[0001] Die Erfindung bezieht sich auf Schneid- und/oder Lagersysteme für Lebensmittelzerkleinerungsmaschinen,
die nach dem Wolfprinzip arbeiten und mit mehreren Schneckensystemen ausgerüstet sein
können, gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Bei den bekannten Fleischwölfen dieser Gattung sind die Zufuhr- und Arbeitsschnecken
in verschiedenen Ebenen gelagert und an den Übergangsstellen von Zuführschnecke zur
Arbeitsschnecke ist es bereits bekannt, die Schneckenkörper besonders konstruktiv
zu gestalten und auszuführen, um einen qualitativen Übergang bzw. Übergabe des Rohstoffes
von der Zuführ- zur Arbeitsschnecke zu erreichen.
[0003] So beschreibt die DD 289 220 A5 eine Zuführschnecke in Fleischwölfen, die im Aufnahmebereich
des zu wolfenden Rohstoffes ein Förderimpulsstück aufweist, welches aus einem ¼ bis
½ Schneckengang besteht, einfach oder mehrfach ausgebildet ist und dessen Ganghöhe
bis zu 20 % gegenüber der Schneckenganghöhe der Zuführschnecke ausgebildet ist.
[0004] Diesen Fleischwölfen haftet der Nachteil an, daß unmittelbar im Bereich des Überganges
von Zuführschnecke zur Arbeitsschnecke, der Übergabe des Wolfgutes von der großen
Zubringerschnecke zur kleineren Arbeitsschnecke, also von der langsam laufenden Zubringer-
zur schnell laufenden Arbeitsschnecke, kein definierter Druckaufbau im Verarbeitungsgut
erreicht werden kann, was sich negativ auf die Qualität des Wolfgutes und den Energieverbrauch
des Wolfprozesses auswirkt.
[0005] Dieser Nachteil wird durch die DE 44 31 959 C1 dadurch beseitigt, daß unmittelbar
im Übergabebereich von Zubringer- und Arbeitsschnecke, in der Wanne oder auch des
Einfülltrichters, ein variabler, entnehmbarer sowie einstellbarer Druckraum vorgesehen
ist, der den spezifischen Betriebsbedingungen entsprechend in seiner Ausführung, Gestaltung
und Anordnung veränderbar ausgebildet ist.
[0006] Dies wird in der Form realisiert, daß in dem Einfülltrichter Einbauelemente über
den Zubringerschnecken angeordnet werden, welche somit einen Druckraum bilden.
[0007] Mit dieser Lösung wird zwar gesichert, daß im unmittelbaren Übergabebereich von Zubringerschnecke
zur Förderschnecke bzw. Arbeitsschnecke ein notwendiger Druck aufgebaut wird, welcher
sich positiv auf den unmittelbaren Übergabevorgang auswirkt.
Nachteilig ist jedoch die großstückige Rohstoffübergabe an die Arbeitsschnecke. Dies
nimmt die großvolumigen Teile auf und muß sie an der Einzugsstelle in das Druckrohr
auseinanderreißen. D. h., die gute Rohstoffübergabe erzeugt Materialanhäufungen im
Übergaberaum, die größer sind als das Schneckengangvolumen, was zu Qualitätsminderungen
führt.
Das Grundprinzip, daß einer Zubringerschnecke eine Arbeitsschnecke zugeordnet und
dieser ein Schneidsatz nachgeordnet ist, bestimmt den Aufbau und die Wirkungsweise
der oben beschriebenen Zerkleinerungsmaschinen, die zwar einen Druckaufbau unmittelbar
im Übergabebereich von Zubringer- zur Arbeitsschnecke bewirken, aber dieser Druckaufbau
wirkt nicht auf den nachfolgenden Zerkleinerungsprozeß.
[0008] Nachteilig bei den Fleischwölfen dieser Gattung ist weiterhin, daß für die Lagerung
der Zubringerschnecken ein hoher konstruktiver und fertigungstechnischer Aufwand betrieben
werden muß, um die Funktionsfähigkeit derartiger Fleischwölfe zu sichern.
Auch die Ausführung der Lagerung der Zubringerschnecken in Form von fliegend gelagerten
Wellen/Schnecken, verringert nicht die Aufwendungen zu ihrer Herstellung, senkt auch
nicht die Montage- und Demontagezeiten. Ein großer Abstand zur Trichterwandung oder
in der Übergabestelle sind den Wirkungsgrad um 30 bis 50 %.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Schneid- und Lagersysteme für Lebensmittelzerkleinerungsmaschinen
und für Maschinen, die nach dem Wolfprinzip arbeiten, zu entwickeln, insbesondere
für Fleischwölfe mit mehreren Schneckensystemen, mit dem eine druckfördernde und gleichzeitig
zerkleinerungswirkende Übergabe des Wolfgutes von den Zubringerschnecken auf die nachgeschaltete
Arbeitsschnecke erfolgt, gleichfalls soll der Verschleiß der einzelnen Bauteile verringert,
die Lebensdauer der Maschine erhöht, Energie eingespart und gute Rohstoffübergabebedingungen
an den Übergabebereichen erzielt werden.
[0010] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches
1 gelöst.
[0011] Die erfindungsgemäße Lösung ist dadurch charakterisiert, daß zwischen den Zubringerschnecken
und der Arbeitsschnecke ein Doppel-Schneid-System angeordnet ist, welches den Rohstoff,
der von den parallel gelagerten Zubringerschnecken zugefördert wird, vorzerkleinert,
in vorzerkleinerter Form auf die nachgeordnete Arbeitsschnecke übergibt, den Rohstoffrückfluß
verhindert und den Zerkleinerungs- und Förderprozeß abschließt.
[0012] Die Verspannung des Doppel-Schneidsystems erfolgt durch ein lagegesichertes Füllstück
über von außen eingebrachte Spannkräfte.
[0013] Das Doppelschneidsystem besteht aus zwei nebeneinander angeordneten Vorschneidern,
denen jeweils ein vorgelagertes Messer zugeordnet ist. Die beiden nebeneinander vorgesehenen
Vorschneider sind dabei als ein Element, einem sogenannten Doppelvorschneider, ausgeführt,
der unmittelbar am Auslauf der Zubringerschnecken vorgesehen und dem jeweils ein Messer
vorgeordnet ist, wobei das jeweilige Messer zum letzten Schneckengang der jeweiligen
Zubringerschnecke unter einen bestimmten Winkel positioniert ist.
Der einstufig ausgebildete Doppelvorschneider besitzt zur Aufnahme der Lagerzapfen
der Zubringerschnecken Mittenbohrungen, denen Lagerbuchsen zugeordnet sind und weist
entsprechende Stege auf, zwischen denen die Durchtrittsöffnungen für den Rohstoff
liegen, welche unmittelbar ein Öffnungsmaß besitzen, das dem der Öffnungsweiten der
Schneckengänge der Zubringerschnecken und im Übergabebereich dem der Arbeitsschnecke
entspricht.
[0014] Die unmittelbare Anordnung des Doppelvorschneiders ist so ausgeführt, daß dieser
auf die Zapfen der Zubringerschnecken aufgesetzt, im Druckgehäuse umfangsseitig gelagert
und mittels eines Füll- und Verschlußstückes verspannt wird.
[0015] Erfinderisch ist auch, daß das Doppelschneidsystem zu den bereits s beschriebenen
Schneidsatzteilen, dem Vorschneider und dem zugeordneten Messer, mit weiteren Schneidsatzteilen
ausgerüstet werden kann. Dies in der Weise, daß dem Messer eine Lochscheibe und in
Folge dann ein weiteres Messer und eine weitere Lochscheibe zugeordnet werden. Somit
die Möglichkeit des Einsatzes von Ein- und Mehrfachschneidsätzen gegeben ist.
[0016] Der Antrieb der Messer erfolgt über die jeweiligen Messerzapfen, die in den Zubringerschnecken
formschlüssig gelagert sind.
[0017] Die Lageranordnung der Zubringerschnecke zu der angeordneten Arbeitsschnecke ist
so gestaltet, daß die Achsen dieser Schnecken in einer Ebene liegen und die Lagerung
des Doppelvorschneiders in der Form gestaltet ist, daß das Füll- und Verschlußteil
die jeweilige Arbeitsschnecke übergeift und mit einem Gegenstück verspannt wird, welches
unmittelbar gegen den Doppelvorschneider drückt.
[0018] Die Verspannung des Füll- und Verschlußstückes erfolgt über einen Bügel, welcher
eine Schnellverschlußeinrichtung besitzt und somit unmittelbar die mittelachsige Positionierung
der jeweiligen Arbeitsschnecke zu den Zubringerschnecken als auch zu dem vorgesehenen
Doppelvorschneider und den weiteren Schneidsatzteilen sichert.
[0019] Die dem Doppelvorschneider vorgeordneten Messer sind dabei um einen bestimmten Winkel
zueinander versetzt auf den Schneckenzapfen angeordnet und sichern somit ein ungehindertes
Umlaufen und Schneiden der Messer. Die Mitnahme des Messers wird über den letzten
Schneckengang der Zubringerschnecke, durch Formschluß zwischen Messerkörper und Einfräsung
im letzten Schneckengang oder von Messerzapfen, die formschlüssig in den Mittelbohrungen
der Zubringerschnecken gelagert sind, erreicht.
[0020] Ein distanzierendes und verschleißminderndes Umlaufen der Messer zu dem Doppelvorschneider
wird dadurch gesichert, daß die Messer an ihren Messerbalken umfangsseitig segmentartig
ausgebildete Stützelemente aufweisen, die mit stiftartigen Kunststoffbolzen bestückt
sind, welche als Gleithilfe wirken.
[0021] Diese Kunststoffbolzen sind dabei in ihrem Breitenmaß dem der Messer angepaßt und
garantieren einen verschleißarmen rotierenden Umlauf der Messer zu dem Doppelvorschneider.
Die Messer selbst werden zu den letzten Schneckengängen der Zubringerschnecken unter
einem Winkel von vorzugsweise 30 bis 50° versetzt auf den Lagerzapfen angeordnet und
laufen so zahnradartig zueinander um.
[0022] Durch die konstruktive Ausgestaltung der Zuordnung des Doppelschneiders zu den Zubringerschnecken
und zu der nachlaufenden Arbeitsschnecke sowie die Anordnung der Messer in diesem
System wird gesichert, daß ein Wirkzusammenhang zwischen dem Doppelvorschneider, den
zugeordneten Messern, den eingesetzten weiteren Schneidsatzteilen und der Arbeitsschnecke
gesichert ist.
[0023] Die Lagerung der Messer erfolgt federnd oder auch kraftschlüssig über das Füll- und
Verschlußstück. Der Doppelvorschneider mit seinen Lagerbuchsen wird vom Füll- und
Verschlußstück formschlüssig getragen und über die Lagerzapfen, die in der jeweiligen
Zubringerschnecke mit einer Feder eingbaut sind, zentriert.
[0024] Die Lagerzapfen selbst sind mittig im jeweiligen Messerkörper angeordnet, ein Bund
bzw. größerer Durchmesser des jeweiligen Lagerzapfens kann so beim Zusammendrücken
der Schrauberfedern gegen die formschlüssig im letzten Schneckengang der Zubringerschnecken
untergebrachten Messerkörper eine Scherspannung zwischen dem Doppelvorschneider, dem
Messerkörper und eventuell weiteren Teilen, wie Lochscheiben und weiteren Messern,
herstellen.
[0025] Die zweite Form der Erzeugung der Schneidspannung erfolgt dadurch, daß die Messer
zwischen zwei Lochscheiben vorgesehen sind und durch das Füll- und Verschlußstück
über von außen wirkende Kräfte gespannt werden. Die Drehbewegung wird durch die formschlüssigen
Messerkörper und Messerzapfen über die Zubringerschnecken erzeugt. Die Spannung zwischen
diesen Teilen wird dadurch erreicht, daß das Füll- und Verschlußstück sämtliche Schneidsatzteile,
so auch den Doppelvorschneider, auch als Doppelschneidplatte zu bezeichnen, vollständig
bis zum Anschlag andruckt und die Federn hinter den Lagerzapfen spannt. Dabei werden
die Schneidsatzteile gegen die Doppelvorschneider gepreßt und die Funktionstüchtigkeit
dieses Schneidsystems hergestellt.
[0026] Durch entsprechende Nuten im letzten Schneckengang der Zubringerschnecke werden die
drehenden Bewegungen der Zubringerschnecken durch Formschluß auf die Messer übertragen
und erzeugen somit zu dem feststehenden Doppelvorschneider eine Messerrotation, infolgedessen
das zugeführte Wolfgut portioniert zerkleinert wird.
Ein unmittelbar am Ende der Zubringerschnecken, im Bereich der Arbeitsschnecke, vorgesehener
Druckraum unterstützt zusätzlich die Zufordereung des Wolfgutes in den Doppelvorschneider
und gibt dem zu wolfenden Gut umfangsseitig die entsprechende Stützung.
[0027] Durch die in einer Ebene angeordneten Zubringerschnecken und der dazu angeordneten
Arbeitsschnecke wird gesichert, daß der vorzerkleinerte portionierte Rohstoff gleichmäßig
über die gesamte Länge der Arbeitsschnecke verteilt, von den jeweiligen Schneckengangkammern
der Arbeitsschnecke, bevorzugt 6 Kammern, aufgenommen und in den Druck- und Schneidbereich
der Arbeitsschnecke transportiert werden kann.
Die hohe Gleichmäßigkeit des vorzerkleinerten Rohstoffes sichert, daß dieser unter
dem notwendigen Druck gleichmäßig auf die der Arbeitsschnecke nachgeschalteten Schneidsysteme
geführt wird, was durch einen geringen Energieaufwand, bei geringem Verschleiß und
bei einer guten Qualität des Zerkleinerungsgutes gesichert wird.
[0028] Gleichfalls wird durch das eingebaute Doppelschneidsystem zwischen Zubringerschnecken
und Arbeitsschnecke gesichert, daß der Rohstoffrückfluß aus dem Arbeitsschneckenbereich
verhindert wird, was zusätzlich den Wirkungsgrad der Maschine erhöht.
[0029] Mit nachfolgendem Ausführungsbeispiel soll die Erfindung näher erläutert werden.
[0030] Die dazugehörige Zeichnung zeigt in
- Fig. 1:
- eine Gesamtansicht der Zuordnung von Zubringerschnecken zur Arbeitsschnecke in schematischer
Darstellung
- Fig. 2:
- die Lagerung einer Zubringerschnecke mit Zuordnung zur Arbeitsschnecke
- Fig. 3:
- eine Teilansicht nach Figur 2
- Fig. 4:
- den Doppelvorschneider
- Fig. 5:
- ein Messer mit dem eingesetzten Kunststoffbolzen
- Fig. 6:
- zwei zueinander gepaarte Messer
- Fig. 7:
- die Lagerung eines Messers im Lagerzapfen einer Zubringerschnecke
- Fig. 8:
- eine Schnittdarstellung des Doppelvorschneiders
- Fig. 9:
- die Anordnung mehrerer Schneidsatzteile im Übergabebereich
- Fig. 10:
- eine Ansicht auf zwei mit Schneidsatzteilen bestückte Zubringerschnecken
- Fig. 11:
- eine Doppellochscheibe.
[0031] Aus den Figuren 1 und 2 ergeben sich die Lagerung und Anordnung der Zubringerschnecken
1 zur Arbeitsschnecke 2, und es wird gleichzeitig gezeigt, daß im Übergabebereich
11 von Zuführschnecken 1 zur Arbeitsschnecke 2 ein Doppelvorschneider 3 angeordnet
ist. Die Zubringerschnecken 1 sind zueinander parallel gelagert, greifen mit ihren
Schneckengängen unmittelbar in die Freiräume der jeweils gegenüberliegenden Zubringerschnecke
1 und transportieren durch die gegenläufige Drehbewegung das Wolfgut zum Übergabebereich
11. Neben dem druckfördernden Zubringen des Wolfgutes zum Übergabebereich 11 erhält
das Wolfgut eine zusätzliche umfangsseitige Stützung durch den Druckraum 4, der durch
entsprechende Einbauelemente vor dem Übergabebereich bzw. über den letzten Schneckengängen
der Zubringerschnecken 1 vorgesehen ist.
[0032] Unmittelbar am Ende der Zubringerschnecken 1 ist der Doppelvorschneider 3 angeordnet,
welcher über seine Lagerbuchsen 26 die Achszapfen der Zubringerschnecken 1 aufnimmt.
Die Abstützung und Lagerung des Doppelvorschneiders 3, als auch der dem Doppelvorschneider
3 vorgeordneten Messer 17, erfolgt über das bzw. die Füll- und Verschlußstücke 5.
Aus den Darstellungen geht eindeutig hervor, daß durch den geschaffenen Übergaberaum
11 zwischen den Zubringerschnecken 1 zur Arbeitsschnecke 2 ein großvolumiger Raum
vorhanden ist, welcher vollflächig das vorzerkleinerte Wolfgut auf die Arbeitsschnecke
2 übergibt und welches von dieser dann durch das Druckgehäuse zum Endschneidsatz gefördert
wird.
[0033] Die unmittelbare Anordnung und Ausgestaltung der Lagerung der Zubringerschnecken
1 wird speziell in der Figur 2 gezeigt, wobei einzelne Details der linken Lagerung
der Zubringerschnecken 1 und auch der Antrieb nur schematisch dargestellt sind.
Deutlich wird aus dieser Figur, daß das zu wolfende Gut über den Einfülltrichter 7
in einen sehr großen Bereich auf die Zubringerschnecken 1 gegeben wird, wobei die
Zubringerschnecken 1 anfangsseitig, d. h. auf der linken Seite, Schneckengänge aufweisen,
die mit einer größeren Steigerung ausgebildet sind als die Schneckengänge auslaufseitig,
im Übergabebereich 11 zur Arbeitsschnecke 1. Diese Verringerung der Schneckengänge
bewirkt eine gewisse Pressung des Rohstoffes, dies wirkt sich positiv auf den erforderlichen
Druckaufbau des Rohstoffes aus, welcher durch den Druckraum 4 noch positiv unterstützt
und beeinflußt wird.
[0034] Auch in dieser Darstellung wird deutlich, daß die Zubringerschnecken 1 mit ihren
Achsen in der Ebene der Arbeitsschnecke 1 liegen, so daß eine Lagerung von den Zubringerschnecken
1 zur Arbeitsschnecke 2 in einer Ebene gesichert ist, was durch das Füll- und Verschlußstück
5 unterstützt bzw. lagerungsmäßig garantiert wird.
Dieses Füll- und Verschlußstück 5 wird über einen Bügel 9 mittels eines Schnellverschlusses
8 derart verspannt, daß dieses Füll- und Verschlußstück 5 über die Arbeitsschnecke
2 hinweggreift und gleichzeitig auf den Doppelvorschneider 3 wirkt und diesen verspannt.
In der jeweiligen Lagerstelle 6 sind die Zubringerschnecken 1 mit ihren Achszapfen
abgestützt und werden gleichfalls über das Füll- und Verschlußstück 5 gelagert und
positioniert. Diese besondere Ausgestaltung der Lagerung und des Vorhandenseins des
Übergaberaumes 11 sichern, daß sowohl ein schnelles Demontieren als auch Montieren
der Arbeitsschnecke 2, des Doppelvorschneiders 3 und der Messer 17 ermöglicht wird.
[0035] Die Ausgestaltung dieses Übergabebereiches 11 wird durch eine Detailansicht nach
Figur 2 nochmals in der Figur 3 dargestellt und aus dieser Figur geht unmittelbar
die An- und Zuordnung der einzelnen Teile hervor, wobei hier unmittelbar der Übergabebereich
11 als auch der Arbeitsraum 10 der Arbeitsschnecke 2 dargestellt und verdeutlicht
wird.
Der Doppelvorschneider 3 ist in seiner Gesamtheit in der Figur 4 gezeigt, und es ist
ersichtlich, daß der Doppelvorschneider 3 als eine sogenannte Schneidplatte 13 gestaltet
ist, welche in bevorzugter Weise eine rechteckige Flächenform besitzt, aus der der
Doppelvorschneider 3 hergestellt wurde. Dabei besitzt der Doppelvorschneider 3 Messerbalken/Stützbalken
15;27 mit den angearbeiteten Schneidkanten 12 und weist die erforderlichen Druchtrittsöffnungen
16 auf, welche größen- und flächenmäßig zu den Drehschiebern der Zubringerschnecken
1 ausgeführt sind. Der Doppelvorschneider 3 ist in vorteilhafter Weise mit je drei
Messerbalken/Stützbalken 15;27 ausgebildet, wobei die zueinander gerichteten Stützbalken
27 in erweiterter Form, also eine größere Fläche besitzend, ausgeführt sind und somit
der Schneidplatte 13 die erforderliche Stützung und Stabilität innerhalb dieses Bereiches
verleihen.
Weiterhin weist die Stützplatte 13 Mittelbohrungen 14 auf, die mit gesonderten Lagerbuchsen
26 bestückt werden, um den Zubringerschnecken 1 nicht nur eine ausreichende Stützung,
sondern auch eine gute Laufeigenschaft in diesem Bereich zu geben und gleichfalls
eine Stützwirkung der dem Doppelvorschneider 3 vorgeordneten Messer 17 verleihen.
[0036] Die Messer 17 sind besonders gestaltet, wie aus Figur 5 ersichtlich.
In üblicher Weise besitzt dieses Messer 17 Messerbalken 18 mit zugeordneten Schneiden
28, wobei diese Messerbalken 18 zum Umfang besonders ausgestaltet sind, indem sie
dort einen segmentartig ausgebildeten Stützring 19 ergeben. Die Messerbalken 18 verlaufen
von der Mitte nach außen in konvexer Weise und bilden mit dem Außendurchmesser des
Messers 17 eine auslaufende Spitze.
Der so segmentartig ausgebildete Stützring 19 besitzt an seinem Umfang und auf diesem
Flächenbereich Sackbohrungen, in die stiftartige Kunststoffbolzen 20 eingesetzt sind.
Die Anordnung bzw. der Einbau der Messer 17 zum Doppelvorschneider 3 geschieht in
der Weise, daß diese Kunststoffbolzen 20 an der Stirnfläche des Doppelvorschneiders
3 zum Anliegen kommen und infolge ihrer stofflichen Beschaffenheit ein verschleißarmes
Umlaufen der Messer 17 am Doppelvorschneider 3 gewährleisten.
Die unmittelbare Zuordnung und Einbauweise von zwei Messern 17 wird in der Figur 6
gezeigt, aus der deutlich wird, daß im Einsatzfall die Messer 17 gleichfalls in einer
Achse angeordnet, aber zueinander um bestimmte Winkel versetzt, gelagert sind. Infolge
der gegenläufigen Drehrichtung der Messer 17 und der druckfordernden Übergabe des
Wolfgutes von den Zubringerschnecken 1 über den Doppelvorschneider 3 zu den Messern
17 ergibt sich unmittelbar, daß ein Messer 17 unter einem Winkel von ϑ 70° zur Senkrechten
gelagert und das zweite Messer 17 unter einem Winkel β von 40° zur Senkrechten angeordnet
ist, wobei im Einbauzustand die Mittelachsen der Messerbolzen 18 einen Einschlußwinkel
α 25 bilden, welcher ein Maß von α ∼ 30 bis 50° aufweist, wobei vorteilhafterweise
dieser Winkelversatz bei 30° liegen sollte.
Die schraffierte Fläche in der Darstellung des linken Messers 17 ist mit 24 bezeichnet
und soll gleichzeitig den Drehschieber der davor angeordneten Zubringerschnecke 1
wiedergeben. Auf die unmittelbare Zuordnung von Zubringerschnecken 1 zum Doppelvorschneider
3 und den vorgeordneten Messern 17, speziell der Zuordnung des Auslaufteiles, des
Drehschiebers 24 der jeweiligen Zubringerschnecke 1, wurde bereits oben hingewiesen.
[0037] Die unmittelbare Anordnung und Ausgestaltung des Lagerbereiches vom Doppelvorschneider
3 sowie der Messer 17 mit der jeweiligen Zubringerschnecke 1, ergibt sich aus der
Figur 7. Es wird gezeigt, daß im Schneckenkern 22 der Zubringerschnecke 1 ein Druckstück
23 eingesetzt ist, welches über entsprechende Spannfedern 21 federnd gelagert ist.
Die unmittelbare Verspannung des Doppelvorschneiders 3, der Messer 17 mit derjeweiligen
Zubringerschnecke 1 erfolgt dann über das einzusetzende Füll- und Verschlußstück 5,
wie in den Figuren 2 und 3 gezeigt, wobei eine formschlüssige Verbindung der Messer
17 zu den Zubringerschnecken 1 über eine Nut 29 gegeben ist.
[0038] Einen Querschnitt durch den Doppelschneider 3 in Schnittdarstellung zeigt die Figur
8, aus der ersichtlich ist, wie die Lagerbuchsen 26 im Doppelvorschneider 3 angeordnet
sind.
[0039] Zur Verfahrensweise sei noch ausgeführt, daß die Beschickung des Zerkleinerungsgutes
über den Einfülltrichter 7 auf die Zubringerschnecken 1 eine Längsverteilung ist,
welche gleichzeitig eine Mehrkammerverteilung sichert, wodurch eine gleichmäßige Belastung
der gesamten Maschine gegeben ist.
Durch die besondere Ausbildung der Lagerung der Zubringerschnecken 1 mit dem jeweils
zugeordneten federgelagerten Messer 17 wird der Wirkzusammenhang zwischen der Schneidplatte
13, dem Doppelvorschneider 3, mit dem Füll- und Verschlußstück 5 gesichert. Die unter
den genannten Winkeln angeordneten Messer 17 folgen im Betriebszustand den Drehschiebern
24 der Zubringerschnecken 1 und sichern ein qualitätsgerechtes Schneiden, was eben
auch durch die federnde Lagerung auf den Lagerzapfen gesichert wird. Beim Zusammendrücken
der Spannfedern 21 gegen die formschlüssig im letzten Schneckengang der Zubringerschnecken
1 angeordneten Messer 17 wird eine Spannung erzeugt, die als Scherkraft zwischen dem
Doppelvorschneider 3 und den Messern 17 wirkt, die dadurch erreicht wird, daß das
Füll- und Verschlußstück 5 den Doppelvorschneider 3 vollständig auf Anschlag preßt
und die Federn 21 hinter dem Druckstück 23 spannt, wodurch gleichfalls die Messer
17 gegen den Doppelvorschneider 3 gepreßt werden. Bei der Endlagestellung des Füll-
und Verschlußstückes 5 sind die Messer 17 vollständig in den Mitnahmenuten 28 der
letzten Schneckengänge der Zubringerschnecken 1 aufgenommen und übertragen somit die
drehenden Bewegungen dieser beiden Zubringerschnecken 1 und bewirken zum stehenden
Doppelvorschneider 3 die Messerrotation.
Durch das Drehen der beiden Zubringerschnecken 1 zueinander wird der Rohstoff mittig
mit den parallel verlaufenden Drehschiebern 24 in die Durchtrittsöffnungen 16 des
Doppelvorschneiders 3 gepreßt und von den zugeordneten Messern 17 abgeschnitten. Dadurch
entstehen relativ gleichmäßige Rohstoffteile, die problemlos von den jeweiligen Schneckenkammern
der Arbeitsschnecke 1 aufgenommen werden können, in denen der Rohstoff zum nachfolgenden
Schneidsatz transportiert wird, um dort einer Endzerkleinerung unterzogen zu werden.
[0040] Mit den Darstellungen gemäß der Figuren 9 und 10 wird verdeutlicht, daß mit dem erfindungsgemäßen
Schneid- und/oder Lagersystem für Zubringerschnecken 1 eine Lösung geschaffen wurde,
Lebensmittelzerkleinerungsmaschinen, Fleischwölfe und Maschinen, die nach dem Wolfprinzip
arbeiten, mit einfachen und mehrteiligen Schneidsätzen auszurüsten und verschiedene
Arbeitsebenen in Übereinstimmung zu bringen. Dies zeigt insbesondere die Figur 9,
in der im Übergabe-bereich die Anordnung eines Doppelvorschneiders 3, eines Messers
17 und einer Lochscheibe 30 dargestellt sind. Die Ausbildung einer Doppellochscheibe
30 ist in der Figur 11 dargestellt. Ein weiterer wesentlicher Vorteil der neuen Lösung
liegt darin, daß sie untereinander kombiniert werden kann. Dies bedeutet, die Lösung
gestattet die Ausbildung eines Schneid- und Lagersystems, aber auch nur die Ausbildung
als Lagersystem.
1. Schneid- und/oder Lagersysteme für Lebensmittelzerkleinerungsmaschinen, die nach dem
Wolfprinzip arbeiten, insbesondere für Automatenwölfe, mit Zubringer- und Arbeitsschnecken,
die hintereinander und in mehreren Achsen gelagert und angetrieben sind, wobei die
Zubringerschnecken parallel zueinander liegen und gegenläufig umlaufen, gekennzeichnet
dadurch, daß
zwischen den Zubringerschnecken (1) und einer angeordneten Arbeitsschnecke (2), alle
in einer Ebene liegend, ein Übergabebereich (11) vorgesehen ist, in dem ein Schneidsystem,
bestehend aus einem Doppelvorschneider (3) mit zugeordneten Messern (17) und Lochscheiben
(30), angeordnet ist, welches über ein die Arbeitsschnecke (2) übergreifendes Füll-
und Verschlußstück (5) verspannt wird und dem Füll- und Verschlußstück (5) ein Schnellverschluß
(8) zugeordnet ist.
2. Schneid- und/oder Lagersysteme nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß
der Doppelvorschneider (3) und die Doppellochscheibe (30) je aus einer Schneidplatte
(13) bestehen und in dieser Schneidplatte (13) des Doppelvorschneiders (3) die in
einer Ebene gelagerten Vorschneider, den Doppelvorschneider (3) und gleich ausgebildete
Messer- und Stützbalken (15; 27) besitzt, daß die Messerbalken (15) Schneidkanten
aufweisen, die Messer- und Stützbalken (15; 27) unter einem Winkel von 120° in der
Schneidplatte (13) vorgesehen sind und die beiden sich unmittelbar gegenüberliegenden
Stützbalken (27) zum Außenbund in auslaufender Form ausgestaltet sind.
3. Schneid- und/oder Lagersysteme nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß
die Messer (17) zwei oder mehrere Messerbalken (18) aufweisen, an die zu ihrem Umfang
hin segmentartig ausgebildete Stützringe (19) angeformt sind, deren schneidseitige
Flächen mit in Sackbohrungen angeordneten stiftartigen Kunststoffbolzen (20) versehen
sind, welche gleichzeitig als Gleithilfen fungieren.
4. Schneid- und/oder Lagersysteme nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß
die Messer (17) auf den Lagerzapfen der Zubringerschnecken (1) und zum Doppelvorschneider
(3) unter je einem Winkel zur Senkrechten von ϑ = 70° und β = 40° angeordnet sind
und deren Messerbalkenachsen (18) im eingebauten Zustand einen Winkel (25) bilden,
dessen Winkelmaß bei α = 30 bis 50° oder bei 30° liegt.
5. Schneid- und/oder Lagersysteme nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß
in den Schneckenkernen (22) der Zubringerschnecken (1) über Spannfedern (21) gelagerte
Druckstücke (23), den Doppelvorschneider (3) und die vorgeordneten Messer (17), diese
zu den Zubringerschnecken (1) verspannend, federnd angeordnet sind.
6. Schneid- und/oder Lagersysteme nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß
der Schnellverschluß (8) über einen Bügel (9) das die Arbeitsschnecke übergreifende
Füll- und Verschlußstück (5) verspannt und zwischen dem Füll- und Verschlußstück (5)
der Arbeitsschnecke (2) ein Arbeitsraum (10) vorgesehen ist.
7. Schneid- und/oder Lagersysteme nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß
dem Vorschneider (3) in seinen Mittelbohrungen (14) je eine Lagerbuchse (26) zugeordnet
ist.
8. Schneid- und/oder Lagersysteme nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß
die Messer (17) zu Drehschiebern (24) der Zubringerschnecken (1) unter einem Nachlaufwinkel
von 70° oder 40° angeordnet sind und die federnd gelagerten Messer (17) mit dem Doppelvorschneider
(3), dem Füll- und Verschlußstück (5) und den Zubringerschnecken (1) in Wirkzusammenhang
stehen.
9. Schneid- und/oder Lagersysteme nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß
die Messer (17) zueinander versetzt angeordnet sind und ähnlich zweier Zahnräder ineinandergreifend
umlaufen.
10. Schneid- und Lagersysteme nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Schneidsystem als ein mehrteiliger Schneidsatz ausgebildet ist und dabei dem Doppelvorschneider
(3) sowie den Messern (17) ein oder mehrere Lochscheiben (30) und Messer (17) zugeordnet
sind.