbohrung bildende Fassung (15) einen solchen Pressitz bildet, dass er von Hand in diese Fassung (15) hineingedrückt, darin von selbst gehalten und wieder von Hand herausziehbar ist.
     
    5. Bauteilsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zentrierbolzen (17) in zwei achsgleich aneinander folgenden Fassungen (15) zweier direkt aufeinandergestellter Grundelemente (1) eingreift.
     
    6. Bauteilsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Grundelement (1) auf der hinteren Seite eine Rückwand (7) zugeordnet ist, welche bündig zur Grundplatte (2) anschliesst und eine Höhe (9) aufweist, die annähernd gleich der halben Höhe (9) der Seitenwand (4, 5) ist.
     
    7. Bauteilsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwei Grundelemente (1) mit gegeneinander gerichteten sowie mit nach oben oder unten gleich gerichteten Seitenwänden (4, 5) aufeinanderstellen oder aber mit gegeneinander gerichteten Seitenwänden (4, 5) ineinanderstellen lassen.
     
    8. Bauteilsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Abdeckkappe (18) in eine Fassung (15) steckbar ist.
     
    9. Grundelement für einen Bauteilsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das U-förmig ausgebildete Grundelement (1) eine Grundplatte (2) und an dessen Aussenseiten (2') je eine zu dieser Grundplatte (2) querstehende Seitenwand (4, 5) aufweist, dass es sowohl auf den Aussenseiten (2') der Grundplatte (2) als auch an den gegenüberliegenden Auflageflächen (14) der beiden Seitenwände (4, 5) mit mindestens je einer Fassung (15) versehen ist.
     
    10. Abstandhalter für einen Bauteilsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandhalter (11, 31) jeweils einen Distanzteil (11', 31') und ein- oder beidseitig zu diesem jeweils einen in der Fassung (15) eingreifenden Zentrierstift (16, 36) aufweist, wobei der Aussendurchmesser des Distanzteils (11', 31') zu demjenigen des Zentrierstiftes (16, 36) grösser ist.
     


    Claims

    1. Structural member unit for a modular shelving, with a U-shaped base element (1) which comprises a base plate (2) and on either of the outsides (2') thereof a side wall (4, 5) positioned transversely to this base plate (2), the U-shaped base element (1) is provided, on the outsides (2') of the base plate (2) as well as on the opposite bearing surfaces (14) of the two side walls (4, 5) with at least one fitting (15) each, characterised in that

    each of the fittings (15) are destined to accommodate a distance holder (11, 31), a centring bolt (17) or the like, wherein the distance holder (11, 31) always forms a distance height (12) equal to the thickness (3) of the base plate (2),

    that a first base element (1) on one side wall (4, 5) at its bearing surface (14) is placed on a cross arranged base plate (2) of a second base element (1), while on the other side wall (5, 4) of the first base element (1) at its bearing surface (14) is accommodated in their fitting (15) at least a distance holder (11, 31) or that this side wall (5, 4) of the first base element (1) at its bearing surface (14) is placed on a cross arranged base plate (2) of another base element (1).


     
    2. Structural member unit according to claim 1, characterised in that a respective base element (1) is provided, on the outsides (2') of the base plate (2) as well as on the opposite bearing surfaces (14) of the two side walls (4, 5), with two fittings (15) each, which are constructed identical and of which in each instance two opposite ones are arranged on a same axis.
     
    3. Structural member unit according to claim 1 or, 2, characterised in that the distance holder (11, 31) in each instance has a distance part (11', 31') and on one or both sides of same a centring pin (16, 36), wherein the outside diameter of the distance part (11', 31') is greater than that of the centring pin (16, 36).
     
    4. Structural member unit according to claim 3, characterised in that the respective centring pin (16, 36) of a distance holder (11, 31) has an outside diameter which, after pushing it into a blind bore forming fitting (15), forms such a press fit that, pushed into this fitting (15) by hand, it is held in same in a self-locking manner and can again be pulled out by hand.
     
    5. Structural member unit according to any one of the preceding claims, characterised in that the centring bolt (17) engages in two adjoining fittings (15) positioned on a same axis of two base elements (1) placed directly on top of one another.
     
    6. Structural member unit according to any one of the preceding claims, characterised in that the base element (1) is provided at the rear with a rear wall (7), which adjoins the base plate (2) flush with same and has a height (9) which is about half the height (9) of the side wall (4, 5).
     
    7. Structural member unit according to any one of the preceding claims, characterised in that two base elements (1) can be placed on top of one another with the side walls (4, 5) pointing in opposite directions as well as with the side walls (4, 5) pointing upwards or downwards in the same direction, or can be placed inside one another with the side walls (4, 5) pointing in opposite directions.
     
    8. Structural member unit according to any one of the preceding claims, characterised in that a cap (18) can be stuck into a fitting (15).
     
    9. Base element for a structural member unit according to any one of the preceding claims, characterised in that the U-shaped base element (1) comprises a base plate (2) and on either of the outsides (2') thereof a side wall (4, 5) positioned transversely to this base plate (2), that on the outsides (2') of the base plate (2) as well as on the opposite bearing surfaces (14) of the two side walls (4, 5), it is provided with at least one fitting (15) each.
     
    10. Distance holder for a structural member unit according to any one of the preceding claims 1 to 8, characterised in that the distance holder (11, 31) in each instance has a distance part (11', 31') and on one or both sides of same a centring pin (16, 36), wherein the outside diameter of the distance part (11', 31') is greater than that of the centring pin (16, 36).
     


    Revendications

    1. Kit pour une étagère à monter, comportant un élément de base (1) en forme de U comprenant une plaque de base (2) et, le long de chacun des côtés externes (2') de celle-ci une paroi latérale (4, 5) perpendiculaire à la plaque (2), l'élément de base (1) en U étant équipé sur chacun des côtés externes (2') de la plaque de base (2) ainsi que sur chacune des portées d'appui (14) qui leur sont opposées dans les deux parois latérales (4, 5), d'au moins une monture (15),
    caractérisé en ce que

    - les montures (15) sont conçues pour accueillir chacune un espaceur (11, 31), une broche de centrage (17) ou organe analogue, chaque espaceur assurant une hauteur d'espacement (12) égale à l'épaisseur (3) de la plaque de base (2),

    - dans l'élément de base (1), sur la portée d'appui (14) d'une de ses parois latérales (4, 5) repose, perpendiculairement à cette paroi, la plaque de base (2) d'un autre élément de base (1), tandis que sur la portée d'appui (14) de l'autre paroi latérale (5, 4) s'appuie un espaceur (11, 31) logé dans la monture (15), ou une plaque de base (2) d'un autre élément de base (1).


     
    2. Kit selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    chaque élément de base (1) est équipé, sur les côtés externes (2') de la plaque de base (2) ainsi que sur les portées d'appui (14) situées à l'opposé dans les deux parois latérales (4, 5) de deux montures (15) de constitutions identiques, les montures opposées étant coaxiales deux par deux.
     
    3. Kit selon la revendication 1 ou 2,
    caractérisé en ce que
    les espaceurs (11, 31) comportent chacun une pièce d'espacement (11', 31') et sur un ou sur les deux côtés de cette pièce, une tige de centrage (16, 36) en prise dans la monture (15), le diamètre de la pièce d'espacement (11', 31') étant supérieur à celui de la tige de centrage (16, 36).
     
    4. Kit selon la revendication 3,
    caractérisé en ce que
    la tige de centrage (16, 36) d'un espaceur (11, 31) a un diamètre externe tel que quand on engage la tige dans le montage (15) à trou borgne, on a affaire à un ajustage serré nécessitant l'action de la main pour enfoncer la tige dans la monture (15) et également pour l'en retirer, cette tige se maintenant d'elle-même dans la monture.
     
    5. Kit selon une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    la broche de centrage (17) est en prise dans deux montures (15) coaxiales situées côte à côte, appartenant à deux éléments de base (1) posés directement l'un sur l'autre.
     
    6. Kit selon une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    à l'élément de base (1) est associée, sur son côté postérieur, une paroi arrière (7), raccordée à fleur à la plaque de base (2) et présentant une hauteur (9) sensiblement égale à la moitié de celle de la paroi latérale (4, 5).
     
    7. Kit selon une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    deux éléments de base (1) peuvent être soit posés l'un sur l'autre avec leurs parois latérales (4, 5) dirigées en sens contraire ou dans le même sens vers le haut ou vers le bas, soit posés l'un dans l'autre avec leurs parois latérales (4, 5) dirigées en sens contraire.
     
    8. Kit selon une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce qu'
    un capot de couverture (18) peut être emmanché dans une monture (15).
     
    9. Elément de base pour un kit selon une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    l'élément de base (1) en forme de U comprend une plaque de base (2) et le long de chacun des côtés externes (2') de celle-ci, une paroi latérale (4, 5) perpendiculaire à la plaque (2), l'élément de base étant équipé sur chacun des côtés externes (2') de la plaque de base (2) ainsi que sur chacune des portées d'appui (14) qui leur sont opposées dans les deux parois latérales (4, 5), d'au moins une monture (15).
     
    10. Espaceur pour un kit selon une des revendications 1 à 8,
    caractérisé en ce que
    l'espaceur (11, 31) comporte une pièce d'espacement (11', 31') et sur un ou sur les deux côtés de cette pièce, une tige de centrage (16, 36) en prise dans la monture (15), le diamètre de la pièce d'espacement (11', 31') étant supérieur à celui de la tige de centrage (16, 36).
     




    Zeichnung