| (19) |
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(11) |
EP 0 814 926 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.04.1999 Patentblatt 1999/16 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.02.1996 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B22D 11/00 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9600/256 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9627/465 (12.09.1996 Gazette 1996/41) |
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| (54) |
BODENDURCHFÜHRUNG EINES INVERSIONSGIESSGEFÄSSES
FLOOR LEAD-THROUGH ELEMENT FOR AN INVERSION CASTING VESSEL
PASSAGE DANS LE FOND D'UN RECIPIENT DE COULEE PAR RETOURNEMENT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FR IT |
| (30) |
Priorität: |
08.03.1995 DE 19509691
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.01.1998 Patentblatt 1998/02 |
| (73) |
Patentinhaber: MANNESMANN Aktiengesellschaft |
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40213 Düsseldorf (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- EL GAMMAL, Tarek
D-52072 Aachen (DE)
- HAMACHER, Peter
D-52064 Aachen (DE)
- VONDERBANK, Michael
D-46509 Xanten (DE)
- PLESCHIUTSCHNIGG, Fritz-Peter
D-47269 Duisburg (DE)
- VON HAGEN, Ingo
D-47800 Krefeld (DE)
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| (74) |
Vertreter: Meissner, Peter E., Dipl.-Ing. et al |
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Meissner & Meissner,
Patentanwaltsbüro,
Hohenzollerndamm 89 14199 Berlin 14199 Berlin (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-87/07192 US-A- 3 264 692 US-A- 4 479 530
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DE-A- 3 638 249 US-A- 3 995 587
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Erzeugen von dünnen
Metallsträngen, insbesondere Stahl, bei dem ein Metallband durch den Boden eines mit
Schmelze gefüllten Behälters geleitet und nach Ankristallisierung von Schmelze an
dieses über antreibbare oberhalb des Behälters angeordnete Rollen geführt wird.
[0002] Dieses Bandgießverfahren wird, da die Erstarrung von innen nach außen verläuft und
nicht wie beim üblichen Stranggießen von außen nach innen, auch Inversionsgießen genannt.
[0003] Ein solches Verfahren ist insbesondere bei der Herstellung von Draht, aber auch zum
Gießen von Bändern bekannt. So zeigt für das Bandgießen das Patent US 3,264,692 ein
Gießgefäß zur Durchführung dieses Verfahrens mit einem Bodenstein aus Zirkon. Die
schlitzförmige Öffnung des Bodensteins ist sehr eng toleriert zu den Abmessungen des
hier durchgezogenen Bandes.
[0004] Nachteil dieses bekannten Bodeneinlaßes ist die relativ hohe Gefahr des Verklemmens
des Bandes bei nur geringen Abweichungen der zugelassenen Bandabmessungen, bzw. unruhigen
Verlauf des Bandes und die dadurch bedingte erhöhte Reibung.
[0005] Aus der WO-A- 87 07 192 ist eine Vorrichtung zur Erzeugung dünner Metallstränge mit
einem, mit einer Feuerfestauskleidung versehenen Gefäß bekannt, in dessen Boden eine
zum Hineinleiten eines metallbandes versehene Öffnung vorhanden ist, wobei diese als
schlitzförmiger Kanal ausgebildet ist. Um eine größere Gesamtdicke des Bandes zu erhalten,
kann dieses in mehreren Zyklen durch die Schmelze gezogen werden.
[0006] Eine weitere Vorrichtung zur Erzeugung dünner Metallstränge ist aus der DE-A- 36
38 249 bekannt. Hierbei wird zwischen der Kanalwand und dem zu beschichtenden Band
ein gewisser Abstand eingehalten.
[0007] Schließlich sei noch die US 3264692 erwähnt. Bei der dort beschriebenen Vorrichtung
wird für den Einlaßkanal ein bestimmtes Material verwendet. Damit soll erreicht werden,
daß eine Ausdehnung des Materials nicht dazu führt, daß das Metallband im Kanal festgesetzt
wird.
[0008] Aus dem Patent US 4,479,530 ist ein Verfahren bekannt, Draht - hier jedoch von oben
nach unten - durch eine Schmelze zu leiten und durch den Bodenauslaß eines Schmelzgefäßes
zu führen. Bei diesem zur Herstellung von Kupferdraht konzipierten Verfahren wird
vorgeschlagen, den Bodenauslaß nicht nur konisch auszugestalten, sondern gezielt Schmelze
gemeinsam mit dem Draht austreten zu lassen.
[0009] Eine ahnliche Vorrichtung, ebenfalls für die Drahtherstellung, ist aus dem Journal
of Metals, October 1963. A Continuous Casting Process, Seite 774 bis 780 bekannt.
In diesem Artikel wird ein Bodendurchlaß beschrieben, der aus Molybdän besteht und
mit Wasser kühlbar ist.
[0010] Die beiden letztgenannten Schritten betreffen die Herstellung von Draht aus Kupfer
und sind auf Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung von Bändern aus Stahl nicht
übertragbar. Insbesondere bei der Drahtherstellung kommt hinzu, daß der Durchmesser
des Drahtes infolge von Beuligkeit der aufkristallisierten Schicht ungleichmäßig ist
und für eine praktische Anwendbarkeit nachbearbeitet wird. Weiterhin ist es ungünstig,
daß sich aufgrund der großen Dicke des Mutterdrahtes - üblich sind hier 6 mm und großer
- eine geringe Aufkristallisation und ein schlechtes Verschweißen ergibt.
[0011] Die Erfindung hat sich das Ziel gesetzt, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu finden,
eine mechanische Beschädigung des Bandes bei seinem Eintritt in das Schmelzgefäß zu
vermeiden, unkontrollierte Zugspannungsverhältnisse durch verstärkte Reibung (Abrißgefahr)
zu unterbinden und ein Ausfließen der Schmelze aus dem Behälter zu verhindern.
[0012] Die Erfindung erreicht dieses Ziel durch die kennzeichnenden Merkmale des Verfahrensanspruches
1 und des Vorrichtungsanspruches 6,
[0013] Erfindungsgemaß wird das Schmelzbad im Bereich des Mündung der schlitzförmigen Eintrittsöffnung
in das Gefäß so intensiv gekühlt, daß hier eine Temperatursenke entstent, die zu einem
Zwei-Phasen-Gebiet Schmelze/Kristall geringfügig oberhalb des Erstarrungspunktes führt.
[0014] Dieses Zwei-Phasen-Gebiet, das darüber hinaus noch in Kontakt mit dem kalten Mutterband
tritt, weist eine so hohe Viskosität auf, daß es die Funktion einer sich selbst erneuernden
Dichtung übernimmt und ein Eindringen der Schmelze in den Spalt und den Bodendurchlaß
verhindert.
[0015] Die Ausdehnung dieser als Dichtung wirkenden Schmelze ist so groß, daß der freie
Raum zwischen der Innenwand des schlitzförmigen Kanals des Bodeneintritts zum durchgeführten
Band in einer Größe gewählt werden kann, die ein berührungsfreies Durchleiten des
Bandes durch den schlitzförmigen Kanal sicherstellt, nicht zuletzt durch den sich
ausbildenden Meniskus.
[0016] Da nahezu keine mechanische Berührung zwischen dem Band und dem Kanal auftritt, kann
als Material auch Kupfer gewählt werden. Zum Schutze gegen abrasiven Verschleiß kann
das Kupfer mit einer Schutzschicht versehen sein. Als Beschichtung werden Metalle
(Chrom. Nickel) oder Oxide (Zirkonoxid) oder Keramik (z.B. Bornitrid) vorgeschlagen.
[0017] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird das Kühlelement auf der zum Gefäß
hinweisenden Wand mit einer Schicht aus einer feuerfesten Masse belegt. Auf diese
Weise wird nicht nur ein höherer Schutz des Kühlelementes erreicht, mit dieser Maßnahme
wird auch Einfluß auf das Temperaturniveau der mit einer Schüttung vergleichbaren
kälteren Schmelze in der Nähe der Kühlelemente erreicht.
[0018] Der schlitzförmige Kanal kann dabei in wartungsarmer und kostengünstiger Weise derart
ausgestaltet werden, daß er aus zwei Teilen aufgebaut ist. Der eine Teil besteht dabei
wie beschrieben aus Kupfer und der von der Schmelze wegweisende Teil ist dabei aus
einer feuerfesten Masse bzw. aus feuerfesten Steinen aufgebaut.
[0019] Zur sicheren Beeinflussung des Meniskus schlagen die Erfinder vor, das Kühlelement
mit einem in Richtung Gefäßinneres sich öffnenden Konus zu versehen.
[0020] Als Kühlmedium wird eine Flüssigkeit vorgeschlagen, aber auch Gas. Bei Einsatz von
Wasser wird dieses saugend gefördert, um bei nicht auszuschließenden Beschädigungen
der Kühlelemente Schäden zu vermeiden.
[0021] In einer besonderen Ausgestaltung werden Kühlrohre eingesetzt, die meanderförmig
geführt sind. Die eingesetzte Rohrschlange ist in der Weise ausgestaltet, daß das
Kühlmittel zuerst in der Nähe des Schlitzes entlanggeführt wird. Die Wärmeabfuhr aus
der Metallschmelze im Bereich der Mündung des Kanals wird in Abhängigkeit von der
Schmelzbadtemperatur geregelt. Bei zu starker Abkühlung der Schmelze kann diese durch
eine Aufheizvorrichtung, beispielsweise durch einen Plasmabrenner auf die gewünschte
Temperatur eingestellt werden.
[0022] Ein Beispiel der Erfindung ist in der beigefügten Zeichnung dargelegt. Dabei zeigt
die
- Figur 1
- Einen schematischen Schnitt durch die Gießeinrichtung.
- Figur 2
- Die Anordnung der Kühlschlange.
- Figur 3
- Ausschnitt der Bodeneintrittsöffnung.
[0023] Die Figur 1 zeigt ein Schmelzgefäß mit dem Gefäßboden 11 und den Gefäßseitenwänden
12, die einen metallischen Gefäßmantel 13 sowie eine feuerfeste Auskleidung 14 aufweisen.
[0024] Der Boden weist einen Kanal 20 auf, dessen der Schmeize S zugewandte Mündung einen
metallischen Kanalteil 22 besitzt, hier als Kühlkasten 25 ausgestaltet.
[0025] Der Kühlkasten 25 ist über eine Medienzufuhr 31 und einem Behälter 34 bzw. über eine
Medienabfuhr 32 mit einer Pumpe 33 verbunden.
[0026] Durch den Kanal 20 wird von Führungsrollen 41 geführt ein Band B zur Schmelze S in
den Behälter geleitet. Am Band B kristallisiert sich eine Schicht K an, die oberhalb
des Gefäßes durch Glättrollen 42 gefördert und endabmessungsnah geglättet wird.
[0027] An die Medienabfuhr 32 ist eine Einrichtung 51 zum Messen und Regeln der Wärmeenergie
angeschlossen.
[0028] Die Figur 2 zeigt Horizontalschnitte durch den metallischen Kanalteil 22, der hier
als Kühlrohr 26 ausgebildet ist, welches an die Zufuhr 31 und die Abfuhr 32 angeschlossen
ist. Im Zentrum der meanderförmig geführten Kühlrohre 26 wird das Band B durch den
Schlitz 20 geführt.
[0029] Im oberen Teil des Bildes ist eine Anordnung dargestellt, bei der zu beiden Seiten
des Bandes jeweils zwei Rohre sich befinden. Die Pfeile deuten die Fließrichtung des
Kühlmediums an. Es zeigt sich, daß das Kühlmedium zuerst um das Band herumgeführt
wird, um anschließend parallel zur Kühlrohrschlange im Bereich des Bandes der Kühlmediumabfuhr
zugeführt zu werden.
[0030] Im unteren Teil des Bildes sind insgesamt drei Rohre parallel nebeneinander angeordnet.
In der Skizze ist dargestellt, daß das Kühlrohr in Nähe des Bandes abgeschrägt sein
kann und zwar in der Weise, daß sich der Schlitz 20 konisch in Richtung Gefäßinneres
öffnet.
[0031] Wie in der Skizze dargestellt, können Rohre mit kreisrundem Profil zum Einsatz kommen,
wie auch Vierkantrohre.
[0032] Die Figur 3 zeigt einen Ausschnitt des Gefäßes mit dem metallischen Gefäßmantel 13
und der Feuerfestauskleidung 14, und zwar im rechten Teil als Stampfmasse und im linken
Teil als Stein.
[0033] Der Kanal 20 weist eine Erhöhung auf, die dem metallischen Gefäßmantel 13 zugeneigt
auf ein Feuerfestkanalteil 21 aufsetzt, und zwar in der linken Bildhälfte als feuerfester
Stein 23 und in der rechten Bildhältte als feuerfeste Stampfmasse 24 ausgebildet.
Der Schmelze zugeneigt ist ein metallischer Kanalteil 22, der in der linken Bildhälfte
als Kühlrohr 26 in der rechten Bildhälfte als Kühlkasten 25 ausgestaltet ist. In Richtung
Gefäßinneres ist dieser Kanalteil 22 mit einer Feuerfestschicht 15 belegt.
[0034] Der Kanal 20 besitzt eine innere Kanaldicke D, durch die das Band B mit der Banddicke
d geführt ist.
[0035] In Bandrichtung kristallisiert an das durch die Schmelze S geführte B and B eine
Schicht K an.
[0036] Weiterhin sind in der Figur 3 Isotherme der Schmelze S aufgeführt. Es zeigt sich,
daß im schlitzförmigen Kanal im Bereich des metallischen Kanalteils 22 sich eine Temperatursenke
nahe dem Erstartungspunkt T
SOL einstellt. Dieses Zwei-Phasen-Gebiet Schmelze/Kristall verhindert ein Auslaufen der
Schmelze durch den schlitzförmigen Kanal aus dem Schmelzgefäß heraus.
[0037] Vom Zwei-Phasen-Gebiet ausgehend sind weitere Isothermen dargestellt bis hin zur
Schmelzentemperatur T
SOL. Im Bereich des Schlitzes bildet sich zwischen dem Band B und dem Kühlkasten 25 unter
dem Kühlrohr 26 ein Meniskus M aus.
In Abhängigkeit der Form der Stirnfläche des metallischen Kanalteils 22 bildet sich
der Meniskus in seiner Form aus, wobei er bei der konisch ausgebildeten Stirnfläche
tiefer in den schlitzförmigen Kanal 20 hineinragt. Die Schmelze S ist dabei selber
noch nicht durcherstarrt sondern noch duktil aber soweit fest, daß ein Auströmen der
Schmelze aus dem Kanal verhindert wird.
Positionsliste
Gefäß
[0038]
- 11
- Gefäßboden
- 12
- Gefäßseitenwände
- 13
- Metallischer Gefäßmantel
- 14
- Feuerfestauskleidung
- 15
- Feuerfestschicht
- 20
- Kanal
- 21
- Feuerfester Kanalteil
- 22
- Metallischer Kanalteil
- 23
- Stein
- 24
- Stampfmasse
- 25
- Kühlkasten
- 26
- Kühlrohr
Kühleinrichtung
[0039]
- 31
- Medienzufuhr
- 32
- Medienabfuhr
- 33
- Pumpe
- 34
- Behälter
Bandfördereinrichfung
[0040]
- 41
- Führungsrolle
- 42
- Glättrolle
Meß- und Regeleinrichtung
[0041]
- 51
- Wärmeenergie
- S
- Schmelze
- B
- Band
- K
- Ankristallisierte Schicht
- d
- Banddicke
- D
- Kanalinnendicke
- M
- Meniskus
1. Verfahren zum Erzeugen von dünnen Metallsträngen, insbesondere Stahl, bei dem ein
Metallband durch den Boden eines mit Schmelze gefüllten Behälters geleitet und nach
Ankristallisierung von Schmelze an dieses über antreibbare, oberhalb des Behälters
angeordnete Rollen abgezogen wird, gekennzeichnet durch folgende Schritte:
a) das Metallband wird in Richtung Gefäßinneres berührungsarm durch einen schlitzförmigen
Kanal geführt,
b) die Metallschmelze wird im Bereich der Mündung des Kanals auf eine Temperatur soweit
abgekühlt, daß in einem Zwei-Phasen-Gebiet ein Kristallanteil zwischen 50 und 90 %
vorliegt,
c) das Metallband kontaktiert im Bereich der Mündung des Kanals diese kühle Schmelzenmenge,
bildet dabei einen Meniskus und kühlt im Nahbereich des Meniskus die Schmelze in einem
Zwei-Phasen-Gebiet aus Schmelze und Kristall mit einer Temperatur dicht oberhalb des
Soliduspunktes ab.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bandgeschwindigkeit so gewählt wird, daß der Meniskus sich im Bereich der
Mündung des Kanals befindet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wärmeabfuhr durch ein Kühlmedium in Abhängigkeit der Bandgeschwindigkeit geregelt
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kühlmedium ein Gas ist.
5. Verfahren nach einem der oben genannten Ansprüche.
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wärmeabfuhr in Abhangigkeit von der Schmelzbadtemperatur geregelt wird.
6. Vorrichtung zum Erzeugen dünner Metallstränge mit einem in einer Feuerfestauskleidung
versehenen und mit einer Schmelze füllbaren Gefäßes, in dessen Boden eine zum Hineinleiten
eines Metallbandes vorgesehene Öffnung vorhanden ist, zur Durchführung des Verfahrens
nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Öffnung (20) als schlitzförmiger Kanal ausgebildet ist, dessen Innenwand zur
Oberfläche des Metallbandes (B) einen Abstand von 0,3 bis 1,0 mm aufweist, und daß
an der der Schmelze (S) zugewandten Mündung des Kanals (20) ein metallischer Kanalteil
(22) als Kühlelement vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kühlelement (22) aus Stahl ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kühlelement (22) aus Kupfer ist, das mit einer Schutzschicht (27) gegen abrasiven
Verschleiß versehen ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kühlelement (22) über Medienzuführungen (31) und Medienabführungen (32) an
eine Förderstation (33) angeschlossen ist, mit der Kühlwasser saugend bewegbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kühlelement (22) eine in Richtung Gefäßinneres sich öffnende konische Form
aufweist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kühlelement auf der zum Gefäßinneren weisenden Wand mit einer Schicht aus
einer Feuerfestmasse (15) belegt ist.
12. Vorrichtung nach einem der oben genannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Einrichtung (51) zum Messen und Regeln der Wärmeabfuhr bzw. - Zufuhr aus
dem metallischen Kanalteil (22) vorgesehen ist.
1. A method for producing thin metal billets, in particular steel, in which a metal strip
is passed through the bottom of a container filled with melt and once melt has crystallised
on thereto is withdrawn by means of drivable rollers arranged above the container,
characterised by the following steps:
a) the metal strip is guided with low contact through a slot-shaped channel towards
the interior of the container,
b) the metal melt is cooled in the region of the mouth of the channel to such a temperature
that a crystal proportion of between 50 and 90% is present in a two-phase region,
c) the metal strip contacts this cool quantity of melt in the region of the mouth
of the channel, in so doing forms a meniscus and cools the melt in the immediate vicinity
of the meniscus in a two-phase region consisting of melt and crystal at a temperature
closely above the solidus point.
2. A method according to Claim 1, characterised in that the speed of the strip is selected
such that the meniscus is located in the region of the mouth of the channel.
3. A method according to Claim 1 or 2, characterised in that the dissipation of heat
is controlled by a cooling medium dependent on the speed of the strip.
4. A method according to Claim 3, characterised in that the cooling medium is a gas.
5. A method according to one of the preceding claims, characterised in that the dissipation
of heat is controlled dependent on the melt bath temperature.
6. An apparatus for producing thin metal billets with a vessel which is provided in a
refractory lining and can be filled with a melt, in the base of which vessel there
is an opening provided for introducing a metal strip, for performing the method according
to Claim 1, characterised in that the opening (20) is in the form of a slot-shaped
channel, the inner wall of which is at a distance from the surface of the metal strip
(B) of 0.3 to 1.0 mm, and that a metal channel part (22) is provided as cooling element
on the mouth of the channel (20) which faces the melt (S).
7. An apparatus according to Claim 6, characterised in that the cooling element (22)
is made of steel.
8. An apparatus according to Claim 6, characterised in that the cooling element (22)
is made of copper which is provided with a layer (27) to protect against abrasive
wear.
9. An apparatus according to Claim 8, characterised in that the cooling element (22)
is connected via media supply means (31) and media removal means (32) to a conveying
station (33) with which cooling water can be moved by suction.
10. An apparatus according to Claim 8, characterised in that the cooling element (22)
has a conical shape which opens towards the interior of the vessel.
11. An apparatus according to Claim 10, characterised in that the cooling element is covered
with a layer of a refractory compound (15) on the wall facing towards the interior
of the vessel.
12. An apparatus according to one of the preceding claims, characterised in that a means
(51) is provided for measuring and controlling the dissipation and supply of heat
from the metal channel part (22).
1. Procédé pour engendrer des barres métalliques minces, en particulier de l'acier, dans
lequel un feuillard métallique est guidé à travers le fond d'un récipient rempli d'une
matière en fusion et, après cristallisation de la matière en fusion sur celui-ci,
il est retiré par l'intermédiaire de rouleaux, pouvant être entraînés, agencés au-dessus
du récipient, caractérisé par les étapes suivantes :
a) le feuillard est guidé, sans contact, en direction de l'intérieur du récipient,
à travers un canal en forme de fente,
b) la matière en fusion métallique est refroidie dans la zone de l'embouchure du canal
à une température telle que, dans un domaine à deux phases, il existe une proportion
cristalline entre 50 et 90%,
c) le feuillard entre en contact, dans la zone de l'embouchure du canal, avec cette
quantité refroidie de matière en fusion, forme de plus un ménisque et refroidit, dans
la zone voisine du ménisque, la matière en fusion dans un domaine à deux phases constitué
de matière en fusion et de matière cristallisée à une température juste au-dessus
du point de solidus.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que la vitesse du feuillard est choisie de sorte que le ménisque
se trouve dans la région de l'embouchure du canal.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que l'évacuation de chaleur par un fluide de refroidissement est
réglée de façon dépendant de la vitesse du feuillard.
4. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce que le fluide de refroidissement est un gaz.
5. Procédé selon une des revendications précitées,
caractérisé en ce que l'évacuation de chaleur est réglée en fonction de la température
du bain de matière en fusion.
6. Dispositif pour engendrer des barres métalliques minces, comportant un récipient muni
d'un revêtement réfractaire et pouvant être rempli d'une matière en fusion, dans le
fond duquel il est prévu une ouverture agencée pour l'introduction d'un feuillard
métallique, pour la mise en oeuvre du procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que l'ouverture (20) est réalisée comme canal en forme de lente,
dont la paroi interne présente, par rapport à la surface du feuillard (B), un écartement
de 0,3 à 1,0 mm, et en ce que, sur l'embouchure, en regard de la matière en fusion
(S), du canal (20), il est prévu une partie de canal métallique (22) comme élément
de refroidissement.
7. Dispositif selon la revendication 6,
caractérisé en ce que l'élément de refroidissement (22) est en acier.
8. Dispositif selon la revendication 6,
caractérisé en ce que l'élément de refroidissement (22) est en cuivre, qui est muni
d'une couche protectrice (27) contre une usure abrasive.
9. Dispositif selon la revendication 8,
caractérisé en ce que l'élément de refroidissement (22) est raccordé à un poste d'alimentation
(33), par l'intermédiaire de conduits d'amenée de fluide (31) et de conduits d'évacuation
de fluide (32), grâce auquel de l'eau de refroidissement peut être aspirée.
10. Dispositif selon la revendication 8,
caractérisé en ce que l'élément de refroidissement (22) présente une forme conique
s'ouvrant en direction de l'intérieur du récipient.
11. Dispositif selon la revendication 10,
caractérisé en ce que l'élément de refroidissement, sur la paroi orientée vers l'intérieur
du récipient, est garni d'une couche d'une masse réfractaire (15).
12. Dispositif selon une des revendications précitées,
caractérisé en ce qu'un dispositif (51) pour mesurer et régler l'amenée ou l'évacuation
de chaleur vers ou à partir de la partie de canal métallique (22) est prévu.