[0001] Die Erfindung betrifft ein mehrschichtiges flüssigkeitsdichtes Vliesmaterial gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Hierbei handelt es sich um ein Verbundvlies,
welches für Wasser, Lösungsmittel, Netzmittel, Öl und andere Flüssigkeiten undurchlässig
ist.
[0002] Ein solches Vliesmaterial wird in vielen Anwendungsbereichen eingesetzt, um Flüssigkeiten
zurückzuhalten, weil das Vliesmaterial wegen seiner Hydrophobie verhindert, daß es
von Flüssigkeiten durchdrungen wird.
[0003] In der Praxis können allerdings Probleme auftreten, wenn das Vliesmaterial mit solchen
Flüssigkeiten in Berührung kommt, deren Oberflächenspannung sehr gering ist bzw. deren
Benetzungs-Kontaktwinkel größer Null bis kleiner 90° sind. Durch solche Flüssigkeiten
können die Fasern des Vliesmaterials nämlich benetzt werden. Die Fasern bzw. das Vliesmaterial
werden dadurch hydrophiliert, und dies hat zur Folge, daß das Vliesmaterial an den
entsprechenden Stellen nicht mehr flüssigkeitsdicht ist, sondern für Flüssigkeiten
durchlässig wird.
[0004] Dieser Nachteil ist z. B. bei einer Dachunterspannbahn aus Vliesmaterial zu beobachten,
die beim Bau von Häusern für die Dächer verwendet wird. Das Vliesmaterial kann hier
mit Flüssigkeiten und Lösungsmitteln in Kontakt kommen, mit denen das beim Dach verwendete
Holz behandelt wird, und es stellt sich dann der beschriebene Nachteil ein, daß das
Vliesmaterial die Wasserdichtheit an den Stellen verliert, an denen das Vliesmaterial
mit der Flüssigkeit mit geringer Oberflächenspannung benetzt ist.
[0005] Auch bei Windeln, bei denen das flüssigkeitsdichte Vliesmaterial eingesetzt wird,
kann sich dieser nachteilige Effekt einstellen. Der menschliche Körper kann nämlich
Flüssigkeiten mit relativ geringen Oberflächenspannungen produzieren, durch die das
Vliesmaterial an den entsprechenden Stellen mit der Zeit benetzbar wird und seine
Dichtheit verliert. Dies geschieht auch, wenn die Poren des Vliesmaterials, was eigentlich
von Vorteil ist, möglichst klein gewählt werden.
[0006] Zugleich wurde überraschenderweise festgestellt, daß bei Windeln oder ähnlichen Körperhygiene-Produkten
die Abdeckmaterialien mit solchen hydrophilierenden Materialien ausgerüstet sind,
die sich bei der Penetration von Körpersekreten (z. B. Urin) aus den Faserverbunden
herauslösen. Dadurch entsteht eine quasi netzmittelhaltige Flüssigkeit, die besonders
bei Druckbelastung während des Gebrauchs durch textile Barriere-Systeme (z. B. Wäscheschutz
einer Damenbinde, textile Windelaußenhaut, Auslaufsperren und sonstige Barrieren)
gedrückt werden können, weil die in der resultierenden Lösung enthaltenen Netzmittel
ihrerseits die Oberflächenspannung der Flüssigkeit reduzieren und damit die Barriere-Systeme
für diese Flüssigkeiten durchgängig machen. Porengrößen des textilen Materials von
nur 10 um sind unter diesen Bedingungen immer noch nicht klein genug, um einen sicheren
Auslaufschutz zu bilden.
[0007] Zur Beseitigung der beschriebenen Nachteile sieht die Erfindung die Verwendung von
Additiven vor, welche die Benetzungsfähigkeit der Faseroberflächen für Flüssigkeiten
herabsetzt, deren Benetzungs-Kontaktwinkel dadurch auf nahezu oder größer 90° angehoben
wird. Dabei genügt es, wenn die Fasern mindestens einer Schicht diese Additive enthalten.
Die Additive sind im wesentlichen über den Faserquerschnitt der Faser verteilt und
in gewissem Maße infolge von Diffusion auch auf (oder in) der Oberfläche der Fasern
angeordnet. Die Additive sind dem Ausgangsmaterial für die Herstellung des Vliesmaterials
bzw. der Fasern bereits vor der Vliesbildung zugegeben.
[0008] An sich sind solche Oberflächenausrüstungen bzw. Additive, welche die Benetzungsfähigkeit
der Faseroberfläche für Flüssigkeiten mit Benetzungs-Kontaktwinkel kleiner 90° herabsetzten,
zwar bekannt, jedoch wurden die Additive nicht über den Faserquerschnitt verteilt
vorgesehen. Die Additive wurden vielmehr in einem der Faserherstellung nachgeschalteten
Verfahren mit einer wässrigen Dispersion oberflächlich auf die Fasern appliziert.
[0009] Bei der Erfindung ist demgegenüber in neuartiger Weise vorgesehen, daß die Additive
bereits in dem Granulat enthalten sind, aus welchem die betreffende Vliesschicht in
an sich bekannter Weise hergestellt wird. Dadurch wird erreicht, daß die Additive
im Faserquerschnitt verteilt vorhanden sind und ein genügendes Depot bilden, um auch
an die Oberfläche zu diffundieren. Das erfindungsgemäße Vliesmaterial kann deshalb
auch dann seine Dichtheit erhalten, wenn es mit Flüssigkeiten in Berührung kommt,
die eine sehr geringe Oberflächenspannung besitzen. Die Additive verhindern nämlich,
daß das Vliesmaterial mit solchen Flüssigkeiten benetzt wird.
[0010] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist mindestens eine der Schichten antistatisch
ausgebildet, so daß das mehrschichtige Vliesmaterial insgesamt antistatisch ist. Wenn
das erfindungsgemäße Vliesmaterial für die Herstellung von Bekleidung dient, wird
dadurch der Komfort beim Tragen der Kleidung erhöht, weil statische Aufladungen des
Vliesmaterials verhindert werden. Die antistatische Ausgestaltung des neuen Vliesmaterials
ist von besonderer Bedeutung bei der Erfindung, denn bisher war es nicht bekannt,
ein Vliesmaterial zum einen flüssigkeitsdicht und zum anderen auch noch antistatisch
auszubilden.
[0011] Die Dichtheit gegen Flüssigkeiten einerseits sowie eine gleichzeitige antistatische
Ausbildung eines Vliesmaterials andererseits schließen sich nämlich an sich grundsätzlich
aus. Wenn jedoch gemäß der Erfindung die Additive im Fasermaterial selbst vorhanden
sind und über den Faserquerschnitt verteilt sind, ist es möglich, die Fasern in einem
weiteren Schritt in an sich bekannter Weise mit einem Antistatikum zu behandeln, also
antistatisch auszurüsten und auszubilden, so daß das Vliesmaterial als ganzes nicht
nur flüssigkeitsdicht, sondern zugleich auch antistatisch ist. Die Kombination der
Additive mit einem Antistatikum führt zu diesem überraschenden Ergebnis.
[0012] Das erfindungsgemäße Vliesmaterial ist insgesamt abweisend und dicht für Wasser,
Alkohol, Netzmittel, Lösungsmittel, Öl und andere Flüssigkeiten. Daneben ist das Vliesmaterial
luftdurchlässig und auch wasserdampfdurchlässig sowie antistatisch.
[0013] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung besteht das Vliesmaterial aus
einer Schicht aus einem Melt-Blown-Vlies und aus einer damit verbundenen Trägerschicht
aus einem Spinnvlies. Die Schicht aus Spinnvlies ist geeignet, Druckverformungskräfte
aufzunehmen. Die Fasern beider Schichten enthalten die Additive, welche die Benetzungsfähigkeit
der Faseroberflächen für Flüssigkeiten herabsetzen.
[0014] Wenn bei diesem zweischichtigen Aufbau des Vliesmaterials die Schicht aus Melt-Blown-Vlies
eine definierte Kapillarstruktur besitzt, besteht der Vorteil, daß wegen der Trägerschicht
aus dem Spinnvlies, welche Druckverformungskräfte aufnimmt, eine Veränderung der Kapillarstruktur
und des Kapillarsystems bei Druckverformungen, wie sie beim Gebrauch des Vliesmaterials
auftreten können, verhindert wird, bzw., daß die Vergrößerung einzelner Poren verhindert
wird, so daß es zu einer Erhöhung der Dichtigkeiten unter Druck kommt.
[0015] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0016] Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zur Herstellung von durch Spinnvliesen
oder Melt-Blown gebildeten Schichten für ein mehrschichtiges flüssigkeitsundurchlässiges
Vliesmaterial gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 10. Diesbezüglich liegt der
Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein einfaches und kostengünstiges Verfahren zu schaffen,
mit welchem sich mehrschichtige flüssigkeitsdichte Vliesmaterialien herstellen lassen,
bei denen die Fasern bzw. Filamente einer Schicht Additive enthalten, die im wesentlichen
über den Faserquerschnitt verteilt sind.
[0017] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des Patentanspruchs 10.
[0018] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird zunächst ein Additiv-Granulat hergestellt,
welches das unter dem Handelsnamen "FX 1801" bekannte Additiv enthält, welches in
Pulverform als Fluorcarbon zur Verfügung steht. Dieses Additiv-Granulat wird anschließend
mit dem üblichen und bekannten reinem Polymer-Granulat vermischt. Aus der so erhaltenen
Mischung der beiden Granulate wird dann in bekannter Weise eine Schmelzflüssigkeit
gewonnen, aus welcher die Fasern/Filamente in bekannter Weise zur Bildung der Schichten
des Vliesmaterials erzeugt werden können.
[0019] Um das Additiv-Granulat zu erhalten, wird in zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung
wie folgt vorgegangen. Aus dem üblichen Polymer-Granulat wird zunächst ein Pulver
hergestellt, und das dann in Pulverform vorliegende Polymer wird mit dem ebenfalls
in Pulverform vorhandenen Additiv gleichmäßig vermischt. Es wird somit für die Herstellung
des Additiv-Granulats das gleiche Polymer wie für das reine Polymer-Granulat verwendet.
Der Anteil des Additivs an der Mischung liegt zweckmäßigerweise unter 50%. Das Pulvergemisch
("Batch-Konzentrat") aus dem Additiv und dem Polymer wird anschließend geschmolzen
und extrudiert und danach granuliert, so daß dann ein Granulat zur Verfügung steht,
welches das Additiv-Granulat ist.
[0020] Während also bei den bisher bekannten Verfahren zu Herstellung von Schichten eines
Vliesmaterials direkt auf bekannte Polymer-Granulate zurückgegriffen wurde, wird bei
der Erfindung zunächst in einem vorgeschalteten Schritt ein Aditiv-Granulat erzeugt,
welches dann anschließend mit dem üblichen Polymer-Granulat zusammengebracht wird,
um aus den beiden Granulaten eine Schmelzflüssigkeit zur Bildung der Schichten des
Vliesmaterials zu erzeugen.
[0021] Anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels wird die Erfindung
nachfolgend näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Querschnittsansicht eines aus drei Schichten bestehenden Vliesmaterials,
- Fig. 2
- einen Querschnitt einer mit einem Additiv versehenen Faser einer Vliesschicht, und
- Fig. 3
- eine schematische Querschnittsansicht eines aus zwei Schichten bestehenden Vliesmaterials.
[0022] Das in Fig. 1 dargestellte Vilesmaterial 10 besteht aus einer oberen Schicht 12 aus
einem Spinnvlies, einer mittleren Schicht 14 aus Melt-Blown und einer unteren Schicht
16, die wieder durch ein Spinnvlies gebildet ist. Das Vliesmaterial 10 ist ein Verbundmaterial,
wobei die drei Schichten 12 - 16 in an sich bekannter Weise durch Thermobonding miteinander
an diskreten Stellen verbunden sind.
[0023] Wie Fig. 2 verdeutlicht, enthalten die Fasern mindestens einer der Schichten 12 -
14 über den Faserquerschnitt verteilt ein Additiv 20, und durch die Bezugsziffer 22
ist angedeutet, daß das Additiv infolge von Diffusion in geringem Maße auch auf der
Oberfläche der Faser 18 angeordnet ist. Als Additiv kann beispielsweise ein in die
Gruppe der Oxazolidone gehörende Fluor Chemical bzw. das unter dem Handelsnamen FX
1801 bekannte Additiv in Pulverform verwendet werden, durch welches die Oligophobie
(Lösungsmittelundurchlässigkeit) erreicht wird.
[0024] Die Faser 18 wird vorzugsweise durch Polypropylen gebildet, welchem das Additiv 20,
22 beigegeben ist. Zu diesem Zweck wird das in Pulverform vorhandene Additiv 20, 22
zunächst mit dem für diesen Zweck ebenfalls in Pulverform - und nicht als Granulat
- vorgesehenen Polypropylen für die Herstellung eines Spinnvlieses oder Melt-Blown
gleichmäßig vermischt. Man erhält somit eine gleichmäßige pulvrige Mischung aus dem
Additiv mit Polypropylen.
[0025] Dieses in Pulverform vorliegende Gemisch wird anschließend geschmolzen, extrudiert
und granuliert, so daß dann ein Granulat (Additiv-Granulat) zur Verfügung steht.
[0026] Dieses mit dem Additiv 20, 22 behaftete Additiv-Granulat wird anschließend mit einem
reinen und bekannten Polypropylen-Granulat vermischt, wobei der Anteil des mit dem
Additiv versehenen Granulats vorzugsweise etwa 2 % beträgt. Aus diesem Misch-Granulat
- Polypropylen-Granulat mit Additiv und Polypropylen-Granulat ohne Additiv - wird
in einem an sich bekannten Herstellungsverfahren die betreffende Schicht (aus Spinnvlies
oder Melt-Blown) hergestellt.
[0027] In zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung wird das mehrlagige Vliesmaterial 10
antistatisch ausgebildet, um elektrostatische Aufladungen zu vermeiden.
[0028] Das erfindungsgemäße Vliesmaterial 10 zeichnet sich durch ein hervorragendes wasser-,
lösungsmittel-, netzmittel- und ölabweisendes Verhalten aus. Die Verwendung des Additivs
20, 22 bzw. die Anordnung im Querschnitt der Fasern 18 führt aber noch zu einem weiteren
Vorteil der Erfindung. Das mehrlagige Vliesmaterial 10 besitzt nämlich eine wesentlich
erhöhte Trennfestigkeit, also ein reduziertes Delaminationsverhalten gegenüber mehrlagigen,
nicht mit Additiven im Sinne der Erfindung versehenen Vliesmaterialien. Die einzelnen
Vliesschichten lassen sich also an ihren Grenzflächen nur sehr schwer voneinander
trennen.
[0029] Bei dem Vliesmaterial gemäß Fig. 1 sind die Fasern aller drei Schichten 12, 14, 16
mit einem Additiv gemäß der Erfindung behaftet. Zusätzlich sind die Fasern der oberen
Spinnvliesschicht 12 antistatisch ausgerüstet. Das gesamte Vliesmaterial 10 ist deshalb
nicht nur oligophob, sondern daneben auch noch antistatisch.
[0030] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Vliesmaterial
10 gemäß Fig. 3 zweischichtig ausgebildet und besteht aus einer Schicht 24 aus Melt-Blown-Vlies
und einer damit verbundenen Trägerschicht 26 aus einem Spinnvlies. Die Fasern beider
Schichten 24, 26 enthalten Additive, welche die Benetzungsfähigkeit der Faseroberflächen
für Flüssigkeiten herabsetzen.
[0031] Die Trägerschicht 26 ist so ausgebildet, daß sie Druckverformungskräfte aufnehmen
kann. Die Schicht 24 aus einem Melt-Blown-Vlies besitzt eine definierte Kapillarstruktur.
Wenn beim Gebrauch des Vliesmaterials 10 Kräfte infolge von Druckeinwirkungen auftreten,
werden diese Druckformungskräfte durch die Trägerschicht 26 aufgefangen und aufgenommen,
so daß eine Veränderung des Kapillarsystems der Schicht 24 aus Melt-Blown-Vlies bzw.
eine Vergrößerung einzelner Poren verhindert werden kann.
1. Mehrschichtiges flüssigkeitsdichtes Vliesmaterial (10),welches als Verbundmaterial
aus mindestens zwei Schichten, nämlich einer durch ein Spinnvlies (12,16; 26) gebildeten
Schicht und einer durch ein Melt-Blown (14; 24) gebildeten Schicht, besteht, die durch
Thermobonding an diskreten Stellen miteinander verbunden/verschweißt sind, wobei das
Ausgangsmaterial zur Herstellung des Spinnvlieses und des Melt-Blowns durch Polymere
in Form von Granulat gebildet ist, wobei daß Granulat zu einer Schmelzflüssigkeit
verarbeitet wird, aus welcher die Fasern/Filamente zur Bildung der einzelnen Schichten
erzeugt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern (18) mindestens einer Schicht Additive (20,22) enthalten, welche
die Benetzungsfähigkeit der Faseroberfläche für Flüssigkeiten herabsetzen, deren Oberflächenspannung
so niedrig ist, daß ohne Additiv ihr Benetzungs-Kontaktwinkel größer Null bis kleiner
als 90° wäre, so daß durch den Zusatz der Additive eine Durchdringung des Faserverbundes
durch eine Flüssigkeit nicht mehr stattfinden kann, und daß die Additive (20, 22)
im wesentlichen über den Faserquerschnitt verteilt und infolge von Diffusion in oder
auf der Oberfläche der Fasern (18) angeordnet sind.
2. Vliesmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Schichten (12,14,16; 24,26) antistatisch ausgebildet ist,
so daß das mehrschichtige Vliesmaterial (10) insgesamt antistatisch ist.
3. Vliesmaterial nach Anspruch 1 oder 2, ,
dadurch gekennzeichnet, daß das Vliesmaterial (10) aus den folgenden Schichten besteht:
a) eine obere Schicht (12) aus Spinnvlies
b) eine mittlere Schicht (14) aus Melt-Blown
c) eine untere Schicht (16) aus Spinnvlies.
4. Vliesmaterial nach Anspruch 3, , dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern (18) aller Schichten (12,14,16) Additive (20,22) enthalten, und daß
die Fasern (18) einer aüßeren Schicht (12) zusätzlich antistatisch ausgerüstet bzw.
ausgebildet sind.
5. Vliesmaterial nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Vliesmaterial (10) aus einer Schicht (24) aus Melt-Blown-Vlies und einer
damit verbundenen Trägerschicht (26) aus einem Spinnvlies besteht, welches geeignet
ist, Druckverformungskräfte aufzunehmen, und daß die Fasern (18) beider Schichten
(24,26) die Additive (20,22) enthalten.
6. Vliesmaterial nach Anspruch 5, , dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern (18) mindestens einer Schicht antistatisch ausgerüstet bzw. ausgebildet
sind.
7. Vliesmaterial nach einem der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Additiv ein Fluorcarbon verwendet wird, welches unter dem Handelsnamen "FX
1801" als Additiv in Pulverform bekannt ist.
8. Vliesmaterial nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Polymer, aus welchem die Fasern/Filamente (18) des Vliesmaterials (10) hergestellt
sind, durch Polypropylen gebildet ist.
9. Vliesmaterial nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 - 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil der Additive an dem Ausgangsmaterial (Granulat) für die Herstellung
der betreffenden Vlies- und/oder Melt-Blown-Schichten weniger als 2 % beträgt.
10. Verfahren zur Herstellung von durch Spinnvlies oder Melt-Blown gebildeten Schichten
für ein mehrschichtiges flüssigkeitsdichtes Vliesmaterial, wobei als Ausgangsmaterial
Polymere in Form von Granulat (Polymer-Granulat) verwendet werden, und wobei das Granulat
zu einer Schmelzflüssigkeit verarbeitet wird, aus welcher die Fasern/Filamente zur
Bildung der Schichten erzeugt werden,
gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
a) es wird ein Additiv-Granulat hergestellt, welches das unter dem Handesnamen "FX
1801" bekannte Additiv enthält,
b) das Additiv-Granulat wird mit dem üblichen reinen Polymer-Granulat vermischt,
c) die Mischung aus dem Additiv-Granulat und dem Polymer-Granulat wird zu der Schmelzflüssigkeit
zur Bildung der Schichten verarbeitet.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß das Additiv-Granulat wie folgt hergestellt wird:
a) aus dem Polymer-Granulat wird ein Pulver hergestellt,
b) das in Pulverform vorliegende Additiv wird mit dem ebenfalls in Pulverform vorliegenden
Polymer, vorzugsweise Polypropylen, gleichmäßig vermischt,
c) das Pulvergemisch wird geschmolzen und anschließend extrudiert und danach granuliert,
wodurch das Additiv-Granulat gebildet wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung von dem Additiv-Granulat mit dem Polymer-Granulat in einem Verhältnis
von etwa 2% Additiv-Granulat zu 98% Polymer-Granulat erfolgt.