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(11) | EP 0 813 912 A2 |
| (12) | EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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| (54) | Verfahren zur Ermittlung von Überlappungen |
| (57) Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ermittlung von Überlappungen bei der Vereinzelung
von Sendungen in einer Sendungsverteilanlage unter Verwendung von n unterschiedlichen
Messungen zu jedem Abzug, die jeweils bei bestimmten Meßwerten ein Indiz für eine
Überlappung darstellen. Zur Erhöhung der Sicherheit bei der Ermittlung der Überlappungen
gegenüber jeder einzelnen Messung wird jedem ermittelten Indiz eine Wahrscheinlichkeit
P (µi) für eine Überlappung zugeordnet, die vorher in einer statistischen Erhebung anhand
einer größeren Menge von repräsentativen Testsendungen ermittelt wurde. Eine Gesamtwahrscheinlichkeit
P für eine Überlappung aus dein Einzelindizien und deren zugehörigen Wahrscheinlichkeiten
wird nach der Beziehung ermittelt. Bei Überschreiten einer gewählten Grenzwahrscheinlichkeit Pg wird eine Überlappung gemeldet. |
1. Erkennen von Überlappungen biegsamer flacher Sendungen durch temporäre Auslenkung bewegbarer Sendungsabschnitte senkrecht zur Förderrichtung und Detektion des Rückschnellverhaltens der Sendungen (DE-4337004 A1).
2. Vermessen der Sendungslänge (erstmalig)
Dabei kann eine als zu lang gemessene Sendung auch eine Überlappung sein.
3. Vermessung der Sendungslänge (ein zweites mal)
Es wird die Differenz zur ersten Längenmessung ausgewertet. Ist die Differenz dieser
Längen ungleich Null, so deutet das auf eine Überlappung hin, deren Einzelsendungen
sich gegeneinander verschoben haben.
4. Vermessung der Sendungshöhe
Ein Höhensprung im Meßwert der Sendungsober- und/oder der Sendungsunterkante deutet
auf eine Überlappung hin.
5. Vermessung der Sendungsdicke
Ein Sprung im Meßwert der Sendungsdicke deutet auf eine zweite Sendungskante und damit
auf eine Überlappung hin.
6. Barcode-Erkennung
(Nur bei Sendungen, die bereits einen Code tragen anwendbar). Bei Überlappung des
Barcodes kann eine Sendungsüberlappung vorliegen.
7. Identificationscode-Erkennung
(Nur bei Sendungen, die bereits einen Code tragen anwendbar). Bei Überlappung des
Identificationcodes kann eine Sendungsüberlappung vorliegen.
1. Vermessung der Sendungslänge µ1
Eine gegenüber den erwarteten Längen als zu lang gemessene Sendung kann eine Überlappung
sein (e1 = 1).
2. Zweimaliges Vermessen der Sendungslänge µ2
Ist die Differenz zwischen beiden Messungen größer als ein festgelegter Wert, so ist
dies ein Hinweis auf eine Überlappung (e1 = 1).
3. Vermessung der Sendungshöhe µ3
Höhensprünge im Meßwert und deren Auswertung (Sprunghöhe, Sprungverläufe) der Sendungsober-
und/oder der Sendungsunterkante, deuten auf Überlappungen hin (e1 = 1).
4. Vermessung der Sendungsdicke µ4
Ein Sprung im Meßwert der Sendungsdicke deutet auf eine zweite Sendungskante und damit
auf eine Überlappung hin (e1 = 1).
P (µ1) 0,12
P (µ2) 0,78
P (µ3) 0,82
P (µ4) 0,35
daß jedem ermittelten Indiz eine Wahrscheinlichkeit (Pµi) für eine Überlappung zugeordnet wird, die vorher in einer statistischen Erhebung anhand einer größeren Menge von repräsentativen Testsendungen ermittelt wurde,
daß eine Gesamtwahrscheinlichkeit P für eine Überlappung aus den Einzelindizien und
deren zugehörigen Wahrscheinlichkeiten nach der Beziehung
ermittelt wird,
und daß bei Überschreiten einer gewählten Grenzwahrscheihnlichkeit Pg eine Überlappung
gemeldet wird,
daß zur Ermittlung der Wahrscheinlichkeit der Einzelindizien die größere Menge von repräsentativen Testsendungen vereinzelt wird, die Doppelabzüge mit einer Hochgeschwindigkeitskamera ermittelt und gezählt werden und die über jedes Indiz gezählten Überlappungen ins Verhältnis zur wirklichen Anzahl der Überlappungen gesetzt werden.